McDonalds am Ostenhellweg schließt

Nach 33 Jahren Betrieb schließt die McDonalds-Filiale am Dortmunder Ostenhellweg am kommenden Heiligabend. Der Grund dafür seien rückläufige Besucherzahlen. Das sagte Filialleiter Axel Kirsch am Dienstag (20.12.) gegenüber den Ruhrnachrichten. In den vergangenen fünf Jahren habe er rund 40 Prozent an Umsatz verloren. 

Kirsch kritisiert die Stadt Dortmund für ihre ungleiche Behandlung von Geschäftsräumen in der östlichen und westlichen Innenstadt. Sie investiere nur in den westlichen Teil der Stadt. Dort wurden der U-Turm, die Thier-Galerie und das Fußballmuseum eröffnet. Im östlichen Teil der Innenstadt passiere laut Kirsch hingehen wenig: „Der Ostenhellweg ist ausgeblutet, da fehlt die Perspektive.“

Die Stadt Dortmund sieht das jedoch anders: Planungsdezernent Ludger Wilde sagte gegenüber den Ruhrnachrichten, man könne nicht sagen, dass die Besucherfrequenz am Ostenhellweg eingebrochen sei. Er räumt aber ein, dass kundenintensive Projekte wie das „Dortmunder U“ oder die Thier-Galerie im Osten der Stadt nicht angesiedelt werden könnten. Grund dafür sei schlicht und ergreifend Platzmangel. 

Eine Verbesserung könnte durch das Baukunstarchiv NRW herbeigeführt werden. Das architektonische Dokumentationszentrum wird 2018 am Ostwall neu eröffnet. Nach Einschätzungen von Wilde könnte der Ostenhellweg davon profitieren. 

Seit Jahren beklagen sich ansässige Geschäftsleute über die schlechten Standortbedingungen am Ostenhellweg.