Wie ihr die Semesterferien trotz Festivals und Partys gut übersteht

Es sind Semesterferien – und Ferienzeit ist Open-Air- und Festivalzeit. Was für viele dabei nicht fehlen darf, ist das ein oder andere Bierchen. Da wird eine ausgewogene Ernährung gerne außer Acht gelassen. Stattdessen geht es darum, schnell und einfach satt zu werden. Und auf Festivals ekelhafte Dixitoiletten möglichst zu meiden. Eine Ernährungsberaterin erklärt, was man bei viel Alkohol und Dosenessen beachten sollte.

Das Grundnahrungsmittel des Sommers ist Bier – zumindest auf den Festivals. Und das mehr oder weniger kühle Blonde macht sogar satt; wenn auch nur kurz. Betrachtet man rein die Kalorien des beliebten Gesöffs, enthalten zwei bis drei 0,5l-Flaschen oder –Dosen in etwa so viel wie ein durchschnittliches Mittagessen. Man wird also nicht nur angenehm betrunken, sondern führt sich gleichzeitig auch noch eine gute Menge an Kohlenhydraten zu, sagt Ernährungsberaterin Heike Stumpf aus Essen: „Bier ist quasi mehr ein Lebensmittel als ein Getränk. Nur wirklich lange bleibt man davon nicht satt.“

Die Folge ist allerdings oft ein heftiger Kater. Für alle Durstigen, die den Kater am nächsten Morgen vermeiden wollen, gibt es einige Faustregeln zu beachten. Ganz wichtig: keine alkoholischen Getränke durcheinander trinken – besonders nicht zuckerhaltigen Fusel wie etwa Alkopops.

Die Wolken ziehen zu und mit letzter Kraft schleppt er sich über das Gelände. Schlamm quetscht sich bei jedem Schritt zwischen den Zehen hindurch – wie 4 kleine Vulkanausbrüche an jedem Fuß. Seine Kleidung wart schon Tage nicht gesehen. Zerrissene Aufkleber zieren vereinzelt Körperstellen wie Konzertplakate einer längst vergangenen Show. Plötzlich diese Hand an seinem Arm: Er blickt auf und ein Mann drückt das kühle Metall in seine dreckige Hand. Als die sanfte Flüssigkeit seine Kehle durchspült, kehrt die Energie zurück: Erst ein Kribbeln, dann das warme, starke Gefühl, das in jede Muskelfaser dringt. Er ist der Phönix aus der Asche – bereit für die letzten Stunden des #hurricane17! So oder ähnlich muss es sich zugetragen haben. Soweit die Überlieferungen. Andere Ideen? Foto: @robinschmiedebach #hurricane17 #bier #photooftheday #moodoftheday #festivallife #festivalmoments #scheeßel #festivals

A post shared by Hurricane Festival (@hurricanefestival) on

Schlechte Nachrichten gibt’s auch für alle Raucher: Die Kombination von Alkohol mit Zigaretten macht zwar Spaß, rächt sich aber unter Umständen brutal am nächsten Morgen. Wer dem vorbeugen will, sollte sich an den banalsten, wenn auch wahrscheinlich effektivsten Tipp halten: viel Wasser trinken. „Vor dem Schlafen am besten noch eine Magnesiumtablette in einem Liter Wasser auflösen, das hilft ungemein,“ empfiehlt Heike Stumpf, „oder am nächsten Morgen etwas Salz ins Wasser mischen“. Wem sich bei der bloßen Vorstellung, verkatert einen Liter Wasser zu trinken, der Magen umdreht, der greift am besten zu fettigen, salzigen Speisen. „Ein Kräuterquark auf Brot kann helfen, oder ein schöner Hering aus der Dose – der hält im Übrigen auch lange ungekühlt“, sagt Stumpf. Ein guter Tipp für alle, die am nächsten Tag möglichst schnell wieder startklar sein wollen.

Wenn oben hineingeschüttet und -gestopft wird, will unten irgendwann auch wieder etwas raus. Und besonders auf Festivals sind die Toiletten ja nun wahrlich nicht für ihre Sauberkeit bekannt. Und der angrenzende Wald gleicht spätestens nach der ersten Nacht einem Mienenfeld, in das man sich torkelnd auch nicht mehr hineinwagt, denn jeder Ausfallschritt könnte ziemlich eklige Folgen haben.

Rock am Ring geht auch durch den Magen! #rar2017 #rockamring2017 #rockamring #foodcourt @inesanioli @kristiansickinger

A post shared by Rock am Ring (@rockamringofficial) on

Heike Stumpf weiß, welche Nahrungsmittel man möglichst vermeiden sollte: „Verdauungsfördernd sind Vollkornprodukte und ballaststoffhaltige Obst- und Gemüsesorten, aber auch Hülsenfrüchte, sprich Erbsensuppe, Linsen und Bohnen.“ Stattdessen empfiehlt die Expertin Weißbrot oder Zwieback, bei Obst setzt sie auf Bananen. Eier und alle Fleischsorten sind ebenfalls ballaststoffarm und halten lange satt. Wer also auf ein Festival fährt und noch Platz hat, sollte unbedingt einen Grill einpacken. Und um Verderbliches wie Fleisch ohne Strom kalt zu halten, gibt’s einen guten Tipp: Einfach gefrorene Flaschen in eine Kühlbox tun – das hält zumindest bis zum nächsten Abend kalt. 

Wieder zuhause ist eine gute Mütze Schlaf nach wie vor der beste Weg, um die Batterien wieder aufzuladen. „Und viel Wasser trinken“, empfiehlt Heike Stumpf, „möglichst ohne Kohlensäure, um den strapazierten Magen etwas zu schonen. Und natürlich regelmäßig essen, am besten leichte Kost.“ Dann kann die nächste Partywochende ja kommen.

Beitragsbild: flickr.com / Carol C. lizensiert nach Creative Commons