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	<title>pflichtlektüre &#187; aus dem labor</title>
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	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 08:59:18 +0000</pubDate>
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		<title>Studentenm&#252;ll hochgerechnet</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/studentenmuell-hochgerechnet/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 13:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lara Schwenner</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[Themenwoche Müll]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Br&#246;tchen hier, ein Kaffee da. Die Br&#246;tchent&#252;te und der Pappbecher wandern anschlie&#223;end in den M&#252;lleimer. Aber wieviel M&#252;ll produzieren die Dortmunder Studenten eigentlich? 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_85752" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-85752" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/banner_themenwoche_mull.jpg" alt="Fotos: flickr.com/Timothy Takemoto/epSos.de/Marc Patzwald, Montage: Marc Patzwald" width="600" height="200" /><p class="wp-caption-text">Fotos: flickr.com/Timothy Takemoto/epSos.de/Marc Patzwald, Montage: Marc Patzwald</p></div>
<p><strong>Fasst man unter den Tisch, klebt dort hin und wieder ein gekautes Kaugummi. Und in den M&uuml;lleimern an der Uni stapeln sich Pappbecher, zerkn&uuml;lltes Papier und Bierflaschen. Typischer Studentenm&uuml;ll, der t&auml;glich in gro&szlig;en Mengen anf&auml;llt. Denn an der TU Dortmund sind zur Zeit 26.893 Studenten eingeschrieben. Und die brauchen an langen Tagen Kaffee als Muntermacher, Papier f&uuml;r Vorlesungsnotizen und am Ende eines Tages auch mal ein Feierabendbier. Wir haben einmal hochgerechnet, wie viel von diesem typischen Studentenm&uuml;ll wirklich anf&auml;llt und in welche Universit&auml;tsr&auml;umlichkeiten dieser M&uuml;ll hineinpassen w&uuml;rde.<br />
</strong></p>
<p><object width="400" height="400" data="http://www.vuvox.com/collage_express/collage.swf?collageID=04fdae525f" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.vuvox.com/collage_express/collage.swf?collageID=04fdae525f" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/vom-pulli-zum-putzlappen/" target="_blank">Vom Pulli zum Putzlappen?</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2012/muellberge-fuer-die-steckdose/" target="_blank">M&uuml;llberge f&uuml;r die Steckdose</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/31/01/2012/ist-das-kunst-oder-kann-das-weg/" target="_blank">Ist das Kunst oder kann das weg?</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/30/01/2012/mit-alten-handys-helfen/" target="_blank">Mit alten Handys helfen</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/03/02/2012/sind-pet-flaschen-so-schlecht-wie-ihr-ruf/" target="_blank">Sind PET-Flaschen so schlecht wie ihr Ruf?</a><strong><br />
</strong></p>
</div>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/studentenmuell-hochgerechnet/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Vom Pulli zum Putzlappen?</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/vom-pulli-zum-putzlappen/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/vom-pulli-zum-putzlappen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 23:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Judith Merkelt</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Themenwoche Müll]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[Altkleider]]></category>

		<category><![CDATA[Bethel]]></category>

		<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>

		<category><![CDATA[Bodelschwinghsche Stiftung]]></category>

		<category><![CDATA[Brockensammlung]]></category>

		<category><![CDATA[Rüdiger Wormsbecher]]></category>

		<category><![CDATA[Recykling]]></category>

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		<description><![CDATA[Altkleidercontainer gibt es in jeder Stadt. Aber was passiert mit dem Lieblingsst&#252;ck, wenn man es in den Blechkasten geworfen hat? Pflichtlekt&#252;re begleitet die Reise eines Pullovers.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="color: white;">
<p style="color: white;">
<p><strong>Was man selbst nichtmehr tragen m&ouml;chte, geh&ouml;rt noch lange nicht in den M&uuml;ll. Altkleidersammlungen gibt es in jeder Stadt. Sie sortieren die gespendete Kleidung und verkaufen sie anschlie&szlig;end. Aber was passiert mit den Sachen zwischen Spende und Verkauf? Welche H&uuml;rden muss ein Kleidungsst&uuml;ck nehmen, um ein Second-Hand Artikel zu werden? Um diese Frage zu beantworten gehe ich mit meinen ehemaligen Lieblingspullover zur Brockensammlung Bethel.</strong></p>
<div id="attachment_86561" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-86561" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dscf18411-300x297.jpg" alt="Beim Aufr&auml;umen merke ich: Den Pullover hatte ich Jahre nicht mehr an. Fotos: Judith Merkelt" width="300" height="297" /><p class="wp-caption-text">Beim Aufr&auml;umen merke ich: Den Pullover hatte ich Jahre nicht mehr an. Fotos: Judith Merkelt</p></div>
<p>Quietsch gr&uuml;n und geschm&uuml;ckt mit Totenk&ouml;pfen und Hibiskusbl&uuml;ten ist er. Ich habe ihn seit ich 16 bin, und er hat mich durch eine sehr bunte Punk-Zeit begleitet. Jetzt liegt der Pullover seit zwei Jahren ganz hinten in meinem Schrank. Es wird also Zeit ein neues zu Hause f&uuml;r ihn zu finden. Da drau&szlig;en muss es doch ein anderes Teenager-M&auml;dchen geben, dass ihn genauso lieben wird wie ich es einmal tat – so hoffe ich zumindest. Also auf nach Bielefeld, denn dort sitzt die Brockensammlung der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.</p>
<p>In Bielefeld angekommen begr&uuml;&szlig;t mich R&uuml;diger Wormsbecher. Er ist Leiter der Brockensammlung und wird mir erkl&auml;ren, wie die Altkleidersammlung funktioniert. Aber halt: &#8220;Wir sagen hier Kleidersammlung, auf das &#8220;alt&#8221; verzichten wir, das klingt abwertend&#8221;, erkl&auml;rt R&uuml;diger Wormsbecher. Dann nimmt er meinen Pullover entgegen. So richtig begeistert sieht er nicht aus. Trotzdem - die erste H&uuml;rde &uuml;bersteht er: Bei der ersten Sortier-Station werden nur offensichtlich besch&auml;digte Dinge heraus genommen. Gerade frage ich mich, wer kaputte Sachen spendet, als eine Frau mit einem Korb voller Geschirr hereinkommt. Als die Frau zur T&uuml;r hinaus gegangen ist, bemerken die Mitarbeiter, dass eine Untertasse  eine ganz deutliche Macke hat. &#8220;Sowas k&ouml;nnen wir dann nur noch entsorgen&#8221;, meint Herr Wormsbecher kopfsch&uuml;ttelnd.</p>
<p><strong>Second-Hand oder Putzlumpen</strong></p>
<div id="attachment_85822" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-85822" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/dscf1820-300x225.jpg" alt="An h&ouml;henverstellbaren Tischen findet jeder Sortierer die richtige Arbeitshaltung. Foto: Judith Merkelt" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">R&uuml;diger Wormsbecher pr&uuml;ft meinen Pullover ganz genau.</p></div>
<p>Als n&auml;chstes Folge ich meinem Pullover und Herrn Wormsbecher, der schnellen Schrittes vorgeeilt ist in den Sortierraum. Hier gibt es Kleiderst&auml;nder und Karren auf denen die sortierten St&uuml;cke auf ihren Bestimmungsort warten. Au&szlig;erdem sind die Arbeitstische h&ouml;henverstellbar - das ist wichtig, damit jeder Mitarbeiter die richtige Arbeitsposition findet, sagt Herr Wormsbecher.</p>
<p>Er breitet meinen Pullover auf dem Tisch aus und pr&uuml;ft ihn von allen Seiten. &#8220;Nein, das geht nicht, der kann nicht mehr in den Verkauf&#8221; ist sein erstes Urteil. Da seien ja L&ouml;cher am Rand, starke Gebrauchsspuren k&ouml;nne er nicht tolerieren. Ich versuche ihm vorsichtig zu erkl&auml;ren, dass das der &#8220;used look&#8221; ist und ich den Pullover schon so gekauft habe. Trotzdem verstehe ich, dass beim sortieren harte Kriterien wichtig sind. Ich w&uuml;rde sonst auch keine besch&auml;digte Ware kaufen, warum soll es dann bei Second-Hand in Ordnung sein? Wormsbecher ist skeptisch, nimmt den Pulli aber trotzdem mit zur n&auml;chsten Station. -Puhh, nochmal geschafft, denke ich.  Und frage mich, was wohl mit meinem Shirt geschehen w&auml;re, wenn ich nicht hier gewesen w&auml;re.</p>
<p>&#8220;Sachen, die nicht mehr tragbar sind kommen entweder in die M&uuml;llverbrennung oder werden zu Putzlappen verarbeitet&#8221; erkl&auml;rt mir Herr Wormsbecher. Putzlappen? Reinigt dann irgendwann jemand sein Klo mit meinem Pulli? Ich frage nach. Nein, so w&auml;re das nicht, meint er. Die Putzlumpenschneider beliefern haupts&auml;chlich gro&szlig;e Firmen, die Packdecken oder Filze f&uuml;r den Stra&szlig;enbau daraus machen. Es k&ouml;nnte aber auch sein, dass in einer Autowerkstatt damit nachher die Fahrzeuge auf Hochglanz poliert werden.</p>
<p><strong>Endstation W&uuml;hltisch?</strong></p>
<div id="attachment_85835" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-85835  " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/dscf1826-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Der Pullover - ein gr&uuml;ner Farbklecks auf dem W&uuml;hltisch.</p></div>
<p>Mein Pullover w&auml;re also grade an einer Karriere als Auto-Polierwerkzeug vorbeigeschlittert und k&auml;me nun in den Verkauf. Hier g&auml;be es verschiedene M&ouml;glichkeiten. Designerst&uuml;cke und ausgew&auml;hlte Einzelteile kommen in die Boutique Jasis, nun gut mein Pullover entspricht nicht ganz dem Profil &#8220;ausgew&auml;hltes Einzelst&uuml;ck&#8221;. Die normalen Second-Hand Kleidungsst&uuml;cke werden im Brosa Shop verkauft. Hier gibt es auch immer wieder Neuware aus Restposten. Au&szlig;erdem w&auml;ren da noch die klassischen W&uuml;hltische, da landet mein Pullover. Aber nicht, ohne dass sich Herr Wormsbecher zuvor bei einer seiner Verk&auml;uferinnen versichert hat, dass es den Used-Look wirklich gibt.</p>
<p>Im Laden f&auml;llt auf, was mir der Leiter der Brockensammlung schon vorher erz&auml;hlt hat: Gespendet werden deutlich mehr Frauensachen als M&auml;nnerkleidung. M&auml;nner wechselten einfach nicht sooft die Mode, er sei da auch kein Gegenbeispiel, meint Herr Wormsbecher. Mein Pullover aus der Kategorie Damenoberbekleidung geh&ouml;rt also zu den meistgespendeten Sachen. Auch Kindersachen werden weniger gespendet. &#8220;F&uuml;r Kinderkleidung gibt es genug Flohm&auml;rkte und Basare, fast jeder Kindergarten hat so einen&#8221; erkl&auml;rt R&uuml;diger Wormsbecher. Gespendet wird au&szlig;erdem meist Jahreszeiten versetzt. Im Sommer wird die Winterkleidung aussortiert und umgekehrt. Das kann ich nachvollziehen, auch ich habe erst angefangen meinen Schrank &#8220;auszumisten&#8221; nachdem der Winter lange so &uuml;berhaupt nicht kalt war und ich dachte ich k&ouml;nnte den einen oder anderen Pullover entbehren.</p>
<p><strong>Andere Wege zum Ziel</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<div id="attachment_85820" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-85820" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/dscf1824-300x225.jpg" alt="Zw&ouml;lf der eigenen Bethel LKW sammeln Altkleider in ganz Deutschland." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Zw&ouml;lf der eigenen Bethel LKW sammeln Altkleider in ganz Deutschland.</p></div>
<p>H&auml;tte ich meinen Pullover nicht begleiten wollen, h&auml;tte ich ihn &uuml;brigens auch bei einer Bethel-Sammelstelle abgeben oder in einen der Altkleidercontainer werfen k&ouml;nnen. Die Brockensammlung arbeitet bundesweit mit Kirchengemeinden zusammen, die die Kleiderspenden sammeln und an Bethel weitergeben. Doch die meisten gesammelten Kleider kommen gar nicht mehr nach Bielefeld: Die Brockensammlung sammelt etwa 11 000 Tonnen Kleider pro Jahr, das ist viel zu viel f&uuml;r die Bielefelder Second-Hand L&auml;den. &#8220;Alles was nicht in einem Umkreis von 200 Kilometern um Bethel gesammelt wurde, verkaufen wir direkt an professionelle Sortierbetriebe&#8221;, so Wormsbecher.</p>
<p>Von den Sortierbetrieben gehen die Kleider dann meist nach Osteuropa. &#8220;Wir haben uns bem&uuml;ht, dass unsere Kleidung vorwiegend nicht nach Afrika verkauft wird&#8221; erkl&auml;rt Herr Wormsbecher. &#8220;Das hei&szlig;t nt&uuml;rlich nicht, dass jetzt auch nur eine Tonne weniger Kleidung nach Afrika geschickt wird, wo wir aufh&ouml;ren zieht ein anderer nach, leider.&#8221; Der Verkauf der gespendeten Kleider richtet sich streng nach den Kriterien des Altkleider Dachverbandes „FAIRwertung“, um einen m&ouml;glichst transparenten und nachhaltigen Umgang mit den Gebrauchtkleidern zu gew&auml;hrleisten. Der Erl&ouml;s aus dem Verkauf kommt dann den diakonischen Aufgaben der von Bodelschwinghschen Stiftungen zu gute.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/studentenmuell-hochgerechnet/" target="_blank">Studentenm&uuml;ll hochgerechnet</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2012/muellberge-fuer-die-steckdose/" target="_blank">M&uuml;llberge f&uuml;r die Steckdose</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/31/01/2012/ist-das-kunst-oder-kann-das-weg/" target="_blank">Ist das Kunst oder kann das weg?</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/30/01/2012/mit-alten-handys-helfen/" target="_blank">Mit alten Handys helfen</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/03/02/2012/sind-pet-flaschen-so-schlecht-wie-ihr-ruf/" target="_blank">Sind PET-Flaschen so schlecht wie ihr Ruf?</a><strong><br />
</strong></p>
</div>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.fairwertung.de/index.html" target="_blank">Dachverband &#8220;FairWertung&#8221;</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.brockensammlung-bethel.de/brockensammlung.html" target="_blank">Brockensammlung der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel</a></p>
</div>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wissenswert: Alzheimer</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/03/02/2012/alzheimer-der-begriff-der-infektiositaet-ist-unzutreffend/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/03/02/2012/alzheimer-der-begriff-der-infektiositaet-ist-unzutreffend/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 19:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janna Cornelissen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>

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		<category><![CDATA[Umweltfaktoren]]></category>

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		<description><![CDATA[Millionen Menschen leiden an dem schrittweisen Hirnzerfall. Nun sorgen neue Forschungsergebnisse f&#252;r Debatten um die Ursache der Krankheit.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_74616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg"><img class="size-full wp-image-74616" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg" alt="Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog" width="600" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog</p></div>
<p><span style="font-weight: bold;">Mit Alzheimer verliert man nicht nur sein Erinnerungsverm&ouml;gen. Die Pers&ouml;nlichkeit ver&auml;ndert sich, viele Patienten werden apathisch, bis man im letzten Stadium motorische F&auml;higkeiten verliert, nicht mehr  sprechen kann und die Kontrolle &uuml;ber Darm und Blase schwindet. Dies sind nur einige der facettenreichen Symptome, die die Alzheimerkrankheit zeigt.</span></p>
<p>Warum man genau an Alzheimer erkrankt, ist bis heute trotz intensiver Forschung noch nicht ganz klar. Man sieht die Nervensch&auml;digungen im Gehirn aber wie kommt es dazu? In unserem Hirn haben wir verschiedene Arten von Proteinen. Zwei Proteine davon sind f&uuml;r die Entstehung von Alzheimer wichtig, das Beta-Amyloid und das Tau-Protein. Beide Proteine kommen auch beim gesunden Menschen vor. Bei Alzheimer zeigt sich im Gehirn jedoch folgendes Bild:</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;">- Innerhalb der Nervenzellen bilden sich zu viele B&uuml;ndel von Tau-Proteinen, die zudem zu stark Phosphat einbauen. Die  Folge  sind gest&ouml;rte   Transportprozesse und die Stabilit&auml;t der Zelle nimmt ab.</p>
<p style="color: white;">- Zwischen den Nervenzellen entstehen Beta-Amyloid Ablagerungen (&#8221;Plaques&#8221;), die ver&auml;nderte Struktur dieses Proteins f&uuml;hrt zu diesen    Verklumpungen. Auch hier wird der Kommunikationsprozess der Zellen gest&ouml;rt.</p>
<p style="color: white;">- Die Hirnmasse schrumpft nach und nach. Die Botenstoffe verringern sich und die Nervenverbindungen gehen verloren.</p>
</div>
<p><strong>Wissenschaftler distanziert sich von Medienberichten</strong></p>
<p>Seit vielen Jahren erforscht das Hertie- Institut f&uuml;r klinische Hirnforschung die so weitverbreite Krankheit. Die T&uuml;binger Wissenschaftler waren es auch, die im Mausmodell herausfanden, welche Vorrausetzungen es braucht, damit sich die Plaques im gesunden Gehirn bilden.Der Biochemiker Frank Baumann geh&ouml;rt seit 2008 zum Forscherteam und will aus dieser Entdeckung, die bereits im Jahr 2006 unter Mathias Jucker ihre Anf&auml;nge nahm, noch absolut keine Schl&uuml;sse ziehen.</p>
<p>In den letzten Tagen liest man in vielen Medien die Schlagzeile, dass Alzheimer vermutlich eine infekti&ouml;se Komponente zeige. Frank Baumann m&ouml;chte sich von diesen Artikeln klar distanzieren. &#8220;Der Begriff der Infektiosit&auml;t, der zurzeit kursiert, ist unzutreffend. Es gibt bisher noch keine Hinweise darauf, dass Alzheimer auf nat&uuml;rlichem Wege von Mensch zu Mensch &uuml;bertragen wird&#8221;. Auch bei diesem Artikel legte das Institut gro&szlig;en Wert darauf, dass das Wort &#8220;Infektion&#8221; und andere Formulierungen in dieser Richtung nicht fallen. Zu gro&szlig; ist die Angst, dass bei den Menschen der Eindruck entsteht, man k&ouml;nne sich mit Alzheimer irgendwie infizieren.</p>
<p><strong>Neuer Ansatz f&uuml;r die Forschung</strong></p>
<div id="attachment_86693" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/498426_web_r_k_b_by_gerd-altmann_pixeliode.jpg"><img class="size-medium wp-image-86693" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/498426_web_r_k_b_by_gerd-altmann_pixeliode-300x225.jpg" alt="Alzheimer" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Alzheimer wird oft erst sehr sp&auml;t diagnostiziert. Viele deuten die anf&auml;nglichen Symptome nicht richtig. Es ist immer noch so, dass Alzheimer haupts&auml;chlich &auml;ltere Menschen betrifft.  Foto: Altmann/pixelio</p></div>
<p>Schon vor Jahren ist den Wissenschaftlern gelungen, transgene M&auml;use (M&auml;use, die genetisch ver&auml;ndert wurden, damit sie f&uuml;r Alzheimer anf&auml;llig werden) mit alzheimerausl&ouml;senden Proteinst&uuml;cken zur Plaquebildung anzuregen. Da wurde die Substanz noch direkt in das Gehirn der Nager gespritzt. Heute sind die T&uuml;bingern Wissenschaftler schon weiter. Es ist ihnen gelungen, die Beta- Amyloide in den Bauchraum zu injizieren und auch dann zeigten sich Ablagerungen im Gehirn der Versuchstiere. Warum die sogenannten &#8220;Seeds&#8221;-Keime diese lange Strecke zum Gehirn &uuml;berdauern, und vor allem wie sie transportiert werden, ist noch unklar. Nicht nachweisbar ist zudem, ob dieser Keim au&szlig;erhalb eines erkrankten Gehirns &uuml;berhaupt vorkommt.</p>
<p>Trotzdem ergeben sich aus dieser Studie interessante Fragen: Gibt es K&ouml;rperfl&uuml;ssigkeiten, die mit dem Gehirn auch in der Peripherie in Kontakt stehen? Gibt es in der Umwelt eine Substanz, die Alzheimer ausl&ouml;sen kann? Hierin liegt ein Ansatz, endlich nachvollziehen zu k&ouml;nnen, wie es zu den Ablagerungen im Gehirn kommt.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr dazu: </strong></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.hih-tuebingen.de/" target="_blank">Hertie- Institut </a></p>
<p style="color: white;">web:<a href="http://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer-krankheit/index.htm" target="_blank"> Alzheimer-Forschung</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/demenz-die-alzheimer-infektion-1.1014569" target="_blank">Artikel in der &#8220;S&uuml;ddeutschen Zeitung&#8221;</a></p>
<p style="color: white;"><strong>Wissenswert:</strong></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/29/01/2012/wissenswert-aghet-voelkermord-an-den-armeniern/" target="_blank">Aghet- V&ouml;lkermord an den Armeniern</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/20/01/2012/dns-changer/" target="_blank">Sch&auml;dlicher Trojaner</a></p>
<p style="color: white;">
</div>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Warum Studenten Blut spenden sollten</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/03/02/2012/warum-studenten-blut-spenden-sollten/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 17:12:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pflichtlektuere</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Sich eine Nadel in den Arm stechen lassen und dabei zusehen, wie das eigene Blut in einen Beutel flie&#223;t? Davor schrecken viele zur&#252;ck. Doch gerade junge Menschen sind gesuchte Spender. 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Beitrag von Julia Kn&uuml;bel</em></p>
<p><strong>Dass Blutspenden irgendwie wichtig ist, wei&szlig; jeder. Und sp&auml;testens seit Doktor House hat auch jeder schon mal eine Blutkonserve gesehen. Doch wer kann eigentlich spenden? Und wo?  Und wie l&auml;uft so eine Spende ab? Das Deutsche Rote Kreuz war am Berufskolleg in Hacheney und hat die Sch&uuml;ler dort zum Spenden motiviert. Bald sind die Rot-Kreuz-Helfer auch wieder an der Uni Dortmund. Warum man dort vorbeischauen sollte.</strong></p>
<div id="attachment_86638" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/_dsc0028.jpg"><img class="size-medium wp-image-86638" title="Dr. Theodore Wienecke ist &Auml;rztin und unterst&uuml;tzt das Deutsche Rote Kreuz seit 20 Jahren bei Blutspendeterminen. Fotos: Julia Kn&uuml;bel" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/_dsc0028-300x199.jpg" alt="Dr. Theodore Wienecke ist &Auml;rztin und unterst&uuml;tzt das Deutsche Rote Kreuz seit 20 Jahren bei Blutspendeterminen. Fotos: Julia Kn&uuml;bel" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Dr. Theodore Wienecke ist &Auml;rztin und unterst&uuml;tzt das Deutsche Rote Kreuz seit 20 Jahren bei Blutspendeterminen. Fotos: Julia Kn&uuml;bel</p></div>
<p>Der Wunschspender von Frau Dr. Theodore Wienecke wiegt mindestens 50 Kilogramm, ist &auml;lter als 18, hat eine K&ouml;rpertemperatur zwischen 36 und 37,5 Grad und einen Puls von 50 bis 110 Schl&auml;gen pro Minute. Theodore Wienecke unterst&uuml;tzt seit mehr als 20 Jahren das Rote Kreuz bei Blutspende-Aktionen. Als &Auml;rztin &uuml;berwacht sie die Blutabnahme und schreitet ein &#8220;wenn jemandem mal schwindelig wird&#8221;.</p>
<p>Mehrmals die Woche ruft das Rote Kreuz zum Blutspenden auf. Am heutigen Freitag waren die Helfer im Paul-Ehrlich-Berufskolleg in Dortmund Hacheney unterwegs, um die Sch&uuml;ler dort zum Spenden zu motivieren. Ob die aber alle Wunschkriterien erf&uuml;llen, wissen sie selbst nicht. &#8220;Keine Angst&#8221;, meint Theodore Wienecke, &#8220;diese Werte hat jeder gesunde Mensch. Wer keine schwerwiegende Erkrankung hat, kann spenden.&#8221;</p>
<p><strong>Jeder Erstspender bekommt einen Ausweis</strong></p>
<p>Die meisten Sch&uuml;ler sind gerade erst vollj&auml;hrig geworden und Erstspender. Sie m&uuml;ssen einen Fragebogen ausf&uuml;llen und ihre Personalien angeben. So fragen die Helfer m&ouml;gliche Vorerkrankungen ab und die Spender bekommen einen Ausweis. Bei der n&auml;chsten Spende muss der dann nur noch vorgezeigt werden.</p>
<div id="attachment_86639" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/_dsc0051.jpg"><img class="size-medium wp-image-86639" title="500 Milliliter Blut laufen in f&uuml;nf bis zehn Minuten in die Konserve." src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/_dsc0051-300x199.jpg" alt="500 Milliliter Blut laufen in f&uuml;nf bis zehn Minuten in die Konserve. " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">500 Milliliter Blut laufen in f&uuml;nf bis zehn Minuten in die Konserve. </p></div>
<p>Im n&auml;chsten Schritt werden Temperatur und Blutdruck gemessen und der H&auml;moglobinwert im Blut bestimmt. &#8220;Wir m&uuml;ssen pr&uuml;fen, ob der Spender zu einer Spende gesundheitlich in der Lage ist&#8221;, erkl&auml;rt die &Auml;rztin. Ist das sicher, geht es zur Blutspende. Die dauert ungef&auml;hr f&uuml;nf bis zehn Minuten. Und danach wird gefr&uuml;hst&uuml;ckt. Schlie&szlig;lich hat der K&ouml;rper nun die Aufgabe, das abgenommene Blut zu ersetzen. F&uuml;r die immerhin 500ml braucht ein Mensch im Schnitt vier Wochen.</p>
<p>Damit endet die Aufgabe des Spenders. Die &Auml;rzte schicken das Blut ins Labor. Heute geht das Blut nach Hagen. Im Labor wird es untersucht und die roten Blutk&ouml;rperchen werden vom Blutplasma getrennt. Frau Wienecke erkl&auml;rt: &#8220;Wir geben dem Patienten immer nur das, was er auch braucht. Durch die Untersuchung verhindern wird, dass der Empf&auml;nger negativ auf das Blut reagiert, etwa weil noch Antik&ouml;rper vom Spender vorhanden sind.&#8221; Nach dem Laborcheck wird das Blut an die umliegenden Krankenh&auml;user verteilt. Eine Blutkonserve h&auml;lt sich bis zu 49 Tagen, danach sind die roten Blutk&ouml;rperchen abgestorben und die Spende kann nicht mehr verwendet werden. Aber so lange h&auml;lt eine Konserve sowieso nicht. Nach ein paar Tagen wird die Spende fast immer gebraucht. Die meisten Blutkonserven bekommen Tumorpatienten. Bei Krebserkrankungen wird durch die Strahlentherapie die Blutbildung beeintr&auml;chtigt. Wenn der K&ouml;rper nicht mehr genug eigenes Blut produzieren kann, kommt die Spende zum Einsatz. Auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden viele Konserven ben&ouml;tigt. Nur einen Bruchteil brauchen &Auml;rzte bei Verletzungen, etwa bei Unfallopfern.</p>
<div id="attachment_86642" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/_dsc0043.jpg"><img class="size-medium wp-image-86642 " title="Am Anfang jeder Blutspende muss eine Vene gefunden werden. Bei dieser Sch&uuml;lerin war das gar nicht so einfach." src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/_dsc0043-300x199.jpg" alt="Am Anfang jeder Blutspende muss eine Vene gefunden werden. Bei dieser Sch&uuml;lerin war das gar nicht so einfach." width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Am Anfang jeder Blutspende muss eine Vene gefunden werden. Bei dieser Sch&uuml;lerin war das gar nicht so einfach.</p></div>
<p><strong>Junge Spender sind gesucht</strong></p>
<p>&#8220;Wegen Konservenmangel wird auch schon mal eine OP verschoben, aber f&uuml;r Notsituationen haben wir immer genug da&#8221;, sagt Frau Wienecke und ruft damit gleichzeitig zu mehr Spenden auf. „Besonders junge Leute suchen wir, weil die lange und kontinuierlich spenden k&ouml;nnen.&#8221; Wer spenden will, muss vor allem gesund sein. &#8220;Und das ist bei jungen Leuten nun mal eher gegeben.&#8221; Schon ein Schnupfen kann dazu f&uuml;hren, dass die Helfer den Spender bitten m&uuml;ssen beim n&auml;chsten Mal wieder zukommen.</p>
<p>Das Deutsche Rote Kreuz ist auch immer wieder an der Uni unterwegs. Letzte Woche konnten Studenten an der TU Dortmund Blut spenden. Und die Resonanz war gut. &#8220;Bis zu 90 Spender sind pro Tag gekommen&#8221;, sagt Gerda Tillmann vom DRK-Kreisverband Dortmund. Die n&auml;chsten Termine sind im April. Frauen d&uuml;rfen vier Mal im Jahr spenden, M&auml;nner sechs Mal. Danach richtet das Rote Kreuz die Termine aus.</p>
<p><strong>Jeder hat andere Gr&uuml;nde spenden zu gehen</strong></p>
<p>Die Motive zum Spenden sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Manche wollen anderen Menschen helfen oder kommen aus Gewohnheit immer wieder. Auch die preiswerte Blutuntersuchung wird als Grund angef&uuml;hrt. Die Sch&uuml;ler am Berufskolleg wollen einfach Gutes tun und „die Freistunde mitnehmen, ist doch klar.&#8221; Alexander Kopatz grinst, als er das sagt. Er hat zum ersten Mal gespendet. &#8220;Vielleicht brauche ich ja selbst mal Blutkonserven und dann bin ich froh, wenn andere gespendet haben.&#8221;</p>
<p>Die Empf&auml;nger bekommen je nach Erkrankung zwischen zwei und zwanzig Konserven. Eine Konserve enth&auml;lt zirka 250-300 Milliliter. Das entspricht der Menge an roten Blutk&ouml;rperchen, die ein Spender abgegeben hat. Blut von nur einer Konserve kann der K&ouml;rper selbst nachbilden, erst ab dann muss Blut zugef&uuml;hrt werden.</p>
<p>Die Spender am Berufskolleg schauen anfangs noch etwas skeptisch, sind sich dann aber einig, dass Blutspenden gar nicht so schlimm ist. &#8220;Schlie&szlig;lich sind wir Lebensretter.&#8221;</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;">Die n&auml;chsten Spendetermine an der TU-Dortmund: 16. bis 20. April, jeweils von 10 bis 15 Uhr am Vogelpothsweg 85</p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.blutspendedienst-west.de/" target="_blank">Homepage des DRK-Blutspendedienst West</a></p>
<p style="color: white;">
</div>
<h2><span style="font-family: mceinline;"><br />
</span></h2>
<h2><strong>Was TU-Studenten &uuml;ber&#8217;s Blutspenden denken:</strong></h2>
<div id="attachment_86690" class="wp-caption alignleft" style="width: 129px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0077.jpg"><img class="size-medium wp-image-86690 " title="Myrel Alsayegh." src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0077-199x300.jpg" alt="Myrel Alsayegh." width="119" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Myrel Alsayegh.</p></div>
<p><strong>Myrel Alsayegh, 26, studiert im 1. Mastersemester Automation and Robotics:</strong></p>
<p><em>&#8220;Ich finde Blutspenden wichtig, denn vielleicht brauche ich ja auch mal eine Spende. Ich war schon drei Mal Blut spenden, in meiner Heimat in Syrien. Eine meiner Freundinnen war letzte Woche hier an der Uni, aber da war ich noch nicht in Deutschland.&#8221;</em></p>
<div id="attachment_86686" class="wp-caption alignright" style="width: 129px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0067.jpg"><img class="size-medium wp-image-86686 " title="Jan Trost." src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0067-199x300.jpg" alt="Jan Trost." width="119" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Jan Trost.</p></div>
<p><strong>Jan Trost, 22, studiert Logistik im 3. Semester:</strong></p>
<p><em>&#8220;Ich habe noch nie Blut gespendet. Ich habe geh&ouml;rt, dass man danach nicht mehr so leistungsf&auml;hig ist und dazu habe ich im Moment einfach keine Zeit, weil ich lernen muss.&#8221;</em></p>
<div id="attachment_86687" class="wp-caption alignleft" style="width: 129px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0070.jpg"><img class="size-medium wp-image-86687 " title="Sabrina Sch&uuml;tzmann." src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0070-199x300.jpg" alt="Sabrina Sch&uuml;tzmann." width="119" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Sabrina Sch&uuml;tzmann.</p></div>
<p><strong>Sabrina Sch&uuml;tzmann, 20, studiert im 1. Semester Lehramt Mathe und Philosophie:</strong></p>
<p><em>&#8220;Ich bin noch nicht zum Blutspenden gekommen, weil ich sehr viel krank bin. Aber wenn ich im April gesund bin, dann werde ich auf jeden Fall zum Spendentermin an der Uni gehen.&#8221;</em></p>
<div id="attachment_86688" class="wp-caption alignright" style="width: 129px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0075.jpg"><img class="size-medium wp-image-86688 " title="Patrick Schramowski." src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/dsc0075-199x300.jpg" alt="Patrick Schramowski." width="119" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Patrick Schramowski.</p></div>
<p><strong>Patrick Schramowski, 21, studiert im 2. Semester Informatik:</strong></p>
<p><em>&#8220;Ich war schon sechs Mal Blut spenden. Angefangen habe ich in meiner Bundeswehrzeit und jetzt gehe ich regelm&auml;&szlig;ig in die Klinik am Westenhellweg. Dort bekomme ich 20 Euro f&uuml;r&#8217;s Spenden, aber das ist f&uuml;r mich nicht der Hauptgrund. Wenn ich mal auf eine Spende angewiesen bin, w&uuml;nsche ich mir ja auch, dass jemand gespendet hat.&#8221;</em></p>


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		<title>Sind PET-Flaschen so schlecht wie ihr Ruf?</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 22:47:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Jochimsen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Themenwoche Müll]]></category>

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		<category><![CDATA[Acetaldehyd]]></category>

		<category><![CDATA[Bundesamt für Risikobewertung]]></category>

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		<category><![CDATA[PET-Flaschen]]></category>

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		<category><![CDATA[Polyethylenterphtalat]]></category>

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		<description><![CDATA[PET-Flaschen werden wieder recycelt, das wei&#223; jeder. Doch was passiert dabei und wie kann aus alten PET-Flaschen Kleidung entstehen?


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_85752" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/banner_themenwoche_mull.jpg"><img class="size-full wp-image-85752" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/banner_themenwoche_mull.jpg" alt="Fotos: flickr.com/Timothy Takemoto/epSos.de/Marc Patzwald, Montage: Marc Patzwald" width="600" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Fotos: flickr.com/Timothy Takemoto/epSos.de/Marc Patzwald, Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: pixelio.de/knipseline</p></div>
<p><strong>Die Tatsache, dass auf einer Getr&auml;nkeflasche oder einer Dose Pfand ist, verleitet zu der Annahme, sie w&uuml;rde einfach gewaschen und dann wiederverwendet. Dem ist jedoch nicht immer so. Zwar werden auch PET-Flaschen noch mehrmals benutzt, jedoch oft erst nachdem sie einen aufwendigen Recycling-Prozess durchlaufen haben. Das ist aber nicht das einzige Problem mit diesen Kunststoff-Flaschen.</strong></p>
<div id="attachment_86057" class="wp-caption alignright" style="width: 227px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/pet-rohlinge.jpg"><img class="size-full wp-image-86057" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/pet-rohlinge.jpg" alt="So sehen die PET-Flaschen aus, bevor sie aufgeblasen werden. Foto: pixelio.de/UG" width="217" height="162" /></a><p class="wp-caption-text">So sehen die PET-Flaschen aus, bevor sie aufgeblasen werden. PET-Flaschen erkennt man &uuml;brigens an dem Dreieck mit der 1 auf dem Boden. Foto: pixelio.de/UG</p></div>
<p>Die PET-Flasche hat ihren Namen von dem Kunststoff, aus dem sie gemacht ist: Polyethylenterphtalat. Aus diesem Kunststoff werden Rohlinge geformt, die daraufhin bei einer Temperatur zwischen 90 und 120 Grad Celsius zu einer Flasche geformt werden. Nach dem Gebrauch k&ouml;nnen sie auf zwei Arten wiederverwendet werden: Eine PET-Mehrwegflasche wird, wie der Name schon verr&auml;t, nach der Reinigung wieder bef&uuml;llt und bis zu 25 Mal verwendet. Das Problem: gut 90 Prozent aller gekauften PET-Flaschen sind keine Mehrweg-, sondern Einwegflaschen. Im Jahr 2009 waren das in Deutschland ca. 12,5 Milliarden solcher Flaschen. Auf welchen dieser PET-Einwegflaschen Pfand ist, erkennt man an dem blauen <a href="DPG-Zeichen" target="_blank">DPG-Zeichen</a> auf der Flasche.</p>
<p>Eine solche PET-Einwegflasche wird nach der R&uuml;ckgabe zun&auml;chst zerschreddert. Die sogenannten &#8220;Flakes&#8221; werden dann gereinigt und zu neuen Flaschen eingeschmolzen, so beginnt der Kreislauf von vorne. Allerdings gibt es einen Schwund, da nur etwa die H&auml;lfte der Flaschen wieder zu neuen Flaschen verarbeitet werden kann, und selbst dort muss noch frisches PET-Granulat beigemengt werden. Die andere H&auml;lfte mit minderer Qualit&auml;t geht zumeist nach Asien, wo sie zu Textilien weiterverarbeitet werden. Insbesondere die eingef&auml;rbten PET-Einwegflaschen k&ouml;nnen nicht zu neuen Flaschen werden, da die Farbe nicht mehr rauszukriegen ist. Das aufwendige Recycling und der viele Transport tr&uuml;ben die &Ouml;kobilanz einer PET-Einwegflasche im Vergleich zu ihrem Glas-Kontrahenten erheblich. Allein das leichte Gewicht wirkt sich positiv auf die Transportkosten aus.</p>
<div id="attachment_86061" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/jacke.jpg"><img class="size-full wp-image-86061" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/jacke.jpg" alt="Viele zerhackte PET-Flaschen werden in China zu teuren Sporttextilien verarbeitet. Foto: flickr.com/warrantedarrest" width="250" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Auch das Polyester f&uuml;r diese Sportjacke k&ouml;nnte aus recycelten PET-Flaschen stammen. Foto: flickr.com/warrantedarrest</p></div>
<p><strong>Wir tragen Flaschen am K&ouml;rper</strong></p>
<p>Was passiert denn nun mit den Flaschen, die nach China verschifft werden? Sie werden zu Polyesterfasern weiterverarbeitet. Im Jahr 2006 importierte China ungef&auml;hr 100 Milliarden Plastikflaschen. Genau wie der Kunststoff Polyethylenterphtalat wird auch Polyester aus Erd&ouml;l gewonnen. Bei steigenden &Ouml;l-Preisen lohnt sich also das Aufbereiten von zerhackten PET-Flaschen. Dazu werden die Schnipsel geschmolzen und zu F&auml;den gezogen. Daraus werden dann zum Beispiel Textilstoffe wie Fleece. F&uuml;r einen Pullover braucht man 16 alte PET-Flaschen; die reinen Materialkosten betragen f&uuml;r ihn also ca. 30 Cent. Verkauft werden Polyester-Textilien hierzulande meist als Sportkleidung, da sie atmungsaktiv sind. Ob dieses Recycling die Umwelt schont, ist umstritten. Zwar wird auf diese Weise nicht zuletzt Erd&ouml;l gespart, allerdings m&uuml;ssen auch etliche Tonnen PET-Flaschen nach China gebracht werden.</p>
<p><strong>Auswirkungen auf die Gesundheit sind nicht zu bef&uuml;rchten</strong></p>
<p>Manchmal schmeckt Wasser aus PET-Flaschen etwas s&uuml;&szlig;lich. Das liegt an dem Stoff Acetaldehyd, der bei der Herstellung und Lagerung von PET-Flaschen entsteht. Wenn jetzt ein wenig davon in die Flasche &uuml;bergeht, ist dies schon bei sehr kleinen Dosierungen zu schmecken. Das Bundesamt f&uuml;r Risikobewertung gibt jedoch Entwarnung, die EU-Grenzwerte werden dabei nicht &uuml;berschritten. Entgegen einiger Meldungen werden in PET-Flaschen keine Weichmacher eingesetzt, die negative Auswirkungen auf den Hormonhaushalt haben. Zumindest im Kunststoff f&uuml;r PET-Flaschen sind diese nicht enthalten. Einen gro&szlig;en Nachteil haben die PET-Flaschen jedoch: Durch ihre Oberfl&auml;che kann - im Gegensatz zum Glas - Gas entweichen, das Getr&auml;nk wird schal. Wer also Hamsterk&auml;ufe plant, sollte sich eher f&uuml;r Glasflaschen entscheiden.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/vom-pulli-zum-putzlappen/" target="_blank">Vom Pulli zum Putzlappen?</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/studentenmuell-hochgerechnet/" target="_blank">Studentenm&uuml;ll hochgerechnet</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2012/muellberge-fuer-die-steckdose/" target="_blank">M&uuml;llberge f&uuml;r die Steckdose</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/31/01/2012/ist-das-kunst-oder-kann-das-weg/" target="_blank">Ist das Kunst oder kann das weg?</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/30/01/2012/mit-alten-handys-helfen/" target="_blank">Mit alten Handys helfen</a></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong> </strong></div>


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		</item>
		<item>
		<title>M&#252;llberge f&#252;r die Steckdose</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2012/muellberge-fuer-die-steckdose/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2012/muellberge-fuer-die-steckdose/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 13:23:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Weitemeier</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Themenwoche Müll]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

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		<category><![CDATA[Entwicklungsländer]]></category>

		<category><![CDATA[Fraunhofer Institut Umsicht]]></category>

		<category><![CDATA[Kraftwerk]]></category>

		<category><![CDATA[Müll]]></category>

		<category><![CDATA[Müllberg]]></category>

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		<category><![CDATA[Plastiktüten]]></category>

		<category><![CDATA[Strom]]></category>

		<category><![CDATA[Togo]]></category>

		<category><![CDATA[Wirbelschichtfeuerung]]></category>

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		<description><![CDATA[M&#252;ll, &#252;berall nur M&#252;ll – in vielen afrikanischen L&#228;ndern verdrecken Plastikt&#252;ten, Flaschen und Co die Stra&#223;en. Bald soll man die M&#252;llberge dort aber sogar effektiv nutzen k&#246;nnen.


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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_85752" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-85752 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/banner_themenwoche_mull.jpg" alt="Fotos: flickr.com/Timothy Takemoto/epSos.de/Marc Patzwald, Montage: Marc Patzwald" width="600" height="200" /><p class="wp-caption-text">Fotos: flickr.com/Timothy Takemoto/epSos.de/Marc Patzwald, Montage: Marc Patzwald</p></div>
<p><strong>Bei uns geh&ouml;rt der Abfall in die M&uuml;lltonne - und wenn die M&uuml;llabfuhr da war, hei&szlig;t es oft: Aus den Augen, aus dem Sinn.  In vielen afrikanischen L&auml;ndern aber verdreckt der M&uuml;ll oft die Stra&szlig;en. Jetzt entwickelt man eine Methode, um die stinkenden M&uuml;llberge sogar auf effektive Weise zu nutzen.</strong></p>
<p>Kleine schwarze Plastikt&uuml;ten h&auml;ngen in den B&auml;umen und flattern im Wind,  Plastikflaschen liegen an jeder Ecke, &uuml;berall stapelt sich der M&uuml;ll -  ein katastrophales Bild, das man hier h&ouml;chstens in den hintersten  Bahnhofs-Ecken oder nach Festivals kennt.</p>
<div id="attachment_86009" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-86009" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/3249605540_b3d7542c3f_b-300x169.jpg" alt="M&uuml;llberge wie dieser sind ein typisches Bild in vielen afrikanischen L&auml;ndern - hier bei uns kaum vorstellbar. Foto: hoyasmeg/flickr.com" width="300" height="169" /><p class="wp-caption-text">M&uuml;llberge wie dieser sind ein typisches Bild in vielen afrikanischen L&auml;ndern - hier bei uns kaum vorstellbar. Foto: hoyasmeg/flickr.com</p></div>
<p>In Togo beherrscht es tagein,  tagaus die Stra&szlig;en. Auch die Eisenbahnstrecke, die  quer durch das Land  verl&auml;uft, wird von meterhohen M&uuml;llhaufen umrandet.  Denn wie in vielen  afrikanischen L&auml;ndern gibt es hier keine  funktionierende  Abfallwirtschaft - die St&auml;dte ertrinken beinahe im M&uuml;ll.</p>
<p>So entwickelt man derzeit speziell f&uuml;r Entwicklungs- und Schwellenl&auml;nder ein Kraftwerk, das solche Abfallstoffe und Biomasse nutzt, um W&auml;rme, K&auml;lte, Strom und m&ouml;glicherweise auch Trinkwasser zu gewinnen. &#8220;So leistet man auf der einen Seite einen Beitrag zu einer vern&uuml;nftigen Abfallbeseitigung, zudem l&auml;sst sich auch ein deutlicher Nutzen aus der enthaltenen Energie erzeugen&#8221;, erkl&auml;rt Chemieingenieur Tim Schulzke vom Oberhausener Fraunhofer-Institut Umsicht das Konzept. Dort am Institut hat man n&auml;mlich eine sogenannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wirbelschichtfeuerung" target="_blank">Wirbelschichtfeuerung</a> entwickelt, die die n&ouml;tige W&auml;rme f&uuml;r den Betrieb des Kraftwerks erzeugt.</p>
<p><strong>Strom sparen beim K&uuml;hlen</strong></p>
<p>Sri Lanka, der s&uuml;dliche Mittelmeerraum, Indien, Afrika - der Zielmarkt f&uuml;r ein solches Kraftwerk liegt vorwiegend in sonnigen Regionen. Heizen wollen dort wohl die wenigsten, klimatisieren hingegen schon. Indem man die Abw&auml;rme des Kraftwerks nutzt, um thermische K&auml;ltemaschinen anzutreiben, spart man schon einmal deutlich an Strom gegen&uuml;ber den herk&ouml;mmlichen K&auml;ltemaschinen.</p>
<div id="attachment_86018" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-86018 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/wirbelschichtfeuerung-300x270.jpg" alt="So sieht die Wirbelschichtfeuerung am Fraunhofer-Institut aus. So gro&szlig; wird das M&uuml;ll-Kraftwerk auch in etwa sein. Foto: Fraunhofer Umsicht" width="300" height="270" /><p class="wp-caption-text">So sieht die Wirbelschichtfeuerung am Fraunhofer-Institut aus. So gro&szlig; wird das M&uuml;ll-Kraftwerk sp&auml;ter auch in etwa sein. Foto: Fraunhofer Umsicht</p></div>
<p>In besonders trockenen Regionen k&ouml;nne man mithilfe des Kraftwerks sogar Trinkwasser erzeugen, erkl&auml;rt Tim Schulzke (&uuml;brigens auch ehemaliger TU Dortmund-Student), indem Meerwasser mithilfe von W&auml;rme entsalzt wird - eine eher altmodische Methode, die sehr energieaufw&auml;ndig ist und deshalb kaum mehr angewendet wird. Aber mit der Verbrennungsw&auml;rme des Kraftwerks h&auml;tte man ja sogar noch W&auml;rme &#8216;&uuml;brig&#8217;, die dann zur Meerwasserentsalzung genutzt werden k&ouml;nnte.</p>
<p><strong>Zuerst die Hotels</strong></p>
<p>Als erstes sollen Hotelanlagen mit einem solchen Kraftwerk ausgestattet werden. Der Inhalt der Papierk&ouml;rbe, alte Tischdecken, Handt&uuml;cher, Servietten, Kartonagen - das alles k&ouml;nnte verfeuert werden. Auch trockener Gr&uuml;nschnitt, der auf den ausgedehnten Gr&uuml;nfl&auml;chen ja zuhauf anf&auml;llt, Geh&ouml;lze und B&auml;ume k&ouml;nnten so entsorgt werden.<br />
Und nicht nur die Hotelanlage selbst soll sich durch das Kraftwerk mit Strom, K&auml;lte oder auch Wasser selbstversorgen, auch das angrenzende Dorf k&ouml;nnte mit der Energie versorgt werden. Sollte das Kraftwerk allerdings nicht genug Energie erzeugen, k&ouml;nnte man auch andere Stromerzeugungsanlagen wie beispielsweise Wasserkraft- oder Photovoltaik- Anlagen in das Stromnetz einbauen - ein klassischer Hybrid-Ansatz.</p>
<p>In Togo sind die Stromnetze extrem schlecht, sie halten keine hohen Belastungen aus. W&auml;hrend hierzulande ein zehnmin&uuml;tiger Stromausfall schon zu Chaos f&uuml;hrt, seien dort Stromausf&auml;lle die Regel - etwa vier bis sechs Stunden am Tag, berichtet Schulzke. Dem Betrachter bietet sich dann ein erschreckendes Bild: Dichte, schwarze Wolken steigen &uuml;ber den H&auml;usern auf. Denn auf fast jedem Haus steht f&uuml;r genau diesen Fall ein Dieselgenerator, der das Haus weiterhin mit Strom versorgt.</p>
<p><strong>Keine Top-Emissionswerte</strong></p>
<div id="attachment_86017" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px"><img class="size-medium wp-image-86017" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/img_23601-210x300.jpg" alt="Chemie-Ingenieur Tim Schulzke, ehemaliger TU-Dortmund-Student. Foto: privat" width="210" height="300" /><p class="wp-caption-text">Chemie-Ingenieur Tim Schulzke, ehemaliger TU-Dortmund-Student. Foto: privat</p></div>
<p>Schaut man auf die Emissionswerte, m&uuml;sse man deshalb auch beachten, womit man diese vergleicht. Mit den hiesigen Umwelt-Standards k&ouml;nnten die geplanten Kraftwerke sicherlich nicht mithalten, selbst das &auml;lteste Kohlekraftwerk in Deutschland sei vergleichsweise &#8217;sauber&#8217;, so Schulzke. Doch verglichen mit dem jetzigen Standard vor Ort w&auml;re es ein enormer Fortschritt, l&auml;gen die Emissionen des M&uuml;ll-Kraftwerks doch weit unterhalb derer, die bei der direkten Verbrennung der Abf&auml;lle entstehen. Momentan ist das n&auml;mlich oft die L&ouml;sung, um die riesigen M&uuml;llberge loszuwerden. &#8220;Und wenn wir mithilfe des Kraftwerks nur zwei, drei Stunden Dieselgenerator-Nutzung am Tag einsparen, dann ist das schon ein gro&szlig;er Beitrag zur Luftreinhaltung&#8221;, so Schulzke.</p>
<p><strong>Erstmal Kinderkrankheiten ausmerzen</strong></p>
<p>Auf einem Netzwerk-Treffen am Fraunhofer-Institut berichtete ein geb&uuml;rtiger Togolese, bei der &auml;lteren Generation sei in puncto Abfallentsorgung und Umweltschutz schon Hopfen und Malz verloren. Die nachwachsende Generation aber sei sehr sensibilisiert f&uuml;r die Thematik und interessiert an Ver&auml;nderungen. Es gibt es auch schon erste Anfragen nach den Kraftwerken, beispielsweise von einem Ministerium in Togo, doch die werden zurzeit noch vertr&ouml;stet.<br />
Denn erst einmal muss noch getestet werden, ob die Anlage auch im Dauerbetrieb funktioniert, au&szlig;erdem soll mit unterschiedlichen Brennstoffen experimentiert werden. Leider k&ouml;nne man eine solche Testanlage nicht einfach in Togo oder Sri Lanka selbst aufbauen: &#8220;Die Kinderkrankheiten sollten wir erst einmal hier in der N&auml;he auszumerzen versuchen.&#8221;<br />
Der Wunsch ist, dass man mit der Planung der ersten Anlage Anfang 2014 beginnen kann. &#8220;Aber das ist ein extrem straffer Zeitplan&#8221;, warnt Schulzke.</p>
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<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;"><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0   21   false false false  DE X-NONE X-NONE                           &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;                                                                                                                                            &lt;![endif]--><!--[if gte mso 10]&gt; &lt;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-qformat:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:11.0pt; 	font-family:"Calibri","sans-serif"; 	mso-ascii-font-family:Calibri; 	mso-ascii-theme-font:minor-latin; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-theme-font:minor-fareast; 	mso-hansi-font-family:Calibri; 	mso-hansi-theme-font:minor-latin; 	mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; 	mso-bidi-theme-font:minor-bidi;} --> Zwei Netzwerke namens &#8220;Autark&#8221; und &#8220;Holzstrom&#8221;, zusammengesetzt aus  Industriebetrieben und Forschungseinrichtungen wie dem  Fraunhofer-Institut Umsicht sind an der Entwicklung eines solchen  Kraftwerks beteiligt. Finanziell unterst&uuml;tzt wird die Koordination des  Projektes &uuml;brigens drei Jahre lang vom Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft  und Technologie.</p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://videos.www4.arte.tv/de/videos/togo_ein_mann_und_der_muell-3228794.html" target="_blank">Ein arte-Film zum M&uuml;llproblem in Togo</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.entrade.de/terrasys" target="_blank">Mehr zum Projekt</a></p>
</div>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/vom-pulli-zum-putzlappen/" target="_blank">Vom Pulli zum Putzlappen?</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/studentenmuell-hochgerechnet/" target="_blank">Studentenm&uuml;ll hochgerechnet</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/31/01/2012/ist-das-kunst-oder-kann-das-weg/" target="_blank">Ist das Kunst oder kann das weg?</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/30/01/2012/mit-alten-handys-helfen/" target="_blank">Mit alten Handys helfen</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/03/02/2012/sind-pet-flaschen-so-schlecht-wie-ihr-ruf/" target="_blank">Sind PET-Flaschen so schlecht wie ihr Ruf?</a><strong><br />
</strong></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Mit alten Handys helfen</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/30/01/2012/mit-alten-handys-helfen/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 07:41:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elena Bernard</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Themenwoche Müll]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[EAZA]]></category>

		<category><![CDATA[Elektroschrott]]></category>

		<category><![CDATA[Gorilla]]></category>

		<category><![CDATA[Handy]]></category>

		<category><![CDATA[Müll]]></category>

		<category><![CDATA[Menschenaffe]]></category>

		<category><![CDATA[Recycling]]></category>

		<category><![CDATA[Spenden]]></category>

		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

		<category><![CDATA[Zoo]]></category>

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		<description><![CDATA[Recycling mal anders: Wer sein altes Handy im Dortmunder Zoo abgibt, kann damit Menschenaffen helfen.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_85752" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/banner_themenwoche_mull.jpg"><img class="size-full wp-image-85752" title="banner_themenwoche_mull" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/banner_themenwoche_mull.jpg" alt="Fotos: flickr.com/Timothy Takemoto/epSos.de/Marc Patzwald, Montage: Marc Patzwald" width="600" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Fotos: flickr.com/Timothy Takemoto/epSos.de/Marc Patzwald, Montage: Marc Patzwald</p></div>
<p><strong>Viele alte Handys landen in der M&uuml;lltonne oder bleiben einfach in der Schublade liegen. Selbst wenn sie noch funktionieren, kommen die meisten Menschen nicht auf die Idee, dass man das alte Modell noch sinnvoll nutzen kann. Mittlerweile machen verschiedene Aktionen darauf aufmerksam, so auch im Dortmunder Zoo.</strong></p>
<div id="attachment_84875" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/handysammelbox1.jpg"><img class="size-medium wp-image-84875" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/handysammelbox1-200x300.jpg" alt="Am Eingang des Dortmunder Zoos steht die Sammelbox f&uuml;r alte Handys. Foto: Zoo Dortmund" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Am Eingang des Dortmunder Zoos steht die Sammelbox f&uuml;r alte Handys. Foto: Zoo Dortmund</p></div>
<p>Elektroschrott schadet der Umwelt. Giftige Gase bei der Verbrennung,  Schwermetalle, die den Boden verseuchen, und so weiter. Das d&uuml;rften viele im Hinterkopf haben. Vielleicht ist das einer der Gr&uuml;nde, warum  alte Handys – funktionsf&auml;hig oder nicht – oft in der Schublade liegen  bleiben. Doch die Entsorgung von alten Elektroger&auml;ten kann der Umwelt  sogar helfen, vorausgesetzt, sie werden fachgerecht recycelt. Da das  Recycling oft mehr Geld einbringt, als es kostet, nutzen verschiedene  Organisationen den Elektroschrott sogar als Spendenquelle.</p>
<p>Ein solches Projekt wurde zum Beispiel im Jahr 2011 von der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) gestartet. Der Erl&ouml;s aus den alten Handys kam bei dieser Kampagne den Menschenaffen in Mittelafrika zu Gute. In diesem Jahr sollen Tierarten in S&uuml;dostasien unterst&uuml;tzt werden. In vielen teilnehmenden Zoos stehen Sammelboxen, in denen Zoobesucher ihre alten Handys entsorgen k&ouml;nnen. Auch der Dortmunder Zoo beteiligt sich an der Aktion.</p>
<p><strong>Was passiert mit den alten Handys?</strong></p>
<div id="attachment_84876" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/orangutanfotozoodortmund1.jpg"><img class="size-medium wp-image-84876" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/orangutanfotozoodortmund1-300x200.jpg" alt="Orang-Utan Walter lebt im Dortmunder Zoo. Seinen Artgenossen in S&uuml;dostasien hilft die aktuelle Kampagne der EAZA. Foto: Zoo Dortmund" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Orang-Utan Walter lebt im Dortmunder Zoo. Seinen Artgenossen in S&uuml;dostasien hilft die aktuelle Kampagne der EAZA. Foto: Zoo Dortmund</p></div>
<p>Die gesammelten Handys werden an ein Recycling-Unternehmen weitergeleitet. Dort werden Handys, die noch nutzbar sind, wieder so aufgearbeitet, dass sie weiterverkauft werden k&ouml;nnen. Doch auch kaputte Handys k&ouml;nnen verwendet werden: &#8220;Wir sammeln alle Handys, egal in welchem Alter und Zustand&#8221;, sagt Nadja Niemann, wissenschaftliche Assistentin des Dortmunder Zoodirektors. &#8220;Was nicht mehr reparabel ist, wird zerlegt&#8221;, erkl&auml;rt sie. Denn jedes Handy enth&auml;lt wertvolle Rohstoffe, die wiederverwertet werden k&ouml;nnen. Abz&uuml;glich der Recyclingkosten bleiben pro Handy noch etwa 50 Cent bis 2 Euro, so dass der Zoo im Durchschnitt 1 Euro pro Handy von der Recyclingfirma erh&auml;lt. Dieses Geld geht dann an die jeweilige EAZA-Kampagne und wird beispielsweise f&uuml;r den Schutz von Menschenaffen eingesetzt.</p>
<p><strong>Coltan-Abbau gef&auml;hrdet Lebensraum der Affen</strong></p>
<div id="attachment_84513" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/mobiel-gert-janssen8-300x189-photo-apenheul.jpg"><img class="size-full wp-image-84513 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/mobiel-gert-janssen8-300x189-photo-apenheul.jpg" alt="Der niederl&auml;ndische Zoo Apenheul hat viele Handys zugunsten der Gorillas gesammelt. Foto: Apenheul" width="300" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">Der niederl&auml;ndische Zoo Apenheul hat viele Handys zugunsten der Gorillas gesammelt. Foto: Apenheul</p></div>
<p>Doch die Affen profitieren nicht nur vom Verkaufserl&ouml;s, den die alten   Handys erzielen. Denn f&uuml;r die Elektronik der Ger&auml;te wird unter anderem   das Metall Tantal ben&ouml;tigt. Dieses gewinnt man aus einem Erz namens  Coltan. Rund 2000 Tonnen werden j&auml;hrlich abgebaut, oft unter inhumanen  Bedingungen. Doch was haben die Affen damit zu tun? Um an das wertvolle  Erz zu gelangen, werden beispielsweise im Kongo Teile des Regenwalds  abgeholzt, in dem die letzte Population des bedrohten &Ouml;stlichen  Flachlandgorillas lebt, die dadurch immer st&auml;rker zur&uuml;ckgeht.</p>
<p>Aus den gesammelten Handys werden Tantal und andere Metalle wie Silber, Gold, Palladium, Kupfer und Kobalt zur&uuml;ckgewonnen. Ein einzelnes Handy enth&auml;lt zwar jeweils nur wenige Milligramm der wertvollen Metalle. Doch weltweit ben&ouml;tigt allein die Handy-Industrie j&auml;hrlich viele Tonnen der Edelmetalle. Das Recycling von Elektroger&auml;ten wie Handys hilft dabei, den Abbau zu reduzieren und so auch die Affen zu sch&uuml;tzen.</p>
<p><strong>&#8220;Die meisten wissen nicht, dass es Recycling-M&ouml;glichkeiten gibt&#8221;</strong></p>
<div id="attachment_84888" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/glen-bowman3511874961_64f9605444_o.jpg"><img class="size-medium wp-image-84888" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/glen-bowman3511874961_64f9605444_o-225x300.jpg" alt="Auch aus kaputten Handys k&ouml;nnen die wertvollen Rohstoffe zur&uuml;ckgewonnen werden. Foto: www.flickr.com/Glen Bowman" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Auch aus kaputten Handys k&ouml;nnen die wertvollen Rohstoffe zur&uuml;ckgewonnen werden. Foto: www.flickr.com/Glen Bowman</p></div>
<p>&#8220;Das Tolle an der Kampagne ist, dass sie nicht nur Aufmerksamkeit f&uuml;r die bedrohten Tierarten weckt, sondern im Idealfall eine Recycling-Welle ausl&ouml;st, die dann auch wieder direkt den Tieren zugute kommt. So tut man mit dem Recycling doppelt Gutes&#8221;, meint Nadja Niemann. Was den bisherigen Erfolg der Sammelaktion im Dortmunder Zoo angeht, ist sie allerdings weniger zufrieden: &#8220;Wir haben im letzten Jahr leider nur ungef&auml;hr 100 Handys gesammelt. Dabei hat ja fast jeder ein altes Handy zu Hause liegen. Nur: Die meisten wissen nicht, dass es Recyclingm&ouml;glichkeiten gibt&#8221;, vermutet sie.</p>
<p>Dennoch nutzen verschiedene Organisationen Handyspenden, um Geld zu sammeln. Die Deutsche Umwelthilfe etwa bietet den Nutzern auf ihrer Seite die M&ouml;glichkeit, ihr Handy selbst online zu verkaufen und einen Teil des Erl&ouml;ses f&uuml;r Projekte der Umwelthilfe zu spenden. Dabei w&auml;hlt der Nutzer Marke, Modell und Zustand seines alten Handys und kann damit berechnen lassen, wie viel er f&uuml;r sein Altger&auml;t noch bekommen kann. Modelle, die sich nicht mehr verkaufen lassen, k&ouml;nnen kostenlos zum Recycling geschickt werden. Auch Recycling-Angebote ohne Spendenhintergrund gibt es im Internet. Die Mobilfunkanbieter sind sogar gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Ger&auml;te kostenlos zur&uuml;ck zu nehmen und umweltschonend zu entsorgen.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.handysfuerdieumwelt.de" target="_blank">Das Recycling-Angebot der Deutschen Umwelthilfe</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.apecampaign.org" target="_blank">Die EAZA-Kampagne</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.dortmund.de/zoo" target="_blank">Homepage des Dortmunder Zoos</a></p>
</div>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/vom-pulli-zum-putzlappen/" target="_blank">Vom Pulli zum Putzlappen?</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/studentenmuell-hochgerechnet/" target="_blank">Studentenm&uuml;ll hochgerechnet</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2012/muellberge-fuer-die-steckdose/" target="_blank">M&uuml;llberge f&uuml;r die Steckdose</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/31/01/2012/ist-das-kunst-oder-kann-das-weg/" target="_blank">Ist das Kunst oder kann das weg?</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/03/02/2012/sind-pet-flaschen-so-schlecht-wie-ihr-ruf/" target="_blank">Sind PET-Flaschen so schlecht wie ihr Ruf?</a><strong><br />
</strong></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Wissenswert: Aghet - V&#246;lkermord an den Armeniern</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/29/01/2012/wissenswert-aghet-voelkermord-an-den-armeniern/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/29/01/2012/wissenswert-aghet-voelkermord-an-den-armeniern/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 16:46:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philipp Ziser</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Essen]]></category>

		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[auf dem konto]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

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		<category><![CDATA[Armenien]]></category>

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		<category><![CDATA[Genozid]]></category>

		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>

		<category><![CDATA[Islam]]></category>

		<category><![CDATA[Leugnung]]></category>

		<category><![CDATA[Nationalismus]]></category>

		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

		<category><![CDATA[Völkermord]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pflichtlektuere.com/?p=85622</guid>
		<description><![CDATA["Aghet" (dt.: Katastrophe) bezeichnet den V&#246;lkermord an hunderttausenden Armeniern. Ein Gesetz in Frankreich sorgt f&#252;r Debatten dar&#252;ber.


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			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><strong></strong></p>
<div id="attachment_74616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg"><img class="size-full wp-image-74616" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg" alt="Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog" width="600" height="200" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog</p></div>
<p><strong>Die Leugnung des V&ouml;lkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich soll in Frankreich unter Strafe gestellt werden. Doch die Regierung der T&uuml;rkei leugnet diesen V&ouml;lkermord bis heute, obwohl er als wissenschaftlich erwiesen gilt. Wie kam es zur Vernichtung nahezu eines ganzen Volkes?</strong></p>
<p class="MsoNormal">Das Osmanische Reich war ein Vielv&ouml;lkerstaat, der wie viele andere dieser Staaten durch die Nationalismusbewegung im 19. Jahrhundert von innen auseinanderzufallen drohte. Grundlage des Osmanischen Rechtssystems war der Islam – es unterschied ausdr&uuml;cklich zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen. Dabei waren l&auml;ngst nicht alle Einwohner des Osmanischen Reichs Muslime: Ungef&auml;hr 40 Prozent der Einwohner Anatoliens, in etwa das Gebiet der heutigen T&uuml;rkei, waren Christen.</p>
<div id="attachment_85626" class="wp-caption alignright" style="width: 226px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/armeniansondeportationmarchklein.jpg"><img class="size-medium wp-image-85626" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/armeniansondeportationmarchklein-216x300.jpg" alt="Dieses Foto zeigt eine armenische Witwe mit ihren Kindern im Jahr 1899. Quelle: George Grantham Bain collection." width="216" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dieses Foto zeigt eine armenische Witwe mit ihren Kindern im Jahr 1899. Quelle: George Grantham Bain collection.</p></div>
<p class="MsoNormal">Diese Nicht-Muslime waren f&uuml;r die Muslime, die einen islamischen Nationalstaat anstrebten, nicht akzeptabel. Dass sie seit 1839 rechtlich gleichgestellt waren, machte die Sache f&uuml;r die Muslime damals nur noch unertr&auml;glicher.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Nationalismus plus Religion gleich Ideologie</strong></p>
<p class="MsoNormal">Der V&ouml;lkermord an den Armeniern war die Konsequenz des ideologischen Plans, eine homogene muslimisch-t&uuml;rkische Heimat zu schaffen – von Istanbul bis an die chinesische Mauer. Der Nationalismus als Gesellschaftsmodell und die Weltanschauung, dass Muslime die besseren Menschen seien - das verhinderte eine Integration in einen gemeinsamen t&uuml;rkischen Nationalstaat.</p>
<p class="MsoNormal">Haupts&auml;chlich in den Jahren 1915 und 1916, mitten in der Phase der Transformation vom Osmanischen Vielv&ouml;lkerstaat in einen t&uuml;rkischen Nationalstaat, wurden mehrere Hunderttausend Armenier durch Massaker und Todesm&auml;rsche get&ouml;tet. Sie wurden in ihren Hauptsiedlungsgebieten zusammen getrieben und dann entweder sofort ermordet, oder auf eine Wanderung durch das Gebirge geschickt. Ziel dieser M&auml;rsche war nicht die Umsiedlung der Armenier, sondern die Vernichtung des ganzen Volkes.</p>
<p class="MsoNormal">Sch&auml;tzungen &uuml;ber die Opferzahlen gehen weit auseinander, da auch die Angaben &uuml;ber die Anzahl der Christen im Osmanischen Reich nicht sicher sind. Die Opferzahlen reichen von 300.000 bis 1,5 Millionen.</p>
<p class="MsoNormal">Vladimir Iliescu, Geschichtsprofessor und Osteuropaexperte an der RWTH Aachen, rechnet mit ungef&auml;hr einer Million Opfern: „Man muss wissen, dass es bereits in den letzten Jahren des neunzehnten Jahrhunderts kleiner Progrome gab.“ Der Gro&szlig;teil der Get&ouml;teten sei aber w&auml;hrend des ersten Weltkriegs umgekommen. „Da die Armenier christlich-orthodox waren, bezichtigten die T&uuml;rken sie, die ebenfalls christliche Sowjetunion im Krieg zu unterst&uuml;tzen.“</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Das Thema ist l&auml;ngst nicht aufgearbeitet</strong></p>
<p class="MsoNormal">Bis heute ist das armenische Selbstverst&auml;ndnis stark durch dieses Vernichtungstrauma gepr&auml;gt.  „Sie empfinden sich als verfolgtes Volk“, erkl&auml;rt Professor Iliescu. F&uuml;r die Armenier verschlimmere sich das Trauma durch die Leugnung immer weiter. Dadurch setze sich die genozidale Politik fort und den Opfern werde ihre Geschichte genommen. Bis heute k&auml;mpfen die Armenier beharrlich um die Anerkennung des V&ouml;lkermords durch die T&uuml;rkei. Diese reagierte jedoch negativ auf das neue franz&ouml;sische Gesetz, das die Leugnung unter Strafe stellt und legte die Milit&auml;rbeziehungen mit Frankreich auf Eis.</p>
<p class="MsoNormal">In der T&uuml;rkei kann man n&auml;mlich sogar daf&uuml;r bestraft werden, die Vorg&auml;nge der Jahre 1915/16 als Genozid zu bezeichnen. „Viele T&uuml;rken sind sogar aufgrund von falscher Propaganda fest davon &uuml;berzeugt, dass die Armenier die T&uuml;rken verfolgt haben und nicht andersherum. Aber das ist falsch“, erl&auml;utert Iliescu.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">
<p style="color: white;"><strong>eldoradio: </strong><a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=3081&amp;sel=ressort&amp;selidx=17" target="_blank">Wo ist es verboten, was zu leugnen?</a></p>
<p style="color: white;"><strong>pflichtlekt&uuml;re:</strong> <a href="http://www.pflichtlektuere.com/20/01/2012/dns-changer/" target="_blank">Wissenswert - Sch&auml;dlicher Trojaner</a></p>
<p style="color: white;"><strong>pflichtlekt&uuml;re: </strong><a href="http://www.pflichtlektuere.com/13/01/2012/wissenswert-keime-im-fleisch/">Wissenswert - Keime im Fleisch</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Neurofeedback: Aktiviere dein Gehirn</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/22/01/2012/neurofeedback-aktiviere-dein-gehirn/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/22/01/2012/neurofeedback-aktiviere-dein-gehirn/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 16:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Borgboehmer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[ADHS]]></category>

		<category><![CDATA[Andreas Krombholz]]></category>

		<category><![CDATA[Beate Lehn]]></category>

		<category><![CDATA[Epilepsie]]></category>

		<category><![CDATA[Forschung]]></category>

		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>

		<category><![CDATA[Hirnströme]]></category>

		<category><![CDATA[Leistungsverbesserung]]></category>

		<category><![CDATA[Neurofeedback]]></category>

		<category><![CDATA[Neurofit Akademie]]></category>

		<category><![CDATA[Psychologe]]></category>

		<category><![CDATA[Selbstversuch]]></category>

		<category><![CDATA[Training]]></category>

		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Neurofeedback lernen Patienten ihr Gehirn bewusst zu lenken. Wie es funktioniert hat pflichtlekt&#252;re im Selbstversuch getestet.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Das kann jetzt ein bisschen brennen&#8221;, sagt Beate Lehn. &#8220;Manche Patienten sind da recht empfindlich&#8221;. Sie desinfiziert mit einem l&auml;nglichen Wattest&auml;bchen den Bereich direkt hinter meinen Ohren ─ es brennt tats&auml;chlich ein wenig ─ und dr&uuml;ckt dann eine Elektrode auf die Stelle.  Beate Lehn ist Psychologin und bereitet mich auf meine erste Neurofeedbacksitzung in ihrer Dortmunder Praxis vor. Beim Neurofeedback k&ouml;nnen Patienten die Aktivit&auml;t ihrer grauen Zellen kontrollieren: Und das habe ich dann mal ausprobiert. </strong></p>
<p>An insgesamt sieben Stellen meines Kopfes bringt Beate Lehn Elektroden an, die dann die Hirnstr&ouml;me in meinem Gehirn in Echtzeit auf einem Bildschirm anzeigen. Jede Regung in meinem Gesicht, das Bei&szlig;en auf die Backenz&auml;hne oder jedes Zwinkern mit den Augen l&auml;sst die Hirnstr&ouml;me ausschlagen. Deswegen sei es auch ganz wichtig beim Training ruhig zu sitzen und nur auf den Bildschirm vor einem zu gucken, weist mich Lehn ein.</p>
<div id="attachment_84277" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_1.jpg"><img class="size-medium wp-image-84277" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_1-300x225.jpg" alt="nf_1" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Hier sind die Elektroden  durch die wei&szlig;en Streifen an meinem Auge zu erkennen: Beim Anbringen wird besonders auf einen optimalen Halt geachtet, weil sonst die Ergebnisse verf&auml;lscht werden k&ouml;nnen. Foto: privat</p></div>
<p>Neurofeedback ist eine relativ neue Art der Verhaltenstherapie, die zunehmend popul&auml;rer wird. Geforscht wird dazu zwar schon seit knapp 30 Jahren, praxistauglich ist es erst seit knapp 15 Jahren. Die Hauptanwendungsbereiche sind vielf&auml;ltig: Zumeist werden damit Kinder und Jugendliche behandelt, die an Epilepsie oder ADHS erkrankt sind. Allerdings kann damit auch Patienten mit Ess- oder Schlafst&ouml;rungen geholfen werden. &#8220;Im Leistungssport wird das zunehmend integriert. So soll zum Beispiel die italienische Fu&szlig;ball-Nationalmannschaft damit arbeiten&#8221;, erz&auml;hlt Lehn. &#8220;Aber auch f&uuml;r K&uuml;nstler und Musiker kann das hilfreich sein, um wom&ouml;glich beim Vorspielen bessere Leistungen zu bringen und konzentrierter zu sein.&#8221; Hinzu kommen weitere besondere Eigenschaften dieser Therapie: Sie ist schmerzfrei, hat keine Nebenwirkungen und ihr Erfolg wurde bereits in zahlreichen Studien nachgewiesen.</p>
<div id="attachment_84279" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_5.jpg"><img class="size-medium wp-image-84279" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_5-300x225.jpg" alt="nf_5" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die verschiedenen Linien geben die Hirnstr&ouml;me in Echtzeit an. Der Ausschlag in der zweiten Linie von unten k&ouml;nnte zum Beispiel ein Augenzwinkern sein. Foto: privat</p></div>
<p>Zur&uuml;ck in der Praxis: Zun&auml;chst einmal suche ich mir auf dem Monitor einen Gegenstand aus, mit dem ich nachher die Aufgaben erledige, die mir das Programm dann stellt ─ ich w&auml;hle eine Feder. &#8220;Sie sehen nun die Feder auf Ihrem Bildschirm und bei jedem &Uuml;bungsdurchgang kommt diese dann von links ins Bild&#8221;, erkl&auml;rt Lehn langsam und genau. &#8220;Die Aufgabe ist es dann, dass das Gehirn entweder wach gemacht oder ruhig gemacht wird. Je nach Aufgabenstellung.&#8221;</p>
<p>Und diese Ver&auml;nderungen werden direkt durch die Feder angezeigt: Wenn ich das Gehirn wachmache, also aktiviere, geht die Feder nach oben. Entspanne ich mein Gehirn, sinkt die Feder zu Boden. Mit Hilfe der Gedanken sollen die Aufgaben dann gel&ouml;st werden. Wie ich die Aufgaben dann konkret l&ouml;se, muss ich ausprobieren ─ Hauptsache ich aktiviere oder entspanne das Gehirn auf Kommando. So soll ich dann lernen, mein Gehirn bewusst zu steuern. Das klingt doch ziemlich einfach, dachte ich mir und Beate Lehn startete das Training.</p>
<p><strong>Leichter gesagt, als getan</strong></p>
<p>Woran muss ich also denken, damit mein Gehirn aktiviert wird und woran, damit es sich entspannt? Ich versuchte es mal ganz simpel mit &#8220;Feder bleib oben, oben bleiben, oben, geschafft.&#8221; oder &#8220;Feder geh runter, unten bleiben, unten, unten.&#8221; Die ersten Aufgaben klappten ganz gut, dann wurde auf dem Bildschirm eine Sonne angezeigt, das sogenannte Feedback. Allerdings war der Erfolg wohl eher zuf&auml;llig, denn einige Aufgaben konnte ich so nicht l&ouml;sen. Und so wie ich probieren die Patienten auch verschiedene L&ouml;sungswege aus: Die einen denken an Rechenaufgaben, andere sagen sich in Gedanken ein Gedicht auf oder tr&auml;umen vom vergangenen Urlaub. Und jeder neue Gedanke beeinflusst das Training, wodurch man eine sofortige R&uuml;ckmeldung bekommt.</p>
<div id="attachment_84280" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_8.jpg"><img class="size-medium wp-image-84280" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_8-300x225.jpg" alt="nf_8" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Sonne steht f&uuml;r eine erfolgreiche Aufgabe. Die Patienten entwickeln dabei richtigen Ehrgeiz, um Sonnen zu ergattern. Foto: privat</p></div>
<p>&#8220;Welche Prozesse letztlich an den Nervenenden ablaufen, wissen wir nicht genau&#8221;, sagt Neurofeedback-Experte Andreas Krombholz. Krombholz betreibt die Therapie- und Trainingsakademie &#8220;Neurofit&#8221; in Krefeld, in der die Patienten lernen ihr Gehirn besser zu lenken. &#8220;Ich vergleiche das gerne mit dem Fahrradfahren. Da k&ouml;nnen wir auch nicht bewusst sagen, wie wir das Gleichgewicht halten&#8221;, so Krombholz. &#8220;Das Gehirn lernt es vielmehr w&auml;hrenddessen und genauso ist das beim Neurofeedback.&#8221; Dem Gehirn wird also die M&ouml;glichkeit gegeben, das Aktivieren und Entspannen selbst zu lernen.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Forschungsergebnisse:</strong></p>
<p style="color: white;">Die Wirksamkeit von Neurofeedback wurde bereits in zahlreichen Studien nachgewiesen. Unter anderem auch von der Universit&auml;t T&uuml;bingen, die Kinder im Alter von acht bis dreizehn Jahren mit insgesamt 30 Sitzungen in drei Bl&ouml;cken getestet haben. Es wurden Verbesserungen in deren Konzentration, Verhalten und Intelligenzquotienten festgestellt.</p>
<p style="color: white;">Zur Kontrolle wurden sechs Monate nach Abschluss der Behandlung weitere Untersuchungen durchgef&uuml;hrt und die positiven Ver&auml;nderungen best&auml;tigten sich. Die Therapie hatte also langfristige Wirkungen auf die Kinder.</p>
<p style="color: white;">&Auml;hnlich Studienergebnisse erzielten andere renommierte Institutionen wie die Uni Erlangen oder das Klinikum der Uni Frankfurt/Main.</p>
</div>
<p><strong><br />
Bewusste Konzentration<br />
</strong></p>
<p>In der Zwischenzeit hat sich Beate Lehn in ihr B&uuml;ro zur&uuml;ckgezogen, ich sitze nun allein vor dem Bildschirm und l&ouml;se meine Aufgaben. Nun denke ich an ganz hohe Zahlen oder daran, was ich am Wochenende mache. Und es funktioniert, ich bekomme immer h&auml;ufiger Sonnen ─ das Gehirn bewusst zu steuern funktioniert besser als gedacht. Allerdings merke ich auch, wie konzentriert man arbeiten muss. Deswegen geht eine Sitzung nie l&auml;nger als eine Stunde, sagt Lehn. So lange k&ouml;nne sich niemand ohne Pause konzentrieren und auch ich f&uuml;hle mich nach meinem nur 16-min&uuml;tigen Training leicht ersch&ouml;pft.</p>
<p>Bisher wird Neurofeedback noch nicht von den Krankenkassen bezahlt: Das liegt zum einen an gesundheitspolitischen Entscheidungen, also dem Beharren auf Medikamenten. Zum anderen, weil Neurofeedback relativ neu ist und viele &Auml;rzte sowie Krankenkassen diese Therapie noch skeptisch betrachten. &#8220;Wenn sich die Datenlage bald verbessert, es noch bessere Fallzahlen gibt, wird es irgendwann schwierig f&uuml;r die Krankenkassen&#8221;, sagt Lehn. &#8220;Warum sollte man dann eine langfristig wirksame, kosteng&uuml;nstigere Therapie nicht bezahlen?&#8221;</p>
<div id="attachment_84281" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_10.jpg"><img class="size-medium wp-image-84281" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_10-300x225.jpg" alt="nf_10" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Hier zu sehen: Die d&uuml;nne blaue Linie verl&auml;uft &uuml;ber der roten Linie. Je gr&ouml;&szlig;er der Abstand zwischen den Linien, umso besser wurden die Aufgaben gel&ouml;st. Foto: privat</p></div>
<p><strong>Interessante Ergebnisse</strong></p>
<p>Mit Beate Lehn sitze ich nun vor dem Bildschirm, wir sprechen &uuml;ber das Training und werten zusammen meine Ergebnisse aus. Es sind zwei Linien zu sehen, eine blaue f&uuml;r die Entspannung und eine rote f&uuml;r die Aktivierung. &#8220;Bei Ihnen sind die Kurven genau umgekehrt&#8221;, erkl&auml;rt Lehn. &#8220;Sie konnten das Gehirn besser entspannen als aktivieren.&#8221; Das k&ouml;nne beim n&auml;chsten Training aber schon anders sein, denn genauso wie bei k&ouml;rperlichen Leistungen hat das Gehirn eine Tagesform.</p>
<p>Um das Neurofeedback-Training auch auf lange Sicht zu festigen, sind regelm&auml;&szlig;ige Sitzungen n&ouml;tig. Bei Erwachsenen sind das ungef&auml;hr acht bis 15 Sitzungen, bei Kindern zumeist mehr. Allerdings h&auml;ngt das stark vom individuellen Lernfortschritt ab. Das Training in der Praxis reicht jedoch nicht.  &#8220;Der &Uuml;bertrag nach Hause ist sehr wichtig, weil die Situationen in der Praxis immer anders sind als daheim&#8221;, betont Krombholz. &#8220;Deswegen werden die Trainings auch mit Ablenkung gemacht, damit die Patienten lernen diese auszublenden. &#8221;</p>
<p><strong>Keine Wundertherapie</strong></p>
<div id="attachment_84341" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/lehn_kleiner.jpg"><img class="size-medium wp-image-84341" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/lehn_kleiner-300x199.jpg" alt="Beate Lehn studierte in Gie&szlig;en Psychologie, war zwischenzeitlich einige Jahre in den USA und bietet seit 2011 Neurofeedback in Ihrer Praxis an. Dabei konzentriert sie sich auf Kinder und Jugendliche. Foto: privat" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Beate Lehn studierte in Gie&szlig;en Psychologie, war zwischenzeitlich einige Jahre in den USA und bietet seit 2011 Neurofeedback in ihrer Praxis an. Dabei konzentriert sie sich auf Kinder und Jugendliche. Foto: privat</p></div>
<p>Dennoch, bemerkt Lehn am Ende der Sitzung, d&uuml;rfe man vom Neurofeedback in Zukunft keine Wunderdinge erwarten. Eine gute Alternative ist es gewiss, aber alles ist damit nicht zu heilen. &#8220;Viele Konzentrations- und Leistungsprobleme  h&auml;ngen mit dem ungesunden Lebensstil der Menschen zusammen. Darauf muss  einfach auch geachtet werden&#8221;, sagt die Psychologin. Und zur  Leistungsverbesserung des Gehirns sind noch andere Kompomenten wichtig:  Zum Beispiel ein rhythmisierter Alltag, guter Schlaf und nat&uuml;rlich wenig Stress.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://adhs-feedback.de/" target="_blank">Homepage von ADHS-Feedback</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.neurofit-akademie.de/" target="_blank">Homepage Neurofit Akademie</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.dgbfb.de/" target="_blank">Homepage der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Biofeedback (DGBfb)</a></p>
<p style="color: white;">eldoradio: <a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=3060&amp;sel=all" target="_blank">Radiobeitrag zum Thema Neurofeedback</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/06/12/2011/brain-painting/" target="_blank">Brain Painting</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Wissenswert: Sch&#228;dlicher Trojaner</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/20/01/2012/dns-changer/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/20/01/2012/dns-changer/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 18:53:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanna Metzen</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[BSI]]></category>

		<category><![CDATA[DNS Changer]]></category>

		<category><![CDATA[dns-ok]]></category>

		<category><![CDATA[dns-okay]]></category>

		<category><![CDATA[Malware]]></category>

		<category><![CDATA[Schadprogramm]]></category>

		<category><![CDATA[Trojaner]]></category>

		<category><![CDATA[Trojanisches Pferd]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pflichtlektuere.com/?p=84492</guid>
		<description><![CDATA[Der Trojaner "DNS Changer" kursiert im Internet. Weil Betroffenen ab M&#228;rz ein Komplettausfall des Internets droht, haben Bundesbeh&#246;rden sogar einen Internet-Schnelltest ins Leben gerufen.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_74616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-74616" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg" alt="Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: Corinna Dumat / pixelio.de" width="600" height="200" /><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: flickr.com/poniblog</p></div>
<p><strong>Der Trojaner „DNS Changer“ kursiert im Internet – dass solche Schadprogramme unterwegs sind, die heimlich auf fremde Computer zugreifen, ist keine Seltenheit. Nicht so oft passiert es aber, dass eine Bundesbeh&ouml;rde einen Selbsttest ins Leben ruft, der den Trojanerbefall anzeigt. Denn wer von DNS Changer betroffen ist, dem droht ab M&auml;rz ein Komplettausfall des Internets.</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p>In der letzten Woche haben eine Menge deutscher Internetnutzer auf dns-ok.de geklickt. Die Seite, durch die das Bundesamt f&uuml;r Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) alle manipulierten Rechner finden will, wurde allein in den ersten sechs Tagen mehr als 14 Millionen Mal aufgerufen. 38.600 Warnungen wurden bis dahin ausgestellt, die auf den Trojanerbefall hinweisen.</p>
<div id="attachment_84535" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-84535" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/dns-ok-300x180.jpg" alt="Gl&uuml;ck gehabt: Wenn der Selbsttest so aussieht, ist kein unerw&uuml;nschter Trojaner auf dem Rechner. Foto: Screenshot." width="300" height="180" /><p class="wp-caption-text">Gl&uuml;ck gehabt: Wenn der Selbsttest so aussieht, hat &quot;DNS Changer&quot; einen nicht erwischt. Foto: Screenshot.</p></div>
<p>„DNS Changer“ hei&szlig;t das Schadprogramm und klingt wie eine neue Methode, menschliches Erbgut zu manipulieren. Gemeint ist aber etwas ganz anderes: DNS steht f&uuml;r „Domain Name System“ und ist eine Art &Uuml;bersetzer im Internet. Zu jeder Webseite geh&ouml;rt eine IP-Adresse, die wie eine Telefonnummer funktioniert – gibt man zum Beispiel die IP „173.194.67.94“ in den Browser ein, landet man direkt bei Google. Diese ellenlange Zahlenkolonne kann sich aber keiner merken, im Gegensatz zur URL „www.google.de“. Und damit man auch dadurch zu Google gelangt, muss das DNS die URL in die IP-Adresse umwandeln.</p>
<p><strong>Trojaner manipuliert DNS</strong></p>
<div id="attachment_84531" class="wp-caption alignleft" style="width: 244px"><img class="size-medium wp-image-84531" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/thorsten-holz-234x300.jpg" alt="Thorsten Holz ist Professor f&uuml;r Systemsicherheit an der RUB und forscht &uuml;ber Trojaner und Co. Foto: privat" width="234" height="300" /><p class="wp-caption-text">Thorsten Holz forscht an der RUB &uuml;ber Trojaner und Co. Foto: privat</p></div>
<p>Und genau da greift der Trojaner ein. Thorsten Holz, Professor am Lehrstuhl f&uuml;r Systemsicherheit der Ruhr-Universit&auml;t Bochum, erkl&auml;rt: „Das DNS wird so manipuliert, dass man auf einen falschen Server umgeleitet wird. Es kann sein, dass man nicht mehr bei Google landet, sondern auf einer Seite, die nur so aussieht wie Google.“</p>
<p>Das hat Folgen, auch wenn der PC-Nutzer sie gar nicht merkt: Bei einem automatischen Anti-Virus-Update kann der Trojaner daf&uuml;r sorgen, dass auf eine falsche IP-Adresse weitergeleitet und das Update nicht heruntergeladen wird. Oder man gelangt auf Seiten, &uuml;ber die Viren und andere Schadprogramme installiert werden.</p>
<p>Genauso ist DNS Changer dazu in der Lage, die Werbung auf einer Seite zu ver&auml;ndern. Und das ist letztendlich gewinnbringend: Wird auf den Link geklickt, landen die Werbeeinnahmen beim Urheber des Trojaners.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Was ist eigentlich ein Trojaner?</strong></p>
<p style="color: white;">Der Begriff &#8220;Trojaner&#8221; kommt aus der griechischen Mythologie und bezeichnet heutzutage ein Computerprogramm, dass als etwas N&uuml;tzliches getarnt ist, in Wirklichkeit aber heimlich andere Dinge anstellt. Er kann zum Beispiel weitere Schadprogramme installieren, die Firewalls umgehen oder Daten wie Passw&ouml;rter und Bankverbindungen ausspionieren k&ouml;nnen.<br />
<span style="color: #3366ff;">.</span><br />
Im Gegensatz zu Computerviren verbreiten sich Trojaner nicht automatisch weiter, sondern m&uuml;ssen heruntergeladen werden. Das geschieht &uuml;brigens meist &uuml;ber das sogenannte „Social Engineering“: Per Spammail werden zum Beispiel Links verschickt, die scheinbar auf Youtube oder Facebook f&uuml;hren – in Wirklichkeit aber nur auf eine Seite, die genauso aussieht. Dort erscheint dann eine Meldung, dass ein Plug-In fehlt, um etwa ein Video zu sehen. Wer dann auf Download klickt, der hat schon den Trojaner auf dem Rechner.</p>
</div>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Seit Jahren haben Onlinekriminelle so eine Menge Geld gemacht, bis im November das FBI eingriff und die DNS-Server sicherstellte. Das Problem bei der Sache: H&auml;tte das FBI die Server einfach ausgeschaltet, w&auml;ren alle vom Trojaner infizierten Internetnutzer auf einen Schlag offline gewesen. Also wurden die manipulierten Server durch eigene ersetzt, die korrekt arbeiten.</p>
<p>Am 8. M&auml;rz aber soll alles endg&uuml;ltig abgeschaltet werden. Damit bis dahin jeder wei&szlig;, ob er vom Trojaner befallen ist, gibt es die Seite dns-ok.de – sie zeigt an, wer &uuml;ber den FBI-Server geleitet wird und infiziert ist.</p>
<div id="attachment_84519" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-84519" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/dns-okay-300x180.jpg" alt="Da hat sich jemand ein Scherz erlaubt: Wer auf dns-okay.de landet, begegnet bunten Einh&ouml;rnern. Foto: Screenshot." width="300" height="180" /><p class="wp-caption-text">Da hat sich jemand ein Scherz erlaubt: Wer auf dns-okay.de landet, begegnet bunten Einh&ouml;rnern. Foto: Screenshot.</p></div>
<p><strong>Selbsttest mit Schw&auml;chen</strong></p>
<p>Aber auch die Seite, die gemeinsam durch das BSI, die Deutsche Telekom und das Bundeskriminalamt bereitgestellt wird, birgt T&uuml;cken: Wer versehentlich „dns-okay.de“ eintippt, landet auf einer fast gleich aussehenden Seite, auf der nach ein paar Sekunden bunte Glitzer-Einh&ouml;rner erscheinen.</p>
<p>Dass der Name „dns-ok“ nicht sehr gl&uuml;cklich gew&auml;hlt ist, findet auch Thorsten Holz: „Statt einer Scherzseite mit Einh&ouml;rnern h&auml;tte dort jemand genauso gut ein weiteres Schadprogramm zum Download anbieten k&ouml;nnen, getarnt als Anti-Trojaner-Programm.“ - Und das w&auml;re wohl kaum im Interesse der Bundesbeh&ouml;rden.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.dns-ok.de" target="_blank">Die Trojaner-Testseite dns-ok</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="https://www.bsi.bund.de/ContentBSI/Presse/Pressemitteilungen/Presse2012/Hilfe-gegen-Schadsoftware_DNS-Changer_10012012.html" target="_blank">Weitere Infos vom BSI</a></p>
<p style="color: white;"><strong>Wissenswert:</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/13/01/2012/wissenswert-keime-im-fleisch/">Keime im Fleisch</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/23/12/2011/wissenswert-weihnachtsbraeuche/">Weihnachtsbr&auml;uche</a></p>
<p style="color: white;"> </p>
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<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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