Netzer vs. Zwanziger: WM 2006 wohl erstmals vor Gericht

Im Streit zwischen Günter Netzer und Theo Zwanziger in der WM-Affäre kommt es wohl zum Prozess. Der ehemalige DFB-Präsident Zwanziger bleibt bei seiner Aussage, dass ihm von Stimmenkauf berichtet wurde, wie der WDR berichtet. Netzer hatte Unterlassung bis Freitag, 30. Oktober, gefordert.

“Da ich die Wahrheit gesagt habe, habe ich keinen Grund, eine Unterlassungserklärung abzugeben”, sagte Theo Zwanziger dem Nachrichtenmagazin SPIEGEL. Nach Ablauf der Frist am Freitag um 14 Uhr will Netzer Klage einreichen, wodurch es zum Prozess kommen würde. Es wäre das erste Mal, dass es um die WM 2006 vor Gericht geht.

Zum Hintergrund: Dr. Theo Zwanziger behauptet, 2012 in einem Restaurant beiläufig von Netzer erfahren zu haben, dass vier Stimmen für die WM 2006 von asiatischen Mitgliedern des FIFA-Exekutivkomitees gekauft worden sein. Dies sei mit den zehn Millionen Schweizer Franken geschehen, die Robert Louis-Dreyfus dem deutschen Bewerbungskomitee geliehen hatte. Netzer bestreitet diese Aussage. Sein Anwalt berichtet zudem, dass Netzers Frau bei dem Gespräch mit am Tisch gesessen habe und seine Unschuld bezeugen könne.

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