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	<title>pflichtlektüre &#187; Unter der Lupe</title>
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	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 08:59:18 +0000</pubDate>
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		<title>Bahn: H&#246;here Preise - auch beim Semesterticket</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/12/12/2011/neuer-fahrplan-hoehere-preise-auch-beim-semesterticket/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/12/12/2011/neuer-fahrplan-hoehere-preise-auch-beim-semesterticket/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 18:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Vivien Schuetz</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Weihnachten mit dem Zug nach Hause: Daf&#252;r m&#252;ssen Studenten seit Sonntag tiefer in die Tasche greifen. Auch das Semesterticket wird teurer.



Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einmal im Jahr werden europaweit die Fahrpl&auml;ne gewechselt. An diesem Sonntag war es wieder soweit. Gleichzeitig hat die Deutsche Bahn die Ticketpreise im Nah- und Fernverkehr erh&ouml;ht. Grund sind laut Bahn gestiegene Energie -und Personalkosten.</strong></p>
<p>Im Fernverkehr sind die Preise um knapp 3,9 Prozent gestiegen. Im Nahverkehr werden Angebote wie Sch&ouml;nes-Wochenende-Ticket oder  das Quer-durchs-Land-Ticket im Schnitt um 2,7 Prozent angehoben.</p>
<div id="attachment_80099" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/deutsche-bahn-automat1.jpg"><img class="size-medium wp-image-80099 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/deutsche-bahn-automat1-200x300.jpg" alt="deutsche-bahn-automat1" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Egal, ob am Automaten, online oder im Reisezentrum: Wer sich einen Sitzplatz reservieren m&ouml;chte, bezahlt vier Euro. Fotos: Vivien Sch&uuml;tz</p></div>
<p><strong>Semesterticket teurer</strong></p>
<p><strong></strong>Die Preiserh&ouml;hung bei der Deutschen Bahn hat auch Auswirkungen auf den Semesterbeitrag. Der steigt laut dem Asta ab dem Sommersemester 2012 von 150,61 Euro auf 156,05 Euro. Grund ist das Semesterticket. Das kostet statt 139,56 Euro dann 145 Euro.</p>
<p><strong>Bahncard wird teurer </strong></p>
<p>Die Bahncard 25, mit der man einen Rabatt von 25 Prozent bekommt, kostet nun 59 Euro und damit zwei Euro mehr als davor. Die Bahncard 50 ist mit 240 Euro jetzt zehn Euro teurer geworden. Unver&auml;ndert bleiben die Sparpreise. Ein 2.-Klassen-Ticket kostet weiterhin 19 Euro f&uuml;r unter 250 km und 29 Euro f&uuml;r &uuml;ber 250 km, allerdings gibt es von diesen Tickets nun weniger im Angebot.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><strong>Vier Euro pro Sitzplatzreservierung</strong></p>
<p>Sitzplatzreservierungen kosten seit Sonntag einheitlich vier Euro,  unabh&auml;ngig davon, ob der Sitzplatz am Automaten, im Internet oder im Reiseb&uuml;ro gebucht wird. Damit kostet die Reservierung online und am Automaten nun 1,50 Euro mehr, im Reiseb&uuml;ro nun 0,50 Cent weniger.</p>
<p><strong>H&ouml;here Energie- und Personalkosten</strong></p>
<p>Dass die Preise dieses Jahr deutlich gestiegen sind, begr&uuml;ndet Daniele Bals, Sprecherin des Personenverkehrs der Deutschen Bahn, mit h&ouml;heren Energiepreisen. Die Bahn erh&auml;lt einen Gro&szlig;teil ihres Stroms aus Atomkraftwerken. Durch den Ausstieg aus der Atomenergie sind die Energiepreise deutlich gestiegen. Au&szlig;erdem habe die Bahn die Geh&auml;lter ihrer Mitarbeiter erh&ouml;ht, sagt Bals. Im Winter 2010 hatte die Bahn nach Ausf&auml;llen bei den Fernz&uuml;gen und Problemen mit den Heizungen auf teurere Tickets im Fernverkehr verzichtet. Die damalige Qualit&auml;t des Reiseverkehrs h&auml;tte dies nicht rechtfertigen k&ouml;nnen, erkl&auml;rt Bahnsprecherin Bals. Die Preise im Nah- und Regionalverkehr waren dagegen um 1,9 Prozent gestiegen.</p>
<p>Auf diesen Winter aber sei man besser vorbereitet, sagt Daniele Bals. So habe die Deutsche Bahn unter anderem  mehr Mitarbeiter eingestellt, um die Pannen im letzten Winter zu vermeiden.</p>
<div id="attachment_80111" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/s-bahn.jpg"><img class="size-medium wp-image-80111 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/s-bahn-200x300.jpg" alt="s-bahn" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">In Deutschland sind jeden Tag knapp 27.000 Z&uuml;ge der Deutschen Bahn unterwegs.</p></div>
<p><strong>Teurer, aber nicht besser?</strong></p>
<p>Karl-Peter Naumann, Bundesvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn, kann die h&ouml;heren Preise nicht komplett nachvollziehen. Dass die Energiepreise gestiegen sind und die Mitarbeiter ein h&ouml;heres Gehalt bekommen, sei zwar richtig. Seiner Meinung nach aber d&uuml;rfte die Bahn die Preise erst erh&ouml;hen, wenn sich auch die Qualit&auml;t verbessert. Die Fahrg&auml;ste seien durchaus bereit, mehr zu zahlen, sagt er. Allerdings nur, wenn die Z&uuml;ge auch p&uuml;nktlich kommen w&uuml;rden. Mit einer P&uuml;nktlichkeitsquote von 80 Prozent im Fernverkehr sei die  Versp&auml;tungslage noch weit von den gew&uuml;nschten 95 Prozent entfernt, sagt Naumann. Zur Info: Als p&uuml;nktlich gilt ein Zug f&uuml;r die Deutsche Bahn, wenn er weniger als sechs Minuten Versp&auml;tung hat.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/bahn-xiao.jpg"><img class="size-medium wp-image-80105 alignleft" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/bahn-xiao-200x300.jpg" alt="bahn-xiao" width="200" height="300" /></a></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><strong>Was sagen die Studenten?</strong></p>
<p>Xiao Xiao, 21: Von mir aus k&ouml;nnen die die Preise schon erh&ouml;hen, aber wenn, dann auch mit einer guten Begr&uuml;ndung und nicht nur aus Profit. Und wenn jetzt auch noch der Semesterbeitrag h&ouml;her wird, finde ich das schlecht. Die sollen mal an uns arme Studenten denken. Wir m&uuml;ssen schon genug bezahlen f&uuml;r B&uuml;cher und so weiter.</p>
<p><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/bahn-maren.jpg"><img class="size-medium wp-image-80098 alignright" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/bahn-maren-200x300.jpg" alt="bahn-maren" width="200" height="300" /></a></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p>Maren, 21: Wir bezahlen mehr, aber der Service bei der Bahn verbessert sich nicht.  Die Bahn f&auml;llt st&auml;ndig aus. Heute sind auch schon wieder zwei Z&uuml;ge  ausgefallen.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/bahn-bastien.jpg"><img class="size-medium wp-image-80097 alignleft" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/bahn-bastien-200x300.jpg" alt="bahn-bastien" width="200" height="300" /></a></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p>Bastien, 20: Warum denn genau vor Weihnachten? Gerade jetzt hat man doch kein Geld &uuml;ber. Ich finde die sollten das nicht auf uns Fahrg&auml;ste abw&auml;lzen. Und wenn wir mehr zahlen, dann muss man auch erwarten k&ouml;nnen, dass die Z&uuml;ge p&uuml;nktlich kommen. Wer viel verlangt, muss auch viel geben.</p>
<p><span style="color: #ffffff;">.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p><strong>Strecke  Dortmund - Berlin nach dem letzten Vorlesungstag, am 23.12.2011</strong></p>
<table style="height: 147px;" border="0" width="458">
<tbody>
<tr>
<td style="border-color: black; background-color: blue; border-spacing: 10px;"><img class="alignleft" style="margin: 5px; border: 1px solid black;" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/teaser_bahn_flickr_christian-allinger.jpg" alt="" width="100" height="100" /><br />
<span style="color: #ffffff;"><strong>Bahn</strong></span><span style="color: #ffffff;"><br />
</span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #ffffff;">Preis: 84 oder 96 Euro<br />
</span>
</p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #ffffff;">Dauer: </span><span style="color: #ffffff;">3  1/2- 4 Stunden</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table style="height: 147px;" border="0" width="458">
<tbody>
<tr>
<td style="border-color: black; background-color: blue; border-spacing: 10px;"><img style="margin: 5px; border: 1px solid black; float: right;" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/teaser_flugzeug_flickr_christopher-lorenz.jpg" alt="" width="100" height="100" /><span style="color: #ffffff;"><strong>Flugzeug</strong></span><span style="color: #ffffff;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ffffff;">K&ouml;ln:  ab 150 Euro<br />
</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">D&uuml;sseldorf: ab 130 Euro</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">Dauer: 1  Stunde 10 Minuten</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">Dortmund: keine Verbindung.</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table style="height: 147px;" border="0" width="458">
<tbody>
<tr>
<td style="border-color: black; background-color: blue; border-spacing: 10px;"><img class="alignleft" style="margin: 5px; border: 1px solid black;" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/teaser_auto_flickr_don-obrien.jpg" alt="" width="100" height="100" /><span style="color: #ffffff;"><br />
<strong>Auto</strong></span><span style="color: #ffffff;"><br />
</span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #ffffff;">Preis: ca. 65 Euro </span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="color: #ffffff;">Dauer: rund 5 Stunden<br />
</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">Mitfahrgelegenheit: 25 bis 30 Euro<br />
</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Teaser: flickr.com/Christopher Lorenz/Christian Allinger/Don Obrien</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">eldo*: <a href="http://www.eldoradio.de/lowfi/podcast/item.php?idx=2746&amp;sel=all" target="_blank">Mitfahrer erz&auml;hlen</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.mitfahrgelegenheit.de/">Homepage der Mitfahrzentrale</a></p>
</div>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fehler in Wohnheim-Internetvertr&#228;gen</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/09/11/2011/fehler-in-wohnheim-internetvertraegen/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/09/11/2011/fehler-in-wohnheim-internetvertraegen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 19:36:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henrik Veldhoen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Campus]]></category>

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		<description><![CDATA[Datenschutz von vorgestern: Warum sich f&#252;r die Bewohner der Dortmunder Studentenwohnheime ein zweiter Blick in ihren Internetvertrag lohnt.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #000000;">Laptop an, Stecker rein – so einfach k&ouml;nnte Internet sein. </span><span style="color: #000000;">Das ist</span><span style="color: #000000;"> es </span><span style="color: #000000;">in den Dortmunder Studentenwohnheimen </span><span style="color: #000000;">aber </span><span style="color: #000000;">leider </span><span style="color: #000000;">nicht.</span><span style="color: #000000;"> </span><span style="color: #000000;">J&uuml;ngstes Problem: Ungereimtheiten im Netzvertrag</span><span style="color: #000000;">. F&uuml;r die Bewohner des </span><span style="color: #000000;">Dorfs, der Ostenbergstra&szlig;e und allen anderen Wohnheimen in Dortmund </span><span style="color: #000000;">lohnt sich </span><span style="color: #000000;">deshalb </span><span style="color: #000000;">ein zweiter Blick in ihren Internetvertrag. Schwarz auf wei&szlig; hei&szlig;t es darin, der Internetprovider Euromicron k&ouml;nne Nutzerdaten speichern und &uuml;berpr&uuml;fen. Laut Bundesverfassungsgericht ist diese Praxis nicht mehr erlaubt – doch das Unternehmen gibt Entwarnung. </span></strong>Quelle Teaserfoto: Thorsten Freyer  / pixelio.de</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><em><span style="color: #000000;">Von Ildiko Holderer und Henrik Veldhoen</span></em><strong></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong><span style="color: #000000;"><br />
</span></strong>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Den Vertrag mit der Internetfirma hatte Julia unterschrieben, noch bevor sie in das Studentenwohnheim eingezogen war. Gerade sitzt sie in ihrem Zimmer an der Ostenbergstra&szlig;e und will zum ersten Mal ins Internet. Doch als sie noch einmal in den Vertrag sieht, wundert sie sich: &#8220;Meine Daten werden ein halbes Jahr gespeichert? Und &uuml;berpr&uuml;ft auf illegale Aktivit&auml;ten? Ich dachte, das sei verboten!“</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;"><br />
</span>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Fakt ist: Eine solcher Umgang mit den Nutzerdaten w&uuml;rde unter die sogenannte Vorratsdatenspeicherung fallen. Doch diese Regelung kippte das Bundesverfassungsgericht nach einer Massenklage von &uuml;ber 35 000 B&uuml;rgern im M&auml;rz 2010.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;"><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<div id="attachment_76000" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-76000" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/dscn0747-klein1-225x300.jpg" alt="Probleme mit dem Internet? Erste Hilfe bieten die Netzwerk-AGs der Wohnheime. Eine &Uuml;bersicht gibt es im Studi-Wiki. Foto: Ildiko Holderer" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Probleme mit dem Internet? Erste Hilfe bieten die Netzwerk-AGs der Wohnheime. Eine &Uuml;bersicht gibt es im Studi-Wiki. Foto: Ildiko Holderer</p></div>
<p><span style="font-size: small;">Auf Nachfrage </span><span style="color: #000000;"><span style="font-size: small;">von</span> </span><span style="font-size: small;"><span style="color: #000000;">pflich</span></span><span style="font-size: small;"><span style="color: #000000;">tlektuere.com</span> r&auml;umt der zust&auml;ndige Provider Euromicron Fehler im Vertrag ein. Doch die Firma entwarnt: &#8220;Die entsprechende Formulierung im Antragstext wird derzeit &uuml;berarbeitet und eine aktualisierte Fassung steht in K&uuml;rze zur Verf&uuml;gung.“ Trotzdem: Bei hunderten von Studenten liegt derzeit ein fehlerhafter Vertrag im Schrank. Was bedeutet das f&uuml;r sie? Wurden sensible Nutzerdaten bislang gespeichert und gescannt?</span>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">&#8220;Mit der &Auml;nderung der gesetzli</span><strong></strong><span style="font-size: small;">chen Bestimmungen erfolgte keine Speicherung der Verkehrsdaten mehr“<span style="color: #000000;">,</span> versichert die Firma in einem Schreiben, das der pflichtlekt&uuml;re vorliegt. Nur wenn ein richterlicher Beschluss vorliege, werde das Unternehmen t&auml;tig: Dann erst &uuml;berpr&uuml;fe Euromicron, wer welche Seiten aufgerufen hat. Zudem bezieht sich die Firma auf eine andere Stelle in ihrem Vertrag, an d<span style="color: #000000;">e</span><span style="color: #000000;">r</span><span style="color: #000000;"> </span>sie schreibt, sie handle stets nach geltendem Recht.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;"><br />
</span>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Dies ist jedoch nicht immer eindeutig – hier ist die Bundesregierung in der Pflicht. Nach einer Richtlinie der EU muss sie ein v&ouml;llig neues Gesetz zur Datenspeicherung auf den Weg bringen. Bis Ende des Jahres hat sie Zeit. Doch das FDP-gef&uuml;hrte Justizministerium und das Ministerium f&uuml;r Inneres (CSU) werden sich nicht einig, die Lage scheint festgefahren.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;"><br />
</span>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Wann der &uuml;berarbeitete Vertrag des Internet-Providers Euromicron vorliegt, ist noch unklar. Doch nicht nur bez&uuml;glich der Datenspeicherung ist der Vertrag f&uuml;r Nutzer missverst&auml;ndlich. Auch andere Stellen sind uneindeutig. So schreibt Euromicron, die Nutzung bestimmter &#8220;Hard- und Softwarekomponenten“ sei verboten. Welche das sind, wird aber nicht genannt. Auf Nachfrage erkl&auml;rt die Firma, verbotene Komponenten gebe es explizit gar nicht. &#8220;Sollte sich dies in Zukunft &auml;ndern, werden wir die Nutzer &uuml;ber das Studentenwerk entsprechend informieren,“ versichert ein Sprecher von Euromicron.</span></p>
<div id="attachment_76014" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/serverraum.jpg"><img class="size-medium wp-image-76014" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/serverraum-300x225.jpg" alt="Die Server f&uuml;r das Netz in den Studentenwohnheimen stehen auf dem Uni-Gel&auml;nde. Zust&auml;ndiger Provider ist allerdings die Firma Euromicron, seit mehr als zehn Jahren vom Studentenwerk beauftragt. Foto: C. N&ouml;hren / pixelio.de" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Server f&uuml;r das Netz in den Studentenwohnheimen stehen auf dem Uni-Gel&auml;nde. Zust&auml;ndiger Provider ist allerdings die Firma Euromicron, seit mehr als zehn Jahren vom Studentenwerk beauftragt. Foto: C. N&ouml;hren / pixelio.de</p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Erste Hilfe bei Problemen mit dem Internet leisten die Netzwerk-AGs der jeweiligen Studentenwohnheime. Oft h&auml;tten die Nutzer Fragen zu Viren und Softwareproblemen. &#8220;Am h&auml;ufigsten funktioniert das Internet in den Wohnheimen aber deshalb nicht, weil sich die Studenten mit einer falschen Mac-Adresse angemeldet haben“, sagt Cajus Korn von der Netzwerk AG der Ostenbergstra&szlig;e 97-101.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-size: small;"><br />
</span>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Die Miete in den Dortmunder Studentenwohnheimen betr&auml;gt zwischen 180 und 245 Euro monatlich. Nach Angaben des Studentenwerks liegt der kalkulatorische Anteil f&uuml;r die Internetnutzung zur Zeit bei 4,09 Euro. Daf&uuml;r seien die Studenten gegen Angriffe etwa durch Hacker von au&szlig;en weitestgehend gesch&uuml;tzt. Laut der Providerfirma Euromicron m&uuml;ssen sich die Bewohner derzeit keine Sorgen um die Sicherheit ihrer Daten machen. Auch wenn sie einen Vertrag unterschrieben haben, der so nicht stimmt.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;"><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<div class="additionallinks">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong><span style="color: #ffffff;"><span style="font-size: small;">Hilfe bei Internet-Problemen im Studentenwohnheim</span></span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong><span style="color: #ffffff;"><span style="font-size: small;"><br />
</span></span></strong>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #ffffff;"><span style="font-size: small;">Vor allem angehende Informatiker engagieren sich in den sogenannten Netzwerk-AGs. Sie sind auch f&uuml;r das Sperren von Internetanschl&uuml;ssen in Studentenwohnheimen zust&auml;ndig. Hauptgrund f&uuml;r eine Sperrung sei die &Uuml;berschreitung des erlaubten Datenvolumens von zehn Gigabyte. Gesperrt werden auch Rechner, von denen Viren, W&uuml;rmer und Spam-Mails verbreitet werden – die Sperrung erfolge &#8220;zum Schutz der anderen Intranet-Nutzer“, erkl&auml;rt Cajus Korn von der Netzwerk AG der Ostenbergstra&szlig;e 97-101.</span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #ffffff;"><span style="font-size: small;"><br />
</span></span>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #ffffff;"><span style="font-size: small;">Unter <a href="http://vpw.wh.uni-dortmund.de/informationen/transferkonto.html " target="_blank">http://vpw.wh.uni-dortmund.de/informationen/transferkonto.html </a>k&ouml;nnen Internetnutzer in den Wohnheimen &uuml;berpr&uuml;fen, wie viel Volumen ihnen noch zur Verf&uuml;gung steht. F&uuml;r Internet-Notf&auml;lle hat der Provider Euromicron unter 02129-5860281 eine Hotline eingerichtet. </span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #ffffff;"><br />
</span>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong><span style="color: #ffffff;">Mehr zum Thema:</span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #ffffff;"><br />
</span>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #ffffff;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/30/09/2011/klage-gegen-facebook/" target="_blank">Datenschutz: Klage gegen Facebook </a></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #ffffff;"><br />
</span>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #ffffff;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/19/10/2010/erneute-datenpanne-bei-facebook/" target="_blank">Erneut Datenpanne bei Facebook </a></span></p>
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		<title>Ost und West: F&#252;rs Studium r&#252;berwechseln</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 00:04:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zwanzig Jahre ist es her, als die Berliner Mauer fiel. Zum Studieren machen trotzdem nicht viele Abiturienten "r&#252;ber". pflichtlektuere.com sprach mit zwei Studierenden, die den gro&#223;en Schritt wagten - und jetzt gl&#252;cklich sind. 


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wessis sind arrogant und eingebildet; Ossis jammern, s&auml;chseln und lieben FFK. Das sind die typischen Vorurteile, die sich auch noch zwanzig Jahre nach dem Mauerfall hartn&auml;ckig halten. Viele Abiturienten lassen sich deshalb von einem Studium im jeweils anderen Teil Deutschlands abschrecken. Natalie und Simon haben sich trotzdem getraut.<br />
</strong></p>
<div id="attachment_15360" class="wp-caption alignright" style="width: 234px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/mauerfall_1.jpg"><img class="size-medium wp-image-15360" title="mauerfall_1" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/mauerfall_1-224x300.jpg" alt="Th&uuml;ringerin im Pott: Natalie ist vom Osten in den Westen gezogen. Ihre Wurzeln hat sie aber nicht aufgegeben - genauso wenig wie ihren Dialekt." width="224" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Th&uuml;ringerin im Pott: Natalie ist vom Osten in Westen gezogen. Ihre Wurzeln hat sie aber nicht aufgegeben - genauso wenig wie ihren Dialekt.</p></div>
<p>1999, zehn Jahre nach dem Mauerfall. Die Tageszeitung „Die Welt“ schreibt, dass „eine emotionale Vereinigung der ost- und westdeutschen Hochschullandschaften noch nicht in Sicht“ ist. Im Auftrag des Bundesbildungsministeriums befragten Sozialwissenschaftler der Universit&auml;t Koblenz damals 9000 Studierende. Heraus kam, dass „mehr als die H&auml;lfte der Befragten nicht an Kontakten zu Kommilitonen aus dem jeweils anderen Teil Deutschlands interessiert&#8221; seien. So wollten mehr als die H&auml;lfte der Ossis und fast 60 Prozent der Wessis keinen weiteren Kontakt &uuml;ber die ehemalige deutsch-deutsche Grenze. Wer trotzdem f&uuml;r das Studium aus dem Westen in den Osten zog, der tat dies meist unfreiwillig: Zum Beispiel dank der zentralen Studienplatzvergabe oder wenn es den gew&uuml;nschten Studiengang nur „dr&uuml;ben“ gibt.</p>
<p>Im Sommer 2008, knappe 19 Jahre nach dem Mauerfall, stand Natalie Klinger vor genau diesem Problem. Die 20-J&auml;hrige aus Gotha (Th&uuml;ringen) muss sich entscheiden: Traumstudium antreten und in den Westen ziehen? Oder lieber an einer ostdeutschen Universit&auml;t einschreiben? Heute studiert Natalie Journalistik und Englisch im dritten Semester an der TU Dortmund. Notgedrungen, k&ouml;nnte man sagen. Denn sie wollte lieber im Osten bleiben, in Leipzig studieren. „Schon allein wegen der nicht vorhandenen Studiengeb&uuml;hren und meinem Vorurteil, dass die Ostdeutschen lockerer sind als die Westdeutschen“. Aber in Leipzig wurde mit dem Bologna-Prozess der Diplomstudiengang abgeschafft und nur der M.A. Journalistik eingef&uuml;hrt. „Mir blieb gar nichts anderes &uuml;brig, als nach Dortmund zu ziehen“, sagt Natalie heute.</p>
<p><strong>Nur die Wenigsten wollen im Osten studieren</strong></p>
<p>Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall berichtet „Die Welt“ wieder &uuml;ber das Verhalten von Studierenden aus Ost- und Westdeutschland. Darin hei&szlig;t es, dass laut einer bundesweiten Umfrage der Hochschulinitiative Neue Bundesl&auml;nder nur 22 Prozent der ostdeutschen Abiturienten im Westen studieren wollen. &Uuml;ber die H&auml;lfte hingegen (54 Prozent) wollen im Osten bleiben. Noch drastischer f&auml;llt die Meinung westdeutscher Sch&uuml;ler aus.  Zwar rechnen 62 Prozent von ihnen damit, dass sie zum Studieren die Heimat verlassen.  Aber nur f&uuml;nf Prozent aller befragten Westdeutschen w&uuml;rden auch gern in ostdeutschen L&auml;ndern studieren.</p>
<div id="attachment_15359" class="wp-caption alignleft" style="width: 231px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/mauerfall_2.jpg"><img class="size-medium wp-image-15359" title="mauerfall_2" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/mauerfall_2-221x300.jpg" alt="Nostalgisch: Simon auf den Spuren der DDR." width="221" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Nostalgisch: Simon auf den Spuren der DDR.</p></div>
<p>Einer, der unter diese f&uuml;nf Prozent f&auml;llt, ist Simon Preis.  Als er sich vor zwei Jahren f&uuml;r ein Studium entscheiden musste, kam f&uuml;r ihn auch der Osten in Frage. „Ich war sehr aufgeschlossen, w&auml;re wahrscheinlich &uuml;berall hingezogen“, sagt Simon. Und so kam es dann auch.  F&uuml;r seinen Studienwunsch „Verkehrsingenieurwesen“ zog er von Wuppertal nach Dresden. Denn nur dort gibt es einen solchen Studiengang. Das sei aber auch der einzige Grund f&uuml;r den Wechsel in den Osten gewesen, betont der 22-j&auml;hrige. Mittlerweile hat er aber auch andere Vorteile am Studienleben im Osten gefunden. „Wir bezahlen keine Studiengeb&uuml;hren, die Wohnungen sind etwas billiger und die Dienstleistungen auch“.</p>
<p><strong>Zufriedenere Studenten im Osten</strong></p>
<p>Gute Noten bekommen Ostdeutsche Hochschulen auch von Bildungsexperten. Sie loben den h&auml;ufig pers&ouml;nlichen Kontakt zwischen Hochschullehrern und Studenten, das gute Betreuungsangebot und die gute Ausstattung. Das spiegelt sich auch bei den Studenten wieder. So ergab eine Umfrage des Hochschul-Informations-Systems (HIS) im Jahr 2008, dass die Zufriedenheit an ostdeutschen Universit&auml;ten deutlich h&ouml;her ist. Demnach sind 66 Prozent der Studierenden im Osten zufrieden. Im Westen sind es nur 52 Prozent. Trotz dieser Ergebnisse herrscht in vielen K&ouml;pfen der westdeutschen Abiturienten noch das Bild vom alten, maroden, armen und grauen Ostdeutschland.</p>
<p>Simon hingegen sagt, keinerlei Vorbehalte gegen&uuml;ber dem Osten gehabt zu haben. Im Gegenteil: Schon vor seinem Studium war der Wuppertaler einige Male dort untwegs, kannte dadurch  schon viele St&auml;dte. Er lernte auch von den Erfahrungen seines Bruders, der von der Zentralen Vergabestelle nach Magdeburg geschickt wurden war. Au&szlig;erdem war er schon immer sehr an der Geschichte Deutschlands und der Teilung interessiert, hatte sogar als einer der wenigen Westdeutschen eine Simson. „Dadurch hatte ich an meiner Schule in Wuppertal schon den Spitznamen &#8216;Ossi&#8217; weg“, sagt Simon. Er findet es wichtig, selbst Erfahrungen zu sammeln und sich nicht die Meinung anderer zum Thema Ost-West aufdr&uuml;cken zu lassen.  „Erst dann kann man sich ein wirkliches Bild von Ostdeutschland und den Ostdeutschen machen“.</p>
<p><strong>Dialekt als Markenzeichen statt Makel</strong></p>
<p>Das hatte auch Natalie n&ouml;tig. Sie wurde kurz vor der Wende geboren. Ihre Familie und Freunde sind alle in der DDR aufgewachsen und hatten ein ganz bestimmtes Bild vom Westen. Diese Einstellungen, so erz&auml;hlt Natalie, wurden auch an sie weitergetragen. „Nat&uuml;rlich bekam ich bestimmte Klischees vermittelt. Zum Beispiel das Bild von den arroganten Wessis, den Arschl&ouml;chern. Aber bevor ich hier her gekommen bin, war ich gezwungen, diese Klischees in meiner Vorstellung zu t&ouml;ten. Einfach, weil ich mir hier in Dortmund ein neues Leben aufbauen wollte. Dabei w&auml;ren diese Vorurteile nicht f&ouml;rderlich gewesen.“</p>
<p>Mittlerweile hat sich Natalie gut in Dortmund eingelebt. „Mir wurde es nicht leicht gemacht, aber auch nicht schwer“, erinnert sie sich. Das h&auml;nge ihrer Meinung nach aber nicht davon ab, aus welchem Teil Deutschlands eine Person stammt, sondern von der Verhaltensweise einzelner und der Zugehensweise  auf die Ruhrpottler. „Und gerade die sind ja sehr offen“, sagt die Studentin. Spr&uuml;che &uuml;ber ihre Herkunft bekommt Natalie aber trotzdem immer mal zu h&ouml;ren. „Aber nur, weil sich manche Menschen besonders lustig finden und ich mit meiner Aussprache auch super Steilvorlagen liefere. Ich sage nur „Gew&ouml;rzgorken“ (Gew&uuml;rzgurken).“</p>
<p><strong>Von den Freunden schief angeguckt</strong></p>
<div id="attachment_15361" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/mauerfall_3.jpg"><img class="size-medium wp-image-15361" title="mauerfall_3" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/mauerfall_3-300x200.jpg" alt="Der Blick auf die andere Seite: Auch 20 Jahre nach dem Mauerfall wagen ihn nur wenige Studenten. Natalie wurde sogar von ihren Freunden schief angeguckt, weil sie im Westen studiert. Foto: belobos/ stock.xchng" width="300" height="200" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Der Blick auf die andere Seite: Auch 20 Jahre nach dem Mauerfall wagen ihn nur wenige Studenten. Natalie wurde sogar von ihren Freunden schief angeguckt, weil sie im Westen studiert. Foto: belobos/ stock.xchng</p></div>
<p>Alles in allem hat Natalie ihren Umzug in den Westen nicht bereut.  Zwar sei Dortmund nicht die sch&ouml;nste Stadt, aber daf&uuml;r punktet das Studium. „Wenn das Spa&szlig; macht, dann spielt die Umgebung f&uuml;r mich nur eine untergeordnete Rolle“. Auch Simon f&uuml;hlt sich in Dresden richtig wohl. „Ich fahre auch nur einmal im Semester nach Hause. Mehr ist nicht n&ouml;tig. Mein Freundeskreis ist jetzt in Dresden.“</p>
<p>Zwar haben es Natalie und Simon geschafft, die gedankliche Mauer zu &uuml;berwinden. Trotzdem werden sie immer wieder mit ihr konfrontiert. „Als meine Freunde von meiner Entscheidung, ein Studium in Dresden anfangen zu wollen, h&ouml;rten, fragten sie: Wie kannst du nur in den Osten ziehen?“, erinnert sich Simon. Und auch Natalie kennt solche Reaktionen. Erst neulich habe sie eine Freundin angerufen, die in Jena studiert und dort auch auf Studenten aus dem Westen trifft. „Sie meinte, wie h&auml;lst du es nur dort dr&uuml;ben aus. Die Wessis sind doch total arrogant“. F&uuml;r Natalie sind die Teilung Deutschlands und die gegenseitigen Vorurteile noch immer in den K&ouml;pfen drin. „Auch in der Generation, die kurz vor der Wende geboren ist und die Teilung eigentlich nicht mehr bewusst miterlebt hat“. Simon denkt, dass diesen Denken von Generation zu Generation abnehmen wird.</p>
<p><strong>Belohnung f&uuml;r das Leben im Osten</strong></p>
<p>Dazu sollen auch zahlreiche Werbekampagnen beitragen. Eine davon ist die Aktion „Studieren in Fernost“, die vom Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung mit insgesamt zehn Millionen Euro gef&ouml;rdert wird. In kleinen Videoclips werden die 44 Fachhochschulen und Universit&auml;t der neuen Bundesl&auml;nder vorgestellt. Dadurch sollen mehr Abiturienten an ostdeutsche Hochschulen gelockt werden.  Denn dort gehen die Studentenzahlen zur&uuml;ck.  Die L&uuml;cke, die in einigen Jahren durch zu schwache Geburtenjahrg&auml;nge und somit einer geringeren Zahl von Studienanf&auml;ngern klaffen wird, soll dadurch geschlossen werden. Gleichzeitig will man, dass die Hochschulen in Westdeutschland entlastet werden.</p>
<p>Eine andere Lockstrategie gibt es in Potsdam. Wer aus einem anderen Bundesland als Berlin oder Brandenburg an die Uni kommt, erh&auml;lt eine Mobilit&auml;tspr&auml;mie - und zwar eine Bahncard 50 f&uuml;r ein Jahr kostenlos. Vielleicht helfen ja solche finanziellen Anreize, dass noch mehr Studenten dem Beispiel von Natalie und Simon folgen: Vorbehaltlos in jeder Ecke Deutschlands ein Studium aufzunehmen.</p>
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