Kino-Vorschau: Hesher

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USA
Regie: Spencer Susser
Darsteller: Joseph Gordon-Levitt, Natalie Portman
Starttermin: Noch kein genaues Datum bekannt

So trifft man Hesher (Joseph Gordon-Levitt) meistens an: ungeduscht, faul, zugedröhnt. Fotos: Newmaket Films/hesherthemovie.com

So trifft man Hesher (Joseph Gordon-Levitt) meistens an: ungeduscht, faul, zugedröhnt. Fotos: Newmaket Films/hesherthemovie.com

Laute Musik, Pornos, Gras. Das sind die Lieblingsdinge von Hesher (Joseph Gordon-Levitt). Und Sachen in die Luft jagen. Aber ansonsten hasst er die Welt. Scheiß‘ auf alles und jeden. Lange, fettige Haare, schon ewig nicht geduscht, auf dem Bauch das selbstgemachte Tattoo eines Strichmännchens, das sich selbst in den Kopf schießt. Kurzum: Kein Typ, zu dem man hinaufschaut. Irgendwann aber, durch Zufall, trifft Hesher auf TJ.

Der 13-Jährige hat seine Mutter bei einem Autounfall verloren, für ihn ist eine Welt zusammengebrochen. Seitdem fristet TJ ein trauriges Dasein bei seiner Großmutter, zusammen mit seinem ebenso zermürbten Vater. Bis sich Hesher entschließt, ebenfalls einzuziehen. Und irgendwie gelingt es ihm, die trübe Stimmung aufzumischen. Der anarchistische Headbanger wird zum verständnisvollen Zuhörer, und es scheint, als helfe er der Familie tatsächlich über den schweren Verlust hinweg. Doch als sich TJ eines Tages in die hübsche Kassiererin Nicole (Natalie Portman) verliebt, macht Hesher den Fantasien des Jungen einen Strich durch die Rechnung…

Die hübsche Kassiererin Nicole (Natalie Portman).

Die hübsche Kassiererin Nicole (Natalie Portman).

Eigentlich ist Natalie Portman ja eher zuständig für die „Blockbuster“, die großen und teuren Filme. Jeder kennt sie, jeder mag sie. Vielleicht macht sie das so prädestiniert für Hollywood-Produktionen. Dass sie aber auch in kleinen Filmen, ohne viel Schnickschnack und Millionen-Budget, glänzen kann, hat sie vor einiger Zeit in Garden State unter Beweis gestellt. Bei Joseph Gordon-Levitt ist es genau andersherum. Den meisten bekannt aus Erfolgsfilmen wie Inception und 10 Dinge, die ich an dir hasse, zeigt sich sein überragendes schauspielerisches Talent aber vor allem in den kleinen Produktionen wie Brick, The Lookout oder 500 Day of Summer.

Damit ergänzen sich die beiden perfekt: Blockbuster-Girl und Independent-Boy, sozusagen. Beste Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit. Seine Premiere feierte der Streifen, übrigens das Debüt von Regisseur Spencer Susser, auf dem Sundance Film Festival. Einen Starttermin gibt es bisher allerdings weder in den USA noch in Europa. Leider.

„This is a solid first independent film, and I can’t wait to see how Susser grows as a storyteller.“ (Peter Sciretta, slashfilm.com)

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