Ausschreitungen zum Auftakt des G20-Gipfels

Der Auftakt des G20-Treffens in Hamburg ist von Krawallen überschattet worden. Am Donnerstagabend (06. Juli 2017) und Freitagmorgen kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Gegner des Gipfels zerschlugen Schaufenster und warfen Flaschen auf die Beamten.

Bei der Welcome to Hell-Demonstration am Donnerstagabend hätten sich rund 1000 Vermummte unter die 12 000, überwiegend friedlichen Demonstranten gemischt, berichtete die Polizei. Mehrfach seien die Teilnehmer aufgefordert worden, die Vermummung abzulegen. Als die Einsatzkräfte entschlossen hätten, den Teil vom restlichen Aufzug zu trennen, seien Polizeikräfte mit Steinen, Stangen und Flaschen angegriffen worden.Die Polizisten setzten daraufhin Pfefferspray sowie Wasserwerfer ein. Mindestens 76 Beamte seien bei dem Einsatz verletzt worden, so die Polizei. Einer der Initiatoren der Kundgebung sprach von zahlreichen Verletzten auf Seiten der Demonstranten. 

Auch am Freitagmorgen eskalierte die Lage. Gipfel-Gegner versuchten, in die Hochsicherheitszone um den Tagungsort vorzudringen. In der Stadt gingen Autos und Barrikaden in Flammen auf. Mit Wasserwerfern räumte die Polizei eine Sitzblockade eines möglichen Zufahrtsweges zum Gipfel.

Beim G20-Gipfel der großen Wirtschaftsmächte geht es bis Samstagnachmittag vor allem um die Hauptthemen Klimaschutz und Freihandel. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte die Staats- und Regierungschef am Vormittag. Auch ein Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin ist geplant.

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