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	<title>pflichtlektüre &#187; Musik</title>
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	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 14:01:47 +0000</pubDate>
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		<title>Duell: &#8220;Last Christmas&#8221; - Liebe oder Hass?</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/15/12/2011/duell-weihnachtsklassiker-last-christmas-liebe-oder-hass/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 07:14:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pflichtlektuere</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Duell am Donnerstag]]></category>

		<category><![CDATA[Essen]]></category>

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		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[George Michael]]></category>

		<category><![CDATA[Hass]]></category>

		<category><![CDATA[Lady Gaga]]></category>

		<category><![CDATA[Last Christmas]]></category>

		<category><![CDATA[Liebe]]></category>

		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

		<category><![CDATA[Wham]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist das Lieblingslied vieler Radiostationen. Manche werben aber inzwischen mit "Last Christmas“-Abstinenz. &#220;ber Geschmack l&#228;sst sich streiten - zwei pflichtlekt&#252;re Autoren im Duell.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong></p>
<p><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/das-duell-philipp_vs_martin.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-80436" title="das-duell-philipp_vs_martin" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/das-duell-philipp_vs_martin.jpg" alt="das-duell-philipp_vs_martin" width="600" height="200" /></a></p>
<p><strong>Gef&uuml;hlt ab Ende September l&auml;uft George Michaels zeitloser Weihnachtsklassiker die Radios rauf und runter. Manche gr&ouml;len selbst im Hochsommer begeistert mit, andere kriegen bereits ab dem dritten Ton des Liedes akuten Brechreiz. Was ist also dran? Nervt das Dauergedudel nur noch oder bringt es uns erst die richtige Weihnachtsstimmung? </strong></p>
<p><strong></strong> <strong><!--EndFragment--></strong><strong></strong></p>
<table style="height: 694px;" border="0" width="656">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: right; background-color: white; border-spacing: 10px; width: 10px; border-color: white;"><strong>LIEBE</strong><strong><br />
</strong></td>
<td style="background-color: white; border-spacing: 10px; width: 10px; border-color: white;"></td>
<td style="background-color: white; border-spacing: 10px; width: 10px; border-color: white;"><strong>HASS</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color: white; border-spacing: 10px; width: 250px; vertical-align: top; border-color: white;">Bald ist wieder Weihnachten - und ich h&auml;tte es fast nicht bemerkt. Denn meine Lieblingsradiosender haben eine neue Werbemasche: Sie schreiben es sich auf die Fahnen, ausdr&uuml;cklich kein einziges Mal &#8220;Last Christmas&#8221; zu spielen. Eine Unversch&auml;mtheit - denn das war in den vergangenen Jahren eigentlich immer das Startsignal, endlich hemmungslos Spekulatius, Lebkuchen und Gl&uuml;hwein in mich hineinstopfen beziehungsweise gie&szlig;en zu k&ouml;nnen.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><strong>Was hat &#8220;Jingle Bells&#8221; noch mit Weihnachten zu tun?</strong></p>
<p>Last Christmas ist n&auml;mlich das einzige Weihnachtslied, das in unsere Weihnachtszeit passt: sch&ouml;n bunt und kitschig. Alles andere ist Quatsch: Unsere Weihnachtsm&auml;rkte sind Konsummeilen, kein &#8220;Winter Wonderland&#8221;. Die l&auml;utenden Glocken von &#8220;Jingle Bells&#8221; werden von Marktschreiern und Auto-Scooter-Musik &uuml;bert&ouml;nt. Nach dem elften G&uuml;hwein noch &#8220;Driving home for Christmas&#8221; anzuh&ouml;ren bringt die meisten auf Ideen, die sie in Konflikt mit den Ordnungsh&uuml;tern bringen d&uuml;rften  und &#8220;White Christmas&#8221; zu spielen w&auml;re angesichts der Wetterlage wohl eher ein sehr schlechter Scherz.</p>
<p><strong>Der musikalische Weihnachtsbaum</strong></p>
<p>Deshalb passt nichts so gut zu Weihnachten 2011 wie &#8220;Last Christmas&#8221; - auch wenn das Lied inzwischen ein paar J&auml;hrchen auf dem Buckel hat. Last Christmas ist n&auml;mlich ein echter Evergreen - wie der Tannenbaum! Denn der Sinn des Weihnachtsfests ist doch genau dieser: Alte Traditionen wieder aufleben zu lassen, altbekannte Rituale praktizieren und die Gemeinsamkeiten in der Familie zu feiern. Last Christmas ist inzwischen 27 Jahre alt - das kennt von der Gro&szlig;mutter bis zum breischlabbernden Baby jeder und rei&szlig;t die Menschen heutzutage eher vom Hocker als wenn ein siebenj&auml;hriges Grundschulkind ein schiefes, quietschendes &#8220;Ihr Kinderlein kommet&#8221; aus der Blockfl&ouml;te rotzt.</p>
<p><strong>Hohoho statt Gaga</strong></p>
<p>Nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt und unterm Tannenbaum: Auch im Radio ist George Michaels Hit eine willkommene Abwechslung. Denn die Hot-Rotation-Charts der meisten Sender beinhalten leider nur sieben Songs von drei verschiedenen Interpreten - da freue ich mich, wenn statt zum dritten Mal Lady Gaga innerhalb einer Dreiviertelstunde auch einmal &#8220;Wham!&#8221; l&auml;uft.</p>
<p>Zugegeben: nach dem dreihundertachten Mal &#8220;Last Christmas&#8221; von &#8220;Wham!&#8221; werde auch ich langsam genervt. Deshalb bin ich heute umgestiegen: Auf die Cover-Version von The BossHoss. So wird der Klassiker nie langweilig und ich wei&szlig;: Auch &#8220;Next Christmas&#8221; werde ich mein Herz wieder diesem Lied schenken.</td>
<td style="background-color: white; border-spacing: 10px; width: 10px; border-color: white;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/das-duell-michael-versus-maren.jpg"> </a></td>
<td style="background-color: white; border-spacing: 10px; width: 250px; vertical-align: top; border-color: white;">&#8220;Last Christmas. I gave you my heart, but the very next day you gave it away&#8230;&#8221;. Bitte, bitte nicht schon wieder. Noch ein weiteres Mal und das Radio landet an der Wand!  Der arme George Michael macht in jedem Jahr denselben Fehler. Und trotz des festen Vorsatzes, sein Herz das n&auml;chste Mal jemandem zu geben, der der Gabe gewachsen ist, kl&auml;rt einen jedes Jahr aufs Neue ab Mitte November die Musikanlage eines jeden Einkaufszentrums dar&uuml;ber auf, dass er erneut die falsche Wahl getroffen hat.</p>
<p>Auch die Radiostationen lassen sich da nicht lumpen.  Und so wird die Weihnachtszeit nicht durch die ersten Schokoladennikol&auml;use im Supermarkt eingel&auml;utet, sondern durch einen akuten Ohrwurmbefall der ganz schlimmen Sorte. Last Christmas hier, Last Christmas dort und wenn man Pech hat, trifft man auf das Lied sogar in der S-Bahn. Klingeltonwerbung scheint doch zu fruchten, leider. Doch warum ist dieses Lied so beliebt?</p>
<p><strong>Eigentlich &#8220;Last Easter&#8221;</strong></p>
<p>Klassiker des weihnachtlichen Pop, ultimativer Weihnachtshit sagen viele. Quatsch sage ich! Der Liedtext handelt von einer verflossenen Liebesbeziehung und hat mit dem festlichen Anlass bis auf eine kurze Erw&auml;hnung im Refrain rein gar nichts zu tun. Ganz im Gegenteil:  Bis heute sind sich viele im Plattengesch&auml;ft sicher, dass George Michael im Jahr 1984 lediglich den Text eines von ihm komponierten St&uuml;ckes &#8220;Last Easter&#8221; (Letzte Ostern) umgeschrieben hat. Seine damalige Plattenfirma verlangte einfach kurzfristig nach einem Weihnachtslied, um einige schnelle Pfund zu machen. Mit Weihnachten hat das Lied au&szlig;er einer blo&szlig;en Zeitangabe nichts zu tun.</p>
<p>Obwohl der Song in Deutschland seit dem Jahr 1997 in h&uuml;bscher Regelm&auml;&szlig;igkeit die Charts st&uuml;rmt, sobald die ersten B&auml;ume ihre Bl&auml;tter verlieren und die Ranglisten erst kurz nach Sylvester wieder verl&auml;sst, war das St&uuml;ck in seinem Ursprungsland England nie auf Platz 1 der Charts. &Uuml;berhaupt: wer ist Wham? George Michael ist bekannt, doch das ist eher seinen Eskapaden auf Londoner Bahnhofstoiletten zuzuschreiben, als seiner Musik. Und wie hie&szlig; das zweite Mitglied des Pop-Duos? Eben! Das wei&szlig; n&auml;mlich niemand!</p>
<p><strong>Unertr&auml;gliche Versionen</strong></p>
<p>Und eines ist mal Fakt: Der ausgeleiertste Weihnachts-Hit der Welt wird auch nicht besser, wenn sich der verr&uuml;ckte Jambafrosch, Cascada oder ein Ex-Superstars-Teilnehmer daran versuchen. Eher f&uuml;hrt es dazu, dass man ein- und dasselbe Lied in zig noch unertr&auml;glicheren Fassungen auf die Ohren bekommt.</p>
<p>Klares Fazit: Manchmal ist weniger mehr und in diesem Fall ist gar nicht spielen noch besser. Ich w&uuml;nsche euch allen Wham-freie Weihnachten!</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img class="size-full wp-image-51479" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/das-duell-feeder.jpg" alt="das-duell-feeder" width="600" /></p>
<p><span style="color: #000000;">Foto: stockxchng/bizior, Montage: Steinborn/Patzwald, Teaserfoto: <span style="color: #000000;">flickr.com/Andreas Ganahl</span><br />
</span></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FahD-Sy4Jhg" target="_blank">Last Christmas zum Nachh&ouml;ren bei Youtube</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.clipfish.de/video/3213329/wham-last-christmas--literal-version-/" target="_blank">Andere Version von Last Christmas f&uuml;r alle Hasser bei Clipfish</a></p>
<p style="color: white;"><strong>DAS DUELL:</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/08/12/2011/duell-kann-wetten-dass-ohne-gottschalk-weitergehen/" target="_blank">Kann &#8220;Wetten dass&#8221; ohne Gottschalk?</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/12/2011/das-duell-gleiche-bildung-fuer-alle/" target="_blank">Gleiche Bildung f&uuml;r alle?</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/24/11/2011/das-duell-volksentscheid-heilmittel-fuer-die-demokratie/" target="_blank">Volksentscheid - Heilmittel f&uuml;r die Demokratie?</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/17/11/2011/duell-sollte-es-ein-parteiverbot-geben/" target="_blank">Sollte es ein Parteiverbot geben?</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Bandportrait: Pele Caster</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/23/11/2011/bandportrait-pele-caster/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/23/11/2011/bandportrait-pele-caster/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2011 10:55:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Lucas</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bandportrait]]></category>

		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

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		<category><![CDATA[Soloprojekt]]></category>

		<category><![CDATA[Stefan Götzer]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt auch mit der Audioslideshow des Geheimkonzerts von Pele Caster und Ben Schadow. Rund 50 G&#228;ste kamen zum Konzert in einen Kellerraum mitten in Dortmund.  


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_78177" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/banner_bandportrait.jpg"><img class="size-full wp-image-78177" title="banner_bandportrait" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/banner_bandportrait.jpg" alt="Foto: flickr.com/elward-photography/Jackson Lewchuk/mike.kotsch/tauress; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: " width="600" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/elward-photography/Jackson Lewchuk/mike.kotsch/tauress; Montage: Marc Patzwald </p></div>
<p><span style="font-weight: bold;">Solo oder nicht solo, das ist hier die Frage. Man k&ouml;nnte meinen, eine Bandportrait-Serie mit <span style="font-style: italic;">Pele Caster</span> zu beginnen, sei ungew&ouml;hnlich. Schlie&szlig;lich verbirgt sich hinter diesem Pseudonym das Soloprojekt des Bassisten Stefan &#8220;Pele&#8221; G&ouml;tzer der Band Klee. Tats&auml;chlich ist <span style="font-style: italic;">Pele Caster</span> aber alles andere als ein Alleingang des Dortmunder Musikers. F&uuml;r sein neues Projekt hat sich Pele eine ganze Reihe weiterer Musiker mit ins Boot geholt.</span></p>
<div id="attachment_74455" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-74455" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/dsc_0069-300x200.jpg" alt="Pele Caster Portrait" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Die Zigarette darf mit auf&#39;s Foto. &quot;Ich rauche ziemlich viel&quot;, gibt Pele zu. Foto: Laura Lucas</p></div>
<p>&#8220;Solo mit vielen Freunden&#8221; ist die Formulierung, die Stefan G&ouml;tzer selbst w&auml;hlt. Es sind Worte, die nicht nur das Projekt <span style="font-style: italic;">Pele Caster</span> treffend beschreiben, sondern auch ein St&uuml;ck vom Menschen Pele offenbaren. Ihm ist beides wichtig: mit anderen Musikern zusammen zu arbeiten und sich selbst zu verwirklichen. Mit leicht angezogenen Schultern sitzt er auf einer Bierbank im Au&szlig;enbereich des FZW in Dortmund. Es ist grau und ungem&uuml;tlich, aber die eine oder andere Zigarette muss sein. In weniger als zwei Stunden wird er mit <em>Klee</em> auf der B&uuml;hne stehen. F&uuml;r die pflichtlekt&uuml;re hat Pele den Soundcheck unterbrochen.</p>
<p><strong>&#8220;Jeder tr&auml;gt seinen ganz pers&ouml;nlichen Teil bei&#8221;</strong></p>
<p>Die Freude ist ihm anzusehen, als er &uuml;ber sein neues Projekt spricht. Einer der besagten Freunde, die an der <span style="font-style: italic;">Pele Caster</span>-Platte &#8220;wasimmer&#8221; mitgewirkt haben ist Ben Schadow, Bassist bei Bernd Begemann. &#8220;Von ihm habe ich viel gelernt&#8221;, sagt Pele. Auch die Singer-Songwriterin Meike B&uuml;ttner hat ma&szlig;geblichen Anteil am Album gehabt. Gemeinsam mit ihr singt Pele die Songs &#8220;Der Laden&#8221; und &#8220;Wir haben uns&#8221;. An Meike B&uuml;ttner gef&auml;llt Pele vor allem die Art, &#8220;wie sie die W&ouml;rter betont&#8221;. Aber hervorheben m&ouml;chte er von allen, die mit ihm gearbeitet haben, am liebsten niemanden. &#8220;Jeder tr&auml;gt seinen ganz pers&ouml;nlichen Teil bei und von jedem nehme ich ein St&uuml;ck mit.&#8221;</p>
<div id="attachment_74457" class="wp-caption alignright" style="width: 208px"><img class="size-medium wp-image-74457" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/pele-ganz-198x300.jpg" alt="Allein auf weiter Flur? Mitnichten! Pele Caster ist ein Konglomerat aus mehreren, befreundeten Musikern. Foto: Pele Caster" width="198" height="300" /><p class="wp-caption-text">Allein auf weiter Flur? Mitnichten. Pele Caster ist ein Konglomerat aus mehreren, befreundeten Musikern. Foto: Pele Caster</p></div>
<p>Trotzdem: Nicht ohne Grund tr&auml;gt  das neue Projekt Stefan G&ouml;tzers Spitznamen im Titel. Eben jenen Spitznamen, den er schon mit zwei Jahren trug. Die Geschichte dahinter ist, wie Pele selbst sagt, &#8220;nicht lustig&#8221;. Fakt ist jedoch, dass er bereits in der Grundschule Schwierigkeiten hatte, sich als Stefan vorzustellen. Heute nennt ihn ohnehin niemand so. &#8220;<span style="font-style: italic;">Pele Caster</span> spiegelt mich als Person wider&#8221;, sagt der 32-J&auml;hrige dann doch. &#8220;Ich bin mein eigener Boss und genie&szlig;e das auch.&#8221; Bei der Band <em>Klee</em> spielt er Bass, bei <span style="font-style: italic;">Pele Caster</span> spielt er so ziemlich alles. Er singt, er schreibt und er macht all das, was sonst Plattenfirma, Promo-Agentur und Management machen, inklusive Schokolade an Plakatkleber verteilen. &#8220;Es ist viel Arbeit und geht an die Nerven, aber es ist toll&#8221;, beschreibt Pele seine neue Arbeit. <em>Klee</em> oder <span style="font-style: italic;">Pele Caster</span>? Was macht mehr Spa&szlig;? Die Antwort ist wieder eine diplomatische: &#8220;Pele Caster macht anders Spa&szlig;. Es ist privater und ich genie&szlig;e das kleine Publikum.&#8221;</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p style="color: white;"><span style="color: white;">Pele G&ouml;tzer gr&uuml;ndete mit 15 in Datteln die Band <em>Astra Kid</em>. Zehn Jahre und drei Alben sp&auml;ter wollten zwei der Bandmitglieder etwas anderes machen, als Musik. Sie auszutauschen war f&uuml;r Pele keine Option und so trennte sich die Band 2005. Es folgte eine Karriere als Bassist bei der K&ouml;lner Band <em>Klee</em>, mit der Pele aktuell auf Tour ist. Mit dem Projekt <em>Pele Caster</em> r&uuml;ckt der Musiker nun also zur&uuml;ck in die erste Reihe. Zwischendurch machte er schon &ouml;fter kleine Projekte mit anderen Musikern. Daraus und aus der Sehnsucht nach kleinen Clubs, entwickelte sich das neue Projekt. Zwei Jahre hat es gedauert, bis die Platte &#8220;wasimmer&#8221; fertig war. </span><span style="color: #ffffff;">Ab November ist <em>Pele Caster</em> auf Tournee.</span></p>
</div>
<p><span style="color: #ffffff;"><br />
</span></p>
<p><strong>Vielseitiges Album</strong></p>
<p>Den Sound von &#8220;wasimmer&#8221; zu beschreiben, f&auml;llt Pele G&ouml;tzer sichtlich schwer. So recht m&ouml;chte er sich nicht festlegen. &#8220;Pop-Rock&#8221; oder &#8220;Deutsch-Indie&#8221; sind Begriffe, mit denen er leben kann. &#8220;Nicht immer ernst&#8221;, &#8220;offen&#8221; und &#8220;verr&uuml;ckt&#8221; f&auml;llt ihm auch noch ein. Die erste Singleauskopplung &#8220;Der Laden&#8221; ist ein Song, der die stilistische Vielfalt des gesamten Albums in sich vereint. Pop trifft Gitarrenrock und ein bisschen was Elektronisches ist auch mit drin. Auch der Inhalt der zw&ouml;lf Songs ist vielf&auml;ltig. &#8220;Es geht auch um die Liebe - wer h&auml;tt&#8217;s gedacht?&#8221;, frotzelt Pele und meint damit wohl Songs wie &#8220;Wir haben uns&#8221;. Gesellschaftskritisch (&#8221;Der Laden&#8221;), naiv (&#8221;Tagebuch&#8221;) und beinahe dadaistisch (&#8221;Wasserstoff&#8221;) kann Pele aber auch. &#8220;Manchmal nehme ich beim Schreiben einfach keine R&uuml;cksicht&#8221;, erkl&auml;rt er schmunzelnd. &#8220;Ohnehin soll sich jeder seine eigenen Gedanken zu meinen Songs machen.&#8221;</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color:white;"><strong>Hier reinh&ouml;ren:</strong></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/04-wir-haben-uns.mp3">&#8220;Wir haben uns&#8221; von Pele Caster</a></p>
</div>
<p><span style="color: #ffffff;"><br />
</span></p>
<p><span style="font-weight: bold;">&#8220;Ich kann nix anderes&#8221;</span></p>
<p>Peles Songs entstehen in der Schlosserstra&szlig;e auf der Couch oder im Garten. Seit vier Jahren wohnt der Musiker, der in Datteln geboren ist, wieder in Dortmund. Zuvor hatte er das Gef&uuml;hl, er m&uuml;sse weg. Nach Hamburg etwa, auf keinen Fall aber nach Berlin. In K&ouml;ln, wo Pele wegen <em>Klee </em>l&auml;ngere Zeit lebte, war es dann &#8220;irgendwie leichter&#8221;. &#8220;Aber als ich wieder zur&uuml;ck war, habe ich mich zu Hause gef&uuml;hlt. Mir war gar nicht bewusst, dass ich Dortmund vermisst habe.&#8221;</p>
<div id="attachment_74458" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-medium wp-image-74458" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/dsc_0071-200x300.jpg" alt="Pele Caster und U" width="200" height="300" /><p class="wp-caption-text">Pele lebt in Dortmund. Das Klee-Konzert am Fu&szlig;e des U im FZW war somit f&uuml;r ihn ein Heimspiel. Foto: Laura Lucas</p></div>
<p>Zu Hause in der Schlosserstra&szlig;e kann Pele &#8220;sch&ouml;n laut&#8221; sein. Die T&uuml;ren stehen immer offen und die Nachbarn sind keine Nachbarn, sondern Mitbewohner und Freunde. &#8220;Da kann man auch sp&auml;t abends noch Schlagzeug spielen.&#8221; Ein Gl&uuml;ck f&uuml;r Pele G&ouml;tzer, denn die Musik ist sein Leben. Sie an der Haust&uuml;re abzustreifen w&uuml;rde ihm schwer fallen. &#8220;Ich kann auch nix anderes&#8221; sagt er und grinst. Es ist nicht so, als h&auml;tte er es nicht ausprobiert. Jura hat er mal studiert und Germanistik und auch Philosophie. &#8220;Aber ich bin immer wieder zur&uuml;ck zur Musik gekommen&#8221;. Ob er jemals einen anderen Beruf aus&uuml;ben k&ouml;nnte? &#8220;Ich werde immer irgendwas mit Musik machen. Zur Not gebe ich Gitarrenunterricht.&#8221; Doch dann &uuml;berlegt Pele kurz und l&auml;chelt spitzb&uuml;bisch. &#8220;Es g&auml;be da schon etwas, falls ich mal DEN Hit landen und reich werden sollte&#8230;&#8221;  Wein anbauen w&uuml;rde er gerne und nebenbei eine K&auml;serei betreiben. Er selbst trinkt am liebsten den 2009er Riesling aus Deutschland. &#8220;Damit kann man nix falsch machen.&#8221; Und musikalisch? &#8220;Einmal mit Beck zusammenarbeiten. Die sind gro&szlig;artig.&#8221;</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">Am 17.11. spielt Pele Caster ein Geheimkonzert irgendwo in Dortmund. Mitglieder der &#8220;Ziehen wir mit&#8221;-Supporttruppe haben ein Vorrecht auf die Karten. Wer Lust hat, meldet sich am besten <a href="http://www.facebook.com/groups/467369035345/?ref=ts" target="_blank">hier</a> an. Die pflichtlekt&uuml;re wird mit von der Partie sein und an dieser Stelle mit einer Audioslideshow vom Geheimkonzert berichten.</p>
<p style="color: white;">Weitere Infos zu Pele Caster und zur Tour gibt es hier:</p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://pele-caster.de/" target="_blank">Homepage Pele Caster</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.facebook.com/pages/Pele-Caster/59738300369" target="_blank">Pele Caster bei Facebook</a></p>
</div>
<p style="color: white&lt;br &gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style=;">
<p style="color: white&lt;br &gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;p style=;">
<p><strong>Hier die Audioslideshow des Geheimkonzerts von Pele Caster und Ben Schadow in Dortmund</strong></p>
<p><object width="425" height="350" data="http://www.youtube.com/v/dym47Zdl3rE" type="application/x-shockwave-flash"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/dym47Zdl3rE" /></object></p>
<p><em></em></p>


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		<title>&#8220;Essen.Original&#8221; startet am Wochenende</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 12:33:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janna Cornelissen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[in aller Kürze]]></category>

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		<description><![CDATA[Essen. An diesem Wochenende startet wieder das &#8220;Essen-Original&#8221;. Auf  sechs B&#252;hnen erwartet die Zuschauer in der Essener City ein Mix aus Musik, Comedy und Schauspiel.

Zum 16. Mal findet vom 16. bis 19. September &#8220;Essen.Original&#8221; statt. Auf  sechs B&#252;hnen,die im Essener Stadtgebiet verteilt sind, werden insgesamt 80 Bands sowie zahlreiche Comedians und Artisten zu sehen sein. [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Essen. An diesem Wochenende startet wieder das &#8220;Essen-Original&#8221;. Auf  sechs B&uuml;hnen erwartet die Zuschauer in der Essener City ein Mix aus Musik, </strong><strong>Comedy und Schauspiel.<br />
</strong></p>
<p>Zum 16. Mal findet vom 16. bis 19. September &#8220;Essen.Original&#8221; statt. Auf  sechs B&uuml;hnen,die im Essener Stadtgebiet verteilt sind, werden insgesamt 80 Bands sowie zahlreiche Comedians und Artisten zu sehen sein. Das Spektrum des Veranstaltungsprogramms reicht von Hardrock bis Schlager und Philharmonie.</p>
<p>Neu in diesem Jahr: &#8220;Essen. Subkultur&#8221; bietet in der CityNord Lounge-Inseln und St&auml;nde mit buntem Warensortiment an. An einigen St&auml;nden werden auch Musikinstrumente zur Verf&uuml;gung gestellt, an denen sich die Besucher versuchen k&ouml;nnen.</p>
<p>Auf den sogenannte &#8220;Open-Stages&#8221;, k&ouml;nnen sich Besucher vorab im Internet anmelden und ihr eigenes B&uuml;hnenprogram zeigen. Es sind noch Pl&auml;tze frei.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color:white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color:white;">web:  <a href="http://www.essen-original.de/" target="_blank">B&uuml;hnenprogramm</a></p>
<p style="color:white;">web: <a href="http://uzh.moreganize.ch/bNYZvqsmdbX" target="_blank">Anmeldung &#8221; Open-Stages&#8221; </a></p>
</div>


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		<title>Duisburg wird lange brauchen</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/21/07/2011/duisburg-wird-lange-brauchen/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 21:41:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pflichtlektuere</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Jahr nach dem Loveparade-Ungl&#252;ck sehen die einen keine Zukunft mit Oberb&#252;rgermeister Sauerland. Andere versuchen, den Blick nach vorne zu richten. Ein Port&#228;t einer verwundeten Stadt.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Trauer geht mit. Auf dem Weg durch den Karl-Lehr-Tunnel in Duisburg l&auml;hmen die Erinnerungen jeden Schritt. Auch ein Jahr nach der Trag&ouml;die kommen Menschen zum Ungl&uuml;cksort, um der Opfer zu gedenken. Bei der Massenpanik w&auml;hrend der Loveparade am 24. Juli 2010 waren 21 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 500 verletzt worden. </strong></p>
<div id="attachment_69694" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/loveparade-1.jpg"><img class="size-medium wp-image-69694 " title="loveparade-1" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/loveparade-1-300x199.jpg" alt="loveparade-1" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Kurz nach der Katastrophe: Der Tunnel ist gesperrt, Grablichter und Botschaften an die Opfer s&auml;umen die Ungl&uuml;cksstelle. Ein Jahr danach ist der Tunnel zwar wieder in Betrieb, doch die Wunde in der Stadt bleibt. Foto: flickr.com/ Claus Moser</p></div>
<p>Grablichter stehen am Tunnel keine mehr und auch Blumen sucht man vergebens. Viele Duisburger sind bald nach dem Schock zur Normalit&auml;t zur&uuml;ckgekehrt. „Duisburg geht weiter&#8221;, sagen sie, doch andere tragen fortw&auml;hrend die Eindr&uuml;cke und Bilder im Kopf. Die Wunden der Loveparade sind noch nicht verheilt. Auch ein Jahr danach sind fast alle Fragen weiter offen. Die Stadtspitze ist wie paralysiert und ein Schuldiger noch immer nicht gefunden. Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt bislang nach eigenen Angaben gegen 16 Personen wegen des Verdachts der fahrl&auml;ssigen T&ouml;tung und K&ouml;rperverletzung, darunter elf Mitarbeiter der Stadt.<br />
Duisburg scheint aus den Negativ-Schlagzeilen nicht herauszukommen. Ein Zustand, der viele Duisburger w&uuml;tend macht. Sie beklagen Unruhe in der Stadt. Erst k&uuml;rzlich hat Oberb&uuml;rgermeister Adolf Sauerland erstmals &ouml;ffentlich die moralische Verantwortung &uuml;bernommen und sich bei den Angeh&ouml;rigen der Opfer entschuldigt. „Zu sp&auml;t&#8221;, meint Monika Ayed und mit dieser Meinung ist sie in Duisburg nicht allein. „Die Stadt ist seit dem Ungl&uuml;ck wie gel&auml;hmt&#8221;, sagt Werner H&uuml;sken. Beide engagieren sich in der Initiative „Neuanfang f&uuml;r Duisburg&#8221;, deren Ziel die Abwahl des Oberb&uuml;rgermeisters Sauerland ist.  F&uuml;r die Einleitung des Abwahlverfahrens will die Interessengemeinschaft  innerhalb von vier Monaten 55.000 Unterschriften von wahlberechtigten Duisburger B&uuml;rgern sammeln.</p>
<p><strong>Schlechtes Krisenmanagment hat Duisburgs Image zus&auml;tzlich geschadet</strong></p>
<div id="attachment_69695" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/lovrparade-2.png"><img class="size-medium wp-image-69695" title="lovrparade-2" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/lovrparade-2-300x211.png" alt="Zu" width="300" height="211" /></a><p class="wp-caption-text">F&uuml;r die Duisburgerin Monika Ayed kam die Entschuldigung bei den Opfern von Oberb&uuml;rgermeister Adolf Sauerland zu sp&auml;t. Foto: Christin Neumann.</p></div>
<p>H&uuml;sken geht es vor allem darum, ein positives Signal f&uuml;r die Stadt Duisburg zu setzen, die wieder einmal wie gebeutelt dasteht. Duisburg war im Kulturhauptstadtjahr 2010 gerade dabei, sich von dem Schimanski-Schmuddel-Image zu l&ouml;sen. Die Loveparade sollte nach Mafia-Morden und Rockerbandenkriegen der Stadt zu einem neuen, freundlichen, vitalen Image verhelfen. Das Ungl&uuml;ck habe der Stadt sehr geschadet, da ist sich auch PR-Experte Frank Oberpichler sicher. „Duisburg wird Jahre brauchen, um dem etwas entgegen zu setzen&#8221;. Seiner Meinung nach, hat die Stadt in dieser Krise viel vers&auml;umt. „Grunds&auml;tzlich muss man sich in so einem Fall um Authentizit&auml;t bem&uuml;hen. Man muss aufrichtig kommunizieren und Transparenz gew&auml;hrleisten.&#8221; Die Stadt habe vieles versucht zu vertuschen und Verantwortlichkeiten hin- und hergeschoben, kritisiert er. Die Aufkl&auml;rungsarbeit habe Priorit&auml;t. „Wenn man mit einem positiven Blick nach vorne schauen m&ouml;chte, dann muss man an dieser Stelle aufrichtig sein und Konsequenzen ziehen. Zuerst m&uuml;ssen die negativen Bilder verstanden werden&#8221;.</p>
<p><strong>B&uuml;ndnis will positive Energien in der Stadt wiederbeleben</strong></p>
<p>Doch wie kann Duisburg nach diesem Ungl&uuml;ck, welches weltweit mediale Aufmerksamkeit erlangte, zu einem positiven Image gelangen? Ausschlie&szlig;lich die sch&ouml;nen Seiten Duisburgs wie die Sechs-Seen-Platte oder der moderne Innenhafen der Trag&ouml;die gegen&uuml;berzusetzen, h&auml;lt der PR-Experte f&uuml;r zu plakativ. Dies funktioniere nur bis zu einem gewissen Grad, sagt Frank Oberpichler und empfiehlt daher eher Imagepflege als eine Imagekampagne.</p>
<div id="attachment_69701" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/loveparade-3.jpg"><img class="size-medium wp-image-69701" title="loveparade-3" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/loveparade-3-300x219.jpg" alt="Foto: flickr.com/ EddiXP" width="300" height="219" /></a><p class="wp-caption-text">Imagefaktor neuer Hafen? Die Stadt Duisburg muss sich genau &uuml;berlegen, wie sie ihr Image in Zukunft ver&auml;ndern will, ohne plakativ zu sein.  Foto: flickr.com/ EddiXP</p></div>
<p>So h&auml;lt es auch der Initiativplan Duisburg, eine Kooperation zwischen Unternehmen, Universit&auml;t, IHK und b&uuml;rgerschaftlichen Institutionen, mit dem Ziel Duisburgs,St&auml;rken zu betonen. Die Gruppe mit mehr als 20 Teilnehmern setzt in Zusammenarbeit mit der Stadt darauf, die Identit&auml;t und das Selbstbewusstsein Duisburgs zu st&auml;rken. Die Sprecherin des Initiativplan Duisburg Jutta Stolle, Direktorin der Abteilung Gesellschafter und Nachhaltigkeit bei der Unternehmensgruppe Haniel sagt, es ginge nicht darum, das Geschehene zu relativieren, „es geht uns vielmehr darum, gemeinsam den Blick nach vorne zu richten und wieder mehr Vertrauen in die Zukunftsf&auml;higkeit der Stadt zu gewinnen.</p>
<p>Der Initiativplan Duisburg m&ouml;chte die positiven Energien, die es in dieser Stadt gibt, wiederbeleben und Initiativen unterst&uuml;tzen, die wieder einen positiven Blick auf die Stadt rechtfertigen.&#8221; Dass das nicht in K&uuml;rze und schon gar nicht im zeitlichen Rahmen des ersten Jahrestages m&ouml;glich sein wird, ist Jutta Stolle durchaus bewusst.</p>
<p>Die Zeit wird zeigen, wie Duisburg das Ungl&uuml;ck verarbeitet. Es werden wohl viele Jahrestage vergehen, um das zu bewerten. Zun&auml;chst soll eine Trauerfeier im Duisburger Fu&szlig;ballstadion am Jahrestag mit NRW-Ministerpr&auml;sidentin Hannelore Kraft und dem S&auml;nger &#8220;Der Graf&#8221; Trost spenden. Sie mag aber auch die langsam heilenden Wunden wieder aufrei&szlig;en.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/21/07/2011/nach-loveparade-kultur-bleibt-auf-der-strecke/" target="_blank">Nach Loveparade: Kultur bleibt auf der Strecke</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>bandschriftlich: Shoreline is</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/13/07/2011/bandschriftlich-shoreline-is/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/13/07/2011/bandschriftlich-shoreline-is/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 09:50:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pflichtlektuere</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Print]]></category>

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		<description><![CDATA[Vertr&#228;umt und melancholisch: So klingt der Sound von "Shoreline is". Das Musikmagazin "Visions" w&#228;hlte das erste Album der Band zur Demo des Monats.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_69009" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/shoreline-is-1.png"><img class="size-full wp-image-69009" title="shoreline-is-1" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/shoreline-is-1.png" alt="Die drei Bandmitglieder von Shoreline is. Foto: Shoreline is" width="600" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Romantisch verspielt: Die drei Bandmitglieder von Shoreline is. Foto: Shoreline is</p></div>
<p><strong>Dreampop aus Dortmund mit einem Hauch von Gro&szlig;stadtmelancholie - daf&uuml;r steht die frisch formierte Combo von „Shoreline Is&#8221;. Und es hat sich noch lange nicht ausgetr&auml;umt: kaum ist ihre Deb&uuml;t-EP erschienen, w&auml;hlte das Musikmagazin „Visions&#8221; sie prompt zur Demo des Monats.</strong></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>hier reinh&ouml;ren: </strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/shoreline-is-bandschriftlich1.mp3">&#8220;French Leave&#8221; von Shoreline is</a></p>
</div>
<p><strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/shoreline-is-fragebogen.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-69007" title="shoreline-is-fragebogen" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/shoreline-is-fragebogen.png" alt="shoreline-is-fragebogen" width="401" height="500" /></a></strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/07/shoreline-is-bandschriftlich.mp3"></a></p>
<p><strong></strong></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://shorelineis.bandcamp.com/track/off-the-world">Shoreline is (Homepage)</a><a title="Google+ neuer Konkurrent f&uuml;r Facebook" href="http://www.pflichtlektuere.com/30/06/2011/google-neuer-konkurrent-fuer-facebook/"></a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/30/05/2011/selbstironische-hardrocker-action-jackson/">Action Jackson im Portr&auml;t</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Selbstironische Hardrocker: Action Jackson</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/30/05/2011/selbstironische-hardrocker-action-jackson/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/30/05/2011/selbstironische-hardrocker-action-jackson/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 May 2011 19:42:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pflichtlektuere</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>

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		<category><![CDATA[Bassfunkmensch Experience]]></category>

		<category><![CDATA[Cover Britney Spears]]></category>

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		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie passen progressiver Hard Rock und Britney Spears zusammen? Mit viel Improvisationstalent und Selbstironie. Pflichtlekt&#252;re stellt die vierk&#246;pfige Band Action Jackson aus Bochum vor.


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_63321" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/action-jackson1.jpg"><img class="size-full wp-image-63321" title="action-jackson1" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/action-jackson1.jpg" alt="Bochumer Band Action-Jackson setzt auf harte T&ouml;ne, bleibt aber selbstironisch. Foto: Action-Jackson" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Bochumer Band Action Jackson setzt auf harte T&ouml;ne, bleibt aber selbstironisch. Foto: Action Jackson</p></div>
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<p class="MsoNormal"><strong>Action Jackson – hinter  dem Namen steht eine vierk&ouml;pfige Band aus Bochum, die ihren gemeinsamen Nenner im progressiven Hard Rock hat. Da wechseln sich exzessive Gitarrensoli mit Funk- und Blueseinlagen ab. Klingt nach verkopftem Musikerkollektiv, ist in Wirklichkeit aber eine selbstironische Combo, die sich gerne auf “Britney Spears”- und “Michael Jackson-Cover-Contests“ sehen l&auml;sst. Auch bei Konzertabsagen springen sie gelegentlich f&uuml;r ein spontanes Improvisationskonzert ein. Zusammen mit einer Handvoll Gastmusikern nennen sie sich dann „The Bassfunkmensch Experience“.<br />
</strong></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Hier reinh&ouml;ren:</strong></p>
<p style="color: white;">Action Jackson:<a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/action-jackson-millennium-falcon.mp3"> Millennium-Falcon</a></p>
</div>
<div style="margin-top:15px"></div>
<div id="attachment_63341" class="wp-caption aligncenter" style="width: 632px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/action-jackson_scan.jpg"><img class="size-full wp-image-63341" title="Action Jackson" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/action-jackson_scan.jpg" alt="In Handschrift. Action Jackson hat die Fragen der pflichtlekt&uuml;re beantwortet. Foto: Sebastian Hetheier" width="622" height="332" /></a><p class="wp-caption-text">In Handschrift. Action Jackson hat die Fragen der pflichtlekt&uuml;re beantwortet. Foto: Sebastian Hetheier</p></div>
<div style="margin-top:15px"></div>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p><strong><span style="color: #ffffff;">web: </span></strong><a href="http://www.myspace.com/actionjacksonbochum" target="_blank">Action Jackson online</a></div>
</p>
<p></mce></p>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pflichtlektuere.com/30/05/2011/selbstironische-hardrocker-action-jackson/feed/</wfw:commentRss>
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		<item>
		<title>&#8220;Kumpels in Kutten&#8221;: Wie der Pott zum Metal fand</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/10/05/2011/kumpels-in-kutten-wie-der-pott-zum-metal-fand/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 09:02:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Teichmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Essen]]></category>

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		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[im hörsaal]]></category>

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		<category><![CDATA[Ruhrgebiet]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Ruhrgebiet war und ist der Hot Spot f&#252;r die Metalszene Deutschlands. Die Metalexperten und Autoren Holger Schmenk und Christian Krumm erkl&#228;ren, wie Matten und Musikszene wuchsen.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Ruhrgebiet ist zweifellos das Zentrum der deutschen Metal-Szene. Wie der &#8220;Pottler&#8221;, umgeben von Zechen und Trinkhallen, das Headbangen lernte, haben Holger Schmenk und Christian Krumm </strong><strong>in ihrem Buch &#8220;Kumpels und Kutten – Heavy Metal im Ruhrgebiet&#8221; </strong><strong>zum Thema gemacht. pflichtlekt&uuml;re hat bei einer Lesung von Schmenk und Krumm im Cafe Nord in Essen die Ohren aufgesperrt und der Entwicklung dieses Genres von den 1980ern bis in die Gegenwart gelauscht.</strong><br />
<strong> </strong></p>
<div id="attachment_59549" class="wp-caption alignleft" style="width: 598px"><strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/kumpels_in_kutten.jpg"><img class="size-full wp-image-59549       " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/kumpels_in_kutten.jpg" alt="Foto: Privat" width="588" height="392" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Nachhilfe in Sachen Ruhrpottmetal. Foto: Christian Teichmann</p></div>
<p>Die &#8220;Kumpels in Kutten&#8221; sind keine Protagonisten der Vergangenheit, denen in Nostalgie nachgetrauert wird. Auch am Interesse an der Lesung kann man erkenne, dass diese Szene nach wie vor lebt. So f&uuml;llt sich das Cafe Nord in Essen bereits gegen fr&uuml;hen Abend mit den &#8220;Metalheads&#8221;. Start einer unkonventionelle Lesung. Holger Schmenk und Christian Krumm zeigen mit einem Augenzwinkern und vielen Anekdoten, wie sich das Ruhrgebiet langsam zur Metal-Hochburg Deutschlands entwickelte. Der Musikstil, der mittlerweile unz&auml;hlige Subgenres hervorgebracht hat, wuchs langsam, aber stetig.</p>
<p><strong>Englische Metalbands als Vorbilder</strong></p>
<p>Englische Bands wie &#8220;Black Sabbath&#8221; und &#8220;Mot&ouml;rhead&#8221; waren die Vorreiter in den 1970ern. Auch &#8220;Led Zeppelin&#8221; und die noch heute aktiven &#8220;Iron Maiden&#8221; d&uuml;rfen bei keinem Blick in die Pioniertage dieser Szene fehlen. Im Laufe der Achtziger nahmen schlie&szlig;lich auch im Ruhrgebiet verst&auml;rkt junge Menschen dieses Genre wahr. Dieses Jahrzehnt war die Initialz&uuml;ndung f&uuml;r den &#8220;Pott-Metal&#8221;. Doch der Weg zum heutigen Verbreitungsgrad verlief nicht &uuml;berst&uuml;rzt und war vornehmlich von der Do-It-Yourself-Philosophie durchtr&auml;nkt:  Man gr&uuml;ndete Bands oder kleine Fanzines oder organsierte selbst&auml;ndig Shows. Diese Menschen, die sich dieser Musik mit Haut und meist langen Haaren verschrieben, errichteten das Fundament der deutschen Metalszene.</p>
<p><strong></strong></p>
<div id="attachment_59664" class="wp-caption alignleft" style="width: 298px"><strong></strong><strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/kumpels_in_kutten_buchcover.jpg"><img class="size-full wp-image-59664" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/kumpels_in_kutten_buchcover.jpg" alt="Buchcover &quot;Kumpels in Kutten - Heavy-Metal im Ruhrgebiet&quot;" width="288" height="425" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Buchcover &quot;Kumpels in Kutten - Heavy-Metal im Ruhrgebiet&quot;. Foto: Verlag Henselowsky Boschmann</p></div>
<p><strong>Metalpresse statt Metallpresse!</strong></p>
<p>Diese Anf&auml;nge verdeutlicht Holger Schmenk in der Lesung auch am Beispiel des &#8220;Metal Hammer&#8221;. Die Wurzeln dieses Magazins sind, wie auch beim &#8220;Rock Hard&#8221; oder dem Musiklabel &#8220;Century Media&#8221;, hier im Ruhrgebiet zu finden. Doch, wo heute beide Musikmagazine internationale Ableger haben und in hoher Auflage verkauft werden, waren die Beginne in den 1980ern g&auml;nzlich unbedarft. Holger Schmenk erz&auml;hlt so, dass man im &#8220;Metal Hammer&#8221; in den Anfangszeiten durchaus ein Inhaltsverzeichnis hatte; man verzichtete jedoch mitunter auf &uuml;berfl&uuml;ssige Typographie und druckte das Heft ohne Seitenzahlen.</p>
<p><strong>Leidenschaft statt Perfektion</strong></p>
<p>Diese Anekdote steht exemplarisch f&uuml;r den Weg einer kleinen Subkultur zum heutigen Status. Man war weit entfernt von Hochglanzmagazinen, oder der Vorstellung das Heavy Metal in den Mainstream r&uuml;cken k&ouml;nnte. Holger Schmenk und Christian Krumm bringen diese teils schwierigen Startbedingungen und l&auml;ngst vergangene Metalspelunken, wie das &#8220;Mephisto&#8221; in Gelsenkirchen, den Zuh&ouml;rern n&auml;her. Die beiden Autoren berichten von ihren oftmals bierseligen Treffen mit  den &#8220;Szeneveteranen&#8221; und Musikern und zeigen, dass Metal doch nicht so  humorbefreit ist, wie manche glauben. Der Einblick in den Mikrokosmos &#8220;Ruhrpottmetal&#8221; gelingt. Bei den Schilderungen der beiden Autoren, kann  man sich gut in die Zeit versetzen, als im grauen Kohlenpott Bands der  Marke &#8220;Grave Digger&#8221;, &#8220;Kreator&#8221; oder &#8220;Sodom&#8221; gegr&uuml;ndet wurden. Aufgelockert wird die Lesung im Cafe Nord auch durch die Metal-Band &#8220;Layment&#8221; aus Herne, die zwischendurch unplugged Lieder zum Besten gibt.</p>
<p><strong>Metal als Mainstreamph&auml;nomen</strong></p>
<div id="attachment_59744" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/kumpels_in_kutten_2.jpg"><img class="size-full wp-image-59744" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/kumpels_in_kutten_2.jpg" alt="Kumpels in Kutten - Eine Ruhrgebiets-Metal-Lesung" width="250" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Holger Schmenk und Christian Krumm bei der Lesung. Foto: Christian Teichmann</p></div>
<p>Doch f&uuml;r viele steht Metal auch heute f&uuml;r L&auml;rm und Stilverbrechen. F&uuml;r die weltweite Metal-Community, wie die Besucher und Autoren der Lesung, ist er hingegen Teil eines Lebensgef&uuml;hls. Man sieht sich einer weltweiten Szene zugeh&ouml;rig, die freundschaftlich zusammenh&auml;lt. Leute, die beim H&ouml;ren dieser Musik jedoch eher mit dem Kopf sch&uuml;tteln als ihn dazu zu sch&uuml;tteln, werden jedoch keine Freude an dieser Literatur haben. Aber egal, wie man zu diesem Genre steht: Das Metal mittlerweile ein popul&auml;rer und wirtschaftsstarker Bestandteil des kulturellen Lebens ist, l&auml;sst sich nicht bestreiten. Der kommerzielle Erfolg von Bands wie „Metallica“ oder auch die zehntausenden Besucher, die das Wacken allj&auml;hrlich zum gr&ouml;&szlig;ten Metal-Festival weltweit machen, sprechen eine klare Sprache. Metal ist heute ein weltweites Ph&auml;nomen. Ob in Bottrop oder Bagdad - Metalheads sind mittlerweile auf dem ganzen Erdball zu finden.</p>
<p>Wer sich f&uuml;r diesen Part der Musikgeschichte des Ruhrgebiets interessiert und mehr &uuml;ber die &#8220;Kumpels in Kutten&#8221; erfahren will, kann bei den folgenden Lesungen des Buches dazulernen:</p>
<ul>
<li>Lesung am 14. Mai 2011 in der Zeche Carl, Evil-Horde-Fest (Essen)</li>
<li>Lesung am 11. Juni 2011 auf dem Rock Hard-Festival (Gelsenkirchen)</li>
</ul>
<div class="additionallinks">
<p style="color:white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;"><strong>Web:</strong> <a title="Link &ouml;ffnet Seite im neuem Fenster" href="http://www.ruhrig.de/kumpels_in_kutten.html" target="_blank">Infos zum Buch &#8220;Kumpels in Kutten - Heavy Metal im Ruhrgebiet&#8221;</a></p>
<p style="color: white;"><strong>Web:</strong> <a title="Link &ouml;ffnet Seite in neuem Fenster" href="http://www.youtube.com/watch?v=uZjNhF-HPsE" target="_blank">Trailer zum Dokumentarfilm &#8220;Full Metal Village&#8221; &uuml;ber das Wacken-Festival</a></p>
<p style="color: white;"><strong>Web: </strong><a title="Link &ouml;ffnet Seite in neuem Fenster" href="http://www.metal-hammer.de/news/meldungen/article90894/Special-Metal-im-Pott.html" target="_blank">Metal im Pott - Artikel im Metal Hammer</a></p>
<p style="color: white;"><strong>Web:</strong><a title="Link &ouml;ffnet Seite im neuem Fenster" href="http://www.heavymetalinbaghdad.com/" target="_blank"> Die Doku &#8220;Heavy Metal in Baghdad&#8221; zeigt, dass es sogar im Irak Metalheads gibt</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Akustikmusik mit Boyce Avenue</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/24/04/2011/akustikmusik-mit-boyce-avenue/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/24/04/2011/akustikmusik-mit-boyce-avenue/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Apr 2011 08:03:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicolas Miehlke</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>

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		<category><![CDATA[Akustikmusik]]></category>

		<category><![CDATA[Alejandro Manzano]]></category>

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		<category><![CDATA[Depeche Mode]]></category>

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		<category><![CDATA[YouTube]]></category>

		<category><![CDATA[Zeche]]></category>

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		<description><![CDATA[Boyce Avenue: &#220;ber YouTube ber&#252;hmt geworden, das Konzert in Bochum schon lange ausverkauft: Die pflichtlekt&#252;re erkl&#228;rt, warum die Band wom&#246;glich so erfolgreich wird wie Depeche Mode.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn Boyce Avenue auftreten, hei&szlig;t das: Akustikmusik, kristallklarer Gesang, G&auml;nsehaut. Die drei Br&uuml;der aus Amerika sind auf der Erfolgsspur. Das Konzert am Gr&uuml;ndonnerstag in der Zeche Bochum war innerhalb k&uuml;rzester Zeit ausverkauft. Ein Stimmungsbericht.</strong></p>
<div id="attachment_57390" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/boyceavenue.jpg"><img class="size-medium wp-image-57390" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/boyceavenue-300x225.jpg" alt="Alejandro Manzano (rechts) und sein Bruder Daniel. Boyce Avenue spielt viel Akustikmusik." width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Alejandro Manzano (rechts) und sein Bruder Daniel. Boyce Avenue spielt viel Akustikmusik. Foto: Nicolas Miehlke</p></div>
<p>„How many of you discovered us on youtube?“, fragt Alejandro Manzano, der Leads&auml;nger. Wie viele haben die Band auf der Internetplattform YouTube kennengelernt? Fast alle H&auml;nde gehen in die H&ouml;he, manche klatschen, andere jubeln. Boyce Avenue ist so eines dieser Web-2.0-Ph&auml;nomene. Immer wieder neue Songs und Videos auf Myspace oder eben YouTube lassen die Fangemeinde stetig gr&ouml;&szlig;er werden. In Zeiten des Internets nicht die ersten, die sich auch ohne Plattenvertrag durchgesetzt haben. Auf YouTube haben Boyce Avenue 550.000 Abonnenten – nur ein knappes Drittel weniger als Justin Bieber. Auch der wurde &uuml;ber das Internet gro&szlig; und f&uuml;llt heute die ganz gro&szlig;en Hallen.</p>
<p><strong>Akustische Coversongs</strong></p>
<p>Nach einem rockigen Einstieg ins Konzert: Gitarrenwechsel. Alejandro spricht ins Mikrofon: „Do you mind, if we play some acoustic songs?“ Lautes Gejubel. Ohnehin eine rhetorische Frage. Die drei Br&uuml;der sind bekannt geworden durch ihre akustischen Coversongs von aktuellen Hits. So wird Taio Cruz‘ „Dynamite“ a capella vorgetragen, nur wenige Akkorde und das rhythmische Klatschen der Zuschauer begleiten den Gesang.</p>
<p style="text-align: center;">[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.pflichtlektuere.com/24/04/2011/akustikmusik-mit-boyce-avenue/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>„So etwas hat in der Konzertlandschaft lange gefehlt“, sagt Peer Meyer, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Zeche Bochum. „Eigene und Cover-Songs akustisch aufzubereiten, die Idee ist gro&szlig;artig.“ Das haben auch die gro&szlig;en Musikunternehmen gemerkt. Seit November 2009 stehen Boyce Avenue bei Universal unter Vertrag, neben etablierten K&uuml;nstlern wie Jack Johnson oder 3 Doors Down.</p>
<p>Denn auch die selbst komponierten St&uuml;cke &uuml;berzeugen. In „Briane“ verarbeiten die drei den Selbstmord eines nahen Freundes. Gef&uuml;hlvoll, nachdenklich, einfach sch&ouml;n. Ein paar M&auml;dchen in der ersten Reihe z&uuml;cken ihre Handys, um ein Video aufzunehmen. P&auml;rchen sitzen auf der Treppe gegen&uuml;ber der B&uuml;hne, kuscheln sich aneinander. Ein junges M&auml;dchen schlie&szlig;t die Augen und singt ganz leise f&uuml;r sich mit. Ein G&auml;nsehaut-Moment.</p>
<p><strong>Ein Leben f&uuml;r die Musik</strong></p>
<p>Boyce Avenue, das sind die drei Br&uuml;der Alejandro, Fabian und Daniel Manzano. Aufgewachsen in Sarasota, Florida, gewinnen sie 2007 mehrere landesweite Songwettbewerbe. Zur gleichen Zeit beginnen sie, ihre ersten Youtube-Videos hochzuladen: Lovestoned, Umbrella, was damals so angesagt war – aber schon mit ihrer ganz eigenen akustischen Note.</p>
<p style="text-align: center;">[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.pflichtlektuere.com/24/04/2011/akustikmusik-mit-boyce-avenue/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Keine vier Jahre sp&auml;ter sind sie bereits auf ihrer vierten Europatournee. „This is what we love to do“, sagt Daniel Manzano. Er hat einen Abschluss an der ber&uuml;hmten Harvard University, ihm stehen alle T&uuml;ren offen. Daniel entschied sich f&uuml;r die Musik. Zu Recht, findet Zechen-Betreiber Peer Meyer: „Die Jungs geh&ouml;ren auf gr&ouml;&szlig;ere B&uuml;hnen. Es gibt Gruppen, die hat man nur einmal. Depeche Mode sind hier 1983 aufgetreten, ’85 Gr&ouml;nemeyer. Auch da wusste ich: Die sehe ich in der Zeche nicht wieder.“ Nicht auszuschlie&szlig;en, dass wir auch von den drei Jungs aus Sarasota noch mehr h&ouml;ren werden. Viel mehr.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">Web: <a href="http://www.youtube.com/user/boyceavenue" target="_blank"> </a><a href="http://www.pflichtlektuere.com/31/03/2011/das-duell-die-gruenen-auf-dem-weg-zur-volkspartei/"></a><a href="http://www.youtube.com/user/boyceavenue" target="_blank">Der YouTube-Channel von Boyce Avenue</a></p>
<p style="color: white;">Web:  <a href="http://boyceavenue.com/" target="_blank">Die Homepage von Boyce Avenue</a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/03/03/20&lt;/p"></a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Die Condit.or.ei aus Witten macht Musik</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/05/04/2011/die-conditorei-aus-witten-macht-musik/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/05/04/2011/die-conditorei-aus-witten-macht-musik/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 08:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pflichtlektuere</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[Band]]></category>

		<category><![CDATA[Condit.or.ei]]></category>

		<category><![CDATA[Gruppe]]></category>

		<category><![CDATA[Mischung]]></category>

		<category><![CDATA[Mix]]></category>

		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<category><![CDATA[Polka]]></category>

		<category><![CDATA[Reggae]]></category>

		<category><![CDATA[Ska]]></category>

		<category><![CDATA[Witten]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Wort Konditorei denkt man an Geb&#228;ck und ausgefallene Tortenkreationen. Wenn allerdings die Ska-Formation aus Witten gemeint ist, geht es nicht um Gaumenfreuden sondern um H&#246;rgenuss. 


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_55159" class="wp-caption alignnone" style="width: 600px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/bandschriftlich-2.jpg"><img class="size-full wp-image-55159 " title="Die Band Condit.or.ei" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/bandschriftlich-2.jpg" alt="Foto: Anna Witt" width="590" height="325" /></a><p class="wp-caption-text">Ungew&ouml;hnlich gro&szlig;: Die Band &quot;Condit.or.ei&quot; besteht aus neun Mitgliedern. Foto: Anna Witt</p></div>
<p><strong>Die Condit.or.ei - wurde 2005 in Witten gegr&uuml;ndet. Seit 2007 spielen sie in einer festen Formation von neun Musikern. Neben der klassischen Bandbesetzung stehen noch die f&uuml;r Ska obligatorische Bl&auml;serfraktion und eine Heimorgel auf der B&uuml;hne. Ihren Stil aber nur als Ska zu bezeichnen, w&auml;re unfair. Denn es mischen sich auch Einfl&uuml;sse aus Reggae, Rocksteady, Polka und Funk in ihre Musik, die selbst notorische Kopfnicker zu der ein oder anderen Steppeinlage verf&uuml;hrt. Zus&auml;tzlich zeigen englische, deutsche, spanisch und russische Songtexte die Diversit&auml;t der Band.</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Hier reinh&ouml;ren</strong></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/die-conditorei-egowahn.mp3">Die Condit.or.ei - Egowahn (mp3)</a></p>
</div>
<div id="attachment_55163" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/bandschriftlich-5.jpg"><img class="size-full wp-image-55163" title="Antworten der Condit.or.ei" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/bandschriftlich-5.jpg" alt="Antworten der Condit.or.ei" width="600" height="387" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Die Condit.or.ei hat einige Fragen f&uuml;r die pflichtlekt&uuml;re beantwortet. Dabei sind sie richtig kreativ gewesen und haben sogar gemalt. Foto: pflichtlekt&uuml;re</p></div>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/print/" target="_blank">Das E-Paper der aktuellen Ausgabe</a></p>
<p style="color: white;">Web: <a href="http://www.myspace.com/diekonditorei" target="_blank">Homepage der Condit.or.ei</a><strong><br />
</strong></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Symphonie des Untergangs</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2011/von-der-kunst-keine-eintagsfliege-zu-sein/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2011/von-der-kunst-keine-eintagsfliege-zu-sein/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 17:22:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pflichtlektuere</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[mitten im leben]]></category>

		<category><![CDATA[Gelsenkirchen]]></category>

		<category><![CDATA[Kodiak]]></category>

		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<category><![CDATA[Reportage]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Raum abgedunkelt, der Gitarrist mit dem R&#252;cken zum Publikum, die Musik ein Dr&#246;hnen. Die Band: Kodiak. Ihr Konzert: ein Erlebnis. Eine Reportage aus dem Proberaum.


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_51565" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/tommy_dsr3.jpg"><img class="size-large wp-image-51565 " title="tommy_dsr3" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/tommy_dsr3-600x450.jpg" alt="tommy_dsr3" width="600" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Sebastian Sprenger</p></div>
<p><strong>Die Band Kodiak aus Gelsenkirchen setzt auf Experimental-Musik und scheut Vergleiche mit anderen Bands. Sarah R&uuml;tershoff war bei einem ihrer Konzerte dabei und erlebte einen Abend, der ihr noch lange in Erinnerung bleiben wird.</strong></p>
<p>Ein letzter Soundcheck, dann wird nur noch das Licht gel&ouml;scht. Kurze Stille, dicht gefolgt von einem langen Dr&ouml;hnen und Rauschen, das sich &uuml;ber die Anwesenden legt. Leuchtst&auml;be auf dem B&uuml;hnenboden lassen die Konturen der drei Musiker erahnen, blaue Scheinwerfer gehen an, Nebel steigt auf. Alle Sinnesorgane sind besch&auml;ftigt mit dem Rauch und Klang, jeglicher Sinn f&uuml;r Raum und Zeit geht innerhalb weniger Sekunden verloren. Die Musik beginnt, die K&ouml;pfe nicken im Takt.</p>
<p>Eine Dreiviertelstunde intensivster dr&ouml;hnender Kl&auml;nge, mal brodelnd, dann wieder leicht groovend. Sie enden in mehreren kurzen, gewaltvollen Ausbr&uuml;chen, die ihre beeindruckten Zeugen zur&uuml;cklassen. Besonders der Anblick des Drummers beeindruckt, er lebt die Musik regelrecht aus. Und dann: Die letzten T&ouml;ne dieser schleppenden Symphonie des Untergangs lassen uns H&ouml;rer wieder in die Wirklichkeit zur&uuml;ck. Die Erzeugung bedr&uuml;ckender Gef&uuml;hle geh&ouml;rt zur Intention der Band, so wie der Aufbau eines Equipments oder der Soundcheck. Seit 2005 macht das Gelsenkirchener Trio schon zusammen Musik, seit 2008 aber erst in dieser Konstellation mit dem Namen Kodiak.</p>
<div id="attachment_51573" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/gruppenfoto_the_one_and_only-kopie.jpg"><img class="size-medium wp-image-51573 " title="gruppenfoto_the_one_and_only-kopie" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/gruppenfoto_the_one_and_only-kopie-300x208.jpg" alt="gruppenfoto_the_one_and_only-kopie" width="300" height="208" /></a><p class="wp-caption-text">Die Band Kodiak ver&ouml;ffentlichte im Jahr 2009 ihr erstes Album. Seitdem sind sie auf Tour. Foto: Sebastian Sprenger</p></div>
<p><strong>Vom Proberaum zur Europatour</strong></p>
<p>Mit ihren instrumentalen und d&uuml;steren Ger&auml;uschen haben sie ihren Sound gefunden, mit dem sie bereits niederl&auml;ndisches, belgisches und franz&ouml;sisches Publikum faszinierten. Und heute auch hier vor mir, in ihrem Proberaum in Gelsenkirchen: Lauter Applaus, die Musiker kommen von der B&uuml;hne und begr&uuml;&szlig;en ihre G&auml;ste. Der heutige kleine Auftritt scheint den zufriedenen Gesichtsausdr&uuml;cken von Sebastian Maiwald (28), Thomas Mrasek (26) und Maik Erdas (26) nach zu urteilen, erfolgreich gewesen zu sein. Das fand auch damals das Label Denovali Records, durch das die drei geb&uuml;rtigen Gelsenkirchener bereits 2008 einen ersten Einblick ins harte Musikbusiness gewannen.</p>
<p>Aller Anfang ist schwer, doch alles basiert irgendwo auf Bekanntschaften, durch die sie auch eher zuf&auml;llig an Denovali gekommen sind. Im Jahr 2009 zahlte sich f&uuml;r die Jungs und ihre harte Arbeit ein gro&szlig;er Erfolg aus: die Ver&ouml;ffentlichung eines ersten Albums und eine erste Deutschlandtour, im Anschluss die erste Europatour. Bassist Thomas wirkt nachdenklich und erinnert sich: „Fr&uuml;her mussten wir uns selbst um die Auftritte bem&uuml;hen, heute bekommen wir mehr Angebote als wir anfragen. In den Anf&auml;ngen kamen auf E-Mails oft auch gar keine Antworten zur&uuml;ck. Und wenn wir dann mal eingeladen waren, kam es auch vor, dass uns kurzfristig abgesagt wurde und wir durch eine gr&ouml;&szlig;ere Band ersetzt wurden.“</p>
<p>Mit dem Erscheinen des Albums, den vielen Auftritten und dem darauf folgenden Feedback erg&auml;nzte sich nach und nach das pers&ouml;nliche Werbematerial. In ihrem jetzigen Label Denovali Records haben die drei ihren idealen Partner und ebenso eine feste Freundschaft gefunden. Hand in Hand steigen sie das Erfolgstreppchen immer weiter empor.</p>
<div id="attachment_51572" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/seppo_swingfest-kopie.jpg"><img class="size-medium wp-image-51572 " title="seppo_swingfest-kopie" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/seppo_swingfest-kopie-199x300.jpg" alt="seppo_swingfest-kopie" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">D&uuml;ster und dunkel - so wie die Musik sind auch die Lichtverh&auml;ltnisse auf Kodiaks Konzerten. Foto: Sebastian Sprenger</p></div>
<p><strong>Mit Spielfreude in den Bann ziehen</strong></p>
<p>Aber gerade die Anfangsschwierigkeiten seien wichtig f&uuml;r eine Band, meint Gitarrist Sebastian, diese Erfahrungen seien sehr pr&auml;gend: „Was uns beispielsweise fehlt, ist dieser charismatische Frontmann, dieser Showeffekt. Der abgedunkelte Raum und dass wir als Gitarristen oft mit dem R&uuml;cken zum Publikum stehen, haben uns anfangs stark abgewertet.“ Dann f&uuml;gt er hinzu: „F&uuml;r uns sind die Auftritte aber eine sehr intime Sache, bei der wir uns auch &uuml;ber das Nicken und &uuml;ber Blickkontakt verst&auml;ndigen. Durch die schwere Sicht kann der Zuh&ouml;rer sich viel besser auf die Musik einlassen.“</p>
<p>Nach dem Auftritt sehe ich vor der B&uuml;hne ersch&ouml;pfte Gesichter und h&ouml;re lobende Worte. Auch der 22-j&auml;hrige Zuschauer Leon genie&szlig;t sichtlich dieses unbeschreibliche G&auml;nsehautgef&uuml;hl: „So ein Live-Erlebnis ist allen w&auml;rmstens ans Herz gelegt. Eine solche Atmosph&auml;re kann soviel zum H&ouml;rerlebnis beitragen. Auch wenn diese Musik nicht jedem gef&auml;llt.“ Er selbst beschreibt den Stil der Band als anstrengend. Aber das zeugt laut den Besuchern von K&ouml;nnen und Spielfreude, durch die das Trio sein pers&ouml;nliches Publikum in den Bann zu ziehen versteht.</p>
<p>Mit der richtigen Einstellung und der gegenseitigen Motivation ist der Erfolg nicht weit. Auch schlechte Stimmung bleibt bei einer Zusammenarbeit auf engstem Raum nicht aus. Drummer Maik findet aber auch mal schlechte Laune n&uuml;tzlich, das belebe die Zusammenarbeit. Er legt seine Arme um seine beiden Bandkollegen und bemerkt &uuml;berzeugt: „Eine Band ist ja nichts anderes als eine Beziehung: Es geht sehr intim, sehr emotional zu, man streitet und vertr&auml;gt sich wieder, es wird viel Zeit miteinander verbracht, vor allem bei einer Tour.“ So bestehen die Proben zur H&auml;lfte aus dem Musizieren und zur anderen H&auml;lfte aus Witzelei: Freunde, die Musik machen. An die Auftritte gingen sie nat&uuml;rlich mit einem gewissen Ernst, so die Band, doch der Spa&szlig;faktor d&uuml;rfe dabei niemals untergehen.</p>
<div id="attachment_51571" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/maik_dsr-kopie.jpg"><img class="size-medium wp-image-51571 " title="maik_dsr-kopie" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/maik_dsr-kopie-300x225.jpg" alt="maik_dsr-kopie" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Viel Nebel und Rauch auf der B&uuml;hne erzeugt eine ganz besondere Stimmung. Foto: Mike Wiener</p></div>
<p><strong>Der Weg ist das Ziel: R&uuml;ckschl&auml;ge sind doch Erfahrungen</strong></p>
<p>Charakterlich sind sich die drei sehr &auml;hnlich. Mit ihrem experimentellen Musikgeschmack, der bis in die Black-Metal-Szene reicht, verbringen sie viel Zeit mit Konzert- wie Festivalbesuchen und langen Gespr&auml;chen &uuml;ber Musik und was sie sonst noch bewegt. Vergleiche mit anderen Bands ignorieren sie, immer wieder kommen sie auf ihre eigenen Soundvorstellungen zu sprechen. Experimental hei&szlig;t ihr Genre: Es darf wortw&ouml;rtlich genommen werden. Das ist wohl auch das, was den Erfolg einer Band gedeihen l&auml;sst: eigene Regie, Spielfreude, Ausdauer. Mit der Zeit sind ihre Soundanspr&uuml;che gewachsen, ihr eigener Soundtechniker aber versteht, was sie machen wollen und unterst&uuml;tzt ihre Experimente.</p>
<p>2008 ging’s dann f&uuml;r die drei erstmalig ins Studio. „Wir hatten nur drei Tage Zeit – ein sehr hoher Druck und vor allem ein Risiko. Und mit einer gewissen Portion Ehrgeiz sind wir durch diesen Studioaufenthalt richtig gut vorw&auml;rts gekommen; in Sachen Musik, aber auch in unserer Entwicklung als Band“, sagt Maik. Eine Newcomerband braucht eine Aufgabe, ein Ziel, was sie im Glauben an sich selbst unterst&uuml;tzt. Doch die Ziele wollen sie nicht zu hoch stecken, das Vertrauen nicht verlieren. Wichtig sei, die R&uuml;ckschl&auml;ge nicht als solche zu verbuchen, sondern als Erfahrungen.</p>
<div id="attachment_51566" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/seppo_maik_swingfest-kopie.jpg"><img class="size-medium wp-image-51566 " title="seppo_maik_swingfest-kopie" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/seppo_maik_swingfest-kopie-199x300.jpg" alt="seppo_maik_swingfest-kopie" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die Gitarristen stehen meist mit dem R&uuml;cken zum Publikum, gerade am Anfang hat das eher zu Irritationen im Publikum gef&uuml;hrt. Foto: Sebastian Sprenger</p></div>
<p>F&uuml;r die Zukunft schweben dem Trio ein weiteres Album und eine vielleicht l&auml;ngere Tournee vor. Dabei spielen die Fahrten zu den Konzerten f&uuml;r die drei immer eine gro&szlig;e Rolle, es ist ein besonderer Ritus, den sie nicht missen wollen – wie auch die Begr&uuml;&szlig;ung der wartenden G&auml;ste nach dem Konzert.</p>
<p>Nur wenige schaffen den Sprung aus dem Proberaum auf die B&uuml;hne, Kodiak haben ihn geschafft – und d&uuml;rfen ihren Traum von Musik leben. Erforderlich daf&uuml;r ist nur eine gesunde Dosis Individualit&auml;t.</p>
<p>Ein letzter H&auml;ndedruck, dann wird nur noch das Licht gel&ouml;scht. Kurze Stille, dicht gefolgt von einem langen Dr&ouml;hnen und Rauschen in meinem Kopf, was mich nun auf meinem Nachhauseweg und so bestimmt noch viele Male an dieses besondere Musikerlebnis, an Kodiak, erinnern wird.</p>
<p>Autorin: Sarah R&uuml;tershoff</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;">Web: <a href="http://www.myspace.com/kodiaksoundscapes" target="_blank">Kodiak auf MySpace</a></p>
</div>


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