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	<title>pflichtlektüre &#187; Anne Walther</title>
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	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 14:01:47 +0000</pubDate>
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		<title>Kurzfilmfestival: Gro&#223;es Kino im Kurzformat</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 21:07:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Susanna Zdrzalek</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

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		<description><![CDATA[Volles Haus beim neunten XXS Kurzfilmfestival in Dortmund. Insgesamt zehn Nachwuchsregisseure stellten in diesem Jahr ihre Kurzfilme vor. Der beste Film wurde mit dem „Kleinen Filmpreis in Gold“ ausgezeichnet.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der kleine Ferdi hat einen Traum: Fliegen lernen. Als Fliege sollte das eigentlich kein Problem sein. Doch Ferdi ist eine Steinfliege und damit viel zu schwer, um abzuheben. Um nichts unversucht zu lassen, verl&auml;sst der Steinfliegenjunge seine Eltern und zieht in die weite Welt hinaus, um doch einen Weg zu finden, in die L&uuml;fte abzuheben. </strong></p>
<div id="attachment_16511" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-16511" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/cimg3563-300x225.jpg" alt="Foto: Susanna Zdrzalek" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Volles Haus und Popcorn gratis beim neunten XXS Kurzfilmfestival in Dortmund. Foto: Susanna Zdrzalek</p></div>
<p>Die Steinfliege mit den Stummelfl&uuml;gelchen und den kugelrunden, blauen Augen war der Publikumsliebling beim XXS Kurzfilmfestival  Dortmund am Samstag, 14. November, im Cinestar-Filmpalast. Zum neunten Mal hatte die Dortmunder Werbe- und Medien-Akademie Marquardt junge Filmemacher aufgerufen, ihre Kurzfilme einzureichen. Von 160 Einsendungen aus Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz schafften es zehn Filme in die engere Auswahl. Vom Kinderanimationsfilm bis zum actiongeladenen Kurz-Thriller und von lustig bis d&uuml;ster – beim Kurzfilmfestival waren alle Genres vertreten. „Das machte es schwer, einheitliche Bewertungskriterien zu finden“, sagt Joe Bausch. Der Schauspieler, den man sonst als Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth vom WDR-Tatort kennt, sa&szlig; neben Regisseur Felix D&uuml;nnemann und Schauspielerin Tanja Wenzel in der Jury. In seinen Augen ist der Kurzfilm die K&ouml;nigsdisziplin des Films.</p>
<p>„Bei der Bewertung haben wir geschaut, ob der Film das erf&uuml;llt, was man von einem Kurzfilm erwartet. Schaffen es die Bilder, die Handlung zu transportieren? Ist die Story gut?“ Die Kreativit&auml;t der Filmemacher beeindruckte Bausch besonders. „Zwei Filme haben mich total &uuml;berrascht, da war nichts, was ich in der Form schon mal gesehen oder gelesen h&auml;tte“, sagt der Schauspieler. So wie der Siegerfilm von Lena Liberta, der Schwarzwei&szlig;film „Stiller See“. Er handelt von einem Mann, der sich nach dem Tod seiner Frau mit seinem autistischen Sohn auseinandersetzten muss, der ihm bislang v&ouml;llig fremd war.</p>
<p><strong>Jedes Bild muss sitzen</strong></p>
<div id="attachment_16510" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><strong></strong><strong><img class="size-medium wp-image-16510" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/cimg3558-225x300.jpg" alt="Anne Walther und ihr Hauptdarsteller, Publikumsliebling Ferdi. Foto: Susanna Zdrzalek" width="225" height="300" /></strong><p class="wp-caption-text">Anne Walther und ihr Hauptdarsteller, Publikumsliebling Ferdi. Foto: Susanna Zdrzalek</p></div>
<p>Dem Publikum machte die vier Stunden dauernde, von Slam-Poet Mischa Vérollet moderierte Veranstaltung sichtlich Spa&szlig;. Vor allem junge Menschen zog es in den Kinosaal – eigentlich untypisch f&uuml;r ein Kurzfilmfestival, findet Jimmy Grassiant. Der Student der Hamburger Media School trat mit seinem Film „Birdland“ an, ebenfalls einem Schwarzwei&szlig;film, in dem sich zwei Saxophonisten duellieren. „Jeder, der einmal ein gro&szlig;er Regisseur werden m&ouml;chte, f&auml;ngt mit Kurzfilmen an“, meint Grassiant. F&uuml;r ihn bietet der Kurzfilm eine M&ouml;glichkeit, neue Dinge auszuprobieren und experimentell zu arbeiten. Die Herausforderung: „Man hat gerade mal 10, 20 Minuten Zeit, eine tolle Geschichte zu erz&auml;hlen. Da muss jedes Bild sitzen.“</p>
<p>Anne Walther kann es sich momentan einfach noch nicht leisten, l&auml;ngere Filme zu drehen. „15 Minuten zu finanzieren, das ist schon schwer genug“, sagt die Regisseurin. Ihr Abschlussfilm „Steinfliegen“ gewann am Samstag den Publikumspreis. Drei Jahre arbeitete sie an dem Stop-Motion-Film. „Stop Motion ist ziemlich aufwendig. Pro Tag schafft man nur drei bis vier Sekunden. Das k&ouml;nnen sich die Realfilmer gar nicht vorstellen“, erkl&auml;rt Walther.</p>
<p><strong>Auf Tuchf&uuml;hlung mit dem Publikum</strong></p>
<p>F&uuml;r den Filmnachwuchs sind Festivals wie das XXS eine M&ouml;glichkeit, andere Leute aus der Filmbranche zu treffen, sich auszutauschen und neue Kontakte zu kn&uuml;pfen. Vor allem aber sind sie ein Ort, um hautnah die Reaktionen des Publikums zu erleben. „Ich mache Filme, um Menschen zu ber&uuml;hren. Und ob ich das geschafft habe, das merke ich am besten, wenn ich im Publikum sitze“, sagt Anne Walther. Dass sie es nicht unter die Top drei geschafft hat und keinen der „Kleinen Filmpreise“ bekommen hat, st&ouml;rt sie nicht. Hauptsache das Publikum ist gl&uuml;cklich, dass der Steinfliegenjunge Ferdi am Schluss doch noch geflogen ist. Mithilfe eines kleinen M&auml;dchens.</p>


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