UN-Klimagipfel geht in die Verlängerung

Die UN-Klimakonferenz dauert noch mindestens einen Tag länger. Nach diversen Nachtsitzungen haben sich die Vertreter nicht wie geplant über den endgültigen Text des Klimaabkommens einigen können.

Da die alten Industriestaaten maßgebliche Schuld am Klimawandel hätten, forderten Entwicklungs- und Schwellenländer finanzielle Entschädigungen und Zuschüsse zur Bekämpfung des Klimawandels. China und Indien sehen sich selbst als Schwellenländer. Die USA wollen aber keinen Klimavertrag unterschreiben, der die Schwellenländer begünstigt. Die Amerikaner werfen China vor, mittlerweile mehr Treibhausgase pro Kopf als die meisten EU-Länder zu produzieren. Insgesamt sind sich die Konferenzteilnehmer uneinig über die verschiedenen Klimavorgaben an Entwicklungs- und Industrieländer.

Der bisherige Textentwurf für das Abkommen will die Erderwärmung auf zwei Grad maximal begrenzen. Insbesondere kleine Inselstaaten möchten aber 1,5 Grad als Ziel durchsetzen. Ein Vorschlag aus Deutschland ist die Dekarbonisierung, der komplette Verzicht auf Öl, Kohle und Gas. Dieser wurde aber im neuen Entwurf nicht mehr berücksichtigt.

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