Kino-Vorschau: Restrepo

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USA/Afghanistan
Regie: Tim Hetherington, Sebastian Junger
Starttermin: Noch kein genaues Datum bekannt

Sebastian Junger (links) und Tim Hetherington begleiteten ein Jahr lang die Soldaten des Außenpostens "Restrepo" in Afghanistan. Foto: Tim Hetherington

Sebastian Junger (links) und Tim Hetherington begleiteten ein Jahr lang die Soldaten des Außenpostens "Restrepo" in Afghanistan. Fotos: Tim Hetherington

Ein Jahr lang haben die Journalisten Sebastian Junger und Tim Hetherington amerikanische Soldaten auf einem Außenposten in Afghanistan begleitet. Tag für Tag, Bombenangriff für Bombenangriff. Herausgekommen ist eine schonungslose Dokumentation über den unvorstellbaren Alltag der Soldaten. Und schon jetzt ist Restrepo für viele die beste Dokumentation des Jahres.

Der Außenposten, auf dem die Journalisten 15 Monate verbrachten, liegt mitten im von Taliban und Al-Qaida beherrschten Korengal-Tal – eine der gefährlichsten Gegenden Afghanistans. Amerikanische Streitkräfte warfen hier, so sagt man, etwa 70 Prozent aller Bomben ab, die sie überhaupt in Afghanistan einsetzten. Der Außenposten heißt „Restrepo“ – benannt nach dem ersten amerikanischen Soldaten, der hier sein Leben gab.

Die Dokumentation zeigt die Soldaten hautnah in ihrem Alltag: Beim Feuergefecht...

Die Dokumentation zeigt die Soldaten hautnah in ihrem Alltag: Beim Feuergefecht...

Hautnahe Bilder vom Krieg sind im digitalen Zeitalter nichts Neues. Aber mehr als alle anderen, so die überwiegende Meinung der Kritiker, offenbare Restrepo die brutale Realität des Krieges. Es werden keine Generäle interviewt und keine Angehörigen, es gibt keinen Sprecher, keinen Kommentar. Nur die nackte Wahrheit. Der Film zeigt die Perspektive der Soldaten, ihre Angst, Verzweiflung und Kameradschaft: „Die Soldaten auf den Außenposten in Afghanistan leben und kämpfen und sterben unter Konditionen, die sich nur wenige Amerikaner daheim überhaupt vorstellen können. Ihre Erfahrungen sind wichtig um zu verstehen – ganz egal, welchen politischen Glauben man verfolgt. Denn dieser Glaube ist ein Weg, um nicht auf die Realität schauen zu müssen. Das hier ist die Realität“, sagen die Filmemacher selbst.

...aber auch in den entspannteren Momenten.

...aber auch in den entspannteren Momenten.

Auf dem Sundance Film Festival erhielt Restrepo den „Grand Jury Prize“ als beste Dokumentation, internationale Kritiker sind begeistert von der Intensität des Films und sehen ihn als vielversprechendsten Kandidaten für die Oscar-Verleihung. Nominiert ist er in der Kategorie „Beste Dokumentation“ – mit Streetart-Legende Banksy als größtem Konkurrenten.

Der Starttermin für Deutschland ist noch nicht bekannt, in der Originalversion ist die DVD aber bereits erhältlich.

Restrepo is an unforgettable and terrifying story – an adrenaline drip of blazing action that assaults your sense and locks your eyes to the screen. This is war as only the bravest experience it. Enormously affecting.“
(Steve O’Brien, CBS Radio)

„Oscar“-Update (28.02.11):
Gegen die Finanzkrisen-Doku Inside Job konnte sich Restrepo zwar nicht durchsetzen, trotzdem darf sich der Film weiterhin zu den besten Dokumentationen des Jahres zählen.

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