Medizinstudenten wollen wieder an Leichen lernen

Medizinstudenten der Ruhr-Universität Bochum haben sich mit einem offenen Brief an die nordrhein-westfälische Landesregierung gewandt. Ihr Anliegen: Sie wollen wieder an echten Leichen lernen. 

In dem Schreiben beklagen sich die Studierenden darüber, dass die Uni seit Monaten keine Anatomie-Kurse zum Präparieren anbietet. Der Grund: bundesweit neue Grenzwerte für den Stoff Formaldehyd. Dieser verteilt sich beim Konservieren von Leichen im Raum und kann krebserregend sein. An anderen Universitäten seien wegen der neuen Auflagen Umbaumaßnahmen ergriffen worden – in Bochum nicht.

Das kritisieren die Studierenden nun. Die Präparier-Kurse im Fach Anatomie seien ein essentieller Teil der medizinischen Ausbildung. Wie es in dem Brief der Studenten heißt, können die neuen Schadstoff-Grenzwerte in den Räumen der Uni Bochum bisher nicht eingehalten werden.

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