Baby verhungerte im Keller – acht Jahre Haft für Mutter

Eine junge Mutter aus Dortmund hat ihr Neugeborenes in einem Keller verhungern lassen. Acht Monate nach der Tat hat das Dortmunder Schwurgericht am Donnerstag das Urteil gesprochen: acht Jahre Haft wegen Totschlags für Anna A. aus Kirchlinde. 

“Ich habe gewusst, dass das Kind sterben würde”, sagte die 22-jährige Dortmunderin laut WAZ im Prozess. “Ich habe nichts dabei empfunden.” Im Oktober 2014 hatte die junge Frau ihr Kind in einem Keller entbunden und es dort verhungern lassen.

Die Verurteilte habe das Kind nicht gewollt, teilte Richter Wolfgang Meyer bei der Urteilsverkündung am Donnerstag mit. Bis zum Schluss habe sie geleugnet, überhaupt schwanger zu sein.  Für die 22-Jährige war es bereits die vierte Schwangerschaft. Wie die WAZ mitteilt, gehen die Richter davon aus, dass Anna A. überfordert gewesen sei. Sämtliche Hilfsangebote habe sie abgelehnt. Nur wenige Wochen vor der Tat hatte das Jugendamt der Mutter bereits das Sorgerecht für die drei anderen Kinder entzogen.

Laut psychologischem Gutachten weist die Dortmunderin deutliche Persönlichkeits-Auffälligkeiten auf. Wie die Gerichts-Psychiaterin den Ruhr Nachrichten Dortmund mitteilte, reichten diese jedoch nicht aus, um den für eine verminderte Schuldfähigkeit erforderlichen Grad zu erreichen. Mit dem Urteil erhöhten die Richter sogar das von der Staatsanwaltschaft angesetzte Strafmaß über siebeneinhalb Jahre Haft. 

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