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	<title>pflichtlektüre &#187; Lukas Schürmann</title>
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	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Wed, 23 May 2012 17:50:58 +0000</pubDate>
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		<title>Rechts im Museum: Sarrazin spricht in Duisburg</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/01/12/2010/rechts-im-museum-sarrazin-spricht-in-duisburg/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 16:47:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Schürmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>

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		<category><![CDATA[Thilo Sarrazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Thilo Sarrazin stellte jetzt in Duisburg sein Buch "Deutschland schafft sich ab" vor. Die pflichtlekt&#252;re war dabei und fragt: Wem n&#252;tzt eine solche Lesung?


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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_45731" class="wp-caption alignleft" style="width: 198px"><img class="size-medium wp-image-45731" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/12/sarrazin_tdeutschland_schafft_sich_ab_102168-188x300.jpg" alt="Der Stein des Ansto&szlig;es: &quot;Deutschland schafft sich ab.&quot; Quelle: DVA Verlag" width="188" height="300" /> <p class="wp-caption-text">Der Stein des Ansto&szlig;es: &quot;Deutschland schafft sich ab.&quot; Quelle: DVA Verlag</p></div>
<p><strong>Thilo Sarrazin sorgte mit seinem Buch &#8220;Deutschland schafft sich ab&#8221; f&uuml;r viel Wirbel. Jetzt las der Autor in Duisburg aus seinem umstrittenen Werk. Die pflichtlekt&uuml;re war dabei, schildert die in jeder Hinsicht bemerkenswerte Veranstaltung und geht auch der Frage nach: Wem n&uuml;tzt eine solche Lesung?</strong></p>
<p>Zuerst die Fakten: Im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr2010 ist im Lehmbruck-Museum Duisburg bis zum 9. Januar 2011 eine Ausstellung des Fotografen Horst Wackerbarth zu sehen, die sich mit &#8220;globaler Migration&#8221; besch&auml;ftigt. Besondere Aufmerksamkeit auf das Thema – Integration – soll am 29. November 2010 ein Vortrag von Thilo Sarrazin, Ex-Bundesbanker, Ex-Finanzsenator und bald wohl auch Ex-SPD-Mitglied, lenken.</p>
<p><strong>Sarrazin erkl&auml;rte sein Werk</strong></p>
<p>Sarrazin erkl&auml;rt an ebenjenem Montagabend etwa eine Dreiviertelstunde lang, was er mit „Deutschland schafft sich ab“ meint: Dass der demographische Wandel die Deutschen allm&auml;hlich aussterben l&auml;sst. Dass dies zu allerlei Problemen f&uuml;hren kann. Aber vor allem: Dass Migration dem deutschen Staat nur n&uuml;tzlich sein kann, wenn ausschlie&szlig;lich gebildete, folgsame Menschen einwandern, die auch willens sind, Deutsch zu sprechen und sich anzupassen. Und, dass diese Einstellung statistisch weniger h&auml;ufig bei islamischen Einwanderer anzutreffen ist.</p>
<p>Sarrazin wird dabei nicht m&uuml;de zu betonen, dass er von Statistiken spreche, denen man nicht vollst&auml;ndig und blau&auml;ugig trauen d&uuml;rfe, dass somit nicht einzelne Menschen, sondern der Durchschnitt der Migranten gemeint sei. Auch spreche er aus einer &ouml;konomischen Perspektive. Dass sein Buch als kalt oder technokratisch bezeichnet werde, h&auml;nge sicherlich damit zusammen.</p>
<p>Nebenher verurteilt der &Ouml;konom die Gastarbeiter-Politik der 60er und 70er Jahre, ohne die der Bergbau im Ruhrgebiet wesentlich eher beendet worden w&auml;re – davon h&auml;tte Deutschland, so Sarrazin, nur profitieren k&ouml;nnen. Insgesamt zieht er den Schluss, dass jedes Land selbst f&uuml;r die eigenen Probleme sorgen m&uuml;sse.</p>
<p><strong>Sarrazins Gespr&auml;chspartner<br />
</strong></p>
<p>Die Veranstaltung st&ouml;ren nicht nur die dumpf durch die Glasfassade des Museums schallenden Ges&auml;nge der vor der Kunsthalle aufmarschierten Anti-Rassismus-Demonstranten. Vielmehr noch wird ein ernsthafter Diskurs dadurch verhindert, dass die Veranstalter um Museumschef Raimund Stecker dem Sarrazin als Gespr&auml;chspartner den Duisburger Kulturdezernenten Karl Janssen sowie den Fotografen Horst Wackerbarth zur Seite gestellt haben.</p>
<p>K&uuml;nstler Wackerbarth, der vor allem f&uuml;r die Verwendung einer roten Couch in seinen Portrait-Aufnahmen bekannt ist, setzt der Sarrazin&#8217;schen Agenda die Utopie einer Welt ohne Nationalstaaten entgegen und verweist auf den einzelnen, gut integrierten Mitb&uuml;rger; Kulturdezernent Janssen greift auf argumentative, leider nicht untermauerte Integrations-Lobpreisungen zur&uuml;ck – weshalb und vor allem wie Deutschland von Integration profitieren k&ouml;nne, f&uuml;hrt er nicht aus. Erst diese Gedanken h&auml;tten Sarrazins Nur-die-Schlauen-sind-n&uuml;tzlich-Parolen den Wind aus den Segeln nehmen bzw. eine ernsthafte Diskussion erm&ouml;glichen k&ouml;nnen.</p>
<p><strong>Ignoranz des Publikums</strong></p>
<div id="attachment_45732" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-45732" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/12/sarrazin_book_pres_b3-300x200.jpg" alt="Wo er auftritt, wird es laut: Auch in Duisburg l&ouml;st Thilo Sarrazin heftige Diskussionen aus. Foto: Richard Hebstreit / wikimedia Commons" width="300" height="200" /> <p class="wp-caption-text">Wo er auftritt, wird es laut: Auch in Duisburg l&ouml;st Thilo Sarrazin heftige Diskussionen aus. Foto: Richard Hebstreit / wikimedia Commons</p></div>
<p>So wird der Abend abseits von Utopie und Plattit&uuml;de vor allem durch die latente Xenophobie und Ignoranz eines &uuml;berwiegenden Teils des Publikums bestimmt. Angefangen beim Ruf &#8220;Wer sind Sie denn?&#8221;, als der Fotograf Horst Wackerbarth die B&uuml;hne betritt, zeigt es &uuml;ber teils frenetischen, teils ausbleibenden Applaus und durch Zwischenrufe und Wortbeitr&auml;ge, dass es nicht zur Reflexion der Sarrazin&#8217;schen Thesen gekommen ist, sondern diese nur benutzt, um alte Ressentiments gegen&uuml;ber Fremden in das salontauglich erscheinende Kost&uuml;m von Sarrazins wissenschaftlicher Argumentation zu stecken. Besondere Beachtung verdient sich ein Herr, der ausf&uuml;hrt, seine Mutter und er h&auml;tten das zerbombte Deutschland wieder aufgebaut, doch diese Leistung werde nun zerst&ouml;rt: &#8220;Die T&uuml;rken bluten uns aus!&#8221;</p>
<p>Die wenigen f&uuml;r Toleranz und &Ouml;ffnung eintretenden Wortbeitr&auml;ge gehen meist in Buh-Rufen oder Gel&auml;chter unter.</p>
<p><strong>Wem n&uuml;tzt die Lesung?</strong></p>
<p>Am Ende bleibt die Frage: Wem hat die Veranstaltung gen&uuml;tzt? Herrn Sarrazin, der ein Honorar kassiert und einige B&uuml;cher verkauft. Dem Veranstalter, der sein Haus medienwirksam pr&auml;sentiert. Dem Duisburger Kulturdezernenten Janssen, der kostenlos integrations- und wahlwerbend auftritt. Dem Fotografen Wackerbarth, dessen Bilder im Zuge der Veranstaltung besprochen, betrachtet, bisweilen bewundert werden. Dem Publikum, das sich in seiner Meinung pro oder contra Einwanderung best&auml;tigt sieht oder den eigenen Standpunkt &uuml;berdenkt.<br />
Trotzdem: Richtig gl&uuml;cklich wirkt am Ende niemand.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;">Eine Vorstellung des Buches beim DVA-Verlag findet ihr <a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=296641" target="_blank">hier</a></p>
<p><span style="color: #ffffff;"><a href="http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Sarrazin-nennt-Kulturdezernenten-strohdoof-id4002599.html" target="_blank">Ein Bericht</a> von derwesten.de zur Duisburger Veranstaltung</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">Es geht auch anders: pflichtlektuere.com stellt <a href="http://www.pflichtlektuere.com/25/11/2010/das-anti-sarrazin-buch/" target="_blank">hier</a> ein &#8220;Anti-Sarrazin-Buch&#8221; vor</span></div>


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		</item>
		<item>
		<title>Fu&#223;ball auf dem Mars?!</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/05/07/2010/fuszball-auf-dem-mars/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/05/07/2010/fuszball-auf-dem-mars/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 22:24:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Schürmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[wm-special]]></category>

		<category><![CDATA[Fußball]]></category>

		<category><![CDATA[Golf]]></category>

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		<category><![CDATA[WM]]></category>

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		<description><![CDATA[2114: Seit rund f&#252;nf Jahren leben einige hundert Wissenschaftler auf dem Mars. Wenn sie nicht gerade versuchen, die Atmosph&#228;re mit Sauerstoff anzureichern oder Wasser aus gefrorenen Lagern unter der Oberfl&#228;che des Planeten zu gewinnen, suchen sie nach einer m&#246;glichen Mars-Nationalsportart – Fu&#223;ball wird es n&#228;mlich nicht.
Das &#34;Mars Stadium&#34; muss wohl eine Skizze bleiben. Foto: NASA [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>2114: Seit rund f&uuml;nf Jahren leben einige hundert Wissenschaftler auf dem Mars. Wenn sie nicht gerade versuchen, die Atmosph&auml;re mit Sauerstoff anzureichern oder Wasser aus gefrorenen Lagern unter der Oberfl&auml;che des Planeten zu gewinnen, suchen sie nach einer m&ouml;glichen Mars-Nationalsportart – Fu&szlig;ball wird es n&auml;mlich nicht.</strong></p>
<div id="attachment_34667" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-34667" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/mars-stadium1-300x222.jpg" alt="Das &quot;Mars Stadium&quot; muss wohl eine Skizze bleiben. Foto: NASA / Montage: Lukas Sch&uuml;rmann" width="300" height="222" /><p class="wp-caption-text">Das &quot;Mars Stadium&quot; muss wohl eine Skizze bleiben. Foto: NASA / Montage: Lukas Sch&uuml;rmann</p></div>
<p>Dabei h&auml;tte der Mars auf den ersten Blick durchaus Potenzial: Die Schwerkraft ist hier nur etwa ein Drittel so hoch wie auf der Erde – entsprechend k&ouml;nnten die Spieler h&ouml;her und weiter springen. Zudem fliegen die B&auml;lle weiter, aus einem normalen Pass wird schnell ein weiter Abschlag. Dies liegt daran, dass die Beschleunigung des Balles nach unten wesentlich schw&auml;cher ist als auf der Erde, Schussenergie und Masse des Balles allerdings gleich hoch sind – die Geschwindigkeit des Spiels w&auml;re auf dem Mars also dieselbe wie in Mailand, Madrid oder Manchester.</p>
<p>Allerdings fehlt es dem roten Planeten noch an atembarer Atmosph&auml;re, zudem laden Durchschnittstemperaturen von –55 Grad Celsius nicht gerade dazu ein, in Trikot und kurzer Hose auf dem staubig-roten Boden herumzulaufen. Also m&uuml;ssten potenzielle Fu&szlig;baller und Zuschauer dicke Schutzanz&uuml;ge tragen, die sie in ihrer Bewegungsfreiheit extrem einschr&auml;nken w&uuml;rden. Zus&auml;tzlich tr&auml;gt die d&uuml;nne Atmosph&auml;re auch keine Schallwellen, sodass weder Schiedsrichterpfiffe noch Zuschaueremotionen h&ouml;rbar w&auml;ren.</p>
<p>&Uuml;brigens: Bereits 1971 schlug der Amerikaner Alan Shepard auf dem Mond einen Golfball mehrere hundert Meter weit. Damit hat Golf die vielleicht besten Chancen, zur Nationalsportart des Mars erkl&auml;rt zu werden.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;">Alan Shepard golft auf dem Mond: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KZLl3XwlAIE" target="_blank">Hier gibt´s das Video.</a><br />
Wie sieht´s auf dem Mond mit Fu&szlig;ball aus? <a href="http://www.weltderphysik.de/_search/searchresult.php?URL=http%3A%2F%2Fwww.weltderphysik.de%2Fde%2F4642.php&amp;QUERY=fu%DFball+und+mond" target="_blank">weltderphysik.de hat die Antwort.</a><br />
NASA-Wissenschaftler Jesco von Puttkamer zur Frage: <a href="http://www.welt.de/print-welt/article657731/Werden_Menschen_den_Mars_besiedeln.html" target="_blank">K&ouml;nnen Menschen den Mars besiedeln?</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Nachtspeicherheizung - Das Laster der Studentenwohnung</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/30/06/2010/nachtspeicherheizung-das-laster-der-studentenwohnung/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/30/06/2010/nachtspeicherheizung-das-laster-der-studentenwohnung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 07:55:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Schürmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[campusmedien unter strom]]></category>

		<category><![CDATA[Bremer Energieinstitut]]></category>

		<category><![CDATA[Effizienz]]></category>

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		<category><![CDATA[IZE]]></category>

		<category><![CDATA[Nachtspeicherofen]]></category>

		<category><![CDATA[Strom]]></category>

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		<description><![CDATA[W&#228;rme erzeugen mit Strom – Nachtspeicher&#246;fen machen es m&#246;glich. Allerdings sind sie nicht nur h&#228;sslich und nehmen viel Platz weg, sondern sollen zudem Strom in rauen Mengen verbrauchen. In unserem medien&#252;bergreifenden Strom-Special kl&#228;ren wir unter anderem, wie &#246;konomisch und &#246;kologisch die &#214;fen wirklich sind.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>W&auml;rme erzeugen mit Strom – Nachtspeicher&ouml;fen machen es m&ouml;glich. Allerdings sind sie nicht nur h&auml;sslich und nehmen viel Platz weg, sondern sollen zudem Strom in rauen Mengen verbrauchen. In unserem medien&uuml;bergreifenden Strom-Special kl&auml;ren wir unter anderem, wie &ouml;konomisch und &ouml;kologisch die &Ouml;fen wirklich sind.</strong></p>
<div id="attachment_35667" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-35667" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/nachtspeicher-bild-neu-neu-300x245.jpg" alt="Niedrige Anschaffungskosten vs hohe Stromkosten: Nachtspeicher&ouml;fen sind nicht unumstritten. Foto: wikimedia commons." width="300" height="245" /><p class="wp-caption-text">Niedrige Anschaffungskosten vs hohe Stromkosten: Nachtspeicher&ouml;fen sind nicht unumstritten. Foto: wikimedia commons.</p></div>
<p>Zu vielen Studentenwohnungen geh&ouml;ren Nachtspeicherheizungen wie Filmposter an der Wand oder Bier auf dem Balkon. Manche Nutzer freuen sich &uuml;ber die ausbleibenden &Ouml;l- oder Gas-Rechnungen, andere w&uuml;nschen sich nichts sehnlicher als eine Zentralheizung im Keller. Allein in Dortmund gibt es rund 20 000 Nachtspeicher-Heizsysteme; in ganz Deutschland werden rund 1,4 Millionen Wohnungen elektrisch beheizt. pflichtlektuere.com hat sich im Rahmen des multimedialen Strom-Specials mit Nachtspeicherheizungen und ihrer Effizienz besch&auml;ftigt.</p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>Wie funktioniert´s?</strong></p>
<p><strong></strong>Nachtspeicherheizungen werden mit elektrischem Strom betrieben. Sie wandeln elektrische Energie in W&auml;rme um und geben diese allm&auml;hlich ab. Je nach Bauart speichern unterschiedliche &Ouml;fen die W&auml;rme unterschiedlich lange.</p>
<p>M&ouml;glich wird die elektrische W&auml;rmegewinnung durch ein metallisches Bauteil, den so genannten Heizwiderstand.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Heizwiderstand</strong></p>
<p style="color: white;">Ein Heizwiderstand wandelt elektrische Energie in W&auml;rme um. Er besteht aus elektrisch leitf&auml;higem Material mit hohem Widerstand. Durchflie&szlig;t es ein Strom, sorgt der hohe Widerstand daf&uuml;r, dass ein Teil der Energie als W&auml;rme verloren geht. Die erreichte W&auml;rme ist dabei abh&auml;ngig von der H&ouml;he des Widerstands und der angelegten Spannung.</p>
</div>
<p>Wie gut ein elektrisches Heizsystem funktioniert, h&auml;ngt von seiner Bauform ab. M&ouml;gliche Energieverluste k&ouml;nnen etwa entstehen, wenn nur Teile der erzeugten W&auml;rme an ihrem Zielort ankommen. Auch in Elektroherden besteht dieses Problem. Die L&ouml;sung: Die Heizwendel, also das von Strom durchflossene Metallbauteil, ist hier zumeist in eine Stahl- und Keramikkonstruktion eingebettet, wodurch der Wirkungsgrad erh&ouml;ht wird – die W&auml;rme kommt nur dort an, wo sie hingeh&ouml;rt: Unter Topf oder Pfanne.</p>
<p><strong>Warum ist Strom nachts billiger?</strong></p>
<p><strong></strong>Ihren Namen tr&auml;gt die Nachtspeicherheizung zu Recht. Denn ihr W&auml;rmespeicher wird in den so genannten Schwachlastzeiten – also nachts – aufgeheizt. Der zu diesen Zeiten bezogene Strom ist im Vergleich zum Normaltarif billiger.</p>
<div id="attachment_35675" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-35675" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/2-stromzahler-300x220.jpg" alt="Grundlaststrom ist g&uuml;nstiger – deshalb wird er &uuml;ber einen zweiten Stromz&auml;hler abgerechnet. Foto: Lukas Sch&uuml;rmann." width="300" height="220" /><p class="wp-caption-text">Grundlaststrom ist g&uuml;nstiger – deshalb wird er &uuml;ber einen zweiten Stromz&auml;hler abgerechnet. Foto: Lukas Sch&uuml;rmann.</p></div>
<p>Gabi Dobovisek vom Dortmunder Energieversorger „DEW21“ erkl&auml;rt, warum die Strompreise zeitweise niedriger sind: Sie seien auf den, im Tagesverlauf unterschiedlichen, Gesamtstromverbrauch der Bev&ouml;lkerung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Die elektrische Grundversorgung werde rund um die Uhr von so genannte Grundlastkraftwerken sichergestellt, so Dobovisek. Tags&uuml;ber gebe es allerdings Zeiten, in denen diese Grundversorgung nicht mehr ausreiche. Deswegen m&uuml;sse etwa durch die Verbrennung von Erdgas zus&auml;tzliche Energie bereitgestellt werden. Dies wirke sich auf den Preis pro Kilowattstunde aus, sodass dieser zu Spitzenzeiten h&ouml;her sei als nachmittags oder abends.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Kilowattstunde</strong></p>
<p style="color: white;">Stromz&auml;hler messen den Energieverbrauch in Kilowattstunden (kWh). Kern dieser Einheit ist das Watt, eine Einheit der Leistung – sie misst Energie pro Zeit. Ein Watt entspricht dabei einer Energie von einem Joule pro Sekunde.<br />
Eine Wattstunde entspricht der Energie, die eine Maschine mit einer Leistung von einem Watt in einer Stunde aufnimmt oder abgibt – eine Kilowattstunde sind tausend Wattstunden.</p>
</div>
<p>Wer seine Wohnung mithilfe eines Nachtspeichersystems beheizt, hat darum zwei voneinander getrennte Stromz&auml;hler – einer der beiden misst den normalen Stromverbrauch, der andere den spezifischen Verbrauch der Heizung. Nachts ist Strom schlie&szlig;lich g&uuml;nstiger.</p>
<p><strong></strong></p>
<div id="attachment_35664" class="wp-caption alignleft" style="width: 261px"><img class="size-medium wp-image-35664" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/458172_r_k_by_m-t_pixelio-251x300.jpg" alt="Bei der Verbrennung von Kohle oder Holz wird Prim&auml;renergie gewonnen. Foto: M T / pixelio.de." width="251" height="300" /><p class="wp-caption-text">Bei der Verbrennung von Kohle oder Holz wird Prim&auml;renergie gewonnen. Foto: M T / pixelio.de.</p></div>
<p><strong>Ist Heizen mit Strom effizient?</strong></p>
<p><strong></strong>Elektrische Energie stammt (abgesehen von alternativen Energiequellen) zumeist aus Verbrennungs- oder Atomkraftwerken. Dort wird W&auml;rme, die bei der Verbrennung von Kohle oder Gas oder bei der Spaltung von Atomkernen entsteht, mithilfe von Generatoren in elektrische Energie verwandelt. Nachtspeicherheizungen erzeugen aus ebenjener Energie wieder W&auml;rme. Die Frage mag aufkommen, ob dieses System effizient ist.</p>
<p>Eine 2007 vom Bremer Energieinstitut und vom Institut f&uuml;r Zukunftsenergiesysteme (IZE) erstellte Studie besch&auml;ftigt sich mit m&ouml;glichen Verbesserungen der Energieeffizienz durch den Ersatz von strombetriebenen Heizungen durch andere Heizungsformen. Die Forscher haben dabei festgestellt, dass elektrische Widerstandsheizungen „eine Verschwendung hochwertiger Energie f&uuml;r die Bereitstellung niederwertiger Raumw&auml;rme“ seien. Einfacher: Strom ist zu kostbar zum Heizen.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Prim&auml;renergie vs Sekund&auml;renergie</strong></p>
<p style="color: white;">Nat&uuml;rliche Energiequellen, wie Kohle, Sonnen- und Wind- oder Kernenergie, liefern Prim&auml;renergie. In Kohlekraftwerken wird etwa aus dem prim&auml;ren Energietr&auml;ger Kohle durch Verbrennung die Prim&auml;renergie W&auml;rme gewonnen.<br />
Von Sekund&auml;renergie spricht man, wenn man die Prim&auml;renergie – etwa die im Kraftwerk entstehende W&auml;rme – mithilfe von Umwandlungsprozessen, bei denen meist Energie verloren geht, in andere Energietr&auml;ger umgewandelt hat. In unserem Fall ist die elektrische Energie also eine Sekund&auml;renergie. Denn im Verbrennungs- oder Atomkraftwerk wurde W&auml;rme (Prim&auml;renergie) durch Verbrennung oder Spaltung erzeugt und in elektrische (Sekund&auml;r-)Energie umgewandelt. Je mehr Umwandlungsprozesse durchlaufen werden, umso mehr Chancen f&uuml;r Energieverluste bestehen. Daher w&auml;re es am effizientesten, mithilfe von Prim&auml;renergie zu heizen.</p>
</div>
<p><strong>Ist Heizen mit Strom &ouml;kologisch unbedenklich?</strong></p>
<p><strong></strong>In der bereits zitierten Studie stellen die Forscher auch dar: Bezogen auf CO2-Emissionen pro Kilowattstunde Endenergie seien Nachtspeicher&ouml;fen anderen Heizsystemen klar unterlegen. Verglichen mit einer Gasbrennwertheizung (einer besonderen Form des Heizkessels) seien die Emissionen pro kWh 3,6 mal so hoch, gegen&uuml;ber einer Holzpellet-Heizung sogar um den Faktor 13 h&ouml;her. Insgesamt verursachten Stromheizungen einen j&auml;hrlichen CO2-Aussto&szlig; von 30 Millionen Tonnen.</p>
<p><strong>Und jetzt?</strong></p>
<p><strong></strong>Aus den Gr&uuml;nden der Effizienz und Umweltvertr&auml;glichkeit fordern die beteiligten Institute neue F&ouml;rderprogramme, mit deren Hilfe die Umstellung von Nachtspeicher&ouml;fen zu anderen Heizsystemen vereinfacht werden soll. Auch DEW21-Pressesprecherin Gabi Dobovisek h&auml;lt fest: „Nachtspeicher sind eigentlich ein Auslaufmodell.“</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/studie_stromheizungen.pdf" target="_blank">Die zitierte Studie des Bremer Energieinstituts &amp; des IZE</a></p>
</div>
<p><em>Teaserbild: Peter Kirchhoff / pixelio.de</em></p>


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		</item>
		<item>
		<title>Physik f&#252;r Geisteswissenschaftler - Was ist Strom?</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/30/06/2010/physik-fuer-geisteswissenschaftler-was-ist-strom/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/30/06/2010/physik-fuer-geisteswissenschaftler-was-ist-strom/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 07:47:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Schürmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

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		<description><![CDATA[Physiker w&#252;rden auf die Frage „Was ist Elektrizit&#228;t?“ mit mathematischen Formeln antworten, die wesentlich mehr griechische Buchstaben als arabische Zahlen enthalten. pflichtlektuere.com bem&#252;ht sich um eine einfachere Beantwortung.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Physiker w&uuml;rden auf die Frage „Was ist Elektrizit&auml;t?“ mit mathematischen Formeln antworten, die wesentlich mehr griechische Buchstaben als arabische Zahlen enthalten. pflichtlektuere.com bem&uuml;ht sich um eine einfachere Beantwortung.</strong></p>
<div id="attachment_35644" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-35644" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/bild-nachtspeicher-300x202.jpg" alt="Ein konstanter Strom flie&szlig;t nur, wenn verschiedene Vorgaben erf&uuml;llt sind. Grafik: Lukas Sch&uuml;rmann." width="300" height="202" /><p class="wp-caption-text">Ein konstanter Strom flie&szlig;t nur, wenn verschiedene Vorgaben erf&uuml;llt sind. Grafik: Lukas Sch&uuml;rmann.</p></div>
<p>Machen wir ein Gedankenexperiment. Wasser wird in einem kreisf&ouml;rmigen Kanal ohne Zu- oder Abfluss von einer Pumpe angetrieben, sodass es im Kreis flie&szlig;t. An der der Pumpe gegen&uuml;berliegenden Seite des Kanals befindet sich eine M&uuml;hle, die durch das vorbeiflie&szlig;ende Wasser angetrieben wird.<br />
Man mag sich fragen: Ist das nicht unsinnig? Man k&ouml;nnte die M&uuml;hle doch direkt mit Strom antreiben. Und: Was hat das mit Elektrizit&auml;t zu tun? Die Antwort: Egal, ob man die M&uuml;hle mit Wasser oder mit Strom antreibt: Die Abl&auml;ufe, die dahinter stecken, sind die gleichen.</p>
<p><strong>1) Das geschlossene System</strong></p>
<p>Das Wasser, das in unserem Beispiel im Kreis flie&szlig;t, besteht aus vielen Millionen Wassermolek&uuml;len. Genauso besteht elektrischer Strom aus vielen Ladungstr&auml;gern, die durch elektrisch leitf&auml;higes Material flie&szlig;en. Im Alltag bestehen fast alle Leiter (Kabel, Steckdosen) aus Metall, das von negativ geladenen Elektronen durchflossen wird.<br />
Dabei ist ein konstanter Fluss genau wie im Kanal nur m&ouml;glich nur m&ouml;glich, wenn das kreisf&ouml;rmige System geschlossen ist. Nur, wenn kein Wasser aus dem System herausflie&szlig;t, kann die Pumpe dauerhaft die Wasserm&uuml;hle antreiben.<br />
Eine weitere Tatsache: Die Zahl der Elektronen, die etwa von einer Batterie in ein Kabel &uuml;bertreten, ist genauso gro&szlig; wie die Zahl der Elektronen, die am anderen Pol aus dem Kabel zur&uuml;ck in die Batterie gelangen – alles nat&uuml;rlich nur unter der Annahme, dass der Stromkreis geschlossen ist.<br />
Batterien oder Kraftwerke erzeugen zudem keine Elektronen, sondern setzen sie nur in Bewegung. Dies ist auch im Fall einer Wasserpumpe so.</p>
<p><strong></strong></p>
<div id="attachment_35649" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-35649" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/131525_r_k_by_siegfried-baier_pixelio-300x200.jpg" alt="In unserem Beispiel entspricht die Geschwindigkeit des Wassers der Spannung eines Stromkreises. Foto: Siegfried Baier / pixelio.de" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">In unserem Beispiel entspricht die Geschwindigkeit des Wassers der Spannung eines Stromkreises. Foto: Siegfried Baier / pixelio.de</p></div>
<p><strong>2) Die elektrische Spannung</strong><br />
Das Ph&auml;nomen, das Elektronen aus Batterien heraus, durch Kabel hindurch und zur&uuml;ck zur Batterie wandern l&auml;sst, nennt man elektrische Spannung. In unserem Gedankenexperiment entspricht die Spannung der von der Pumpe ausgehenden Kraft bzw. der daraus resultierenden Geschwindigkeit des Wassers. Die Einheit der Ladung ist das nach dem italienischen Elektrotechniker Alessandro Volta benannte Volt. Sie wird berechnet, indem die Energie, die zur Verschiebung eines Ladungstr&auml;gers n&ouml;tig ist, durch ebenjenen Ladungstr&auml;ger geteilt wird.</p>
<p><strong>3) Die Stromst&auml;rke</strong><br />
Die elektrische Stromst&auml;rke ist eine Kenngr&ouml;&szlig;e daf&uuml;r, wie viele Ladungen (in Metallkabeln Elektronen) in einer bestimmten Zeit einen Abschnitt des Leiters passieren. Gemessen wird die Stromst&auml;rke in Ampere – zu Ehren des franz&ouml;sischen Mathematikers André-Marie Ampère. In unserem Experiment entspricht die Stromst&auml;rke also der Menge des Wassers, die in einer bestimmten Zeit die M&uuml;hle passiert.</p>
<p><strong>4) Der Widerstand</strong><br />
In einem stromdurchflossenen elektrischen Leiter sto&szlig;en die Ladungstr&auml;ger h&auml;ufig mit den Atomen des Leiters zusammen. Dabei geht Energie verloren, der Leiter wird warm. Physiker sagen: Er setzt dem Stromfluss einen Widerstand entgegen. Wie gro&szlig; der Widerstand eines Leiters ist, wird in Ohm angegeben, einer physikalischen Gr&ouml;&szlig;e, deren Name auf den deutschen Physiker Georg Simon Ohm zur&uuml;ckgeht.<br />
Eine einfache Ver&auml;nderung des Gedankenexperiments erkl&auml;rt &uuml;brigens auch den Widerstand: An bestimmten Stellen im Kanal befinden sich Hindernisse wie Wehre oder Stromschnellen, an denen sich das Wasser staut. Dort muss mehr Kraft (Spannung) wirken, um die durchgeschleuste Menge an Wasser (Stromst&auml;rke) konstant zu halten.</p>


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		</item>
		<item>
		<title>Zukunftsforschung ohne Kristallkugel und Kaffeesatz</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/30/06/2010/zukunftsforschung-ohne-kristallkugel-und-kaffeesatz/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 05:05:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Schürmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[Alter]]></category>

		<category><![CDATA[Demographie]]></category>

		<category><![CDATA[Tod]]></category>

		<category><![CDATA[Vollmar]]></category>

		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Zukunftsforschung hat wenig mit wissenschaftlicher Wahrsagerei zu tun. Mit welchen Methoden Zukunftsforscher Optionen f&#252;r m&#246;gliche Zuk&#252;nfte erarbeiten und warum das nicht so kompliziert ist, wie es auf den ersten Blick scheint.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zukunftsforschung – der Name klingt ein wenig nach wissenschaftlicher Wahrsagerei. Dr. Horst Christian Vollmar, Zukunftsforscher an der Universit&auml;t Witten-Herdecke, verneint dies aber vehement: „Bei der Zukunftsforschung geht es nicht um Vorhersagen.“ Vielmehr sollen m&ouml;gliche Handlungsoptionen entwickelt werden.</strong></p>
<div id="attachment_36130" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-36130" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/426655_r_by_egon-habich_pixelio-300x225.jpg" alt="Gesundheit, Familie, Beruf: Wo geht´s im Alter hin? Foto: Egon H&auml;bich / pixelio.de." width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Gesundheit, Familie, Beruf: Wo geht´s im Alter hin? Foto: Egon H&auml;bich / pixelio.de.</p></div>
<p>„Wissenschaftliche Zukunftsforschung stellt eine M&ouml;glichkeit dar, sich zuk&uuml;nftige Optionen bewusst zu machen. Das hei&szlig;t, es geht nicht um eine Vorhersage, sondern darum, sich auf m&ouml;gliche Entwicklungen vorzubereiten.“ Entsprechend braucht Vollmar f&uuml;r seine Arbeit auch weder Kristallkugel noch Kaffeesatz – seine Szenarien basieren, nach dem Zukunftsforscher John Naisbitt, auf dem „Verstehen der Gegenwart.“</p>
<p>Das Szenario ist eines der wichtigsten Werkzeuge der Zukunftsforschung. Erstellt wird es anhand der so genannten 6-Schritt-Methode. Dr. Horst Christian Vollmar erkl&auml;rt: „Zuerst muss man dabei kl&auml;ren: Was will ich eigentlich wissen?“ Aus dieser Leitfrage – etwa „Wie leben demente Ex-Studenten des Jahres 2010 im Jahre 2050?“ – leitet man dann die so genannten <em>Einflussfelder</em> ab. Das sind gro&szlig;e Bereiche wie Politik, Wirtschaft oder Forschung, die Untereinheiten, so genannte <em>Deskriptoren</em>, beinhalten.</p>
<div id="attachment_36133" class="wp-caption alignright" style="width: 251px"><img class="size-medium wp-image-36133" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/vollmar-241x300.jpg" alt="Dr. Horst Christian Vollmar, Zukunftsforscher an der Universit&auml;t Witten-Herdecke. Foto: privat." width="241" height="300" /><p class="wp-caption-text">Dr. Horst Christian Vollmar, Zukunftsforscher an der Universit&auml;t Witten-Herdecke. Foto: privat.</p></div>
<p>Deskriptoren sind f&uuml;r Zukunftsforscher einzelne Aspekte innerhalb eines Feldes, etwa die Entwicklung neuer Medikamente im Themenfeld &#8220;Forschung&#8221;. Deskriptoren k&ouml;nnen in verschiedenen <em>Auspr&auml;gungen</em> vorliegen: Werden Impfstoffe oder Medikamente entwickelt, haben diese Nebenwirkungen, wirken die Medikamente nur bei bestimmten Menschen?</p>
<p>Nachdem alle relevanten Auspr&auml;gungen aufgelistet sind, werden sie einer <em>Konsistenzanalyse</em> unterzogen. Das hei&szlig;t: Die Beziehungen der Auspr&auml;gungen untereinander werden untersucht. In unserem Beispiel bedeutet dies etwa: Die Entwicklung eines wirkungsvollen Medikaments gegen Demenz w&uuml;rde sich auf die Zahl der pflegebed&uuml;rftigen Menschen auswirken.<br />
Abschlie&szlig;end werden verschiedene Szenarien am Computer errechnet.</p>
<div id="attachment_36131" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-large wp-image-36131" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/grafik-szenario-bild-neu-600x342.jpg" alt="Auf den ersten Blick erscheint die Szenario-Erstellung kompliziert; in der Anwendung ist das Verfahren aber einfacher. Grafik: Lukas Sch&uuml;rmann " width="600" height="342" /><p class="wp-caption-text">Auf den ersten Blick erscheint die Szenario-Erstellung kompliziert; in der Anwendung ist das Verfahren aber einfacher. Grafik: Lukas Sch&uuml;rmann </p></div>
<p>Einer der wichtigsten Deskriptoren zur Frage „Wie leben Studenten von heute im Alter?“ ist die demographische Entwicklung. Seit rund 160 Jahren steht bereits fest: Wir werden immer &auml;lter. Weil gleichzeitig immer weniger Kinder geboren werden, wird die deutsche Bev&ouml;lkerung statistisch immer &auml;lter. Im Jahr 2060 etwa wird nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts jeder Dritte mindestens 65 Jahre alt sein, gleichzeitig werden doppelt so viele 70-J&auml;hrige wie Neugeborene leben.</p>
<div id="attachment_36129" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-medium wp-image-36129" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/387311_r_by_maren-be-ler_pixelio-200x300.jpg" alt="Mit dem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, pflegebed&uuml;rftig zu werden. Foto: Maren Be&szlig;ler / pixelio.de" width="200" height="300" /><p class="wp-caption-text">Mit dem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, pflegebed&uuml;rftig zu werden. Foto: Maren Be&szlig;ler / pixelio.de</p></div>
<p>Damit h&auml;ngt auch zusammen, dass immer weniger Menschen im erwerbsf&auml;higen Alter leben – m&uuml;ssen wir also die Rente mit 72 f&uuml;rchten? Und: Wie geht es danach weiter? Werden immer mehr Menschen im Pflegebereich arbeiten m&uuml;ssen, um die gro&szlig;e Zahl an Pflegebed&uuml;rftigen zu betreuen?<br />
Je nach dem, inwieweit andere Deskriptoren wie der medizinische Fortschritt oder die Entwicklung des Arbeitsmarktes in das Szenario aufgenommen werden, k&ouml;nnen die Auswirkungen des demographischen Wandels f&uuml;r alte Menschen mehr oder weniger dramatisch sein.</p>
<p>Zukunftsforscher Horst Christian Vollmar hat auf die obigen Fragen auch keine endg&uuml;ltigen Antworten. Er geht allerdings davon aus, dass die beschriebene demographische Entwicklung anh&auml;lt. Zus&auml;tzlich weist er auf die so genannte „Krankheitskompressionshypothese“ hin; hinter diesem Wortunget&uuml;m verbirgt sich eine einfache Frage: Der Lebensabend eines Menschen ist h&auml;ufig von Krankheit oder Pflegebed&uuml;rftigkeit gepr&auml;gt. Unter Wissenschaftlern ist nun umstritten, ob der medizinische Fortschritt zu einer Verk&uuml;rzung dieser Phase f&uuml;hrt. Im Extremfall hei&szlig;t das: Ein Mensch lebt 90 Jahre lang, wird kurz vor seinem Tod einmal krank und stirbt. „Es w&auml;re nat&uuml;rlich sch&ouml;n, wenn wir so etwas wie eine Krankheitskompression erreichen k&ouml;nnten,“ sagt der Wittener Zukunftsforscher. Letztlich bleibe es allerdings ein Idealbild.</p>
<p>Zu den ausschlaggebendsten Faktoren, die ein m&ouml;glichst krankheitsfreies Leben erm&ouml;glichen, z&auml;hlt Dr. Vollmar vor allem das pers&ouml;nliche Verhalten eines Menschen: „Wenn wir uns mehr bewegen w&uuml;rden, w&uuml;rden wir damit unsere Chancen erh&ouml;hen, fit alt zu werden.“ Studien h&auml;tten gezeigt, dass dies sowohl f&uuml;r Herz- und Kreislauf- wie auch f&uuml;r Demenzerkrankungen gelte.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;">Die 12. Koordinierte Bev&ouml;lkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes findet ihr <a href="http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pk/2009/Bevoelkerung/pressebroschuere__bevoelkerungsentwicklung2009,property=file.pdf" target="_blank">hier</a></p>
<p style="color: white;">Ein Focus-Interview mit Prof. James Vaupel vom Max-Planck-Institut f&uuml;r Demographische Forschung zur Bev&ouml;lkerungsentwicklung kann man <a href="http://www.focus.de/gesundheit/news/medizin-130-jahre-scheinen-moeglich_aid_212074.html" target="_blank">hier</a> lesen</p>
<p style="color: white;">Dr. Vollmars <a href="http://www.zukunft-der-gesundheit.de" target="_blank">Website</a> enth&auml;lt einige Ausf&uuml;hrungen zur Zukunft der Gesundheit</p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Gibt es den Heimvorteil wirklich? Teil II</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/17/06/2010/gibt-es-den-heimvorteil-wirklich-teil-ii/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/17/06/2010/gibt-es-den-heimvorteil-wirklich-teil-ii/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 14:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Schürmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[wm-special]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pflichtlektuere.com/?p=32957</guid>
		<description><![CDATA[Schon gestern ging es an dieser Stelle darum, ob es im Fu&#223;ball einen wissenschaftlich nachweisbaren Heimvorteil gibt. Zur abschlie&#223;enden Beantwortung der Frage stellt pflichtlektuere.com heute zwei weitere Studien zu diesem Thema vor.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schon gestern ging es an dieser Stelle darum, ob es im Fu&szlig;ball einen wissenschaftlich nachweisbaren Heimvorteil gibt. Zur abschlie&szlig;enden Beantwortung der Frage stellt pflichtlektuere.com heute zwei weitere Studien zu diesem Thema vor.</strong> <strong></strong></p>
<p><strong>Eva Heinrichs f&uuml;r die TU Dortmund: Ja, aber…</strong></p>
<div id="attachment_32921" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-32921" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/schiri-pfeife-300x198.jpg" alt="Weniger Arbeit f&uuml;r Schiedsrichterlungen: Seit Anfang der 90er Jahre fallen immer weniger Tore. Foto: Jonathan Focke" width="300" height="198" /><p class="wp-caption-text">Weniger Arbeit f&uuml;r Schiedsrichterlungen: Seit Anfang der 90er Jahre fallen immer weniger Tore. Foto: Jonathan Focke</p></div>
<p>Bis 1988 ist der Heimvorteil zumindest statistisch nachweisbar: In der ersten Bundesliga haben die Heimmannschaften bis zur Saison 1987/1988 n&auml;mlich 55,8 Prozent aller Spiele gewonnen. Diese Zahl sinkt bis zur Saison 2006/2007 auf nur noch 43,8 Prozent. &Auml;hnliche Tendenzen zeigen sich auch in der zweiten Bundesliga sowie im europ&auml;ischen Ausland.  Eva Heinrichs, Diplom-Statistikerin der TU Dortmund, hat diese Daten f&uuml;r ihre Abschlussarbeit gesammelt und ausgewertet. Sie kommt zu dem Schluss, dass seit Anfang der 90er Jahre generell weniger Tore gefallen sind. Dabei sei die Zahl der Ausw&auml;rtstore allerdings ann&auml;hernd konstant geblieben, die Heimmannschaften h&auml;tten jedoch weniger Tore geschossen als zuvor. Entsprechend sei die Zahl der Spiele, die unentschieden oder mit einem Sieg der Ausw&auml;rtsmannschaft endeten, gestiegen. Die Hausherren seien h&auml;ufiger als Verlierer vom Platz gegangen.  <strong></strong></p>
<p><strong>Daniel Memmert und Christian Unkelbach f&uuml;r die Deutsche Sporthochschule K&ouml;ln und die Uni Heidelberg: Ja doch!</strong></p>
<div id="attachment_32925" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-32925" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/vuvuzela-fan-300x198.jpg" alt="Der L&auml;rm im Stadion wirkt sich auf die Zahl der gelben Karten aus. Foto: Lukas Sch&uuml;rmann" width="300" height="198" /><p class="wp-caption-text">Der L&auml;rm im Stadion wirkt sich auf die Zahl der gelben Karten aus. Foto: Lukas Sch&uuml;rmann</p></div>
<p>Prof. Dr. Daniel Memmert (Deutsche Sporthochschule K&ouml;ln) und Dr. Christian Unkelbach (Universit&auml;t Heidelberg) haben &uuml;ber 1500 Bundesligaspielen hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Publikumsl&auml;rm (statistisch als prozentuale Auslastung der Zuschauerkapazit&auml;t in Verbindung mit der Stadionbauweise) und der Zahl der gelben Karten analysiert. Ihr Ergebnis: Je lauter das Publikum im Stadion ist, umso h&auml;ufiger wird einem Spieler der Ausw&auml;rtsmannschaft eine gelbe Karte gezeigt. Dies konnten die Forscher auch mithilfe einer Studie mit 20 Schiedsrichtern nachweisen, denen insgesamt 56 Foul-Szenen mit mehr oder weniger stark ausgepr&auml;gtem Zuschauerl&auml;rm vorgestellt wurden. Die nachfolgende Bewertung der Fouls ergab, dass Schiedsrichter bei hohem L&auml;rmpegel h&auml;ufiger gelbe Karten zeigen. Memmert und Unkelbach vermuten, dass Schiedsrichter den L&auml;rm des Publikums unbewusst als Hinweis auf die Schwere eines Fouls nutzen.</p>
<p><strong>Fazit</strong> Irgendwie scheint es also wirklich sowas wie einen Heimvorteil zu geben – aber nur, wenn es das Stadion zul&auml;sst, wenn der Schiri sich vom Geschrei beeinflussen l&auml;sst und wenn es nicht blo&szlig; auf Heimrecht im R&uuml;ckspiel bezogen ist – und generell nicht mehr so doll wie fr&uuml;her. Aha.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/16/06/2010/gibt-es-den-heimvorteil-wirklich/" target="_blank">Gibts den Heimvorteil wirklich? - Teil 1 </a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://idw-online.de/de/news363974" target="_blank">Die Zusammenfassung der Dortmunder Studie beim Informationsdienst Wissenschaft</a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://idw-online.de/de/news363974" target="_blank"></a> <a href="http://idw-online.de/de/news263795" target="_blank">Die Zusammenfassung der K&ouml;ln-Heidelberger Studie beim Informationsdienst Wissenschaft</a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/category/wm-special/" target="_blank">WM-Special: Alle Texte, alle Videos. </a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Gibt es den Heimvorteil wirklich?</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/16/06/2010/gibt-es-den-heimvorteil-wirklich/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/16/06/2010/gibt-es-den-heimvorteil-wirklich/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 15:14:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Schürmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[wm-special]]></category>

		<category><![CDATA[Dohmen]]></category>

		<category><![CDATA[Fußball]]></category>

		<category><![CDATA[Heimvorteil]]></category>

		<category><![CDATA[LMU München]]></category>

		<category><![CDATA[Rheinische Friedrich Wilhelms Universität Bonn]]></category>

		<category><![CDATA[WM]]></category>

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		<description><![CDATA[Fu&#223;ball ist eine Wissenschaft. Nicht nur am Stammtisch oder bei der taktischen Neusortierung in der Halbzeitpause: Viele wissenschaftliche Studien besch&#228;ftigen sich mit Fu&#223;ballspielen. Etwa mit dem Heimvorteil. Und? L&#228;sst er sich wissenschaftlich nachweisen?


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fu&szlig;ball ist eine Wissenschaft. Nicht nur am Stammtisch oder bei der taktischen Neusortierung in der Halbzeitpause: Viele wissenschaftliche Studien besch&auml;ftigen sich mit Fu&szlig;ballspielen. Etwa mit dem Heimvorteil. Auf den ersten Blick scheint es nur logisch, dass Fu&szlig;ballerInnen vor eigenem Publikum relativ zum Gegner besser spielen. Aber l&auml;sst sich dies auch wissenschaftlich nachweisen?</strong><strong></strong><strong></strong></p>
<p><strong>Thomas Dohmen, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universit&auml;t Bonn: Ja, aber…</strong></p>
<div id="attachment_32922" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-32922" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/stadion-tartanbahn-300x218.jpg" alt="Trennt eine Tartanbahn die Zuschauer vom Spielfeld, ist der Heimvorteil weniger stark ausgepr&auml;gt. Foto: Elke Handke / pixelio.de" width="300" height="218" /><p class="wp-caption-text">Trennt eine Tartanbahn die Zuschauer vom Spielfeld, ist der Heimvorteil weniger stark ausgepr&auml;gt. Foto: Elke Handke / pixelio.de</p></div>
<p>Ob ein Heimvorteil existiert, l&auml;sst sich statistisch nicht nur anhand der Zahl der Heim- und Ausw&auml;rtssiege nachvollziehen, sondern auch an anderen, den Spielverlauf bestimmenden Ereignissen.</p>
<p>Dr. Thomas Dohmen, Wirtschaftswissenschaftler am Institut zur Zukunft der Arbeit, hat sich etwa mit dem Zusammenhang zwischen der L&auml;nge der Nachspielzeit und der Tatsache, dass die Heimmannschaft zur&uuml;ckliegt, besch&auml;ftigt und herausgefunden: Schiedsrichter gew&auml;hren den Hausherren tats&auml;chlich mehr Zeit, um einen m&ouml;glichen R&uuml;ckstand aufzuholen. Allerdings gilt dies nur, wenn in einem reinen Fu&szlig;ballstadion gespielt wird und die Zuschauer nicht durch eine Tartanbahn vom Spielfeld getrennt werden. Dann wirkten n&auml;mlich die Emotionen der Zuschauer direkter auf den Schiedsrichter – er f&uuml;hle sich unterbewusst eher unter Druck gesetzt.</p>
<p>Der Effekt werde allerdings in dem Falle abgeschw&auml;cht, wenn Heim- und Ausw&auml;rtsteam geographisch in derselben Region l&auml;gen – dann k&auml;men n&auml;mlich mehr Ausw&auml;rtsfans ins Stadion, wodurch sich der Druck auf den Schiedsrichter verringere.</p>
<p>Auch aus statistischen Daten f&uuml;r zweifelhafte Torentscheidungen, die im Sinne der Heimmannschaft gef&auml;llt worden seien, lasse sich herauslesen, dass die &Uuml;berzahl heimischer Fans der ans&auml;ssigen Mannschaft einen Vorteil verschaffe. F&uuml;nf Prozent aller Tore der Heimteams seien umstritten, w&auml;hrend dies nur auf vier Prozent aller Ausw&auml;rtstore zutreffe. Auch strittige Elfmeter w&uuml;rden eher f&uuml;r das Heimteam gegeben – allerdings nur, solange die Stadionbauweise den L&auml;rmpegel auf dem Spielfeld unterst&uuml;tzt.</p>
<p><strong>Drei Statistiker f&uuml;r die LMU M&uuml;nchen: Gar nicht!<br />
</strong></p>
<div id="attachment_32926" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-32926" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/459835_r_by_torsten-bogdenand_pixelio-300x200.jpg" alt="Auch zuhause muss gek&auml;mpft werden – Heimrecht im R&uuml;ckspiel stellt keinen statistischen Vorteil dar. Foto: Torsten Bogdenand / pixelio.de" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Auch zuhause muss gek&auml;mpft werden – Heimrecht im R&uuml;ckspiel stellt keinen statistischen Vorteil dar. Foto: Torsten Bogdenand / pixelio.de</p></div>
<p>Bei K.o.-Spielen mit Hin- und R&uuml;ckspiel, das hei&szlig;t bei solchen, bei denen die Verlierermannschaft aus dem Wettbewerb geworfen wird, gilt das Heimrecht im R&uuml;ckspiel als Vorteil f&uuml;r die betreffende Mannschaft. Sie kann vor eigenem Publikum einen eventuellen Vorsprung halten oder eine Niederlage wettmachen. Doch ist dies wirklich ein Vorteil?</p>
<p>Drei Statistiker der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t M&uuml;nchen haben alle K.o.-Spiele, d.h. Achtel-, Viertel-, Halbfinale sowie das Finale der Champions-League seit 1994/1995 analysiert, um m&ouml;gliche Vorteile des Heimrechts im R&uuml;ckspiel herauszustellen. Statistiker Sebastian Kaiser fasst die Forschungsergebnisse wie folgt zusammen: „Eine einfache Ausz&auml;hlung der Sieger mit Heimrecht im R&uuml;ckspiel ergibt zwar ein Ergebnis von 57 Prozent. Dieser scheinbare Vorteil verschwindet aber, wenn man ber&uuml;cksichtigt, dass im Achtelfinale der Champions League immer ein Gruppensieger gegen einen Gruppenzweiten spielt – und das st&auml;rkere Team im R&uuml;ckspiel Heimrecht hat.“ Das hei&szlig;t: Statistisch muss mit einberechnet werden, dass das Heimrecht im R&uuml;ckspiel dem st&auml;rkeren Team zugesprochen wird.</p>
<p>Zus&auml;tzlich bezogen die Statistiker auch das UEFA-Team-Ranking in ihre Beobachtungen mit ein, um die St&auml;rke der Teams zu ber&uuml;cksichtigen – diese stellte sich abschlie&szlig;end als einzig ausschlaggebender Faktor f&uuml;r einen Sieg heraus – nicht die Tatsache, dass zuhause gespielt wurde.</p>
<p>Da sich nicht nur zwei Forschergruppen mit dem Heimvorteil besch&auml;ftigt haben, wird sich pflichtlektuere.com auch morgen mit den wissenschaftlichen Hintergr&uuml;nden des Heimvorteils besch&auml;ftigen – dann folgt die Aufl&ouml;sung.</p>
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<p style="color: white;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/17/06/2010/gibt-es-den-heimvorteil-wirklich-teil-ii/">Update: Es gibt schon wieder neue Studien zum Heimvorteil! Hier lest ihr die Ergebnisse und unser Fazit.</a><a href="http://idw-online.de/de/news366126" target="_blank"><br />
Zusammenfassung der LMU-Studie beim Informationsdienst Wissenschaft<br />
</a><a href="http://idw-online.de/de/news112317" target="_blank"> Zusammenfassung der Bonner Studie beim Informationsdienst Wissenschaft<br />
</a><a href="http://www.pflichtlektuere.com/category/wm-special/" target="_blank">Unser WM-Special - hier findet ihr alle Beitr&auml;ge</a><a href="http://idw-online.de/de/news112317" target="_blank"></a></p>
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		<title>Uni-Bibliotheken an Pfingsten geschlossen</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/21/05/2010/uni-bibliotheken-an-pfingsten-geschlossen/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 May 2010 10:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Schürmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[in aller Kürze]]></category>

		<category><![CDATA[Pfingsten]]></category>

		<category><![CDATA[Ruhr-Allianz]]></category>

		<category><![CDATA[Unibibliothek]]></category>

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		<description><![CDATA[Ruhrgebiet. Die Universit&#228;tsbibliotheken in Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen bleiben &#252;ber Pfingsten geschlossen. Das gilt sowohl f&#252;r Pfingstsonntag, 23. Mai, als auch f&#252;r den folgenden Montag, 24. Mai. Am Dienstag gelten wieder die normalen &#214;ffnungszeiten.

Mehr zum Thema:
Die &#214;ffnungszeiten aller Bibliotheken der Ruhr-Allianz
Bibliotheken der Ruhr-Universit&#228;t Bochum
 Bibliotheken der TU Dortmund
 Bibliotheken der Universit&#228;t Duisburg-Essen



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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ruhrgebiet</strong>. Die Universit&auml;tsbibliotheken in Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen bleiben &uuml;ber Pfingsten geschlossen. Das gilt sowohl f&uuml;r Pfingstsonntag, 23. Mai, als auch f&uuml;r den folgenden Montag, 24. Mai. Am Dienstag gelten wieder die normalen &Ouml;ffnungszeiten.</p>
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<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;"><strong>Die &Ouml;ffnungszeiten aller Bibliotheken der Ruhr-Allianz</strong></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.ub.ruhr-uni-bochum.de/Informationen/oeffnungszeiten.html" target="_blank">Bibliotheken der Ruhr-Universit&auml;t Bochum<br />
</a><a href="http://www.ub.uni-dortmund.de/Ueberuns/Oeffnungszeiten.html" target="_blank"> Bibliotheken der TU Dortmund<br />
</a><a href="http://www.uni-due.de/ub/adroeff.shtml" target="_blank"> Bibliotheken der Universit&auml;t Duisburg-Essen</a></p>
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		<title>Essen: Sascha Vogt kandidiert f&#252;r Juso-Bundesvorsitz</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/21/05/2010/essen-sascha-vogt-kandidiert-fuer-juso-bundesvorsitz/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 May 2010 09:36:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Schürmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[in aller Kürze]]></category>

		<category><![CDATA[Bundesvorsitz]]></category>

		<category><![CDATA[Essen]]></category>

		<category><![CDATA[Juso]]></category>

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		<description><![CDATA[Essen. Wenn Mitte Juni der Juso-Bundeskongress in Essen stattfindet, wird wahrscheinlich ein geb&#252;rtiger Sauerl&#228;nder zum neuen Bundesvorsitzenden gew&#228;hlt: Sascha Vogt ist seit etwa einem Jahr Mitglied im Juso-Bundesvorstand und derzeit der einzige Bewerber um den Posten von Franziska Drohsel.
Der 29-J&#228;hrige stammt aus Hemer im Sauerland. Er war bereits Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des bundesweiten Aktionsb&#252;ndnisses gegen Studiengeb&#252;hren. In [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Essen</strong>. Wenn Mitte Juni der Juso-Bundeskongress in Essen stattfindet, wird wahrscheinlich ein geb&uuml;rtiger Sauerl&auml;nder zum neuen Bundesvorsitzenden gew&auml;hlt: Sascha Vogt ist seit etwa einem Jahr Mitglied im Juso-Bundesvorstand und derzeit der einzige Bewerber um den Posten von Franziska Drohsel.</p>
<p>Der 29-J&auml;hrige stammt aus Hemer im Sauerland. Er war bereits Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des bundesweiten Aktionsb&uuml;ndnisses gegen Studiengeb&uuml;hren. In seiner <a href="http://www.jusos.de/sites/default/files/nachrichten_files/Bewerbung%20Sascha%20Vogt.pdf" target="_blank">Bewerbung</a> um den Vorsitz spricht sich Vogt f&uuml;r eine Ausbildungs- und Studienplatzgarantie auch f&uuml;r Masterstudieng&auml;nge sowie gegen Leistungsdruck in der Schule aus.</p>
<p>Die derzeitige Bundesvorsitzende Franziska Drohsel wird beim Bundeskongress der Jusos (18. bis 20. Juni) zur&uuml;cktreten.</p>
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<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.jusos.de/nachrichten/2010/05/17/juso-bundeskongress-linkskonkretgerecht-essen" target="_blank">Der Juso-Bundeskongress<br />
</a><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-05/sascha-vogt-2" target="_blank"> &#8220;Die Zeit&#8221; zu Vogts Bewerbung</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Stiftung spendet 400.000 Dollar f&#252;r Neubau auf dem RUB-Campus</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/21/05/2010/stiftung-unterstuetzt-neubau-am-rub-campus-mit-400000-dollar/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 May 2010 06:02:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Schürmann</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[in aller Kürze]]></category>

		<category><![CDATA[AKAFÖ]]></category>

		<category><![CDATA[Bochum]]></category>

		<category><![CDATA[Max Kade]]></category>

		<category><![CDATA[RUB]]></category>

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		<description><![CDATA[Bochum. Die New Yorker „Max Kade Foundation“ unterst&#252;tzt das Akademische F&#246;rderungswerk (AKAF&#214;) der Ruhr-Universit&#228;t Bochum bei einem Neubau mit 400.000 Dollar. Das Geld soll f&#252;r den Bau der &#8220;Max-Kade-Hall&#8221; verwendet werden, einem Verbindungsbau zwischen den Studierendenwohnanlagen an der Laerholzstra&#223;e und dem angrenzenden Landesspracheninstitut.
Hinter einer Fassade aus Glas- und Aluminium-Elementen soll auf zwei Etagen eine Veranstaltungsfl&#228;che [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bochum.</strong> Die New Yorker „Max Kade Foundation“ unterst&uuml;tzt das Akademische F&ouml;rderungswerk (AKAF&Ouml;) der Ruhr-Universit&auml;t Bochum bei einem Neubau mit 400.000 Dollar. Das Geld soll f&uuml;r den Bau der &#8220;Max-Kade-Hall&#8221; verwendet werden, einem Verbindungsbau zwischen den Studierendenwohnanlagen an der Laerholzstra&szlig;e und dem angrenzenden Landesspracheninstitut.</p>
<p>Hinter einer Fassade aus Glas- und Aluminium-Elementen soll auf zwei Etagen eine Veranstaltungsfl&auml;che von etwa 160 Quadratmetern entstehen. Zus&auml;tzlich sind ein K&uuml;hlraum, eine K&uuml;che sowie Toilettenr&auml;ume geplant.</p>
<p>Insgesamt soll der Neubau rund 600.000 Euro kosten – die restlichen Kosten &uuml;bernimmt das Studentenwerk. Je nachdem, wann die Renovierungsarbeiten an den Wohnheimen es erlauben, soll der Neubau begonnen werden. Mit der Fertigstellung wird noch in diesem Jahr gerechnet.</p>
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<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.akafoe.de/service/presse/pm153-lang-de.html" target="_blank">Pressemitteilung der RUB mit Skizzen des Neubaus</a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Kade">Infos &uuml;ber Max Kade und die Max-Kade-Stiftung auf Wikipedia</a></p>
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