Ich werde zum Bauchatmer

(Foto: Sophia Averesch)

Meditieren am Phönixsee (Foto: Sophia Averesch)

Zwei Finger unter dem Bauchnabel – da soll sie sein, meine innere Mitte. Das habe ich im zweiten Schritt der App 7 mind gelernt. Also habe ich sie jetzt gefunden, mein Hara mein unteres Dantien, wie es manche Kulturen nennen. Mein inneres Kraftzentrum. Und was genau bringt mir das jetzt? Nach zwei Wochen Meditation habe ich mich gefragt, wofür ich das überhaupt mache.

 

Dass ich glücklicher werden soll, das weiß ich schon. Wie genau soll das funktionieren? Und was kann Meditation noch alles? Das Netz ist überfüllt mit Antworten. Ein paar davon habe ich zusammengefasst.

Die App 7 mind lehrt nicht irgendeine Meditation. Genau genommen trainiert man seine Achtsamkeit. Eine richtige Definition von Achtsamkeit habe ich nicht gefunden. Sie wird oft als eine Art von Zustand beschrieben: Dann, wenn man das Hier und Jetzt betrachtet und nicht in die Vergangenheit oder Zukunft blickt, ist man achtsam. Aber auch nur dann, wenn man das Hier und Jetzt nicht bewertet, sondern ohne Emotionen wahrnimmt. 

Letztendlich soll Achtsamkeit zu Zufriedenheit und Freude führen. Was achtsame Menschen noch alles besser können:

Achtsame Menschen

  • reagieren weniger emotional auf negative Gedanken 
  • können negative Gedanken umleiten (z.B. auf ihren Atem)
  • führen ein langes Leben ohne Krankheiten
  • können die biologischen Vorgänge in ihrem Körper kontrollieren
  • haben ein emotionales und seelisches Gleichgewicht
  • können sich gut in andere hineinversetzen

Es gibt unendlich viele Einschätzungen, was Meditation alles bringen kann. Ob ein achtsamer Mensch jetzt gesünder und länger lebt, finde ich schwierig herauszufinden. Ich weiß auch nicht, wie ich die biologischen Vorgänge in meinen Körper kontrollieren soll. Oder wie ich jemals wissen soll, ab wann ich achtsam bin. Nach meiner zweiten Meditationswoche kann ich mich aber schon besser auf das Training konzentrieren. Beim zweiten Schritt geht es darum, in den Bauch zu atmen. Zu spüren, wie der Atem in der inneren Mitte (zwei Finger unter dem Bauchnabel) beginnt und endet.

 

Bei diesem Schritt fühle ich mich wesentlich sicherer. Ob ich in den Bauch atme, kann ich leicht merken: Hebt sich die Hand auf meinem Bauch? Dann mache ich es richtig. Es fällt mir auch leichter, mich auf eine Sache zu konzentrieren und nicht wie bei der letzten Meditation einmal durch meinen ganzen Körper zu wandern. Ich habe es sogar mehr oder weniger erfolgreich geschafft, am Phönixsee in Hörde zu meditieren.

 

Nach zwei Wochen fühle ich mich auch entspannter. Ich kann mir vorstellen, dass ich negative Gedanken umleiten kann. Finde ich etwas nervig oder bin ich durch irgendetwas gestresst, denke ich im nächsten Moment: Ist doch alles halb so wild!

Glücksbonus: 5/10          Weirdness: 6/10          Nervfaktor: 5/10

Hier geht’s zur Übersicht meines Selbstversuchs.

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