Bundestag gedenkt Opfern des Anschlags von Berlin

Einen Monat ist der Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz nun her. Am Donnerstagmorgen gedachte der Bundestag den Opfern mit einer Schweigeminute.

Bundestagspräsident Norbert Lambert hielt vor Beginn des Parlamentssitzung eine Rede, in der er an die zwölf getöteten und etwa 50 verletzten Menschen des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt erinnerte. „Terror zielt darauf ab, demokratische Gesellschaften zu erschüttern, zu lähmen, zu destabilisieren. Dieses Ziel haben die Terroristen in Deutschland nicht erreicht“, sagte der CDU-Politiker nach Informationen von tagesschau.de in seiner Rede. Der Rechtsstaat habe seine Mittel allerdings nicht ausgeschöpft, es müsse bei der Ausgestaltung der Sicherheitsarchitektur darauf geachtet werden, „die schwierige Balance zwischen Sicherheitsanspruch und Freiheitsversprechen“ einzuhalten, so Lammert. Auch Bundespräsident Joachim Gauck nahm an dem Gedenken in Berlin teil. 

Der Tunesier Anis Amri hatte am 19. Dezember 2016 einen Lastwagen vorsätzlich in einen Weihnachtsmarkt nahe der Berliner Gedächtniskirche gesteuert. Die Terrororganisation „Islamische Staat“ bekannte sich später zu dem Anschlag. Nach einer Flucht über mehrere Tage war Amri von Polizisten in Italien erschossen worden.

Opfer und Hinterbliebene des Anschlags sollen laut Koalitionskreisen erste Soforthilfen aus den Haushaltsmitteln des Bundes ausgezahlt bekommen haben, meldet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Üblich sei eine Zahlung von 5000 Euro Soforthilfe für Angehörige von Opfern eines terroristischen Aktes.