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	<title>pflichtlektüre &#187; Humor-Themenwoche</title>
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	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Wed, 23 May 2012 17:50:58 +0000</pubDate>
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			<item>
		<title>Humor ist keine Frage der Kultur</title>
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		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/03/07/2011/humor-ist-keine-frage-der-kultur/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Jul 2011 14:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Knop</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Essen]]></category>

		<category><![CDATA[Humor-Themenwoche]]></category>

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		<category><![CDATA[Witze]]></category>

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		<description><![CDATA[Wor&#252;ber lacht eigentlich Afrika? Oder Indien? Verschiedene Kulturen unterscheiden sich auch in ihrem Humor. So kommen Blondinen-Witze nicht &#252;berall gleicherma&#223;en gut an wie in Deutschland. 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_67218" class="wp-caption alignright" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humor-die-themenwoche.jpg"><img class="size-full wp-image-67218" title="Montage: Falk Steinborn, Foto: sxc.hu, emospada, BrightyG, mfb1982" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humor-die-themenwoche.jpg" alt="humor-die-themenwoche" width="600" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Montage: Falk Steinborn, Foto: sxc.hu, emospada, BrightyG, mfb1982</p></div>
<p><strong>Man kann sich dem Thema &#8220;Lachen&#8221; </strong><strong>in der Wissenschaft </strong><strong>auf verschiedene Weise n&auml;hern. Aus psychologischer, aus physiologischer und sogar aus sprachwissenschaftlicher Sicht ist unser Lachen ein hoch komplexer Vorgang. Aus kulturwissenschaftlicher Sicht ist das Thema jedoch bisher kaum beleuchtet worden. Eins ist jedoch klar: Unterschiedliche Formen von Humor haben nichts mit der kulturellen Herkunft eines Menschen zu tun.</strong></p>
<p>Im Allgemeinen kann man zwischen den verschiedenen Kulturen und ihrem Humor keine klare Grenzen ziehen. Eine Unterscheidung ergibt sich jedoch im Umfang des Humors, den eine Kultur aufweist. Das wei&szlig; auch Dr. Rainer Stollmann. Er lehrt am Institut f&uuml;r Kulturwissenschaften und Ethnlogie an der Universit&auml;t Bremen. &#8220;Die Inder zum Beispiel kann man als die Engl&auml;nder des vorderen Orients bezeichnen. Die Engl&auml;nder werden hier in Europa als besonders komisch wahrgenommen.&#8221; Ein gutes Beispiel f&uuml;r den englischen Humor ist die Komikervereinigung Monty Python. In deren Art von Humor sieht der Ethnolge eine Mischung aus Komik und Groteske. &#8220;&Auml;hnlich ist es beim indischen Humor&#8221;, sagt Stollmann. Den Unterschied zwischen Groteske und Witz sieht Rainer Stollmann in vielen Kulturen. &#8220;Das hat etwas mit der Aufgekl&auml;rtheit eines Menschen zu tun.&#8221;</p>
<p><strong>Humor hat was mit Kitzeln zu tun</strong></p>
<p>Den klassischen Ostfriesenwitz hat fast jeder schon einmal geh&ouml;rt. Der Grund, warum wir &uuml;ber solche Witze lachen, bringt den ein oder anderen wahrscheinlich selbst zum schmunzeln. Die meisten Menschen kennen das Gef&uuml;hl, lachen zu m&uuml;ssen, wenn sie gekitzelt werden. Hierbei staut sich durch das Kitzeln &#8220;nerv&ouml;se Energie&#8221; im K&ouml;rper an, die irgenwann in einem Lachen ausbricht. Beim Lachen &uuml;ber einen bestimmten Witz ist es &auml;hnlich. Nur werden beim Kitzeln der Haut die darunter liegenden Nervenzellen stimuliert. In der Komik werden wir aber &#8220;an unserer nationalen und kulturellen Haut gekitzelt&#8221;, erkl&auml;rt Rainer Stollman. Dieses Ph&auml;nomen findet sich aber auch in anderen Kulturen.</p>
<p><strong>Die kleinen feinen Unterschiede</strong></p>
<div id="attachment_67818" class="wp-caption alignright" style="width: 325px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humorchina01.jpg"><img class="size-full wp-image-67818" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humorchina01.jpg" alt="Dang Shijie sieht keine gro&szlig;en Unterschiede der Kulturen" width="315" height="352" /></a><p class="wp-caption-text">Dang Shijie glaubt, dass sich die Deutschen vor allem &uuml;ber sich selbst lustig machen. Foto: Simon Knop</p></div>
<p>Wirklich gro&szlig;e Unterschiede zwischen den Kulturen und ihrem Humor kann Dang Shijie nicht erkennen. Er kommt aus der Volksrepublik China und studiert derzeit Wirtschaftsingenieurwesen an der Uni Duisburg-Essen. &#8220;Bei uns sind es eher die regionalen Unterschiede, &uuml;ber die die Leute lachen&#8221;, sagt Shijie. In China g&auml;be es mehr als 150 verschiedene Dialekte, erkl&auml;rt er weiter. So seien es gerade die Menschen im S&uuml;den, die einen f&uuml;r den Rest der Bev&ouml;lkerung unverst&auml;ndlichen Dialekt sprechen. &#8220;Die Menschen im Norden und in der Mitte Chinas sprechen eine Art Einheitschinesisch. Sie glauben, dass sie viel kultivierter sind, als die Menschen im S&uuml;den&#8221;, erz&auml;hlt er. Deshalb w&uuml;rden die Leute aus dem S&uuml;den oft mit einem L&auml;cheln bedacht.</p>
<p>Shijie sieht aber auch eine verbindende Wirkung im Humor. &#8220;Humor kann helfen die Verst&auml;ndigung zwischen den Kulturen zu verbessern&#8221;, so der 26-J&auml;hrige. Als Beispiel f&uuml;hrt er die zahlreichen Jackie-Chan-Filme an. &#8220;Er nimmt zum Beispiel den Kung Fu und macht daraus etwas Lustiges. Wenn die Menschen in Europa oder in Amerika das sehen dann lachen sie dar&uuml;ber. Aber dann fragen sich sich vielleicht irgendwann, wieviel an der Sache wirklich dran ist und fangen an sich mehr f&uuml;r die chinesische Kultur zu interessieren&#8221;, sagt er. Doch bei den Deutschen sieht er da ein Problem. &#8220;Die sind immer sehr vorsichtig, wenn es darum geht, sich &uuml;ber andere Kulturen lustig zu machen. Also machen sie sich lieber &uuml;ber ihre eigene Kultur lustig.&#8221;</p>
<p><strong>Von der Groteske zum Humor</strong></p>
<p>Mit dem Humor ist es in unserem Kulturkreis eigentlich noch gar nicht so  lange her, wie man vielleicht denken w&uuml;rde. Bis zum Ende des 17.  Jahrhundert herrschte in Europa noch die Groteske als Form der  Unterhaltung vor. Ein Beispiel daf&uuml;r sind die Gaukler, die mit ihren  Jahrm&auml;rkten von Stadt zu Stadt zogen und die Menschen mit den  skurrilsten Attraktionen zum Lachen brachten. &#8220;Der Humor kam erst Anfang  des 19. Jahrhunderts allm&auml;hlich auf&#8221;, sagt Rainer Stollman. Ein  ungezwungenes Lachen &uuml;ber Witze war aber in der europ&auml;ischen Geschichte  auch dann nicht immer m&ouml;glich. So erz&auml;hlte man sich im Dritten Reich  Fl&uuml;sterwitze, die wie der Name schon sagt, nur mit vorgehaltener Hand  erz&auml;hlt wurden. In der DDR waren es dann die sogenannten &#8220;H&auml;schenwitze&#8221;.  Bei diesen Witzen ging es um die Politik des Staates. Jedoch wurden sie  so erz&auml;hlt, dass man den Bezug zur Politik nicht mehr direkt erkennen  konnte.</p>
<p><strong>Klassische Autos k&ouml;nnen auch lustig sein</strong></p>
<div id="attachment_67834" class="wp-caption alignleft" style="width: 225px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humorwocheghana01.jpg"><img class="size-full wp-image-67834" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humorwocheghana01.jpg" alt="Frank Tagoe kann auch &uuml;ber Klassiker lachen" width="215" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Frank Tagoe kann auch &uuml;ber Klassiker lachen</p></div>
<p>Andere Kulturen lachen manchmal &uuml;ber Dinge, bei denen man in unserem Kulturkreis gar nicht erst darauf kommen w&uuml;rde, &uuml;ber sie zu lachen. So sind es in Ghana zum Beispiel klassische Autos, die die Leute auf offener Stra&szlig;e zum Lachen bringen k&ouml;nnen. Frank Tagoe kennt das. Er kommt aus Ghana und studiert derzeit Maschinenbau an der Universit&auml;t Duisburg-Essen. &#8220;Das sind dann wirklich keine alten Klapperkisten, sondern richtig gute Autos. Aber die Leute finden es halt komisch&#8221;, sagt Frank. Aber auch sehr dicke und besonders gro&szlig;e Menschen g&auml;ben den Leuten in Ghana einen Grund zum Lachen. &#8220;Einmal habe ich in einem Gesch&auml;ft in Deutschland erlebt, dass eine dicke Frau hereinkam und der Mann an der Kasse hat angefangen, ihr Klamotten f&uuml;r ein Baby anzubieten. Die Frau war danach echt sauer. Sowas w&auml;re in Ghana &uuml;berhaupt gar kein Problem.&#8221;</p>
<p>Gelacht wird also auch anderswo und manchmal auch &uuml;ber Dinge, die wir so gar nicht lustig finden. Letzendlich kommt es weniger auf die Kultur aus der ein Mensch stammt an, sondern viel mehr auf seine Pers&ouml;nlichkeit.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/07/2011/humor-hat-viele-gesichter/" target="_blank">Humor hat viele Gesichter</a></p>
<p style="color: white;">eldoradio*: <a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=2799&amp;sel=ressort&amp;selidx=17" target="_blank">Ein Clown in der Kulturfalle - das H&ouml;rspiel</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://german.irib.ir/radioislam/der-islam/item/147885-lachen-und-weinen-in-der-islamischen-kultur" target="_blank">Lachen und Weinen in der islamischen Kultur</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/bausinger_lachkultur/bausinger_lachkultur.html" target="_blank">Wissenschaftliche Arbeit &uuml;ber die Lachkultur</a></p>
</div>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Humor hat viele Gesichter</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/01/07/2011/humor-hat-viele-gesichter/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/01/07/2011/humor-hat-viele-gesichter/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 09:19:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Teschlade</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Humor-Themenwoche]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

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		<category><![CDATA[Ironie]]></category>

		<category><![CDATA[Parodie]]></category>

		<category><![CDATA[Schwarzer Humor]]></category>

		<category><![CDATA[Spott]]></category>

		<category><![CDATA[Witz]]></category>

		<category><![CDATA[Zynismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob Ironie, Sarkasmus oder Parodie - Humor ist vielseitig. Doch wer kennt die kleinen aber feinen Unterscheide zwischen den Variationen? Ein Blick ins Humorlexikon kann helfen.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_67218" class="wp-caption alignright" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humor-die-themenwoche.jpg"><img class="size-full wp-image-67218" title="humor-die-themenwoche" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humor-die-themenwoche.jpg" alt="Montage: Falk Steinborn, Fotos: sxc.hu, emospada, BrightyG, mfb1982" width="600" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Montage: Falk Steinborn, Fotos: sxc.hu, emospada, BrightyG, mfb1982</p></div>
<p><strong>&#8220;Das war ironisch gemeint, du Depp!“ oder „Sei doch nicht immer so zynisch!“ Viele von uns benutzen solche und &auml;hnliche S&auml;tze beinahe inflation&auml;r. Aber geben wir es zu: Die wenigsten von uns wissen, was Ironie, Sarkasmus und Zynismus wirklich sind, wo sie herkommen, was sie bedeuten. Dr. Martin Stingelin, Professor f&uuml;r Germanistik an der TU Dortmund, erkl&auml;rt die kleinen aber feinen Unterschiede zwischen den vielen Variationen des Humors.</strong></p>
<p><object width="515" height="360" data="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/lachenklickbox.swf" type="application/x-shockwave-flash"><param name="id" value="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/lachenklickbox.swf" /><param name="align" value="middle" /><param name="allowScriptAccess" value="sameDomain" /><param name="allowFullScreen" value="false" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="src" value="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/lachenklickbox.swf" /><param name="name" value="Lachenklickbox" /><param name="allowfullscreen" value="false" /></object></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/30/06/2011/die-psychologie-des-lachens/" target="_blank">Die Psychologie des Lachens</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/29/06/2011/humor-von-seiner-dunklen-seite/" target="_blank">Humor von seiner dunklen Seite</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/28/06/2011/lachen-ist-die-beste-medizin/" target="_blank">Lachen ist die beste Medizin</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/27/06/2011/clownsvisite-im-krankenhaus/" target="_blank">Clownsvisite im Krankenhaus</a></p>
<p style="color: white;">
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Die Psychologie des Lachens</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/30/06/2011/die-psychologie-des-lachens/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/30/06/2011/die-psychologie-des-lachens/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 09:36:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Jochimsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Humor-Themenwoche]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[Afred Kirchmayr]]></category>

		<category><![CDATA[Hans Walter Putze]]></category>

		<category><![CDATA[Humor]]></category>

		<category><![CDATA[Lachen]]></category>

		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum verlieren wir manchmal die Kontrolle &#252;ber unseren K&#246;rper, werden kurzatmig und verziehen das Gesicht? Kurz: Warum lachen wir eigentlich? Der Grund liegt in den Anf&#228;ngen der Menschheit.


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_67218" class="wp-caption alignright" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humor-die-themenwoche.jpg"><img class="size-full wp-image-67218" title="humor-die-themenwoche" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humor-die-themenwoche.jpg" alt="Montage: Falk Steinborn, Fotos: sxc.hu, emospada, BrightyG, mfb1982" width="600" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Montage: Falk Steinborn, Fotos: sxc.hu, emospada, BrightyG, mfb1982</p></div>
<p><strong>Es war der 30. Januar 1962 in einem Dorf im heutigen Tansania: Drei Schulm&auml;dchen begannen zu lachen und konnten beim besten Willen nicht mehr aufh&ouml;ren. Das Lachen breitete sich zu einer wahren Epidemie aus. Ein ganzes Dorf brach immer wieder in hysterische Lachanf&auml;lle aus. Bei dieser Epidemie, die je nach Quelle sechs bis 18 Monate dauerte, waren &uuml;ber 1000 Menschen &#8220;infiziert&#8221; worden, doch Blutuntersuchungen brachten keine auff&auml;lligen Ergebnisse. Der Grund f&uuml;r diese mysteri&ouml;sen Vorf&auml;lle war wohl gro&szlig;er Stress aufgrund der gerade erworbenen Unabh&auml;ngigkeit und den damit verbundenen h&ouml;heren Erwartungen der Eltern an die Kinder. Lachen ist ein Teil unserer Psyche.<br />
</strong></p>
<div id="attachment_67286" class="wp-caption alignleft" style="width: 331px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/lachen-1.jpg"><img class="size-full wp-image-67286" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/lachen-1.jpg" alt="Babys und Kinder lachen im Schnitt 400 Mal am Tag, oft grundlos. Erwachsene lassen sich nur zu etwa 15 Lachern am Tag verleiten. Foto: flickr.com / gagilas" width="321" height="381" /></a><p class="wp-caption-text">Babys und Kinder lachen im Schnitt 400 Mal am Tag, oft grundlos. Erwachsene lassen sich nur zu etwa 15 Lachern am Tag verleiten. Foto: flickr.com/gagilas</p></div>
<p>Dieser Vorfall zeigt, wie wenig selbst heute &uuml;ber das Lachen bekannt ist und welche enormen Auswirkungen das Lachen haben kann. Der Psychoanalytiker Alfred Kirchmayr sieht Lachen als eine &#8220;elementare M&ouml;glichkeit, sehr widerspr&uuml;chliche Gef&uuml;hle auszudr&uuml;cken und soziale Kontakte zu gestalten&#8221;. F&uuml;r ihn ist Lachen eine der &#8220;komplexesten Lebens&auml;u&szlig;erungen, die vom Wesen her vieldeutig ist&#8221;. Deshalb lachen wir bei fr&ouml;hlichen Anl&auml;ssen ebenso wie bei Trauer, Schadenfreude oder Angst.</p>
<p>Doch warum hat sich das Lachen &uuml;berhaupt entwickelt? Sicher ist, dass das Lachen eine soziale Aufgabe erf&uuml;llt. So verschieden die Theorien &uuml;ber die Urspr&uuml;nge des Lachens auch sind, sie alle sehen darin eine Funktion f&uuml;r das soziale Miteinander. Das Lachen k&ouml;nnte sich also bei unseren Vorfahren als sozialisierendes Element entwickelt haben. Bereits bei Primaten - und damit auch bei unseren Vorfahren - lassen sich Anzeichen von einem Lachen erkennen. Dieses Verhalten zeigen sie zum Beispiel beim spielerischen Balgen miteinander, es signalisiert hier den harmlosen Charakter des Bei&szlig;ens und Kratzens.</p>
<p><strong>Gemeinsames Lachen schwei&szlig;t zusammen</strong></p>
<p>Lachen dient also der Kommunikation. Es wird in einer Hirnregion ausgel&ouml;st, die &auml;lter als das Sprachzentrum des Menschen ist. Schon vor der Entwicklung der Sprache lachten Menschen gemeinsam, zum Beispiel wenn eine drohende Gefahr vorbei war. Dieser Gruppenzusammenhalt war &uuml;berlebensnotwendig, da es sich in der Gruppe einfacher und damit l&auml;nger leben lie&szlig;.</p>
<p>Wie auch immer das Lachen genau entstand, die Funktion ist dieselbe geblieben: Lachen ist sozusagen der Kitt, der eine Gemeinschaft zusammenh&auml;lt. Mit dieser Verbindung von Menschen kommt es aber auch zu einer Ausgrenzung. Schlie&szlig;lich gibt es auch sarkastisches oder h&ouml;hnisches Lachen. In diesem Fall ist Lachen ein Zeichen der &Uuml;berlegenheit, das signalisieren soll, dass der andere nicht zur eigenen Gruppe geh&ouml;rt und deshalb nicht mitlachen kann. So lassen sich auch die vielen Witze &uuml;ber bestimmte Gruppen wie Blondinen, Ostfriesen oder auch das jeweils andere Geschlecht erkl&auml;ren. Auch die Schadenfreude &uuml;ber das Leid oder die Missgeschicke anderer zeigen die eigene &Uuml;berlegenheit, aber auch die Erleichterung, dass es jemand anderem und nicht einem selbst zugesto&szlig;en ist.</p>
<div id="attachment_67287" class="wp-caption alignright" style="width: 408px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/lachen-2.jpg"><img class="size-full wp-image-67287" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/lachen-2.jpg" alt="Studien haben gezeigt, dass Menschen in Gesellschaft 30-mal h&auml;ufiger lachen als allein. Foto: flickr.com / makelessnoise" width="398" height="274" /></a><p class="wp-caption-text">Studien haben gezeigt, dass Menschen in Gesellschaft 30-mal h&auml;ufiger lachen als allein. Foto: flickr.com/makelessnoise</p></div>
<p><strong>Die beste Art des Lachens</strong></p>
<p>Lachen mag die unterschiedlichsten Gr&uuml;nde haben, doch &#8220;ein herzhaftes, echtes Lachen ist immer spontan&#8221;, sagt Hans Walter Putze, Lachforscher, der sich selbst als &#8220;lebenslangen&#8221; Clown bezeichnet. Echtes Lachen ist n&auml;mlich ein Reflex, der sich nicht k&uuml;nstlich herbeif&uuml;hren l&auml;sst. Doch auch bei den verschiedenen Ursachen f&uuml;r reflexartiges Lachen sieht Putze Abstufungen: &#8220;Der wichtigste Ausl&ouml;ser ist f&uuml;r mich das Paradoxe, das Unerwartete. Das zeichnet den Clown auch aus, bei ihm ist das Scheitern schon programmiert, daf&uuml;r muss er auch gar nicht viel reden.&#8221;</p>
<p>Schon Arthur Schopenhauer schrieb 1820, dass Lachen aus &#8220;nichts anderem als aus der pl&ouml;tzlich wahrgenommenen Inkongruenz&#8221;, also einer Abweichung vom Normalzustand, besteht. Dabei hatte der als notorischer Griesgram bekannte Philosoph selber scheinbar kein sonderlich ausgepr&auml;gtes Gef&uuml;hl f&uuml;r Humor. Doch warum lachen manche Menschen &ouml;fter als andere?</p>
<p><strong>Pausenclown oder Jammerlappen?</strong></p>
<p>&#8220;Ob jemand Humor hat oder nicht h&auml;ngt nicht nur von der Tagesform, sondern auch von der Erziehung und den fr&uuml;heren Erfahrungen ab, denn man bekommt in der Kindheit viel mit&#8221;, vermutet Hans Walter Putze. F&uuml;r Alfred Kirchmayr ist Humor eher eine Lebenseinstellung. &#8220;Humor im engeren, im eigentlichen Sinn, ist ein Kind der Lebensfreude, trotz aller Widrigkeiten. Echter Humor ist wohlwollend und nicht verletzend. Die bei uns verbreitete Witzkultur und Comedy ist weithin humorlos. Da dominieren bl&ouml;d hinstellen und Schadenfreude.&#8221;</p>
<p>Studien ergaben, dass Mitte des letzten Jahrhunderts noch dreimal h&auml;ufiger gelacht wurde als heute. Diese Entwicklung kann angesichts der positiven Auswirkungen von Lachen nicht begr&uuml;&szlig;enswert sein, findet auch Kirchmayr. &#8220;Unser Gro&szlig;hirn ist ein l&auml;ppisches Organ, es besteht aus Lappen: H&ouml;r-, Riech-, Sehlappen und so weiter. Ich finde, dass wir auch einen Jammerlappen und einen Freudenlappen und Lachlappen haben. Und der Freudenlappen wird in unseren Breiten viel zu wenig ern&auml;hrt und kultiviert.&#8221;</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/category/humor-themenwoche/" target="_blank">Die Humor-Themenwoche auf pflichtlektuere.com</a></p>
<p style="color: white;"><span style="color: #ffffff;">eldoradio*: <a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=2798&amp;sel=sendung&amp;selidx=25" target="_blank"></a><a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=2796&amp;sel=sendung&amp;selidx=25" target="_blank">Ultraschall: Heilendes Lachen</a></span></p>
<p style="color: white;"><span style="color: #ffffff;">eldoradio*: <a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=2797&amp;sel=sendung&amp;selidx=25" target="_blank">Ultraschall: Lachyoga</a><br />
</span></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Humor von seiner dunklen Seite</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/29/06/2011/humor-von-seiner-dunklen-seite/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/29/06/2011/humor-von-seiner-dunklen-seite/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 10:03:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janna Cornelissen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Humor-Themenwoche]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

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		<category><![CDATA[Dr.Michael Titze]]></category>

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		<description><![CDATA[Die b&#246;se Seite des Humors schlummert in jedem von uns. St&#228;rke und Macht werden durch ihn ausgelebt. Humor kann nicht nur heilen- er kr&#228;nkt auch. Menschen mit Lach-Phobie gibt es immer h&#228;ufiger.


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_67218" class="wp-caption alignright" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humor-die-themenwoche.jpg"><img class="size-full wp-image-67218" title="Montage: Falk Steinborn, Foto: sxc.hu, emospada, BrightyG, mfb1982" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humor-die-themenwoche.jpg" alt="humor-die-themenwoche" width="600" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Montage: Falk Steinborn, Foto: sxc.hu, emospada, BrightyG, mfb1982</p></div>
<p><strong>Wenn man an lachende Menschen denkt, fallen wohl den meisten zuerst positive Gef&uuml;hle ein. W&uuml;rde man aber einen Gelotophobiker fragen, was er beim Anblick lachender Menschen empfindet, w&auml;re die Antwort: Angst, Schwindel, Zittern und Schwei&szlig;ausbr&uuml;che. Zusammengefasst: Purer Stress und teilweise richtige Panikattacken. Die Gelotophobie, also die Angst vor dem Ausgelacht werden, betrifft mehr Menschen als man denkt.</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p>&#8220;Ich wurde immer empfindlicher und begann selbst Leute zu f&uuml;rchten, die mich freundlich anl&auml;chelten.&#8221; So beschreibt eine Patientin ihr jahrelanges Martyrium aus Selbstzweifeln und der Angst, von anderen ausgelacht zu werden. Die Ursache f&uuml;r diese Form der Scham-Angst sieht der Psychoanalytiker und Humorforscher Michael Titze in einer zwanghaften Angepasstheit, die durch das Elternhaus und die Kultur, in der man aufwuchs, verlangt wurde.</p>
<div id="attachment_67025" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/442409_r_by_rike_pixeliode.jpg"><img class="size-medium wp-image-67025 " title="Clowns" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/442409_r_by_rike_pixeliode-300x233.jpg" alt="Clowns" width="270" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Menschen, die unter einer Gelotophohie leiden, f&uuml;hlen sich durch  Menschenmassen bedroht und haben Angst, sich l&auml;cherlich zu machen. Foto:  pixelio.de/Rike     </p></div>
<p>&#8220;Sogenannte Schamkulturen pr&auml;gen die Menschen auf eine Angepasstheit und &uuml;bertriebene Loyalit&auml;t&#8221;, sagt Titze. Schamkulturen stellen das Allgemeinwohl weit vor das Wohl des Einzelnen. Menschen, die so aufwachsen, lernen nicht, dass Lachen auch sch&ouml;ne Seiten hat. Die st&auml;ndige Dem&uuml;tigung durch Bezugspersonen und das Lachen als Mittel zur Kr&auml;nkung f&uuml;hrt dann zu schweren Komplexen, die sich auch im Erwachsenenalter fortsetzen.</p>
<p>In einer Studie der Universit&auml;t Z&uuml;rich wurden Menschen aus 73 L&auml;ndern auf Gelotophobie untersucht. Insgesamt rund die 23.000 Probanden haben teilgenommen. Das Ergebnis: In muslimischen L&auml;ndern und in Japan leben auffallend viele Gelotophobiker. Die skandinavischen L&auml;nder haben eine sehr viel niedrigere Rate. Michael Titze hat dieses Ergebnis nicht &uuml;berrascht. &#8220;Muslimische L&auml;nder sind Schamkulturen, deswegen ist die Anzahl Betroffener hier so hoch.&#8221; Aber auch Deutschland sei vor einigen Jahren noch eine Schamkultur gewesen. &#8220;Bis in die 60er, 70er Jahre wurden auch hier viele Kinder zu &uuml;bertriebener Scham erzogen. Man muss sich vorstellen, dass man zum Beispiel Bettn&auml;sser so bestraft hat, dass die Bettlaken demonstrativ nach drau&szlig;en geh&auml;ngt wurden&#8221;, erkl&auml;rt der Psychotherapeut.</p>
<p><strong>Der Pinocchio- Komplex</strong></p>
<p>&#8220;Bin ich ein ungeschickter Trampel? Ich traute mir bald gar nichts mehr zu, denn tats&auml;chlich wurde ich wirklich immer verkrampfter und komischer.&#8221; Eine Patientin erz&auml;hlt von einem ganz typischen Bild eines Gelotophobikers: Dem &#8220;Pinocchio-Komplex&#8221;. Die k&ouml;rperlichen Symptome f&uuml;hren dazu, dass sie auf ihre Mitmenschen erst recht unfreiwillig komisch wirkt. &#8220;Die Patienten sehen teilweise aus wie Marionetten, weil sie sich so verkrampft bewegen&#8221;, sagt Michael Titze. Jedes auch nett gemeinte L&auml;cheln von anderen wird als Erniedrigung wahrgenommen. Die Traumatisierung aus der Kindheit ist wieder pr&auml;sent.</p>
<div id="attachment_67032" class="wp-caption alignleft" style="width: 243px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/113414_r_by_raps_pixeliode.jpg"><img class="size-medium wp-image-67032 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/113414_r_by_raps_pixeliode-225x300.jpg" alt="Pinocchio " width="233" height="331" /></a><p class="wp-caption-text">Wie der h&ouml;lzerne Pinocchio wirken die Phobiker. Durch totale muskul&auml;re Verkrampfung wird alles verschlimmert. Foto: pixelio.de/Raps  </p></div>
<p>Um die Angstspirale zu durchbrechen, benutzt Titze in seinen Therapiestunden das &#8220;Humordrama&#8221;. In Rollenspielen m&uuml;ssen die Patienten wie Clowns alles tun, um ganz bewusst komisch zu sein. &#8220;Eigene Fehler sollen dann &uuml;berspitzt vor den anderen Patienten dargestellt werden&#8221;, sagt Titze. Das helfe, zu seiner eigenen Pers&ouml;nlichkeit Abstand zu gewinnen und die Kontrolle wiederzuerlangen.</p>
<p><strong>Amokl&auml;ufer sind oftmals Gelotophobiker</strong></p>
<p>Die Ursachen f&uuml;r diese Phobie sind oftmals deutlich, aber auch die Auswirkungen zeichnen sich immer mehr ab. Es gibt, vereinfacht gesagt, zwei Extreme dieser Erkrankung: Totaler R&uuml;ckzug aus dem gesellschaftlichen Leben, um die Angst zu umgehen. Oder  ein Ausbruch, der in den schlimmsten F&auml;llen zu tragischen Ereignissen f&uuml;hrt.</p>
<p>In den USA hat man die Vorgeschichte von Amokl&auml;ufern analysiert und kam zu dem Schluss: Fast alle litten unter einer Gelotophobie. &#8220;Die T&auml;ter waren meistens vorher selbst Opfer von Mobbing und wurden st&auml;ndig ausgelacht. Sie wollen dann irgendwann ihrer Rolle entkommen und Machtphantasien werden dann bei einigen real ausgelebt&#8221;, erkl&auml;rt Michael Titze. Nat&uuml;rlich wird nicht jeder Gelotophobiker zum Amokl&auml;ufer, aber jahrelange Wut und Verzweiflung k&ouml;nnen irgendwann mal ausbrechen.</p>
<p><strong>Lachen als Ausdruck von Aggression und &Uuml;berlegenheit</strong></p>
<p>Nicht viele Humorforscher befassen sich auch mit der &#8220;dunklen Seite&#8221; des Humors. Die &Ouml;ffentlichkeit geht meistens auf die heilende Wirkung des Lachens ein, was durch viele Studien auch belegt wird. Lachen ist und bleibt gesund. Aber ist die Ursache f&uuml;r das Lachen wirklich immer so grundgut? Schon Philosophen wie Aristoteles und Hobbes haben damals festgestellt, dass das Lachen nicht immer auch eine positive Ursache hat.</p>
<div id="attachment_67024" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/441717_r_b_by_thommy-weiss_pixeliode.jpg"><img class="size-medium wp-image-67024" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/441717_r_b_by_thommy-weiss_pixeliode-300x225.jpg" alt="Lachen" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Lachen sollte urspr&uuml;nglich auch der Signalisierung eines Triumphes dienen. Heute nehmen die meisten Menschen das nicht mehr so wahr. Foto:  pixelio.de/Thommy Weiss</p></div>
<p>&#8220;St&auml;rke und Macht gehen mit dem Lachen meistens einher&#8221;, sagt der Experte. Nicht umsonst zeigt man seinem Gegen&uuml;ber beim Lachen auch die Z&auml;hne. Und auch die hohe Lautst&auml;rke beim lachen zeugt von typisch aggressivem Verhalten. Der Blick in die Tierwelt kann hier Erkl&auml;rungen bieten: Unsere n&auml;chsten Verwandten, die Affen, benutzen das Z&auml;hneblecken als Drohgeb&auml;rde,  um &uuml;ber den Gegner zu triumphieren.&#8221;</p>
<p><strong>Das Herz mit Humor bet&auml;uben</strong></p>
<p>Blickt man auf die Geschichte der Menschheit zur&uuml;ck, entdeckt man in jeder Epoche Beweise daf&uuml;r, dass Humor Ausdruck von Aggression sein kann. &Uuml;ber andere Menschen zu lachen, die in den Augen des Lachenden minderwertig sind, wird durch die &#8220;&Uuml;berlegenheits- und Aggressionstheorie&#8221; des Humors gest&uuml;tzt.</p>
<p>&#8220;Hinrichtungen im 18. Jahrhundert oder die verschiedene Erlebnisse im Dritten Reich zeigen, dass Menschen &uuml;ber eigentlich Grausames ausgiebig lachen k&ouml;nnen&#8221;, sagt Humorforscher Titze. So haben die Aufseher in Konzentrationslagern &uuml;ber Folterungen und Hinrichtungen herzhaft gelacht. &#8220;Mit Humor kann man Mitleid ausschalten, man kann sich bet&auml;uben und man schafft eine Distanz, die alles relativiert.&#8221;</p>
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<p style="color:white;"><strong>Mehr zum Thema: </strong></p>
<p style="color:white;"><span style="color: #ffffff;">pflichtlektuere<strong>:</strong> <a href="http://www.pflichtlektuere.com/27/06/2011/clownsvisite-im-krankenhaus/" target="_blank">Clownsvisite im Krankenhaus</a></span></p>
<p style="color:white;"><span style="color: #ffffff;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/28/06/2011/lachen-ist-die-beste-medizin/" target="_blank">Lachen ist die beste Medizin</a></span></p>
<p style="color:white;"><span style="color: #ffffff;">eldoradio*: <a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=2798&amp;sel=sendung&amp;selidx=25" target="_blank">Ultraschall: Ich lach mich tot!</a></span></p>
<p style="color:white;">
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Lachen ist die beste Medizin</title>
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		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/28/06/2011/lachen-ist-die-beste-medizin/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 15:03:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexandra Ossadnik</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>

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		<description><![CDATA[Einfach mal grundlos Lachen und alle Sorgen hinter sich lassen. Pflichtlekt&#252;re-Mitarbeiterin Alexandra Ossadnik hat bei einem Lachyoga-Kurs erfahren, wie wichtig „richtig“ Lachen sein kann. 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_67218" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humor-die-themenwoche.jpg"><img class="size-full wp-image-67218" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humor-die-themenwoche.jpg" alt="humor-die-themenwoche" width="600" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Montage: Falk Steinborn, Foto: sxc.hu, emospada, BrightyG, mfb1982</p></div>
<p><strong>Wer seinem K&ouml;rper etwas Gutes tun m&ouml;chte, muss nicht immer sofort ins n&auml;chste Fitness-Studio laufen. Training ist jetzt immer und &uuml;berall m&ouml;glich. Das Zauberwort hei&szlig;t: Lachen. Es ist gesund, trainiert die Bauchmuskeln und geht auch ganz spontan. Au&szlig;erdem macht es viel mehr Spa&szlig;, als stupides Schwitzen in schlecht klimatisierten Studios. Aber kann man Lachen auch lernen? Um das herauszufinden, hat </strong><strong></strong><strong>pflichtlekt&uuml;re-Mitarbeiterin Alexandra Ossadnik an einem Lachyoga-Kurs teilgenommen.</strong></p>
<p>Ich steh mit ca. 20 Menschen mitten im leer ger&auml;umten Klassenraum der freien Schule Bochum und lache. Wir alle lachen. Obwohl es dazu keinen Anlass gibt. Au&szlig;er, dass wir uns und unseren K&ouml;rpern etwas Gutes tun wollen. Denn hier findet der Kurs f&uuml;r Lachyoga statt.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class=" " src="http://i601.photobucket.com/albums/tt95/Abhishek4Me/pflichtlektuere/4LachYogaGruppe-1.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">In der Gruppe klappt das Lachen gleich viel besser. Foto: Hubertus Salinger</p></div>
<p>Das Ehepaar Salinger, Martina und Hubertus, sind die Leiter des Kurses. Sie haben es sich zur Lebensaufgabe gemacht, den Menschen das Lachen wieder beizubringen. Mit Lachyoga-Kursen und -Workshops gelingt ihnen das. Seit 17 Jahren besch&auml;ftigen sich Martina Salinger-Rost (Kommunikationswissenschaftlerin, Pr&auml;ventologin und Lachyogaleiterin) und Hubertus Salinger (freischaffender K&uuml;nstler, Diplom-Kaufmann und Lachyogaleiter) mit der mentalen und emotionalen Gesundheit. Sie arbeiten eng mit Krankenh&auml;usern zusammen, halten Vortr&auml;ge und Workshops zu Themen, die sich mit der Kraft der Gesunderhaltung und Genesung besch&auml;ftigen. Bereits seit zwei Jahren geh&ouml;rt das Lachen zu den t&auml;glichen Arbeitsaufgaben des Ehepaars.</p>
<p><strong>Augenkontakt fordert zum Mitmachen auf</strong></p>
<p>Lachyoga ist eine bunte Mischung aus Klatsch-, Dehn- und Atem&uuml;bungen, die mit Lachen unterbrochen werden. Die Lach&uuml;bungen sind zu Beginn noch recht k&uuml;nstlich. Doch durch st&auml;ndigen Augenkontakt mit den anderen Teilnehmern  wird aus dem k&uuml;nstlichen sehr bald ein nat&uuml;rliches Lachen. Teilnehmer und Leiter animieren sich dabei durch Mimik und Gestik zus&auml;tzlich und unterst&uuml;tzen so das nat&uuml;rliche Lachen.</p>
<p>Martina Salinger-Rost erkl&auml;rt uns im Kurs, wie das Pinguin-Lachen funktioniert: Beine eng zusammen, die Fu&szlig;spitzen nach au&szlig;en verdrehen, die Arme eng an den K&ouml;rper anlegen, Handfl&auml;chen parallel zum Boden, und mit kleinen watschelnden Schritten durch den Raum laufen. Und dabei das Lachen nicht vergessen. Beim Pinguin-Lachen ist es ein piepsiges und kurzatmiges &#8220;Hihihi&#8221;. W&auml;hrend die Meisten &Uuml;bungen das kr&auml;ftigere &#8220;Hoho&#8221;-Lachen beinhalten, welches das Zwerchfell bis ganz tief in den Bauchraum anregt. Was in der Theorie ziemlich merkw&uuml;rdig anmutet, mach im Kurs richtig Laune.</p>
<p><strong>Lachyoga als Alternative zum klassischen Yoga</strong></p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class=" " src="http://i601.photobucket.com/albums/tt95/Abhishek4Me/pflichtlektuere/3LachYoga-1.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Lachyoga kann sich auf vielerlei Arten positiv auf den K&ouml;rper auswirken. Foto: Hubertus Salinger</p></div>
<p>F&uuml;nfmal in der Woche reisen Martina und Hubertus durch Bochum und geben Nachhilfe im Lachen. Und das &auml;u&szlig;erst erfolgreich. Denn in zwei Jahren hat bisher niemand einen gebuchten Kurs vorzeitig abgebrochen. Und bisher hat nur eine Person nach der  Schnupperstunde f&uuml;r sich befunden, der Kurs sei nicht das Richtige f&uuml;r ihn.</p>
<p>Und auch ich bin begeistert von der positiven Wirkung. Mit einem mulmigen Gef&uuml;hl und viel Skepsis habe ich mich auf den Weg gemacht zu meinem Selbstexperiment. Erwachsene Leute, die grundlos in Gel&auml;chter ausbrechen und dass unter der Bezeichnung &#8220;Yoga&#8221; als gesunden Sport bezeichnen: das kann ja nichts sein. Das war bisher meine Meinung. Ich habe mich eines Besseren belehren lassen. Denn jetzt steh ich hier und finde es ganz und gar nicht l&auml;cherlich. Das Lachen der anderen wirkt ansteckend auf mich. Und sehr schnell geht mein k&uuml;nstlich-gezwungenes in ein nat&uuml;rliches Lachen &uuml;ber.</p>
<p>Auch im Nachhinein kann ich mir nicht erkl&auml;ren, ob es an den Menschen im Raum, der merkw&uuml;rdigen Situation oder an dem ansteckenden Lachen liegt, dass ich mich zum Schluss ganz anders f&uuml;hle. Aber am Ende sitze ich mit schmerzenden Muskeln, ersch&ouml;pft, jedoch wie aufgeputscht im Stuhlkreis und lasse die vergangenen anderthalb Stunden Revue passieren. Die Lach-&Uuml;bungen, die Atem-&Uuml;bungen, das Lachen &uuml;ber Fehler und das Vergessen von Sorgen. Alles, wor&uuml;ber ich wochenlang nachgegr&uuml;belt und mir den Kopf zerbrochen habe, hab ich einfach weg-gelacht.</p>
<p><strong>Lachen statt Sport f&uuml;r die Gesundheit</strong></p>
<p>Martina Salinger-Rost erkl&auml;rt mir im Anschluss, dass Lachen einen dreifachen positiven Effekt auf den K&ouml;rper haben kann:</p>
<ol style="text-align: left;">
<li>Lachen setzt positive Energien frei, reduziert Stresshormone und stimuliert das Immunsystem</li>
<li>Lachen reinigt und befreit die Bronchien und trainiert das Atemvolumen</li>
<li>Durch die Bewegung des Zwerchfells beim Lachen werden die inneren Organe massiert und k&ouml;nnen die Funktionsf&auml;higkeit derer steigern.</li>
</ol>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://i601.photobucket.com/albums/tt95/Abhishek4Me/pflichtlektuere/2LachYogaHubertus-1.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Lachyoga hat bereits die Welt f&uuml;r sich erobert. Foto: Hubertus Salinger</p></div>
<p>Und mein K&ouml;rper merkt das auch. Meine Lunge ist durch die Anstrengung frei gepustet, als w&auml;re ich gerade eine Stunde lang gelaufen. Mein Kopf f&uuml;hlt sich ganz leicht und frei an, ich bin gl&uuml;cklich. W&auml;ren da nicht die schmerzenden Gesichtsmuskeln und das &uuml;beranstrengte Zwerchfell. Doch eigentlich geht es mir gut. Der Stress der letzten Tage ist weg, ich muss zum ersten Mal seit Wochen nicht an die bevorstehenden Klausuren denken und ich hab das Gef&uuml;hl, meinem K&ouml;rper etwas Gutes getan zu haben.</p>
<p><strong>Madan Kataria hat der Welt das Lachyoga geschenkt</strong></p>
<p>Bei anschlie&szlig;enden Recherchen finde ich heraus, dass es weltweit bereits mehr als 6000 Lachclubs gibt, die sich das Prinzip des heilenden Lachens zunutze machen. Lachyoga bekannt gemacht hat Madan Kataria, ein Yogalehrer und praktischer Arzt aus Mumbai. Er entwickelte das Lachyoga, indem er die Techniken der Atem&uuml;bungen des traditionellen Yoga mit Lach&uuml;bungen verkn&uuml;pfte. Daraus entstand dann 1995 der erste Lachclub, der sich rasend schnell &uuml;ber die gesamte Welt verteilte.</p>
<p>Ein uraltes Sprichwort lautet: &#8220;Lachen ist gesund&#8221;, und schon unsere Eltern und Gro&szlig;eltern haben uns gesagt, das Lachen noch niemandem geschadet hat. Und da in allem ein F&uuml;nkchen Wahrheit steckt, haben sich bereits Psychologen und Mediziner mit dem Ph&auml;nomen des heilsamen Lachens besch&auml;ftigt.</p>
<p>Ergebnisse der Lachforschung belegen mittlerweile, dass Lachen einen positiven Effekt sowohl auf das Gem&uuml;t, als auch auf den K&ouml;rper haben kann. Es steigert das allgemeine Wohlbefinden, kann die Schlaff&auml;higkeit f&ouml;rdern und kann Stress reduzieren und Gl&uuml;ckshormone freisetzen.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/27/06/2011/clownsvisite-im-krankenhaus/" target="_blank">Clownsvisite im Krankenhaus</a></p>
<p style="color: white;">eldoradio*: <a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=2797&amp;sel=sendung&amp;selidx=25" target="_blank">Ultraschall: Lachyoga</a></p>
<p style="color: white;">eldoradio*: <a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=2800&amp;sel=sendung&amp;selidx=25" target="_blank">Ultraschall: Lachyoga - das Interview</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.lebenstaucher.de/index.html">Lachyoga</a></p>
</div>
<p>Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Aber kann Lachen wirklich heilen? Was macht ein „gutes“ Lachen aus? Hat der Humor vielleicht auch eine b&ouml;se Seite? Gibt es kulturelle Unterschiede? Die pflichtlektuere ist diesen Fragen gemeinsam mit eldoradio* wissenschaftlich auf den Grund gegangen. eldoradio* sendet den Ultraschall im Zeichen des Humors, auf pflichtlektuere.com geht in dieser Woche jeden Tag ein Humor-Beitrag online.</p>


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		</item>
		<item>
		<title>Clownsvisite im Krankenhaus</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/27/06/2011/clownsvisite-im-krankenhaus/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/27/06/2011/clownsvisite-im-krankenhaus/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 11:31:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Borgboehmer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Humor-Themenwoche]]></category>

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		<description><![CDATA[Lachen soll gesund sein. Das denken sich offenbar auch die beiden Klinikclowns Knolle und Wolke. Sie besuchen jede Woche eine Kinderkrebsstation und gehen dort auf ihre ganze eigene Visite.


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_67218" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humor-die-themenwoche.jpg"><img class="size-full wp-image-67218" title="humor-die-themenwoche" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/humor-die-themenwoche.jpg" alt="humor-die-themenwoche" width="600" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Montage: Falk Steinborn, Foto: sxc.hu, emospada, BrightyG, mfb1982</p></div>
<p><em>Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Aber kann Lachen wirklich heilen? Was macht ein „gutes“ Lachen aus? Hat der Humor vielleicht auch eine b&ouml;se Seite? Gibt es kulturelle Unterschiede? Die pflichtlektuere ist diesen Fragen gemeinsam mit eldoradio* wissenschaftlich auf den Grund gegangen. eldoradio* sendet den Ultraschall im Zeichen des Humors, auf pflichtlektuere.com geht in dieser Woche jeden Tag ein Humor-Beitrag online. Im ersten Teil stellt Thomas Borgb&ouml;hmer zwei Klinikclowns vor, die mit viel Engagement versuchen, kranken Kindern den Heilungsprozess im Krankenhaus ein wenig zu erleichtern. </em></p>
<p><strong>Im Dortmunder Klinikum bekommt die Kinderkrebsstation K1 jeden Dienstag einen besonderen Besuch. Dann kommen die beiden Clowns Knolle und Wolke. Sie tragen weite Latzhosen, gro&szlig;e Schuhe und bunte Hemden. Dazu nat&uuml;rlich einen Hut und eine gro&szlig;e rote Nase. Eigentlich hei&szlig;en die beiden Bernd Witte und David Henschel. Sie arbeiten f&uuml;r die &#8220;Clownsvisite&#8221; als Klinikclowns.</strong></p>
<div id="attachment_66525" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/foto6.jpg"><img class="size-medium wp-image-66525" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/foto6-300x201.jpg" alt="Auch die Krankenhauseinrichtung wird phantasievoll genutzt. Da wird das Bett schon mal zu einem Schiff mit dem man nach Eldorado segelt. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Auch die Krankenhauseinrichtung wird phantasievoll genutzt. Da wird das Bett schon mal zu einem Schiff, mit dem man nach Eldorado segelt. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer</p></div>
<p>&#8220;Wir arbeiten immer als P&auml;rchen&#8221;, sagt Witte w&auml;hrend er aus Pias Zimmer geht. Er ist neben seiner T&auml;tigkeit als Clown auch k&uuml;nstlerischer Leiter der &#8220;Clownsvisite&#8221;. &#8220;Zu zweit hat man bessere Ideen und eine gute Dynamik.&#8221; Ziel der Clowns ist es, dass die jungen Patienten die Sorgen des Krankenhausalltags vergessen.</p>
<p>&#8220;Also das Wichtigste f&uuml;r unseren Beruf ist die Improvisation. Nat&uuml;rlich haben wir ein Grundger&uuml;st&#8221;, sagt Henschel.&#8221; Zum Beispiel einen roten und einen wei&szlig;en Clown.&#8221; Die Clowns m&uuml;ssen vor allem einf&uuml;hlsam sein. &#8220;Es macht ja einen gro&szlig;en Unterschied, wenn im Zimmer ein vierj&auml;hriger Junge oder eine Gruppe von 15-j&auml;hrigen M&auml;dchen liegt&#8221;, erz&auml;hlt Henschel.</p>
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<p><span style="color:white;">Hier reinh&ouml;ren:<strong> </strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/kurztripeldorado.mp3">Kurztrip nach Eldorado</a><br />
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<p><strong>Was konkret passiert, ist offen</strong></p>
<div id="attachment_66521" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/foto3.jpg"><img class="size-medium wp-image-66521" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/foto3-300x201.jpg" alt="Bernd Witte arbeitet schon seit 20 Jahren in einem Impro-Theater. Er wurde bei einem Casting ausgew&auml;hlt und wurde Klinikclown. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Bernd Witte arbeitet schon seit 20 Jahren in einem Impro-Theater. Er wurde bei einem Casting ausgew&auml;hlt und ist seitdem Klinikclown. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer</p></div>
<p>Zum Beispiel im Zimmer von drei jugendlichen M&auml;dchen. &#8220;Na ja, manchmal k&ouml;nnen M&auml;dels zickig sein. Kommt auf die Tagesform an&#8221;, sagt Witte und klopft vorsichtig an die T&uuml;r. Heute sind die M&auml;dels gut drauf, zumindest zwei von ihnen, die andere schl&auml;ft. Nun ist Wolke der doofe und Knolle der kluge Clown. Sie erz&auml;hlen den M&auml;dchen eine Liebesgeschichte, in der Wolke versucht sein Herzblatt Clementine zur&uuml;ckzugewinnen.</p>
<p>&#8220;Was soll ich denn machen?&#8221;, fragt Wolke in die Runde und guckt ganz traurig. &#8220;Du musst deiner Freundin was schenken&#8221;, antwortet Knolle. &#8220;Das ist doch klar. Vielleicht solltest du mal die beiden hier fragen.&#8221; Und das macht Wolke dann auch. Schlie&szlig;lich geben die M&auml;dchen dem Clown eine Rose und eine Packung Salzstangen - eine gute Mischung, um Clementine zur&uuml;ckzuerobern.</p>
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<p><span style="color: white;">Hier reinh&ouml;ren: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/entschuldigung.mp3">Wolkes Entschuldigung</a><br />
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<p><strong>Keine blo&szlig;e Zirkusvorstellung</strong></p>
<p>„Wir versuchen eine Reaktion der Kinder zu bekommen. Dazu erz&auml;hlen wir Geschichten mit einem Aufbau und einer Dramaturgie&#8221;, erkl&auml;rt Witte das Konzept der Besuche. „Aber wir sind nicht gezwungen, lustig zu sein. Wenn die Stimmung traurig ist, sind wir auch mal mit den Kindern traurig.&#8221; Dann werden Bilder gemalt, Lieder gesungen und andere kreative Sachen gemacht wie der Bau eines Armbands f&uuml;r Knolle: &#8220;Na, aber so ein dickes Handgelenk hat Knolle doch gar nicht. Ist ja eher ‘ne Halskette&#8221;, sagt Wolke und beobachtet die kleine Patientin. &#8220;Ach Wolke, dann wickeln wir es einfach mehrmals drum&#8221;, kontert Knolle und hilft dem M&auml;dchen beim Zusammenstecken der magnetischen St&auml;be. Am Ende ist das Armband viel zu gro&szlig; und bricht auseinander. &#8220;Ich fang von vorne an&#8221;, sagt das kleine M&auml;dchen strebsam. Knolle und Wolke versprechen, nachher noch mal reinzuschauen.</p>
<div id="attachment_66520" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/foto4.jpg"><img class="size-medium wp-image-66520" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/foto4-300x201.jpg" alt="David H&auml;ntschel alias Wolke ist &uuml;ber seine Freundin und verschiedene Workshops in den Clownsberuf gerutscht. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">David Henschel alias Wolke ist &uuml;ber seine Freundin und verschiedene Workshops in den Clownsberuf gerutscht. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer</p></div>
<p><strong>Humor als Bew&auml;ltigungsstrategie</strong></p>
<p>&#8220;Also Humor hilft den kranken Kindern ungemein. Es bringt Schwung und Farbe in den Klinikalltag&#8221;, erkl&auml;rt H&auml;ntschel. &#8220;Genau&#8221;, pflichtet ihm Witte bei. &#8220;Die Kinder sollen merken, dass es immer aufw&auml;rts geht. Da z&auml;hlt der Moment, und letztlich sehen die Kinder die Dinge positiver.&#8221;</p>
<p>Tabea Scheel sieht das &auml;hnlich. Sie ist Diplom-Psychologin an der Universit&auml;t Leipzig und leitet eine Studie zum Thema „Humor macht Gesund&#8221;. &#8220;Es gibt insgesamt vier Humor-Stile. Zwei negative und zwei positive&#8221;, erz&auml;hlt Scheel. &#8220;Und die beiden positiven Humor-Stile helfen vor allem der psychischen Verfassung.&#8221; Die Klinikclowns benutzen die positiven Stile: den selbstaufwertenden und sozialen Humor.</p>
<p>Dadurch lassen sich Situationen besser verarbeiten. &#8220;Au&szlig;erdem verringert es die &Auml;ngstlichkeit, steigert das Wohlbefinden und das Selbstwertgef&uuml;hl&#8221;, sagt Scheel. &#8220;Und ein erh&ouml;htes Wohlbefinden tr&auml;gt auch zur Genesung bei.&#8221;</p>
<p><strong>Studien noch nicht repr&auml;sentativ</strong></p>
<div id="attachment_66523" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/foto2.jpg"><img class="size-medium wp-image-66523" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/foto2-300x201.jpg" alt="Den Zugang zu den schwerkranken Kindern bekommen die Clowns durch Small Talk und lustige Situationen. In diesem Fall durch ein Gespr&auml;ch von zwei Kuscheltieren. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer" width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Den Zugang zu den schwerkranken Kindern bekommen die Clowns durch Small Talk und lustige Situationen. In diesem Fall durch ein Gespr&auml;ch von zwei Kuscheltieren. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer</p></div>
<p>Aber auch im K&ouml;rper spielt sich beim Lachen eine Menge ab. So erh&ouml;ht sich bei jedem Lacher der Puls, das Immunsystem wird angeregt und das Belohnungszentrum im Gehirn sch&uuml;ttet Endorphine aus. Das alles macht uns dann gl&uuml;cklich. &#8220;Allerdings ist das klinisch nicht 100 Prozent bewiesen. Wobei die Effekte bei Kranken schon gemessen wurden&#8221;, erkl&auml;rt Scheel.</p>
<p>F&uuml;r die beiden Klinikclowns ist der Effekt von Humor auch ohne Studien klar. &#8220;Ich sehe es den Kindern an, dass sie in den Momenten die Sorgen vergessen. Und wenn es nur ein Augenblick ist&#8221;, sagt Witte. &#8220;Au&szlig;erdem ist es bei einem selbst doch genauso. Wer viel lacht, sieht Situationen entspannter und f&uuml;hlt sich insgesamt wohler.&#8221; Und dann klopfen die beiden an das n&auml;chste Zimmer. &#8220;Hallo, hier sind Knolle und Wolke&#8221;, ruft Knolle mit verstellter Stimme.</p>
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<p><strong><span style="color:white;">Mehr zum Thema:</span></strong></p>
<p style="color:white;">eldoradio*: <a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=2796&amp;sel=sendung&amp;selidx=25" target="_blank">Ultraschall: Heilendes Lachen</a></p>
<p style="color:white;">eldoradio*: <a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=2799&amp;sel=sendung&amp;selidx=25" target="_blank">Ultraschall: Ein Clown in der Kulturfalle - das H&ouml;rspiel</a></p>
<p style="color:white;">web: <a href="http://www.clownsvisite.de/" target="_blank">Homepage der Clownsvisite</a></p>
<p style="color:white;">web: <a href="http://www.was-macht-gesund.de/239.html" target="_blank">Projekt &#8220;Humor macht gesund&#8221;</a></p>
<p style="color:white;">web: <a href="http://www.klinikumdo.de/" target="_blank">Homepage Klinikum Dortmund</a></p>
<p style="color:white;">web: <a href="http://www.clowns-schule.de/" target="_blank">Clownsschule &#8220;ClownsZeit&#8221;</a></p>
</div>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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