Gröhe: Leichterer Zugang zum Medizinstudium

Abiturienten sollen in Zukunft einfacher an ein Medizinstudium kommen – und zwar genau dann, wenn sie sich verpflichten, später als Landärzte zu arbeiten. Das hat der neue Gesundheitsminister Hermann Gröhe vorgeschlagen. In einigen Bundesländern wird dieses Konzept schon umgesetzt.

Über eine deutschlandweite Regelung möchte Gröhe nun mit den Wissenschaftsministern der Länder sprechen.  Er schlägt vor, „dass jungen Leuten, die sich verpflichten, eine Praxis im ländlichen Raum zu übernehmen, der Zugang zum Studium erleichtert wird.“ Das sagte Gröhe in einem Interview mit der Bild am Sonntag. Auch Studienbewerber, die ein freiwilliges soziales Jahr geleistet haben, sollen bevorzugt werden. Als Anreiz könnte ein Notenbonus dienen, so der Gesundheitsminister.

In einigen Bundesländern werden angehende Landärzte schon besonders gefördert: Bayern hat 2012 ein Stipendium beschlossen, das Studierende mit 300 Euro pro Monat unterstützt. Wer nach dem Studium doch nicht auf dem Land arbeitet, muss das Geld zurückzahlen. Ähnliche Programme gibt es auch in Thüringen und Sachsen. Dort werden Studienplätze außerdem nicht mehr nur nach Abi-Note vergeben. Sachsen-Anhalt fördert sogar Medizinstudenten in ganz Deutschland, die sich verpflichtet haben, nach ihrer Ausbildung in Sachsen-Anhalt zu arbeiten. Damit soll dem Ärztemangel in ländlichen Regionen entgegengewirkt werden.

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