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	<title>pflichtlektüre &#187; mitten im leben</title>
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	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 08:59:18 +0000</pubDate>
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		<title>Zootiere freuen sich auf den Sommer</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/09/02/2012/zootiere-freuen-sich-auf-den-sommer/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 17:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pflichtlektuere</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir ziehen bei den aktuellen Minusgraden immer w&#228;rmere Kleidung an. Die Tiere im Dortmunder Zoo m&#252;ssen anders vor der K&#228;lte gesch&#252;tzt werden. Doch wie machen die Pfleger das?


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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Beitrag von Julia Kn&uuml;bel</em></p>
<p><strong>Sandra friert. Das geht gerade vielen so, doch Sandra hat keine Handschuhe und keinen Schal. Und statt einer Jacke nur Fell. Sandra ist ein Ameisenb&auml;r-Weibchen und lebt im Dortmunder Zoo. Dort zeigt das Thermometer bis zu Minus 10 Grad Celsius an. 40 Grad weniger als in ihrem nat&uuml;rlichen Lebensraum in S&uuml;damerika. Pflegerin Ilona Offhaus muss sich darum besonders um Sandra und die anderen Tiere k&uuml;mmern.</strong></p>
<div id="attachment_87445" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/ameisenbaer_sandra.jpg"><img class="size-medium wp-image-87445" title="ameisenbaer_sandra" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/ameisenbaer_sandra-300x200.jpg" alt="Pflegerin Ilona Offhaus muss die Tiere auch im Winter nach drau&szlig;en schicken.. Foto: Julia Kn&uuml;bel" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Pflegerin Ilona Offhaus muss die Tiere auch im Winter nach drau&szlig;en schicken. Fotos: Julia Kn&uuml;bel</p></div>
<p>Das gr&ouml;&szlig;te Problem bei der K&auml;lte sind die F&uuml;&szlig;e der Tiere. Viele Tiere im Zoo sind Sohleng&auml;nger, das hei&szlig;t bei der Fortbewegung ber&uuml;hrt der ganze Fu&szlig; den Boden. &#8220;Und das ist den Tieren im Moment einfach zu kalt. Als w&uuml;rden wir Menschen barfu&szlig; laufen. Das w&uuml;rde im Winter ja auch niemand tun&#8221;, sagt Ilona Offhaus. Die Tierpflegerin ist seit 20 Jahren im Dortmunder Zoo angestellt und kennt die Probleme der Tiere bei diesem Wetter genau. Sie ist Leiterin des Gro&szlig;reviers S&uuml;damerika im Zoo und k&uuml;mmert sich so vor allem um Ameisenb&auml;ren, Faultiere, Tapire.</p>
<p>Bei der derzeitigen Au&szlig;entemperatur d&uuml;rfen die Tiere nur f&uuml;r kurze Zeit nach drau&szlig;en. Und sie m&uuml;ssen sich bewegen. Sobald sich die Tiere hinlegen, k&uuml;hlen sie aus und bekommen einen Schnupfen, wie Menschen eben auch. Trotzdem scheucht Ilona Offhaus die Ameisenb&auml;ren f&uuml;r 20 Minuten nach drau&szlig;en. So lange brauchen die Pfleger um die St&auml;lle zu reinigen. Ilona Offhaus lacht. &#8220;Die Tiere sind beleidigt, die wollen nicht nach drau&szlig;en. Man kann deutlich sehen, dass ihnen zu kalt ist.&#8221; Aber nicht nur die Temperatur ist ein Problem: Das Gras auf der Wiese ist gefroren. Tapire haben weiche F&uuml;&szlig;e und w&uuml;rden sich an der gefrorenen Wiese schneiden.</p>
<p><strong>Dem W&uuml;stentier Kamel macht die K&auml;lte nichts aus</strong></p>
<div id="attachment_87446" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/kamele.jpg"><img class="size-medium wp-image-87446" title="K&auml;lteZoo_kamele" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/kamele-300x211.jpg" alt="Kamele legen sich im Winter einen dicken Pelz zu. Foto: Julia Kn&uuml;bel" width="300" height="211" /></a><p class="wp-caption-text">Kamele legen sich im Winter einen dicken Pelz zu.</p></div>
<p>Doch nicht allen Tieren im Zoo haben so gro&szlig;e Probleme mit der K&auml;lte. Kamele kommen zum Beispiel ganz gut mit den Minusgraden zurecht. Sie stammen aus W&uuml;stenregionen, in denen es teilweise bis zu Minus 40 Grad kalt wird. Daher haben sie sich einen dicken Pelz zugelegt, den sie im Sommer wieder verlieren. Tiere, die auch in ihrer nat&uuml;rlichen Umgebung K&auml;lte ausgesetzt sind, haben keine gro&szlig;en abstehenden K&ouml;rperteile wie etwa gro&szlig;e Ohren oder die Schwanzspitze. Diese w&uuml;rden bei extremer K&auml;lte zuerst absterben. Deswegen d&uuml;rfen die Nash&ouml;rner und Giraffen auch nur kurz vor die T&uuml;r.  &#8221;Bei Giraffen haben wir au&szlig;erdem das Problem, dass sie auf dem Eis leicht ausrutschen w&uuml;rden. Wenn sich eine Giraffe ein Bein bricht, kann man ihr meistens nicht mehr helfen&#8221;, erkl&auml;rt die Tierpflegerin. Der Tierarzt versucht noch das Bein zu schienen, doch meist vergeblich. Die Giraffe m&uuml;sste eingeschl&auml;fert werden. Das sei in Dortmund gl&uuml;cklicherweise aber noch nie passiert.</p>
<p>Tigern hingegen macht die K&auml;lte nichts aus. Trotzdem m&uuml;ssen sie zur Zeit drinnen bleiben. Denn der Wassergraben, der als Abgrenzung zu den Besuchern dient, ist zugefroren. Die Tiger k&ouml;nnten den Graben also einfach &uuml;berspringen und durch den Zoo spazieren. &#8220;Da muss man schon aufpassen. Die K&auml;lte ist f&uuml;r die Pfleger vor allem eine logistische Herausforderung.&#8221; Im Tamandua-Haus etwa (hier leben Faultiere, Ameisenb&auml;ren und G&uuml;rteltiere) darf die Temperatur nicht unter 20 Grad sinken. Im Moment kann das Haus aber nur auf zehn Grad geheizt werden, deswegen m&uuml;ssen die Tiere umziehen und ein bisschen n&auml;her zusammenr&uuml;cken.</p>
<p><strong>Ab zehn Grad geht&#8217;s wieder raus</strong></p>
<p>&#8220;Im Winter ver&auml;ndert sich der Alltag, die Arbeit bleibt aber die gleiche. Im Winter m&uuml;ssen die Gehege drau&szlig;en sauber gemacht werden, im Sommer die St&auml;lle drinnen&#8221;, sagt Ilona Offhaus. Einziger Unterschied: Im Winter frieren schon mal die Wasserleitungen zu, dann m&uuml;ssen die Pfleger das Wasser von A nach B schleppen. Die Schauf&uuml;tterungen finden in den Wintermonaten nicht statt. Bei den wenigen Besuchern ist das gar nicht n&ouml;tig, denn der Zoo ist menschenleer. Im Winter kommen h&ouml;chstens die Dauerkartenbesitzer f&uuml;r einen Spaziergang in den Zoo. Da alle St&auml;lle fast gleichzeitig ges&auml;ubert werden, sind auch alle Tiere parallel f&uuml;r ein paar Minuten drau&szlig;en. Besucher k&ouml;nnen in der kurzen Zeit nur wenige Gehege ablaufen und so etwa ein Drittel aller Tiere sehen. In die St&auml;lle d&uuml;rfen die G&auml;ste n&auml;mlich nicht.</p>
<div id="attachment_87452" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/giraffe_rechts.jpg"><img class="size-medium wp-image-87452" title="giraffe_rechts" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/giraffe_rechts-200x300.jpg" alt="F&uuml;r Giraffen ist gefrorener Boden eine echte Gefahr." width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">F&uuml;r Giraffen ist gefrorener Boden eine echte Gefahr.</p></div>
<p>Sobald die Au&szlig;entemperatur &uuml;ber zehn Grad Plus steigt, leben die Zootiere wieder den ganzen Tag lang drau&szlig;en. Bis es soweit ist, m&uuml;ssen die Pfleger ihre Sch&uuml;tzlinge noch im Stall besch&auml;ftigen. &#8220;Die Tiere langweilen sich schnell und werden zickig. Deswegen legen wir ihnen Spielzeug in die Stallungen und verteilen das Futter &uuml;ber den ganzen Tag, um sie zu besch&auml;ftigen&#8221;, erkl&auml;rt Ilona Offhaus ihre Arbeit. Auf so engem Raum entsteht bei Tieren schnell Lagerkoller. Im Sommer k&ouml;nnten sich die Tiere im Au&szlig;engehege besser aus dem Weg gehen.</p>
<p>Sandra und die anderen Ameisenb&auml;ren frieren zwar, k&ouml;nnen sich aber zumindest ein bisschen auf die Witterung einstellen, sie bekommen ein dickeres Fell. Schnee lieben sie sogar. &#8220;Dann tauchen die Tiere mit der Nase in den Schnee wie ein U-Boot.&#8221;</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.dortmund.de/de/freizeit_und_kultur/zoo_dortmund/start_zoo/index.html" target="_blank">Der Dortmunder Zoo online</a></p>
<p style="color: white;">Eintritt: 7,50 Euro f&uuml;r Erwachsene, 4 Euro f&uuml;r Studenten</p>
<p style="color: white;">
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Von Austausch-Student zu Austausch-Student</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/08/02/2012/von-austausch-student-zu-austausch-student/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/08/02/2012/von-austausch-student-zu-austausch-student/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 15:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pflichtlektuere</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

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		<category><![CDATA[Erasmus]]></category>

		<category><![CDATA[H-Bahn]]></category>

		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>

		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

		<category><![CDATA[TU Dortmund]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Austausch-Studenten fahren bald wieder nach Hause. Den Nachfolgern k&#246;nnen sie gute Ratschl&#228;ge dalassen. Ein Gespr&#228;ch &#252;ber Kaninchen, den "Airtrain" und So&#223;e in der Mensa.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Beitrag von Joanna Pietryka und Valentin Hernoux</em></p>
<p><strong>Joanna (25) aus Polen und Valentin (21) aus Belgien haben es gerade hinter sich, andere haben es noch vor sich: ein Erasmus-Semester an der Uni Dortmund. Jeder Austausch-Student bekommt bei seiner Ankunft ein dickes Ratgeber-Buch &uuml;ber das Leben in Dortmund. Doch Joanna und Valentin haben in ihren sechs Monaten an dieser Uni viele eigene Erfahrungen gemacht und k&ouml;nnen den Neuank&ouml;mmlingen aus anderen L&auml;ndern deshalb viele pers&ouml;nliche Tipps mitgeben, die es nicht im Ratgeber zu lesen gibt. Ein Gespr&auml;ch zwischen &#8220;Experten&#8221;.</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<div id="attachment_87258" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/joanna-und-valentin-duell.jpg"><img class="size-full wp-image-87258" title="Joanna und Valentin m&ouml;chten ihre Erfahrungen an alle neuen Austausch-Studenten weitergeben. Fotos: Sandra Calvo Pastor" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/joanna-und-valentin-duell.jpg" alt="Joanna und Valentin m&ouml;chten ihre Erfahrungen an alle neuen Austausch-Studenten weitergeben. Fotos: Sandra Calvo Pastor" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Joanna und Valentin m&ouml;chten ihre Erfahrungen an alle neuen Austausch-Studenten weitergeben. Fotos: Sandra Calvo Pastor</p></div>
<p><strong>Zum Campus:</strong></p>
<p><em><strong>Joanna:</strong></em><em> </em>Es ist sehr einfach, den Campus kennen zu lernen. Die Mensa, die Bibliothek und das Geb&auml;ude, in dem der meiste Unterricht von eurer Fakult&auml;t stattfinden wird - das ist alles was ihr wissen m&uuml;sst.</p>
<p><em><strong>Valentin:</strong></em><em> </em>Stimmt, das einzige Problem, das ich hatte, war am erstes Tag das IBZ-Geb&auml;ude (Internationales Begegnungszentrum) zu finden. Und warum? Weil die deutschen Studenten nicht wissen, wo es sich befindet.</p>
<p><em><strong>Joanna:</strong></em><em> </em>Genau, sie m&uuml;ssen das nicht wissen, weil sie mit dieser Institution nichts zu tun haben. Fragt nach dem Sprachenzentrum. Das IBZ-Geb&auml;ude liegt direkt neben dem Sprachenzentrum.</p>
<p><em><strong>Valentin:</strong></em><em> </em>Was muss man noch &uuml;ber den Campus wissen? Ein Fahrrad ist sehr n&uuml;tzlich, um sich in der N&auml;he zu bewegen. Es gibt dort viele Gr&uuml;nfl&auml;chen.</p>
<p><em><strong>Joanna:</strong></em><em> </em>Aber keine Angst, wenn sich in den B&uuml;schen etwas bewegt. Auf dem Gel&auml;nde der Uni Dortmund gibt es viele Kaninchen. Gl&uuml;cklicherweise sind die vielen verschiedenen Nash&ouml;rner aus Kunststoff.</p>
<p><span style="color: #888888;"><br />
</span></p>
<p><strong>&Uuml;ber die H-Bahn:</strong></p>
<p><em><strong></strong></em></p>
<div id="attachment_87260" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/joanna-und-valentin-gucken-fragend.jpg"><img class="size-medium wp-image-87260  " title="Joanna und Valentin w&uuml;nschen allen nachfolgenden Erasmus-Studenten genauso viel Spa&szlig;, wie sie ihn in Dortmund hatten." src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/joanna-und-valentin-gucken-fragend-200x300.jpg" alt="Joanna und Valentin gucken fragend. Foto: Sandra Calvo Pastor" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Joanna und Valentin w&uuml;nschen allen nachfolgenden Erasmus-Studenten genauso viel Spa&szlig;, wie sie ihn in Dortmund hatten.</p></div>
<p>Valentin:<em> </em>Nein wir sind nicht in einem Skigebiet. Dieser kleine „Airtrain&#8221; namens H-Bahn ist das besondere Verkehrsmittel auf diesem Campus.</p>
<p><em><strong>Joanna:</strong></em><em> </em>Ich erinnere mich noch gut an meine erste Fahrt mit der H-Bahn, als ich mit den Notizen von meiner Patin unterwegs war. Ich habe gedacht, dass es so kompliziert ist! Ich musste umsteigen und ich hatte keine Fahrkarte.</p>
<p><em><strong>Valentin:</strong></em><em> </em>Das hatte aber nichts mit der H-Bahn zu tun, du kannst dich ja in deinem eigenen Haus verlieren. Die ganze H-Bahn-Linie hat nur vier Haltestellen, es gibt nichts Einfacheres.</p>
<p><em><strong>Joanna:</strong></em><em> </em>Zumindest habe ich kein Straf-Ticket f&uuml;r das Schwarzfahren bekommen&#8230;</p>
<p><em><strong>Valentin:</strong></em><em> </em>Ja, man braucht ein Ticket, aber kein Stress: Am Anfang von eurem Erasmus-Semester k&ouml;nnt ihr ein Semesterticket bekommen. Mit diesem Ticket k&ouml;nnt ihr &uuml;berall in Nord-Rhein-Westfallen fahren.</p>
<p><span style="font-family: mceinline;"><br />
</span></p>
<p><strong>&Uuml;ber die Deutschen:</strong></p>
<p><em><strong>Joanna: </strong></em>Deutsche Leute sind sehr nett, aber manchmal man kann das nicht auf den ersten Blick erkennen.</p>
<p><em><strong>Valentin:</strong></em> Das ist richtig, besonders bei der Kassiererin in der Mensa und beim Hausmeister&#8230;</p>
<p><em><strong>Joanna:</strong></em><em> </em>Ja, aber ich mag meinen Hausmeister. Obwohl es sehr schwierig ist mit ihm zu sprechen, kennt er alle meine Probleme. Ich wei&szlig; nicht, ob er mich versteht, aber er hilft mir jedes Mal.</p>
<p><em><strong>Valentin:</strong></em> Obwohl die Deutschen nicht so oft l&auml;cheln, sind sie sehr willig dir zu helfen.</p>
<p><em><strong>Joanna:</strong></em><em> </em>Genau. Als ich einmal nach dem Weg zum Nightrooms (eine Disco) gefragt habe, haben junge Deutsche zu mir gesagt: In dieser Kleidungen kannst du nicht ins Nightrooms gehen&#8230; Aber sie haben mir den Weg gezeigt.</p>
<p><span style="font-family: mceinline;"><br />
</span></p>
<p><strong>Essen und Trinken:</strong></p>
<p><em><strong>Valentin:</strong></em><em> </em>Vorsicht mit dem Essen in der Mensa. Es ist billig, aber mit zu viel So&szlig;e. Wenn ihr Wurst m&ouml;gt, ist Deutschland ein Paradies f&uuml;r euch.</p>
<p><em><strong>Joanna:</strong></em><em> </em>Kartoffeln und Pommes beim Hauptgericht: Vier Kilo mehr werde ich nach Polen mitbringen.</p>
<p><em><strong>Valentin:</strong></em><em> </em>Ich acht Kilo mehr!</p>
<p><em><strong>Joanna:</strong></em><em> </em>Kein Kommentar.</p>
<p><em><strong>Valentin:</strong></em><em> </em>Aber ich suche die Schuld nicht im guten und fetten Essen. Mein Problem ist, dass ich Belgier bin und gerne Bier trinke. Und in Deutschland kosten sechs Bier bei Lidl 3 Euro. Das ist so g&uuml;nstig!</p>
<p><em><strong>Joanna:</strong></em><em> </em>Leider billiger als Wasser.</p>
<p><em><strong>Valentin:</strong></em><em> </em>Aber Erasmus in Deutschland ohne deutsches Bier ist kein Erasmus!</p>
<div id="attachment_87278" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/joanna-und-valentin-mit-erasmusbuch.jpg"><img class="size-full wp-image-87278 " title="Joanna und Valentin mit dem dicken Ratgeber-Buch f&uuml;r Austausch-Studenten, das sie nun um ihre eigenen Erfahrungen erg&auml;nzen k&ouml;nnen. " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/joanna-und-valentin-mit-erasmusbuch.jpg" alt="Joanna und Valentin mit dem dicken Ratgeber-Buch, das sie nun um ihre eigenen Erfahrungen erg&auml;nzen k&ouml;nnen. " width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Joanna und Valentin mit dem dicken Ratgeber-Buch f&uuml;r Austausch-Studenten, das sie nun um ihre eigenen Erfahrungen erg&auml;nzen k&ouml;nnen. </p></div>


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		</item>
		<item>
		<title>Zu Besuch bei einer Dortmunder Hexe</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/08/02/2012/zu-besuch-bei-einer-dortmunder-hexe/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 09:03:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pflichtlektuere</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Zauberei]]></category>

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		<description><![CDATA[Hexen gibt es nicht? Gibt es doch! Sogar mitten in Dortmund: Hier betreibt die Hexe Minerva ihren Hexenladen. Als moderne Hexe wiederlegt sie s&#228;mtliche Klischees ihrer Zunft.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Beitrag von Paul Crone und Marc Miertzschke</em></p>
<p><strong>Eigentlich kennt man sie nur aus den M&auml;rchen der Gebr&uuml;der Grimm als  b&ouml;se Frau, der H&auml;nsel und Gretel fast zum Opfer fielen: Mit Warze auf  der Nase, einem Besen in der Hand und einer Katze im Schlepptau hat sie  vielen Kindergenerationen Angst gemacht - die Hexe. In der fr&uuml;hen  Neuzeit wurden Frauen verbrannt, die verd&auml;chtigt wurden mit dem Teufel im Bunde zu stehen. Heute sind Hexen als Hermine Granger, Gundel Gaukeley oder Bibi Blocksberg fast nur noch als Fantasiefiguren bekannt.<br />
</strong></p>
<p>Aber es gibt sie noch - Frauen, die sich selbst als Hexe bezeichnen. Als moderne Hexe r&auml;umt Minerva in ihrem Laden in Dortmund-Berghofen mit den Klischees und Vorurteilen auf und erz&auml;hlt, wie man eigentlich zur Hexe wird.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.pflichtlektuere.com/08/02/2012/zu-besuch-bei-einer-dortmunder-hexe/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">Web: <a href="http://www.hexenladen-nrw.de/" target="_blank">Homepage von Minervas Hexenladen &#8220;Trudimonia&#8221;</a></p>
<p style="color: white;">Web: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hexe" target="_blank">Artikel &#8220;Hexe&#8221; auf Wikipedia</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Neues Wohnheim f&#252;r die TU</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/07/02/2012/neues-studentenwohnheim-an-der-tu-dortmund/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/07/02/2012/neues-studentenwohnheim-an-der-tu-dortmund/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 09:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yvonne Grote-Kus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Campus]]></category>

		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[mitten im leben]]></category>

		<category><![CDATA[Adem Susam]]></category>

		<category><![CDATA[Bau]]></category>

		<category><![CDATA[doppelte Abiturjahrgänge]]></category>

		<category><![CDATA[Rainer Szary]]></category>

		<category><![CDATA[Studenten]]></category>

		<category><![CDATA[Studentenwerk]]></category>

		<category><![CDATA[Studentenwohnheim]]></category>

		<category><![CDATA[TU Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Semesterbeginn ist es voll geworden auf dem Campus. Das merkt man in den H&#246;rs&#228;len, in der Mensa und beim Thema Wohnen. Nun reagiert das Studentenwerk und plant ein neues Wohnheim.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Die erste Welle der Studentenflut ist mit den doppelten Abiturjahrg&auml;ngen aus Bayern und Niedersachsen zum Anfang dieses Semesters an die TU Dortmund gekommen. Dazu kommt die Aussetzung der Wehrpflicht und des Zivildienstes. Dadurch gibt es noch mehr Studienanf&auml;nger. Und das merkt man &uuml;berall auf dem Campus. Auch bei den Wohnheimpl&auml;tzen ist die Nachfrage gestiegen. Deshalb plant das Studentenwerk ein neues Wohnheim.</strong></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<div class="mceTemp" style="text-align: left;">
<dl id="attachment_86926" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/wohnheim_gardenkamp_neu.jpg"><img class="size-medium wp-image-86926" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/wohnheim_gardenkamp_neu-225x300.jpg" alt="Die Wohnheimanlage &quot;Am Gardenkamp&quot; soll durch das neue Wohnheim erg&auml;nzt werden. Foto: Yvonne Grote-Kus" width="225" height="300" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd" style="text-align: center;">Die Wohnheimanlage &#8220;Am Gardenkamp&#8221; soll durch das neue Wohnheim erg&auml;nzt werden. Foto: Yvonne Grote-Kus</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: left;">Das neue Wohnheim soll auf dem Gel&auml;nde des bereits bestehenden Wohnheims am Gardenkamp in  der N&auml;he vom Campus S&uuml;d gebaut werden. &#8220;Wir haben vor, ein neues Wohnheim f&uuml;r 128 Studierende in Zweiraumwohnungen zu errichten,&#8221; sagt Rainer Szary, Abteilungsleiter Bau und Technik beim Studentenwerk Dortmund. &#8220;Die Wohnungen werden eine Gr&ouml;&szlig;e von 56 bis 67 Quadratmetern haben. Vier Wohnungen werden behindertengerecht sein.&#8221;</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Warten auf das neue Wohnheim</strong></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Derzeit ist das Wohnheim noch in der Planung. Und es wird auch noch einige Zeit dauern, bis es fertig ist. Im Moment l&auml;uft noch die Genehmigungsplanung. &#8220;Wir haben den Bauantrag gestellt und  haben vor, im August in diesem Jahr mit dem Bau zu beginnen,&#8221; sagt Rainer Szary. Zum Wintersemester 2013/2014 sollen dann die ersten Studenten in das neue Wohnheim einziehen k&ouml;nnen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong></strong>Bis dahin bleibt der Andrang auf die Wohnheimpl&auml;tze hoch. Im Moment muss ein Student im Durchschnitt sechs Monate auf einen freien Platz f&uuml;r ein Einzelappartement warten. Auf der Warteliste des Studentenwerks stehen rund 2100 Studenten. Wer also in eines der Wohnheime in Dortmund ziehen m&ouml;chte, muss erstmal ein ganzes Semester &uuml;berbr&uuml;cken und woanders unterkommen oder so lange pendeln.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Ob die 128 Pl&auml;tze in dem neuen Studentenwohnheim ausreichend sein werden, ist unklar. &#8220;Generell w&uuml;rde ich sagen, reicht die Anzahl nicht aus&#8221;, meint Adem Susam, studentisches Mitglied im Verwaltungsrat des Studentenwerks Dortmund. &#8220;Urspr&uuml;nglich sollte auch ein gr&ouml;&szlig;eres Wohnheim an einer anderen Stelle gebaut werden. Das Planungsverfahren ist dann leider aufgrund von amtlichen Absagen gescheitert. Die Kapazit&auml;t, die jetzt an der neuer Stelle erreicht werden soll, h&auml;ngt auch ein bisschen von der Umgebung ab und zus&auml;tzlich ist es auch noch eine Kostenfrage.&#8221; Am Gardenkamp ist nicht gen&uuml;gend Platz, um ein gr&ouml;&szlig;eres Wohnheim zu bauen.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: left;">
<dl id="attachment_86923" class="wp-caption alignright" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/standort_neues_wohnheim.jpg"><img class="size-medium wp-image-86923" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/standort_neues_wohnheim-300x225.jpg" alt="Hinter einer Baumreihe an der Stockumer Stra&szlig;e soll das neue Studentenwohnheim gebaut werden. Foto: Yvonne Grote-Kus" width="300" height="225" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd" style="text-align: center;">Hinter einer Baumreihe an der Stockumer Stra&szlig;e soll das neue Studentenwohnheim gebaut werden. Foto: Yvonne Grote-Kus</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><strong>Finanzierungsfrage noch offen</strong></p>
<p style="text-align: left;">Die Finanzierung f&uuml;r das geplante neue Wohnheim ist zur Zeit noch nicht gekl&auml;rt. Der Bau soll aus verschiedenen Quellen finanziert werden. &#8220;Wir sind zur Zeit in Gespr&auml;chen mit Banken, um die Finanzierung abzurunden,&#8221; sagt Rainer Szary. &#8220;Wir wollen aber auch &ouml;ffentliche Mittel oder Zusch&uuml;sse nutzen. Wahrscheinlich werden wir verschiedene Zusch&uuml;sse in Anspruch nehmen, vielleicht aus dem Topf energiesparende Ma&szlig;nahmen oder Zusch&uuml;sse f&uuml;r Regenwasserbewirtschaftung, das k&ouml;nnen wir noch nicht so genau sagen. Wir haben allerdings vor, so viel wie m&ouml;glich an Zusch&uuml;ssen zu bekommen.&#8221; Insgesamt werden f&uuml;r den Bau nach derzeitigem Stand 7 Millionen Euro ben&ouml;tigt. Die Finanzierung soll sich in den n&auml;chsten Wochen kl&auml;ren.</p>
<div class="additionallinks" style="text-align: left;">
<p style="color: white; text-align: left;"><strong>Mehr zum Thema:<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">Hier reinh&ouml;ren: <a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=3094&amp;sel=sendung&amp;selidx=29" target="_blank">Der H&ouml;rfunkbeitrag zum Thema auf eldoradio*</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.stwdo.de/" target="_blank">Die Internetseiten des Studentenwerks Dortmund</a></p>
</div>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pflichtlektuere.com/07/02/2012/neues-studentenwohnheim-an-der-tu-dortmund/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>J&#246;rg Thadeusz bewundert Studenten</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/06/02/2012/joerg-thadeusz-bewundert-studenten/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/06/02/2012/joerg-thadeusz-bewundert-studenten/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 16:33:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ann-Christin Gertzen</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Jörg Thadeusz]]></category>

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		<category><![CDATA[Zimmer frei]]></category>

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		<description><![CDATA[Seine Studienzeit hat Moderator J&#246;rg Thadeusz als "br&#228;sig" in Erinnerung. Die Romanistik-Studentinnen fand er jedoch gut, erz&#228;hlt er in unserer Serie "Vom Studenten zum Prominenten". 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/promis-banner-ferig.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-83759" title="promis-banner-ferig" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/promis-banner-ferig.jpg" alt="promis-banner-ferig" width="600" height="200" /></a></p>
<p><strong>Moderator J&ouml;rg Thadeusz lebt mittlerweile in Berlin und hat eine eigene Talkshow beim rbb. Angefangen hat seine journalistische Karriere jedoch beim WDR - hier wurde er unter anderem durch seine launigen Promi-Besuche bei &#8220;Zimmer frei!&#8221; bekannt. F&uuml;r dieses Interview hat er uns das Versprechen abgekn&ouml;pft, mit ihm in einem angesagten Berliner Club feiern zu gehen. Klar doch, machen wir gerne. Vielleicht nimmt er uns dann ja auch mit zu seiner n&auml;chsten Berlinale-Berichterstattung. Dabei mag er solchen D&uuml;nkel eigentlich gar nicht, erz&auml;hlt er in unserer Interview-Reihe &#8220;Vom Studenten zum Prominenten&#8221;.<br />
</strong></p>
<p><strong>Was ist die sch&ouml;nste Erinnerung an </strong><strong>Ihre Studienzeit?</strong></p>
<p>Kaffee trinken mit meinem Bruder in einer Cafeteria, in der wir auf Romanistik-Studentinnen lauerten. Nickerchen in der ein oder anderen Bibliothek. Au&szlig;erdem konnte ich mir damals durch volles Haar fassen, wenn mir nicht einfiel, was ich sonst machen sollte.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_86644" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/6_berlinale_2012_radioeins_artikel.jpg"><img class="size-medium wp-image-86644" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/6_berlinale_2012_radioeins_artikel-300x225.jpg" alt="J&ouml;rg Thadeusz hat seine eigene Talkshow im rbb und berichtet regelm&auml;&szlig;ig von der Berlinale. Die Zeit an der RUB war hingegen &quot;br&auml;sig&quot;. Teaser- und Artikelfoto: rbb/Jenny Sieboldt" width="300" height="225" /></a></strong><p class="wp-caption-text">J&ouml;rg Thadeusz hat seine eigene Talkshow im rbb und berichtet regelm&auml;&szlig;ig von der Berlinale. Teaser- und Artikelfoto: rbb/Jenny Sieboldt</p></div>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>Und welche ist Ihre schlimmste?</strong></p>
<p>Ich habe den Aufenthalt an der Ruhr-Uni als so br&auml;sig in Erinnerung, dass noch nicht mal irgendetwas genug Spannkraft hatte, um wirklich schlimm zu sein. Die Begr&uuml;&szlig;ungsansprachen mehrerer Dozenten waren r&uuml;de. Auf uns h&auml;tte nun wirklich niemand gewartet und jeder Einzelne von uns w&uuml;rde letztlich den ganzen Laden nur &uuml;berf&uuml;llen, war die Botschaft. War aber auch nicht schlimm. Weil ich dachte: Aber Ihr m&uuml;sst f&uuml;r immer hier bleiben. Und ich darf irgendwann raus aus dem Waschbeton.</p>
<p><strong>Was ist das Besondere am Studieren im Ruhrpott?</strong></p>
<p>Wie generell im Ruhrgebiet: Die Abwesenheit von D&uuml;nkel. Ich habe auch keine Burschenschafts-Heinis treffen m&uuml;ssen, die unter dem kleinen doofen M&uuml;tzchen ganz viel verwirrten Geist mit sich tragen. Und: Die Geb&auml;ude sehen so schrecklich aus, dass ich die Erinnerung gelegentlich f&uuml;r eine alptraumhafte Fantasie halte. Aber die kluge Bev&ouml;lkerung dieser Finsterbauten ist einnehmender als anderswo.<strong></strong></p>
<p><strong>Welche Tipps geben Sie uns Studenten?</strong></p>
<p>Keinen Rat von Leuten annehmen, die ihr Studium nicht abgeschlossen haben. Ich habe in letzter Zeit viele Leute im Studentenalter getroffen, die wendiger, welthungriger und zielstrebiger sind, als ich es jemals war. Denen kann ich nichts empfehlen, sondern sie nur bewundern.</p>
<p><em>J&ouml;rg Thadeusz wurde in Dortmund geboren und hat von 1990 bis 1994 an der Ruhr-Uni Jura, Geschichte und Politik studiert. Von insgesamt acht Semestern studierte er auch ein Semester an der LMU in M&uuml;nchen: &#8220;Aber nur, um Mitstudenten kennenzulernen, die mir sch&ouml;ne Bierg&auml;rten und Sportpl&auml;tze zeigen.&#8221; </em></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Serie vom Studenten zum Prominenten<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">Das Prinzip ist einfach. Die Pflichtlekt&uuml;re hat prominenten Ex-Studenten der Ruhr-Universit&auml;ten dieselben Fragen zu ihrer Unizeit gestellt. Mit dabei sind unter anderem der Autor Oliver Uschmann, Fu&szlig;ballreporter Manni Breuckmann und Comedian Hennes Bender.</p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/01/2012/autor-oliver-uschmann-genoss-die-vielfalt-des-ruhrpotts/">Promi-Interview mit Oliver Uschmann</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re:<a href="http://www.pflichtlektuere.com/23/01/2012/hennes-bender-nackt-auf-dem-campus/"> Zum Interview mit Hennes Bender</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/30/01/2012/manni-breuckmann-und-der-ruhrpott/">Manni Breuckmanns Interview zu seiner Studienzeit </a></p>
<p style="color: white;">Web:<a href="http://www.rbb-online.de/thadeusz/moderation/joerg_thadeusz.html" target="_blank"> Zur rbb-Seite von J&ouml;rg Thadeusz</a></p>
</div>
<p>Fotos: RUB/UDE/TU Dortmund/Gerd Altmann/AllSilhouettes.com/pixelio.de; Montage: A.-L. Wagner</p>


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		</item>
		<item>
		<title>Herausforderung Handgep&#228;ckkontrolle</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/06/02/2012/herausforderung-handgepaeckkontrolle/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/06/02/2012/herausforderung-handgepaeckkontrolle/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 08:41:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Birte Möller</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

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		<category><![CDATA[Holger Kraft]]></category>

		<category><![CDATA[Luftsicherheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer mit dem Flieger in den Urlaub startet, hat am Flughafen viele H&#252;rden zu &#252;berwinden. pflichtlekt&#252;re-Reporterin Birte M&#246;ller erkl&#228;rt im Selbstversuch, worauf es ankommt.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer heutzutage in ein Flugzeug steigen m&ouml;chte, muss einiges &uuml;ber sich ergehen lassen: Von unangenehmen Fragen &uuml;ber penibel genaue Fl&uuml;ssigkeitsbeschr&auml;nkungen bis hin zu Nacktscannern ist alles dabei. Wen das alles nicht abschreckt, der darf sich dann, oft Stunden sp&auml;ter, endlich in das Flugzeug begeben. Die Leiden eines Reisenden am Flughafen habe ich auf meinem Weg nach Australien und zur&uuml;ck getestet und n&auml;her nachgefragt – warum ist das eigentlich so?</strong></p>
<p><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/flughafen-frankfurt.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/flughafen-frankfurt.jpg"> </a></p>
<div id="attachment_86363" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/flughafen-frankfurt.jpg"><img class="size-medium wp-image-86363" title="flughafen-frankfurt" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/flughafen-frankfurt-300x173.jpg" alt="Lange Warteschlangen vor der Sicherheitskontrolle am Frankfurter Flughafen. Foto: Birte M&ouml;ller" width="300" height="173" /></a><p class="wp-caption-text">Lange Warteschlangen vor der Sicherheitskontrolle am Frankfurter Flughafen. Foto: Birte M&ouml;ller</p></div>
<p>Die Vorbereitungen f&uuml;r den Flughafen gehen schon am Tag vorher zu Hause los. Ich muss mir &uuml;berlegen, welche Fl&uuml;ssigkeiten ich im Flugzeug unbedingt brauche und welche ich in den Koffer packen kann. Dabei ist Fl&uuml;ssigkeit nicht gleich Fl&uuml;ssigkeit, auch Cremes und Salben geh&ouml;ren dazu. S&auml;mtliches Makeup und Shampoo ist also schon mal tabu. Oder vielleicht doch nicht? Denn  Fl&uuml;ssigkeiten im Handgep&auml;ck sind erlaubt, wenn sie sich in einem Beh&auml;lter, der nicht mehr als 100 Milliliter enth&auml;lt, befinden. Diese kleinen Tuben und Flaschen m&uuml;ssen dann gesammelt in ein wiederverschlie&szlig;bares Plastikt&uuml;tchen passen, das nicht mehr als einen Liter fasst. Ganz sch&ouml;n kompliziert.</p>
<p><strong>Versch&auml;fte Kontrollen nach Anschl&auml;gen des 11. September</strong></p>
<p>Angefangen haben die versch&auml;rften Kontrollen an Flugh&auml;fen nach den Terroranschl&auml;gen vom 11. September 2001. Sie spiegelten sich zun&auml;chst in Kofferkontrollen wieder, um beim Check-in sicherzustellen, dass niemand gef&auml;hrliche Substanzen in das Gep&auml;ck schmuggelt. Als dann allerdings im August 2006 eine Gruppe Terroristen versuchte, Fl&uuml;ssigsprengstoff mit an Bord mehrerer Maschinen in die USA zu bringen, musste auch das Handgep&auml;ck dran glauben. Ab November des gleichen Jahres galt dann die neue 100 Milliliter Regelung.</p>
<div id="attachment_86361" class="wp-caption alignleft" style="width: 246px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/flughafen-birte.jpg"><img class="size-medium wp-image-86361" title="flughafen-birte" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/flughafen-birte-236x300.jpg" alt="Brav habe ich meine Fl&uuml;ssigkeiten vorschriftsm&auml;&szlig;ig verpackt. Foto: privat." width="236" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Brav habe ich meine Fl&uuml;ssigkeiten vorschriftsm&auml;&szlig;ig verpackt. Foto: privat.</p></div>
<p>Doch was hat es mit dieser Mengenbeschr&auml;nkung auf sich? Holger Kraft vom Flughafenverband ADV erkl&auml;rt, dass es sich bei dieser Regelung um einen Kompromiss handelt, um &uuml;berhaupt noch Fl&uuml;ssigkeiten mit an Bord nehmen zu k&ouml;nnen. “Sicherheitsexperten gingen bei Einf&uuml;hrung der Fl&uuml;ssigkeitsregelung davon aus, dass mit einer Menge von 100 Milliliter kein substanzieller Schaden an einem Verkehrsflugzeug angerichtet werden kann.&#8221; Doch was ist, wenn jemand aus diesen vielen kleinen Beh&auml;ltern eine gr&ouml;&szlig;ere Fl&uuml;ssigkeit zusammen mischt? “Dieses Argument wurde damit entkr&auml;ftet, dass die Herstellung fl&uuml;ssiger Sprengstoffe ein komplexer chemischer Prozess ist, der sich nicht so einfach mal eben hinter den Sicherheitskontrollstellen bewerkstelligen l&auml;sst”, so Holger Kraft.<br />
<strong><br />
Nach der Sicherheitskontrolle geht es noch weiter</strong></p>
<p>Ich packe am Flughafen also brav mein T&uuml;tchen mit dem n&ouml;tigsten und lege es an der Sicherheitskontrolle vor. Gleichzeitig muss ich noch meinen Laptop aus der Tasche holen und den G&uuml;rtel sowie Schmuck ablegen. Und hinter der Sicherheitskontrolle lauert schon die n&auml;chste Stolperfalle: Der Duty Free Shop.</p>
<p>Der wird mir auf der R&uuml;ckreise von Australien &uuml;ber China nach Frankfurt zum Verh&auml;ngnis. Als Mitbringsel versuche ich, ein Glas Australischen Honig zu kaufen. Auf die Frage, wo ich denn umsteigen w&uuml;rde, antworte ich wahrheitsgem&auml;&szlig; mit &#8220;Shanghai und Peking&#8221;. Da ist der Traum vom Honig dann auch schon zu Ende getr&auml;umt. Zuvor hatte ich immer die Erfahrung gemacht, dass Fl&uuml;ssigkeiten, die man hinter der Sicherheitskontrolle kauft, nicht unter die Begrenzung fallen. In Australien allerdings erkl&auml;rt man mir, dass ich keine Fl&uuml;ssigkeiten aus dem Duty Free Shop &uuml;ber 100 Milliliter mitf&uuml;hren d&uuml;rfte, da ich zweimal umsteigen muss. Den Sinn habe ich nicht ganz verstanden, nehme die Erkl&auml;rung aber dennoch in Kauf und verlasse Australien ohne Honig im Gep&auml;ck.</p>
<p><strong>Unterschiedliche Regelungen in verschiedenen L&auml;ndern</strong></p>
<p>Diese verwirrenden Regelungen erkl&auml;rt Holger Kraft damit, dass im Grunde jeder Staat das Recht hat, seine eigenen Regeln aufzustellen. Auf die Fl&uuml;ssigkeitsbeschr&auml;nkungen h&auml;tten sich zwar alle gro&szlig;en Luftfahrtnationen verst&auml;ndigt, kleinere Abweichungen k&ouml;nne es aber dennoch geben. So sollten zum Beispiel bereits im letzten Jahr die Beschr&auml;nkungen auf Duty Free Produkte in der EU aufgehoben werden. Dieser Plan wurde allerdings kurzfristig verworfen, weil nicht gen&uuml;gend Mitgliedsstaaten die Vorgaben umsetzen wollten.</p>
<div id="attachment_86362" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/china-immigration.jpg"><img class="size-medium wp-image-86362" title="china-immigration" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/china-immigration-300x137.jpg" alt="Nach China musste ich ohne Australischen Honig reisen. Foto: Birte M&ouml;ller" width="300" height="137" /></a><p class="wp-caption-text">Nach China musste ich ohne Australischen Honig reisen. Foto: Birte M&ouml;ller</p></div>
<p>Aber es gibt Hoffnung, zumindest in der EU. Die EU-Kommission hat alle Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet, bis zum 29. April 2013 alle Fl&uuml;ssigkeitsbeschr&auml;nkungen aufzuheben und stattdessen besondere Fl&uuml;ssigkeitsscanner einzusetzen. Allerdings bem&auml;ngeln Kritiker, dass die daf&uuml;r ben&ouml;tigte Technologie nicht leistungsf&auml;hig genug ist, um Fehler auszuschlie&szlig;en. Und auch diese Regelung w&uuml;rde dann zun&auml;chst nur in der EU gelten.</p>
<p>“Sollten Drittstaaten diese Regelung nicht anerkennen, so m&uuml;ssten Fl&uuml;ssigkeiten, die im Handgep&auml;ck mitgef&uuml;hrt werden, beim Umsteigen in einem Drittstaat entsorgt werden. Dies ist neben der noch nicht hinreichend leistungsf&auml;higen und getesteten Technologie zur Kontrolle von Fl&uuml;ssigkeiten der wunde Punkt an der Regelung”, so Kraft. Es bleibt also abzuwarten, was die Zukunft bringt. Ich steige in jedem Fall trotzdem jederzeit wieder in den Flieger!</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">Web: <a href="http://www.adv.aero/" target="_blank">Flughafenverband ADV</a></p>
<p style="color: white;">Web: <a href="http://www.dortmund-airport.de/1347.html" target="_blank">Informationen zu Handgep&auml;ckbestimmungen im Flugzeug</a></p>
<p style="color: white;">
</div>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pflichtlektuere.com/06/02/2012/herausforderung-handgepaeckkontrolle/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Warum Studenten Blut spenden sollten</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/03/02/2012/warum-studenten-blut-spenden-sollten/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/03/02/2012/warum-studenten-blut-spenden-sollten/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 17:12:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pflichtlektuere</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

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		<category><![CDATA[Deutsches Rotes Kreuz]]></category>

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		<category><![CDATA[Spenden]]></category>

		<category><![CDATA[TU Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Sich eine Nadel in den Arm stechen lassen und dabei zusehen, wie das eigene Blut in einen Beutel flie&#223;t? Davor schrecken viele zur&#252;ck. Doch gerade junge Menschen sind gesuchte Spender. 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Beitrag von Julia Kn&uuml;bel</em></p>
<p><strong>Dass Blutspenden irgendwie wichtig ist, wei&szlig; jeder. Und sp&auml;testens seit Doktor House hat auch jeder schon mal eine Blutkonserve gesehen. Doch wer kann eigentlich spenden? Und wo?  Und wie l&auml;uft so eine Spende ab? Das Deutsche Rote Kreuz war am Berufskolleg in Hacheney und hat die Sch&uuml;ler dort zum Spenden motiviert. Bald sind die Rot-Kreuz-Helfer auch wieder an der Uni Dortmund. Warum man dort vorbeischauen sollte.</strong></p>
<div id="attachment_86638" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/_dsc0028.jpg"><img class="size-medium wp-image-86638" title="Dr. Theodore Wienecke ist &Auml;rztin und unterst&uuml;tzt das Deutsche Rote Kreuz seit 20 Jahren bei Blutspendeterminen. Fotos: Julia Kn&uuml;bel" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/_dsc0028-300x199.jpg" alt="Dr. Theodore Wienecke ist &Auml;rztin und unterst&uuml;tzt das Deutsche Rote Kreuz seit 20 Jahren bei Blutspendeterminen. Fotos: Julia Kn&uuml;bel" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Theodore Wienecke ist &Auml;rztin und unterst&uuml;tzt das Deutsche Rote Kreuz seit 20 Jahren bei Blutspendeterminen. Fotos: Julia Kn&uuml;bel</p></div>
<p>Der Wunschspender von Frau Dr. Theodore Wienecke wiegt mindestens 50 Kilogramm, ist &auml;lter als 18, hat eine K&ouml;rpertemperatur zwischen 36 und 37,5 Grad und einen Puls von 50 bis 110 Schl&auml;gen pro Minute. Theodore Wienecke unterst&uuml;tzt seit mehr als 20 Jahren das Rote Kreuz bei Blutspende-Aktionen. Als &Auml;rztin &uuml;berwacht sie die Blutabnahme und schreitet ein &#8220;wenn jemandem mal schwindelig wird&#8221;.</p>
<p>Mehrmals die Woche ruft das Rote Kreuz zum Blutspenden auf. Am heutigen Freitag waren die Helfer im Paul-Ehrlich-Berufskolleg in Dortmund Hacheney unterwegs, um die Sch&uuml;ler dort zum Spenden zu motivieren. Ob die aber alle Wunschkriterien erf&uuml;llen, wissen sie selbst nicht. &#8220;Keine Angst&#8221;, meint Theodore Wienecke, &#8220;diese Werte hat jeder gesunde Mensch. Wer keine schwerwiegende Erkrankung hat, kann spenden.&#8221;</p>
<p><strong>Jeder Erstspender bekommt einen Ausweis</strong></p>
<p>Die meisten Sch&uuml;ler sind gerade erst vollj&auml;hrig geworden und Erstspender. Sie m&uuml;ssen einen Fragebogen ausf&uuml;llen und ihre Personalien angeben. So fragen die Helfer m&ouml;gliche Vorerkrankungen ab und die Spender bekommen einen Ausweis. Bei der n&auml;chsten Spende muss der dann nur noch vorgezeigt werden.</p>
<div id="attachment_86639" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/_dsc0051.jpg"><img class="size-medium wp-image-86639" title="500 Milliliter Blut laufen in f&uuml;nf bis zehn Minuten in die Konserve." src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/_dsc0051-300x199.jpg" alt="500 Milliliter Blut laufen in f&uuml;nf bis zehn Minuten in die Konserve. " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">500 Milliliter Blut laufen in f&uuml;nf bis zehn Minuten in die Konserve. </p></div>
<p>Im n&auml;chsten Schritt werden Temperatur und Blutdruck gemessen und der H&auml;moglobinwert im Blut bestimmt. &#8220;Wir m&uuml;ssen pr&uuml;fen, ob der Spender zu einer Spende gesundheitlich in der Lage ist&#8221;, erkl&auml;rt die &Auml;rztin. Ist das sicher, geht es zur Blutspende. Die dauert ungef&auml;hr f&uuml;nf bis zehn Minuten. Und danach wird gefr&uuml;hst&uuml;ckt. Schlie&szlig;lich hat der K&ouml;rper nun die Aufgabe, das abgenommene Blut zu ersetzen. F&uuml;r die immerhin 500ml braucht ein Mensch im Schnitt vier Wochen.</p>
<p>Damit endet die Aufgabe des Spenders. Die &Auml;rzte schicken das Blut ins Labor. Heute geht das Blut nach Hagen. Im Labor wird es untersucht und die roten Blutk&ouml;rperchen werden vom Blutplasma getrennt. Frau Wienecke erkl&auml;rt: &#8220;Wir geben dem Patienten immer nur das, was er auch braucht. Durch die Untersuchung verhindern wird, dass der Empf&auml;nger negativ auf das Blut reagiert, etwa weil noch Antik&ouml;rper vom Spender vorhanden sind.&#8221; Nach dem Laborcheck wird das Blut an die umliegenden Krankenh&auml;user verteilt. Eine Blutkonserve h&auml;lt sich bis zu 49 Tagen, danach sind die roten Blutk&ouml;rperchen abgestorben und die Spende kann nicht mehr verwendet werden. Aber so lange h&auml;lt eine Konserve sowieso nicht. Nach ein paar Tagen wird die Spende fast immer gebraucht. Die meisten Blutkonserven bekommen Tumorpatienten. Bei Krebserkrankungen wird durch die Strahlentherapie die Blutbildung beeintr&auml;chtigt. Wenn der K&ouml;rper nicht mehr genug eigenes Blut produzieren kann, kommt die Spende zum Einsatz. Auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden viele Konserven ben&ouml;tigt. Nur einen Bruchteil brauchen &Auml;rzte bei Verletzungen, etwa bei Unfallopfern.</p>
<div id="attachment_86642" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/_dsc0043.jpg"><img class="size-medium wp-image-86642 " title="Am Anfang jeder Blutspende muss eine Vene gefunden werden. Bei dieser Sch&uuml;lerin war das gar nicht so einfach." src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/_dsc0043-300x199.jpg" alt="Am Anfang jeder Blutspende muss eine Vene gefunden werden. Bei dieser Sch&uuml;lerin war das gar nicht so einfach." width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Am Anfang jeder Blutspende muss eine Vene gefunden werden. Bei dieser Sch&uuml;lerin war das gar nicht so einfach.</p></div>
<p><strong>Junge Spender sind gesucht</strong></p>
<p>&#8220;Wegen Konservenmangel wird auch schon mal eine OP verschoben, aber f&uuml;r Notsituationen haben wir immer genug da&#8221;, sagt Frau Wienecke und ruft damit gleichzeitig zu mehr Spenden auf. „Besonders junge Leute suchen wir, weil die lange und kontinuierlich spenden k&ouml;nnen.&#8221; Wer spenden will, muss vor allem gesund sein. &#8220;Und das ist bei jungen Leuten nun mal eher gegeben.&#8221; Schon ein Schnupfen kann dazu f&uuml;hren, dass die Helfer den Spender bitten m&uuml;ssen beim n&auml;chsten Mal wieder zukommen.</p>
<p>Das Deutsche Rote Kreuz ist auch immer wieder an der Uni unterwegs. Letzte Woche konnten Studenten an der TU Dortmund Blut spenden. Und die Resonanz war gut. &#8220;Bis zu 90 Spender sind pro Tag gekommen&#8221;, sagt Gerda Tillmann vom DRK-Kreisverband Dortmund. Die n&auml;chsten Termine sind im April. Frauen d&uuml;rfen vier Mal im Jahr spenden, M&auml;nner sechs Mal. Danach richtet das Rote Kreuz die Termine aus.</p>
<p><strong>Jeder hat andere Gr&uuml;nde spenden zu gehen</strong></p>
<p>Die Motive zum Spenden sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Manche wollen anderen Menschen helfen oder kommen aus Gewohnheit immer wieder. Auch die preiswerte Blutuntersuchung wird als Grund angef&uuml;hrt. Die Sch&uuml;ler am Berufskolleg wollen einfach Gutes tun und „die Freistunde mitnehmen, ist doch klar.&#8221; Alexander Kopatz grinst, als er das sagt. Er hat zum ersten Mal gespendet. &#8220;Vielleicht brauche ich ja selbst mal Blutkonserven und dann bin ich froh, wenn andere gespendet haben.&#8221;</p>
<p>Die Empf&auml;nger bekommen je nach Erkrankung zwischen zwei und zwanzig Konserven. Eine Konserve enth&auml;lt zirka 250-300 Milliliter. Das entspricht der Menge an roten Blutk&ouml;rperchen, die ein Spender abgegeben hat. Blut von nur einer Konserve kann der K&ouml;rper selbst nachbilden, erst ab dann muss Blut zugef&uuml;hrt werden.</p>
<p>Die Spender am Berufskolleg schauen anfangs noch etwas skeptisch, sind sich dann aber einig, dass Blutspenden gar nicht so schlimm ist. &#8220;Schlie&szlig;lich sind wir Lebensretter.&#8221;</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;">Die n&auml;chsten Spendetermine an der TU-Dortmund: 16. bis 20. April, jeweils von 10 bis 15 Uhr am Vogelpothsweg 85</p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.blutspendedienst-west.de/" target="_blank">Homepage des DRK-Blutspendedienst West</a></p>
<p style="color: white;">
</div>
<h2><span style="font-family: mceinline;"><br />
</span></h2>
<h2><strong>Was TU-Studenten &uuml;ber&#8217;s Blutspenden denken:</strong></h2>
<div id="attachment_86690" class="wp-caption alignleft" style="width: 129px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0077.jpg"><img class="size-medium wp-image-86690 " title="Myrel Alsayegh." src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0077-199x300.jpg" alt="Myrel Alsayegh." width="119" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Myrel Alsayegh.</p></div>
<p><strong>Myrel Alsayegh, 26, studiert im 1. Mastersemester Automation and Robotics:</strong></p>
<p><em>&#8220;Ich finde Blutspenden wichtig, denn vielleicht brauche ich ja auch mal eine Spende. Ich war schon drei Mal Blut spenden, in meiner Heimat in Syrien. Eine meiner Freundinnen war letzte Woche hier an der Uni, aber da war ich noch nicht in Deutschland.&#8221;</em></p>
<div id="attachment_86686" class="wp-caption alignright" style="width: 129px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0067.jpg"><img class="size-medium wp-image-86686 " title="Jan Trost." src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0067-199x300.jpg" alt="Jan Trost." width="119" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Jan Trost.</p></div>
<p><strong>Jan Trost, 22, studiert Logistik im 3. Semester:</strong></p>
<p><em>&#8220;Ich habe noch nie Blut gespendet. Ich habe geh&ouml;rt, dass man danach nicht mehr so leistungsf&auml;hig ist und dazu habe ich im Moment einfach keine Zeit, weil ich lernen muss.&#8221;</em></p>
<div id="attachment_86687" class="wp-caption alignleft" style="width: 129px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0070.jpg"><img class="size-medium wp-image-86687 " title="Sabrina Sch&uuml;tzmann." src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0070-199x300.jpg" alt="Sabrina Sch&uuml;tzmann." width="119" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Sabrina Sch&uuml;tzmann.</p></div>
<p><strong>Sabrina Sch&uuml;tzmann, 20, studiert im 1. Semester Lehramt Mathe und Philosophie:</strong></p>
<p><em>&#8220;Ich bin noch nicht zum Blutspenden gekommen, weil ich sehr viel krank bin. Aber wenn ich im April gesund bin, dann werde ich auf jeden Fall zum Spendentermin an der Uni gehen.&#8221;</em></p>
<div id="attachment_86688" class="wp-caption alignright" style="width: 129px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0075.jpg"><img class="size-medium wp-image-86688 " title="Patrick Schramowski." src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0075-199x300.jpg" alt="Patrick Schramowski." width="119" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Patrick Schramowski.</p></div>
<p><strong>Patrick Schramowski, 21, studiert im 2. Semester Informatik:</strong></p>
<p><em>&#8220;Ich war schon sechs Mal Blut spenden. Angefangen habe ich in meiner Bundeswehrzeit und jetzt gehe ich regelm&auml;&szlig;ig in die Klinik am Westenhellweg. Dort bekomme ich 20 Euro f&uuml;r&#8217;s Spenden, aber das ist f&uuml;r mich nicht der Hauptgrund. Wenn ich mal auf eine Spende angewiesen bin, w&uuml;nsche ich mir ja auch, dass jemand gespendet hat.&#8221;</em></p>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Erinnerung an Auschwitz</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/02/02/2012/erinnerung-an-auschwitz/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 12:17:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pflichtlektuere</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Vor 70 Jahren entstand das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Noch k&#246;nnen &#220;berlebende berichten, was sie hier erlebt haben. Doch wenn sie sterben, ist auch die Erinnerung an Auschwitz in Gefahr.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beitrag von Lara Eckstein</p>
<p><strong>Die Schienen f&uuml;hren durch einen gemauerten Torbogen, einige hundert Meter geradeaus, dann enden sie. Auschwitz-Birkenau ist eine Endstation. In dem Vernichtungslager starben zwischen 1942 und 1945 mehr als eine Million Menschen. Zdzislawa Wlodarczyk aber hat &uuml;berlebt. Heute zeigt sie Studenten das Lager. Den Weg kennt die 78-J&auml;hrige auswendig. Vor einem niedrigen Geb&auml;ude, Block 16, bleibt sie stehen: &#8220;Hier ist die Kinderbaracke.&#8221;</strong></p>
<p>Mit acht Jahren kam Wlodarczyk nach Auschwitz. Auch heute, 70 Jahre sp&auml;ter, erinnert sie sich noch genau: An die Mutter, die nackt vor den Wachen steht, ausgelacht und beschimpft wird. An die SS-M&auml;nner, die einem Gefangenen ein Holzbrett auf den Hals legen und sich darauf wippen. Und an den Geruch von verbranntem Menschenfleisch aus dem Krematorium.</p>
<p><strong>Erinnerung als Verantwortung</strong></p>
<div id="attachment_86310" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-86310" title="konzentrationslager_vergessen_Zeitzeugin, Foto: Lara Eckstein" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc_7326-300x260.jpg" alt="Zeitzeugin Zdzislawa Wlodarczyk k&auml;mpft gegen das Vergessen. Fotos: Lara Eckstein" width="300" height="260" /><p class="wp-caption-text">Zeitzeugin Zdzislawa Wlodarczyk k&auml;mpft gegen das Vergessen. Fotos: Lara Eckstein</p></div>
<p>Wlodarczyk erz&auml;hlt immer wieder, was sie erlebt hat: &#8220;Es ist wichtig, dass junge Menschen den Schrecken von Auschwitz verstehen&#8221;, sagt sie. F&uuml;r eine Generation, die keinen Hunger kennt und keinen Krieg, kann das schwierig sein. Die Ereignisse liegen jedes Jahr weiter zur&uuml;ck. Neue, schreckliche Dinge passieren. Die Erinnerung an Auschwitz verblasst. Und Zeitzeugen wie Zdzislawa Wlodarczyk wird es nicht mehr lange geben. 70 Jahre nach der Errichtung der Vernichtungslager sind viele Holocaust-&Uuml;berlebende bereits gestorben. Wie soll f&uuml;r zuk&uuml;nftige Generationen die Erinnerung &uuml;berleben an Dinge, die unvorstellbar scheinen?</p>
<p>Das Museum Auschwitz ist zum symbolischen Ort des Leids geworden. Hundertausende Menschen kommen jedes Jahr in die Gedenkst&auml;tte. Sie laufen zwischen den Baracken entlang, betrachten die Fotos ausgemergelter Menschenk&ouml;rper und die Berge von Koffern, Schuhen, Menschenhaaren. Dann ziehen sie f&uuml;r vier Zloty einen Cappuccino aus dem Automaten, steigen in den Reisebus und fahren zur&uuml;ck nach Krakau, Warschau, Berlin.</p>
<p>Die Gefangenen auf den Fotos bleiben Fremde. Die Verlie&szlig;e, der Erschie&szlig;ungsplatz und das Krematorium hinterlassen nur ein dumpfes Gef&uuml;hl des Schreckens. Was hier wirklich geschah, k&ouml;nnen nur die erz&auml;hlen, die es &uuml;berlebt haben.</p>
<p>&#8220;Kein Buch, kein Film und keine Ausstellung kann die pers&ouml;nliche Begegnung ersetzen&#8221;, sagt Wolfgang Gerstner vom Maximilian-Kolbe-Werk. Der Verein k&uuml;mmert sich um Holocaust-&Uuml;berlebende, organisiert Begegnung mit Sch&uuml;lern und Studenten. Gemeinsam nehmen die Jungen und die Alten auch an der Gedenkfeier zur Befreiung von Auschwitz im Januar 1945 teil. Hier, vor den &Uuml;berresten des Krematoriums, ist die Erinnerung noch lebendig.</p>
<p><strong>Erinnerung als politisches Interesse</strong></p>
<p>Bei der offiziellen Gedenkfeier im Kulturzentrum von Oswiecim, dem ehemaligen Auschwitz, sind neben dem B&uuml;rgermeister auch s&auml;mtliche Botschafter anwesend. Hier geht es nicht um die Opfer von Auschwitz. Stattdessen zeigt sich, wie Erinnerung zum politischen Interesse werden kann. &#8220;Es gibt Menschen, die ernsthaft bedauern, dass ihr Land sich nicht &ouml;ffentlich gegen die Sowjetunion gestellt hat&#8221;, schimpft der russische Botschafter. &#8220;Manche Holocaust-Leugner sind sogar Staatsoberh&auml;upter&#8221;, br&uuml;llt der israelische Botschafter ins Mikrofon. Wlodarczyk und die anderen Zeitzeugen sitzen im Publikum. Sie sind in der Unterzahl. Vor sieben Jahren kamen noch 1500 ehemalige H&auml;ftlinge. Heute sind es rund 90. Die Erinnerung wird schw&auml;cher, langsam stirbt sie aus.</p>
<div id="attachment_86311" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-86311" title="konzentrationslager_vergessen_Stacheldraht, Foto: Lara Eckstein" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc_7267-300x198.jpg" alt="Die Erinnerung an den Ort des Grauens droht zu verblassen." width="300" height="198" /><p class="wp-caption-text">Die Erinnerung an den Ort des Grauens droht zu verblassen.</p></div>
<p>&#8220;Ich kann nur meine Geschichte erz&auml;hlen&#8221;, sagt Zdzislawa Wlodarczyk in der Baracke Nummer 16, der Kinderbaracke von Auschwitz-Birkenau. &#8220;Aber ich spreche stellvertretend f&uuml;r alle, die hier gelitten haben.&#8221; Und dann erz&auml;hlt sie, erz&auml;hlt, bis es dunkel wird. Die Studenten h&ouml;ren zu, stellen Fragen, vergessen die Zeit. &#8220;Das, was hier passiert ist, h&auml;tte mir keine Touristenf&uuml;hrung vermitteln k&ouml;nnen&#8221;, sagt die Dortmunder Studentin Ann-Kristin Sch&auml;fer. Es beginnt zu schneien. Die Wacht&uuml;rme, die Schienen und der Stacheldraht verschwinden unter einer Decke aus Wei&szlig;. &Uuml;ber das Vernichtungslager senkt sich eine friedliche Stille - eine Stille des Vergessens. Noch kommt die Stimme von Zdzislawa Wlodarczyk dagegen an. Schon bald aber muss die junge Generation diese Stille alleine brechen.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">do1.tv: <a href="http://www.do1.tv/2011/11/17/und-der-zug-fuhr-richtung-buchenwald/" target="_blank">&#8220;&#8230; und der Zug fuhr Richtung Buchenwald.&#8221;</a></p>
<p style="color: white;">
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.maximilian-kolbe-werk.de/" target="_blank">Maximilian-Kolbe-Werk</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.maximilian-kolbe-werk-projekt2012.blogspot.com/" target="_blank">Erinnern und Gedenken im Zeitalter des Web 2.0</a></p>
</div>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Duell: Facebook-Chronik - Like oder Dislike?</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/02/02/2012/duell-facebook-chronik-like-oder-dislike/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 09:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pflichtlektuere</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Pflicht]]></category>

		<category><![CDATA[Pro und Contra]]></category>

		<category><![CDATA[Protest]]></category>

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		<category><![CDATA[Timeline]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast 800 Millionen Menschen nutzen Facebook. Und alle m&#252;ssen bald auf die neue Chronik umstellen. Dieser Zwang missf&#228;llt einigen Usern - andere m&#246;gen das neue Design. 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><strong><img class="aligncenter size-full wp-image-86006" title="das-duell-jan-ole-niermann-vs-maren-bednarczyk" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/das-duell-jan-ole-niermann-vs-maren-bednarczyk.jpg" alt="das-duell-jan-ole-niermann-vs-maren-bednarczyk" width="600" height="200" />Bald wird diese Chronik Pflicht - die neue Facebook-Timeline kommt f&uuml;r alle Nutzer. Ob sie wollen oder nicht. Facebook frohlockt, das gesamte Leben soll nun auch online zu finden sein: Geburt, Hochzeit, Uni-Abschluss - wenn es nach Facebook geht, findet das alles bald auch im sozialen Netzwerk statt. Mit weitreichenden Konsequenzen: Knapp 800 Millionen Mitglieder z&auml;hlt das Netzwerk schon. Doch das neue Outfit entzweit die Facebook-Gemeinde. Auch unsere beiden pflichtlekt&uuml;re-Redakteure Jan-Ole Niermann und Maren Bednarczyk sind geteilter Meinung:<br />
</strong></p>
<p><strong><!--EndFragment--></strong><strong></strong></p>
<table style="height: 694px;" border="0" width="656">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: right; background-color: white; border-spacing: 10px; width: 10px; border-color: white;"><strong>Like</strong></td>
<td style="background-color: white; border-spacing: 10px; width: 10px; border-color: white;"></td>
<td style="background-color: white; border-spacing: 10px; width: 10px; border-color: white;"><strong>Dislike</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="background-color: white; border-spacing: 10px; width: 250px; vertical-align: top; border-color: white;">Fast 50.000 gef&auml;llt sie - die Facebook-Gruppe &#8220;Gegen die neue FB Chronik&#8221;. Doch der digitale Wutaufschrei ist &uuml;bertrieben: Facebook ist Spa&szlig;, Kontakt mit weit entfernten Freunden, herrlich unbedachte Minuten im stressigen Alltag. Wer sich nun &uuml;ber die neue Optik des Lieblingszeitkillers echauffiert, dem kann ich nur raten: Ausloggen, Account l&ouml;schen, studiVZen!</p>
<p>Tats&auml;chlich ist die Chronik erst mal ungewohnt, etwas Neues f&uuml;r unser durch viele Stunden geschultes Facebook-Auge: Freunde, Fotos, Like Button - alles finden wir vollkommen automatisch. Nach einigen Surfminuten geht das auch mit der neuen Chronik. Viele Kritiker werden schon bald zu den Bef&uuml;rwortern z&auml;hlen. Mich hat das neue Design schnell &uuml;berzeugt: ein kleiner Pfad in der Mitte, Infoboxen links und rechts, zwischendrin Monatsangaben - stringent, logisch, chronologisch. Und damit sich die Nutzer an ein einheitliches Design gew&ouml;hnen, ist die Umstellung f&uuml;r alle sinnvoll.</p>
<p><strong>Alles gut, wenn Privates privat bleibt</strong></p>
<p>Das gilt nat&uuml;rlich nur, solange darunter nicht die Privatsph&auml;re leidet. Die ist bei Facebook seit jeher nur schwer zu kontrollieren. Nutzer m&uuml;ssen viel Zeit investieren, um sich selbst im Netz zu sch&uuml;tzen. Ein berechtigter Kritikpunkt, doch wer sich im sozialen Netz bewegt, der sollte sich diese Zeit nehmen. Darum &uuml;ber die neue Chronik zu schimpfen, ist scheinheilig - die Einstellungen f&uuml;r die Privatsph&auml;re sollen schlie&szlig;lich die gleichen bleiben. So lange das der Fall ist, gef&auml;llt mir die optische Auffrischung. Vor allem das breite Panoramabild auf der Titelseite ist ein Hingucker. Neulich erinnerte es mich, auf der Seite eines alten Freundes, unverhofft an einen l&auml;ngst vergangenen Strandtag im S&uuml;den Frankreichs. Danke Facebook!</p>
<p>Der Protest gegen die neue Chronik ist darum chronischer Natur, getreu dem Motto: &#8220;Was ich nicht kenne, schmeckt mir nicht.&#8221; Also erst mal moppern und w&uuml;ten. Doch schon wenige Wochen nach der verpflichtenden Einf&uuml;hrung wird sich das Gewohnheitstier Mensch (zudem ja auch der gemeine Internetnutzer geh&ouml;rt) an die neue Optik gew&ouml;hnen. Zu tief ist Facebook in unseren Alltag verankert, zu angefixt sind vor allem wir, die jungen Nutzer.</p>
<p><strong>Ich entscheide, was ich hochlade</strong></p>
<p>Meine Lebensgeschichte soll die neue Chronik erz&auml;hlen, doch das wird die neue Chronik nur in dem Ma&szlig;e tun, indem ich es erlaube. Darum wird meine neue Chronik (genau wie mein bisheriges Facebook-Profil) nur Freunden etwas &uuml;ber mich preisgeben. Und ganz sicher nicht meine komplette Lebensgeschichte: Niemand wird Kinderplanschereien, Hochzeitstorten oder Partyknutschereien von mir sehen. Welche Geschichten ich ins digitale Geschichtsbuch schreibe, das entscheide immer noch ich.</td>
<td style="background-color: white; border-spacing: 10px; width: 10px; border-color: white;"></td>
<td style="background-color: white; border-spacing: 10px; width: 250px; vertical-align: top; border-color: white;">Nein, Danke! Ich m&ouml;chte bitte nicht, dass Facebook auch noch eine Chronik von mir und meinem Leben erstellt. In irgendwelchen weiten Sph&auml;ren des Internets sind ohnehin schon viele kleine Datengerinsel von mir versteckt. Warum soll ich dann auch noch in einem sozialen Netzwerk mein Leben vom Kindergarten, &uuml;ber die Ehrenurkunde beim Sportfest in der 7. Klasse, hin zum Studium an der TU Dortmund sch&ouml;n auf einem Zeitstrahl anschaulich machen? Die Leute, die mich schon seit dem Kindergarten kennen, wissen Bescheid &uuml;ber meine Lebensgeschichte. Alle anderen sollen auch gar nicht wissen, was noch vor drei, vier oder gar zehn Jahren in meinem Leben abging. Vor allem durch Studium, Arbeit und Co. hat man ja auch immer mehr wichtige berufliche Kontakte. Facebook-Gr&uuml;nder Mark Zuckerberg zeigt bei der Pr&auml;sentation der neuen Chronik zum Beispiel Kinderfotos - geht´s noch?</p>
<p><strong>Der Lebenslauf im WWW? Nein!</strong></p>
<p><strong> </strong>&#8220;Erz&auml;hle deine Lebensgeschichte mit einem neuartigen Profil&#8221; lautet der Werbeslogan f&uuml;r die Chronik. Da redet man schon so viel &uuml;ber Datenschutz und zu viel Transparenz im Internet und jetzt soll jeder seinen eigenen Lebenslauf, also quasi das Pers&ouml;nlichste, was man so hat, der gro&szlig;en weiten Welt pr&auml;sentieren. Dann br&auml;uchten wir ja auch eigentlich gar keine Bewerbungen oder Vorstellungsgespr&auml;che mehr. Vielleicht l&auml;uft es bald besser so: &#8220;Sehr geehrter potenzieller Chef, hiermit w&uuml;rde ich Sie bitten, all meine Daten und bisherigen Erfahrungen meiner Chronik im Facebook zu entnehmen. Klicken Sie &#8220;Gef&auml;llt mir&#8221;, wenn Sie mich einstellen wollen.&#8221; - Was f&uuml;r ein Schwachsinn! Au&szlig;erdem ist auch noch jeder Nutzer aufgefordert, seine &auml;lteren Beitr&auml;ge zu durchforsten, damit auf der Chronik nichts, vielleicht sogar Vergessenes, ungewollt erscheint. Aufgezwungene Erneuerung verbunden mit unfreiwilligem Zeitaufwand: Oh du unversch&auml;mte Chronik!</p>
<p><strong>Bessere &Uuml;bersicht Fehlanzeige</strong></p>
<p>Laut Zuckerberg soll durch die Einf&uuml;hrung der neuen Chronik vor allem eines erreicht werden: Bessere &Uuml;bersichtlichkeit. Aber bei dem riesigen Banner in der Kopfzeile des Profils, wom&ouml;glich noch mit einem azurblauen Ozean vom Traumurlaubsziel &uuml;berladen, bekommt man doch erst mal einen Flash - abgesehen davon, dass man den eigentlichen Nutzer erst beim zweiten Hinsehen ganz klein links unten in der Ecke entdeckt. Und darunter folgt ein gro&szlig;es Wirrwarr von Statusmeldungen links und rechts bunt verteilt, eine vermeintliche Timeline entlang, die man aber kaum erkennen kann. Und das Schlimmste an der neuen Chronik ist, dass wir als Facebook-Nutzer keine Alternative haben - entweder Chronik akzeptieren oder eben komplett abmelden.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><img class="size-full wp-image-51479" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/das-duell-feeder.jpg" alt="das-duell-feeder" width="600" /></p>
<p><span style="color: #000000;">Foto: stockxchng/bizior, Montage: Steinborn/H&uuml;ckelheim/Br&uuml;ning, Teaserfoto: pixelio.de/tokamuwi<br />
</span></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>DAS DUELL:</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/19/01/2012/duell-klausur-oder-hausarbeit/" target="_blank">Klausur oder Hausarbeit?</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/12/01/2012/duell-ist-freitag-der-13-ein-unglueckstag/" target="_blank">Ist Freitag der 13. ein Ungl&uuml;ckstag?</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/22/12/2011/duell-weihnach…der-christkind/" target="_blank">Weihnachtsmann oder Christkind?</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/15/12/2011/duell-weihnachtsklassiker-last-christmas-liebe-oder-hass/" target="_blank">&#8220;Last Christmas&#8221; - Liebe oder Hass?</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/08/12/2011/duell-kann-wetten-dass-ohne-gottschalk-weitergehen/" target="_blank">Kann &#8220;Wetten dass&#8221; ohne Gottschalk?</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/27/01/2012/duell-laengere-ladenoeffnungszeiten-ja-oder-nein/">L&auml;ngere Laden&ouml;ffnungszeiten - ja oder nein?</a></p>
<p style="color: white;">
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Ist das Kunst, oder kann das weg?</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/31/01/2012/ist-das-kunst-oder-kann-das-weg/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/31/01/2012/ist-das-kunst-oder-kann-das-weg/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 20:12:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pflichtlektuere</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Themenwoche Müll]]></category>

		<category><![CDATA[mitten im leben]]></category>

		<category><![CDATA[Beuys]]></category>

		<category><![CDATA[Dortmunder U]]></category>

		<category><![CDATA[Künstler]]></category>

		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>

		<category><![CDATA[Kunst]]></category>

		<category><![CDATA[Müll]]></category>

		<category><![CDATA[Metzger]]></category>

		<category><![CDATA[Moderne Kunst]]></category>

		<category><![CDATA[Putzfrau]]></category>

		<category><![CDATA[Schloss]]></category>

		<category><![CDATA[wegwischen]]></category>

		<category><![CDATA[Zeitgenössisch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pflichtlektuere.com/?p=85975</guid>
		<description><![CDATA[Wenn ein Gugelhupf die Gesellschaft kritisiert: Was f&#252;r viele unm&#246;glich klingt, ist in Wirklichkeit Kunst. Pflichtlekt&#252;re-Autorin Katja Vossenberg hat dazu eine eindeutige Meinung. 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_85752" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/banner_themenwoche_mull.jpg"><img class="size-full wp-image-85752" title="banner_themenwoche_mull" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/banner_themenwoche_mull.jpg" alt="Fotos: flickr.com/Timothy Takemoto/epSos.de/Marc Patzwald, Montage: Marc Patzwald" width="600" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Fotos: flickr.com/Timothy Takemoto/epSos.de/Marc Patzwald, Montage: Marc Patzwald</p></div>
<p><strong><em>Ein Kommentar von Katja Vossenberg</em></strong></p>
<p>Die Putzfrau dachte sich wahrscheinlich nichts besonderes. Da war halt dieser Kalkfleck. Das sieht ja auch nicht sch&ouml;n aus. Kurzerhand wischte sie ihn einfach weg. Ohne zu wissen, dass sie gerade einen Schaden von 800.000 Euro angerichtet hat. Der Kalkfleck geh&ouml;rte n&auml;mlich zum Kunstwerk &#8220;Wenns anf&auml;ngt durch die Decke zu tropfen“ von Martin Kippenberger.</p>
<div id="attachment_85979" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/joseph-beuys.jpg"><img class="size-medium wp-image-85979" title="Joseph Beuys" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/joseph-beuys-300x300.jpg" alt="Der Sch&ouml;pfer der Fettecke: Joseph Beuys. Foto: flickr/cea" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Der Sch&ouml;pfer der Fettecke: Joseph Beuys. Foto: flickr/cea</p></div>
<p>Die Geschichte aus dem Dortmunder U ist bekannt. Sie ist aber bestimmt kein Einzelfall: Da war zum Beispiel auch die &#8220;Fettecke“ von Joseph Beuys. F&uuml;nf Kilo Butter in einer Ecke – der Hausmeister nahm sich dieser vermeintlichen Verschmutzung an. Oder der M&uuml;llsack mit Zeitungen und Pappe drin, der im London Tate Britian vor einem abstrakten Bild stand. Das war nicht einfach nur M&uuml;ll, sondern geh&ouml;rte zum Werk von Gustav Metzger dazu. Es sollte die Verg&auml;nglichkeit von Kunst darstellen – wie passend, dass die Putzfrau den Sack einfach wegr&auml;umte.</p>
<p>Kunst will provozieren, wachr&uuml;tteln, Missst&auml;nde zeigen: Aber geht das wirklich mit Kalkflecken, f&uuml;nf Kilo Butter oder einem Sack voll Papierm&uuml;ll? Eher nicht.</p>
<div id="attachment_85978" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/gugelhupf.jpg"><img class="size-medium wp-image-85978" title="Gugelhupf" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/gugelhupf-225x300.jpg" alt="Auch das kann Gesellschaftskritik sein: der Gugelhupf. Foto: flickr/kochtopf" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Auch das kann Gesellschaftskritik sein: der Gugelhupf. Foto: flickr/kochtopf</p></div>
<p><strong>F&auml;kalien in Dosen </strong></p>
<p><strong></strong><span style="-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.296875); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);">Die Kunst vergisst dabei n&auml;mlich eines: Sie hat Betrachter. Und ich als Betrachter f&uuml;hle mich so einfach nicht ernst genommen. Ein Beispiel: Konzeptk&uuml;nstler Piero Manzoni verkaufte in den 60er Jahren seine eigenen F&auml;kalien in Dosen. 30 Gramm feinste &#8220;K&uuml;nstlerschei&szlig;e“ - so wirklich der Titel. Das Ganze zum Preis von 30 Gramm Gold. Heutzutage w&uuml;rde man daf&uuml;r also knapp 400 Euro f&uuml;r die &#8220;K&uuml;nstlerschei&szlig;e“ bezahlen.</span></p>
<p>Klar, Manzoni will kritisieren, dass in der Kunst viel zu Gold gemacht wird, was es nicht wert ist. Und auch Manzoni hat es geschafft: seine „K&uuml;nstlerschei&szlig;e“ wurde im Jahr 2008 f&uuml;r 124.000 Euro versteigert. Aber ist gerade das das richtige Mittel? Im Grunde genommen l&auml;sst er sich seine ach so tolle Kritik doch genauso versilbern, wie alle anderen K&uuml;nstler das auch tun.</p>
<p><strong>Kuchen der Kritik</strong></p>
<p><strong></strong>Oder auch: Der Gugelhupf von Kunststudent Peter Schloss, der die Gesellschaft kritisieren soll. Ein schlichter Kuchen, ein Messer, Zitate von John Rawls. Wer w&uuml;rde nicht darauf kommen, dass Schloss die ungerechte G&uuml;terverteilung in der Welt kritisieren will. Und wer wei&szlig;: Wenn ich meinen n&auml;chsten Kuchen in den Ofen schiebe, vielleicht finde ich ja auch ein dankbares Kunstmuseum als Abnehmer.</p>
<p>Man kann mir jetzt nat&uuml;rlich vorwerfen, dass ich nichts von Kunst verstehe. Und ich bin bestimmt auch keine Kunstexpertin. Aber Kunst sollte doch auch nicht nur f&uuml;r Experten sein. Immerhin komme auch ich mit Kunst in Kontakt und auch ich als Nicht-K&uuml;nstler w&uuml;rde gerne etwas davon haben. Es w&auml;re sch&ouml;n, auch in Zukunft ohne Audio-Guide im Kunstmuseum zurecht kommen zu k&ouml;nnen. Und auch nach einem Museumsbesuch w&uuml;rde ich gerne mehr mitnehmen als reines Unverst&auml;ndnis.</p>
<p>Zurecht kann man da die Frage stellen: Ist das Kunst, oder kann das weg?</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.tate.org.uk/servlet/ViewWork?cgroupid=999999961&amp;workid=27330&amp;tabview=text&amp;texttype=10" target="_blank">So wurde K&uuml;nstlerschei&szlig;e zu Geld</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/Putzfrau-zerstoert-800-000-Euro-Kunstwerk;art13731,1456702" target="_blank">Artikel zum weggewischten Kunstwerk im Dortmunder U</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/kultur/msfe/Wewerka-Pavillon-Philosophie-mit-Puderzucker;art2551,288611" target="_blank">Artikel zur Gugelhupf-Kunst</a></p>
<p style="color: white;">
</div>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/vom-pulli-zum-putzlappen/" target="_blank">Vom Pulli zum Putzlappen?</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/studentenmuell-hochgerechnet/" target="_blank">Studentenm&uuml;ll hochgerechnet</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2012/muellberge-fuer-die-steckdose/" target="_blank">M&uuml;llberge f&uuml;r die Steckdose</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/30/01/2012/mit-alten-handys-helfen/" target="_blank">Mit alten Handys helfen</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/03/02/2012/sind-pet-flaschen-so-schlecht-wie-ihr-ruf/" target="_blank">Sind PET-Flaschen so schlecht wie ihr Ruf?</a><strong><br />
</strong></p>
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