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	<title>pflichtlektüre &#187; Master</title>
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	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 14:01:47 +0000</pubDate>
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		<title>Umstellung auf Bachelor und Master nahezu abgeschlossen</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/14/12/2011/umstellung-auf-bachelor-und-master-nahezu-abgeschlossen/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/14/12/2011/umstellung-auf-bachelor-und-master-nahezu-abgeschlossen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 11:16:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anne Wunsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[in aller Kürze]]></category>

		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>

		<category><![CDATA[Bologna]]></category>

		<category><![CDATA[Hochschulrektorenkonferenz]]></category>

		<category><![CDATA[Jura]]></category>

		<category><![CDATA[Master]]></category>

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		<category><![CDATA[Staatsexamen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bonn. Die meisten Studieng&#228;nge an deutschen Hochschulen f&#252;hren zu Bachelor- oder Masterabschl&#252;ssen. Laut einer aktuellen Statistik der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ist die Zahl der umgestellten Studieng&#228;nge im Wintersemester 2011/2012 um sieben Prozent gestiegen. Damit haben die Hochschulen die Bologna-Reform bei 85 Prozent der Studieng&#228;nge umgesetzt. Nordrhein-Westfalen liegt mit 96 Prozent &#252;ber dem Bundesdurchschnitt.
Die Universit&#228;ten im Ruhrgebiet [...]


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bonn. Die meisten Studieng&auml;nge an deutschen Hochschulen f&uuml;hren zu Bachelor- oder Masterabschl&uuml;ssen. Laut einer aktuellen Statistik der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ist die Zahl der umgestellten Studieng&auml;nge im Wintersemester 2011/2012 um sieben Prozent gestiegen.</strong><strong> Damit haben die Hochschulen die Bologna-Reform bei 85 Prozent der Studieng&auml;nge umgesetzt. </strong><strong>Nordrhein-Westfalen liegt mit 96 Prozent &uuml;ber dem Bundesdurchschnitt.</strong></p>
<p><strong></strong>Die Universit&auml;ten im Ruhrgebiet haben ihr Studienangebot nahezu vollst&auml;ndig auf Bachelor- oder Masterabschl&uuml;sse umgestellt. Ausnahmen bilden lediglich die Studieng&auml;nge Jura, Rechtswissenschaften und Medizin an der Ruhr-Universit&auml;t Bochum. Diese F&auml;cher werden weiterhin mit dem Staatsexamen abgeschlossen. Gleiches gilt f&uuml;r den Medizinstudiengang der Universit&auml;t Duisburg-Essen.</p>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Langzeitstudierende werden exmatrikuliert</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/31/08/2011/langzeitstudierende-werden-exmatrikuliert/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 16:23:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Jochimsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[in aller Kürze]]></category>

		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>

		<category><![CDATA[Diplom]]></category>

		<category><![CDATA[Exmatrikulation]]></category>

		<category><![CDATA[Jens Wylkop]]></category>

		<category><![CDATA[Magister]]></category>

		<category><![CDATA[Master]]></category>

		<category><![CDATA[RUB]]></category>

		<category><![CDATA[Ruhr-Universität Bochum]]></category>

		<category><![CDATA[Universität Köln]]></category>

		<category><![CDATA[Zwangsexmatrikulation]]></category>

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		<description><![CDATA[K&#246;ln. An der Universit&#228;t K&#246;ln wurden 32 Diplom- und Magisterstudenten zwangsexmatrikuliert und stehen nun ohne Studiengang da. Grund daf&#252;r waren Paragrafen in den Studienordnungen, die den Studierenden wegen der Umstellung auf Bachelor- und Master-Studieng&#228;nge eine Frist f&#252;r ihre Pr&#252;fungen gesetzt hatte.

&#8220;In der Form ist unsere Situation nicht mit der in K&#246;ln vergleichbar&#8221;, sagt Jens Wylkop, [...]


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>K&ouml;ln. An der Universit&auml;t K&ouml;ln wurden 32 Diplom- und Magisterstudenten zwangsexmatrikuliert und stehen nun ohne Studiengang da. Grund daf&uuml;r waren Paragrafen in den Studienordnungen, die den Studierenden wegen der Umstellung auf Bachelor- und Master-Studieng&auml;nge eine Frist f&uuml;r ihre Pr&uuml;fungen gesetzt hatte.<br />
</strong></p>
<p>&#8220;In der Form ist unsere Situation nicht mit der in K&ouml;ln vergleichbar&#8221;, sagt Jens Wylkop, stellvertretender Leiter der Pressestelle der Ruhr-Universit&auml;t Bochum (RUB). &#8220;Der Begriff der Zwangsexmatrikulation hat sich f&uuml;r komplett auslaufende Studieng&auml;nge eingeb&uuml;rgert&#8221;. Als beispielsweise vor f&uuml;nf Jahren der Studiengang Skandinavistik an der RUB geschlossen wurde, mussten ein paar Studierende exmatrikuliert werden, da einfach kein Ersatz bereit stand. Bei den heutigen Studieng&auml;ngen k&ouml;nnen die Studierenden aber immer noch zu den Bachelor- und Master-Studieng&auml;ngen wechseln, so Wylkop weiter.</p>
<p>An der Technischen Universit&auml;t Dortmund sieht das Ganze &auml;hnlich aus. &#8220;An der TU Dortmund wurde bislang kein Diplom- beziehungsweise  Magisterstudierender zwangsexmatrikuliert&#8221;, so Stephanie Bolsinger, Pressprecherin der TU. In Dortmund gibt es zur Zeit noch 3404 Diplomstudenten und eine Magisterstudentin. F&uuml;r viele der betroffenen Studieng&auml;nge sei noch kein letztm&ouml;glicher Pr&uuml;fungszeitpunkt genannt worden. Die meisten anderen Diplom-Studieng&auml;nge laufen erst 2013 oder 2014 aus; die betroffen Studenten wurden aber &#8220;fr&uuml;hzeitig (bereits 2009) per Mail &uuml;ber das Auslaufen und die M&ouml;glichkeit des  Wechsels in einen Bachelorstudiengang informiert&#8221;.</p>
<p>An der Universit&auml;t Duisburg-Essen waren die zust&auml;ndigen Personen nicht zu sprechen.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,783169,00.html" target="_blank">Zwangsexmatrikulation: Unis werfen Tausende Studenten rau</a>s</p>
</div>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neue Studieng&#228;nge an der UDE</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/30/08/2011/neue-studiengaenge-an-der-ude/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/30/08/2011/neue-studiengaenge-an-der-ude/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 09:16:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yvonne Grote-Kus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[in aller Kürze]]></category>

		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>

		<category><![CDATA[Kunstwissenschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Master]]></category>

		<category><![CDATA[Neuerung]]></category>

		<category><![CDATA[Niederländische Sprache und Kultur]]></category>

		<category><![CDATA[Professor Dr. Ulrich Radtke]]></category>

		<category><![CDATA[Studiengang]]></category>

		<category><![CDATA[Universität Duisburg-Essen]]></category>

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		<description><![CDATA[Duisburg/Essen. An der Universit&#228;t Duisburg-Essen (UDE) werden zum  Wintersemester 2012/2013 zwei neue Studieng&#228;nge im Bereich der  Geisteswissenschaften eingef&#252;hrt. Das bestehende Studienangebot wird um  den Bachelorstudiengang &#8220;Kunstwissenschaft&#8221;, sowie den Masterstudiengang  &#8220;Niederl&#228;ndische Sprache und Kultur&#8221; erg&#228;nzt werden.
Der  neue Bachelorstudiengang &#8220;Kunstwissenschaft&#8221; wird in Zusammenarbeit mit  der Folkwang Universit&#228;t der K&#252;nste Essen angeboten [...]


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Duisburg/Essen. An der Universit&auml;t Duisburg-Essen (UDE) werden zum  Wintersemester 2012/2013 zwei neue Studieng&auml;nge im Bereich der  Geisteswissenschaften eingef&uuml;hrt. Das bestehende Studienangebot wird um  den Bachelorstudiengang &#8220;Kunstwissenschaft&#8221;, sowie den Masterstudiengang  &#8220;Niederl&auml;ndische Sprache und Kultur&#8221; erg&auml;nzt werden.</strong></p>
<p>Der  neue Bachelorstudiengang &#8220;Kunstwissenschaft&#8221; wird in Zusammenarbeit mit  der Folkwang Universit&auml;t der K&uuml;nste Essen angeboten werden. Er soll den bereits bestehenden Masterstudiengang &#8221;Kunst- und Designwissenschaft&#8221; erg&auml;nzen und auf den Master vorbereiten.</p>
<p>Auch  der Masterstudiengang &#8220;Niederl&auml;ndische Sprache und Kultur&#8221; wird in  Zusammenarbeit mit einer Partneruniversit&auml;t angeboten. Die Radboud Universit&auml;t Nijmwegen in den Niederlanden kooperiert hier mit der  Universit&auml;t Duisburg-Essen. Innerhalb des Masterstudiengangs wird ein Auslandssemester an der Partneruniversit&auml;t in den Niederlanden Pflicht sein. Der Master &#8221;Niederl&auml;ndische Sprache und Kultur&#8221; baut auf dem  bestehen Bachelorstudiengang an der Universit&auml;t Duisburg-Essen auf und vertieft das dort erworbene Wissen.</p>
<p>&#8220;Dies ist ein klares Signal zur St&auml;rkung der  Geisteswissenschaften&#8221;, sagte Professor Dr. Ulrich Radtke, Rektor der  Universit&auml;t Duisburg-Essen, &uuml;ber die Neuerungen. &#8220;Die neuen Studieng&auml;nge  bauen auf bew&auml;hrte Strukturen auf und vertiefen erfolgreiche strategische Partnerschaften. So erm&ouml;glichen wir unseren Studierenden  ein zukunftstr&auml;chtiges Studienangebot, das die Fakult&auml;t entwickelt hat.&#8221;</p>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Strategische Stadtentwicklung: Neuer Master an der Uni Duisburg-Essen</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/20/06/2011/strategische-stadtentwicklung-neue-master-studiengaenge-an-der-uni-duisburg-essen/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 15:16:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Meyer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>

		<category><![CDATA[in aller Kürze]]></category>

		<category><![CDATA[Master]]></category>

		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>

		<category><![CDATA[Urbane Systeme]]></category>

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		<description><![CDATA[Duisburg. Die Universit&#228;t Duisburg-Essen (UDE) startet mit neuen Studienangeboten in das n&#228;chste Wintersemester – auch f&#252;r Bachelor-Absolventen, die einen Master anstreben, ist etwas dabei: Mit dem Profilschwerpunkt „Urbane Systeme“ sollen zuk&#252;nftige Strategen der Stadtentwicklung ausgebildet werden. Interessant ist das f&#252;r Nachwuchs-Ingenieure, aber auch f&#252;r Kultur- und Geisteswissenschaftler sowie Geographie-Studenten. 
So richtet sich der Studiengang „Sustainable [...]


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Duisburg. Die Universit&auml;t Duisburg-Essen (UDE) startet mit neuen Studienangeboten in das n&auml;chste Wintersemester – auch f&uuml;r Bachelor-Absolventen, die einen Master anstreben, ist etwas dabei: Mit dem Profilschwerpunkt „Urbane Systeme“ sollen zuk&uuml;nftige Strategen der Stadtentwicklung ausgebildet werden. Interessant ist das f&uuml;r Nachwuchs-Ingenieure, aber auch f&uuml;r Kultur- und Geisteswissenschaftler sowie Geographie-Studenten. </strong></p>
<p>So richtet sich der Studiengang „Sustainable Urban Technologies“ an Bachelor-Absolventen aus der ingenieurswissenschaftlichen Richtung; mit dem Studiengang „Urbane Kultur, Gesellschaft und Raum“ k&ouml;nnen Bachelor-Absolventen aus den Kultur- und Gesellschaftwissenschaften und der Geographie sich im Bereich der Metropolenforschung vertiefen. </p>
<p>Einige Veranstaltungen werden in so genannten Integrationsmodulen von den Studierenden beider F&auml;cher gemeinsam absolviert. F&uuml;r beide Studieng&auml;nge kann man sich noch bis zum 31. Juli <a href="http://www.uni-due.de/urbane-systeme/us_master_urbane-systeme.shtml" target="_blank">beim UDE-Profilschwerpunkt &#8220;Urbane Systeme&#8221;</a> bewerben.</p>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Allein mit Kind und Studium</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/30/05/2011/allein-mit-kind-und-studium/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/30/05/2011/allein-mit-kind-und-studium/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 May 2011 09:40:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Borgboehmer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>

		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[Väter-Themenwoche]]></category>

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		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

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		<category><![CDATA[Jona Stapke]]></category>

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		<category><![CDATA[student]]></category>

		<category><![CDATA[TU Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[Vater]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor der Uni Tochter Lia zum Kindergarten bringen, nach der Uni Mittagessen kochen. So sieht der Alltag von Jona Staepke aus. Kind und Studium parallel - eine echte Herausforderung. Vor allem ohne Partner.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_62792" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/vater-banner.jpg"><img class="size-full wp-image-62792" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/vater-banner.jpg" alt="xg" width="600" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Montage: Falk Steinborn, Foto: sxc.hu, omar-franc, anissat, officina4</p></div>
<p><em>V&auml;ter - sie sind unabk&ouml;mmlich und manchmal trotzdem nicht da. Sie sind streng, arbeiten viel, die Kinder schauen zu ihnen auf. Und manchmal ist doch alles ganz anderes. Was sind V&auml;ter und warum brauchen wir sie? Kann ein Kind zwei V&auml;ter haben? Was f&uuml;hlen V&auml;ter und ist ein Mann mit Kind sexy? Die pflichtlekt&uuml;re ist diesen Fragen gemeinsam mit eldoradio* wissenschaftlich auf den Grund gegangen. eldoradio* sendet den Ultraschall im Zeichen der V&auml;ter, auf pflichtlektuere.com geht in dieser Woche jeden Tag ein V&auml;ter-Beitrag online. Im ersten Teil stellt Thomas Borgb&ouml;hmer einen alleinerziehenden Vater vor, der gleichzeitig studiert.</em></p>
<p><strong>Jedes Wochenende Partys feiern, in der Woche dann ab und zu Vorlesungen besuchen und mittags mit den Freunden in den n&auml;chsten Park. Bei vielen Studenten verl&auml;uft das Leben nach diesem Rhythmus. Es geht jedoch auch anders. Jona Staepke ist so eine Ausnahme. Er studiert an der TU Dortmund und erzieht parallel dazu seine Tochter Lia. Um beide Rollen unter einen Hut zu bekommen, musste er viel dazu lernen.<br />
</strong></p>
<div id="attachment_62206" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/nummer1.jpg"><img class="size-medium wp-image-62206" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/nummer1-300x199.jpg" alt="Beim Kochen achtet Jona vor allem auf regelm&auml;&szlig;ige und gesunde Ern&auml;hrung. Fast-Food kommt hier nicht auf den Tisch Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Beim Kochen achtet Jona vor allem auf regelm&auml;&szlig;ige und gesunde Ern&auml;hrung. Fast-Food kommt hier nicht auf den Tisch. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer</p></div>
<p>&#8220;Wann k&ouml;nnen wir denn endlich essen?&#8221;, fragt Lia. Lia ist vier Jahre alt und ist heute bei ihrem Papa. Der Papa hei&szlig;t Jona Staepke und studiert Rehabilitationsp&auml;dagogik auf Lehramt an der TU Dortmund. Die beiden kochen Gem&uuml;setaler mit Dip in der K&uuml;che der WG. Das Rezept haben die beiden aus dem Kinderkochbuch &#8220;Kochen mit Petterson und Findus&#8221;. Lia deckt schon mal den Tisch.</p>
<p><strong>Alleinerziehende V&auml;ter sind Ausnahmen</strong></p>
<p>Jona ist 27 Jahre alt, hat kurze geschorene Haare und einen unregelm&auml;&szlig;igen Backenbart und er ist einer von 56.000 Studenten mit Kind. Insgesamt sind bundesweit 123.000 Studierende mit Kind immatrikuliert. Nach einer Studie des Deutschen Studentenwerks zum Thema &#8220;Studieren mit Kind&#8221; aus dem Jahr 2008 ist etwa jeder sechste Student mit Kind alleinerziehend, davon haupts&auml;chlich Frauen. Jona steht dazwischen: Er teilt sich die Erziehung mit Lias Mutter. &#8220;Wir haben uns vor einigen Jahren getrennt und das Arrangieren klappt gut. Mittlerweile habe ich viel &uuml;ber Zeitmanagement gelernt&#8221;, sagt der junge Vater.</p>
<p><strong></strong></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;">Hier reinh&ouml;ren: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/nebenbei.mp3">Einteilung der Freizeit</a></p>
</div>
<div style="margin-top:15px"></div>
<div id="attachment_62207" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/nummer3.jpg"><img class="size-medium wp-image-62207" title="Kinderzimmer" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/nummer3-300x199.jpg" alt="Das Zimmer von Jona und Lia ist im ersten Stock. Rechts sieht man Jonas Bett und direkt daneben einige Unib&uuml;cher. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Das Zimmer von Jona und Lia ist im ersten Stock. Rechts sieht man Jonas Bett und direkt daneben einige Unib&uuml;cher. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer</p></div>
<p>Die Einteilung der Freizeit funktioniert. Er ist S&auml;nger einer Ska- und Rockband und schafft es auch zwei Mal die Woche zur Probe. Au&szlig;erdem arbeitet er als studentische Hilfskraft an der FOM Bochum. Lia ist in der Regel drei bis vier Tage die Woche bei ihm zu Hause. Jona wohnt in einer Studenten-WG in Bochum, in einem ziemlich gem&uuml;tlichen zweist&ouml;ckigen Haus mit gro&szlig;em Garten. Seine Mitbewohner und Freunde haben sich an die Situation gew&ouml;hnt.</p>
<p>Mittlerweile haben die beiden aufgegessen und Lia dr&auml;ngt Jona: Sie m&ouml;chte jetzt mit ihrem Papa spielen und zieht ihn die Treppe hoch. Ab ins Kinderzimmer. Das Zimmer ist nicht sehr aufger&auml;umt, aber was anderes ist bei einem Kinderzimmer nicht zu erwarten. Lia und Jona schlafen im selben Zimmer, Lia in einem Hochbett. &#8220;Das hat sie sich gew&uuml;nscht und so hat sie unterm Bett auch noch eine kleine H&ouml;hle. Lia macht das gro&szlig;en Spa&szlig;.&#8221;</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;">Hier reinh&ouml;ren: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/vorteil-studium.mp3">Vorteil Studium</a></p>
</div>
<div style="margin-top:15px"></div>
<p><strong>Doppelrolle Student und Vater</strong></p>
<p><em><strong></strong></em></p>
<div id="attachment_62208" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/nummer4.jpg"><img class="size-medium wp-image-62208" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/nummer4-300x199.jpg" alt="Abends h&ouml;ren sich die beiden H&ouml;rspielkassetten von Benjamin Bl&uuml;mchen oder Pumuckl an. Jona kann mittlerweile einige Passagen auswendig. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Abends h&ouml;ren sich die beiden H&ouml;rspielkassetten  an. Jona kann mittlerweile einige Passagen auswendig. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer</p></div>
<p><em><strong></strong></em></p>
<p><em><strong></strong></em></p>
<p>Als Jona mit seinem Studium begonnen hat, war Lia bereits neun Monate alt. Vor kurzem hat er seine Bachelorarbeit abgegeben und m&ouml;chte im Winter den Master beginnen. „Ich muss einfach viel mehr organisieren&#8221;, sagt Jona. &#8220;Neben dem Schw&auml;nzen der Vorlesungen, gilt dann oft das Motto: Mut zur L&uuml;cke und auf das Beste hoffen.&#8221; Und das klappt. Zu Beginn hatten die jungen Eltern auch noch eine andere St&uuml;tze: Eine Tagesmutter k&uuml;mmerte sich um Lia und kam sogar zu ihnen nach Hause. Das war f&uuml;r die jungen Eltern eine riesige Entlastung.</p>
<p>Irgendwann hat Lia keine Lust mehr auf die Baukl&ouml;tze. Jetzt erstmal ein Eis und dann zum Spielplatz. Unerm&uuml;dlich h&auml;lt Lia ihren Vater auf Trab. Die beiden unternehmen immer sehr viel. Nachmittags gehen sie Spazieren, zum Spielplatz oder machen Gartenarbeit. &#8220;Letztens haben wir eine Kartoffel eingebuddelt, haben aber auch Schnittlauch, Tomaten und Spinat im Garten&#8221;, erz&auml;hlt Jona auf dem Weg zum Spielplatz. &#8220;Lia hat da viel zu tun.&#8221;</p>
<div id="attachment_62209" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/nummer5.jpg"><img class="size-medium wp-image-62209" title="Auf dem Weg zum Spielplatz" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/nummer5-300x199.jpg" alt="Jona versucht Lia viel zu zeigen. Erst letztens waren sie im Bochumer Bergbaumuseum und im Botanischen Garten an der Uni Bochum. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Jona versucht Lia viel zu zeigen. Sie waren schon im Bergbaumuseum und im Botanischen Garten der RUB. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer</p></div>
<p>Unterdessen l&auml;sst Lia ihren Charme spielen. &#8220;Papa, Papa, ich m&ouml;chte auf deine Schultern&#8221;, sagt sie mit unwiderstehlichem Hundeblick. &#8220;Sie wei&szlig; eben, wie sie mich rumkriegt&#8221;, so der k&uuml;nftige P&auml;dagoge und hebt sie hoch.</p>
<p><strong>Organisation ist das A und O</strong></p>
<p>&#8220;Seit ich Lia habe, achte ich auf viele Dinge bewusster. Vor allem auf die Ern&auml;hrung und meine Sprache. Da will ich auch ein gutes Vorbild sein&#8221;, sagt Jona und schiebt Lia auf der Schaukel an. Und nat&uuml;rlich versucht er  seiner Tochter vieles zu erkl&auml;ren. Aber das ist nicht immer so einfach.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;">Hier reinh&ouml;ren: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/kellerasseln.mp3">Was sind eigentlich Kellerasseln?</a></p>
</div>
<div style="margin-top:15px"></div>
<p>&#8220;H&ouml;her, h&ouml;her. Boah Papa, du musst mich fester schubsen&#8221;, ruft Lia. Jona h&auml;lt sie fest, hebt sie mit der Schaukel hoch und versucht sie mit viel Schwung wegzudr&uuml;cken. Bei solchen Sachen hat Lia &uuml;berhaupt keine Angst.</p>
<p>Schaukeln, Klettern, Rutschen und Burgen bauen kann ziemlich anstrengend sein, f&uuml;r den Papa, aber vor allem f&uuml;r Lia. Und wenn Lia m&uuml;de ist, quengelt sie. Da ist dann Jonas p&auml;dagogische Ausbildung gefragt. Lia m&ouml;chte auf dem R&uuml;ckweg unbedingt wieder auf Papas Schulter und weint. &#8220;Bitte Papa, bitte&#8221;, bettelt sie. Aber Jona bleibt hart. Auch solche Situationen geh&ouml;ren zum Vatersein dazu.</p>
<div id="attachment_62210" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/nummer6.jpg"><img class="size-medium wp-image-62210" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/nummer6-300x199.jpg" alt="Die Zeit auf dem Spielplatz nutzt Jona auch, um sich vom Unistress zu erholen. F&uuml;r ihn ist Lia auch ein Ruhepol. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Die Zeit auf dem Spielplatz nutzt Jona, um sich vom Unistress zu erholen. F&uuml;r ihn ist Lia auch ein Ruhepol. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer</p></div>
<p><strong>Nicht alles ist Gold, was gl&auml;nzt</strong></p>
<p>&#8220;Manchmal bin ich schon frustriert. Wenn ich eigentlich noch ein Referat vorbereiten m&uuml;sste, aber Lia einfach nicht einschlafen will&#8221;, gesteht der Papa. &#8220;Das geht mir schon mal auf die Nerven.&#8221; Au&szlig;erdem m&uuml;ssen beide morgens fr&uuml;h raus: Lia soll sp&auml;testens um halb neun im Kindergarten sein. „Danach geht es in die Uni. Die Vorlesungen versuche ich mir immer in die Vormittagszeit zu legen&#8221;, erz&auml;hlt der k&uuml;nftige P&auml;dagoge. Und wenn es mal gar nicht anders geht, kommt Lia einfach mit in die Uni.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;">Hier reinh&ouml;ren: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/05/gelernt.mp3">Durch Lia kam das neue Zeitmanagement<br />
</a></p>
</div>
<div style="margin-top:15px"></div>
<p>Jona ist eine Ausnahme unter den Studierenden mit Kindern. Meist bleiben die Kinder entweder ganz bei den M&uuml;ttern oder die Kinder wachsen in Partnerschaften oder Ehen auf. So ist jeder zweite der Studierenden mit Kind verheiratet und knapp ein Drittel leben in einer festen Beziehung. Durch Lia hat sich Jona ver&auml;ndert und weiter entwickelt: Der Mensch w&auml;chst schlie&szlig;lich mit seinen Aufgaben.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;"><strong>Den Ultraschall auf eldoradio* zum Thema V&auml;ter gibt&#8217;s am Dienstag, 31. Mai, von 19 bis 20 Uhr, zu H&ouml;ren. Auch Lia und Jona sind ein Teil der Sendung. Der n&auml;chste V&auml;ter-Beitrag auf pflichtlektuere.com erscheint ebenfalls am Dienstag.<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">
<p style="color: white;">web:<strong> <a href="http://www.studentenwerke.de/main/default.asp?id=02403" target="_blank"><span style="font-weight: normal;">Homepage des Deutschen Studentenwerks</span></a></strong></p>
<p style="color: white;">web:<strong> <a href="http://www.tu-dortmund.de/uni/Uni/Familien_an_der_TU_Dortmund/index.html" target="_blank"><span style="font-weight: normal;">Kinderbetreuung an der TU Dortmund</span></a></strong></p>
<p style="color: white;">web:<strong> <a href="http://www.studentenwerke.de/pdf/Studieren_mit_Kind_Februar_2008.pdf" target="_blank"><span style="font-weight: normal;">Studie vom DSW &#8220;Studieren mit Kind&#8221;</span></a><br />
</strong></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Der Bildungsstreik als Sch&#252;lerstreik</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/10/06/2010/der-bildungsstreik-als-schuelerstreik/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 10:05:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elisabeth Thobe</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>

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		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>

		<category><![CDATA[Bildungsstreik]]></category>

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		<category><![CDATA[TU Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[UDE]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittwoch war der H&#246;hepunkt der Bildungsstreikwoche: Auch im Ruhrgebiet gingen Tausende auf die Stra&#223;en, machten ihrem &#196;rger &#252;ber Bachelor- und Masterstudieng&#228;nge Luft. Doch eine Gruppe fehlte fast v&#246;llig: Die Studenten.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Bildung f&uuml;r alle und zwar umsonst!&#8221; Laut t&ouml;nt die Parole aus dem Megafon. Banner werden gereckt und Fahnen geschwenkt. Ein wei&szlig;es Plakat ragt &uuml;ber der Menge, &#8220;Freie Bildung f&uuml;r alle&#8221; steht darauf.  In der bundesweiten Bildungsstreikwoche wurde auch in den St&auml;dten im Ruhrgebiet wieder f&uuml;r ein besseres Bildungssystem demonstriert.  Doch w&auml;hrend die Proteste letztes Jahr noch von Studenten mitgetragen wurden, fehlten sie diesmal auf den Demonstrationen fast vollst&auml;ndig.</strong></p>
<div id="attachment_32767" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-32767" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/dsc_0015-300x199.jpg" alt="Sch&uuml;ler protestieren in Essen gegen das Abitur nach zw&ouml;lf Jahren. " width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Sch&uuml;ler protestieren in Essen gegen das Abitur nach zw&ouml;lf Jahren (&quot;G8&quot;). </p></div>
<p>Tristan Heling, 17 Jahre, f&auml;llt auf in seinem gelben Bildungsstreik-T-Shirt. Er ist einer von knapp 1.000 Sch&uuml;lern, die in <strong>Essen</strong> f&uuml;r eine bessere Bildungspolitik auf die Stra&szlig;e gegangen sind. &#8221;Selbstverst&auml;ndlich mache ich beim Bildungsstreik mit, weil ich f&uuml;r ein Recht auf freie Bildung f&uuml;r alle Menschen eintreten will&#8221;, sagt er.</p>
<p>So selbstverst&auml;ndlich scheint der Bildungsstreik f&uuml;r Studenten jedoch nicht mehr zu sein. Nachdem Essener Studenten im letzten Jahr aus Protest gegen das Bachelor-Master-System mit Schafsmasken zur Uni gekommen waren, nahmen diesmal kaum welche an der Demonstration teil. Patrick B&ouml;gele, Anmelder der Demo, glaubt trotzdem, dass die Proteste etwas bewegen. &#8221; Wer sich nicht wehrt, hat schon verloren. Wir m&uuml;ssen unseren Protest ausdr&uuml;cken!&#8221;</p>
<p>Auch in <strong>Bochum</strong> sind knapp 300 Sch&uuml;ler dem Aufruf zum Bildungsstreik gefolgt. Von der Polizei begleitet zogen sie ab 11 Uhr vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt. Geplant oder angemeldet wurde die Demonstration allerdings nicht. &#8220;Es sollte alles ganz spontan ablaufen&#8221;, sagt Denise Welz vom AStA Bochum. Wie in Essen wurde auch in Bochum die Demonstration haupts&auml;chlich von den Sch&uuml;lern getragen.</p>
<div id="attachment_32798" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-32798" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/dsc_0032-300x199.jpg" alt="In Bochum zogen knapp 300 Sch&uuml;ler f&uuml;r ihre Bildung durch die Stadt." width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">In Bochum zogen knapp 300 Sch&uuml;ler f&uuml;r ihre Bildung durch die Stadt.</p></div>
<p>Schon vor der Demonstration wurde kaum mit einer Teilnahme der Studenten gerechnet. &#8220;Das Interesse hat leider stark abgenommen. Viele wollen das Bildungsstreiklabel einfach nicht mehr unterst&uuml;tzen&#8221;, erkl&auml;rt Denise Welz.  Die Sch&uuml;ler waren entt&auml;uscht &uuml;ber das geringe Interesse der Studenten an dieser Bildungsstreikwoche. &#8221; Ich finde es schade, dass die Studenten nicht teilnehmen. Es geht ja auch im ihre Interessen&#8221;, sagt Linda, eine Sch&uuml;lerin.</p>
<p>Mit ann&auml;hernd 3.500 Teilnehmern fand in <strong>Dortmund</strong> die gr&ouml;&szlig;te Demonstration im Ruhrgebiet statt. Mit Plakaten und Bannern zogen die Protestler von der Katharinentreppe durch die Innenstadt zur Reinoldikirche. Organisiert wurde die Aktion vom Dortmunder Bildungsstreikb&uuml;ndnis. Wie an den anderen Ruhruniversit&auml;ten hat auch in Dortmund das Interesse der Studierenden am Bildungsstreik stark abgenommen, haupts&auml;chlich Sch&uuml;ler und Auszubildene nahmen an der Demonstration teil.</p>
<div id="attachment_32800" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-32800 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/dsc_0038-300x199.jpg" alt="Philipp und Christopher, Maschinenbau 2. Semester, haben keine Zeit f&uuml;r den Bildungsstreik." width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Philipp und Christopher, Maschinenbau im zweiten Semester, haben keine Zeit f&uuml;r den Bildungsstreik.</p></div>
<p>Viele Studenten sind von den Protesten des letzten Jahres entt&auml;uscht und glauben nicht mehr an den Erfolg des Bildungsstreiks.  &#8221; Ich finde den Bildungsstreik eigentlich gut, aber es ist schade, dass da nicht wirklich etwas bewirkt wird&#8221;, sagt Sandra, 22,  Studentin der Germanistik an der TU Dortmund. Sie habe sich bei den Demonstrationen  im letzten Jahr f&uuml;r die Germanistik eingesetzt, aber das habe nichts bewirkt, erkl&auml;rt sie.</p>
<p>Jana Petzold, achtes Semester Rehabilitationsp&auml;dagogik, hat ebenfalls nicht an den Protesten teilgenommen. &#8220;Ich glaube, die meisten Studenten nehmen nicht teil, weil sie wie ich glauben, dass die Proteste nichts helfen.&#8221;</p>
<p>Aus Sicht von Lars Koppers vom AStA Dortmund ist es problematisch, dass bei den Demonstrationen Forderungen aufgestellt werden, die keine Mehrheit unter den Studenten f&auml;nden. Dadurch lie&szlig;en sich viele Studierende von den Streiks abschrecken, sagt er. Auch der Zeitdruck h&auml;lt viele Studenten von den Bildungsstreiks fern. Die Anwesenheitspflicht macht es ihnen nicht leicht, sich f&uuml;r die Demonstration und gegen die &Uuml;bung oder das Seminar zu entscheiden.</p>
<p>&#8220;Vielleicht ist das Bachelor-System schuld, dass die Studenten nicht protestieren&#8221;, meint Studentin Jana Petzold. &#8220;Man darf eben nicht immer in den Vorlesungen fehlen, sonst verpasst man wichtige Inhalte.&#8221; Auch f&uuml;r Christopher, Maschinenbaustudent im zweiten Semster, kosten die Demonstrationen zu viel Zeit. &#8220;Wenn man studiert, sollte man auch mal in die Vorlesung gehen.&#8221;</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.do1-tv.de/2010/06/09/newsflash-halbzeit-der-bildungsstreikwoche/" target="_blank">Der Studentensender do1 zum Bildungsstreik.</a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/?s=bildungsstreik&amp;submit=Suche" target="_blank">Weitere pflichtlektuere.com-Berichte zum Bildungsstreik</a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.asta.uni-dortmund.de/2010/06/06/gemeinsamer-austritt-aus-dem-bildungsstreikbundnis-dortmund/#more-2232" target="_blank">Die Dortmunder Asten und weitere Organisationen sind aus dem Streikb&uuml;ndnis ausgestiegen. (Pressemitteilung beim AStA der TU Dortmund).</a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.bildungsstreik.net/" target="_blank">Die offzielle Bildungsstreik-Seite</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Keine Zeit f&#252;r Streik</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/keine-zeit-fuer-streik/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/keine-zeit-fuer-streik/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 22:14:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Wege</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[im hörsaal]]></category>

		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>

		<category><![CDATA[Besetzung]]></category>

		<category><![CDATA[Bildungsstreik]]></category>

		<category><![CDATA[Bologna-Reform]]></category>

		<category><![CDATA[Master]]></category>

		<category><![CDATA[Räumung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die H&#246;rsaal-Besetzungen im Ruhrgebiet haben die Studierendenschaft gespalten. Nicht jeder hatte Luft und Lust zu Protestieren. In Essen kam es gar zur Eskalation.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die H&ouml;rsaal-Besetzungen im Ruhrgebiet haben die Studierendenschaft gespalten. Nicht jeder hatte Luft und Lust zu Protestieren. In Essen kam es gar zur Eskalation.</strong></p>
<p>Spinnerei von M&ouml;chtegern-Revolution&auml;ren oder der einzige Weg um Aufmerksamkeit zu erlangen: Die H&ouml;rsaalbesetzungen an den Ruhrgebiets-Unis haben bei den Studierenden ein geteiltes Echo gefunden. Wie eine Umfrage der <em>pflichtlektuere</em> zeigt, war die Studierendenschaft in Sachen Bildungsstreik offenbar dreigeteilt. Gruppe eins war voll dabei. Gruppe zwei fand den Bildungsstreik zwar gut, hatte aber vor lauter Unistress keine Zeit, hinzugehen. Und Gruppe drei versteht den Aufriss nicht, weil alles okay sei. Keine leichte Aufgabe f&uuml;r die Asten der Unis.</p>
<div id="attachment_22259" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/02/bildungsstreik_dortmund_11_fh.jpg"><img class="size-large wp-image-22259" title="bildungsstreik_dortmund_11_fh" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/02/bildungsstreik_dortmund_11_fh-600x237.jpg" alt="Stell dir vor, es ist Bildungsstreik, und nicht alle gehen hin... Foto: Florian H&uuml;ckelheim" width="600" height="237" /></a><p class="wp-caption-text">Stell dir vor, es ist Bildungsstreik, und nicht alle gehen hin... Foto: Florian H&uuml;ckelheim</p></div>
<p>Am deutlichsten trat der Konflikt zwischen Protestlern und Besetzungsgegnern in Essen zu Tage: Hier st&uuml;rmten im November Wirtschaftswissenschaftler das besetzte Audimax, weil sie dort ihre Vorlesungen h&ouml;ren wollten. In Duisburg lieferten sich Besetzer Robin Wilharm und der stellvertretende Asta-Chef Jan Bauer eine lautstarke Ausein-andersetzung. Der Grund: Der Asta stand nicht hinter den Besetzungen in Duisburg und Essen: „Sie hat einen Keil in die Studierendenschaft getrieben, weil bestimmte Studenten das Audimax f&uuml;r ihre Veranstaltungen nutzen wollten. Und wir vertreten nunmal alle Studierenden“, erkl&auml;rt Bauer. Besetzer Wilharm sieht das freilich anders: „F&uuml;r mich war es paradox, dass die Wiwis das Audimax st&uuml;rmten. Wir k&auml;mpften doch dort daf&uuml;r, dass sie Vorlesungen k&uuml;nftig nicht mehr in diesem Riesenraum h&ouml;ren m&uuml;ssen.“ An die Adresse des Asta sagt er: „Wir bezahlen ihn, aber er tritt nicht f&uuml;r unsere Interessen ein.“</p>
<div id="attachment_22244" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/02/raeumung_dortmund4_jmt.jpg"><img class="size-medium wp-image-22244" title="H&ouml;rsaal-R&auml;umung in Dortmund" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/02/raeumung_dortmund4_jmt-199x300.jpg" alt="H&ouml;rsaal-R&auml;umung in Dortmund. Foto: Jonas Mueller-T&ouml;we" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">H&ouml;rsaal-R&auml;umung in Dortmund. Foto: Jonas Mueller-T&ouml;we</p></div>
<p>Studierendenvertreter zwischen den St&uuml;hlen: Diese Situation kennt auch der Dortmunder Asta-Vorsitzende Miguel Zulaica. W&auml;hrend der H&ouml;rsaalbestzung in der Emil-Figge-50 geriet der Asta in die Rolle des Vermittlers zwischen Besetzern und Rektorat: „Wir fanden es richtig, dass Studierende politisch aktiv waren. Die Besetzung war nicht unser Weg, wir distanzieren uns aber auch nicht von ihr.“ Zulaica ist mit der Zusammenarbeit mit TU-Rektorin Ursula Gather „ganz zufrieden“. Er ist &uuml;berzeugt: „Wenn Frau Gather zum Beispiel sagt, sie wolle sich f&uuml;r einen achtsemestrigen Bachelor einsetzen, kann man ihr das glauben.“</p>
<p>Insgesamt f&auml;llt das Fazit der Asten zum Streik recht positiv aus. „Es ist eine Aufbruchstimmung entstanden“, sagt etwa der Bochumer Asta-Referent f&uuml;r Hochschul- und Bildungspolitik, Martin Schmidt. An der RUB stand der Asta klar hinter den Besetzern. Schmidt bedauert, dass das Thema Studiengeb&uuml;hren etwas in den Hintergrund getreten ist. In Sachen Bologna fordert er mehr Ergebnisse von der Politik: „Alles, was da bisher kam, sind Absichtserkl&auml;rungen“, sagt er.</p>
<p style="color:white;"><strong>.</strong></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.flickr.com/photos/46574513@N03/sets/72157623329287268/show/" target="_blank"> Foto-Show: Die Bilder des Bildungsstreiks</a><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/die-botschaft-ist-angekommen/"> Analyse: Die Botschaft des Bildungsstreiks ist angekommen</a><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/die-verschulung-ist-nicht-das-problem/"> Kommentar: Die Verschulung ist nicht das Problem an Bologna</a><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/verschuldungsfalle-oder-garant-fuer-gute-lehre/"> Kontroverse: Was Rektorate und Asten von Studiengeb&uuml;hren halten</a><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/pinkwart-das-kind-nicht-mit-dem-bade-ausschuetten/">Ausblick: Die NRW-Wahl kommt -  Was FDP und SPD zur Uni-Politik sagen</a><br />
<a href="http://www.innovation.nrw.de/objekt-pool/download_dateien/presse/Memorandum_der_NRW-Universit__ten.pdf" target="_blank">Im Wortlaut: Das Memorandum der Rektoren der NRW-Unis im Wortlaut</a><br />
<a href="https://docs.google.com/fileview?id=0ByQdRHqUj_HDMDhhOGU4ZDAtNzgwYS00MzI5LTgyMWUtNGRhMDcwMDYwZjYx&amp;hl=en" target="_blank">Im Wortlaut: UDE-Prorektor Bosbach zur Justiziariats-Stellungnahme zur Anwesenheitspflicht</a></p>
<p><a href="http://www.pflichtlektuere.com/30/11/2009/hoersaal-in-dortmund-geraeumt-31-studenten-wegen-hausfriedensbruchs-angezeigt/">R&uuml;ckblick: H&ouml;rsaal-R&auml;umung in der Dortmunder Emil-Figge-50</a><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/22/01/2010/bologna-lorbeeren-oder-lossagungen/">R&uuml;ckblick: Bologna-Tag an der TU Dortmund</a></p>
<p><a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=1984" target="_blank">Podcast: Eldoradio-Kommentar zur H&ouml;rsaal-R&auml;umung in Dortmund</a><br />
<a href="http://www.do1-tv.de/2009/12/01/newsflash-ende-der-besetzung-ende-des-protests/" target="_blank">Video: Do1 berichtet &uuml;ber H&ouml;rsaal-R&auml;umung in Dortmund</a><br />
<a href="http://www.do1-tv.de/2010/01/22/22-01-2010-bolognatag-an-der-tu-dortmund/" target="_blank">Video: Do1 berichtet &uuml;ber den Bologna-Tag an der TU Dortmund</a></p>
</div>
<p style="color:white;"><strong>.</strong></p>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Botschaft ist angekommen</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/die-botschaft-ist-angekommen/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 22:12:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Wege</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[RUB]]></category>

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		<description><![CDATA[So wie es ist, kann es nicht bleiben. Das ist das zentrale Ergebnis des Bildungsstreiks 2009. Die Bologna-Reform muss z&#252;gig reformiert werden, darin sind sich endlich alle einig. Jetzt laufen die Nachbesserungen an Bachelor und Master auf Hochtouren. 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>So wie es ist, kann es nicht bleiben. Das ist das zentrale Ergebnis des Bildungsstreiks 2009. Die Bologna-Reform muss z&uuml;gig reformiert werden, darin sind sich endlich alle einig. Mit zahllosen Demos, Flashmobs und H&ouml;rsaalbesetzungen haben Zehntausende Studenten in den vergangenen Monaten nicht nur die Aufmerksamkeit der &Ouml;ffentlichkeit auf sich gezogen, sondern auch Hochschulen und Politik massiv unter Druck gesetzt. Der Protest tr&auml;gt bereits erste Fr&uuml;chte. Doch der Kampf f&uuml;r bessere Bildung hat erst begonnen. </strong></p>
<div id="attachment_22171" class="wp-caption alignleft" style="width: 610px"><img class="size-large wp-image-22171" title="streik-rueckblick" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/02/streik-rueckblick-600x317.jpg" alt="Die Streikenden wurden erh&ouml;rt: Bologna soll reformiert werden.  " width="600" height="317" /><p class="wp-caption-text">Die Streikenden wurden erh&ouml;rt: Bei Bologna soll nachgebessert werden.  </p></div>
<p style="color:white;"><strong>.</strong></p>
<p>Der Grundstein daf&uuml;r, dass Bachelor und Master &uuml;berarbeitet werden, ist gelegt: Politik, Hochschulen und &Ouml;ffentlichkeit denken radikal um. Jahrelang wurden Kritiker, die Probleme bei der Einf&uuml;hrung von Bachelor und Master bem&auml;ngelten, als Ewiggestrige gebrandmarkt. Doch jetzt ist klar: Wir haben ein Problem. Der Dortmunder Prorektor f&uuml;r Studium, Walter Gr&uuml;nzweig, formuliert es so: „Es hat jahrelang ein Redeverbot gegeben. Wenn wir nicht immer gezwungen gewesen w&auml;ren, Bologna in den Himmel zu loben, h&auml;tten wir die Probleme viel fr&uuml;her beheben k&ouml;nnen.“</p>
<p>Dass mit dem Gutwettermachen jetzt Schluss ist, k&ouml;nnen sich die Protestler als Erfolg auf ihre Fahnen schreiben. Als im November die Proteste der Studierenden eskalierten, mussten Politik und Hochschulen reagieren, und sie haben reagiert: Die Kultusminster beschlossen eilig, dass der Bachelor k&uuml;nftig besser studierbar sein muss. Die Rektoren der NRW-Unis verpflichteten sich zu einer Art Bologna-Check: Ist der Bachelor in einzelnen F&auml;chern &uuml;berladen? Gibt es zu viele Pr&uuml;fungen? K&ouml;nnen die Studierenden problemlos ins Ausland gehen? All das soll bis zum Semester-Ende &uuml;berpr&uuml;ft werden.</p>
<p><strong>Die Reparaturen an Bachelor und Master laufen auf Hochtouren.</strong><br />
An der Ruhr <em>Uni Bochum</em> haben alle Fachschaften mit ihren Dozenten Arbeitskreise gebildet, um den Bachelor- und Masterstudieng&auml;ngen auf den Zahn zu f&uuml;hlen.</p>
<p>Auch an der <em>TU Dortmund</em> sind Studenten und Lehrende im Dialog. Die Mathe-Fakult&auml;t etwa arbeitet an einer neuen Studienordnung. „Wir wollen das strenge Korsett der Bachelor-Studieng&auml;nge l&ouml;sen, so dass die Studenten zum Beispiel pro Semester nicht immer auf 30 Credits kommen m&uuml;ssen“, erkl&auml;rt Fakult&auml;ts-Prodekan Lorenz Schwachh&ouml;fer.</p>
<div id="attachment_22173" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-22173" title="streik-analyse_aufmacherbild" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/02/streik-analyse_aufmacherbild-300x193.jpg" alt="Protest 2.0: Flashmob in der Bochumer Innenstadt. " width="300" height="193" /><p class="wp-caption-text">Protest 2.0: Flashmob in der Bochumer Innenstadt. </p></div>
<p>An der <em>Uni Duisburg-Essen</em> hat der Bildungsstreik bereits ein handfestes Ergebnis gebracht. Es geht um das brisante Thema Anwesenheitspflicht. Das Justiziariat der UDE hat festgestellt, dass in Vorlesungen und &Uuml;bungen „eine Pflicht zur regelm&auml;&szlig;igen Anwesenheit der Studierenden zur Erreichung des Lernziels (&#8230;) regelm&auml;&szlig;ig nicht erforderlich“ sei. Nach Rektoratsangaben werden die einzelnen Fakult&auml;ten ihre Regeln in Sachen Anwesenheit zum Sommersemester &auml;ndern. Das Institut f&uuml;r Politikwissenschaft hat zum Beispiel schon reagiert und die Anwesenheitspflicht f&uuml;r Tutorien aufgehoben. Zudem wird an der UDE die Rahmenpr&uuml;fungsordnung, an der sich die Pr&uuml;fungsordnungen aller Fakult&auml;ten orientieren, gerade im Senat &uuml;berarbeitet. „So wie in NRW Bachelor- und Masterstudieng&auml;nge eingef&uuml;hrt wurden, konnte nicht alles optimal laufen. Wir haben teilweise Handlungsbedarf“, erkl&auml;rt der Prorektor der UDE f&uuml;r Studium und Lehre, Franz Bosbach. Er sagt aber auch: „&Auml;nderungen gehen nicht von heute auf morgen vonstatten.“</p>
<p><strong>Mal fix ein paar Pr&uuml;fungen streichen? Von wegen</strong>.<br />
Tats&auml;chlich gilt: Mal eben ein paar Pr&uuml;fungen streichen – das ist nicht. Vielmehr h&auml;ngt an so einem Plan ein ordentlicher prozessualer Rattenschwanz, Beispiel TU Dortmund: Erst m&uuml;ssen sich Lehrende und Studierendenvertreter an Lehrst&uuml;hlen und in den Instituten einigen, dann in der Fakult&auml;t. Ist das geschafft, landet der &Auml;nderungsvorschlag beim Rektorat, das ihn weitergibt an die Verwaltung. Die pr&uuml;ft die Sache formal und juristisch und schaut, ob die Vorschl&auml;ge umgesetzt werden k&ouml;nnen. N&auml;chste Station ist die Senatskommission Studium und Lehre (kurz: Lust-Kommission), die ans Rektorat eine Empfehlung gibt, ob dem Antrag stattzugeben ist. Schlie&szlig;lich entscheidet, nat&uuml;rlich: das Rektorat. So. Und wenn man sich vorstellt, dass sich diese Gremien teilweise nur alle paar Wochen treffen, ist klar, warum erst wenige greifbare Ergebnisse auf dem Tisch liegen.</p>
<p>Wird in einem Studiengang etwas Substanzielles ver&auml;ndert – zum Beispiel der Name – kommt sogar noch eine H&uuml;rde hinzu: Dann muss die Uni eine Akkreditierungsagentur konsultieren. Die Akkreditierungsagenturen, in denen Profs, Studenten und Vertreter aus der Berufspraxis sitzen, haben einst jeden Bachelor- und Masterstudiengang vor der Einf&uuml;hrung gepr&uuml;ft. Wenn jetzt alles anders laufen soll, haben sie wieder ein W&ouml;rtchen mitzureden.</p>
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<p style="color: white;"><strong>R&uuml;ckblick: Bildungsstreik 2009</strong></p>
<p style="color: white;">2009 – das Jahr des Bildungsstreiks: Einen ersten H&ouml;hepunkt erreichen die Proteste im Juni, als bundesweit mehr als 100.000 Sch&uuml;ler auf die Stra&szlig;e gehen, um etwa ihrem &Auml;rger &uuml;ber das Turbo-Abi G 8 Luft zu machen. Im Herbst r&uuml;cken dann die Hochschulen ins Zentrum: Als Ende Oktober Studenten das Wiener Audimax besetzen, schwappen die Proteste nach Deutschland. Im November und Dezember gehen hunderttausende Studierende auf die Stra&szlig;e. Ihre Hauptforderungen: Eine Reform des Bachelor-Master-Systems, Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren, mehr Lehrpersonal und mehr Mitbestimmung. Im November und Dezember werden bundesweit &uuml;ber 60 H&ouml;rs&auml;le besetzt – auch in Dortmund, Bochum, Duisburg und Essen. In Dortmund lassen sich am 30. November Streikler aus dem H&ouml;rsaal des Emil-Figge-Geb&auml;udes tragen. Das Rektorat erstattet Strafanzeige gegen 31 Protestler wegen Hausfriedensbruchs. In Bochum r&auml;umen am 22. Dezember Studenten den letzten besetzten H&ouml;rsaal im Ruhrgebiet.  Andernorts – etwa an der FU und der HU Berlin – verbringen Studenten gar die Weihnachtstage im H&ouml;rsaal.</p>
</div>
<p style="color:white;"><strong>.</strong></p>
<p><strong>Standen die Unis wie das Kaninchen vor der Schlange?</strong><br />
Und mit den Akkreditierern ist das so eine Sache: In der Diskussion um die Bachelor-Misere avancierten sie zum Buhmann Nummer Eins. Ihnen wurde vorgeworfen, den Unis mit kleinkarierten Vorschriften das Leben schwer zu machen. Was die  Nachbesserungen an den neuen Studieng&auml;ngen angeht, sieht der deutsche Chef-Akkreditierer Achim Hopbach aber die Hochschulen in der Pflicht. Die seien „vor allem in der Anfangszeit sehr z&ouml;gerlich gewesen“, aus Sorge, der Akkreditierungsstatus k&ouml;nne in Gefahr geraten. Daf&uuml;r habe er grunds&auml;tzlich Verst&auml;ndnis, schlie&szlig;lich sei der Akkreditierungsprozess auch f&uuml;r Universit&auml;ten „neu und nicht einfach“ gewesen. Aber: „Teilweise standen die Universit&auml;ten hier wie das Kaninchen vor der Schlange.“ Hopbach stellt klar: Die Hochschulen m&uuml;ssen nicht mit jedem &Auml;nderungswunsch zur Agentur gehen. „Wenn zum Beispiel in einem Modul mit f&uuml;nf Lehrveranstaltungen die Pr&uuml;fungszahl von f&uuml;nf auf zwei Pr&uuml;fungen reduziert werden soll, dann muss die Agentur nicht gefragt werden. Schlie&szlig;lich ist es absolut nicht im Sinne von Bologna, ein Modul mit f&uuml;nf Pr&uuml;fungen abzuschlie&szlig;en.“</p>
<p>Alleine will niemand an den Problemen mit Bologna schuld sein. Auch die Unis nicht, das ist klar. Sie w&uuml;nschen sich mehr Freiheiten von den Vorgaben der Kultusminister und Akkreditierer.  Gleichzeitig aber gilt: Ohne die Hilfe der Politik geht es nicht. „Die neuen Studieng&auml;nge sind nicht zum Nulltarif. Bologna verlangt kleinere Gruppen und daf&uuml;r haben wir nicht die finanzielle Ausstattung bekommen“, sagt UDE-Prorektor Bosbach: „Die Politik hat das aber verstanden.“ Der Dortmunder Prorektor Gr&uuml;nzweig erkl&auml;rt zudem: „Gerade in Zeiten der Finanzkrise m&uuml;ssen wir verstehen, dass die M&ouml;glichkeit, Hochschulen besser zu finanzieren, Grenzen hat. In anderen Bereichen des &ouml;ffentlichen Lebens muss man auch mit weniger Geld auskommen.“ Etwas Abhilfe k&ouml;nnte der Bund schaffen: Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat versprochen, die L&auml;nder bei den Bildungsausgaben k&uuml;nftig st&auml;rker zu unterst&uuml;tzen. Bisher ist aber unklar, in welcher Form die L&auml;nder das Geld bekommen und ob sie frei &uuml;ber die Verwendung entscheiden k&ouml;nnen.</p>
<p><strong>Auch mancher Prof w&uuml;nscht sich das Diplom zur&uuml;ck</strong></p>
<div id="attachment_22168" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-22168" title="streik-analyse_kraemer" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/02/streik-analyse_kraemer-300x300.jpg" alt="Statistik-Professor Walter Kr&auml;mer fackelte im Herbst einen Bachelor-Schein ab. " width="300" height="300" /><p class="wp-caption-text">Statistik-Professor Walter Kr&auml;mer fackelte im Herbst einen Bachelor-Schein ab. </p></div>
<p>Die Baustellen, die die Bachelor-Einf&uuml;hrung hinterlassen hat, sind gro&szlig;. Da fragt sich mancher bereits, ob es nicht besser w&auml;re, das Rad der Zeit zur&uuml;ckzudrehen. Eine Gruppe Dortmunder Dekane wagte im vergangenen Jahr den Vorsto&szlig;, das Diplom parallel zum Bachelor wiedereinf&uuml;hren zu wollen. „Bachelor und Master sind Mickey-Maus-Abschl&uuml;sse“, sagte der Vater der Initiative, Statistik-Professor Walter Kr&auml;mer. Bei NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) allerdings bissen die Revolution&auml;re auf Granit. Der Liberale steht hinter Bologna: „Das Bachelor- und Mastersystem ist Ausdruck einer Verpflichtung gegen&uuml;ber Studierenden, einen klar strukturierten Studienverlauf und gute Betreuung zu gew&auml;hrleisten.“</p>
<p>&Auml;hnlich sieht das der Bochumer Rektor Elmar Weiler: „Es ist eine Schande, dass der Bologna-Prozess als solcher jetzt nur negativ dargestellt wird. Wir in Bochum haben positive Erfahrungen gemacht und die Abbrecherquote ist drastisch gesunken.“ Die RUB war Vorreiter bei der Einf&uuml;hrung von Bachelor und Master und Weiler ist &uuml;berzeugt: „Der Hauptnutzen von Bologna ist, dass viele Studierende die st&auml;rkere Strukturierung als Erleichterung empfinden.“ Der Rektor gibt aber auch zu: „Das Rad wurde vielleicht an mancher Stelle &uuml;berdreht. Hier m&uuml;ssen wir nachbessern.“</p>
<p>In der Tat lassen die Unis zurzeit wenig Zweifel daran, dass sie jetzt wirklich etwas ver&auml;ndern wollen. Ob sich die Studentenproteste im Jahr elf nach Beginn des Bologna-Prozesses mit gleicher Intensit&auml;t fortsetzen werden, wie sie 2009 endeten, wird davon abh&auml;ngen, wie schnell es Hochschulen und Politik gelingt, sp&uuml;rbare Verbesserungen an den Unis herbeizuf&uuml;hren. Das bundesweite Bildungsstreik-B&uuml;ndnis hat bereits weitere Proteste angek&uuml;ndigt. Es k&ouml;nnte ein hei&szlig;er Sommer werden.</p>
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<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.flickr.com/photos/46574513@N03/sets/72157623329287268/show/" target="_blank"> Foto-Show: Die Bilder des Bildungsstreiks</a><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/die-verschulung-ist-nicht-das-problem/"> Kommentar: Die Verschulung ist nicht das Problem an Bologna</a><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/verschuldungsfalle-oder-garant-fuer-gute-lehre/"> Kontroverse: Was Rektorate und Asten von Studiengeb&uuml;hren halten</a><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/pinkwart-das-kind-nicht-mit-dem-bade-ausschuetten/">Ausblick: Die NRW-Wahl kommt -  Was FDP und SPD zur Uni-Politik sagen</a><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/keine-zeit-fuer-streik/">Analyse: H&ouml;rsaalbesetzungen spalteten Studierendenschaft</a><br />
<a href="http://www.innovation.nrw.de/objekt-pool/download_dateien/presse/Memorandum_der_NRW-Universit__ten.pdf" target="_blank">Im Wortlaut: Das Memorandum der Rektoren der NRW-Unis im Wortlaut</a><br />
<a href="https://docs.google.com/fileview?id=0ByQdRHqUj_HDMDhhOGU4ZDAtNzgwYS00MzI5LTgyMWUtNGRhMDcwMDYwZjYx&amp;hl=en" target="_blank">Im Wortlaut: UDE-Prorektor Bosbach zur Justiziariats-Stellungnahme zur Anwesenheitspflicht</a></p>
<p><a href="http://www.pflichtlektuere.com/30/11/2009/hoersaal-in-dortmund-geraeumt-31-studenten-wegen-hausfriedensbruchs-angezeigt/">R&uuml;ckblick: H&ouml;rsaal-R&auml;umung in der Dortmunder Emil-Figge-50</a><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/22/01/2010/bologna-lorbeeren-oder-lossagungen/">R&uuml;ckblick: Bologna-Tag an der TU Dortmund</a></p>
<p><a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=1984" target="_blank">Podcast: Eldoradio-Kommentar zur H&ouml;rsaal-R&auml;umung in Dortmund</a><br />
<a href="http://www.do1-tv.de/2009/12/01/newsflash-ende-der-besetzung-ende-des-protests/" target="_blank">Video: Do1 berichtet &uuml;ber H&ouml;rsaal-R&auml;umung in Dortmund</a><br />
<a href="http://www.do1-tv.de/2010/01/22/22-01-2010-bolognatag-an-der-tu-dortmund/" target="_blank">Video: Do1 berichtet &uuml;ber den Bologna-Tag an der TU Dortmund</a></p>
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<p style="color:white;"><strong>.</strong></p>
<p>Fotos: Florian H&uuml;ckelheim, Daniel Gehrmann</p>


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		</item>
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		<title>Die Verschulung ist nicht das Problem</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/die-verschulung-ist-nicht-das-problem/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 16:56:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Wege</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Der Kern der Bachelor-Misere ist die &#220;berfrachtung der neuen Studieng&#228;nge. Jetzt hei&#223;t es: Kr&#228;ftig ausmisten. Ein Kommentar. 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>H&ouml;here Wellen h&auml;tte der Bildungsstreik kaum schlagen k&ouml;nnen: Von Bulimie-Studium war die Rede und dem Ende des Humboldtschen Bildungsideals. Es ist ein gro&szlig;er Erfolg der Proteste, dass sie zu einem gesellschaftlichen Nachdenken dar&uuml;ber gef&uuml;hrt haben, was universit&auml;re Bildung heute bedeuten soll. In dieser notwendigen Diskussion aber geht nun Einiges durcheinander. Ein Kommentar. </strong></p>
<div id="attachment_22170" class="wp-caption alignright" style="width: 208px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/02/streik-kommentar_barbara_wege.jpg"><img class="size-medium wp-image-22170" title="streik-kommentar_barbara_wege" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/02/streik-kommentar_barbara_wege-198x300.jpg" alt="Barbara Wege" width="198" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Barbara Wege</p></div>
<p>Die Verschulung der Bachelor-Studieng&auml;nge wird zum zentralen Defizit der Bologna-Reform stilisiert. Dabei ist sie notwendige Konsequenz der Tatsache, dass immer mehr junge Menschen an die Unis str&ouml;men. Wer  richtigerweise verlangt, dass vierzig Prozent eines Geburtenjahrgangs studieren, muss akzeptieren, dass Hochschulen zu Massenbetrieben werden, die klare Strukturen brauchen. Es ist zudem fraglich, ob knapp jeder Zweite eines Geburtenjahrgangs das Humboldtsche Bildungsideal in Reinform leben will – mit ausgedehnten Bib-Besuchen und interdisziplin&auml;rem Forschungsinteresse. Es ist richtig, dass Bachelor-Studenten einen Fahrplan an die Hand bekommen. F&uuml;hlten sich doch einst etwa viele Diplomer alleingelassen. Eine Gro&szlig;zahl Studierender will  an der Uni vor allem gut auf ihren Beruf vorbereitet werden – das kann der Bachelor leisten, vorausgesetzt, er ist sinnvoll aufgebaut.</p>
<p><strong>Jetzt hei&szlig;t es: Kr&auml;ftig ausmisten.</strong><br />
Doch daran hapert es. Der Kern der Bachelor-Misere ist nicht die Verschulung an sich, sondern die &Uuml;berfrachtung der neuen Studieng&auml;nge: Zu volle Stundenpl&auml;ne, zu viele Pr&uuml;fungen, zu wenig Zeit f&uuml;r zu viele Inhalte. Dass es vielerorts nicht gelungen ist, Diplom und Magister in studierbare Bachelor zu &uuml;berf&uuml;hren, ist ein Drama. Der erste Schritt muss nun sein, dass Unis den Bachelor gro&szlig;z&uuml;gig entr&uuml;mpeln und Akkreditierer das zulassen. Einen Studiengang zu schaffen, der studierbar ist, das ist eine l&ouml;sbare Aufgabe.<br />
Der Bachelor muss allerdings nicht nur zu schaffen sein, er muss auch anerkannt werden. Hier sind diejenigen Firmen in der Pflicht, die die Absolventen zu z&ouml;gerlich einstellen. Die falsche Konsequenz ist, wie Bildungsministerin Annette Schavan nun nach einem Anspruch auf einen Masterplatz f&uuml;r jeden Bachelor-Absolventen zu rufen. Das konterkariert den Sinn der Reform, mit der viele Studierende z&uuml;gig auf dem Arbeitsmarkt landen sollen. Jahrelang wurde sich beschwert, dass die Deutschen zu lange brauchen, bis sie ihren ersten Job antreten – nun wird schon wieder &uuml;ber einen achtsemestrigen Bachelor nebst viersemestrigem Master als Regelfall nachgedacht.</p>
<p><strong>Schluss mit Schwarzer-Peter-Spiel</strong><br />
Die schwierigste Aufgabe ist freilich, die Studieng&auml;nge mit denen im Ausland abzugleichen. Doch es war zentrales Ziel von Bologna, die Mobilit&auml;t von Studierenden zu erh&ouml;hen. Daran m&uuml;ssen sich die Beteiligten messen lassen.  Dass die Rektoren der NRW-Unis in ihrem Memorandum nun Korrekturen versprechen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Mit dem Schwarzer-Peter-Spiel zwischen Hochschulen, Politik und Akkreditierern muss Schluss sein. Die Tatsache, dass alle Beteiligten Fehler zugeben, zeigt, wie gro&szlig; die Defizite sein m&uuml;ssen. Dass es nicht nur um die Nachjustierungen geht, die bei jeder Reform n&ouml;tig sind. &Uuml;berst&uuml;rzen wollen die Unis nichts. Das ist richtig, allerdings darf dabei nicht in den Hintergrund treten: Die Hochschulen hatten bereits zehn Jahre Zeit, von denen manche die ersten verschlafen haben. Jeder Student wei&szlig;: Wer am einen Tag verschl&auml;ft und seine Arbeit nicht schafft, muss am n&auml;chsten eine Nachtschicht einlegen. Jetzt m&uuml;ssen Ergebnisse her.</p>
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<a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/die-botschaft-ist-angekommen/"> Analyse: Die Botschaft des Bildungsstreiks ist angekommen.</a><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/verschuldungsfalle-oder-garant-fuer-gute-lehre/"> Kontroverse: Was Rektorate und Asten von Studiengeb&uuml;hren halten</a><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/pinkwart-das-kind-nicht-mit-dem-bade-ausschuetten/">Ausblick: Die NRW-Wahl kommt -  Was FDP und SPD zur Uni-Politik sagen</a><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2010/keine-zeit-fuer-streik/">Analyse: H&ouml;rsaalbesetzungen spalteten Studierendenschaft</a><br />
<a href="http://www.innovation.nrw.de/objekt-pool/download_dateien/presse/Memorandum_der_NRW-Universit__ten.pdf" target="_blank">Im Wortlaut: Das Memorandum der Rektoren der NRW-Unis im Wortlaut</a><br />
<a href="https://docs.google.com/fileview?id=0ByQdRHqUj_HDMDhhOGU4ZDAtNzgwYS00MzI5LTgyMWUtNGRhMDcwMDYwZjYx&amp;hl=en" target="_blank">Im Wortlaut: UDE-Prorektor Bosbach zur Justiziariats-Stellungnahme zur Anwesenheitspflicht</a></p>
<p><a href="http://www.pflichtlektuere.com/30/11/2009/hoersaal-in-dortmund-geraeumt-31-studenten-wegen-hausfriedensbruchs-angezeigt/">R&uuml;ckblick: H&ouml;rsaal-R&auml;umung in der Dortmunder Emil-Figge-50</a><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/22/01/2010/bologna-lorbeeren-oder-lossagungen/">R&uuml;ckblick: Bologna-Tag an der TU Dortmund</a></p>
<p><a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=1984" target="_blank">Podcast: Eldoradio-Kommentar zur H&ouml;rsaal-R&auml;umung in Dortmund</a><br />
<a href="http://www.do1-tv.de/2009/12/01/newsflash-ende-der-besetzung-ende-des-protests/" target="_blank">Video: Do1 berichtet &uuml;ber H&ouml;rsaal-R&auml;umung in Dortmund</a><br />
<a href="http://www.do1-tv.de/2010/01/22/22-01-2010-bolognatag-an-der-tu-dortmund/" target="_blank">Video: Do1 berichtet &uuml;ber den Bologna-Tag an der TU Dortmund</a></p>
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<p>Foto: Florian H&uuml;ckelheim</p>


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		</item>
		<item>
		<title>Studentenproteste: Es gibt noch viel zu tun</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/07/01/2010/studentenprotest_es-gibt-noch-viel-zu-tun/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/07/01/2010/studentenprotest_es-gibt-noch-viel-zu-tun/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 10:48:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Miriam Sahli</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

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		<category><![CDATA[Studiengebühren]]></category>

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		<description><![CDATA[Der allgemeine Bachelor-Frust ist der kleinste gemeinsame Nenner des Bildungsstreiks. Aber es geht auch konkreter: Die Fachschaften der TU Dortmund kennen die Probleme mit den neuen Studieng&#228;ngen genau. Ergebnis: Manche Institute haben gar keinen Grund zur Aufregung. 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der allgemeine Bachelor-Frust ist der kleinste gemeinsame Nenner des Bildungsstreiks. Aber es geht auch konkreter: Die Fachschaften der TU Dortmund kennen die Probleme mit den neuen Studieng&auml;ngen genau. Ergebnis: Manche Institute haben gar keinen Grund zur Aufregung.<br />
</strong></p>
<p>Studiengeb&uuml;hren, das klang f&uuml;r viele Studenten stets nach Gurken mit Nutella, Winterurlaub ohne Schnee und Ed-Hardy-Kleidung – einfach unpassend, &auml;rgerlich und &uuml;berteuert. Doch dieses Meinungsbild hat sich gewandelt, es musste sich wandeln. Die Sportstudenten der TU Dortmund empfinden die Geb&uuml;hren l&auml;ngst alles andere als l&auml;stig, sie sind vielmehr lebenserhaltend: „Weil unser regul&auml;rer Haushalt in den vergangenen drei Jahren um mehr als die H&auml;lfte gek&uuml;rzt worden ist, m&uuml;ssen wir ihn teilweise mit Studiengeb&uuml;hren ausgleichen“, sagt Lisa Wei&szlig;, zweite Fachschaftsvorsitzende. Die Gelder hielten das Institut aufrecht, f&uuml;r die eigentlich angedachte Verbesserung der Lehre bleibe allerdings nichts &uuml;brig. „Wir wissen nicht, wie wir hier wirtschaften sollen, wenn das so weitergeht“, sagt Lisa.</p>
<p><!--StartFragment--><!--EndFragment--></p>
<div id="attachment_20359" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-thumbnail wp-image-20359" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/teaserfoto-2-pflichtlektuere-250x250.jpg" alt="Daumen hoch, Daumen runter: In einigen Fachschaften der TU-Dortmund hat die BA/MA-Umstellung geklappt. Aber nicht in allen. Foto: Florian H&uuml;ckelheim" width="250" height="250" /><p class="wp-caption-text">Daumen hoch, Daumen runter: In einigen Fachschaften der TU-Dortmund hat die Umstellung auf Bachelor/Master geklappt. Aber nicht in allen. Foto: Florian H&uuml;ckelheim</p></div>
<p>Und noch etwas regt die Sportstudenten auf. Etwas, das sie mit anderen Fachschaften verbindet: Das Kursangebot wird der Nachfrage nicht angepasst, vor allem nicht in der Sportpraxis. Es sei daher sehr schwierig, die Regelstudienzeit einzuhalten. „Doch die Geb&uuml;hren der Studenten, die l&auml;nger als sechs Semester studieren, flie&szlig;en zur&uuml;ck an die Uni. Der Fachbereich Sport profitiert davon nicht mehr.“ Eine unsinnige Regelung, meint Lisa.</p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>„Missst&auml;nde von den Diplomern geerbt“</strong></p>
<p><strong></strong>Die Studenten des Bio- und Chemieingenieurwesens machen sich gar nicht erst die Illusion, die Regelstudienzeit zu schaffen: „Diesen Missstand haben wir von den Diplomern geerbt“, sagt Fachschaftsmitglied Richard L&ouml;per. Der neue Verlaufsplan habe das Studium zudem noch komplizierter und strapazi&ouml;ser gemacht. Der Stress in den Klausurphasen sei unertr&auml;glich - wie schon bei den Diplomern. Die Verteilung der Pr&uuml;fungen habe sich verschlechtert: „Mal vier Klausuren am Semesterende, im n&auml;chsten wieder neun.“</p>
<p>Wie schwer das Studium geworden ist, erl&auml;utert Richard an einem Beispiel: „Wir mussten im ersten Semester &#8216;Thermodynamik 1&#8242; schreiben, eine der schwersten Klausuren, die bei den Diplomern erst im dritten Semester anstand. 90 Prozent von uns Erstsemestern sind durchgefallen.“ Immerhin: Inzwischen wurde die Klausur wieder ins dritte Semester gelegt. Richards Kommilitone Bojan Br&ouml;tz sagt: „Von den Profs h&ouml;ren wir schon am Semesteranfang: ‚Stellen Sie sich darauf ein, die Klausur dreimal zu schreiben.‘ Nur das Bl&ouml;de ist, dass nach der dritten Klausur an unserer Fakult&auml;t tats&auml;chlich Schluss ist und wir uns ein Studium dieses Fachs abschminken k&ouml;nnen.“</p>
<p><strong>„Ohne Master sind wir nix“</strong><br />
Ein Problem reiht sich ans n&auml;chste: Haben die Studenten ihren Bachelor geschafft, steigen sie nicht automatisch in das Masterprogramm ein: „Nur wenn wir mindestens eine 2,5 haben, d&uuml;rfen wir weiterstudieren. Doch ohne Master sind wir nichts. Da hat ein Unternehmen mehr von seinem fertigen Azubi“, sagt Studentin Frieda Sandberg. Sie m&ouml;chte die Garantie f&uuml;r einen Masterplatz haben.</p>
<div id="attachment_20367" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-thumbnail wp-image-20367" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/100_3915-250x250.jpg" alt="Lernen, lernen, st&ouml;hnen: F&uuml;r die Studenten des Bio- und Chemieingenieurwesens ist der Stress in der Klausurenphase nicht zum Aushalten. " width="250" height="250" /><p class="wp-caption-text">Lernen, lernen, st&ouml;hnen: F&uuml;r die Studenten des Bio- und Chemieingenieurwesens ist der Stress in der Klausurenphase nicht auszuhalten.</p></div>
<p>Eine solche Garantie fordern auch die Studenten der Rehabilitationsp&auml;dagogik und -wissenschaft. Sie sind gegen das Aussieben, auch zu Anfang des Studiums: „Die Vergabe l&auml;uft bei uns ausschlie&szlig;lich &uuml;ber den Numerus Clausus. Aktuell liegt der bei 1,8 und schlie&szlig;t einfach zu viele aus. Diejenigen, die einen schlechteren NC, daf&uuml;r aber beispielweise eine Ausbildung haben, werden ignoriert“, kritisiert Fachschaftssprecher David Markmann. „Durch den Bildungsstreik ist eine richtige Diskussion in Gang gekommen“, sagt David. Entstanden ist der Streik-Arbeitskreis, der sich in f&uuml;nf kleine Arbeitskreise wie „Pr&uuml;fungen“ und „Lerninhalte“ splittet. Im Januar werden sich die Arbeitskreise mit dem Dekanat treffen und ihre Verbesserungsvorschl&auml;ge vorstellen.</p>
<p>Auch die Fachschaft Germanistik ist aktiv geworden und l&auml;dt Studenten und Dozenten zu einer Vollversammlung ein. Am 12. Januar von 12 bis 14 Uhr im H&ouml;rsaal 1 (EF  50) wird es vorrangig um die chaotische Seminarplatzvergabe gehen. „Wir wollen Transparenz schaffen, weil unser Institut nicht so viel f&uuml;r das Chaos kann, wie viele Studenten meinen“, sagt Fachschaftssprecherin Nadine Hartwig. Beispielsweise sei der Ansturm auf die Germanistik un&uuml;berschaubar, nicht genau berechenbar wie in anderen F&auml;chern und es g&auml;be nicht gen&uuml;gend Dozenten und R&auml;ume.</p>
<div id="attachment_20363" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><img class="size-thumbnail wp-image-20363" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/img_1816-250x250.jpg" alt="Nicht jammern, sondern konstruktiv werden: Am 12. Januar veranstaltet die Germanistik eine Vollversammlung." width="250" height="250" /><p class="wp-caption-text">Nicht jammern, stattdessen konstruktiv werden: Am 12. Januar veranstaltet die Germanistik eine Vollversammlung.</p></div>
<p>Die Germanistikstudentin Katharina Herb und ihr Kommilitone Marcel Berlec sind in der Fachschaft f&uuml;r das Konfliktmanagement zust&auml;ndig. Sie helfen, wenn Studenten nicht in ihre Seminare kommen.  „Das klappt gut, wir bieten ihnen Alternativen an. Trotzdem muss sich generell etwas an dem Anmeldeverfahren &auml;ndern“, sagt Marcel. Auch dar&uuml;ber soll am 12. Januar diskutiert werden. Bislang laufe die Seminarplatzverteilung ungerecht, das System m&uuml;sse ge&auml;ndert werden.</p>
<p><strong>Nach dem Wirrwarr kommt die Euphorie</strong><br />
Das fordern auch die Studenten der Fachschaft Sprachkultur, „Die zu vollen Seminare sind nat&uuml;rlich nervig. Aber davon abgesehen, bin ich zufrieden. Der Studiengang ist nicht verschult, es gibt viele Wahlm&ouml;glichkeiten“, sagt Karina Str&uuml;bbe, Mitglied der Fachschaft.</p>
<div id="attachment_20365" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-thumbnail wp-image-20365" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/img_1805-250x250.jpg" alt="Das Studentenleben ist trotz Geb&uuml;hren kein Wunschkonzert: F&uuml;r viele Studenten gilt am Semesteranfang &quot;Hauptsache ein Seminarplatz, egal welcher&quot;." width="250" height="250" /><p class="wp-caption-text">Das Studentenleben ist trotz Geb&uuml;hren kein Wunschkonzert: F&uuml;r viele Studenten gilt am Semesteranfang &quot;Hauptsache einen Seminarplatz - egal welchen&quot;</p></div>
<p>Diese Wahlm&ouml;glichkeit &uuml;berfordere zwar am Anfang die Erstsemester, die sich aus vier F&auml;chern einen Stundenplan basteln, aber sp&auml;ter seien sie froh &uuml;ber die vielen Optionen. KuWi-Studentin Katrin Obenauf: „Bei mir war es genauso. Zuerst habe ich mich extrem verloren gef&uuml;hlt, weil ich nicht wusste, welche Kurse ich belegen wollte. Aber wenn man das wei&szlig;, ist es perfekt und man studiert das, was man will.“</p>
<p>Diese Euphorie verschwinde nach dem Bachelor, sagt Fachschaftssprecherin Karina. „Es gibt f&uuml;r uns kein eigenes Masterprogramm. Wir k&ouml;nnen nicht weiter f&auml;cher&uuml;bergreifend studieren, m&uuml;ssen uns f&uuml;r ein Fach entscheiden.“</p>
<p><strong>Wie ein reformierter Diplomstudiengang</strong><br />
Die Studenten der Raumplanung haben andere Master-Probleme. Wie die Studenten des Bio- und Chemieingenieurwesens bef&uuml;rchten auch sie, dass sie ohne Masterabschluss keinen Job finden. Zugegeben, der Bachelor hat f&uuml;r die Raumplaner auch positive Seiten, wie Fachschaftssprecherin Hanna Schmitt das Ergebnis einer von ihr gef&uuml;hrten Befragung der Raumplaner zusammenfasst: „Der Bolognaprozess soll der Reform von Studieninhalten und Studienstruktur sowie der Verbesserung der Betreuung dienen. Dies hat er definitiv erreicht – auch wenn ein vergleichbares Ergebnis mit einem reformierten Diplomstudiengang h&auml;tte erreicht werden k&ouml;nnen.“</p>
<p>An ihrer Fakult&auml;t sei  das Diplom schon lange nicht mehr nach Stundenplan studierbar gewesen, der Bachelor sei es bisher schon. Auch ein Auslandssemester lasse sich seit der BA/MA-Umstellung besser in das Studium integrieren. Das h&ouml;rt sich gut an. Noch besser h&ouml;rt sich die Bologna-Bilanz der Statistik-Studenten an. Fachschaftsratssprecher Christoph Neumann sagt: „In unserer Fachschaft gibt es keine Missst&auml;nde.“</p>
<p><a title="Fachschaft Germanistik" href="http://www.studiger.tu-dortmund.de/index.php?title=Fachschaft_Germanistik" target="_blank"><br />
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<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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