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	<title>pflichtlektüre &#187; Nicolas Miehlke</title>
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	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Wed, 23 May 2012 17:50:58 +0000</pubDate>
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		<title>Akustikmusik mit Boyce Avenue</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/24/04/2011/akustikmusik-mit-boyce-avenue/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/24/04/2011/akustikmusik-mit-boyce-avenue/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Apr 2011 08:03:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicolas Miehlke</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Boyce Avenue: &#220;ber YouTube ber&#252;hmt geworden, das Konzert in Bochum schon lange ausverkauft: Die pflichtlekt&#252;re erkl&#228;rt, warum die Band wom&#246;glich so erfolgreich wird wie Depeche Mode.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn Boyce Avenue auftreten, hei&szlig;t das: Akustikmusik, kristallklarer Gesang, G&auml;nsehaut. Die drei Br&uuml;der aus Amerika sind auf der Erfolgsspur. Das Konzert am Gr&uuml;ndonnerstag in der Zeche Bochum war innerhalb k&uuml;rzester Zeit ausverkauft. Ein Stimmungsbericht.</strong></p>
<div id="attachment_57390" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/boyceavenue.jpg"><img class="size-medium wp-image-57390" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/04/boyceavenue-300x225.jpg" alt="Alejandro Manzano (rechts) und sein Bruder Daniel. Boyce Avenue spielt viel Akustikmusik." width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Alejandro Manzano (rechts) und sein Bruder Daniel. Boyce Avenue spielt viel Akustikmusik. Foto: Nicolas Miehlke</p></div>
<p>„How many of you discovered us on youtube?“, fragt Alejandro Manzano, der Leads&auml;nger. Wie viele haben die Band auf der Internetplattform YouTube kennengelernt? Fast alle H&auml;nde gehen in die H&ouml;he, manche klatschen, andere jubeln. Boyce Avenue ist so eines dieser Web-2.0-Ph&auml;nomene. Immer wieder neue Songs und Videos auf Myspace oder eben YouTube lassen die Fangemeinde stetig gr&ouml;&szlig;er werden. In Zeiten des Internets nicht die ersten, die sich auch ohne Plattenvertrag durchgesetzt haben. Auf YouTube haben Boyce Avenue 550.000 Abonnenten – nur ein knappes Drittel weniger als Justin Bieber. Auch der wurde &uuml;ber das Internet gro&szlig; und f&uuml;llt heute die ganz gro&szlig;en Hallen.</p>
<p><strong>Akustische Coversongs</strong></p>
<p>Nach einem rockigen Einstieg ins Konzert: Gitarrenwechsel. Alejandro spricht ins Mikrofon: „Do you mind, if we play some acoustic songs?“ Lautes Gejubel. Ohnehin eine rhetorische Frage. Die drei Br&uuml;der sind bekannt geworden durch ihre akustischen Coversongs von aktuellen Hits. So wird Taio Cruz‘ „Dynamite“ a capella vorgetragen, nur wenige Akkorde und das rhythmische Klatschen der Zuschauer begleiten den Gesang.</p>
<p style="text-align: center;">[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.pflichtlektuere.com/24/04/2011/akustikmusik-mit-boyce-avenue/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>„So etwas hat in der Konzertlandschaft lange gefehlt“, sagt Peer Meyer, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Zeche Bochum. „Eigene und Cover-Songs akustisch aufzubereiten, die Idee ist gro&szlig;artig.“ Das haben auch die gro&szlig;en Musikunternehmen gemerkt. Seit November 2009 stehen Boyce Avenue bei Universal unter Vertrag, neben etablierten K&uuml;nstlern wie Jack Johnson oder 3 Doors Down.</p>
<p>Denn auch die selbst komponierten St&uuml;cke &uuml;berzeugen. In „Briane“ verarbeiten die drei den Selbstmord eines nahen Freundes. Gef&uuml;hlvoll, nachdenklich, einfach sch&ouml;n. Ein paar M&auml;dchen in der ersten Reihe z&uuml;cken ihre Handys, um ein Video aufzunehmen. P&auml;rchen sitzen auf der Treppe gegen&uuml;ber der B&uuml;hne, kuscheln sich aneinander. Ein junges M&auml;dchen schlie&szlig;t die Augen und singt ganz leise f&uuml;r sich mit. Ein G&auml;nsehaut-Moment.</p>
<p><strong>Ein Leben f&uuml;r die Musik</strong></p>
<p>Boyce Avenue, das sind die drei Br&uuml;der Alejandro, Fabian und Daniel Manzano. Aufgewachsen in Sarasota, Florida, gewinnen sie 2007 mehrere landesweite Songwettbewerbe. Zur gleichen Zeit beginnen sie, ihre ersten Youtube-Videos hochzuladen: Lovestoned, Umbrella, was damals so angesagt war – aber schon mit ihrer ganz eigenen akustischen Note.</p>
<p style="text-align: center;">[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.pflichtlektuere.com/24/04/2011/akustikmusik-mit-boyce-avenue/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Keine vier Jahre sp&auml;ter sind sie bereits auf ihrer vierten Europatournee. „This is what we love to do“, sagt Daniel Manzano. Er hat einen Abschluss an der ber&uuml;hmten Harvard University, ihm stehen alle T&uuml;ren offen. Daniel entschied sich f&uuml;r die Musik. Zu Recht, findet Zechen-Betreiber Peer Meyer: „Die Jungs geh&ouml;ren auf gr&ouml;&szlig;ere B&uuml;hnen. Es gibt Gruppen, die hat man nur einmal. Depeche Mode sind hier 1983 aufgetreten, ’85 Gr&ouml;nemeyer. Auch da wusste ich: Die sehe ich in der Zeche nicht wieder.“ Nicht auszuschlie&szlig;en, dass wir auch von den drei Jungs aus Sarasota noch mehr h&ouml;ren werden. Viel mehr.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;">Web: <a href="http://www.youtube.com/user/boyceavenue" target="_blank"> </a><a href="http://www.pflichtlektuere.com/31/03/2011/das-duell-die-gruenen-auf-dem-weg-zur-volkspartei/"></a><a href="http://www.youtube.com/user/boyceavenue" target="_blank">Der YouTube-Channel von Boyce Avenue</a></p>
<p style="color: white;">Web:  <a href="http://boyceavenue.com/" target="_blank">Die Homepage von Boyce Avenue</a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/03/03/20&lt;/p"></a></p>
</div>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Comeback der K&#246;rperhaare</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/04/10/2010/das-comeback-der-koerperhaare/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/04/10/2010/das-comeback-der-koerperhaare/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Oct 2010 20:50:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicolas Miehlke</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

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		<description><![CDATA[Metrosexualit&#228;t war gestern. Der Mann von heute l&#228;sst sich wieder einen Bart wachsen. Und erste Trends aus den USA zeigen: Auch die sonstige K&#246;rperbehaarung nimmt wieder zu.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>M&auml;nner! Die Zeit der baby-popo-glatten Haut ist vorbei. Wir stehen wieder zu unserem Bart. Nach der Zeit der metrosexuellen Glattrasiertheit sind wir wieder stolz auf unsere M&auml;nnlichkeit. Und das nicht nur im Gesicht – zeigen angeblich erste Trends aus den USA.</strong></p>
<div class="mceTemp" style="text-align: center;">
<dl id="attachment_40387" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/trend-zum-bart.jpg"><img class="size-medium wp-image-40387" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/trend-zum-bart-300x225.jpg" alt="In den Modemagazinen finden sich immer mehr Barttr&auml;ger. Haar ist wieder in. Foto: Nicolas Miehlke" width="300" height="225" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">In den Modemagazinen finden sich immer mehr Barttr&auml;ger. Haar ist wieder in. Foto: Nicolas Miehlke</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: left;">Es geht den gleichen Weg wie immer. Schon vor zwei, drei Jahren f&auml;ngt ein Brad Pitt an mit seinem Ziegenb&auml;rtchen und wird daf&uuml;r bel&auml;chelt. Doch auch ein Johnny Depp l&auml;sst mal wieder etwas mehr stehen, die Kritiker verstummen langsam. Und wenn dann noch die Ikone der Metrosexualit&auml;t, David Beckham, sich einen Vollbart wachsen l&auml;sst, wei&szlig; man: Dieser Trend ist nicht mehr zu stoppen. Beard is beautiful.</p>
<p>Mit der &uuml;blichen Verz&ouml;gerung ist es nun auch in Deutschland soweit. „Wir befinden uns in einer &Uuml;bergangszeit von der Glattrasiertheit hin zu mehr Bart“, erkl&auml;rt Hairstylist Carsten Grundmann. Trotzdem wird die Gesichtsbehaarung immer in Form gebracht – einfach wuchern lassen is’ nich’! Sonstige K&ouml;rperbehaarung bleibt hingegen kaum angesagt. Laut einer Studie der Uni Leipzig entfernen sich 97 Prozent der Frauen und 79 Prozent der M&auml;nner an mindestens einer K&ouml;rperregion ihre Haare.</p>
<p><strong>Haare stehen f&uuml;r pure M&auml;nnlichkeit</strong></p>
<p style="text-align: left;">Doch aus den USA k&uuml;ndigt sich ein gegenl&auml;ufiger Trend an, wieder zu mehr Haaren am gesamten K&ouml;rper. Die Stars fangen an, die Modeindustrie greift’s auf, die Medien verbreiten es. Trotz allem seien das nur „Richtlinien“, was die Lifestyle- und Fashion-Redakteure vorgeben, sagt Grundmann. „Aber der Endverbraucher entscheidet: Wird es angenommen oder nicht?“</p>
<p style="text-align: left;">Zumindest im Gesicht geht’s aber auch hierzulande wieder zur rustikalen M&auml;nnlichkeit – was allerdings nicht zu verwechseln ist mit Ungepflegtheit. Ein &Uuml;berbleibsel aus den letzten Jahren: „Der Mann hat gelernt, auf sich zu achten und benutzt Kosmetikartikel. Das ist schon eine feste Instanz“, wei&szlig; Grundmann.</p>
<table style="text-align: center;" border="0">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/sebastian-steinweg.jpg"></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/sebastian-steinweg.jpg"><img class="size-medium wp-image-40385 aligncenter" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/sebastian-steinweg-225x300.jpg" alt="" width="140" height="187" /></a></p>
</td>
<td><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/annett-gorlinger.jpg"></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/annett-gorlinger.jpg"><img class="size-medium wp-image-40383 aligncenter" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/annett-gorlinger-225x300.jpg" alt="Annett G&ouml;rlinger macht ihren Master in Sonderp&auml;dagogik. Foto: Nicolas Miehlke" width="138" height="185" /></a></p>
</td>
<td>
<p style="text-align: center;"><img class="size-medium wp-image-40384 aligncenter" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/10/paul-hahn-225x300.jpg" alt="Paul Hahn studiert Maschinenbau. Foto: Nicolas Miehlke" width="137" height="183" /></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>„Ich trage seit 12 Jahren einen Bart. Es war einfach praktischer, ich bin meistens zu faul zum Rasieren. Im Intimbereich m&uuml;ssen die Haare aber weg – die geh&ouml;ren auf den Kopf und ins Gesicht.“ Sebastian Steinweg studiert Sonderp&auml;dagogik auf Lehramt mit den F&auml;chern Deutsch und Katholische Religion.&#8221;</td>
<td>„Ein Dreitagebart ist okay. An den Armen und Beinen sind Haare auch in  Ordnung, aber sonst bin ich gegen diesen Trend. Brusthaare finde ich  auch bei George Clooney einfach nicht sch&ouml;n.“ Annett G&ouml;rlinger macht ihren Master in Sonderp&auml;dagogik. Fotos: Nicolas Miehlke&#8221;</td>
<td>„Wenn eine Pr&uuml;fung ansteht, habe ich immer einen Bart, da ist einfach keine Zeit zum Rasieren. Sonst ist bei mir alles glatt, bis auf die Brust. Aber das soll doch jeder so machen, wie’s f&uuml;r ihn bequem ist.“ Paul Hahn studiert Maschinenbau und hat anscheinend gerade alle Klausuren hinter sich.&#8221;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: left;">Fest steht: Trends verlaufen immer in einer Art Wellenbewegung. Ob ihr’s glaubt oder nicht, irgendwann kommen auch K&ouml;rperhaare zwangsl&auml;ufig wieder in Mode. Das ist der nat&uuml;rliche Lauf der Dinge. In unserer heutigen Zeit ist aber alles schnelllebiger geworden, die Trends wechseln viel &ouml;fter. Vielleicht gibt es auch gar nicht mehr <em>den </em>Trend. Trends sind heutzutage nicht mehr als Str&ouml;mungen oder (wie wir gelernt haben) Richtlinien. In unserer individualisierten Welt kann sich doch wohl jeder aussuchen, wie er’s mag.</p>
<p style="text-align: left;">F&uuml;r alle Fashion Victims, die schon seit zwei Jahren mit einem Bart rumlaufen, gilt derweil: Fangt an, auch die K&ouml;rperhaare wieder sprie&szlig;en zu lassen. Der Trend kommt. Vielleicht erst in einigen Jahren – oder wie lange es immer dauern mag, bis er es von Amerika nach Europa geschafft hat. Aber er kommt.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Mehr zum Thema</strong> auch bei den Kollegen von do1 TV: <a title="Ortstermin &quot;Haarige Angelegenheiten&quot;" href="http://www.do1-tv.de/2010/07/29/ortstermin-haare/" target="_blank">Sondersendung &#8220;Haarige Angelegenheiten&#8221;</a></p>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Akademikersteuer: Alternative zu den Studiengeb&#252;hren</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/01/10/2010/studiengebuehren-zahlen-ja-aber-wie/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Oct 2010 08:24:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicolas Miehlke</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Die Landesregierung schafft die Studiengeb&#252;hren ab. Aber mit ihnen haben sich die Bedingungen an den Hochschulen verbessert. Wo soll das Geld nun herkommen, damit die Unis nicht an der Bildung sparen m&#252;ssen und das Land sich nicht weiter verschuldet?


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Beschluss der Landesregierung steht: Sie will die Studiengeb&uuml;hren zum Wintersemester 2011/12 abschaffen. Die dann fehlenden 250 Millionen Euro, die bislang durch Studiengeb&uuml;hren eingenommen wurden, sollen vom Land &uuml;bernommen werden. Doch Nordrhein-Westfalen sitzt bereits auf einer ungeheuren Schuldenlast von etwa 150 Milliarden Euro, die k&uuml;nftige Generationen zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen. Welche sonstigen finanziellen M&ouml;glichkeiten gibt es, um gute Bildung an deutschen Hochschulen zu gew&auml;hrleisten?</strong></p>
<div id="attachment_40335" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/09/geld-jorg-siebauer-pixeliode.jpg"><img class="size-medium wp-image-40335" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/09/geld-jorg-siebauer-pixeliode-300x200.jpg" alt="Welche alternativen Modelle gibt es, um unser Bildungssystem zu finanzieren? Foto: J&ouml;rg Siebauer/pixelio.de" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Welche alternativen Modelle gibt es, um unser Bildungssystem zu finanzieren? Foto: J&ouml;rg Siebauer/pixelio.de</p></div>
<p>Falls die Landesregierung mit ihrem Vorhaben doch noch scheitert, die Studiengeb&uuml;hren abzuschaffen, m&uuml;ssten die Studenten weiter flei&szlig;ig zahlen. Viele k&ouml;nnten ihr Studium nur &uuml;ber Kredite finanzieren. Aber zumindest deren Bedingungen sollte die Regierung verbessern. Bereits jetzt kann die NRW.Bank die Geb&uuml;hren &uuml;bernehmen: Sie m&uuml;ssen dann erst nach dem Ende des Studiums zur&uuml;ckgezahlt werden – allerdings leicht verzinst. In anderen Bundesl&auml;ndern war der Kredit teilweise zinsfrei, als dort noch Geb&uuml;hren erhoben wurden: im Saarland zum Beispiel bis zwei Jahre nach dem Studium, in Hessen f&uuml;r alle BAf&ouml;G-Empf&auml;nger.</p>
<p>Das Darlehen bietet w&auml;hrend des Studiums zwar freie Bahn, allerdings sitzt der Student zu Beginn seines Berufslebens auf einem nicht geringen Schuldenberg. Problematisch ist das vor allem f&uuml;r Studenten, die nach dem Abschluss keinen Job finden. Deswegen w&auml;re es auch denkbar, die R&uuml;ckzahlungsbedingungen f&uuml;r Absolventen zu verbessern.</p>
<p><strong>Generationenvertrag: ein stabiles System</strong></p>
<div id="attachment_40337" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/09/whu-innenhof.jpg"><img class="size-medium wp-image-40337" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/09/whu-innenhof-300x200.jpg" alt="Durch den Generationenvertrag der WHU erfolgt die Bezahlung im Nachhinein, abh&auml;ngig vom Gehalt. Foto: WHU" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Durch den Generationenvertrag der WHU erfolgt die Bezahlung im Nachhinein, abh&auml;ngig vom Gehalt. Foto: WHU</p></div>
<p>Eine Alternative zu den Studiengeb&uuml;hren w&auml;re der umgekehrte Generationenvertrag. Die private „Wissenschaftliche Hochschule f&uuml;r Unternehmensf&uuml;hrung“ (WHU) in Vallendar nahe Koblenz macht’s vor: Die Geb&uuml;hren werden w&auml;hrend des Studiums von der brain capital GmbH &uuml;bernommen. „Die R&uuml;ckzahlung erfolgt nicht wie ein Kredit mit festen Raten, sondern abh&auml;ngig vom sp&auml;teren Einkommen“, erkl&auml;rt der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von brain capital, Marco Vietor. So zahlen Absolventen zehn Jahre lang 7,5% ihres Einkommens – allerdings erst ab einem Mindesteinkommen von 30.000 Euro im Jahr. Und auch erst, wenn sie in den Beruf eingestiegen sind: Ein Master oder eine Promotion nach dem Bachelor ist auf diese Weise ohne finanziellen Druck m&ouml;glich.</p>
<p>„Der gro&szlig;e Vorteil ist, dass das Kapital nicht verbraucht wird, wie bei einem Stipendienprogramm, sondern, dass es erhalten bleibt: Irgendwann entsteht ein stabiles System“, sagt Vietor. Vielverdiener fangen den niedrigen Beitrag von Geringverdienern auf. Das einzige Problem: Zun&auml;chst m&uuml;sste ein hinreichend gro&szlig;es Startkapital her, weil sich der Generationenvertrag erst nach Jahren selbst tr&auml;gt. Im kleinen Rahmen der WHU war dies durch Unterst&uuml;tzung der Ehemaligen m&ouml;glich – aber f&uuml;r ein ganzes Bundesland?</p>
<p><strong>Akademikersteuer: die faire Abgabe</strong></p>
<div id="attachment_40336" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/09/st-johns-college-rolf-handke-pixeliode.jpg"><img class="size-medium wp-image-40336" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/09/st-johns-college-rolf-handke-pixeliode-300x198.jpg" alt="England diskutiert &uuml;ber eine Akademikersteuer. Im Bild: Das altehrw&uuml;rdige St. John's College, Cambridge. Foto: Rolf Handke/pixelio.de" width="300" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">England diskutiert &uuml;ber eine Akademikersteuer. Im Bild: Das altehrw&uuml;rdige St. John&#39;s College, Cambridge. Foto: Rolf Handke/pixelio.de</p></div>
<p>Auf Landes- oder gar Bundesebene spricht vieles f&uuml;r eine Akademikersteuer, wie sie derzeit auch in Gro&szlig;britannien diskutiert wird. Dadurch w&uuml;rde das Einkommen von Hochschulabsolventen mit zus&auml;tzlichen Steuern von f&uuml;nf Prozent belastet. Der Vorteil: Es w&uuml;rde alle Ehemaligen sofort erfassen. „Die Studierenden zahlen f&uuml;r ihr Studium in dem Augenblick, in dem sie von ihm profitieren. Und wenn sie nicht profitieren, weil ihr Einkommen zu niedrig ist, zahlen sie auch nicht. Das ist fair“, sagt Andreas Schl&uuml;ter, Generalsekret&auml;r des Stifterverbandes f&uuml;r die Deutsche Wissenschaft.</p>
<p>Die Politik k&ouml;nnte sogar soweit gehen, es als Akademiker<em>abgabe</em> durchzusetzen: Abgaben sind per Definition zweckgebunden und gingen so direkt an die Hochschulen, wohingegen eine Akademiker<em>steuer</em> zum Stopfen von Haushaltsl&ouml;chern missbraucht werden k&ouml;nnte.</p>
<p>Klar ist: Die Politik muss eine L&ouml;sung finden. Mit der Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren und der Finanzierung auf Pump aus der Landeskasse ist nichts gel&ouml;st, im Gegenteil. Es muss eine deckende Finanzierung geben, um auch in Zukunft gute Studienbedingungen zu erm&ouml;glichen. In der globalisierten Welt wird Wissen zur wichtigsten Ressource Deutschlands – und die Bildungsfrage zur Schicksalsfrage.</p>


<p>Keine ähnlichen Beiträge bisher.</p>]]></content:encoded>
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