Das erwartet Studenten im neuen Jahr

Mit dem Jahreswechsel hat sich auf dem Campus der TU Dortmund einiges verändert, andere Neuerungen kommen im Laufe des Jahres dazu. In der Bibliothek, der Mensa und der Otto-Hahn-Straße sind die ersten Änderungen schon erkennbar. Gute Nachrichten gibt es auch für Bafög-Bezieher.

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Die neuen Monitore zeigen alle Speisen im Überblick.

Die Mensa wird digitalisiert: 
Unübersichtliches Menüchaos ist vorbei, die Mensa hat aufgerüstet. Mehrere neue Farbmonitore helfen den Studierenden, jetzt schneller die Tagesgerichte zu erkennen. Zusätzlich zeigen die Bildschirme ab sofort auch, ob es sich um ein veganes Gericht handelt und welche Fleischarten im Gericht sind. Dafür befinden sich auf den großen Monitoren bunte Icons, die zum Beispiel einen Fisch darstellen und schon aus weiter Entfernung gut erkennbar sind. Die langen Essensschlangen beim großen Mittagsandrang sollen so nun besser gesteuert werden, sagt das Dortmunder Studentenwerk. Ab sofort werden auch die kennzeichnungspflichtigen Zusatzstoffe und Allergene, die in den Gerichten erhalten sind, angezeigt.  

Mitte des Jahres soll das neue Gebäude an der Otto-Hahn-Straße bezogen werden. Foto: Annabell Bialas

Mitte des Jahres soll das neue Gebäude an der Otto-Hahn-Straße bezogen werden.

Neubau Chemie/Physik wird fertig:
Die Chemiker und Physiker können aufatmen. „Mitte des Jahres soll der Neubau Chemie/Physik endlich fertiggestellt werden und der Umzug in die Räume kann stattfinden“, erzählt Werner Horstmann, Baubeauftragter der Fakultät Chemie. Auf insgesamt 8900 Quadratmetern finden sich dort neben Praktikumsräumen, Laboren und Büros auch ein Großgerätezentrum mit moderner Technik wie zum Beispiel Rastertunnelmikroskope und ein Kernspinresonanz-Gerät. Ursprünglich sollte das neue Gebäude im September 2014 fertiggestellt werden. Doch die Arbeiten verzögerten sich, erst im kommenden Februar kann der Bauherr den Neubau an die TU Dortmund übergeben.

Neues System für Lernplätze:
Viele kennen es, wer in Klausurphasen einen Lernplatz in der Zentralbibliothek haben möchte, muss oft sehr früh dort sein. Oft sind die Plätze aber  nur reserviert und von den Studierenden fehlt jede Spur. Um die Lernplätze nun besser steuern zu können, soll ein „Parkscheibensystem“ eingeführt werden. „Wer eine Pause macht, stellt dann seine Parkscheibe ein“, so Buschmann. Maximal sind dabei 30 Minuten oder zwischen 12 und 14 Uhr sogar 60 Minuten Pause erlaubt. Weitere Details wird die Bibliothek nach eigenen Angaben noch rechtzeitig angekündigt.

Die neuen Sofas sind auf allen drei Etagen verteilt. Foto: Annabell Bialas

Die neuen Sofas sind auf allen drei Etagen verteilt.

Neue Ruhezonen:
Als gemütliche Ergänzung zu den bisherigen Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen in der Bibliothek gibt es seit kurzer Zeit neue Sitzmöbel. Die neuen schwarzen Sessel, Sofas und Sitzbänke gibt es im Erdgeschoss und im 2. und 3. Obergeschoss.

Neues für die Naturwissenschaften: 
Ab April 2015 können Naturwissenschaftler ihre Literatur gebündelt an einem Ort finden, denn die drei naturwissenschaftlichen Bereichsbibliotheken werden in die Zentralbibliothek integriert. Die Bibliothek sieht darin den Vorteil, dass die Literatursuche einfacher wird, und die Leihfristen einheitlicher. Die Bestände der Naturwissenschaften können so täglich bis in den späten Abend ausgeliehen und zurückgegeben werden. Die frei werdenden Räume der Bereichsbibliotheken sollen laut Buschmann als Studierendenarbeitsplätze genutzt werden.

Auch hier in der Zentralbibliothek werden bald die Bestände der Naturwissenschaften stehen. Foto: Annabell Bialas

Auch hier in der Zentralbibliothek werden bald die Bestände der Naturwissenschaften stehen.

Derzeit sind fast alle Fachbestände auf zwei Standorte verteilt. In der Zentralbibliothek darf Literatur mehrere Wochen lang ausgeliehen werden, in den Fachbereichsbibliotheken ist die Ausleihe auf wenige Tage begrenzt. In der vergangenen Zeit zeigte sich ein deutlicher Rückgang der Nutzung in den Bereichsbibliotheken, wie die Bibliothek der TU Dortmund berichtete. Daher sollen in Zukunft die Bestände auf insgesamt drei Bibliotheksstandorte zusammengeführt werden.

2015 – das Bibliotheksjahr:
Für Studierende ist sie unverzichtbar und zum festen Bestandteil ihres Uni-Alltags geworden. Studieren ohne Universitätsbibliothek? Für viele kaum vorstellbar. Und tatsächlich mussten die Studierenden der TU-Dortmund noch nie auf ihre Uni-Bibliothek verzichten. Denn schon drei Jahre vor der Eröffnung der Universität 1968 wurde die Bibliothek als integriertes Bibliothekssystem mit einer Zentralbibliothek und Bereichsbibliotheken am 1. Juni 1965 gegründet. Das liegt mittlerweile schon 50 Jahre zurück und gibt Anlass zum Feiern. „Für den Juli ist ein Festakt geplant. Die genauen Planungen laufen derzeit noch an“, erzählt Jessica Buschmann von der Öffentlichkeitsarbeit der Uni-Bibliothek. 

Mehr Geld für die Krankenversicherung:
Für Studierende, die selber versichert sind, steigt 2015 der studentische Krankenkassenbeitrag. Zwar sinkt der allgemeine Beitragssatz  von rund 65 auf 61 Euro. Aber durch die Zusatzbeiträge, die sich je nach Kasse zwischen 0,3 Prozent und 0,9 Prozent bewegen, wird die Krankenversicherung für die Studenten trotz des sinkenden Beitragssatzes teurer. Je nach Höhe des prozentualen Zusatzbeitrages folgt daraus ein Betrag zwischen 62 und 67 Euro. Gleichzeitig steigt auch die Pflegeversicherung: Somit müssen alle Studierenden, die nicht familienversichert sind, insgesamt mehr für ihre Versicherungen zahlen. Betroffen sind davon die Studierenden, die entweder älter als 25 Jahre sind oder im Monat mehr als 405 Euro verdienen.

Aber auch für familienversicherte Studierende gibt es 2015 Änderungen. Für sie wurde die Einkommensgrenze erhöht. Das heißt, ab sofort kann jeder Studierende, der unter 25 Jahre alt ist und nicht mehr als 405 Euro verdient, weiter über seine Eltern versichert sein. Zuvor durften Studierende nur höchstens 395 Euro im Monat verdienen.

Höherer Bafög-Vorschuss:
Kurz vor Ende des Jahres hat der Bundesrat am 19. Dezember den Gesetzesänderungen für das Bafög zugestimmt. Dadurch ist eine höhere Vorschusszahlung möglich, wenn der Antrag vorliegt, aber noch nicht genehmigt wurde. Statt der bisherigen maximalen Zahlung von 360 Euro, können ab diesem Jahr bis 478 Euro im Vorschuss gezahlt werden. Dieser Betrag gilt jedoch nur, wenn der Bafög-Höchstsatz von 579 Euro gezahlt wird. 
Wer vom Bachelor-  in einen Masterstudiengang wechselt, kann nun auch mit einer nur vorläufigen Einschreibung Bafög bekommen.