Papst sieht Aufklärungsunterricht als Angriff auf die Religionsfreiheit

Vatikanstadt. Papst Benedikt XVI. kritisierte Schulkurse über sexuelle Aufklärung und Lebenskunde als Angriff auf die Religionsfreiheit. Das erklärte er in seiner traditionellen Neujahrsansprache an Vatikanbotschafter.

Der Papst zielt mit seiner Kritik auf die vor drei Jahren eingeführten Lebenskunde-Kurse, die liberale Werte bei Schülern fördern sollen. Themen wie Homosexualität, Abtreibung und Scheidung werden dort offen angesprochen.

Viele Eltern bezeichneten die Kurse als „anti-christlich“. Der Papst stimmte ihnen nun zu und nannte den Unterricht eine „Bedrohung gegen die kulturellen Wurzeln, die der Identität und des sozialen Zusammenhalts vieler Nationen zugrunde liegen“.