Studierendenservice ist der Stromspar-Champ

Tanja Herrmann schaut in den Kühlschrank. Er ist leer. Sie zieht den Stecker raus. Dann robbt sie unter ihren Schreibtisch, um die Steckdosenleiste auszuschalten. Auf dem Weg zur Tür schaut sie auf den Lichtschalter. Ein Sticker hebt mahnend den Zeigefinger. „Licht aus!“ Sie drückt den Schalter, geht aus dem Büro und schließt die Tür ab.

So sah es in den vergangenen vier Wochen aus, wenn Tanja Herrmann Feierabend gemacht hat. Sie ist eine Sekretärin der Fakultät Maschinenbau und hat vier Wochen lang ganz besonders auf den Stromverbrauch geachtet. „Wir wurden gefragt, ob wir teilnehmen möchten. Energiesparen ist immer eine gute Sache und deshalb haben wir uns breit schlagen lassen“, erzählt Herrmann. Darauf zu achten, Energie zu sparen, erschwere die Arbeit überhaupt nicht. Auch zeitlich sei es kein großer Faktor. „Das ist einfach die Macht der Gewohnheit“, meint Herrmann. „Das kann jeder machen.“ Die Fakultät Maschinenbau kämpfte in der Energie-Spar-Challenge der TU Dortmund gegen den Studierendenservice und das ITMC um den Titel des Stromspar-Champs. Am Ende reichte es aber nur zum zweiten Platz. Am meisten Strom sparte der Studierendenservice. Das ITMC wurde Dritter.

 

Vier Wochen lang haben die drei Abteilungen der TU Dortmund versucht, so viel Strom wie möglich zu sparen. Der Arbeitskreis Nachhaltigkeit der TU Dortmund, der den Wettkampf organisiert hat, hat aus der Vergangenheit einen durchnittlichen und vergleichbaren Verbrauch für jede Abteilung berechnet. Woche für Woche mussten die Abteilungen diesen Wert unterbieten. Der Wochengewinner sicherte sich drei Glühbirnen, der Zweitplatzierte zwei und der Letzte eine. 

Die Stromspar-Champions vom Studierendenservice holten insgesamt elf Glühbirnen. In der dritten Woche konnten sie fast die Hälfte des Stromverbrauchs sparen – der Topwert. Während auch der Studierendenservice seinen Verbrauch um bis zu 20 Prozent reduzierte, konnte das ITMC bis zu zwölf Prozent einsparen. Spielleiter Bastian Stahlbuck ist mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir hatten schon so mit Einsparungen von zehn Prozent gerechnet. Dass die Werte jetzt so hoch sind, ist natürlich erfreulich.“

Platz Team Anzahl Glühbirnen
1. Studierendenservice 11
2. Maschinenbau 9
3. ITMC 4

 

 

 

In erster Linie wollte der Arbeitskreis Nachhaltigkeit die Menschen auf das Stromsparen aufmerksam machen. „Wir wollen ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln – in diesem speziellen Fall für Strom sparen – schaffen. Die Energie-Spar-Challenge ist eine von mehreren Aktionen des Arbeitskreises, mit der wir die Menschen erreichen wollen“, sagt Stahlbuck. „Insgesamt sind die Rückmeldungen auch sehr positiv. Ich glaube, dass gerade der Spielcharakter die Leute dazu motiviert, Strom zu sparen.“

Die drei Teilnehmer konnte der Arbeitskreis schon einmal mobilisieren. Deshalb soll der Wettbewerb wiederholt werden. „Wir wollen das Spiel an der Uni verbreiten und beim nächsten Mal andere Abteilungen mitmachen lassen“, meint Stahlbuck. Sechs Zähler hat der Arbeitskreis Nachhaltigkeit. Diese möchte er dann in anderen Gebäuden anbringen. Die ganze Universität könne allerdings nicht eingebunden werden, erklärt der Spielleiter. „Das wäre einfach zu teuer.“ Ohne die ständige Überprüfung mit aufwendig angebrachten Zählern kann man aber nicht nur Strom, sondern auch Geld sparen.

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Auch eldoradio* berichtete über die Energie-Spar-Challenge.

 

Beitragsbild: Marc Boberach / pixelio.de unter der Verwendung der Pixelio-Lizenz.