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	<title>pflichtlektüre &#187; Wissenswert</title>
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	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Wed, 23 May 2012 17:50:58 +0000</pubDate>
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		<title>Wissenswert - Der B&#246;rsengang</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 17:53:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mira Fricke</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

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		<category><![CDATA[Aktien]]></category>

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		<description><![CDATA[Facebook geht an die B&#246;rse und hat kurz vorher noch einmal die Aktienpreise angehoben. Wir erkl&#228;ren, wie der B&#246;rsengang funktioniert und wie sich der Aktienpreis ermittelt.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_74616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><strong><img class="size-full wp-image-74616 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg" alt="Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog" width="600" height="200" /></strong><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald</p></div>
<p><strong>Mit Spannung wird seit Monaten der B&ouml;rsengang von Facebook erwartet. Seit heute k&ouml;nnen die Aktien an der NASDAQ in den USA gehandelt werden. Wie der B&ouml;rsengang eines Unternehmens vorbereitet wird, was es mit &#8220;Road-Shows&#8221; und &#8220;Bookbuilding&#8221; auf sich hat und was von der Facebook-Aktie in Zukunft zu erwarten ist, erfahrt ihr hier.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Entscheidet sich ein Unternehmen an die B&ouml;rse zu gehen, bietet es Firmenanteile in Form von Aktien zum Verkauf an. Das bedeutet, externe Interessenten k&ouml;nnen durch den Kauf von Aktien in das Unternehmen investieren. Damit gewinnen sie auch ein gewisses Mitspracherecht. Von diesem machen sie bei der Wahl des Aufsichtsrates Gebrauch. Tats&auml;chliche Entscheidungen k&ouml;nnen die meisten Aktion&auml;re nicht treffen, daf&uuml;r ist ihr Anteil an der Firma zu gering.</p>
<p>Das Unternehmen hat durch einen B&ouml;rsengang mehr Kapital zur Verf&uuml;gung und kann mit neuen Projekten seinen Umsatz steigern. Das wiederum erh&ouml;ht den Wert der Aktien und die Aktion&auml;re k&ouml;nnen sie mit Gewinn verkaufen.</p>
<p><strong>Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis</strong></p>
<div id="attachment_97605" class="wp-caption alignright" style="width: 266px"><img class="size-full wp-image-97605    " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/kurs_gerd-altmann_shapes_allsilhouettescom_pixeliode.jpg" alt="kurs_gerd-altmann_shapes_allsilhouettescom_pixeliode" width="256" height="181" /><p class="wp-caption-text">Um Gewinn beim Verkauf zu machen, d&uuml;rfen Aktion&auml;re nicht den Wert-H&ouml;hepunkt ihrer Papiere verpassen. Bild: Gerd Altmann/allsilhouettes.com by pixelio.de,Teaserfoto: Thorben Wengert by pixelio.de</p></div>
<p>Aktien werden an den B&ouml;rsen nach dem Angebot- und Nachfrage-Prinzip gehandelt. Das hei&szlig;t, der Preis einer Aktie und damit der B&ouml;rsenkurs ist der Betrag, zu dem Verk&auml;ufer bereit sind ihre Aktien abzugeben und K&auml;ufer bereit sind, sie zu erwerben. Das Gesch&auml;ft wird von einem Makler abgewickelt. Makler kann zum Beispiel die Bank sein, bei der man sein Konto hat.</p>
<p>Bevor Aktien das erste Mal &ouml;ffentlich an den B&ouml;rsen gehandelt werden k&ouml;nnen, muss der B&ouml;rsengang durch bestimmte Schritte vorbereitet werden. Dabei wird auch der Startpreis einer Aktie ermittelt, daf&uuml;r ist der Erfolg des Unternehmens ausschlaggebend.</p>
<p><strong>Pre-Marketing</strong></p>
<p>Zu Beginn des B&ouml;rsengangs steht die sogenannte Pre-Marketing-Phase. Diese beginnt mit der Vorlage eines Businessplans bei der Bank, oder den Banken, die den B&ouml;rsengang begleiten sollen. Diese nennt man Konsortialbanken. Der Plan beschreibt die aktuelle Finanzsituation des Unternehmens und die voraussichtliche Entwicklung in den kommenden Jahren. Die Konsortialbanken pr&uuml;fen das Unternehmen auf seine &#8220;B&ouml;rsentauglichkeit&#8221;, indem sie sich die Ums&auml;tze der letzten Jahre anschauen. Zudem wird gepr&uuml;ft, ob das Unternehmen Pl&auml;ne hat, die in Zukunft den Umsatz steigern k&ouml;nnten. Zum Schluss geben sie eine Empfehlungen ab, wie viele Aktien angeboten werden sollten und zu welchem Preis.</p>
<p>Anschlie&szlig;end beantragen die Konsortialbanken bei einer ausgew&auml;hlten B&ouml;rse die B&ouml;rsenzulassung. Meist wird eine gro&szlig;e B&ouml;rse im Land des Unternehmenssitzes gew&auml;hlt. Im Fall von Facebook ist das die NASDAQ in New York.</p>
<p><strong>Bookbuilding</strong></p>
<p>Zeitgleich erstellen die Konsortialbanken Analysen, die &uuml;ber das sp&auml;tere Marktpotenzial des Unternehmens genaueren Aufschluss geben sollen. Diese Analysen und der Businessplan werden dann genutzt, um in der folgenden Bookbuilding-Phase das Interesse von Investoren zu wecken. In der Bookbuilding- Phase werden Pr&auml;sentationen f&uuml;r m&ouml;gliche Investoren organisiert, um ihnen das Unternehmen und dessen Potenzial &#8220;schmackhaft&#8221; zu machen. Hierbei spricht man von Road-Shows. Zum Abschluss der Bookbuilding-Phase wird die Preisspanne bekannt gegeben, zu der man eine Aktie erwerben kann. Bei Facebook waren das urspr&uuml;nglich 28 bis 35 Dollar. Diese Woche wurde die Preisspanne jedoch auf 34 bis 38 Dollar erh&ouml;ht, da es zu einer so genannten &Uuml;berzeichnung kam.</p>
<p>Das kommt vor, wenn es mehr Kaufinteressenten gibt, die Aktien &#8220;zeichnen&#8221; - also vorbestellen - wollen, als das Unternehmen &uuml;berhaupt auf den Markt bringen will. Genau das ist im Fall von Facebook geschehen. Das Unternehmen kann nun die Preisspanne f&uuml;r seine Aktien noch einmal erh&ouml;hen, um der &Uuml;berzeichnung entgegen zu wirken. Rechnet man nun den Wert aller Aktien zusammen, ergibt sich damit eine Summe von 104 Milliarden Dollar f&uuml;r alle Facebook-Aktien.</p>
<p><strong>Die B&uuml;cher sind geschlossen</strong></p>
<p>Sind alle Aktien gezeichnet, schlie&szlig;en die Konsortialbanken ihre B&uuml;cher und teilen den jeweiligen Investoren ihr Aktienpaket zu. Dies geschieht meist ein bis zwei Tage vor dem endg&uuml;ltigen Gang an die B&ouml;rse. Der erste Kurs, mit dem die Aktie an der B&ouml;rse er&ouml;ffnen wird, steht nun fest. Ab dem Tag, an dem die Aktien &ouml;ffentlich an der B&ouml;rse gehandelt werden, kann sich ihr Preis &auml;ndern. Das Unternehmen hat nun keinen direkten Einfluss mehr auf den Preis.</p>
<p>H&auml;ufig kommt es vor, dass der Aktienpreis am ersten Tag an der B&ouml;rse sprunghaft nach oben geht. Die Investoren, die es geschafft haben, vorher von den Konsortialbanken ein Paket zu erwerben, machen damit innerhalb von einem Tag enorme Gewinne. Genau dieser Effekt wird auch bei Facebook-Aktien erwartet. Dementsprechend hoch waren die Anfragen bei den Konsortialbanken.</p>
<div id="attachment_97606" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><img class="size-full wp-image-97606   " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/wallstreet_rainer-sturm_pixeliode.jpg" alt="Bild: Rainer Sturm by pixelio.de" width="180" height="240" /><p class="wp-caption-text">Die NASDAQ hat an der Wall Street ihren Sitz. Bild: Rainer Sturm by pixelio.de</p></div>
<p>F&uuml;r private Anleger au&szlig;erhalb von den USA war es nicht m&ouml;glich ein Facebook-Aktienpaket von einer Konsortialbank zu erwerben. Sie k&ouml;nnen erst ein bis zwei Tage nach der Er&ouml;ffnung an der NASDAQ Aktien kaufen. Dann sind diese auch an anderen B&ouml;rsen, wie beispielsweise der in Frankfurt, &uuml;ber einen deutschen Makler zu erhalten.</p>
<p><strong>Keine guten Prognosen f&uuml;r Facebook</strong></p>
<p>Ob Facebook die hohen Erwartungen erf&uuml;llen kann und der Aktienkurs auch langfristig hoch bleiben wird, ist fraglich. Das Unternehmen m&uuml;sste dann in den n&auml;chsten Jahren dauerhaft seinen Umsatz zu 100 Prozent steigern. Das bedeutet, sie m&uuml;ssten jedes Jahr doppelt so viel Geld einnehmen, wie das Jahr davor. Schon vergangenes Jahr ist das allerdings nicht gelungen. 2011 ereichte Facebook nur eine Steigerung von knapp &uuml;ber 50 Prozent. F&uuml;r ein normales Unternehmen w&auml;re das enorm, doch bei Facebook sind, aufgrund des sprunghaften Wachstums der letzten Jahre, die Erwartungen sehr hoch.</p>
<p>Verm&ouml;gensverwalter Dr. Jens Ehrhardt riet gegen&uuml;ber der ARD vom Kauf der Facebook-Aktie ab. Er bewertet das Chance-Risiko-Verh&auml;ltnis als sehr ung&uuml;nstig. Bedeutet: Das Risiko, Geld durch sinkende Kurse zu verlieren sei h&ouml;her, als welches zu gewinnen. Auch der erfahrene Investor Warren Buffett sieht Facebook nicht als solide Geldanlage, sondern eher als eine &#8220;Mode-Aktie&#8221;, die er schlecht bewerten k&ouml;nne.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_610850" target="_blank">ARD B&ouml;rse: Facebook Aktie startet bei 43 Dollar</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/12/05/2012/wissenswert-das-urheberrecht/">Wissenswert - Das Urheberrecht</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/05/2012/wissenswert-karl-ludwig-nessler-erfinder-der-dauerwelle/">Wissenswert - Der Erfinder der Dauerwelle</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/27/04/2012/wissenswert-atommuell-endlager/">Wissenswert - Atomm&uuml;ll-Endlager</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Wissenswert: Das Urheberrecht</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/12/05/2012/wissenswert-das-urheberrecht/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/12/05/2012/wissenswert-das-urheberrecht/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 May 2012 07:17:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Judith Merkelt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>

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		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

		<category><![CDATA[VG Bild-Kunst]]></category>

		<category><![CDATA[VG Wort]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum sich C&#228;sar noch keine Gedanken um Raubkopien machen musste, und nicht nur ein Gut(t)enberg f&#252;r einen Plagiatsskandal sorgte - Wissenswertes zum Thema Urheberrecht.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_74616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><strong></strong><strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg"><img class="size-full wp-image-74616" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg" alt="Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog" width="600" height="200" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserillustration: Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung</p></div>
<p><strong>Zur Lieblingsmusik tanzen, als ob keiner zusieht. Heimlich unter der Bettdecke weiterlesen. Sich aus dem Kino schleichen, weil der Film zu gruselig ist. F&uuml;r all dies muss man zahlen – denn die Menschen, die Lieder und Geschichten schreiben haben auf ihre Ideen ein Urheberrecht. In Deutschland sch&uuml;tzt es vor allem den Urheber selbst, und nur wer sich daran h&auml;lt, kann kreative Produkte anderer legal genie&szlig;en. Um zu verstehen, warum das Urheberrecht heute so wichtig f&uuml;r uns ist, lohnt sich ein Blick zur&uuml;ck. </strong></p>
<div id="attachment_95862" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/63370-3x2-article220.jpg"><img class="size-full wp-image-95862" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/63370-3x2-article220.jpg" alt="..." width="220" height="165" /></a><p class="wp-caption-text">Die Geschichte des Urheberrechts beginnt erst im 12. Jahrhundert. Illustrationen: Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung</p></div>
<p>Anders als viele andere Gesetze, hat das Urheberrecht keine Wurzeln in der Antike. Das liegt schlicht daran, dass man es nicht brauchte. Wollte der R&ouml;mer Markus Antonius zum Beispiel die Rede seines Gegners Flavius abkupfern, musste er sie auswendig lernen oder m&uuml;hselig mitschreiben. Schon allein aus technischer Sicht war das „Raubkopieren“ also eher schwierig. Au&szlig;erdem herrschte lange Zeit (bis ins Mittelalter) ein anderer Standpunkt zu den eigenen Texten. Autoren sahen ihre Werke nicht als „Sch&ouml;pfung“ an und schrieben oft nicht einmal ihren Namen darunter. Alle Texte konnten abgeschrieben, kommentiert und ver&auml;ndert werden. Lieder wurden nachgesungen und M&auml;rchen auf immer neue Weise erz&auml;hlt und interpretiert.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span><br />
<strong>Urheberrecht und Gutenberg</strong></p>
<div id="attachment_95863" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/63366-3x2-galerie.jpg"><img class="size-medium wp-image-95863 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/63366-3x2-galerie-300x225.jpg" alt="..." width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Das Gesetz muss beides achten, per&ouml;nliche und wirtschaftliche Interessen. Der Schwerpunkt kann variieren.</p></div>
<p>Mit der Zeit &auml;nderte sich dieses Verst&auml;ndnis.  Durch die Erfindung des Buchdrucks versch&auml;rfte sich die Situation. Unter den Druckern kam wirtschaftliche Konkurrenz auf. Jeder wollte das Buch schneller und billiger drucken, um mehr K&auml;ufer anzulocken. Der Drucker, der dann anfangs den Autor f&uuml;r sein Werk bezahlt hatte, war damit in einem finanziellen Nachteil.</p>
<p>So kamen im 18. Jahrhundert die Privilegien auf. Sie erteilten einzelnen Druckern &uuml;ber zwei Jahre ein Druckmonopol auf eine bestimmte Schrift. Ver&ouml;ffentlichten die Drucker das Werk jedoch nicht, erlosch das Privileg, um die Verbreitung von Schriften sicher zu stellen.<br />
Bis es zu einem ersten richtigen Urheberrecht kam, dauerte es aber noch bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts. Vorbild f&uuml;r das deutsche Gesetz war, dank Napoleon, Frankreich. Das franz&ouml;sische Urheberrecht - entstanden w&auml;hrend der Franz&ouml;sischen Revolution - beinhaltete im Gegensatz zur angels&auml;chsischen Variante eine Verkn&uuml;pfung mit dem Pers&ouml;nlichkeitsrecht. Die Gesetzesvarianten der USA und England legten einen viel st&auml;rkeren Fokus auf die wirtschaftlichen Interessen beim Urheberrecht. Diese Schwerpunktsetzung ist heute noch zu sp&uuml;ren und f&uuml;hrt dazu, dass die Worte Copyright und Urheberrecht eigentlich nicht synonym gebraucht werden d&uuml;rften.</p>
<p><strong>Die Geburt der GEMA</strong></p>
<div id="attachment_95864" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/63379-3x2-galerie.jpg"><img class="size-medium wp-image-95864 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/63379-3x2-galerie-300x225.jpg" alt="63379-3x2-galerie" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Neue Medien- neue M&ouml;glichkeiten und Gesetze.</p></div>
<p>&Uuml;ber die Jahre musste sich das Urheberrecht den neuen technischen Entwicklungen anpassen. So wurden zun&auml;chst Fotographien, dann Radio und Fernsehen entwickelt. All diese Fortschritte mussten in die Gesetzgebung mit einflie&szlig;en, stellten allerdings keine allzu gro&szlig;en Probleme dar.</p>
<p>Eine wichtige Z&auml;sur dagegen war die Entwicklung des Tonbandger&auml;tes in den 50er Jahren. Pl&ouml;tzlich konnte jeder zuhause sein eigenes Rock´n´Roll-Band erstellen.<br />
Parallel mit der Urheberrechtsdebatte hatte sich auch die „Staatlich genehmigten Gesellschaft zur Verwertung musikalischer Auff&uuml;hrungsrechte (STAGMA)“ gebildet – seit dem zweiten Weltkrieg kennen wir diese Institution unter dem Namen GEMA – „Gesellschaft f&uuml;r musikalische Auff&uuml;hrungs- und mechanische Vervielf&auml;ltigungsrechte“. Die GEMA ist eine der deutschen Verwertungsgesellschaften. Diese Gesellschaften nehmen stellvertretend f&uuml;r einzelne K&uuml;nstler gesammelt Urheberrechte wahr. Neben der GEMA sind die VG Wort (f&uuml;r wissenschaftliche, literarische und journalistische Texte) und die VG Bild-Kunst (f&uuml;r bildende K&uuml;nstler, Fotographen etc.) die beiden gr&ouml;&szlig;ten deutschen Verwertungsgesellschaften.</p>
<p>Aufgrund gro&szlig;er Proteste auf Seiten der Verwertungsgesellschaften, nahm man die Privatkopie-Problematik 1965 in die Neufassung des Urheberrechtes auf. F&uuml;r jedes verkaufte Tonbandger&auml;t mussten die Hersteller nun eine Geb&uuml;hr an die Zentralstelle f&uuml;r Private &Uuml;berspielungsrechte (ZP&Uuml;) zahlen, ein Prinzip das heute noch praktiziert wird. Die zu entrichtenden Geb&uuml;hren nennt man Kopierverg&uuml;tung.  In den Folgejahren wurde das Urheberrecht immer wieder an technische Neuerungen wie Computer und Softwareentwicklungen angepasst.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span><br />
<strong>Dem Urheberrecht einen Korb geben</strong></p>
<div id="attachment_95865" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/63374-3x2-galerie.jpg"><img class="size-medium wp-image-95865 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/63374-3x2-galerie-300x225.jpg" alt="..." width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Immer wieder bekommt das Urhebergesetz den Anstrich einer neuen Zeit.</p></div>
<p>In zwei Etappen, erster und zweiter Korb genannt, wurde das Urheberrecht zuletzt 2003 beziehungsweise 2008 aktualisiert. Wichtigste Neuerung war hier erneut der Umgang mit Privatkopien. Seit den Tonbandger&auml;ten hatte sich die Kopiertechnik so verfeinert, nun  die Vervielf&auml;ltigung  ohne Qualit&auml;tsverlust m&ouml;glich war. Dies stellte die Situation bei Privatkopien in ein neues Licht. Trotz vehementer Forderungen auf Seiten der Musik/Filmindustrie wurde Privatkopie nicht verboten. Der Gesetzgeber argumentierte, dass durch ein Verbot nicht das Kopieren gestoppt werden k&ouml;nne, lediglich Verwertungsgesellschaften wie GEMA und VG-Wort w&uuml;rden so machtlos. Sie k&ouml;nnten fortan keine Kopierverg&uuml;tungen f&uuml;r kopierf&auml;hige Ger&auml;te erheben, um den K&uuml;nstlern einen finanziellen Ausgleich f&uuml;r Privatkopien zu bieten. Letztlich w&uuml;rden unter einem Verbot also die Urheber leiden.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span><br />
<strong></strong></p>
<div id="attachment_95867" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/63347-3x2-orginal.gif"><img class="size-medium wp-image-95867 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/63347-3x2-orginal-300x294.gif" alt="..." width="240" height="235" /></a><p class="wp-caption-text">Vom K&uuml;nsterl zum Verbraucher, so funktioniert das Urhebergesetz.</p></div>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong><span style="color: #ffffff;">.</span></strong><strong>Kopierschutz gilt!</strong></p>
<p>Als Ausgleich wurde das Kopieren von CDs, DVDs etc. mit Kopierschutz illegal. Au&szlig;erdem ist es seitdem nicht mehr erlaubt, Dateien aus dem Netz zu herunterzuladen, die offensichtlich rechtswidrig dort eingestellt wurden. Das gilt zum Beispiel f&uuml;r aktuelle Kinofilme, die von Privatpersonen hochgeladen werden. Au&szlig;erdem wird die H&ouml;he der Kopierverg&uuml;tung seitdem nicht mehr vom Gesetzgeber, sondern von den betroffenen Parteien festgelegt, um eine flexiblere Anpassung an steigende Kosten etc. zu gew&auml;hrleisten.</p>
<p>Heute gilt: Etwa sieben Kopien eines Werkes sind ok und gelten als Privatkopie. Das ver&ouml;ffentlichen von Bildern im Internet ist nie privat (auch nicht im eigenen Blog) und unterliegt somit auch dem Urhebergesetz. Zitate in wissenschaftlichen und journalistischen Texten sind erlaubt, m&uuml;ssen aber einen Mehrwert besitzen. Das Sampeln von Musik ist ein den allermeisten F&auml;llen illegal. Es gibt au&szlig;erdem Sonderregelungen f&uuml;r den Unterricht, damit Lehrer Materialien f&uuml;r ihre Sch&uuml;ler kopieren k&ouml;nnen.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/13/02/2012/acta-internetnutzer-fuerchten-um-ihre-anonymitaet/" target="_blank">Acta: Internetnutzer f&uuml;rchten um ihre Anonymit&auml;t</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/26/01/2012/studenten-entwickeln-plattform-fuer-legales-video-streaming/" target="_blank">Studenten entwickeln Plattform f&uuml;r legales Viedeostreaming</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/06/12/2011/brain-painting/" target="_blank">Brainpainting</a></p>
<p style="color: white;">Web: <a href="http://www.bpb.de/gesellschaft/medien/urheberrecht/63408/im-alltag" target="_blank">Urheberrecht im Alltag</a></p>
<p style="color: white;"><strong>Wissenswert:</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/05/2012/wissenswert-karl-ludwig-nessler-erfinder-der-dauerwelle/">Der Erfinder der Dauerwelle</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/27/04/2012/wissenswert-atommuell-endlager/" target="_blank">Atomm&uuml;ll-Endlager</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/20/04/2012/wissenswert-30-jahre-kuenstliche-befruchtung/" target="_blank">30 Jahre k&uuml;nstliche Befruchtung</a></p>
</div>
<p><strong></strong></p>


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		</item>
		<item>
		<title>Wissenswert: Der Erfinder der Dauerwelle</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/04/05/2012/wissenswert-karl-ludwig-nessler-erfinder-der-dauerwelle/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/04/05/2012/wissenswert-karl-ludwig-nessler-erfinder-der-dauerwelle/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 09:26:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anne Wunsch</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Haare]]></category>

		<category><![CDATA[Karl Ludwig Nessler]]></category>

		<category><![CDATA[Locken]]></category>

		<category><![CDATA[Lockenstab]]></category>

		<category><![CDATA[Lockenwickler]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pflichtlektuere.com/?p=93768</guid>
		<description><![CDATA[Der Friseur Karl Ludwig Nessler ist der Erfinder eines Frisurentrends. Mit der Dauerwelle machte er Damen zu Beginn des 20. Jahrhunderts gl&#252;cklich. Doch bis dahin war es ein langer Weg.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_74616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg"><img class="size-full wp-image-74616" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg" alt="Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog" width="600" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: Anne Wunsch</p></div>
<p><strong>Vor mehr als 100 Jahren begeisterte Karl Ludwig Nessler die Damenwelt. Der Friseur aus dem Schwarzwald ist der Erfinder der Dauerwelle. Angeblich kam ihm die Idee f&uuml;r die k&uuml;nstlichen Locken schon als Kind. Beim Ziegenh&uuml;ten beobachtete der Sohn eines einfachen Schuhmachers, wie sich die Gr&auml;ser bei Regen wie eine Haarlocke zusammenzogen. Die Beobachtung machte Nessler Jahre sp&auml;ter zum Million&auml;r. In dieser Woche, am 2. Mai, w&auml;re der &#8220;Herr der Locken&#8221; 140 Jahre alt geworden.</strong></p>
<div id="attachment_93974" class="wp-caption alignright" style="width: 166px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/dauerwelle-bild1.jpg"><img class="size-medium wp-image-93974 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/dauerwelle-bild1-156x300.jpg" alt="dauerwelle-bild1" width="156" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Dauerwellenapparat aus dem Jahr 1929. Foto: flickr.com/Enokson</p></div>
<p>F&uuml;r die ersten Versuche das Haar dauerhaft zu wellen, hielt Nesslers sp&auml;tere Ehefrau Katharina Laible den Kopf hin. Eine schmerzhafte Erfahrung. Die Haarstr&auml;hnen band Nessler mit Lockenwicklern aus Metallst&auml;ben ab und pinselte sie mit einer Tinktur ein. Die Wickler standen strahlenf&ouml;rmig vom Kopf ab. Dann erhitzte er diese Konstruktion mit einer selbst gebauten Zange. Katharina Laible soll vor Schmerzen laut aufgeschrien haben, weil die Hitze unertr&auml;glich war. Sie bezahlte die Experimente mit Brandblasen und einigen Haarstr&auml;hnen. Nach mehreren Versuchen hatte Nessler das Verfahren so weit perfektioniert, dass die Haare nach dem Waschen gewellt blieben - die Dauerwelle war erfunden.</p>
<p><strong>Locken machen Nessler zum Million&auml;r</strong></p>
<p>Im Oktober 1906 f&uuml;hrte Nessler die Dauerwelle erstmalig in seiner neuen Heimat London &ouml;ffentlich vor, zwei Jahre sp&auml;ter erhielt er den Patentschutz f&uuml;r seine Erfindung. W&auml;hrend seine britischen Friseurkollegen die k&uuml;nstlich gewellten Haare noch kritisch be&auml;ugten, standen die Damen in Nesslers Londoner Friseursalon Schlange. Sie mussten allerdings Zeit mitbringen. Eine Dauerwelle mit dem Dauerwellenapparat dauerte sechs Stunden. 1909 konnte Nessler das Verfahren vereinfachen. Die feuerbeheizten Zangen wurden durch elektrische Heizpatronen ersetzt.</p>
<p>Als der neue Frisurentrend auch in den USA weibliche Anh&auml;nger fand, lie&szlig; sich Nessler in New York nieder. Bis 1927 er&ouml;ffnete er zahlreiche Salons in New York, Chicago, Detroit und Phiadelphia mit insgesamt 500 Mitarbeitern. Trotzdem verkaufte Nessler ein Jahr sp&auml;ter alle Patente und Gesch&auml;fte f&uuml;r insgesamt 1,5 Millionen Dollar. Einen Gro&szlig;teil des Geldes verlor er jedoch durch den B&ouml;rsencrash 1929.</p>
<p><strong>Ein Frisurentrend aus vergangenen Zeiten?</strong></p>
<div id="attachment_93981" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/dauerwelle-bild2.jpg"><img class="size-medium wp-image-93981 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/05/dauerwelle-bild2-300x222.jpg" alt="Mit Gl&auml;tteisen und Rundb&uuml;rste lassen sich die Haare nat&uuml;rlich stylen. Fotos: Anne Wunsch." width="300" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">Mit Gl&auml;tteisen und Rundb&uuml;rste lassen sich die Haare nat&uuml;rlich stylen. Foto: Anne Wunsch</p></div>
<p>Seit den 1930er Jahren kann die Dauerwelle chemisch erzeugt werden. Dabei werden die im Haarkeratin enthaltenen Cystinbindungen, die f&uuml;r die Festigkeit der Haare sorgen, mit Hilfe eines Reduktionsmittels aufgebrochen, und zwar mit Thioglykols&auml;ure. Auf diese Weise wird die nat&uuml;rliche Proteinstruktur des Haares ver&auml;ndert. So kann das Haar mit Hilfe von Lockenwicklern verformt werden. Damit das Haar gelockt bleibt, wird ein Oxidationsmittel, zumeist Wasserstoffperoxid, aufgetragen.</p>
<p>Dieses Verfahren lernen angehende Friseure noch heute in ihrer Ausbildung. In der Praxis wird es allerdings kaum noch gebraucht. Die Dauerwelle hat das Image, eine &#8220;Oma-Frisur&#8221; zu sein. Deshalb wird die Dauerwelle in vielen Friseursalons gar nicht mehr angeboten.  &#8220;Wir machen Locken nur noch mit dem Gl&auml;tteisen oder einem Lockenstab&#8221;, sagt Friseurin Helena Schmaus (21) aus Dortmund. &#8220;Die Kundinnen m&ouml;chten, dass die Locken nat&uuml;rlich aussehen. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen sie sich so die Haare auch zu Hause unterschiedlich stylen.&#8221; F&uuml;r dauerhafte Locken gibt es nur die Alternative der Volumenwelle. Die Prozedur ist &auml;hnlich wie bei der Dauerwelle. Allerdings werden gr&ouml;&szlig;ere Lockenwickler verwendet, um einen nat&uuml;rlichen Look zu erhalten und die verwendeten Reduktions- und Oxidationsmittel sind weniger aggressiv. Daf&uuml;r halten die Locken nur bis zu sechs Wochen. F&uuml;r einen echten Lockenkopf, der mehrere Monate h&auml;lt, gibt es bis heute nur einen Weg: die Dauerwelle.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong>:</p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.nessler-todtnau.de/index.php" target="_blank">Karl Ludwig Nessler</a></p>
<p style="color: white;"><strong>Wissenswert:</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/27/04/2012/wissenswert-atommuell-endlager/" target="_blank">Atomm&uuml;ll-Endlager</a><strong><br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/20/04/2012/wissenswert-30-jahre-kuenstliche-befruchtung/" target="_blank">30 Jahre k&uuml;nstliche Befruchtung</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Wissenswert: Atomm&#252;ll-Endlager</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/27/04/2012/wissenswert-atommuell-endlager/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/27/04/2012/wissenswert-atommuell-endlager/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 09:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Mossbrucker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[atommüll]]></category>

		<category><![CDATA[Endlager]]></category>

		<category><![CDATA[Gorleben]]></category>

		<category><![CDATA[Kernenergie]]></category>

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		<description><![CDATA[In Gorleben wird am Wochenende gegen das Atomm&#252;ll-Endlager protestiert. Aber was muss ein Endlager eigentlich leisten? TU-Physikprofessor Wolfgang Rhode hat Antworten.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<div id="attachment_74616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-74616" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg" alt="Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog" width="600" height="200" /><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog</p></div>
<p><strong>Bis 2022 sollen in Deutschland alle Kernkraftwerke vom Netz gehen. &Uuml;ber den Atomausstieg besteht seit<span> der Reaktorka</span><span>tastrophe von Fukushima politischer Konsens,</span><span> aber die Debatte &uuml;ber einen geeigneten Ort f&uuml;r </span><span>tausende</span><span> von Brennst&auml;ben ist aktuell intensiver denn je. Tief unter der Erde wird di</span><span>eser Ort liegen – und sonst? Die Anforderungen ein Endlager sind vielf&auml;ltig, die Risiken enorm. Dabei wei&szlig; niemand, ob es den optimalen </span><span>Standort &uuml;berhaupt gibt.</span></strong></p>
<div>
<p class="Normal" align="left"><span>F&uuml;r schwach- und mittelradioaktiven Abfall </span><span>gibt es bereits L&ouml;sungen. Haben die Elemente eine Halbwertszeit von wenigen Jahren, klingen sie in Zwischenlagern ab, bis sie auf konventionelle Weise entsorgt werden k&ouml;nnen. Halbwertszeit ist dabei vereinfacht gesagt die Zeitspanne, in der die Radioaktivit&auml;t einer Substanz um die H&auml;lfe abnimmt. Enthalten die Stoffe nun jedoch Atomkerne mit Halbwertszeiten von mehreren Jahrzehnten, m&uuml;ssen sie in ein Endlager gebracht werden. </span></p>
<div id="attachment_93053" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/atom_web.jpg"><img class="size-medium wp-image-93053" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/atom_web-300x195.jpg" alt="Physikprofessor Wolfgang Rhode" width="300" height="195" /></a><p class="wp-caption-text">Professor Wolfgang Rhode kann sich vorstellen, dass ein geeignetes Endlager gefunden werden kann. Foto: Daniel Mo&szlig;brucker</p></div>
<p>Auch daf&uuml;r sind die Kriterien eigentlich simpel. &#8220;Es muss ein massiver Steinklotz sein, der &uuml;ber eine sehr lange Zeit kein Wasser durchl&auml;sst und so die Umwelt vor <span>der </span><span>Verteilung des radioaktiven Materials</span><span> sch&uuml;tzt“, sagt Wolfgang Rhode. Doch auch dem Physikprofessor </span><span>der TU Dortmund ist klar, dass es in der Praxis so einfach nicht ist.</span><span> Weltweit sind nur drei Endlager in Bau, keines ist in Betrieb.</span></p>
<p class="Normal" align="left"><span>Infrage kommen </span><span>beispielsweise </span><span>tiefe Sch&auml;chte oder Stollen in Salz-, Ton- oder Granitschichten. Gorleben etwa ist ein Salzstock, der seit 1979 als Endlagerst&auml;tte gepr&uuml;ft wurde. Ob Gorleben aber die Anforderungen erf&uuml;llt, die </span><span>das Bundesamt f&uuml;r Strahlenschutz (</span><span>BfS</span><span>) an ein Endlager stellt, wird unter anderem <a href="http://www.taz.de/!78123/" target="_blank">von Politikern bezweifelt</a>. So muss etwa bewiesen werden, dass der Standort eine Million Jahre den Atomm&uuml;ll sicher aufbewahren w&uuml;rde. </span><span>Konkret muss zumindest gew&auml;hrleistet sein, die ausgebrannten Brennst&auml;be im St&ouml;rfall noch 500 Jahre nach Schlie&szlig;ung des Lagers zur&uuml;ckholen zu k&ouml;nnen. &#8220;Das sind Zeitr&auml;ume, die wir mit Hilfe der Wahrscheinlichkeitsrechnung und technischen Messungen absch&auml;tzen k&ouml;nnen“, erl&auml;utert Rhode. Weitere Kernforderungen des BfS sind, dass das Endlager mehrere, voneinander unabh&auml;ngige Sicherheitssysteme hat, um beim Ausfall einer sogenannten <a href="http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/sicherheitsanforderungen_endlagerung_bf.pdf" target="_blank">Barrierestufe</a> trotzdem noch handeln zu k&ouml;nnen. Auch regelm&auml;&szlig;ige Kontrollen m&uuml;ssen laut BfS m&ouml;glich sein.<br />
</span>
</p>
<p class="Normal" align="left"><strong><span>Das Endlager als Zwischenl&ouml;sung?</span></strong></p>
<p class="Normal" align="left"><span>Optimal w&auml;re es indes, wenn das Endlager </span><span>grunds&auml;tzlich</span><span> nochmals zu &ouml;ffnen w&auml;re. Denn es gibt Hoffnungen, die Halbwertszeit von radioaktiven Abf&auml;llen mit physikalischen Verfahren deutlich zu verk&uuml;rzen. In solchen Methoden werden die Atomkerne mit einem Protonenst</span><span>rahl beschossen. </span><span>Ein so starker Protonenstrom, dass dieser Prozess in angemessener Zeit abgeschlossen werden k&ouml;nnte, kann</span><span> bisher </span><span>allerdings nicht erzeugt werden. &#8220;</span><span>Es gibt diese Verfahren bereits in Ans&auml;tzen, sie sind aber wirtschaftlich noch nicht tragbar“, </span><span>wei&szlig;</span><span> Rhode.<br />
</span>
</p>
<p class="Normal" align="left"><span>Ob das passende Endlager f&uuml;r Deutschland bald gefunden wird, vermag freilich auch der Wissenschaftler nicht zu sagen. Aber eine vorsichtig-optimistische Vermutung hat Professor Rhode: &#8220;Ob es gleich mehrere Millionen Jahre sind, wei&szlig; ich nicht. Aber es ist durchaus vorstellbar, ein geeignetes Endlager f&uuml;r vielleicht einige hundert Jahre zu finden.“</span></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.bfs.de/de/endlager/standortfindung/Sicherheitsanforderungen_Dokumentation.html" target="_blank">Die Endlager-Anforderungen des Bundesamts f&uuml;r Strahlenschutz</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/12/04/2011/radioaktives-sushi-was-japan-fuer-uns-bedeutet/" target="_blank">Radioaktives Sushi? Was Japan f&uuml;r uns bedeutet</a></p>
<p style="color: white;"><strong>Wissenswert:</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/20/04/2012/wissenswert-30-jahre-kuenstliche-befruchtung/" target="_blank">30 Jahre k&uuml;nstliche Befruchtung</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/13/04/2012/wissenswert-10-wenig-bekannte-titanic-fakten/" target="_blank">10 wenig bekannte Titanic-Fakten</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/06/04/2012/wissenswert-osterbraeuche/" target="_blank">Osterbr&auml;uche</a></p>
</div>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Wissenswert: 30 Jahre k&#252;nstliche Befruchtung</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/20/04/2012/wissenswert-30-jahre-kuenstliche-befruchtung/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/20/04/2012/wissenswert-30-jahre-kuenstliche-befruchtung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 06:33:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anne Wunsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[Babywunsch]]></category>

		<category><![CDATA[In-Vitro-Fertilisation]]></category>

		<category><![CDATA[IVF-Zentrum]]></category>

		<category><![CDATA[Jan-Steffen Krüssler]]></category>

		<category><![CDATA[künstliche Befruchtung]]></category>

		<category><![CDATA[Reproduktionsmedizin]]></category>

		<category><![CDATA[Retortenbaby]]></category>

		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Uni-Frauenklinik Düsseldorf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pflichtlektuere.com/?p=92453</guid>
		<description><![CDATA[1982 kam das erste "Retortenbaby" in Deutschland zur Welt. Seitdem wurde viel diskutiert und geforscht - doch die Erfolgsquote ist niedriger als man denkt.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_74616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg"><img class="size-full wp-image-74616" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg" alt="Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog" width="600" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: Universit&auml;tsklinikum Heidelberg</p></div>
<p><strong>Die Geburt von Oliver W. war eine Sensation. Vor 30 Jahren, im April 1982, kam er per Kaiserschnitt in Erlangen zur Welt. 53 Zentimeter gro&szlig;, 4150 Gramm schwer. Das sind die Daten des ersten so genannten &#8220;Retortenbabys&#8221;, das in Deutschland geboren wurde. Das von einem &Auml;rzteteam der Frauenklinik Erlangen &#8220;in vitro&#8221; (im Reagenzglas) gezeugte Baby, l&ouml;ste in Deutschland aber nicht nur gro&szlig;es Medieninteresse aus. Die Geburt des &#8220;Wunderkindes von Erlangen&#8221; war ein Durchbruch im Bereich der humanen Reproduktionsmedizin und gab damit Hoffnung f&uuml;r kinderlose Paare.</strong></p>
<p>Etwa jedes sechste bis siebte Paar hat einen unerf&uuml;llten Kinderwunsch. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind bei M&auml;nnern und Frauen fast gleich verteilt. &#8220;Bei 40% der Paare liegt die Ursache bei der Frau, bei 40% beim Mann und bei 20% sind gemeinsame Ursachen der Grund&#8221;, sagt Dr. Jan-Steffen Kr&uuml;ssel, Oberarzt der Uni-Frauenklinik D&uuml;sseldorf. Dabei k&ouml;nnen die eingeschr&auml;nkte Spermienqualit&auml;t, Eierleiterverschl&uuml;sse, Hormonprobleme oder aber auch der h&auml;ufig untersch&auml;tzte Faktor des Alters der Frau Gr&uuml;nde f&uuml;r die Kinderlosigkeit sein.</p>
<p><strong>In-Vitro-Fertilisation - &#8220;Befruchtung im Glas&#8221;</strong></p>
<div id="attachment_92482" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/kunstliche-befruchtung-bild1.jpg"><img class="size-medium wp-image-92482" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/kunstliche-befruchtung-bild1-300x214.jpg" alt="kunstliche-befruchtung-bild1" width="300" height="214" /></a><p class="wp-caption-text">Im Jahr 2010 sind 7860 Kinder durch k&uuml;nstliche Befruchtung lebend zur Welt gekommen. Foto: flickr.com / Carl Zeiss Microscopy</p></div>
<p>Einen m&ouml;glichen Ausweg bietet die In-Vitro-Fertilisation (IVF), die &#8220;Befruchtung im Glas&#8221;. Dabei hat sich die Methodik in den letzten 30 Jahren kaum ver&auml;ndert. &#8220;Bei der IVF werden etwa 150.000 Spermien mit einer Eizelle zusammengebracht. Dann wartet man einfach ab, dass eines der Spermien es schafft in die Eizelle einzudringen und die Befruchtung auszul&ouml;sen&#8221;, sagt Kr&uuml;ssel.</p>
<p>Seit 1994 gibt es eine neue Methode der k&uuml;nstlichen Befruchtung im Labor - die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI). &#8220;Wir haben die M&ouml;glichkeit, im Labor einzelne ausgesuchte Spermien direkt in Eizellen zu injizieren&#8221;, erkl&auml;rt Kr&uuml;ssel. Das mache man insbesondere dann, wenn die Spermienqualit&auml;t vermindert sei. Weil die ICSI-Methode zuverl&auml;ssigere Befruchtungsraten hat, wird diese M&ouml;glichkeit mittlerweile h&auml;ufiger durchgef&uuml;hrt als die urspr&uuml;ngliche IVF.</p>
<p><strong>Erfolgsquote bei etwa 30 Prozent</strong></p>
<p>Bis zum 35. Lebensjahr der Frauen bleiben die Erfolgswahrscheinlichkeiten bei der k&uuml;nstlichen Befruchtung relativ konstant bei etwa 30 Prozent. Ab 35 nehmen die Chancen f&uuml;r eine Schwangerschaft ab, das Risiko f&uuml;r Fehlgeburten steigt hingegen. Der Grund: Die verringerte Qualit&auml;t der Eizellen. &#8220;Wir kl&auml;ren die Paare sehr genau &uuml;ber Wahrscheinlichkeiten, Aufwand und Risiken auf. Entscheiden m&uuml;ssen sie es letztendlich selbst&#8221;, sagt Kr&uuml;ssel. &#8220;Aus meiner Sicht macht eine k&uuml;nstliche Befruchtung etwa bis zum 43. Lebensjahr Sinn.&#8221;</p>
<p><strong>Rechtliche Regelungen</strong></p>
<p>Immer wieder entfachen ethische Diskussionen um die Verfahren der k&uuml;nstlichen Befruchtung. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob der Mensch Leben k&uuml;nstlich erzeugen darf. Rechtlich gesehen regelt und beschr&auml;nkt das Embryonenschutzgesetz die M&ouml;glichkeiten der Forschung. Demnach ist es beispielsweise in Deutschland verboten, &uuml;berz&auml;hlige Embryonen abzut&ouml;ten oder f&uuml;r Forschungszwecke zu benutzen. Erlaubt ist die Konservierung in fl&uuml;ssigem Stickstoff. Auf diese Weise k&ouml;nnen die Embryonen f&uuml;r sp&auml;tere Behandlungen aufbewahrt werden.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">web: IVF-Zentren in <a href="http://www.kinderwunschzentrum.org/" target="_blank">Dortmund</a>, <a href="http://www.ivfzentrum.de/" target="_blank">Essen</a> und <a href="http://www.unikid.de/">D&uuml;sseldorf</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.deutsches-ivf-register.de/" target="_blank">Deutsches IVF-Register</a></p>
<p style="color: white;"><strong>Wissenswert:</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/13/04/2012/wissenswert-10-wenig-bekannte-titanic-fakten/" target="_blank">10 wenig bekannte Titanic-Fakten</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/06/04/2012/wissenswert-osterbraeuche/" target="_blank">Osterbr&auml;uche</a></p>
</div>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wissenswert: 10 wenig bekannte Titanic-Fakten</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/13/04/2012/wissenswert-10-wenig-bekannte-titanic-fakten/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/13/04/2012/wissenswert-10-wenig-bekannte-titanic-fakten/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 20:36:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Jochimsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[Cape Race]]></category>

		<category><![CDATA[Fakten]]></category>

		<category><![CDATA[Funker]]></category>

		<category><![CDATA[Neufundland]]></category>

		<category><![CDATA[Schiff]]></category>

		<category><![CDATA[Titanic]]></category>

		<category><![CDATA[Unglück]]></category>

		<category><![CDATA[Wrack]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pflichtlektuere.com/?p=91781</guid>
		<description><![CDATA[Vor 100 Jahren sank die Titanic. Wer das n&#246;tige Kleingeld hat, kann das Wrack besichtigen. Nur eine der Geschichten rund um die Titanic.


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_74616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg"><img class="size-full wp-image-74616" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg" alt="Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog" width="600" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog Teaserfoto: flickr.com / dnkemontoh</p></div>
<p><strong>100 Jahre nach der Katastrophe vom 14. April 1912 besch&auml;ftigt der Untergang der Titanic die Medien. Doch neben der bekannten Geschichte mit dem Eisberg gibt es einige Anekdoten zu erz&auml;hlen. Von dem Jungen, der als erster den Notruf der Titanic empfing, von den Pinkel-Pausen der Werft-Arbeiter oder warum die &uuml;berlebenden Angestellten nur den halben Lohn erhielten.<br />
</strong></p>
<p><strong>1.</strong> Wer einmal einen Urlaub der etwas anderes Art erleben m&ouml;chte, kann einen Tauchgang zum Wrack der Titanic unternehmen. Knapp 45.000 Euro kostet ein 14-t&auml;giger Trip inklusive Tauchgang in einem U-Boot. Der Veranstalter r&auml;t, warme Kleidung einzupacken, denn im U-Boot wird es bis zu 12 Grad k&uuml;hl. Die Saison geht von Juli bis August.</p>
<p><strong>2.</strong> Violet Jessop kann man als Pechvogel oder Gl&uuml;ckspilz bezeichnen, je nachdem. Denn auch die beiden Schwesterschiffe der Titanic hatten mehr oder weniger schwere Ungl&uuml;cke mit ihr an Bord erlebt. Die RMS Olympic stie&szlig; Ende 1911 mit einem Kriegsschiff zusammen und musste monatelang repariert werden. Allerdings tat das Schiff noch bis in die 30er-Jahre hinein seinen Dienst. Die HMHS Britannic wurde im ersten Weltkrieg durch eine Mine versenkt, 30 Menschen starben bei dem Untergang im Mittelmeer. Violet Jessop war als Stewardess bei der White Star Line angestellt und arbeitete bei allen drei Ungl&uuml;cken auf dem jeweiligen Schiff. Beim Untergang der Britannic wurde sie sogar in die Schiffsschraube gezogen, konnte sich jedoch im letzten Moment befreien.</p>
<p><strong>3.</strong> Die Crew-Mitglieder bekamen nach ihrer Reise nur den halben Lohn. Die Reederei, die White Star Line, berief sich darauf, dass sie ja schlie&szlig;lich nicht bis zum urspr&uuml;nglichen Zielort gefahren seien.</p>
<div id="attachment_91827" class="wp-caption alignleft" style="width: 346px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/cape-race.jpg"><img class="size-full wp-image-91827" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/cape-race.jpg" alt="Hier am Cape Race in Neufundland kamen die ersten Notsignale der Titanic an. Foto: flickr.com / dugspr" width="336" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">Hier am Cape Race in Neufundland kamen die ersten Notsignale der Titanic an. Foto: flickr.com / dugspr</p></div>
<p><strong>4. </strong>&#8220;Have struck iceberg&#8221;. Ein 14-j&auml;hriger Junge empfing als erster den Funk-Notruf der Titanic. Er befand sich zuf&auml;llig in der Funkstation am Cape Race auf der kanadischen Insel Neufundland. Der Funker war gerade hinausgegangen, um nach dem Leuchtfeuer zu sehen. Schon seit etlichen Stunden hatte die Funkstation Kontakt zur Titanic. Wohlhabende Passagiere der ersten Klasse sendeten Feriengr&uuml;&szlig;e auf die Insel, die von dort nach New York weitergeleitet wurden. Auch das Schiff Carpathia empfing die Notrufe, und wollte den Passagieren der Titanic zu Hilfe eilen. Doch als es an der Ungl&uuml;cksstelle ankam, waren von der majest&auml;tischen Titanic nur ein paar Rettungsboote und etliche im Wasser treibende Leichen &uuml;brig geblieben.</p>
<p><strong>5.</strong> Warnungen eines anderen Schiffes ignorierte Jack Phillips, der Funker der Titanic. Die nahegelegene SS Californian meldete knapp eine halbe Stunde vor dem Ungl&uuml;ck eine Warnung vor einem Eisfeld. Phillips sandte zur&uuml;ck: &#8220;Shut up, I am busy, I am working&#8221;.</p>
<p><strong>6. </strong>11.000 Menschen haben an der Titanic gearbeitet. 18 Menschen starben bei den Bauarbeiten, was in der damaligen Zeit jedoch keine besonders hohe Verlustrate ausmachte. Wie vielen von ihnen die Blase platze, ist nicht &uuml;berliefert. Viele Pinkel-Pausen gab es n&auml;mlich nicht. Die Zeiten, in denen man seine Notdurft verbringen konnte, waren durch „The Minutes&#8221; geregelt. Jeder Arbeiter hatte insgesamt sieben Minuten am Tag Zeit f&uuml;r seine Gesch&auml;fte.</p>
<div id="attachment_91833" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/dock.jpg"><img class="size-full wp-image-91833" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/dock.jpg" alt="Im nordirischen Belfast lag die Titanic bei ihrem Bau im Trockendock. Foto: Bildpixel / pixelio.de" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Im nordirischen Belfast lag die Titanic bei ihrem Bau im Trockendock. Foto: Bildpixel / pixelio.de</p></div>
<p><strong>7. </strong>Nur etwas &uuml;ber 300 Leichen konnten geborgen werden. Da die Bergungsschiffe nicht gen&uuml;gend Eis und S&auml;rge dabei hatten, wurden einige Tote direkt auf See bestattet. Die Leichen der Passagiere der ersten Klasse wurden feierlich beigesetzt. Dabei mussten einigen die Gliedma&szlig;en gebrochen werden, weil sie erfroren waren, anders h&auml;tten sie in keinen Sarg gepasst. Insgesamt starben 1.500 Menschen bei dem Untergang. Dabei erwiesen sich die Passagiere als echte Gentlemen. Getreu dem Motto &#8220;Frauen und Kinder zuerst&#8221;, starben &#8220;nur&#8221; 30 Prozent der Frauen und Kinder, aber vier von f&uuml;nf M&auml;nnern.</p>
<p><strong>8. </strong>Schon vorher verlief die Reise nicht ruhig, ein kleineres Schiff wurde in die Schiffsschraube der Titanic gezogen und besch&auml;digt, auch brach ein Feuer im Kohlenstauraum aus, welches jedoch noch auf der Fahrt gel&ouml;scht werden konnte.</p>
<p><strong>9.</strong> Die Tickets der Titanic kosteten zwischen acht Pfund und 660 Pfund. Ein Arbeiter verdiente rund f&uuml;nf Pfund im Monat. Daher w&uuml;rde nach heutigen Ma&szlig;st&auml;ben ein Erste-Klasse Ticket zwischen 30.000 und 60.000 Euro kosten. Ein Ticket f&uuml;r die dritte Klasse w&auml;re f&uuml;r etwa 500 Euro zu haben.</p>
<p><strong>10. </strong>Das Leck der Titanic war nur knapp einen Quadratmeter gro&szlig;. Dabei reichte es fast neunzig Meter an der Seite des Schiffes entlang. Sie war eines der ersten Boote mit wasserdichten T&uuml;ren. Selbst bei bis zu vier von sechzehn gefluteten Bereichen sollte die Titanic noch schwimmen k&ouml;nnen. Allerdings wurden durch das lange Leck gleich mehrere Kammern aufgerissen. Wenn die Titanic den Eisberg frontal gerammt h&auml;tte, w&auml;re sie vermutlich nicht gesunken.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=10123474" target="_blank">Interview mit Prof. Metin Tolan &uuml;ber die Physik hinter dem Titanic-Ungl&uuml;ck</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.titanicverein.ch/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=47&amp;Itemid=66" target="_blank">Schweizer Titanic-Verein: FAQ rund um das Ungl&uuml;ck </a></p>
<p style="color: white;"><strong><span style="color: #ffffff;">Wissenswert:</span></strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/06/04/2012/wissenswert-osterbraeuche/">Osterbr&auml;uche</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re:<a href="http://www.pflichtlektuere.com/03/02/2012/alzheimer-der-begriff-der-infektiositaet-ist-unzutreffend/"> Alzheimer</a></p>
</div>


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		<item>
		<title>Wissenswert: Osterbr&#228;uche</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/06/04/2012/wissenswert-osterbraeuche/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 10:10:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maren Bednarczyk</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[Brauchtum]]></category>

		<category><![CDATA[Dr. Oliver Reis]]></category>

		<category><![CDATA[Jesus]]></category>

		<category><![CDATA[Katholische Religion]]></category>

		<category><![CDATA[Osterbräuche]]></category>

		<category><![CDATA[Ostern]]></category>

		<category><![CDATA[Theologie]]></category>

		<category><![CDATA[TU Dortmund]]></category>

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		<description><![CDATA[Eier f&#228;rben, Schokohasen naschen, L&#228;mmer backen – so sieht heute das typische Osterfest aus. Aber kommen diese Symbole auch schon in der Bibel vor? pflichtlekt&#252;re hat den Theologen Oliver Reis gefragt.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong></p>
<div id="attachment_74616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><strong></strong><strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg"><img class="size-full wp-image-74616" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg" alt="Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog" width="600" height="200" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: Maren Bednarczyk</p></div>
<p><strong>Zu den ersten Fr&uuml;hlingstagen wird es endlich mal wieder richtig bunt in der WG-K&uuml;che - sp&auml;testens zum allj&auml;hrlichen Osterfest. Beim Discounter um die Ecke schnell noch ein paar Schokohasen kaufen, eine Kiste Eier sch&ouml;n bunt f&auml;rben und aus ein bisschen Mehl und Milch ein leckeres Osterlamm backen. Aber gab es diese Br&auml;uche und Symbole auch schon in Jerusalem, als Jesus dem Glauben nach f&uuml;r die Christen gestorben und an Ostern auferstanden ist? Oliver Reis ist Theologe an der TU Dortmund und wei&szlig; genau Bescheid.</strong></p>
<div id="attachment_91103" class="wp-caption alignright" style="width: 234px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/foto.jpg"><img class="size-medium wp-image-91103" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/foto-224x300.jpg" alt="In Sachen Dekoration und Kreativit&auml;t kann man sich Ostern frei austoben. Nicht nur Eier kann man anmalen, sondern auch Osterhasen. Foto: Maren Bednarczyk" width="224" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Nach dem grauen Winter wird´s bunt: Hasenrohlinge zum Anmalen sind in fast allen Bastell&auml;den erh&auml;ltlich. Foto: Maren Bednarczyk</p></div>
<p>Bereits zu Weihnachten hat die pflichtlekt&uuml;re Oliver Reis &uuml;ber die weihnachtlichen Br&auml;uche gesprochen, das Ergebnis: Eigentlich hat nichts von dem, was wir heute an Weihnachten aufstellen, backen und zelebrieren &uuml;berhaupt noch etwas mit der christlichen Weihnachtsgeschichte zu tun. Zu Ostern sieht es wohl nicht ganz so dramatisch aus. &#8220;Osterhasen, Ostereier - all diese Elemente stehen f&uuml;r das, was an Ostern passiert: N&auml;mlich dieser Neubeginn nach dem Tod, der Neubeginn nachdem etwas gestorben ist, der Fr&uuml;hling, das Fr&uuml;hlingserwachen, die Momente des neuen Lebens, wenn das Leben durch die Schale bricht&#8221;, sagt Oliver Reis. Zum Beispiel kleine K&uuml;ken, die aus ihrem Ei schl&uuml;pfen oder Hasenfamilien, die ihre Kleinen zur Welt bringen symbolisieren genau das, was man mit der Auferstehung von Jesus verbinden kann. Trotzdem gibt es diese Symbole erst seit dem sp&auml;ten Mittelalter, sie gab es nicht bereits zu Zeiten Jesu.</p>
<p><strong>Urspr&uuml;nglich Lamm Gottes, heute Lamm im Ofen</strong></p>
<p>&#8220;Ja, das Osterlamm hat einen Bezug zur Ostergeschichte in der Bibel!&#8221;, erkl&auml;rt Oliver Reis. &#8220;Da gab es bestimmt kein Osterlamm in der Form, wie wir es heute kennen. Aber dieses &#8220;Jesus ist das Lamm Gottes&#8221; im Agnus Dei in jeder Liturgie, damit verehren wir Jesus Christus als das Lamm Gottes und damit eben als denjenigen, der sich geopfert hat.&#8221; Jesus hat sich sozusagen wie ein Schlachttier f&uuml;r die Christen hingegeben, um ihre S&uuml;nden auf sich zu nehmen und sie zu vers&ouml;hnen.</p>
<p>Der Hintergrund daf&uuml;r, dass Jesus als das Lamm Gottes gilt habe mit dem damaligen Auszug der Israeliten aus &Auml;gypten zu tun, wei&szlig; Oliver Reis. Im Alten Testament steht geschrieben, dass Gott Rache an den &Auml;gyptern &uuml;bte, weil sie in ihrem Land die Israeliten unterdr&uuml;ckt und versklavt haben. Den Israeliten wurde dann in der Nacht ihres Auszuges gesagt, sie sollen ihre T&uuml;rpfosten mit L&auml;mmerblut bestreichen. So sollte Gott ihre H&auml;user erkennen, damit sie von der Ermordung der Erstgeborenen unter Mensch und Vieh, wie die blutige Rache laut Bibel an den &Auml;gyptern aussehen sollte, verschont blieben. Jesus gilt also auch als das Lamm, welches die Israeliten damals vor dem b&ouml;sen Racheengel, den Gott gesandt hat, besch&uuml;tzt hat.</p>
<p><strong>Karsamstag vs. Ostersamstag</strong></p>
<p>Die meisten wissen sicher nicht genau, wie er denn nun hei&szlig;t, der Samstag am Osterwochenende: Sollte man Karsamstag sagen oder ist auch der Begriff Ostersamstag erlaubt? Oliver Reis erkl&auml;rt, dass es eigentlich ein zweigeteilter Samstag ist, also quasi beide Begriffe gelten. &#8220;Es ist Karsamstag, wobei es kirchlich so ist, dass mit dem Sonnenuntergang liturgisch der n&auml;chste Tag beginnt.&#8221; Nachdem in vielen Gemeinden das Osterfeuer angez&uuml;ndet wird ist also Ostersamstag. Mancherorts wird dann ab 21 Uhr die so genannte Auferstehungsmesse gefeiert. &#8220;Das ist im Grunde ein doppelter Tag&#8221;, f&uuml;gt Oliver Reis hinzu. &#8220;Einerseits Jesus bei den Toten, und dann in der Nacht der Vorgriff auf den Ostersonntag, der der eigentliche Osterfeiertag ist.&#8221; Ein Tipp - nicht nur f&uuml;r all diejneigen, die es an Karneval vor der Fastenzeit &uuml;bertrieben haben - sondern an alle: &#8220;In der Nacht zum Ostersonntag sollte man eigentlich auch beichten gehen - zumindest wenn man Christ ist, geh&ouml;rt es dazu&#8221;, appelliert der Theologe.</p>
<p><strong>Fleischlos, aber Fisch erlaubt?</strong></p>
<div id="attachment_81402" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/kasperski-portrat.jpg"><img class="size-medium wp-image-81402" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/kasperski-portrat-200x300.jpg" alt="Er schl&auml;gt vor, in der Fastenzeit einen Tag komplett auf Speis und Trank zu verzichten. Der Fisch an Karfreitag sei nur ein Kompromiss - Theologe Oliver Reis. Foto: Maren Bednarczyk" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Er schl&auml;gt vor, in der Fastenzeit einen Tag komplett auf Speis und Trank zu verzichten. Der Fisch an Karfreitag sei nur ein Kompromiss - Theologe Oliver Reis. Foto: Maren Bednarczyk</p></div>
<p>&#8220;In der Fastenzeit geht es darum sich zur&uuml;ckzunehmen und einmal richtig wahrzunehmen, wie man lebt. Dazu geh&ouml;rt auch die R&uuml;cksicht auf andere Gesch&ouml;pfe. Eigentlich die die Fastenzeit eine radikal fleischlose Zeit. Mit dem Fisch ist es quasi wie ein Kompromiss, so wie Maultaschen in S&uuml;ddeutschland auch nicht als Fleischspeise gelten&#8221;, erkl&auml;rt Oliver Reis und schmunzelt dabei. &#8220;Eigentlich kann man deshalb besser vom Fleischverzicht sprechen, weil man an dem „nur&#8221; Fisch erkennen kann, dass wir uns in Sachen Fleisch irgendwo zur&uuml;cknehmen.&#8221;</p>
<p>Oliver Reis hat aber kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r diejenigen, die sich an Karfreitag zum Beispiel eine riesige Fischplatte auf den Esstisch zaubern. &#8220;Diejenigen haben das mit dem Fasten nicht richtig verstanden.&#8221; In der Ausnahme Fisch zu essen bedeute n&auml;mlich nicht gleich, sich im Supermarkt um die Ecke Unmengen an Fisch aus der K&uuml;hltheke zu angeln.</p>
<p><strong>Jesus: Anzeige wegen Tempelfriedensbruch</strong></p>
<p>In der katholischen Kirche gilt Ostern als Tag der Auferstehung Jesu &uuml;brigens noch vor dessen &#8220;Geburtstag&#8221; Weihnachten als das h&ouml;chste Fest der gesamten Christenheit. Trotzdem sieht Oliver Reis Weihnachten dadurch nicht zu sehr ins Abseits gedr&auml;ngt - Weihnachten sei der notwendige Gegenpart zu Ostern. &#8220;Ostern w&auml;re nur halb so sinnvoll ohne Weihnachten, aber Weihnachten ohne Ostern macht gar keinen Sinn! Stellen wir uns vor, Jesus w&auml;re 40, 50 oder 60 Jahre alt geworden, h&auml;tte eine Familie gegr&uuml;ndet und mal eine Anzeige wegen Tempelfriedensbruch bekommen - dann g&auml;be es das Christentum nicht!&#8221; Im Vergleich freut Oliver Reis beim Osterfest, dass bei den Geschenken nicht ganz so viel Kommerz betrieben wird.</p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;    &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0   21   false false false  DE ZH-TW X-NONE                          &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;                                                                                                                                            &lt;![endif]--><!--[if gte mso 10]&gt;--> <!--[endif]--></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color:white;"><strong>Mehr zum Thema:<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.german-easter-holiday.com/osterbrauch/index.html" target="_blank">Mehr zu den Osterbr&auml;uchen</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.das-osterportal.de/ostern-international.html" target="_blank">Ostern International</a></p>
<p style="color: white;"><strong>Wissenswert:</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/03/02/2012/alzheimer-der-begriff-der-infektiositaet-ist-unzutreffend/" target="_blank">Alzheimer</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re:<strong> </strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/29/01/2012/wissenswert-aghet-voelkermord-an-den-armeniern/" target="_blank">Aghet - Der V&ouml;lkermord an den Armeniern</a><strong><br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Wissenswert: Alzheimer</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/03/02/2012/alzheimer-der-begriff-der-infektiositaet-ist-unzutreffend/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 19:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janna Cornelissen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>

		<category><![CDATA[Bauchinjektion]]></category>

		<category><![CDATA[Beta-Amyloid]]></category>

		<category><![CDATA[Infektiös]]></category>

		<category><![CDATA[Keime]]></category>

		<category><![CDATA[Mäusemodell]]></category>

		<category><![CDATA[Plaques]]></category>

		<category><![CDATA[Proteinstücke]]></category>

		<category><![CDATA[Tau-Proteine]]></category>

		<category><![CDATA[Tübingen]]></category>

		<category><![CDATA[Tierversuch]]></category>

		<category><![CDATA[Umweltfaktoren]]></category>

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		<description><![CDATA[Millionen Menschen leiden an dem schrittweisen Hirnzerfall. Nun sorgen neue Forschungsergebnisse f&#252;r Debatten um die Ursache der Krankheit.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_74616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg"><img class="size-full wp-image-74616" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg" alt="Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog" width="600" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog</p></div>
<p><span style="font-weight: bold;">Mit Alzheimer verliert man nicht nur sein Erinnerungsverm&ouml;gen. Die Pers&ouml;nlichkeit ver&auml;ndert sich, viele Patienten werden apathisch, bis man im letzten Stadium motorische F&auml;higkeiten verliert, nicht mehr  sprechen kann und die Kontrolle &uuml;ber Darm und Blase schwindet. Dies sind nur einige der facettenreichen Symptome, die die Alzheimerkrankheit zeigt.</span></p>
<p>Warum man genau an Alzheimer erkrankt, ist bis heute trotz intensiver Forschung noch nicht ganz klar. Man sieht die Nervensch&auml;digungen im Gehirn aber wie kommt es dazu? In unserem Hirn haben wir verschiedene Arten von Proteinen. Zwei Proteine davon sind f&uuml;r die Entstehung von Alzheimer wichtig, das Beta-Amyloid und das Tau-Protein. Beide Proteine kommen auch beim gesunden Menschen vor. Bei Alzheimer zeigt sich im Gehirn jedoch folgendes Bild:</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;">- Innerhalb der Nervenzellen bilden sich zu viele B&uuml;ndel von Tau-Proteinen, die zudem zu stark Phosphat einbauen. Die  Folge  sind gest&ouml;rte   Transportprozesse und die Stabilit&auml;t der Zelle nimmt ab.</p>
<p style="color: white;">- Zwischen den Nervenzellen entstehen Beta-Amyloid Ablagerungen (&#8221;Plaques&#8221;), die ver&auml;nderte Struktur dieses Proteins f&uuml;hrt zu diesen    Verklumpungen. Auch hier wird der Kommunikationsprozess der Zellen gest&ouml;rt.</p>
<p style="color: white;">- Die Hirnmasse schrumpft nach und nach. Die Botenstoffe verringern sich und die Nervenverbindungen gehen verloren.</p>
</div>
<p><strong>Wissenschaftler distanziert sich von Medienberichten</strong></p>
<p>Seit vielen Jahren erforscht das Hertie- Institut f&uuml;r klinische Hirnforschung die so weitverbreite Krankheit. Die T&uuml;binger Wissenschaftler waren es auch, die im Mausmodell herausfanden, welche Vorrausetzungen es braucht, damit sich die Plaques im gesunden Gehirn bilden.Der Biochemiker Frank Baumann geh&ouml;rt seit 2008 zum Forscherteam und will aus dieser Entdeckung, die bereits im Jahr 2006 unter Mathias Jucker ihre Anf&auml;nge nahm, noch absolut keine Schl&uuml;sse ziehen.</p>
<p>In den letzten Tagen liest man in vielen Medien die Schlagzeile, dass Alzheimer vermutlich eine infekti&ouml;se Komponente zeige. Frank Baumann m&ouml;chte sich von diesen Artikeln klar distanzieren. &#8220;Der Begriff der Infektiosit&auml;t, der zurzeit kursiert, ist unzutreffend. Es gibt bisher noch keine Hinweise darauf, dass Alzheimer auf nat&uuml;rlichem Wege von Mensch zu Mensch &uuml;bertragen wird&#8221;. Auch bei diesem Artikel legte das Institut gro&szlig;en Wert darauf, dass das Wort &#8220;Infektion&#8221; und andere Formulierungen in dieser Richtung nicht fallen. Zu gro&szlig; ist die Angst, dass bei den Menschen der Eindruck entsteht, man k&ouml;nne sich mit Alzheimer irgendwie infizieren.</p>
<p><strong>Neuer Ansatz f&uuml;r die Forschung</strong></p>
<div id="attachment_86693" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/498426_web_r_k_b_by_gerd-altmann_pixeliode.jpg"><img class="size-medium wp-image-86693" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/498426_web_r_k_b_by_gerd-altmann_pixeliode-300x225.jpg" alt="Alzheimer" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Alzheimer wird oft erst sehr sp&auml;t diagnostiziert. Viele deuten die anf&auml;nglichen Symptome nicht richtig. Es ist immer noch so, dass Alzheimer haupts&auml;chlich &auml;ltere Menschen betrifft.  Foto: Altmann/pixelio</p></div>
<p>Schon vor Jahren ist den Wissenschaftlern gelungen, transgene M&auml;use (M&auml;use, die genetisch ver&auml;ndert wurden, damit sie f&uuml;r Alzheimer anf&auml;llig werden) mit alzheimerausl&ouml;senden Proteinst&uuml;cken zur Plaquebildung anzuregen. Da wurde die Substanz noch direkt in das Gehirn der Nager gespritzt. Heute sind die T&uuml;bingern Wissenschaftler schon weiter. Es ist ihnen gelungen, die Beta- Amyloide in den Bauchraum zu injizieren und auch dann zeigten sich Ablagerungen im Gehirn der Versuchstiere. Warum die sogenannten &#8220;Seeds&#8221;-Keime diese lange Strecke zum Gehirn &uuml;berdauern, und vor allem wie sie transportiert werden, ist noch unklar. Nicht nachweisbar ist zudem, ob dieser Keim au&szlig;erhalb eines erkrankten Gehirns &uuml;berhaupt vorkommt.</p>
<p>Trotzdem ergeben sich aus dieser Studie interessante Fragen: Gibt es K&ouml;rperfl&uuml;ssigkeiten, die mit dem Gehirn auch in der Peripherie in Kontakt stehen? Gibt es in der Umwelt eine Substanz, die Alzheimer ausl&ouml;sen kann? Hierin liegt ein Ansatz, endlich nachvollziehen zu k&ouml;nnen, wie es zu den Ablagerungen im Gehirn kommt.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.hih-tuebingen.de/" target="_blank">Hertie- Institut </a></p>
<p style="color: white;">web:<a href="http://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer-krankheit/index.htm" target="_blank"> Alzheimer-Forschung</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/demenz-die-alzheimer-infektion-1.1014569" target="_blank">Artikel in der &#8220;S&uuml;ddeutschen Zeitung&#8221;</a></p>
<p style="color: white;"><strong>Wissenswert:</strong></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/29/01/2012/wissenswert-aghet-voelkermord-an-den-armeniern/" target="_blank">Aghet- V&ouml;lkermord an den Armeniern</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/20/01/2012/dns-changer/" target="_blank">Sch&auml;dlicher Trojaner</a></p>
<p style="color: white;">
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Wissenswert: Aghet - V&#246;lkermord an den Armeniern</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/29/01/2012/wissenswert-aghet-voelkermord-an-den-armeniern/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/29/01/2012/wissenswert-aghet-voelkermord-an-den-armeniern/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 16:46:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Ziser</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Essen]]></category>

		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>

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		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>

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		<category><![CDATA[Leugnung]]></category>

		<category><![CDATA[Nationalismus]]></category>

		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

		<category><![CDATA[Völkermord]]></category>

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		<description><![CDATA["Aghet" (dt.: Katastrophe) bezeichnet den V&#246;lkermord an hunderttausenden Armeniern. Ein Gesetz in Frankreich sorgt f&#252;r Debatten dar&#252;ber.


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			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><strong></strong></p>
<div id="attachment_74616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg"><img class="size-full wp-image-74616" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg" alt="Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog" width="600" height="200" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog</p></div>
<p><strong>Die Leugnung des V&ouml;lkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich soll in Frankreich unter Strafe gestellt werden. Doch die Regierung der T&uuml;rkei leugnet diesen V&ouml;lkermord bis heute, obwohl er als wissenschaftlich erwiesen gilt. Wie kam es zur Vernichtung nahezu eines ganzen Volkes?</strong></p>
<p class="MsoNormal">Das Osmanische Reich war ein Vielv&ouml;lkerstaat, der wie viele andere dieser Staaten durch die Nationalismusbewegung im 19. Jahrhundert von innen auseinanderzufallen drohte. Grundlage des Osmanischen Rechtssystems war der Islam – es unterschied ausdr&uuml;cklich zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen. Dabei waren l&auml;ngst nicht alle Einwohner des Osmanischen Reichs Muslime: Ungef&auml;hr 40 Prozent der Einwohner Anatoliens, in etwa das Gebiet der heutigen T&uuml;rkei, waren Christen.</p>
<div id="attachment_85626" class="wp-caption alignright" style="width: 226px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/armeniansondeportationmarchklein.jpg"><img class="size-medium wp-image-85626" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/armeniansondeportationmarchklein-216x300.jpg" alt="Dieses Foto zeigt eine armenische Witwe mit ihren Kindern im Jahr 1899. Quelle: George Grantham Bain collection." width="216" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dieses Foto zeigt eine armenische Witwe mit ihren Kindern im Jahr 1899. Quelle: George Grantham Bain collection.</p></div>
<p class="MsoNormal">Diese Nicht-Muslime waren f&uuml;r die Muslime, die einen islamischen Nationalstaat anstrebten, nicht akzeptabel. Dass sie seit 1839 rechtlich gleichgestellt waren, machte die Sache f&uuml;r die Muslime damals nur noch unertr&auml;glicher.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Nationalismus plus Religion gleich Ideologie</strong></p>
<p class="MsoNormal">Der V&ouml;lkermord an den Armeniern war die Konsequenz des ideologischen Plans, eine homogene muslimisch-t&uuml;rkische Heimat zu schaffen – von Istanbul bis an die chinesische Mauer. Der Nationalismus als Gesellschaftsmodell und die Weltanschauung, dass Muslime die besseren Menschen seien - das verhinderte eine Integration in einen gemeinsamen t&uuml;rkischen Nationalstaat.</p>
<p class="MsoNormal">Haupts&auml;chlich in den Jahren 1915 und 1916, mitten in der Phase der Transformation vom Osmanischen Vielv&ouml;lkerstaat in einen t&uuml;rkischen Nationalstaat, wurden mehrere Hunderttausend Armenier durch Massaker und Todesm&auml;rsche get&ouml;tet. Sie wurden in ihren Hauptsiedlungsgebieten zusammen getrieben und dann entweder sofort ermordet, oder auf eine Wanderung durch das Gebirge geschickt. Ziel dieser M&auml;rsche war nicht die Umsiedlung der Armenier, sondern die Vernichtung des ganzen Volkes.</p>
<p class="MsoNormal">Sch&auml;tzungen &uuml;ber die Opferzahlen gehen weit auseinander, da auch die Angaben &uuml;ber die Anzahl der Christen im Osmanischen Reich nicht sicher sind. Die Opferzahlen reichen von 300.000 bis 1,5 Millionen.</p>
<p class="MsoNormal">Vladimir Iliescu, Geschichtsprofessor und Osteuropaexperte an der RWTH Aachen, rechnet mit ungef&auml;hr einer Million Opfern: „Man muss wissen, dass es bereits in den letzten Jahren des neunzehnten Jahrhunderts kleiner Progrome gab.“ Der Gro&szlig;teil der Get&ouml;teten sei aber w&auml;hrend des ersten Weltkriegs umgekommen. „Da die Armenier christlich-orthodox waren, bezichtigten die T&uuml;rken sie, die ebenfalls christliche Sowjetunion im Krieg zu unterst&uuml;tzen.“</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Das Thema ist l&auml;ngst nicht aufgearbeitet</strong></p>
<p class="MsoNormal">Bis heute ist das armenische Selbstverst&auml;ndnis stark durch dieses Vernichtungstrauma gepr&auml;gt.  „Sie empfinden sich als verfolgtes Volk“, erkl&auml;rt Professor Iliescu. F&uuml;r die Armenier verschlimmere sich das Trauma durch die Leugnung immer weiter. Dadurch setze sich die genozidale Politik fort und den Opfern werde ihre Geschichte genommen. Bis heute k&auml;mpfen die Armenier beharrlich um die Anerkennung des V&ouml;lkermords durch die T&uuml;rkei. Diese reagierte jedoch negativ auf das neue franz&ouml;sische Gesetz, das die Leugnung unter Strafe stellt und legte die Milit&auml;rbeziehungen mit Frankreich auf Eis.</p>
<p class="MsoNormal">In der T&uuml;rkei kann man n&auml;mlich sogar daf&uuml;r bestraft werden, die Vorg&auml;nge der Jahre 1915/16 als Genozid zu bezeichnen. „Viele T&uuml;rken sind sogar aufgrund von falscher Propaganda fest davon &uuml;berzeugt, dass die Armenier die T&uuml;rken verfolgt haben und nicht andersherum. Aber das ist falsch“, erl&auml;utert Iliescu.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">
<p style="color: white;"><strong>eldoradio: </strong><a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=3081&amp;sel=ressort&amp;selidx=17" target="_blank">Wo ist es verboten, was zu leugnen?</a></p>
<p style="color: white;"><strong>pflichtlekt&uuml;re:</strong> <a href="http://www.pflichtlektuere.com/20/01/2012/dns-changer/" target="_blank">Wissenswert - Sch&auml;dlicher Trojaner</a></p>
<p style="color: white;"><strong>pflichtlekt&uuml;re: </strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/13/01/2012/wissenswert-keime-im-fleisch/">Wissenswert - Keime im Fleisch</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Wissenswert: Sch&#228;dlicher Trojaner</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/20/01/2012/dns-changer/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/20/01/2012/dns-changer/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 18:53:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanna Metzen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[BSI]]></category>

		<category><![CDATA[DNS Changer]]></category>

		<category><![CDATA[dns-ok]]></category>

		<category><![CDATA[dns-okay]]></category>

		<category><![CDATA[Malware]]></category>

		<category><![CDATA[Schadprogramm]]></category>

		<category><![CDATA[Trojaner]]></category>

		<category><![CDATA[Trojanisches Pferd]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pflichtlektuere.com/?p=84492</guid>
		<description><![CDATA[Der Trojaner "DNS Changer" kursiert im Internet. Weil Betroffenen ab M&#228;rz ein Komplettausfall des Internets droht, haben Bundesbeh&#246;rden sogar einen Internet-Schnelltest ins Leben gerufen.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_74616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-74616" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg" alt="Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: Corinna Dumat / pixelio.de" width="600" height="200" /><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog</p></div>
<p><strong>Der Trojaner „DNS Changer“ kursiert im Internet – dass solche Schadprogramme unterwegs sind, die heimlich auf fremde Computer zugreifen, ist keine Seltenheit. Nicht so oft passiert es aber, dass eine Bundesbeh&ouml;rde einen Selbsttest ins Leben ruft, der den Trojanerbefall anzeigt. Denn wer von DNS Changer betroffen ist, dem droht ab M&auml;rz ein Komplettausfall des Internets.</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p>In der letzten Woche haben eine Menge deutscher Internetnutzer auf dns-ok.de geklickt. Die Seite, durch die das Bundesamt f&uuml;r Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) alle manipulierten Rechner finden will, wurde allein in den ersten sechs Tagen mehr als 14 Millionen Mal aufgerufen. 38.600 Warnungen wurden bis dahin ausgestellt, die auf den Trojanerbefall hinweisen.</p>
<div id="attachment_84535" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-84535" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/dns-ok-300x180.jpg" alt="Gl&uuml;ck gehabt: Wenn der Selbsttest so aussieht, ist kein unerw&uuml;nschter Trojaner auf dem Rechner. Foto: Screenshot." width="300" height="180" /><p class="wp-caption-text">Gl&uuml;ck gehabt: Wenn der Selbsttest so aussieht, hat &quot;DNS Changer&quot; einen nicht erwischt. Foto: Screenshot.</p></div>
<p>„DNS Changer“ hei&szlig;t das Schadprogramm und klingt wie eine neue Methode, menschliches Erbgut zu manipulieren. Gemeint ist aber etwas ganz anderes: DNS steht f&uuml;r „Domain Name System“ und ist eine Art &Uuml;bersetzer im Internet. Zu jeder Webseite geh&ouml;rt eine IP-Adresse, die wie eine Telefonnummer funktioniert – gibt man zum Beispiel die IP „173.194.67.94“ in den Browser ein, landet man direkt bei Google. Diese ellenlange Zahlenkolonne kann sich aber keiner merken, im Gegensatz zur URL „www.google.de“. Und damit man auch dadurch zu Google gelangt, muss das DNS die URL in die IP-Adresse umwandeln.</p>
<p><strong>Trojaner manipuliert DNS</strong></p>
<div id="attachment_84531" class="wp-caption alignleft" style="width: 244px"><img class="size-medium wp-image-84531" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/thorsten-holz-234x300.jpg" alt="Thorsten Holz ist Professor f&uuml;r Systemsicherheit an der RUB und forscht &uuml;ber Trojaner und Co. Foto: privat" width="234" height="300" /><p class="wp-caption-text">Thorsten Holz forscht an der RUB &uuml;ber Trojaner und Co. Foto: privat</p></div>
<p>Und genau da greift der Trojaner ein. Thorsten Holz, Professor am Lehrstuhl f&uuml;r Systemsicherheit der Ruhr-Universit&auml;t Bochum, erkl&auml;rt: „Das DNS wird so manipuliert, dass man auf einen falschen Server umgeleitet wird. Es kann sein, dass man nicht mehr bei Google landet, sondern auf einer Seite, die nur so aussieht wie Google.“</p>
<p>Das hat Folgen, auch wenn der PC-Nutzer sie gar nicht merkt: Bei einem automatischen Anti-Virus-Update kann der Trojaner daf&uuml;r sorgen, dass auf eine falsche IP-Adresse weitergeleitet und das Update nicht heruntergeladen wird. Oder man gelangt auf Seiten, &uuml;ber die Viren und andere Schadprogramme installiert werden.</p>
<p>Genauso ist DNS Changer dazu in der Lage, die Werbung auf einer Seite zu ver&auml;ndern. Und das ist letztendlich gewinnbringend: Wird auf den Link geklickt, landen die Werbeeinnahmen beim Urheber des Trojaners.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Was ist eigentlich ein Trojaner?</strong></p>
<p style="color: white;">Der Begriff &#8220;Trojaner&#8221; kommt aus der griechischen Mythologie und bezeichnet heutzutage ein Computerprogramm, dass als etwas N&uuml;tzliches getarnt ist, in Wirklichkeit aber heimlich andere Dinge anstellt. Er kann zum Beispiel weitere Schadprogramme installieren, die Firewalls umgehen oder Daten wie Passw&ouml;rter und Bankverbindungen ausspionieren k&ouml;nnen.<br />
<span style="color: #3366ff;">.</span><br />
Im Gegensatz zu Computerviren verbreiten sich Trojaner nicht automatisch weiter, sondern m&uuml;ssen heruntergeladen werden. Das geschieht &uuml;brigens meist &uuml;ber das sogenannte „Social Engineering“: Per Spammail werden zum Beispiel Links verschickt, die scheinbar auf Youtube oder Facebook f&uuml;hren – in Wirklichkeit aber nur auf eine Seite, die genauso aussieht. Dort erscheint dann eine Meldung, dass ein Plug-In fehlt, um etwa ein Video zu sehen. Wer dann auf Download klickt, der hat schon den Trojaner auf dem Rechner.</p>
</div>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Seit Jahren haben Onlinekriminelle so eine Menge Geld gemacht, bis im November das FBI eingriff und die DNS-Server sicherstellte. Das Problem bei der Sache: H&auml;tte das FBI die Server einfach ausgeschaltet, w&auml;ren alle vom Trojaner infizierten Internetnutzer auf einen Schlag offline gewesen. Also wurden die manipulierten Server durch eigene ersetzt, die korrekt arbeiten.</p>
<p>Am 8. M&auml;rz aber soll alles endg&uuml;ltig abgeschaltet werden. Damit bis dahin jeder wei&szlig;, ob er vom Trojaner befallen ist, gibt es die Seite dns-ok.de – sie zeigt an, wer &uuml;ber den FBI-Server geleitet wird und infiziert ist.</p>
<div id="attachment_84519" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-84519" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/dns-okay-300x180.jpg" alt="Da hat sich jemand ein Scherz erlaubt: Wer auf dns-okay.de landet, begegnet bunten Einh&ouml;rnern. Foto: Screenshot." width="300" height="180" /><p class="wp-caption-text">Da hat sich jemand ein Scherz erlaubt: Wer auf dns-okay.de landet, begegnet bunten Einh&ouml;rnern. Foto: Screenshot.</p></div>
<p><strong>Selbsttest mit Schw&auml;chen</strong></p>
<p>Aber auch die Seite, die gemeinsam durch das BSI, die Deutsche Telekom und das Bundeskriminalamt bereitgestellt wird, birgt T&uuml;cken: Wer versehentlich „dns-okay.de“ eintippt, landet auf einer fast gleich aussehenden Seite, auf der nach ein paar Sekunden bunte Glitzer-Einh&ouml;rner erscheinen.</p>
<p>Dass der Name „dns-ok“ nicht sehr gl&uuml;cklich gew&auml;hlt ist, findet auch Thorsten Holz: „Statt einer Scherzseite mit Einh&ouml;rnern h&auml;tte dort jemand genauso gut ein weiteres Schadprogramm zum Download anbieten k&ouml;nnen, getarnt als Anti-Trojaner-Programm.“ - Und das w&auml;re wohl kaum im Interesse der Bundesbeh&ouml;rden.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.dns-ok.de" target="_blank">Die Trojaner-Testseite dns-ok</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="https://www.bsi.bund.de/ContentBSI/Presse/Pressemitteilungen/Presse2012/Hilfe-gegen-Schadsoftware_DNS-Changer_10012012.html" target="_blank">Weitere Infos vom BSI</a></p>
<p style="color: white;"><strong>Wissenswert:</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/13/01/2012/wissenswert-keime-im-fleisch/">Keime im Fleisch</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/23/12/2011/wissenswert-weihnachtsbraeuche/">Weihnachtsbr&auml;uche</a></p>
<p style="color: white;"> </p>
</div>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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