Die Falken werfen Polizei Straftaten vor

Die Falken (Sozialistische Jugend Deutschlands) NRW erheben schwere Vorwürfe gegen die Polizei. In einem offenen Brief werfen sie den Beamten vor, Mitglieder ihres Vereins an der Teilnahme von friedlichen Protesten beim G20-Gipfel gehindert und illegal festgehalten zu haben. Auch Minderjährige seien unrechtmäßig durchsucht und zum Teil geschlagen worden. 

Eine Eskorte der Polizei hätte den Bus auf dem Weg zu einer Großdemonstration in Hamburg an der Abfahrt von der Autobahn gehindert. In dem Bus saßen 44 jugendliche Mitglieder der Falken NRW, der Grünen Jugend NRW, der DGB Gewerkschaften und der Alevitischen Jugend NRW. Die Polizei habe den Bus zur Gefangenensammelstelle in Hamburg-Harburg geleitet und dort die Mitglieder durchsucht. Dabei seien einige geschlagen worden und hätten sich komplett ausziehen müssen. Die Polizisten hätten den Jugendlichen auch Anrufe aus der Haft verwehrt und keine klaren Informationen über die Vorgänge gegeben.

Nach eigenen Aussagen sind die Falken momentan im Kontakt mit Anwälten und prüfen eine mögliche Klage. Einige der Jugendlichen seien als Folge der Ereignisse in psychologischer Behandlung. Nach den Durchsuchungen und Einzelgesprächen durften die Jugendlichen wieder gehen und nahmen verspätet an der Demonstration teil.

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