Lippenbekenntnisse

10 Kuss-Mythen

Kaum eine menschliche Geste ist so erforscht wie das Küssen. Und trotzdem ranken sich darum viele Mythen. Wir sind einigen von ihnen mal für euch auf den Grund gegangen.

1. Beim Küssen werden Kalorien verbrannt
Kaum zu glauben, aber das stimmt. Wenn ein Kuss intensiv genug ist, können bis zu 20 Kalorien pro Minute “verbrannt” werden.
2. Küssen stärkt das Immunsystem
Auch das stimmt. Beim Küssen werden nicht nur Glückshormone freigesetzt; gleichzeitig mobilisieren sich im Blut Abwehrzellen. Diese verhindern, dass sich Bakterien im Blut vermehren. Küssen bringt also die körpereigene Abwehr ganz schön in Schwung.
3. Küssen macht schön
Das ist so eine Sache. Wer viel küsst und verliebt ist geht oft mit einem Strahlen durch’s Leben – das empfinden wir als schön. Dass Küssen rein objektiv schöner macht, ist aber nicht bewiesen. Allerdings ist es gut gegen Falten: Bis zu 34 Muskeln werden bei einem Zungenkuss aktiviert – das strafft die Haut.
4. Frauen küssen lieber und leidenschaftlicher als Männer
Gegen diesen Mythos wehren sich die Männer. Allgemein gilt wohl: Wenn man verliebt ist, küsst man nunmal gern, egal ob Mann oder Frau. Tests zeigen aber, dass sich eine Frau mit einem leidenschaftlichen Kuss auch gern einmal begnügt, wohingegen eine Vielzahl der Männer…
 
5. Im Frühling wird am meisten geküsst
Das stimmt. In keiner Jahreszeit wird so viel geküsst wie im Frühling. Die Bezeichnung “Frühlingsgefühle” ist also nicht aus der Luft gegriffen. Unter den Frühlingsmonaten wird im Mai übrigens besonders viel geknutscht.
6. Küssen schützt die Zähne
Das stimmt bedingt. Schon der Gedanke an’s Küssen macht unseren Mund “wässrig”. Der vermehrte Speichelfluss löst damit gefährlichen Zahnbelag. Auf Zähneputzen sollte aber trotzdem nicht verzichtet werden – allein dem Partner zuliebe.
7. Wer erkältet ist, sollte nicht küssen
Klingt eigentlich selbstverständlich. Aber aufgepasst: Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein Kuss eine gar nicht mal allzu große Ansteckungsgefahr mit sich bringt. Die Erkältungsviren gelangen nämlich über den Speichel direkt in den Magen, wo sie von der Magensäure abgetötet werden. Die Schleimhäute im Mund sind allerdings nach wie vor angreifbar. Wer auf Nummer sicher gehen will, nutzt besser einen der anderen Küsse aus unserer Bildergalerie.
8. Beim Küssen bekommt man Schmetterlinge im Bauch
Wer kennt sie nicht: Die berühmten Schmetterlinge im Bauch. Die spüren wir, weil zwischen Bauchraum und Gehirn die meisten Nervenbahnen verlaufen. Durch die Ausschüttung von Glückshormonen beim Küssen und die Weitergabe dieser Impulse über die Nervenbahnen an den Bauchraum entsteht ein Kribbeln in der Magengegend, das uns ein gutes Gefühl gibt.
9. Küssen stärkt die Lunge
Naja, langfristig ist das zu Bezweifeln. Auf kurze Sicht macht der Mensch beim Küssen bis zu 60 anstatt 20 Atemzüge. Gleichzeitig steigen Blutdruck und Körpertemperatur – das macht aber noch lange keine starke Lunge.
10. Zahnpasta hilft gegen Knutschflecken
Das ist Quatsch. Ein Knutschfleck ist nichts anderes als ein leichter Bluterguss. Dabei platzen die Gefäße in der Haut und das Blut gerinnt. Das einzige, was da hilft, ist sofortige Kühlung – oder eben ein Schal.

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