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	<title>pflichtlektüre &#187; Moritz Tschermack</title>
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	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Wed, 23 May 2012 17:50:58 +0000</pubDate>
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		<title>IT-Sicherheit: Die Profi-Hacker von der RUB</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jan 2011 10:11:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Tschermack</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>

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		<category><![CDATA[E-Postbrief]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Team der RUB testete den E-Postbrief auf Herz, Nieren und Sicherheitsrisiken. Nach sechs Wochen Arbeit hatten die Berufshacker so einige Probleme entdeckt – und bekamen tausende Euro Belohnung.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit der Entwicklung von Computer-Programmen und Internet-Communities kann man eine Menge Geld verdienen. Mit dem Aufsp&uuml;ren ihrer Fehler aber auch: Eine Gruppe der Bochumer Ruhr-Universit&auml;t hat sich den E-Postbrief mal ganz genau angeschaut. Und daf&uuml;r mehrere tausend Euro Belohnung bekommen.</strong></p>
<div id="attachment_50505" class="wp-caption alignright" style="width: 334px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/01/sxchu.jpg"><img class="size-full wp-image-50505  " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/01/sxchu.jpg" alt="Mario Heiderich und seine Kollegen w&uuml;hlen sich auf der Suche nach Sicherheitsl&uuml;cken durch kryptische Internetcodes. Foto: gusmolina/sxc.hu" width="324" height="119" /></a><p class="wp-caption-text">Hacker dringen in Computersysteme ein, knacken Internetcodes - manchmal auch f&uuml;r eine gute Sache. Foto: gusmolina/sxc.hu</p></div>
<p><span>Im Leben von Mario Heiderich dreht sich alles um Sicherheit. Im beruflichen Leben. Heiderich ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universit&auml;t Bochum. Am Lehrstuhl f&uuml;r Netz- und Datensicherheit hat er eine halbe Stelle und widmet der Sicherheit im Internet seine Zeit: Der 29-J&auml;hrige sucht nach Sicherheitsl&uuml;cken von Webseiten und Browsern, testet Netz-Applikationen auf Sicherheitsrisiken. „Wir wollen sie gegen Angriffe von au&szlig;en absichern – und damit auch die User“, sagt er.</span></p>
<p><strong>Sicherheits-Check f&uuml;r die Post</strong></p>
<p><span>Zuletzt schaute sich Heiderich mit acht Kollegen den E-Postbrief der Deutschen Post genauer an. Das Unternehmen initiierte den „Deutsche Post Security Cup“ und versprach bis zu 5000 Euro Belohnung pro aufgesp&uuml;rten Programmierfehler. „Ein ziemlich hohes Preisgeld f&uuml;r eine Challenge“, sagt Heiderich. Selbst gro&szlig;e Internet-Firmen wie Google oder Mozilla w&uuml;rden nicht derartige Betr&auml;ge in Aussicht stellen.</span></p>
<div id="attachment_50508" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/01/mario-heiderich-i.jpg"><img class="size-full wp-image-50508" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/01/mario-heiderich-i.jpg" alt="Mario Heiderich testet im Namen der RUB Webseiten und Browser auf Programmierfehler. Foto: Timo Derstappen" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Mario Heiderich testet im Namen der Ruhr-Universit&auml;t Bochum Webseiten und Browser auf Programmierfehler. Foto: Timo Derstappen</p></div>
<p>„Eine solche Investition lohnt sich aber dennoch f&uuml;r das Unternehmen&#8221;, sagt Thorsten Holz. Er ist Junior-Professor f&uuml;r Elektro- und Informationstechnik an der RUB und sa&szlig; in der vierk&ouml;pfigen Jury des Wettbewerbs. Die Post wolle schlie&szlig;lich ein System schaffen, dem die Leute vertrauen, so Holz. Da m&uuml;sse auf jeden Fall verhindert werden, dass jemand den Inhalt der Nachrichten mitlesen k&ouml;nne. Schlie&szlig;lich verspricht die Post in der Werbung, dass man sich mit ihrem kostenpflichtigen E-Mail-Dienst, dem E-Postbrief, „auf der sicheren Seite“ befinde. Und das ist wichtig: vor allem bei vertraulichen Dokumenten oder beim Schriftwechsel mit Beh&ouml;rden. Um die versprochene Sicherheit auch gew&auml;hrleisten zu k&ouml;nnen, schrieb die Post den Hacker-Wettbewerb aus und lie&szlig; sich das einiges kosten.</p>
<p><strong>Aus der Sicht des Angreifers</strong></p>
<p><span>Die Security-Szene jedenfalls war entz&uuml;ckt von der Ausschreibung: 106 Teams aus der ganzen Welt meldeten sich f&uuml;r den sechsw&ouml;chigen Wettbewerb an, 14 durften am Ende teilnehmen. Eines davon: das Team der RUB um Mario Heiderich.</span></p>
<p>Zusammen mit zwei Doktoranden und sechs Studenten der Ruhr-Universit&auml;t w&uuml;hlte Mario Heiderich sich durch die Codes des E-Post-Services – alle Team-Mitglieder zusammengerechnet grob 300 Stunden lang. „Wir machten Verhaltensanalysen und stellten uns die Frage: Wie reagiert die Applikation in welchen Situationen?“, so Heiderich. Die Gruppe operierte dabei aus der Sicht des Angreifers, hatte also das Ziel, E-Mails mit sch&auml;dlichen Inhalten durch das System zu boxen. „So wollten wir den Empf&auml;nger-Account &uuml;bernehmen oder zumindest das Passwort stehlen“, erz&auml;hlt Heiderich.</p>
<div id="attachment_50506" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/01/sxchu1.jpg"><img class="size-full wp-image-50506" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/01/sxchu1.jpg" alt="Die Teilnehmer der RUB operierten aus der Sicht des Angreifers: Sie wollten Passw&ouml;rter stehlen und fremde Accounts &uuml;bernehmen. Foto: rolve/sxc.hu" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Die Teilnehmer der RUB operierten aus der Sicht des Angreifers: Sie wollten Passw&ouml;rter stehlen und fremde Accounts &uuml;bernehmen. Foto: rolve/sxc.hu</p></div>
<p><strong>Tausende Euro f&uuml;r sechs Wochen Arbeit</strong></p>
<p>Im Team der RUB hatte man sich darauf geeinigt, dass jeder, der einem Sicherheitsrisiko des E-Postbriefes auf die Spur kam, es auch alleine aufdecken durfte. „Derjenige, der einen Programmierfehler fand, bekam dann auch die gesamte Belohnung“, so Heiderich.<br />
Schon nach wenigen Tagen stie&szlig; das RUB-Team auf die ersten kleineren Probleme im System. Immer wenn auch die Jury sie als wirkliche Bedrohungen anerkannte, gab es dann jeweils 1000 Euro Pr&auml;mie. „Nach zwei, drei Wochen kannten wir die Applikation besser. Da haben wir dann auch gr&ouml;&szlig;ere Sicherheitsrisiken entdeckt“, sagt Heiderich - und f&uuml;r die gab es jeweils die versprochenen 5000 Euro.</p>
<p>Nach sechs Wochen hatte die Mannschaft aus Bochum neun neue Angriffswege auf die Applikation ausfindig gemacht. Keines der 13 anderen Teams war erfolgreicher, der „Deutsche Post Security Cup“ ging damit ins Ruhrgebiet. Und Mario Heiderich bekam ein Preisgeld im zweistelligen Tausenderbereich: Er hatte alle vier gro&szlig;en Programmierfehler gefunden, machte drei kleinere Sicherheitsl&uuml;cken alleine und zwei zusammen mit der Gruppe ausfindig.</p>
<p><strong>Normalerweise f&uuml;r Xing und Microsoft auf Fehlersuche</strong></p>
<p><span>Dabei war es f&uuml;r Heiderich „die erste Teilnahme an einem Event mit solch sportlichem Charakter“. Normalerweise arbeitet er direkt f&uuml;r Unternehmen. Unter anderem sucht er im Auftrag der Betreiber der Internet-Community Xing nach Sicherheitsrisiken auf deren Webseite. Im Januar diesen Jahres nahm ihn Microsoft unter Vertrag. F&uuml;r den Computer-Riesen aus den USA testet Heiderich an drei bis vier Tagen in der Woche den neuen Internet Explorer. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei – wie sollte es anders sein – auf </span>der Sicherheit des Browsers.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.nds.rub.de/" target="_blank">Web: Der Lehrstuhl f&uuml;r Netz- und Datensicherheit der RUB</a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,668423,00.html" target="_blank">Web: Guter Hacker, b&ouml;ser Hacker (Spiegel Online)</a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/hacker-fuer-die-gute-sache-1.165284" target="_blank">Web: Hacker – F&uuml;r die gute Sache (sueddeutsche.de)</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Kino-Tipp: Black Swan</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/20/01/2011/kino-tipp-black-swan/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/20/01/2011/kino-tipp-black-swan/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 06:30:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moritz Tschermack</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kino-Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Primaballerina droht Nina (Natalie Portman) an einer Schwanensee-Inszenierung zu zerbrechen. "Black Swan", ein paranoider Psychothriller &#252;ber die Hingabe zum Ballett. Ab 20.1 im Kino.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm; background: none repeat scroll 0% 0% transparent; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 100%; page-break-inside: auto; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none; page-break-before: auto; page-break-after: auto;" lang="de-DE" align="LEFT">
<p style="margin-bottom: 0cm; background: none repeat scroll 0% 0% transparent; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 100%; page-break-inside: auto; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none; page-break-before: auto; page-break-after: auto;" lang="de-DE" align="LEFT"><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Helvetica,sans-serif;"><span style="font-size: small;"><span style="background: none repeat scroll 0% 0% transparent;"><img class="aligncenter size-full wp-image-50047" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/01/logo_kino-tipp1.jpg" alt="logo_kino-tipp1" width="600" height="200" /></span></span></span></span></strong></p>
<p><strong>In seinen Filmen interessiert sich US-Regisseur Darren Aronofsky nur bedingt f&uuml;r Genre-Grenzen. Bei &#8220;Pi&#8221; war das so, bei &#8220;The Fountain&#8221; und &#8220;The Wrestler&#8221; auch. In seinem neuesten Streifen &#8220;Black Swan&#8221; packt er Psychothriller- mit Horror-Elementen zusammen, stellt eine Mischung aus Drama und Tanzfilm her. Und scheut sich dabei nicht vor den ganz gro&szlig;en Themen: &#8220;Black Swan&#8221; handelt von Leben und Tod, Ehrgeiz und Erfolg, Konkurrenz und Missgunst. Mittendrin: Ballettt&auml;nzerin Nina Sayers, gespielt von Natalie Portman, die f&uuml;r ihre Rolle mit dem Golden Globe als &#8220;Beste Dramadarstellerin&#8221; ausgezeichnet wurde.</strong></p>
<div id="attachment_50042" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-50042" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/01/black-swan-auftritt-300x200.jpg" alt="Nina Sayers will die Hauptrolle in der Schwanensee-Inszenierung. Foto: Twentieth Century Fox" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Nina Sayers (Natalie Portman) will die Hauptrolle in Tschaikowskis Schwanensee – um jeden Preis. Foto: 20th Century Fox</p></div>
<p><strong></strong>Nina Sayers tanzt Ballett. Und das ziemlich vielversprechend: Als Choreograf Thomas Leroy (Vincent Cassel) an der New Yorker Kompanie die neue Saison einl&auml;utet, soll Nina Peter Tschaikowskis Schwanensee proben. Darum macht sie sich auch Hoffnungen auf die Rolle der Schwanenk&ouml;nigin: Sie will den wei&szlig;en und schwarzen Schwan zugleich spielen - einerseits die jungfr&auml;uliche Unschuld Odette, andererseits die verf&uuml;hrerische D&auml;monin Odile.</p>
<p>Nina bekommt die Doppelrolle. Tanzlehrer Leroy aber hat seine Zweifel. Seine neue Primaballerina wohnt trotz ihrer knapp 30 Jahre noch zu Hause bei ihrer bestimmenden Mutter (Barbara Hershey), hat ein rosafarbenes Kinderzimmer und schl&auml;ft jeden Abend zu den Kl&auml;ngen einer Spieluhr ein. Auch mit M&auml;nnern hat Nina nichts zu tun. Perfekt passt sie damit in die Rolle der unschuldigen Odette - aber wie soll sie die durchtriebene Odile glaubhaft auf die B&uuml;hne bringen?</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;">Zum Reinh&ouml;ren:</p>
<p><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/01/perfektion.mp3">Nina Sayers (Natalie Portman): &#8220;Ich will eben perfekt sein.&#8221;</a></div>
<p>Der strenge Tanzlehrer Leroy r&auml;t Nina, Neues auszuprobieren: Sie solle sich selbst befriedigen, lockerer werden, das Leben au&szlig;erhalb des Ballettstudios kennenlernen. Die ehrgeizige T&auml;nzerin folgt den Anweisungen des schmierig-charmanten Chefs nach anf&auml;nglicher Skepsis, betrinkt sich, nimmt Drogen, lehnt sich gegen die h&auml;usliche Herrschaft der Mutter auf. Sie hat sogar Sex mit der T&auml;nzerin Lily (Mila Kunis), die gleichzeitig auch ihre gr&ouml;&szlig;te Konkurrentin um die Hauptrolle im Schwanensee ist. Sie verk&ouml;rpert das, was Nina bisher fehlte: die Seite der verruchten Odile.</p>
<div id="attachment_50046" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-50046" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/01/black-swan-spiegel-i-300x200.jpg" alt="Darren Aronofskys Verwirrspiel: Das Spiegelbild vom Spiegelbild vom Spiegelbild... Foto: Twentieth Century Fox" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Aronofskys Verwirrspiel: Ninas (Natalie Portman) Spiegelbild vom Spiegelbild vom Spiegelbild. Foto: 20th Century Fox</p></div>
<p><strong>Was ist wahr und was Einbildung?</strong></p>
<p>Auf der verzweifelten Suche nach ihrer dunklen Seite verliert Nina zunehmend das Gef&uuml;hl daf&uuml;r, was wahr und was Einbildung ist. Und auch der Zuschauer kann nie sicher sein, was Realit&auml;t und was Schein ist.<br />
Regisseur Darren Aronofsky folgt mit der Kamera immer nur Nina. Man sieht ausschlie&szlig;lich das, was sie sieht. Oder sich eben einbildet. Die Grenzen zwischen Wirklichkeit, Albtraum und Halluzination verschwimmen. Woher kommen die seltsamen Kratzspuren an Ninas R&uuml;cken? Ist die Aff&auml;re zwischen Lily und Ballettlehrer Thomas real? Und wer wird im furiosen zehnmin&uuml;tigen Finale wirklich umgebracht?</p>
<p><strong>Fiebriges Verwirrspiel</strong></p>
<p>Aronofsky benutzt dieses Verwirrspiel in seinem Film ganz bewusst. Der Einsatz einer Handkamera macht die Handlungen fiebrig und dynamisch. Es bleibt keine Zeit zum Nachdenken. Der Regisseur peitscht seine Schauspieler wie Choreograf Leroy seine T&auml;nzerinnen zu H&ouml;chstleistungen. Er geht gnadenlos mit ihnen um. Ballett ist f&uuml;r Darren Aronofsky Schmerz - physisch wie seelisch. Und genau den m&uuml;ssen die Darsteller verk&ouml;rpern.</p>
<div id="attachment_50045" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-50045" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/01/black-swan-regisseur.jpg" alt="Darren Aronofsky schuf mit Black Swan einen sehr fiebrigen, dynamischen Film. Foto: Twentieth Century Fox" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Darren Aronofsky schuf mit &quot;Black Swan&quot; einen fiebrigen, dynamischen Film. Foto: 20th Century Fox</p></div>
<p>Immer und &uuml;berall sind Spiegel im Film zu sehen. In Ninas Wohnung, im Tanzsaal, auf der Toilette und in der Garderobe der Ballerinas. Aronofsky bedient sich in Massen dieser recht plumpen Metapher f&uuml;r Ninas fortschreitende Pers&ouml;nlichkeitsspaltung. Aber sie wirkt: Das Stilmittel tr&auml;gt dazu bei, die Realit&auml;t unscharf werden zu lassen; es tr&auml;gt zur gewollten Zweideutigkeit bei, wenn die Spiegelbilder sich auf einmal verselbstst&auml;ndigen, anstatt widerzuspiegeln.</p>
<p><strong>Portmans antrainierte Perfektion</strong></p>
<p>Der Film besticht aber vor allem durch Hauptdarstellerin Natalie Portman. Sie schafft in &#8220;Black Swan&#8221; das, was Filmfigur Nina in den Ballett-Proben krampfhaft versucht zu erreichen: Perfektion. Portman tanzt &uuml;berzeugend, spielt ihre Rolle hervorragend. Monatelang nahm sie daf&uuml;r Tanzunterricht, teilweise acht Stunden am Tag. Sie bringt das Leben einer Ballettt&auml;nzerin glaubhaft auf die Leinwand.</p>
<p>Portmans Glanzleistung hat vermutlich zum gro&szlig;en Erfolg von &#8220;Black Swan&#8221; in den US-Kinos beigetragen. 70 Millionen Dollar spielte der Film dort ein, beinahe das Sechsfache der Produktionskosten. Und das ohne gro&szlig;e Knalleffekte, ohne wilde Verfolgungsjagden. Es ist eben kein Blockbuster, den Darren Aronofsky geschaffen hat. Vielmehr ist &#8220;Black Swan&#8221; ein Psychogramm einer Ballerina. In einigen Szenen ist der Film erschreckend, in anderen Szenen ekelhaft. Er ist aber stets so spannend inszeniert, dass man immer weiter zuschauen will.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://www.pflichtlektuere.com/20/01/2011/kino-tipp-black-swan/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p><a href="http://www.pflichtlektuere.com/category/kino_tipp/"><img class="aligncenter size-full wp-image-50048" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/01/teaser-fuer-kinorubrik.jpg" alt="teaser-fuer-kinorubrik" width="596" height="192" /></a></p>


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