Friedensnobelpreis geht an tunesische Demokratie-Bewegung

Das Friedensnobelpreis-Komitee hat in Oslo soeben (9. Oktober, 11:02 Uhr) die Preisträger bekanntgegeben. Die Auszeichnung geht an das tunesische „National Dialogue Quartet“. Die Organisation habe wesentlich dazu beigetragen, im Zuge der tunesischen Jasmin-Revolution eine pluralistische Demokratie zu schaffen und zu sichern.

Der Preis geht an das tunesische „National Dialogue Quartet“ – das Quartett für den nationalen Dialog. Die Dachorganisation, die den tunesischen Gewerkschaftsverband, den Arbeitgeberverband, die Menschenrechtsliga sowie die Anwaltskammer umfasst, wurde 2013 gebildet, als der Prozess der Demokratisierung in Tunesien durch soziale Unruhen und Anschläge bedroht war. Anders als in anderen Ländern des Arabischen Frühlings habe der Demokratisierungsprozess durch ihre Arbeit einen weitgehend friedlichen Weg genommen.

More than anything, the prize is intended as an encouragement to the Tunisian people, who despite major challenges have laid the groundwork for a national fraternity which the Committee hopes will serve as an example to be followed by other countries. – Auszug aus der Laudatio des Komitees.

Der Preis sei vor allem ein Mutzuspruch an das tunesische Volk. Es habe trotz großer Herausforderungen den Grundstein für nationalen Zusammenhalt gelegt. Diesem Beispiel – so hofft das Komitee – werden andere Länder folgen. 

Der Guardian hat die Bekanntgabe der Preisträger mit einem Liveticker begleitet, mit allen Höhepunkten und Videos aus Oslo.

 

 

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