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	<title>pflichtlektüre &#187; Thomas Borgboehmer</title>
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	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Wed, 23 May 2012 17:50:58 +0000</pubDate>
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		<title>TU-Student rudert Richtung Olympia</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 06:58:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Borgboehmer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[auf dem konto]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

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		<category><![CDATA[Olympia 2012]]></category>

		<category><![CDATA[Olympiaachter]]></category>

		<category><![CDATA[Richard Schmidt]]></category>

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		<category><![CDATA[TU Dortmund]]></category>

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		<description><![CDATA[Richard Schmidt studiert an der TU Dortmund. Ein typischer Student ist er nicht, er ist auch Leistungssportler. Sein Ziel: Olympia.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn andere Studenten feiern, b&uuml;ffeln oder die Semesterferien genie&szlig;en, muss Richard Schmidt oft trainieren. Zurzeit bestimmt der Trainingsplan sein Leben, denn er hat ein gro&szlig;es Ziel: Olympiateilnahme in London. Schmidt ist Student und Leistungssportler: 1,91 m gro&szlig;, 91 kg schwer, breites Kreuz, dicke Arme - ein Modellathlet. Der 24-J&auml;hrige studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Dortmund und ist auf dem besten Weg als Teil des Deutschen Ruderachters bei Olympia 2012 in London zu starten. </strong></p>
<div id="attachment_91734" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/lernen.jpg"><img class="size-medium wp-image-91734" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/lernen-300x199.jpg" alt="Zwischen den Trainingseinheiten besch&auml;ftigt sich Richard h&auml;ufig mit dem Lernen f&uuml;r Klausuren ab. F&uuml;r ihn eine gute Ablenkung vom teils monotonen Training. Foto:Thomas Borgb&ouml;hmer." width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Zwischen den Trainingseinheiten besch&auml;ftigt sich Richard h&auml;ufig mit dem Lernen f&uuml;r Klausuren ab. F&uuml;r ihn eine gute Ablenkung vom teils monotonen Training. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer.</p></div>
<p>In der Turnhalle des Dortmunder Ruderleistungszentrums im Stadtteil H&ouml;rde sitzen zehn M&auml;nner und Frauen an ihren Ruderergometern und trainieren. Die einzigen Ger&auml;usche kommen von der Musikanlage, die an einer der W&auml;nde aufgestellt wurde und dem regelm&auml;&szlig;igen Rauschen der Ruderergometer. Ansonsten konzentrieren sich die Sportler auf ihr Training. Auch Richard Schmidt wiederholt die monotone Bewegung wieder und wieder, f&uuml;r Uni-Gedanken bleibt hier keine Zeit. Um sein gro&szlig;es Ziel Olympiagold zu erreichen, muss das Studium zurzeit zur&uuml;ckstecken. &#8220;Ich habe es zwar versucht in Regelstudienzeit zu schaffen, aber ich werde aufgrund von Olympia zwei Semester dr&uuml;ber bleiben&#8221;, sagt Richard. Um Leistungssport und Studium vereinbaren zu k&ouml;nnen, ist ein straffer, gut organisierter Tagesablauf enorm wichtig. Da f&auml;ngt der Tag mit der ersten Trainingseinheit an, Richard f&auml;hrt dann zur Uni, besucht seine Vorlesungen, zwischendurch eventuell eine weitere Trainingseinheit und zum Abschluss des Tages noch eine. Stress pur eigentlich, aber gerade deswegen muss man flei&szlig;ig und ehrgeizig sein.</p>
<p>&#8220;Was auch sehr wichtig ist, sind Kommilitonen. Also ich habe coole Kommilitonen, die meine Freunde geworden sind und mich unterst&uuml;tzen&#8221;, erkl&auml;rt Richard. &#8220;Die helfen mir, geben mir Ratschl&auml;ge und Unterlagen. Das macht es viel einfacher.&#8221; Freunde waren es auch, die ihn erst zum Rudern gebracht haben. Als Richard acht Jahre war, nahmen ihn seine Freunde mit zu einem Rudertreff. Nebenbei spielte er noch Handball, als die ersten Erfolge im Rudern kamen, entschied er sich gegen Handball - und f&uuml;r das Rudern. Seitdem geht es stetig bergauf: Junioren-WM, U23-WM und mittlerweile zweifacher Weltmeister.</p>
<p><strong>Kein typischer Student</strong></p>
<p>Besonders in der momentan Olympiavorbereitung kann von einem normalen Studentenleben nicht gesprochen werden. &#8220;Bei mir ist ja alles durchstrukturiert, die Zeit ist komplett verplant&#8221;, sagt der geb&uuml;rtige Trierer, wirkt  dabei aber nicht traurig, f&uuml;gt dann aber noch hinzu: &#8220;Ich kann mich  nat&uuml;rlich noch mit meinen Freunden zum Fu&szlig;ballgucken treffen und ich mach  nat&uuml;rlich viel mit meiner Freundin.&#8221; Alles eine Frage der  Zeiteinteilung - denn auch lernen muss er regelm&auml;&szlig;ig. Das macht  Richard zumeist zwischen den Trainingseinheiten. F&uuml;r viele w&auml;re das der  Alptraum, nach einem hartem Training auch noch zu lernen, f&uuml;r Richard ist das  sogar eine Art Entspannung.</p>
<div id="attachment_91735" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/training.jpg"><img class="size-medium wp-image-91735" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/training-300x199.jpg" alt="Das Ruderergometer ist das wichtigste Ger&auml;t im Winter. Dort werden hunderte Trainingskilometer gefahren, um sich f&uuml;r den Sommer vorzubereiten. Foto:Thomas Borgb&ouml;hmer." width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Das Ruderergometer ist das wichtigste Ger&auml;t im Winter. Dort werden hunderte Trainingskilometer gefahren, um sich f&uuml;r den Sommer vorzubereiten. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer.</p></div>
<p>&#8220;Die einen gehen nach dem Lernen laufen oder schauen Fernsehen. Ich lerne stattdessen und das ist eine gute Abwechslung&#8221;, so Richard. &#8220;Das ist wichtig f&uuml;r mich mal was anderes zu machen als zu trainieren.&#8221; Vor allem da das Training insbesondere im Winter monoton und &ouml;de sein kann. Es besteht haupts&auml;chlich aus Fahrradergo, Ruderergometer, Aerobic und Krafttraining. Eines der Highlights des Trainings ist das w&ouml;chentliche Fu&szlig;ballspielen, darauf freuen sich alle. &#8220;Allerdings spielen wir nur ein Mal in der Woche, das ist schade&#8221;, sagt der 24-J&auml;hrige.</p>
<p><strong>Hartes Programm bis London</strong></p>
<p>Zurzeit befinden sich die Ruderer in der unmittelbaren Olympiavorbereitung und endlich wieder auf dem Wasser. Eine goldene Ruderregel sagt zwar, dass die Medaillen im Winter gemacht werden, weil der Wettkampfsommer sehr kurz ist und Trainingsr&uuml;ckst&auml;nde nicht mehr aufgeholt werden k&ouml;nnen. Aber so richtig Spa&szlig; macht Rudern doch erst auf dem Wasser. &#8220;Im Winter ist das Ruderergometer unser Trainingsger&auml;t. Das kann schon mal &auml;tzend sein&#8221;, gibt Richard zu. &#8220;Das ist zum Teil langweilig und vor allem sehr anstrengend.&#8221; Und wenn es mal mit der Motivation nicht klappt, versuchen die Mannschaftskollegen einen aufzubauen. Schlie&szlig;lich haben alle ein gemeinsames Ziel: Olympiagold.</p>
<div id="attachment_91732" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/sevilla_richard.jpg"><img class="size-medium wp-image-91732" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/sevilla_richard-300x201.jpg" alt="Hier sitzt Richard im sogenannten Skiff beim Trainingslager in Sevilla. Auch dort ist es morgens noch ziemlich frisch. Foto: Carsten Oberhagemann." width="300" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Hier sitzt Richard im sogenannten Skiff beim Trainingslager in Sevilla. Auch dort ist es morgens noch ziemlich frisch. Foto: Carsten Oberhagemann.</p></div>
<p>Zuletzt war man f&uuml;r ein Trainingslager in Sevilla, ab Anfang Mai geht die Wettkampfphase los und als Saisonh&ouml;hepunkt Anfang August die olympischen Spiele. Vor allem deswegen muss Richard die Uni derzeit schleifen lassen, hat aber bereits konkrete Ziele f&uuml;r die Zeit nach Olympia. &#8220;Wenn London vorbei ist, machen wir erst mal Urlaub&#8221;, erz&auml;hlt er und f&uuml;gt lachend hinzu: &#8220;Und nat&uuml;rlich Party. Darauf freuen sich auch alle riesig.&#8221; Klingt schon eher nach einem richtigen Studentenleben. Denn vor allem Partys sind momentan tabu.</p>
<p>Allerdings hat der k&uuml;nftige Wirtschaftsingenieur auch langfristige Ziele. &#8220;Also nach dem Sommer muss ich noch ein Praktikum machen und weitere sechs Klausuren schreiben&#8221;, sagt Richard. Danach will er seine Bachelorarbeit schreiben, die er im Januar, Februar 2013 abgeben will. Und kurz darauf soll es auch schon mit dem Master weitergehen.</p>
<p><strong>Erste H&uuml;rde genommen</strong></p>
<p>Die erste sportliche H&uuml;rde auf dem Weg nach Olympia hat Richard am vergangenen Wochende erfolgreich genommen. Bei den nationalen Ausscheidungsk&auml;mpfen in K&ouml;ln hat er mit seinem Partner Kristof Wilke den zweiten Platz belegt. Damit hat er nun beste Chancen f&uuml;r den Olympiaachter nominiert zu werden. Die endg&uuml;ltige Besetzung f&uuml;r den deutschen Ruderachter bei Olympia wird  dann am kommenden Donnerstag im Ruderleistungszentrum bekannt gegeben.</p>
<div id="attachment_91733" class="wp-caption aligncenter" style="width: 796px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/wasser.jpg"><img class="size-full wp-image-91733" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/04/wasser.jpg" alt="Blauer Himmel, Sonnenschein und sch&ouml;ne 20 Grad: Da macht selbst das harte Training auf dem Wasser richtig Spa&szlig;. Foto: Carsten Oberhagemann." width="786" height="326" /></a><p class="wp-caption-text">Blauer Himmel, Sonnenschein und sch&ouml;ne 20 Grad: Da macht selbst das harte Training auf dem Wasser richtig Spa&szlig;. Foto: Carsten Oberhagemann.</p></div>
<p><strong><br />
</strong></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">web:<a href="http://www.deutschlandachter.de/index.php" target="_blank"> Homepage des Ruderachters</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://blogs.think-ing.de/olympia/die-studenten/richard-schmidt/" target="_blank">Blog &uuml;ber Richard Schmidt</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://vimeopro.com/user7150089/unser-weg-nach-london" target="_blank">Videoblog &#8220;Unser Weg nach London&#8221;</a></p>
<p style="color: white;">Eldoradio*: <a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=3156&amp;sel=all" target="_blank">Portr&auml;t &uuml;ber Richard Schmidt</a></p>
</div>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pflichtlektuere.com/18/04/2012/tu-student-rudert-richtung-olympia/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Buchtipp: Gentlemen ─ wir leben am Abgrund</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/15/03/2012/buchtipp-gentlemen-wir-leben-am-abgrund/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/15/03/2012/buchtipp-gentlemen-wir-leben-am-abgrund/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 06:13:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Borgboehmer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[mitten im leben]]></category>

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		<category><![CDATA[Basketball]]></category>

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		<category><![CDATA[Luka Pavicevic]]></category>

		<category><![CDATA[Muli Katzurin]]></category>

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		<category><![CDATA[Thomas Pletzinger]]></category>

		<category><![CDATA[Verlag]]></category>

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		<description><![CDATA[Kabine, Halle und Hotelzimmer. F&#252;r Basketballprofis ist das Alltag. Autor Thomas Pletzinger hat das Team von Alba Berlin lange begleitet ─ und dabei zum Teil seine Beobachterrolle vergessen. 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Gentlemen-wir leben am Abgrund&#8221; erz&auml;hlt die Saison 2010/2011 der Profibasketballer von Alba Berlin. Aber statt der gew&ouml;hnlichen Ergebnisberichterstattung, berichtet der Autor Thomas Pletzinger mitten aus dem Team. Er beleuchtet die Hintergr&uuml;nde des Vereins, der Spieler und letztendlich der Saison. Einer Saison, die f&uuml;r Alba Berlin extrem turbulent verlief, einen Trainerwechsel und zahlreiche Krisen beinhaltete und trotzdem relativ erfolgreich war. Schlie&szlig;lich wurde die Mannschaft immerhin Deutscher Vizemeister. Pletzinger war knapp ein Jahr lang Teil des Teams und wurde dabei aus einem n&uuml;chternen Beobachter zum leidenschaftlichen Fan.</strong></p>
<p>&#8220;Meine Jugend habe ich in Turnhallen verbracht, ich erinnere mich an jede einzelne, die Umkleidekabinen, Waldl&auml;ufe, Kraftr&auml;ume,&#8221;, erz&auml;hlt Pletzinger. &#8220;Ich erinnere mich an die Busverbindungen dorthin.&#8221; Denn Pletzinger war selbst ein &auml;u&szlig;erst ambitionierter Basketballspieler in der Jugend. Doch w&auml;hrend seine Mannschaftskollegen Bundesligaspieler wurden, manche es sogar ins Nationalteam schafften, musste er eines einsehen: Basketballprofi wird er nicht.</p>
<div id="attachment_87560" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/pletzinger-1.jpg"><img class="size-medium wp-image-87560" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/pletzinger-1-300x200.jpg" alt="Thomas Pletzinger, 1975 geboren, lebt und arbeitet mittlerweile in Berlin. Zudem ist er Gastprofessor an der Hochschule f&uuml;r bildende K&uuml;nste in Hamburg. Foto: Juliane Henrich" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Thomas Pletzinger, 1975 geboren, lebt und arbeitet mittlerweile in Berlin. Zudem ist er Gastprofessor an der Hochschule f&uuml;r bildende K&uuml;nste in Hamburg. Foto: Juliane Henrich</p></div>
<p>Stattdessen wird der geb&uuml;rtige Hagener Autor und &Uuml;bersetzer. Er erf&uuml;llt sich seinen Traum, Teil eines Basketballteams zu sein, jedoch &uuml;ber den zweiten Berufsweg, indem er dar&uuml;ber schreibt. Dabei nimmt er zu Beginn noch strikt die Rolle des Beobachters ein, was vor allem am damaligen Trainer Albas, Luka Pavicevic liegt. Der n&auml;mlich genehmigt ihm zwar &uuml;ber seine Mannschaft und die Saison zu berichten, aber unter strengen Auflagen. Pletzinger soll bei den Trainern sitzen, den Rhythmus des Teams nicht st&ouml;ren, die Spieler am Spieltag nicht interviewen und &uuml;berhaupt alle Regeln ausnahmslos befolgen.</p>
<p><strong>Ein Team, viele Geschichten</strong></p>
<p>Und so war Pletzinger die folgenden zehn Monate dabei. Mit der Mannschaft im Trainingslager in den slowenischen Alpen, an den Gep&auml;ckb&auml;ndern in Moskau, in Cafés in Sevilla, in den zahlreichen Umkleidekabinen und vor allem auf den unz&auml;hligen Busfahrten. Dabei schafft es der Autor abseits der oftmals &ouml;den Ergebnisberichterstattung aus der Presse, die kleinen Geschichten hinter dem Sport zu erz&auml;hlen, die teils skurrilen Rituale der Profis oder die Marotten der Trainer.</p>
<p>So zum Beispiel die Marotte des Alba-Trainers Pavicevic sich &uuml;ber Basketball und die Welt auszulassen. Aus einem dieser Monologe entspringt auch der Titel des Buches. Darin spricht der Coach &uuml;ber Charakterst&auml;rke, Entscheidungen und den Konsequenzen daraus. Irgendwann f&auml;llt folgender Satz, der f&uuml;r Pletzinger eine symbolische Bedeutung bekommt: &#8220;Gentlemen, we&#8217;re living on the edge.&#8221;</p>
<p>Aber auch die Einzelschicksale der Sportler werden beleuchtet. &#8220;Bryce war ein Mischwesen. Er war Basketballprofi und gleichzeitig das Gegenteil eines Basketballprofis&#8221;, beschreibt Pletzinger den Spieler Bryce Taylor. &#8220;Er stammte aus der Autostadt Los Angeles, aber in Berlin fuhr er mit Bussen und Bahnen. Bryce war Sohn eines Basketballprofis, aber war bei seiner Mutter aufgewachsen.&#8221; Neben den gelungenen Portr&auml;ts von Spielern und Trainern bekommt der Leser ebenso die Minuten kurz vor Spielbeginn, die Stimmung in den Pausen und alles nach Spielschluss mit.</p>
<p><strong>Basketball so nah wie selten<br />
</strong></p>
<div id="attachment_87559" class="wp-caption alignleft" style="width: 233px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/9783462043693_5.jpg"><img class="size-medium wp-image-87559" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/9783462043693_5-223x300.jpg" alt="F&uuml;r das Cover hat sich der Verlag Kiepenheuer &amp; Witsch etwas Spezielles einfallen lassen: Die Oberfl&auml;che des Covers f&uuml;hlt sich wie ein echter Basketball an. Foto: Kiepenheuer&amp;Witsch" width="223" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">F&uuml;r das Cover hat sich der Verlag Kiepenheuer &amp; Witsch etwas Spezielles einfallen lassen: Die Oberfl&auml;che des Covers f&uuml;hlt sich wie ein echter Basketball an. Foto:Kiepenheuer&amp;Witsch</p></div>
<p>Aufgelockert werden die teils sehr mit Fachw&ouml;rtern gespickten Abschnitte durch Bilder von den verschiedenen Stationen, aber auch von Fans oder dem Hausmeister der Alba-Sporthalle. Und wenn Pletzinger &uuml;ber die Entwicklung des deutschen Basketballs philosophiert oder eine detaillierte Beschreibung des Sprungwurfs seines Lieblingsspielers gibt, wird eines deutlich: Der Leser muss gro&szlig;es Interesse f&uuml;r Basketball oder allgemein f&uuml;r Sport haben. Obwohl das Buch sprachlich gut und unterhaltsam geschrieben ist, w&uuml;rden Sportmuffel nach kurzer Zeit wohl die Lust verlieren.</p>
<p>Alle anderen, die weiterlesen, erleben dagegen wie nah Pletzinger dem Team kommt. Das liegt zum einen daran, dass Anfang des Jahres 2011 der Trainer Pavicevic entlassen und durch den Israeli Muli Katzurin ersetzt wird, der nicht mehr so strenge Auflagen hat. Zum anderen ist Pletzinger mittlerweile Teil des Teams geworden. Die Spieler haben ihn akzeptiert, er sitzt stets in der Umkleidekabine und bei den Spielen direkt hinter der Spielerbank.</p>
<p><strong>Das &#8220;Wir&#8221;-Gef&uuml;hl<br />
</strong></p>
<p>Und genau in dieser extremen N&auml;he, diesem Verlust der Distanz liegt der schmale Grat dieser Reportage. Denn einerseits konnte Pletzinger nur durch diese N&auml;he die H&ouml;hen und Tiefen der Saison, sowie die ganzen Anekdoten einfangen. Andererseits merkt der Leser wie aus dem &#8220;Die Mannschaft von Alba Berlin&#8221; ein &#8220;Wir&#8221; wird und der n&uuml;chterne Beobachter sich irgendwann mit dem Verein identifiziert. Das Motto des Buches k&ouml;nnte demnach auch &#8220;Mittendrin statt nur dabei&#8221; lauten.</p>
<p>Doch dessen ist sich der Autor bewusst: &#8220;Aggressive Grundstimmung &amp; Kleing&auml;rtnerhass, notiere ich, und bemerke dabei meine eigene Aufregung, meine eigene vollkommene Parteilichkeit&#8221;, analysiert Pletzinger eine Szene w&auml;hrend eines Ausw&auml;rtsspiels. &#8220;Ich bin nicht neutral, ich bin es nie gewesen.&#8221; Doch vielleicht macht gerade diese extreme N&auml;he den Charme und die Qualit&auml;t dieser Reportage aus. Pletzingers Ausflug in den Profibasketball endet &uuml;brigens genau so, wie er begonnen hat, mit einer Busfahrt.</p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Buch:</strong></p>
<p style="color: white;">Bereits erschienen im Kiepenheuer &amp; Witsch Verlag, K&ouml;ln</p>
<p style="color: white;">Preis: 14,99 €</p>
<p style="color: white;">Seiten: 256</p>
<p style="color: white;">ISBN: 978-3-462-04369-3</p>
<p><strong><span style="color: #ffffff;">Mehr zum Thema:</span></strong></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://thomaspletzinger.com/" target="_blank">Homepage des Autors</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.zeit.de/video/2012-01/1364313490001" target="_blank">Thomas Pletzinger liest aus seinem Buch (ZeitOnline)</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/20/02/2012/lesen-im-kollektiv/" target="_blank">Social Reading</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/28/02/2012/bruecken-zwischen-kunst-und-wissenschaft/" target="_blank">Br&uuml;cke zwischen Kunst und Wissenschaft</a></p>
<p><strong></strong><strong></strong></div>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pflichtlektuere.com/15/03/2012/buchtipp-gentlemen-wir-leben-am-abgrund/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Lesen im Kollektiv</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/20/02/2012/lesen-im-kollektiv/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/20/02/2012/lesen-im-kollektiv/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 17:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Borgboehmer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[auf dem konto]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

		<category><![CDATA[E-Books]]></category>

		<category><![CDATA[Facebook]]></category>

		<category><![CDATA[Hoffmann und Campe Verlag]]></category>

		<category><![CDATA[iPad]]></category>

		<category><![CDATA[Kiepenheuer & Witsch]]></category>

		<category><![CDATA[Marco Verhülsdonk]]></category>

		<category><![CDATA[Markus Klose]]></category>

		<category><![CDATA[Readmill]]></category>

		<category><![CDATA[Social Reading]]></category>

		<category><![CDATA[Verlage]]></category>

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		<description><![CDATA[Lesen ist ja eine ziemliche einsame Sache. Wer allerdings einen E-Book-Reader hat, kann das schnell &#228;ndern. Denn beim Social Reading wird in der Gemeinschaft gelesen ─ die Verlage freuen sich. 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gerade zur k&auml;ltesten Jahreszeit ist es doch richtig sch&ouml;n in der warmen Wohnung zu sitzen und ein gutes Buch zu lesen. Das macht man in der Regel alleine, und mit jemandem &uuml;ber das Buch diskutieren geht zumeist schlecht, weil die Freunde entweder was anderes lesen oder es gleich sein lassen. Das k&ouml;nnte sich aber in der Zukunft grundlegend &auml;ndern, denn mit dem &#8220;Social Reading&#8221; wird nun auch das Lesen auf das Web 2.0 getrimmt. &Uuml;ber unterschiedliche Plattformen kommen so Leser aus der ganzen Welt zusammen, um in einem digitalen Leseclub &uuml;ber ihre Lieblingsb&uuml;cher zu diskutieren. F&uuml;r viele Leser und Verlage eine klassische Win-Win-Situation. </strong></p>
<p>Mittlerweile gibt es viele verschiedene Plattformen f&uuml;r das Social Reading. Zum Beispiel reading life, Copia oder auch Readmill. Readmill ist erst vergangenen Dezember gestartet und hat seitdem schon etwas mehr als 10.000 neue Nutzer gewinnen k&ouml;nnen. &#8220;Das ist in den USA allerdings noch deutlich weiter verbreitet&#8221;, erkl&auml;rt Marco Verh&uuml;lsdonk, Onlinechef des K&ouml;lner Verlages Kiepenheuer &amp; Witsch.</p>
<div id="attachment_87140" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/readmill2.jpg"><img class="size-medium wp-image-87140" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/readmill2-300x225.jpg" alt="Bei der Plattform Readmill liest man in der Gemeinschaft. Ein gro&szlig;er Nachteil: Es funktioiniert nur auf dem iPad. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer." width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Bei der Plattform Readmill liest man in der Gemeinschaft. Ein gro&szlig;er Nachteil: Es funktioniert bisher nur auf dem iPad. Foto: Thomas Borgb&ouml;hmer.</p></div>
<p>Das liegt haupts&auml;chlich daran, dass die Bekanntheit von E-Books in den USA schon deutlich h&ouml;her ist. Die &#8220;Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung&#8221; (GfK) hat in Zusammenarbeit mit Thalia eine E-Book-Statistik f&uuml;r Deutschland ver&ouml;ffentlicht: Demnach sollen die Verk&auml;ufe von den kleinen, digitalen B&uuml;chern von 830.000 in 2009 auf 7,03 Millionen in 2012 steigen.</p>
<p>&#8220;Das Potenzial ist in Deutschland vorhanden&#8221;, meint auch deswegen Verh&uuml;lsdonk. Und das wom&ouml;glich bei einer Zielgruppe ganz besonders. &#8220;Ich glaube, dass angesichts gewisser Affinit&auml;ten gerade eher j&uuml;ngere Leser sich f&uuml;r Social-Reading-Tools interessieren und das dann in ihre sozialen Netzwerke einspeisen. Aber prinzipiell kann Social Reading eine Sache f&uuml;r jedermann sein.&#8221;</p>
<p><strong>Aus alt mach&#8217; neu</strong></p>
<p>Denn das Prinzip von Social Reading ist einfach. Es funktioniert wie bei einem sozialen Netzwerk á la Facebook: Man meldet sich kostenlos an und schon geht es los. Bei den Social-Reading-Plattformen kauft der Leser seine B&uuml;cher und kommt so direkt in die Diskussion mit anderen Lesern. &#8220;Eigentlich kennt man Social Reading aus fr&uuml;heren Zeiten unter Leserunden oder Lesezirkeln&#8221;, sagt Verh&uuml;lsdonk. Doch nach und nach sind diese Leserunden so gut wie verschwunden und tauchen nun online wieder auf.</p>
<div id="attachment_87141" class="wp-caption alignleft" style="width: 242px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/e-book-reader.jpg"><img class="size-full wp-image-87141 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/e-book-reader.jpg" alt="Beim Social Reading k&ouml;nnte man auf dieser Seite zum Beispiel S&auml;tze markieren und sofort kommentieren. Foto:flickr.com/gillyberlin." width="232" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Beim Social Reading k&ouml;nnte man auf dieser Seite zum Beispiel S&auml;tze markieren und sofort kommentieren. Foto:flickr.com/gillyberlin.</p></div>
<p>Zun&auml;chst starteten Verlage verschiedene Online-Tageb&uuml;cher zu wirklich gro&szlig;en Bestseller-B&uuml;chern. Dort konnte man dann mit anderen Lesern bestimmte Textstellen diskutieren. Mit der neuen Generation von E-Book-Readern und Tablet-PCs versuchen die Entwickler nun, das soziale Lesen &uuml;berall m&ouml;glich zu machen. Damit k&ouml;nnen Leser schnell und gezielt in die Diskussion kommen. &#8220;Das Digitale hat die Vorteile, dass man sehr schnell Kommentare abgeben kann&#8221;, erkl&auml;rt Markus Klose. Er ist Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer f&uuml;r Marketing und Vertrieb beim Hoffmann und Campe Verlag. &#8220;Au&szlig;erdem kann der Leser Markierungen von Textstellen vornehmen und die direkt anderen zug&auml;nglich machen.&#8221; Ein weiterer Vorteil ist, dass der Leser durch die Ger&auml;te jederzeit und &uuml;berall Kommentare abgeben kann. Zus&auml;tzlich sieht der Leser bei seinen Freunden, was diese gerade lesen, wie schnell sie lesen und wie h&auml;ufig.</p>
<p><strong>Neues Marketing f&uuml;r Verlage</strong></p>
<p>Interessant k&ouml;nnte Social Reading besonders f&uuml;r die Verlage werden. Denn wie bei anderen sozialen Netzwerken, wird auch hier der Nutzer transparent  ─  vom gl&auml;sernen Leser wird h&auml;ufig gesprochen. Auf Plattformen wie &#8220;Readmill&#8221; werden die Lesegewohnheiten des Lesers offengelegt: Was liest er? Was gef&auml;llt ihm und was nicht? Und welche B&uuml;cher empfiehlt er anderen Nutzern?</p>
<p>Eine andere Funktion: Der Leser wird zum Meinungsmacher. &#8220;Wir haben einfach in der Vergangenheit als einzige Chance der Pressearbeit gehabt, dass die Kritiker der &uuml;bergro&szlig;en Tageszeitungen und Zeitschriften unsere B&uuml;cher vorgestellt haben&#8221;, erkl&auml;rt Klose. &#8220;Jetzt gibt es viele Menschen, die bereit sind ihre Meinung im Internet zu platzieren, also zu erz&auml;hlen, was ihre Eindr&uuml;cke waren.“</p>
<p>Oder die Verlage arbeiten direkt mit den Plattformen zusammen und so k&ouml;nnen diese individuell angepasste Werbungen f&uuml;r jeden Leser schalten. &#8220;So funktioniert es im Internet und beim Online-Marketing&#8221;, best&auml;tigt Verh&uuml;lsdonk. &#8220;Wenn man sich dort anmeldet, muss jeder damit rechnen, dass die eigenen Lesegewohnheiten bekannt werden.&#8221; Da sich jeder aber freiwillig anmeldet, muss sich der Leser darauf einstellen. Au&szlig;erdem wollen die Vielleser beispielsweise neue Buchtipps und Vorschl&auml;ge haben.</p>
<div id="attachment_87198" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/klose1.jpg"><img class="size-medium wp-image-87198" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/02/klose1-199x300.jpg" alt="Markus Klose ist Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer f&uuml;r Marketing und Vertrieb beim Hamburger Verlag Hoffmann und Campe. Gegr&uuml;ndet wurde der Verlag bereits 1781. Foto:privat." width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Markus Klose ist Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer f&uuml;r Marketing und Vertrieb beim Hamburger Verlag Hoffmann und Campe. Gegr&uuml;ndet wurde der Verlag bereits 1781. Foto:privat.</p></div>
<p><strong>Die Zukunft des Lesens? </strong></p>
<p>Es stellt sich hier nat&uuml;rlich die Frage, inwieweit sowas von den Leuten angenommen wird. Wer sich die Geschichte von Facebook ansieht, kann erahnen zu welcher Popularit&auml;t soziale Netzwerke kommen k&ouml;nnen ─ und auch Facebook hat klein angefangen. Ob der Trend Social Reading ein &auml;hnliches Ph&auml;nomen werden kann, ist momentan noch nicht einzusch&auml;tzen. &#8220;Ich wei&szlig; nicht, wie das Lesen in zehn, f&uuml;nfzehn Jahren aussieht&#8221;, sagt Klose. &#8220;Es gibt auch Menschen, die sich beim Lesen nicht austauschen wollen, die Lesen schon immer als Einzelbesch&auml;ftigung gesehen haben.&#8221;</p>
<p>Verh&uuml;lsdonk glaubt, dass sich das Social Reading noch verbreiten werde, allerdings k&ouml;nne es auch noch viele Neuerungen geben. &#8220;Das Social Reading wird auf jeden Fall ein starker Faktor sein&#8221;, betont er. &#8220;Es passt perfekt zum Empfehlungsbed&uuml;rfnis der Leute und Web 2.0 hei&szlig;t nichts anderes, als sich mit anderen auszutauschen und Empfehlungen abzugeben.&#8221;</p>
<p>Social Reading ist definitiv ein interessanter Trend: Vor allem f&uuml;r Leute, die h&auml;ufig den Drang haben mit anderen &uuml;ber B&uuml;cher zu sprechen, aber sonst niemanden finden. Wenn man ohnehin gegen das elektronische Lesen ist und lieber ein Taschenbuch in der Hand h&auml;lt, sollte man vom Social Reading lieber die Finger lassen.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://readmill.com/" target="_blank">Homepage readmill</a></p>
<p style="color: white;">web:<a href="http://www.youtube.com/watch?v=BuZ6DDwBuzg" target="_blank"> Readmill-Gr&uuml;nder Henrik Berggren erkl&auml;rt Social Reading<br />
</a>
</p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/13/10/2011/duell-sind-ereader-der-tod-fuers-analoge-buch/" target="_blank">Duell: Sind eReader der Tod f&uuml;rs analoge Buch?</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Neurofeedback: Aktiviere dein Gehirn</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/22/01/2012/neurofeedback-aktiviere-dein-gehirn/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/22/01/2012/neurofeedback-aktiviere-dein-gehirn/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 16:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Borgboehmer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[ADHS]]></category>

		<category><![CDATA[Andreas Krombholz]]></category>

		<category><![CDATA[Beate Lehn]]></category>

		<category><![CDATA[Epilepsie]]></category>

		<category><![CDATA[Forschung]]></category>

		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>

		<category><![CDATA[Hirnströme]]></category>

		<category><![CDATA[Leistungsverbesserung]]></category>

		<category><![CDATA[Neurofeedback]]></category>

		<category><![CDATA[Neurofit Akademie]]></category>

		<category><![CDATA[Psychologe]]></category>

		<category><![CDATA[Selbstversuch]]></category>

		<category><![CDATA[Training]]></category>

		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Neurofeedback lernen Patienten ihr Gehirn bewusst zu lenken. Wie es funktioniert hat pflichtlekt&#252;re im Selbstversuch getestet.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Das kann jetzt ein bisschen brennen&#8221;, sagt Beate Lehn. &#8220;Manche Patienten sind da recht empfindlich&#8221;. Sie desinfiziert mit einem l&auml;nglichen Wattest&auml;bchen den Bereich direkt hinter meinen Ohren ─ es brennt tats&auml;chlich ein wenig ─ und dr&uuml;ckt dann eine Elektrode auf die Stelle.  Beate Lehn ist Psychologin und bereitet mich auf meine erste Neurofeedbacksitzung in ihrer Dortmunder Praxis vor. Beim Neurofeedback k&ouml;nnen Patienten die Aktivit&auml;t ihrer grauen Zellen kontrollieren: Und das habe ich dann mal ausprobiert. </strong></p>
<p>An insgesamt sieben Stellen meines Kopfes bringt Beate Lehn Elektroden an, die dann die Hirnstr&ouml;me in meinem Gehirn in Echtzeit auf einem Bildschirm anzeigen. Jede Regung in meinem Gesicht, das Bei&szlig;en auf die Backenz&auml;hne oder jedes Zwinkern mit den Augen l&auml;sst die Hirnstr&ouml;me ausschlagen. Deswegen sei es auch ganz wichtig beim Training ruhig zu sitzen und nur auf den Bildschirm vor einem zu gucken, weist mich Lehn ein.</p>
<div id="attachment_84277" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_1.jpg"><img class="size-medium wp-image-84277" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_1-300x225.jpg" alt="nf_1" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Hier sind die Elektroden  durch die wei&szlig;en Streifen an meinem Auge zu erkennen: Beim Anbringen wird besonders auf einen optimalen Halt geachtet, weil sonst die Ergebnisse verf&auml;lscht werden k&ouml;nnen. Foto: privat</p></div>
<p>Neurofeedback ist eine relativ neue Art der Verhaltenstherapie, die zunehmend popul&auml;rer wird. Geforscht wird dazu zwar schon seit knapp 30 Jahren, praxistauglich ist es erst seit knapp 15 Jahren. Die Hauptanwendungsbereiche sind vielf&auml;ltig: Zumeist werden damit Kinder und Jugendliche behandelt, die an Epilepsie oder ADHS erkrankt sind. Allerdings kann damit auch Patienten mit Ess- oder Schlafst&ouml;rungen geholfen werden. &#8220;Im Leistungssport wird das zunehmend integriert. So soll zum Beispiel die italienische Fu&szlig;ball-Nationalmannschaft damit arbeiten&#8221;, erz&auml;hlt Lehn. &#8220;Aber auch f&uuml;r K&uuml;nstler und Musiker kann das hilfreich sein, um wom&ouml;glich beim Vorspielen bessere Leistungen zu bringen und konzentrierter zu sein.&#8221; Hinzu kommen weitere besondere Eigenschaften dieser Therapie: Sie ist schmerzfrei, hat keine Nebenwirkungen und ihr Erfolg wurde bereits in zahlreichen Studien nachgewiesen.</p>
<div id="attachment_84279" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_5.jpg"><img class="size-medium wp-image-84279" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_5-300x225.jpg" alt="nf_5" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die verschiedenen Linien geben die Hirnstr&ouml;me in Echtzeit an. Der Ausschlag in der zweiten Linie von unten k&ouml;nnte zum Beispiel ein Augenzwinkern sein. Foto: privat</p></div>
<p>Zur&uuml;ck in der Praxis: Zun&auml;chst einmal suche ich mir auf dem Monitor einen Gegenstand aus, mit dem ich nachher die Aufgaben erledige, die mir das Programm dann stellt ─ ich w&auml;hle eine Feder. &#8220;Sie sehen nun die Feder auf Ihrem Bildschirm und bei jedem &Uuml;bungsdurchgang kommt diese dann von links ins Bild&#8221;, erkl&auml;rt Lehn langsam und genau. &#8220;Die Aufgabe ist es dann, dass das Gehirn entweder wach gemacht oder ruhig gemacht wird. Je nach Aufgabenstellung.&#8221;</p>
<p>Und diese Ver&auml;nderungen werden direkt durch die Feder angezeigt: Wenn ich das Gehirn wachmache, also aktiviere, geht die Feder nach oben. Entspanne ich mein Gehirn, sinkt die Feder zu Boden. Mit Hilfe der Gedanken sollen die Aufgaben dann gel&ouml;st werden. Wie ich die Aufgaben dann konkret l&ouml;se, muss ich ausprobieren ─ Hauptsache ich aktiviere oder entspanne das Gehirn auf Kommando. So soll ich dann lernen, mein Gehirn bewusst zu steuern. Das klingt doch ziemlich einfach, dachte ich mir und Beate Lehn startete das Training.</p>
<p><strong>Leichter gesagt, als getan</strong></p>
<p>Woran muss ich also denken, damit mein Gehirn aktiviert wird und woran, damit es sich entspannt? Ich versuchte es mal ganz simpel mit &#8220;Feder bleib oben, oben bleiben, oben, geschafft.&#8221; oder &#8220;Feder geh runter, unten bleiben, unten, unten.&#8221; Die ersten Aufgaben klappten ganz gut, dann wurde auf dem Bildschirm eine Sonne angezeigt, das sogenannte Feedback. Allerdings war der Erfolg wohl eher zuf&auml;llig, denn einige Aufgaben konnte ich so nicht l&ouml;sen. Und so wie ich probieren die Patienten auch verschiedene L&ouml;sungswege aus: Die einen denken an Rechenaufgaben, andere sagen sich in Gedanken ein Gedicht auf oder tr&auml;umen vom vergangenen Urlaub. Und jeder neue Gedanke beeinflusst das Training, wodurch man eine sofortige R&uuml;ckmeldung bekommt.</p>
<div id="attachment_84280" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_8.jpg"><img class="size-medium wp-image-84280" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_8-300x225.jpg" alt="nf_8" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Sonne steht f&uuml;r eine erfolgreiche Aufgabe. Die Patienten entwickeln dabei richtigen Ehrgeiz, um Sonnen zu ergattern. Foto: privat</p></div>
<p>&#8220;Welche Prozesse letztlich an den Nervenenden ablaufen, wissen wir nicht genau&#8221;, sagt Neurofeedback-Experte Andreas Krombholz. Krombholz betreibt die Therapie- und Trainingsakademie &#8220;Neurofit&#8221; in Krefeld, in der die Patienten lernen ihr Gehirn besser zu lenken. &#8220;Ich vergleiche das gerne mit dem Fahrradfahren. Da k&ouml;nnen wir auch nicht bewusst sagen, wie wir das Gleichgewicht halten&#8221;, so Krombholz. &#8220;Das Gehirn lernt es vielmehr w&auml;hrenddessen und genauso ist das beim Neurofeedback.&#8221; Dem Gehirn wird also die M&ouml;glichkeit gegeben, das Aktivieren und Entspannen selbst zu lernen.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Forschungsergebnisse:</strong></p>
<p style="color: white;">Die Wirksamkeit von Neurofeedback wurde bereits in zahlreichen Studien nachgewiesen. Unter anderem auch von der Universit&auml;t T&uuml;bingen, die Kinder im Alter von acht bis dreizehn Jahren mit insgesamt 30 Sitzungen in drei Bl&ouml;cken getestet haben. Es wurden Verbesserungen in deren Konzentration, Verhalten und Intelligenzquotienten festgestellt.</p>
<p style="color: white;">Zur Kontrolle wurden sechs Monate nach Abschluss der Behandlung weitere Untersuchungen durchgef&uuml;hrt und die positiven Ver&auml;nderungen best&auml;tigten sich. Die Therapie hatte also langfristige Wirkungen auf die Kinder.</p>
<p style="color: white;">&Auml;hnlich Studienergebnisse erzielten andere renommierte Institutionen wie die Uni Erlangen oder das Klinikum der Uni Frankfurt/Main.</p>
</div>
<p><strong><br />
Bewusste Konzentration<br />
</strong></p>
<p>In der Zwischenzeit hat sich Beate Lehn in ihr B&uuml;ro zur&uuml;ckgezogen, ich sitze nun allein vor dem Bildschirm und l&ouml;se meine Aufgaben. Nun denke ich an ganz hohe Zahlen oder daran, was ich am Wochenende mache. Und es funktioniert, ich bekomme immer h&auml;ufiger Sonnen ─ das Gehirn bewusst zu steuern funktioniert besser als gedacht. Allerdings merke ich auch, wie konzentriert man arbeiten muss. Deswegen geht eine Sitzung nie l&auml;nger als eine Stunde, sagt Lehn. So lange k&ouml;nne sich niemand ohne Pause konzentrieren und auch ich f&uuml;hle mich nach meinem nur 16-min&uuml;tigen Training leicht ersch&ouml;pft.</p>
<p>Bisher wird Neurofeedback noch nicht von den Krankenkassen bezahlt: Das liegt zum einen an gesundheitspolitischen Entscheidungen, also dem Beharren auf Medikamenten. Zum anderen, weil Neurofeedback relativ neu ist und viele &Auml;rzte sowie Krankenkassen diese Therapie noch skeptisch betrachten. &#8220;Wenn sich die Datenlage bald verbessert, es noch bessere Fallzahlen gibt, wird es irgendwann schwierig f&uuml;r die Krankenkassen&#8221;, sagt Lehn. &#8220;Warum sollte man dann eine langfristig wirksame, kosteng&uuml;nstigere Therapie nicht bezahlen?&#8221;</p>
<div id="attachment_84281" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_10.jpg"><img class="size-medium wp-image-84281" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/nf_10-300x225.jpg" alt="nf_10" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Hier zu sehen: Die d&uuml;nne blaue Linie verl&auml;uft &uuml;ber der roten Linie. Je gr&ouml;&szlig;er der Abstand zwischen den Linien, umso besser wurden die Aufgaben gel&ouml;st. Foto: privat</p></div>
<p><strong>Interessante Ergebnisse</strong></p>
<p>Mit Beate Lehn sitze ich nun vor dem Bildschirm, wir sprechen &uuml;ber das Training und werten zusammen meine Ergebnisse aus. Es sind zwei Linien zu sehen, eine blaue f&uuml;r die Entspannung und eine rote f&uuml;r die Aktivierung. &#8220;Bei Ihnen sind die Kurven genau umgekehrt&#8221;, erkl&auml;rt Lehn. &#8220;Sie konnten das Gehirn besser entspannen als aktivieren.&#8221; Das k&ouml;nne beim n&auml;chsten Training aber schon anders sein, denn genauso wie bei k&ouml;rperlichen Leistungen hat das Gehirn eine Tagesform.</p>
<p>Um das Neurofeedback-Training auch auf lange Sicht zu festigen, sind regelm&auml;&szlig;ige Sitzungen n&ouml;tig. Bei Erwachsenen sind das ungef&auml;hr acht bis 15 Sitzungen, bei Kindern zumeist mehr. Allerdings h&auml;ngt das stark vom individuellen Lernfortschritt ab. Das Training in der Praxis reicht jedoch nicht.  &#8220;Der &Uuml;bertrag nach Hause ist sehr wichtig, weil die Situationen in der Praxis immer anders sind als daheim&#8221;, betont Krombholz. &#8220;Deswegen werden die Trainings auch mit Ablenkung gemacht, damit die Patienten lernen diese auszublenden. &#8221;</p>
<p><strong>Keine Wundertherapie</strong></p>
<div id="attachment_84341" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/lehn_kleiner.jpg"><img class="size-medium wp-image-84341" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/lehn_kleiner-300x199.jpg" alt="Beate Lehn studierte in Gie&szlig;en Psychologie, war zwischenzeitlich einige Jahre in den USA und bietet seit 2011 Neurofeedback in Ihrer Praxis an. Dabei konzentriert sie sich auf Kinder und Jugendliche. Foto: privat" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Beate Lehn studierte in Gie&szlig;en Psychologie, war zwischenzeitlich einige Jahre in den USA und bietet seit 2011 Neurofeedback in ihrer Praxis an. Dabei konzentriert sie sich auf Kinder und Jugendliche. Foto: privat</p></div>
<p>Dennoch, bemerkt Lehn am Ende der Sitzung, d&uuml;rfe man vom Neurofeedback in Zukunft keine Wunderdinge erwarten. Eine gute Alternative ist es gewiss, aber alles ist damit nicht zu heilen. &#8220;Viele Konzentrations- und Leistungsprobleme  h&auml;ngen mit dem ungesunden Lebensstil der Menschen zusammen. Darauf muss  einfach auch geachtet werden&#8221;, sagt die Psychologin. Und zur  Leistungsverbesserung des Gehirns sind noch andere Kompomenten wichtig:  Zum Beispiel ein rhythmisierter Alltag, guter Schlaf und nat&uuml;rlich wenig Stress.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://adhs-feedback.de/" target="_blank">Homepage von ADHS-Feedback</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.neurofit-akademie.de/" target="_blank">Homepage Neurofit Akademie</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.dgbfb.de/" target="_blank">Homepage der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Biofeedback (DGBfb)</a></p>
<p style="color: white;">eldoradio: <a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=3060&amp;sel=all" target="_blank">Radiobeitrag zum Thema Neurofeedback</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/06/12/2011/brain-painting/" target="_blank">Brain Painting</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Zwischen Wissenschaft und Glauben</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/02/01/2012/zwischen-wissenschaft-und-glauben/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/02/01/2012/zwischen-wissenschaft-und-glauben/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 11:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Borgboehmer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Themenwoche Glaube]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[Biologie]]></category>

		<category><![CDATA[Die Zeit]]></category>

		<category><![CDATA[Evolution]]></category>

		<category><![CDATA[Gott]]></category>

		<category><![CDATA[Isaac Newton]]></category>

		<category><![CDATA[Kirche]]></category>

		<category><![CDATA[Martin Luther King]]></category>

		<category><![CDATA[Natur]]></category>

		<category><![CDATA[Physiker]]></category>

		<category><![CDATA[Placebo-Effekt]]></category>

		<category><![CDATA[Redakteur]]></category>

		<category><![CDATA[Thomas Bernhard]]></category>

		<category><![CDATA[Ulrich Schnabel]]></category>

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		<description><![CDATA[Was passiert im Gehirn, wenn ein Mensch tiefreligi&#246;s ist? Was hat Glauben mit Fu&#223;ball zu tun? Die pflichtlekt&#252;re hat mit dem Glaubensexperten Ulrich Schnabel gesprochen. 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_82347" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/banner_glaube.jpg"><img class="size-full wp-image-82347" title="banner_glaube" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/banner_glaube.jpg" alt="Fotos/Montage: Marc Patzwald" width="600" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Fotos/Montage: Marc Patzwald</p></div>
<p><strong>Der Wissenschaftsredakteur Ulrich Schnabel</strong><strong> interessiert sich besonders f&uuml;r Glaubens- und Bewusstseinsforschung. Er ist unter anderem Autor von &#8220;Die Vermessung des Glaubens&#8221;, in dem er sich auf dem schmalen Grat zwischen Wissenschaft und Religion bewegt. Die pflichtlekt&uuml;re</strong> <strong>hat mit dem Physiker &uuml;ber die Gefahren des Glaubens gesprochen, woran er &uuml;berhaupt glaubt und</strong> <strong>&uuml;ber</strong> <strong>die vermeintliche Unvereinbarkeit von Religion und Wissenschaft</strong>.</p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<div id="attachment_81773" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/schnabel.jpg"><img class="size-medium wp-image-81773" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/schnabel-300x200.jpg" alt="Ulrich Schnabel ist Physiker und schreibt f&uuml;r die Wochenzeitung &quot;Die Zeit&quot;. Sein Themenfeld ist breit und reicht von der Astrophysik bis zur Geisteswissenschaft. Foto: Ulrich Schnabel " width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Ulrich Schnabel ist Physiker und schreibt f&uuml;r die Wochenzeitung &quot;Die Zeit&quot;. Sein Themenfeld ist breit und reicht von der Astrophysik bis zur Geisteswissenschaft. Foto: Ulrich Schnabel </p></div>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>Herr Schnabel, wie definieren Sie denn den einen Glauben oder einen Glauben? </strong></p>
<p><strong>Schnabel: </strong>Ich w&uuml;rde sagen: Glauben ist eine unumst&ouml;&szlig;liche &Uuml;berzeugung von etwas, das entweder nicht existiert oder dessen Existenz nicht beweisbar ist. Es gibt den religi&ouml;sen Glauben an Gott, Allah oder die Erleuchtung Buddhas. Also Dinge die naturwissenschaftlich nicht nachweisbar sind. Aber es gibt auch den Glauben an etwas wie die Existenz der gro&szlig;en Liebe oder auch daran, dass &#8220;St.Pauli der coolste Verein der Welt ist&#8221; ─ dass allein Geld gl&uuml;cklich macht. Auch das sind nicht-beweisbare &Uuml;berzeugungen, die zu so etwas wie einem Glaubensgeb&auml;ude werden k&ouml;nnen. Der Witz ist nat&uuml;rlich, dass wir andauernd mit irgendwelchen Glaubensvorstellungen durch die Welt laufen, die nicht beweisbar sind.</p>
<p><strong>Wenn wir schon bei Beweisen sind. Gibt es denn aktuelle Studien und Ergebnisse in der Glaubens-und Bewusstseinsforschung?</strong></p>
<p><strong>Schnabel: </strong>Es gibt seit 20 bis 30 Jahren einen Boom an Studien, die sich mit dem Thema Glauben besch&auml;ftigen und zwar aus allen m&ouml;glichen Disziplinen. Mediziner untersuchen, ob ein religi&ouml;ser Glauben bei der Bew&auml;ltigung von Krankheiten helfen kann; Evolutionsbiologen fragen sich, warum der religi&ouml;se Glauben aus evolutionsbiologischer Sicht nicht ausgestorben ist. Denn laut Darwin sollte jede F&auml;higkeit, die in einer Spezies weitergegeben wird, einen Nutzen haben – sonst w&auml;re sie im Laufe der nat&uuml;rlichen Selektion schon verschwunden.</p>
<p><strong>Bleiben wir mal bei der Religion. Welchen Nutzen hat die Religion? Gibt es Auswirkungen im Gehirn oder ist das Ganze nur ein Placebo-Effekt?</strong></p>
<p><strong>Schnabel: </strong>Das ist einer der interessantesten Aspekte: Gerade der Placebo-Effekt zeigt, dass starke geistige &Uuml;berzeugungen ganz konkrete biologischen Wirkungen haben k&ouml;nnen. Stellen Sie sich vor: Sie gehen zum Arzt wegen R&uuml;ckenschmerzen, der verschreibt ihnen eine Pille und sagt: &#8220;Ein wunderbares Medikament. Das hilft bestimmt.&#8221; Dann wird bereits diese Information Ihr Gehirn entsprechend beeinflussen. Dann bauen Sie eine Erwartungshaltung auf, entspannen sich, sch&uuml;tten entsprechende Botenstoffe im Gehirn aus, deren Informationen &uuml;ber die Nervenbahnen an den K&ouml;rper weitergeleitet werden und dort das Immunsystem beeinflussen. Und das ist kein Hokuspokus; diese Wirkung wurde in vielen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen.</p>
<div id="attachment_81775" class="wp-caption alignleft" style="width: 227px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/king.jpg"><img class="size-medium wp-image-81775" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/king-217x300.jpg" alt="Er z&auml;hlt in der Welt&ouml;ffentlichtkeit als einer der wichtigster K&auml;mpfer gegen Rassismus. Seine wohl ber&uuml;hmteste Rede beginnt mit dem legend&auml;ren Satz: &quot;I have a dream...&quot;. Foto: flickr.com/Mike Licht" width="217" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Er z&auml;hlt in der Welt&ouml;ffentlichtkeit als einer der wichtigsten K&auml;mpfer gegen Rassismus. Seine wohl ber&uuml;hmteste Rede endet mit dem legend&auml;ren Satz: &quot;I have a dream...&quot;. Foto: flickr.com/Mike Licht</p></div>
<p><strong>Und wenn Sie das jetzt auf den religi&ouml;sen Glauben &uuml;bertragen. Ist es da &auml;hnlich? </strong></p>
<p><strong>Schnabel: </strong>Ich denke schon. Denn was im Placeboeffekt wirkt, ist vor allem Ihre Erwartungshaltung. Und welche Erwartung k&ouml;nnte gr&ouml;&szlig;er sein als die religi&ouml;se? Mal angenommen, jemand ist von der Existenz einer liebevollen, positiven Macht &uuml;berzeugt – dann, wird das sein Verhalten beeinflussen und ver&auml;ndern. Und das ist f&uuml;r mich eigentlich die grundlegende Erkenntnis der Glaubensforschung: &Uuml;berzeugungen und Einstellungen haben eine direkte biologische und gesellschaftliche Auswirkung.</p>
<p><strong>In einem Ihrer B&uuml;chertitel hei&szlig;t es auch, dass der &#8220;Glauben Berge versetzen kann&#8221;. Das Unm&ouml;gliche wird f&uuml;r jedermann m&ouml;glich? </strong></p>
<p><strong>Schnabel: </strong>Nat&uuml;rlich nicht immer und auch nicht unbedingt f&uuml;r jedermann. Aber eine starke &Uuml;berzeugung kann uns tats&auml;chlich zu Dingen motivieren, die unm&ouml;glich erscheinen. Daf&uuml;r gibt es historisch immer wieder gute Beispiele: Martin Luther King zum Beispiel glaubte an die Gleichheit von schwarzen und wei&szlig;en Menschen in einer Zeit, in der das politisch noch &uuml;berhaupt nicht spruchreif war. Aber von dieser &Uuml;berzeugung beseelt, hat er eine Entwicklung angesto&szlig;en, die genau darauf hinaus lief, diese Gleichheit herzustellen. Und wenn &Uuml;berzeugungen in Gruppen auftreten, k&ouml;nnen dadurch gesellschaftliche Bewegungen ausgel&ouml;st werden, die Dinge m&ouml;glich machen, die zuvor unm&ouml;glich schienen.</p>
<p><strong>Das h&ouml;rt sich nun sehr positiv an. Aber es gibt ja gen&uuml;gend Beispiele in denen der Glauben oder die Religion ins Extreme ausarten. Wo liegt genau die Gefahr?</strong></p>
<p><strong>Schnabel: </strong>Jede Religion birgt das Risiko des Missbrauchs in sich. Das ist wie bei einem starken Medikament, das auch immer Nebenwirkungen hat. Und bei Religionen sind die Nebenwirkungen zum Beispiel die hierarchische Struktur, die Macht und der Selbstschutzmechanismus der entsprechenden religi&ouml;sen Organisationen. Das konnte man sehr gut bei den Missbrauchsf&auml;llen erkennen: Da ging es den Bisch&ouml;fen teilweise mehr darum, die eigene Kirche zu sch&uuml;tzen, als den Opfern und Betroffenen zu helfen. Religion hat immer viele Facetten: Es gibt den individuellen Glauben, das Streben nach Transzendenz und es gibt den Gruppenaspekt, die Organisation in Sekten und Kirchen und das Bem&uuml;hen, diese Organisationen zu sch&uuml;tzen. Die Frage, ob die „Religion an sich“ nun schlecht oder gut sei, ist daher pauschal nicht zu beantworten. Man kann sich nur bewusst machen, dass jeder Glaube Nebenwirkungen hat und versuchen, diese so gut wie m&ouml;glich im Blick zu behalten.</p>
<div id="attachment_81778" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/meditation.jpg"><img class="size-medium wp-image-81778" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/meditation-225x300.jpg" alt="Ulrich Schnabel meditiert selbst seit &uuml;ber 20 Jahren. F&uuml;r ihn ist es es eine Art sich selbst und seine Geist zu beobachten. Foto:flickr.com/ oddsock" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ulrich Schnabel meditiert selbst seit &uuml;ber 20 Jahren. F&uuml;r ihn ist es eine Art sich selbst und seinen Geist zu beobachten. Foto:flickr.com/ oddsock</p></div>
<p><strong>Nun sind Sie ja studierter Physiker, also eindeutig Wissenschaftler. Woran glauben Sie denn &uuml;berhaupt?</strong></p>
<p><strong>Schnabel: </strong>Es gibt einen sch&ouml;nen Satz des &ouml;sterreichischen Dramatikers Thomas Bernhard. Er sagte: &#8220;Ich bin sehr religi&ouml;s, aber ohne jeden Glauben.&#8221; Und das ist auch ein passendes Motto f&uuml;r mich. Mit konkreten Gottesvorstellungen habe ich enorme Probleme. Ein pers&ouml;nlicher an einen Gott etwa, der sich um mein eigenes Leben oder speziell das Wohlbefinden jener Leute k&uuml;mmert, die zu ihm beten – das ist f&uuml;r mich schlicht und einfach Aberglaube. Andererseits sehe ich die extreme Beschr&auml;nktheit der menschlichen Vernunft. Dass wir also niemals alles wissen k&ouml;nnen und immer nur in Abh&auml;ngigkeit von unserer Umwelt, der Natur und unseren Mitmenschen existieren. Wenn einem klar wird, dass man selbst nur ein kleines, unbedeutendes R&auml;dchen ist und niemals erfasst, wozu das gro&szlig;e Ganze da ist und sich aber zu diesem gro&szlig;en Ganzen zugeh&ouml;rig f&uuml;hlt – dann ist das durchaus eine transzendente Erfahrung, die ich auch in meiner Meditationspraxis erfahren habe. Aber diese Erfahrung ist f&uuml;r mich nicht an den Glauben an einen bestimmten Gott gebunden.</p>
<p><strong>Warum haben Sie mit diesen konkreten Gottesvorstellungen so gro&szlig;e Probleme? </strong></p>
<p><strong>Schnabel: </strong>Nehmen Sie zum Beispiel den Glauben daran, dass die Bibel im wortw&ouml;rtlichen Sinn recht habe. Davon sind die sogenannten Kreationisten &uuml;berzeugt. F&uuml;r sie ist die Erde gerade mal 6000 Jahre alt, der Mensch ist die Krone der Sch&ouml;pfung und so etwas wie Evolution gibt es nicht. Das ist aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht haltbar. F&uuml;r mich sind die biblischen Schilderungen eher Metaphern f&uuml;r die tiefenpsychologische Dimension des Menschen<strong>.</strong></p>
<p><strong>Eine der bekanntesten Geschichten der Bibel: Die Vertreibung aus dem Paradies. Was sagt uns diese Metapher?<br />
</strong></p>
<p><strong>Schnabel: </strong>Die Geschichte ist f&uuml;r mich eine wunderbare Metapher f&uuml;r die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins. Der Mensch entwickelt seinen Geist und erkennt dabei, dass er von anderen Menschen, von Gott und der Natur getrennt ist. Diese Erkenntnis hilft ihm einerseits, seine eigenen Interessen zu verfolgen und zugleich wird ihm auch die eigene Sterblichkeit bewusst. Die Erkenntnis vertreibt ihn so gesehen aus dem Paradies der Unschuld.<strong> </strong>Daher ist f&uuml;r mich die biblische Erz&auml;hlung eine sehr elegante und bildreiche Beschreibung, die die evolutionsbiologische Entwicklung, die sich &uuml;ber Jahrmillionen Jahre hinzog, auf einen dramaturgischen Moment verk&uuml;rzt. <strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Es gibt abseits der Religionen auch den Glauben an den Fu&szlig;ballverein zum Beispiel an Borussia Dortmund. Ist das auch ein tiefgreifender Glaube oder eher eine Leidenschaft?</strong></p>
<p><strong>Schnabel: </strong>Das kann durchaus religi&ouml;se Z&uuml;ge annehmen. Man bildet mit gleichgesinnten Glaubensbr&uuml;dern eine Gemeinschaft oder im christlichen Sprachgebrauch eine Gemeinde. Der Gedanke &#8220;WIR gegen die anderen&#8221; ist bei Fu&szlig;ballfans extrem ausgepr&auml;gt. Allerdings gibt es auch Unterschiede, da sich ja ein Gott der menschlichen Verf&uuml;gbarkeit entzieht ─ im Gegensatz zum Fu&szlig;ballverein, den man im Stadion besuchen und anfeuern kann, den man aber auch durch R&uuml;ckgabe seiner Dauerkarte „bestrafen“ kann.</p>
<div id="attachment_81808" class="wp-caption alignleft" style="width: 222px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/puzzle-gehirn.jpg"><img class="size-medium wp-image-81808 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/puzzle-gehirn-235x300.jpg" alt="So etwas wie ein Gottesmodul im Gehirn gibt es nicht. Gerade bei einer komplexen Sache wie dem Glauben, arbeitet das Gehirn wie ein Netzwerk. Foto:pixelio.de/Gerd Altmann" width="212" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">So etwas wie ein Gottesmodul im Gehirn gibt es nicht. Gerade bei einer komplexen Sache wie dem Glauben, arbeitet das Gehirn wie ein Netzwerk. Foto:pixelio.de/Gerd Altmann</p></div>
<p><strong>Oft wird das ja so gesehen: Religion auf der einen und Wissenschaft auf der anderen Seite ─ also als Kontrahenten. Kann man die beiden auch zusammen bringen? </strong></p>
<p><strong>Schnabel: </strong>F&uuml;r mich sind beide Dinge durchaus kompatibel und man muss sie nicht zwingend gegeneinander stellen. Es ist auch historisch falsch, denn die Wissenschaft ist aus religi&ouml;sen Strukturen heraus entstanden. Aus den Kl&ouml;stern, den ersten Klosterschulen wurden dann die ersten Universit&auml;ten. Die Wissenschaft hat ihre Wurzeln in der Theologie und der christlichen Kultur. Es ist &uuml;brigens auch interessant zu sehen, dass viele ber&uuml;hmte Wissenschaftler aus dem 17. und 18. Jahrhundert zutiefst religi&ouml;s waren. Zum Beispiel Isaac Newton: Der Begr&uuml;nder der Physik war &uuml;berzeugt, dass er auf Erden nur das enth&uuml;llt, was Gott ihm gestattet zu enth&uuml;llen. F&uuml;r diese Forscher war das &uuml;berhaupt kein Gegensatz. Heute hat sich die Wissenschaft nat&uuml;rlich weiter entwickelt. Aber bei richtiger Betrachtung  k&ouml;nnen religi&ouml;se und wissenschaftliche Betrachtungsweise noch immer kompatibel sein.</p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema: </strong></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.ulrichschnabel.de/" target="_blank">Homepage von Ulrich Schnabel</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/15/12/2011/weihnachtsvorlesung-mit-margot-kaeszmann/" target="_blank">Weihnachtsvorlesung mit Margot K&auml;&szlig;mann</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/31/10/2011/allerahnungslosen/" target="_blank">Allerahnungslosen</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Buchtipp: Wachstumsschmerz</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/28/12/2011/buchtipp-wachstumsschmerz/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/28/12/2011/buchtipp-wachstumsschmerz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 19:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Borgboehmer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[Angst]]></category>

		<category><![CDATA[Glück]]></category>

		<category><![CDATA[Lebenskrise]]></category>

		<category><![CDATA[Liebe]]></category>

		<category><![CDATA[Roman]]></category>

		<category><![CDATA[S.Fischer Verlag]]></category>

		<category><![CDATA[Sarah Kuttner]]></category>

		<category><![CDATA[Sinnkrise]]></category>

		<category><![CDATA[Wachstumsschmerz]]></category>

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		<description><![CDATA[Sarah Kuttner wird vielen noch als MTV-Moderatorin in Erinnerung sein. Dabei ist sie auch Buchautorin. Jetzt wurde nun ihr neues Buch "Wachstumsschmerz" ver&#246;ffentlicht, das &#252;ber die Probleme des Erwachsenwerden erz&#228;hlt.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Luise ist knapp &uuml;ber 30. Ihr Leben ist soweit in Ordnung: Sie arbeitet als Schneiderin f&uuml;r Herrenanz&uuml;ge und hat einen tollen Freund. Sie sollte eigentlich zufrieden sein, doch das ist sie nicht. Stattdessen befindet sie sich in einer sogenannten &#8220;Thirdlife Crisis&#8221;. Sie f&uuml;hlt sich in diesem, ihrem Leben falsch. Sie zweifelt an ihrem Lebensentwurf. Die Autorin Sarah Kuttner erz&auml;hlt in ihrem neuen Roman &#8220;Wachstumsschmerz&#8221; von der Angst Erwachsen zu werden. Es geht auch um die Frage, wie man in seinem Leben gl&uuml;cklich werden kann, trotz aller Zweifel. </strong></p>
<p>Luise lebt in Berlin, ist seit mehr als drei Jahren mit ihrem Freund Flo zusammen und nun beschlie&szlig;en die beiden endlich in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen. Nach einigen Problemen bei der Wohnungssuche findet das Paar eine nette Wohnung und ist anfangs total gl&uuml;cklich. Und so wie es auch h&auml;ufig in der Realit&auml;t ist, beginnen mit der gemeinsamen Wohnung irgendwann die ersten Probleme. W&auml;hrend Flo mit seiner Situation jedoch recht zufrieden scheint, hat Luise das Gef&uuml;hl, dass alles den Bach hinuntergeht.</p>
<div id="attachment_80738" class="wp-caption alignright" style="width: 269px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/cover_kuttner_finale.jpg"><img class="size-full wp-image-80738 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/cover_kuttner_finale.jpg" alt="Der Roman &quot;Wachstumsschmerz&quot; ist Sarah Kuttners zweiter Roman. Vergangene Woche ist er sofort auf Platz 14 der Spiegelbestsellerliste eingestiegen. Foto: S.Fischer Verlag." width="259" height="420" /></a><p class="wp-caption-text">Der Roman &quot;Wachstumsschmerz&quot; ist Sarah Kuttners zweiter Roman. Mittlerweile ist das Buch auf Platz 11 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Foto: S.Fischer Verlag.</p></div>
<p>Und auch beruflich l&auml;uft es nicht so wie Luise will: Sie w&uuml;rde eigentlich gerne eine eigene Kollektion rausbringen, aber kann sich nicht aufraffen. Oder eine erfolgreiche Schauspielerin sein. Luise ist n&auml;mlich in einer Castingagentur eingetragen und bekommt regelm&auml;&szlig;ig Anfragen f&uuml;rs Vorsprechen. Aber so richtig will das nicht klappen, wie Luise anmerkt. Sie selbst beschreibt sich als eine Frau, die &#8220;nicht brennt, f&uuml;r nichts brennt&#8221;. W&auml;hrend ihre Familie immer mehr von ihr fordert, allen voran der Vater, wei&szlig; sie nicht, was sie vom Leben will. Denn auch um die innere Zerrissenheit dreht sich Kuttners zweiter Roman. Um die existentielle Frage: Was will ich von meinem Leben?</p>
<p><strong>Es geht bergab</strong></p>
<p>Und das vor allem wegen Luise. Geschuldet durch ihre Lebenskrise, verschreckt sie ihren Freund Flo immer mehr. Der zeigt viel Verst&auml;ndnis, indem er vor allem jedem Streit aus dem Weg geht. Aber auch das passt Luise gar nicht. &#8220;Ich bin einfach nicht zufrieden. Nicht mit mir, meinen Entscheidungen, meinem Leben und nicht mit dir. Uns&#8221;, erkl&auml;rt Luise ihrem Freund. Die beiden entfernen sich immer weiter voneinander und f&uuml;r Luise gibt es schlie&szlig;lich nur einen Ausweg: eine Trennung auf Probe. Auch das ist sinnbildlich f&uuml;r Luise ein Problem beim Erwachsenwerden. Statt richtige Entscheidungen zu treffen, wie es im Leben ja ist, findet sie sich mit irgendwelchen Halbl&ouml;sungen ab. Es k&ouml;nnte sich ja noch alles zum Guten wenden.</p>
<p>Flo zieht also aus und das f&uuml;r mindestens sechs Wochen – darauf haben sich beide n&auml;mlich geeinigt. Das erf&auml;hrt der Leser zwar durch die Geschichte erst im letzten Drittel des Buches, kann es aber durch die geschickte Einteilung des Romans schon vorher erahnen. W&auml;hrend der eine Teil unter dem Titel &#8220;Memo&#8221; steht, wird in dem anderen Teil die Geschichte erz&auml;hlt. Beide Teile wechseln sich im Verlauf des Buches regelm&auml;&szlig;ig ab. Mit dem &#8220;Memo&#8221; ist im &uuml;bertragenen Sinne, die Zeit nach Flo gemeint, also nach der Trennung. Dort beschreibt die Hauptfigur Luise ihre Gef&uuml;hle, ihre Gedanken und ihre Zeit ohne Flo. Der zweite Abschnitt beschreibt demnach die Zeit vor der Trennung, also mit Flo.</p>
<p><strong>Mitten aus dem Leben</strong></p>
<div id="attachment_80809" class="wp-caption alignleft" style="width: 234px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/kuttnersarah.jpg"><img class="size-full wp-image-80809  " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/kuttnersarah.jpg" alt="Begonnen hat Sarah Kuttner ihre Karriere im Radio. Nach ihrer Zeit als Moderatorin verfasste sie ihren ersten Roman &quot;M&auml;ngelexemplare&quot;. Foto:Marcus H&ouml;hn." width="224" height="336" /></a><p class="wp-caption-text">Begonnen hat Sarah Kuttner ihre Karriere im Radio. Nach ihrer Zeit als Moderatorin verfasste sie ihren ersten Roman &quot;M&auml;ngelexemplare&quot;. Foto: Marcus H&ouml;hn.</p></div>
<p>&#8220;Aus dem Leben&#8221; – so k&ouml;nnte man den Stil dieses Buches beschreiben. Sowohl sprachlich als auch inhaltlich wird es dem Leser in vielen Situationen leicht fallen eine Verbindung zum Buch aufzubauen. Es ist einfach mitten aus dem Leben geschrieben. Und obwohl der Inhalt viele anfangs abschrecken mag, da sicherlich ein gewisser &#8220;Schon-1000-Mal-geh&ouml;rt&#8221;-Faktor vorhanden ist, sollte man dranbleiben. Die Belohnung ist ein ingesamt kluges und unterhaltsames Buch, das aufgrund seiner emotionalen Tiefe punktet.</p>
<p>Auf der negativen Seite ist die relativ vorhersehbare Geschichte, die jedoch durch die gute Hauptfigur Luise und die interessanten Nebenfiguren in den Hintergrund tritt. Und insbesondere die Thematik rund ums Erwachsenwerden, den Zukunfts&auml;ngsten, den Hoffnungen und den Zweifeln macht den Roman so interessant und abwechslungsreich. F&uuml;r jeden, der ein gef&uuml;hlvolles, intelligentes und authentisches Buch f&uuml;r Zwischendurch sucht ist &#8220;Wachstumsschmerz&#8221; genau das Richtige – man muss dem Roman nur eine Chance geben.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Buch:<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">Bereits erschienen im S.Fischer Verlag, Frankfurt am Main</p>
<p style="color: white;">Preis: 16,99€</p>
<p style="color: white;">Seiten: 280</p>
<p style="color: white;">ISBN: 978-3-10-042206-4</p>
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema: </strong></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.sarahkuttner.de/" target="_blank">Homepage der Autorin</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.fischerverlage.de/" target="_blank">Homepage des Verlags </a></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/10/12/2011/buchtipp-weihnachten-das-globale-fest/" target="_blank">Buchtipp: &#8220;Weihnachten – Das globale Fest&#8221; </a></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/01/12/2011/aufgeblaettert-buecher-fuer-den-winter/" target="_blank">B&uuml;cher f&uuml;r den Winter</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Werkzeugkasten f&#252;r die Stimme</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/26/11/2011/werkzeugkasten-fuer-die-stimme/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/26/11/2011/werkzeugkasten-fuer-die-stimme/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 08:42:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Borgboehmer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

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		<category><![CDATA[Dysphonie]]></category>

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		<category><![CDATA[Sprachfehler]]></category>

		<category><![CDATA[Sprachtherapie]]></category>

		<category><![CDATA[Stottern]]></category>

		<category><![CDATA[Studenten]]></category>

		<category><![CDATA[TU Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[Ulrike Meyer-Oschatz]]></category>

		<category><![CDATA[Ute Ritterfeld]]></category>

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		<description><![CDATA[Stottern, Lispeln und Poltern ─ bei Kindern h&#228;ufige Sprachfehler, die zumeist in der Pubert&#228;t verschwinden. Doch auch Studenten haben mit Sprechst&#246;rungen zu k&#228;mpfen. Und was dann?


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mal sind es die auff&auml;lligen Sprechst&ouml;rungen wie Stottern oder Lispeln. Es gibt aber auch die unscheinbaren St&ouml;rungen, die der Gegen&uuml;ber gar nicht unbedingt bemerkt. Zum Beispiel die sogenannte Dysphonie: Dann n&auml;mlich ist die Stimme empfindlich und neigt zur Heiserkeit. Die Stimme h&ouml;rt sich rau an und zum Teil bricht sie beim Sprechen weg. Auch die Dortmunder Studentin Lena K&uuml;lker hat damit zu k&auml;mpfen. So richtige Schmerzen hatte sie zwar nicht, aber nervig war es schon. Und deswegen ging sie zum Hals-Nasen-Ohrenarzt, der ihr prompt eine Sprachtherapie verschrieb. </strong></p>
<p>&#8220;Ist ja auch f&uuml;r den sp&auml;teren Beruf wichtig und man muss ja ohnehin st&auml;ndig reden&#8221;, sagt Lena. Die k&uuml;nftige Rehap&auml;dagogin hatte immer h&auml;ufiger eine belegte und heisere Stimme und irgendwann war es dann genug. &#8220;Es ist nicht so, dass das meine Lebensqualit&auml;t mindert. Aber es ist zu vergleichen mit einer st&auml;ndig laufenden Nase.&#8221; Und die nervt ja auch ziemlich. Nachdem dann der HNO-Arzt feststellte, dass organisch alles in Ordnung war, verschrieb dieser Lena eine zehnst&uuml;ndige Sprachtherapie.</p>
<div id="attachment_77459" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/reden1.jpg"><img class="size-medium wp-image-77459 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/reden1-300x225.jpg" alt="Sprachfehler k&ouml;nnen auch zu enormen Verunsicherungen f&uuml;hren. Da kann das Sprechen vor einer Menge schnell zur Qual werden. Foto:pixelio.de/S.Hofschl&auml;ger" width="270" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Sprachfehler k&ouml;nnen auch zu enormen Verunsicherungen f&uuml;hren. Da kann das Sprechen vor einer Menge schnell zur Qual werden. Foto:pixelio.de/S.Hofschl&auml;ger</p></div>
<p>&#8220;In den ersten Therapiestunden haben wir bislang Vor&uuml;bungen gemacht. Also vor allem f&uuml;r die Atmung, weil ich beim Reden oft zu viel Luft verbrauche&#8221;, erz&auml;hlt Lena. Und das &uuml;berlastet dann die Stimmb&auml;nder. Eine Behandlung ist auch deswegen wichtig, weil es sonst schlimm enden kann. Und dann w&auml;re eine Operation n&ouml;tig. &#8220;Das ist alles kein Spa&szlig;. Die Stimmb&auml;nder schlie&szlig;en nicht ad&auml;quat und reiben an bestimmten Stellen aneinander . Es k&ouml;nnen dann kleine Kn&ouml;tchen an den Stimmb&auml;ndern entstehen&#8221;, sagt die Dortmunder Logop&auml;din und Sprachtherapeutin Ulrike Meyer-Oschatz. Und das m&uuml;sste dann operiert werden.</p>
<p><strong>Kein Jackpot</strong></p>
<p>Lena ist eine kleine, blonde junge Studentin, der man die Dysphonie wirklich nur an schlechten Tagen anh&ouml;rt. Sie hatte aber auch schon schlimme Phasen, in denen die Stimme kaum mehr was hergab. &#8221; In der Zeit habe ich dann auch deutlich weniger gesprochen. Dann f&auml;llt es definitiv auch auf und es ist f&uuml;r mich vor allem anstrengend zu reden.&#8221; Und deswegen erhofft sich Lena auch eine Besserung, wenn sie die zehn Stunden absolviert hat. So eine Art kleinen Werkzeugkasten, wenn es mal wieder akut wird.</p>
<div id="attachment_77367" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/ritterfeld.jpg"><img class="size-full wp-image-77367" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/ritterfeld.jpg" alt="Professor Ute Ritterfeld lehrt an der TU Dortmund. Au&szlig;erdem leitet sie die Abteilung Sprache und Kommunikation. Quelle: TU Dortmund." width="200" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">Professor Ute Ritterfeld lehrt an der TU Dortmund. Au&szlig;erdem leitet sie die Abteilung Sprache und Kommunikation. Quelle: TU Dortmund.</p></div>
<p>Und vor allem als Studentin ist es heutzutage nicht so toll, wenn die Stimme versagt. &#8220;Gerade, wenn man wei&szlig;, dass man n&auml;chste Woche ein Referat hat&#8221;, so Lena. &#8220;Wenn man krank wird, sagt man ja auch nicht: &#8220;Uhh, Jackpot!&#8221;.&#8221; Auch die Wissenschaft sagt, dass solche  und &auml;hnliche Sprechst&ouml;rungen unter Studenten deutlich verbreiteter sind, als man annehmen mag. Allerdings gibt es dazu keine regelm&auml;&szlig;igen Studien.</p>
<p>Eine Studie der Universit&auml;t Leipzig im Jahr 2006 unter 5.400 k&uuml;nftigen Lehrern ergab jedoch folgendes: Allein 16 Prozent der Probanden lispelten oder stotterten. Aber auch das Poltern ist weit verbreitet, was die Logop&auml;din Meyer-Oschatz best&auml;tigen kann. &#8220;Die Poltersymptomatik ist relativ h&auml;ufig. Das ist dann, wenn jemand schnell spricht und ab und zu mal eine Silbe verschluckt&#8221;, beschreibt die Logop&auml;din die Sprechst&ouml;rung.</p>
<p><strong>Sprache - das A und O</strong></p>
<p>Dabei gibt es durchaus verschiedene Taktiken, um mit einem Sprachfehler umzugehen. Die einen ziehen sich eher zur&uuml;ck, sind sch&uuml;chtern. Andere dagegen gehen offen damit um. Denn bei weitem nicht alle lassen ihren Sprachfehler behandeln. &#8220;Man kann auch selbstbewusst mit solchen Sprechst&ouml;rungen umgehen&#8221;, sagt Ute Ritterfeld, Professorin f&uuml;r Sprache und Kommunikation an der TU Dortmund. &#8220;Die Leute sagen dann eben, dass Lispeln ihr Markenzeichen ist.&#8221; Es geht dabei auch sehr stark um den pers&ouml;nlichen Leidensdruck: Die einen kommen damit gut zurecht, w&auml;hrend andere doch stark darunter leiden.</p>
<p>Und weit schauen muss man auch nicht: Auch einige Ber&uuml;hmtheiten leben mit ihren Sprachfehlern selbstbewusst und akzeptieren diesen. So zum Beispiel die Bundeskanzlerin Angela Merkel, die einen Sigmatismus hat ─ einen S-Fehler. Und so wirklich st&ouml;rt sich keiner daran.</p>
<p><strong>Einfluss auf das Verhalten</strong></p>
<p>Es gibt aber auch die andere Seite, wenn sich die  Sprachfehler, insbesondere das Stottern, stark auf den Alltag, den Beruf und das soziale Verhalten auswirken. &#8220;Viele haben Vermeidungsstrategien&#8221;, erkl&auml;rt die Sprachtherapeutin Meyer-Oschatz. &#8220;Bei Telefonaten mit Beh&ouml;rden,Versicherungen oder Terminabsprachen mit der Autowerkstatt hat das gro&szlig;en Einfluss.&#8221; Und dann isolieren sich die Betroffenen teils stark.</p>
<div id="attachment_77467" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/gesprach1.jpg"><img class="size-medium wp-image-77467" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/gesprach1-300x225.jpg" alt="H&auml;ufig ist es auch so, dass die Leute den Sprachfehler nicht wahrnehmen. Oder er geh&ouml;rt einfach zur Person dazu und st&ouml;rt nicht. Foto:pixelio.de/Sebastian Bernhard" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">H&auml;ufig ist es auch so, dass die Leute den Sprachfehler nicht wahrnehmen. Oder er geh&ouml;rt einfach zur Person dazu und st&ouml;rt nicht. Foto:pixelio.de/Sebastian Bernhard</p></div>
<p>&#8220;Da liegt auch der Knackpunkt. Unsere Gesellschaft sollte Unterschiedlichkeit noch mehr akzeptieren&#8221;, sagt die Sprachwissenschaftlerin Ritterfeld. &#8220;Das f&auml;ngt doch bei Migration an und h&ouml;rt bei lokalbedingten Dialekten auf.&#8221; Also nach dem Motto: Es z&auml;hlt doch eigentlich was die Person sagt und nicht unbedingt wie sie es ausspricht. Dennoch ist f&uuml;r viele eine Sprechst&ouml;rung eher hinderlich. Wer Lehrer werden will, sollte schon stark auf seine Stimme achten, sagt auch Meyer-Oschatz. Dagegen ist die Stimme f&uuml;r einen Chemiker, der im Labor arbeitet nicht so entscheidend.</p>
<p><strong>Hilft Kamillentee?<br />
</strong></p>
<p>&#8220;Es hat mich schon sehr gest&ouml;rt&#8221;, sagt Lena. &#8220;Ich r&auml;usper mich dann oft und die Stimme hat immer was Raues und Fisseliges.&#8221; Deswegen kann man eine Dysphonie nicht mit einer heiseren Stimme nach einer langen Partynacht oder einem Konzert vergleichen. Lena jedenfalls glaubt an die Sprachtherapie, arbeitet kontinuierlich an ihrer Stimme und macht die &Uuml;bungen auch zu Hause. Die Studentin hat auch ein paar eigene Techniken, um sich vor der Heiserkeit zu sch&uuml;tzen.</p>
<p>&#8220;Also Kamillentee hilft nicht, eher Salbeitee. Etwas weniger reden, wenn es geht. Und was ganz schlecht f&uuml;r die Stimme ist: Alkohol&#8221;, beschreibt Lena ihre Methoden. Das sei allerdings als Studentin nicht immer so einfach, muss Lena zugeben. Dennoch ist sie zuversichtlich. &#8220;Letztendlich m&ouml;chte ich nach der Therapie gewappnet sein, um meine Stimme gezielter benutzen zu k&ouml;nnen und besser zu schonen.&#8221;</p>
<div class="additionallinks">
<p><span style="color: #ffffff;"><strong>Mehr zum Thema: </strong></span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">eldo*: <a href="http://www.eldoradio.de/podcast/item.php?idx=2986&amp;sel=sendung&amp;selidx=29" target="_blank">Sprachfehler im Studium</a><br />
</span></p>
<p style=" color: white;">Web: <a href="http://logopaedie-dortmund.de/" target="_blank">Homepage Praxis Ulrike Meyer-Oschatz</a></p>
<p style=" color: white;">Web: <a href="http://www.sk.tu-dortmund.de/cms/de/home/index.html" target="_blank">Homepage Fakult&auml;t Sprache und Kommunikation</a></p>
</div>


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		</item>
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		<title>Wissenswert: Der Karneval</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/11/11/2011/wissenswert-der-karneval/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/11/11/2011/wissenswert-der-karneval/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 09:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Borgboehmer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 11. November beginnt f&#252;r viele die f&#252;nfte und sch&#246;nste Jahreszeit, der Karneval. Dann hei&#223;t es wieder feiern, verkleiden und tanzen. Doch was steckt eigentlich hinter dem Brauch? Wieso feiert man Karneval?


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_74616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg"><img class="size-full wp-image-74616" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg" alt="Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: pixelio.de/Gerd Altmann" width="600" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: pixelio.de/Gerd Altmann</p></div>
<p><strong>Der Karneval der Moderne beginnt am 11. November und endet am Aschermittwoch, dem Anfang der Fastenzeit.  Seinen Ursprung hat der Karneval bereits im fr&uuml;hen Mittelalter: Seit dem 12. Jahrhundert wird das katholische Fest gefeiert</strong>. <strong>Damals nahmen sich die Menschen die r&ouml;mischen Triumphz&uuml;ge als Vorbild und l&auml;uteten mit dem Fest die fleischlose Zeit ein.<br />
</strong></p>
<p>&#8220;Karneval kann man frei &uuml;bersetzen als &#8216;Fleisch auf Wiedersehen!&#8217;&#8221;, erkl&auml;rt Thomas Ruster, Professor der Katholischen Theologie an der TU Dortmund. &#8220;Damit wurde die Fastenzeit eingel&auml;utet und folglich hatte man vorab noch ein Fest, an dem kr&auml;ftig gefeiert werden durfte.&#8221; Also nach dem Motto: Wer kr&auml;ftig feiert, darf danach ordentlich fasten.</p>
<div id="attachment_75963" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/venedig.jpg"><img class="size-medium wp-image-75963" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/venedig-300x225.jpg" alt="Auch weltweit wird Karneval gefeiert: Zum Beispie in Rio de Janeiro, in Rom oder auch in Venedig. Dort gibt es die Tradition, dass sich die &quot;Narren&quot; hinter Masken verstecken. Foto:pixelio.de/Grey59" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Auch weltweit wird Karneval gefeiert: Zum Beispiel in Rio de Janeiro, in Rom oder auch in Venedig. Dort gibt es die Tradition, dass sich die &quot;Narren&quot; hinter Masken verstecken. Foto:pixelio.de/Grey59</p></div>
<p>An Karneval hatten die Menschen ein Mal im Jahr absolute Narrenfreiheit. &#8220;Das ist schon eine tolle Idee. In der Zeit kamen die Narren an die Macht und die gesellschaftlichen Konventionen und Regeln wurden an den Tagen aufgehoben&#8221; sagt Ruster, der geb&uuml;rtig aus K&ouml;ln stammt ─ eine der Karnevalshochburgen. Und so ist mit Karneval urspr&uuml;nglich die Zeit von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag gemeint. Am Aschermittwoch beginnt dann die bis Karsamstag dauerende Fastenzeit.</p>
<p><strong>Einzug in das B&uuml;rgertum</strong></p>
<p>Im 19. Jahrhundert entdeckte dann auch das B&uuml;rgertum den Karneval und gr&uuml;ndete die Karnevalsgesellschaften. &#8220;Das hat mittelalterliche Quellen. Deswegen gibt es in gro&szlig;en katholischen St&auml;dten solche Traditionen&#8221;, sagt Ruster. Zum Beispiel in K&ouml;ln, Aachen und Mainz ─ aber ebenfalls in Venedig oder Rom. &#8220;Der Karneval ist eine sehr katholische Tradition. Da hatten die Kleriker und Nonnen einen Freibrief und das wurde von der Kirche akzeptiert&#8221;, betont Ruster. &#8220;Die Protestanten haben das Fest &uuml;brigens abgeschafft.&#8221;</p>
<p>Trotzdem feiern es viele Leute, auch weil der Karneval im Laufe der Zeit einen kulturellen Verfall erlebt hat, so Ruster. &#8220;Es ist eine Sinnentleerung zu erkennen, weil eigentlich nach dem Feiern die Fastenzeit beginnen sollte. Mittlerweile ist es aber ein reines Feierfest, an dem man einen drauf macht&#8221;, sagt Ruster.</p>
<p><strong>Beginn am 11.11. um 11.11 Uhr - aber warum?<br />
</strong></p>
<div id="attachment_75964" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/umzug.jpg"><img class="size-medium wp-image-75964" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/umzug-300x200.jpg" alt="Karnevalsumz&uuml;ge gibt es deutschlandweit. Ein besonderes Spektakel sind diese aber in den Hochburgen Mainz, K&ouml;ln und Aachen. Foto:flickr.com/Alex Kuhlmann " width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Karnevalsumz&uuml;ge gibt es deutschlandweit. Ein besonderes Spektakel sind diese aber in den St&auml;dten Mainz, K&ouml;ln und Aachen. Foto:flickr.com/Alex Kuhlmann </p></div>
<p>Und auch die Tradition bereits am 11. November zu feiern, ist eher eine neue Erscheinung. Denn eigentlich beginnen an diesem Tag nur die Karnevalssitzungen und der Prinz &uuml;bernimmt das Regiment. Der Prinz ist der oberste Repr&auml;sentant des Karnevals.</p>
<p>Und das passiert in vielen Karnevalshochburgen exakt um 11.11 Uhr. Aber warum gerade um diese Uhrzeit? &#8220;Es ist die Narrenzahl, weil die Zahlen beliebig vertauschbar sind. Au&szlig;erdem stehen sie f&uuml;r Unordnung und Unvollkommenheit. Die Zahl zw&ouml;lf dagegen, aufgrund der zw&ouml;lf Aposteln, gilt als die vollkommene Zahl&#8221;, erz&auml;hlt der Theologieprofessor. Eine andere Erkl&auml;rung: Die Zahl elf verk&ouml;rpert die S&uuml;nde, weil sie die von Gott gegebenen Zehn Gebote &uuml;berschreitet.</p>
<div class="additionallinks">
<p><span style="color: #ffffff;"><strong>Wissenswert: </strong></span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/11/2011/wissenswert-die-unesco/" target="_blank">Die UNESCO</a></span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/28/10/2011/wissenswert-der-konsumklimaindex/" target="_blank">Der Konsumklimaindex</a><strong><br />
</strong></span></div>


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		</item>
		<item>
		<title>Wissenswert: Der Konsumklimaindex</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/28/10/2011/wissenswert-der-konsumklimaindex/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 08:43:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Borgboehmer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Wissenswert]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeden Monat gibt er neue Zahlen zum Konsumverhalten der Deutschen. Doch wie wird der Konsumklimaindex errechnet? Und welche Aussagekraft hat er? 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_74616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg"><img class="size-full wp-image-74616" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/entwurf1-neu2.jpg" alt="Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: XX/XX" width="600" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/Karen Roe, Rafael Robles L, Lars Kasper, NASA Goddard Photo and Video; Montage: Marc Patzwald, Teaserfoto: pixelio.de/Thorben Wengert.</p></div>
<p><strong>Die Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung (GfK) ver&ouml;ffentlicht monatlich den Konsumklimaindex. Dieser ist vor allem f&uuml;r die Wirtschaft, Politik und die Presse ein wichtiger Wert, der das Konsumverhalten der B&uuml;rger beschreiben soll. Entscheidend f&uuml;r die Berechnung ist ein Fragebogen, der aktuelle Stimmungen abfragt. </strong></p>
<p>&#8220;Wie wird sich Ihrer Ansicht nach die finanzielle Lage Ihres Haushalts in den kommenden zw&ouml;lf Monaten entwickeln?&#8221; - Dies ist eine der zw&ouml;lf Fragen, die die 2.000 Befragten beim Fragebogen der GfK zu beantworten haben. Ausw&auml;hlen kann man dann zwischen Antworten wie &#8220;stark verbessern&#8221; oder &#8220;stark verschlechtern&#8221;. Eine andere Frage ist: &#8220;Glauben Sie, dass es zurzeit ratsam ist, gr&ouml;&szlig;ere Anschaffungen zu  t&auml;tigen?“. Bei der Auswertung des Konsumklimas werden dann die negativen Antworten (in Prozent) von den positiven Antworten (in Prozent) subtrahiert.</p>
<div id="attachment_74306" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/stichprobe1.jpg"><img class="size-medium wp-image-74306" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/stichprobe1-300x212.jpg" alt="Die 2000 Befragten werden monatlich durch eine Quotenstichprobe ermittelt. So wird gew&auml;hrtleistet, dass die Befragung die erwachsene Bev&ouml;lkerung der Republik repr&auml;sentiert. Foto: pixelio.de/Gerd Altmann." width="300" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">Die 2.000 Befragten werden durch eine Quotenstichprobe ermittelt. So wird gew&auml;hrleistet, dass die Befragung die erwachsene Bev&ouml;lkerung der Republik repr&auml;sentiert. Foto: pixelio.de/Gerd Altmann.</p></div>
<p>&#8220;Mit dem errechneten Wert, dem Gesamtindikator, haben wir die Entwicklung des privaten Verbrauchs&#8221;, erkl&auml;rt GfK-Marktforscher Rolf B&uuml;rkl. &#8220;Unser Ziel ist es, die Stimmungs&auml;nderungen der Haushalte zu ermitteln.&#8221;  <strong></strong></p>
<p><strong>Einfluss durch Psychologie</strong></p>
<p>Auch wirtschaftliche Ereignisse k&ouml;nnen die Stimmung der Befragten beeinflussen: So zum Beispiel 2008, als die Pleite von Lehman Brothers bekannt gegeben wurde. &#8220;Es sind eben nicht nur harte Fakten, sondern auch psychologische Einfl&uuml;sse wie die Angst vor Arbeitslosigkeit, die die Stimmung festlegen&#8221;, sagt B&uuml;rkl.</p>
<p>Seit 1980 wird die sogenannte &#8220;GfK-Konsumklimastudie&#8221; erhoben und gegen Ende des Monats ver&ouml;ffentlicht. Der ermittelte Indikator zeigt somit das Konsumklima f&uuml;r den Folgemonat an.  Die weiteren Werte sind besonders f&uuml;r Banken, Versicherungen und Ministerien relevant, die diese Zahlen zu Analysezwecken verwenden. Der GfK-Konsumklimaindikator ist vielbeachtet: Denn im Gegensatz zu quartalsweise berechneten Statistiken liegen Zahlen zu Konsumentwicklungen monatlich vor. Au&szlig;erdem erg&auml;nzen die Werte andere amtlich erhobene Statistiken wie das  EU-Verbrauchervertrauen.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>WISSENSWERT:</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/21/10/2011/wissenswert-die-troika/" target="_blank">Die Troika</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Buchtipp: &#8220;Den Musil spreng ich in die Luft&#8221;</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/19/10/2011/buchtipp-den-musil-spreng-ich-in-die-luft/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/19/10/2011/buchtipp-den-musil-spreng-ich-in-die-luft/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 06:41:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Borgboehmer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>

		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>

		<category><![CDATA[Essen]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[19.Jahrhundert]]></category>

		<category><![CDATA[2.Weltkrieg]]></category>

		<category><![CDATA[Beethoven]]></category>

		<category><![CDATA[Buchtipp]]></category>

		<category><![CDATA[Dieter Kühn]]></category>

		<category><![CDATA[Gefälscht]]></category>

		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

		<category><![CDATA[Goethe]]></category>

		<category><![CDATA[Historie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein neues Buch ist erschienen:"Den Musil spreng ich in die Luft". Historische Personen erleben skurrile Situationen. Wahrheit oder F&#228;lschung?


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein musikalischer Autor g&ouml;nnt sich ein Saufgelage mit Goethe und ein Gestapobeamter bringt eine alte J&uuml;din im September 1944 auf seinem Fahrrad zur Deportation. In sechs kreativen und au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Kurzgeschichten schreitet Autor Dieter K&uuml;hn durch die letzten beiden Jahrhunderte. Begegnungen mit alten Bekannten sind dabei vorprogrammiert.</strong></p>
<p>&#8220;Den Musil spreng ich in die Luft!&#8221;, soll Lawrence von Arabien gesagt haben. Mit Musil meint er aber nicht den ber&uuml;hmten Schriftsteller Robert, sondern den &ouml;sterreichischen &#8220;Scheich Musa&#8221; Alois Musil, der ein Vetter Robert Musils ist. Mit diesem leistet sich der Brite Lawrence eine kriegerische Fehde im Orient. Das Zitat des Briten ist auch gleichzeitig der Titel dieses Romans.</p>
<div id="attachment_73030" class="wp-caption alignright" style="width: 230px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/coverkuhn.jpg"><img class="size-full wp-image-73030 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/coverkuhn.jpg" alt="F&uuml;r seine fr&uuml;heren B&uuml;cher erhielt K&uuml;hn einige Preise. Unter anderem im Jahr 1977, als er mit dem renommierten Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet wurde. Foto:S.Fischer Verlag." width="220" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">F&uuml;r seine fr&uuml;heren B&uuml;cher erhielt K&uuml;hn einige Preise. Unter anderem im Jahr 1977, als er mit dem renommierten Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet wurde. Foto:S.Fischer Verlag.</p></div>
<p><strong>Ein Tête-à-tête mit der Geschichte<br />
</strong></p>
<p>So wie in der vorher beschriebenen Kurzgeschichte, l&auml;uft es in den insgesamt sechs Geschichten des neuen Romans von Dieter K&uuml;hn ab: Der Leser trifft auf der Reise durch das 19. und 20. Jahrhundert auf viele historische Personen, wie den Propagandaminister des Dritten Reichs Hermann G&ouml;ring. Die Geschichten werden dabei aus &uuml;berraschenden Perspektiven erz&auml;hlt ─ mal als Filmskript oder als Verteidigungsschreiben, wie die Geschichte &uuml;ber den belgischen Kunstf&auml;lscher Norbert Verdonck.</p>
<p>Verdonck wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der belgischen Justiz der Kollaboration mit dem Feind beschuldigt. In seinem Verteidigungsschreiben erz&auml;hlt dieser nun seine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Geschichte beim Widerstand gegen die Nazis: Durch Umwege kommt er in Kontakt mit Albert G&ouml;ring, dem Bruder Hermann G&ouml;rings. Zusammen schmieden sie einen unglaublichen Plan, der den Krieg beenden soll. Durch geschickte Kunstf&auml;lschungen sollen die deutschen Devisenbest&auml;nde angezapft werden. Ein irrwitziges Unterfangen.</p>
<p><strong>Alles nur gef&auml;lscht?</strong></p>
<p>Der Verfasser K&uuml;hn entwirft in diesem Buch phantasievolle und originelle Geschichten, die aufgrund ihrer historischen Figuren einen gewissen Wahrheitsanspruch besitzen. So wird der Leser h&auml;ufig durch Figuren wie Marineoffizier Robert Fitz Roy &uuml;berrascht, der im 19. Jahrhundert mit Naturforscher Charles Darwin reiste. Dem gemeinen Publikum sind diese Figuren unbekannt, aber historisch verankert sind sie alle. Insofern kann man den Untertitel des Buches &#8220;Gef&auml;lschte Geschichten?&#8221; mit einem &#8220;Jein&#8221; beantworten.</p>
<div id="attachment_73031" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/kuhndieter.jpg"><img class="size-medium wp-image-73031" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/10/kuhndieter-300x200.jpg" alt="Dieter K&uuml;hn, 1935 in K&ouml;ln geboren, ist ein Tausendsassa. Neben Romanen ver&ouml;ffentlicht er unter anderem Gedichte, Essays und H&ouml;rspiele. Zudem &uuml;bersetzt er mittelhochdeutsche Klassiker. Foto:J&uuml;rgen Bauer.  " width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Dieter K&uuml;hn, 1935 in K&ouml;ln geboren, ist ein Tausendsassa. Neben Romanen ver&ouml;ffentlicht er unter anderem Gedichte, Essays und H&ouml;rspiele. Zudem &uuml;bersetzt er mittelhochdeutsche Klassiker. Foto: J&uuml;rgen Bauer.  </p></div>
<p>&#8220;Den Musil spreng ich in die Luft&#8221;: Eindeutig der kreativste Buchtitel dieses Herbstes; und lesenswert allemal. Denn trotz einiger sich hinziehender und &ouml;der Passagen im ersten Teil des Romans, &uuml;berrascht vor allem der zweite Teil des Buches durch ideenreiche und dynamische Kurzgeschichten. Bei der historischen Wahrheit darf dann ruhig mal geschludert werden.</p>
<p><strong>Der Kreis schlie&szlig;t sich</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die letzten Geschichten des Romans bilden schlie&szlig;lich den roten Faden. So verweisen die Figuren aus den letzten Geschichten, auf Helden zu Beginn des Romans. F&uuml;r den Leser schlie&szlig;t sich damit der Kreis und es bleibt genug Raum, um &uuml;ber die Frage &#8220;Gef&auml;lschte Geschichten?&#8221; nachzudenken. Eins darf an dieser Stelle jedoch verraten werden: Den Musil hat man nicht in die Luft gesprengt!</p>
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<p><span style="color: #ffffff;"><strong>Mehr zum Buch:</strong></span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">Bereits erschienen im S.Fischer Verlag, Frankfurt am Main<br />
</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">Preis: 19,95 €</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">Seiten: 304 </span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">ISBN: </span><span style="color: #ffffff;">978-310045165</span><br />
<strong></strong></p>
<p><strong><span style="color: #ffffff;">Mehr zum Thema:</span></strong></p>
<p><span style="color: #ffffff;">Web: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_K%C3%BChn_%28Schriftsteller%29" target="_blank">Biografie des Autors</a></span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">Web: <a href="http://www.fischerverlage.de/" target="_blank">Homepage vom S.Fischer Verlag</a></span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">pflichtlektuere: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/08/09/2011/buchtipp-goethe-ruft-an/" target="_blank">Buchtipp &#8220;Goethe ruft an&#8221;</a><br />
</span></div>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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