Wahlen auf dem Campus: Geht das nicht auch online?

Wahlleiterin Silke Krestel2

Silke Krestel ist 24 Jahre alt und studiert Chemie und evangelische Theologie auf Lehramt an der TU. Neben dem Studium ist sie auch noch Leiterin der StuPa-Wahlen. Pflichtlektüre-Autorin Carolin Rau hat sie im Interview nach den Gründen für die geringe Wahlbeteiligung und einer möglichen Online-Abstimmung gefragt.

Was sind deine Aufgaben als Wahlleiterin?
Die Aufgaben als Wahlleiterin sind vielfältig. Im Hintergrund läuft meistens mehr als man sich vorstellen kann. Dazu gehören Wahlbeschwerden, die Betreuung der Wahlhelfer und auch Interviews (lacht). Im Vorfeld musste ich außerdem viele Listen schreiben, Fristen setzen und einige Dinge durchlesen.

Die Wahlbeteiligung an der TU war mit drei bis neun Prozent in den vergangenen Jahren sehr gering. Wird sie bei diesen Wahlen wohl besser?
Im Moment sieht das leider nicht so aus.

Das ist schade. Wird denn etwas gemacht, damit die Wahlbeteiligung steigt?
Ja, vor zwei Jahren haben wir zum Beispiel eine Elefantenrunde gemacht. Da haben wir Vertreter aller Listen eingeladen, die dann von ihrem Wahlprogramm erzählen und Werbung machen konnten. Aber sowas wird leider immer relativ wenig angenommen. Wir haben ja zum Beispiel auch die Wahlzeitung. Mittlerweile gibt es die auch online auf allen möglichen Plattformen, aber das zieht leider nicht so richtig.

Man könnte doch auch eine Online-Abstimmung gemacht. Da würden bestimmt mehr Studierende wählen gehen oder?
Das wäre eine Idee, allerdings müssten wir dafür auch einiges an unserem Konzept ändern, was gar nicht so einfach ist. Einige Regularien können wir nicht einfach so ändern. Wir müssten dafür eine große Abstimmung im Studierendenparlament machen, die über mehrere Gremien laufen würde.

Warum gehen denn so wenig Studierende wählen?
Ich könnte mir vorstellen, dass das daran liegt, dass die TU eine große Pendler-Uni ist. Die Uni ist nicht sehr zentral und auch nicht über die ganze Stadt verteilt. Dadurch wohnen die meisten nicht direkt an den Uni-Gebäuden und wenn man dann keine Veranstaltung in dieser Woche hat, fährt man wegen der Wahl vielleicht nicht extra zur Uni. Zwar kann man eine Briefwahl beantragen, aber wenn man nicht Zuhause ist, bringt das nicht viel. Ich würde mich sehr freuen, wenn in diesem Jahr mehr Studierende wählen gehen würden.

Beitragsbild: Carolin Rau

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