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	<title>pflichtlektüre &#187; Lisa Weitemeier</title>
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	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Wed, 23 May 2012 17:50:58 +0000</pubDate>
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		<title>M&#252;llberge f&#252;r die Steckdose</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/01/02/2012/muellberge-fuer-die-steckdose/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 13:23:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Weitemeier</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Themenwoche Müll]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

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		<category><![CDATA[Fraunhofer Institut Umsicht]]></category>

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		<category><![CDATA[Wirbelschichtfeuerung]]></category>

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		<description><![CDATA[M&#252;ll, &#252;berall nur M&#252;ll – in vielen afrikanischen L&#228;ndern verdrecken Plastikt&#252;ten, Flaschen und Co die Stra&#223;en. Bald soll man die M&#252;llberge dort aber sogar effektiv nutzen k&#246;nnen.


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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_85752" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-85752 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/banner_themenwoche_mull.jpg" alt="Fotos: flickr.com/Timothy Takemoto/epSos.de/Marc Patzwald, Montage: Marc Patzwald" width="600" height="200" /><p class="wp-caption-text">Fotos: flickr.com/Timothy Takemoto/epSos.de/Marc Patzwald, Montage: Marc Patzwald</p></div>
<p><strong>Bei uns geh&ouml;rt der Abfall in die M&uuml;lltonne - und wenn die M&uuml;llabfuhr da war, hei&szlig;t es oft: Aus den Augen, aus dem Sinn.  In vielen afrikanischen L&auml;ndern aber verdreckt der M&uuml;ll oft die Stra&szlig;en. Jetzt entwickelt man eine Methode, um die stinkenden M&uuml;llberge sogar auf effektive Weise zu nutzen.</strong></p>
<p>Kleine schwarze Plastikt&uuml;ten h&auml;ngen in den B&auml;umen und flattern im Wind,  Plastikflaschen liegen an jeder Ecke, &uuml;berall stapelt sich der M&uuml;ll -  ein katastrophales Bild, das man hier h&ouml;chstens in den hintersten  Bahnhofs-Ecken oder nach Festivals kennt.</p>
<div id="attachment_86009" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-86009" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/3249605540_b3d7542c3f_b-300x169.jpg" alt="M&uuml;llberge wie dieser sind ein typisches Bild in vielen afrikanischen L&auml;ndern - hier bei uns kaum vorstellbar. Foto: hoyasmeg/flickr.com" width="300" height="169" /><p class="wp-caption-text">M&uuml;llberge wie dieser sind ein typisches Bild in vielen afrikanischen L&auml;ndern - hier bei uns kaum vorstellbar. Foto: hoyasmeg/flickr.com</p></div>
<p>In Togo beherrscht es tagein,  tagaus die Stra&szlig;en. Auch die Eisenbahnstrecke, die  quer durch das Land  verl&auml;uft, wird von meterhohen M&uuml;llhaufen umrandet.  Denn wie in vielen  afrikanischen L&auml;ndern gibt es hier keine  funktionierende  Abfallwirtschaft - die St&auml;dte ertrinken beinahe im M&uuml;ll.</p>
<p>So entwickelt man derzeit speziell f&uuml;r Entwicklungs- und Schwellenl&auml;nder ein Kraftwerk, das solche Abfallstoffe und Biomasse nutzt, um W&auml;rme, K&auml;lte, Strom und m&ouml;glicherweise auch Trinkwasser zu gewinnen. &#8220;So leistet man auf der einen Seite einen Beitrag zu einer vern&uuml;nftigen Abfallbeseitigung, zudem l&auml;sst sich auch ein deutlicher Nutzen aus der enthaltenen Energie erzeugen&#8221;, erkl&auml;rt Chemieingenieur Tim Schulzke vom Oberhausener Fraunhofer-Institut Umsicht das Konzept. Dort am Institut hat man n&auml;mlich eine sogenannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wirbelschichtfeuerung" target="_blank">Wirbelschichtfeuerung</a> entwickelt, die die n&ouml;tige W&auml;rme f&uuml;r den Betrieb des Kraftwerks erzeugt.</p>
<p><strong>Strom sparen beim K&uuml;hlen</strong></p>
<p>Sri Lanka, der s&uuml;dliche Mittelmeerraum, Indien, Afrika - der Zielmarkt f&uuml;r ein solches Kraftwerk liegt vorwiegend in sonnigen Regionen. Heizen wollen dort wohl die wenigsten, klimatisieren hingegen schon. Indem man die Abw&auml;rme des Kraftwerks nutzt, um thermische K&auml;ltemaschinen anzutreiben, spart man schon einmal deutlich an Strom gegen&uuml;ber den herk&ouml;mmlichen K&auml;ltemaschinen.</p>
<div id="attachment_86018" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-86018 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/wirbelschichtfeuerung-300x270.jpg" alt="So sieht die Wirbelschichtfeuerung am Fraunhofer-Institut aus. So gro&szlig; wird das M&uuml;ll-Kraftwerk auch in etwa sein. Foto: Fraunhofer Umsicht" width="300" height="270" /><p class="wp-caption-text">So sieht die Wirbelschichtfeuerung am Fraunhofer-Institut aus. So gro&szlig; wird das M&uuml;ll-Kraftwerk sp&auml;ter auch in etwa sein. Foto: Fraunhofer Umsicht</p></div>
<p>In besonders trockenen Regionen k&ouml;nne man mithilfe des Kraftwerks sogar Trinkwasser erzeugen, erkl&auml;rt Tim Schulzke (&uuml;brigens auch ehemaliger TU Dortmund-Student), indem Meerwasser mithilfe von W&auml;rme entsalzt wird - eine eher altmodische Methode, die sehr energieaufw&auml;ndig ist und deshalb kaum mehr angewendet wird. Aber mit der Verbrennungsw&auml;rme des Kraftwerks h&auml;tte man ja sogar noch W&auml;rme &#8216;&uuml;brig&#8217;, die dann zur Meerwasserentsalzung genutzt werden k&ouml;nnte.</p>
<p><strong>Zuerst die Hotels</strong></p>
<p>Als erstes sollen Hotelanlagen mit einem solchen Kraftwerk ausgestattet werden. Der Inhalt der Papierk&ouml;rbe, alte Tischdecken, Handt&uuml;cher, Servietten, Kartonagen - das alles k&ouml;nnte verfeuert werden. Auch trockener Gr&uuml;nschnitt, der auf den ausgedehnten Gr&uuml;nfl&auml;chen ja zuhauf anf&auml;llt, Geh&ouml;lze und B&auml;ume k&ouml;nnten so entsorgt werden.<br />
Und nicht nur die Hotelanlage selbst soll sich durch das Kraftwerk mit Strom, K&auml;lte oder auch Wasser selbstversorgen, auch das angrenzende Dorf k&ouml;nnte mit der Energie versorgt werden. Sollte das Kraftwerk allerdings nicht genug Energie erzeugen, k&ouml;nnte man auch andere Stromerzeugungsanlagen wie beispielsweise Wasserkraft- oder Photovoltaik- Anlagen in das Stromnetz einbauen - ein klassischer Hybrid-Ansatz.</p>
<p>In Togo sind die Stromnetze extrem schlecht, sie halten keine hohen Belastungen aus. W&auml;hrend hierzulande ein zehnmin&uuml;tiger Stromausfall schon zu Chaos f&uuml;hrt, seien dort Stromausf&auml;lle die Regel - etwa vier bis sechs Stunden am Tag, berichtet Schulzke. Dem Betrachter bietet sich dann ein erschreckendes Bild: Dichte, schwarze Wolken steigen &uuml;ber den H&auml;usern auf. Denn auf fast jedem Haus steht f&uuml;r genau diesen Fall ein Dieselgenerator, der das Haus weiterhin mit Strom versorgt.</p>
<p><strong>Keine Top-Emissionswerte</strong></p>
<div id="attachment_86017" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px"><img class="size-medium wp-image-86017" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/img_23601-210x300.jpg" alt="Chemie-Ingenieur Tim Schulzke, ehemaliger TU-Dortmund-Student. Foto: privat" width="210" height="300" /><p class="wp-caption-text">Chemie-Ingenieur Tim Schulzke, ehemaliger TU-Dortmund-Student. Foto: privat</p></div>
<p>Schaut man auf die Emissionswerte, m&uuml;sse man deshalb auch beachten, womit man diese vergleicht. Mit den hiesigen Umwelt-Standards k&ouml;nnten die geplanten Kraftwerke sicherlich nicht mithalten, selbst das &auml;lteste Kohlekraftwerk in Deutschland sei vergleichsweise &#8217;sauber&#8217;, so Schulzke. Doch verglichen mit dem jetzigen Standard vor Ort w&auml;re es ein enormer Fortschritt, l&auml;gen die Emissionen des M&uuml;ll-Kraftwerks doch weit unterhalb derer, die bei der direkten Verbrennung der Abf&auml;lle entstehen. Momentan ist das n&auml;mlich oft die L&ouml;sung, um die riesigen M&uuml;llberge loszuwerden. &#8220;Und wenn wir mithilfe des Kraftwerks nur zwei, drei Stunden Dieselgenerator-Nutzung am Tag einsparen, dann ist das schon ein gro&szlig;er Beitrag zur Luftreinhaltung&#8221;, so Schulzke.</p>
<p><strong>Erstmal Kinderkrankheiten ausmerzen</strong></p>
<p>Auf einem Netzwerk-Treffen am Fraunhofer-Institut berichtete ein geb&uuml;rtiger Togolese, bei der &auml;lteren Generation sei in puncto Abfallentsorgung und Umweltschutz schon Hopfen und Malz verloren. Die nachwachsende Generation aber sei sehr sensibilisiert f&uuml;r die Thematik und interessiert an Ver&auml;nderungen. Es gibt es auch schon erste Anfragen nach den Kraftwerken, beispielsweise von einem Ministerium in Togo, doch die werden zurzeit noch vertr&ouml;stet.<br />
Denn erst einmal muss noch getestet werden, ob die Anlage auch im Dauerbetrieb funktioniert, au&szlig;erdem soll mit unterschiedlichen Brennstoffen experimentiert werden. Leider k&ouml;nne man eine solche Testanlage nicht einfach in Togo oder Sri Lanka selbst aufbauen: &#8220;Die Kinderkrankheiten sollten wir erst einmal hier in der N&auml;he auszumerzen versuchen.&#8221;<br />
Der Wunsch ist, dass man mit der Planung der ersten Anlage Anfang 2014 beginnen kann. &#8220;Aber das ist ein extrem straffer Zeitplan&#8221;, warnt Schulzke.</p>
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<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
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<p style="color: white;">web: <a href="http://videos.www4.arte.tv/de/videos/togo_ein_mann_und_der_muell-3228794.html" target="_blank">Ein arte-Film zum M&uuml;llproblem in Togo</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.entrade.de/terrasys" target="_blank">Mehr zum Projekt</a></p>
</div>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/vom-pulli-zum-putzlappen/" target="_blank">Vom Pulli zum Putzlappen?</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/04/02/2012/studentenmuell-hochgerechnet/" target="_blank">Studentenm&uuml;ll hochgerechnet</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/31/01/2012/ist-das-kunst-oder-kann-das-weg/" target="_blank">Ist das Kunst oder kann das weg?</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/30/01/2012/mit-alten-handys-helfen/" target="_blank">Mit alten Handys helfen</a></p>
<p style="color: white;">Pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/03/02/2012/sind-pet-flaschen-so-schlecht-wie-ihr-ruf/" target="_blank">Sind PET-Flaschen so schlecht wie ihr Ruf?</a><strong><br />
</strong></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Glauben auf Rezept</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/06/01/2012/glauben-auf-rezept/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/06/01/2012/glauben-auf-rezept/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 10:18:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Weitemeier</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Themenwoche Glaube]]></category>

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		<category><![CDATA[Wunderheilung]]></category>

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		<description><![CDATA[Glaube ist stark. Aber kann er auch helfen, Krankheiten zu heilen? Zwischen Placebo-Effekt und Kraftquellen – eine Suche nach dem, was wirklich hilft. 


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_82347" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/banner_glaube.jpg"><img class="size-full wp-image-82347" title="banner_glaube" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/banner_glaube.jpg" alt="Fotos/Montage: Marc Patzwald" width="600" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Fotos/Montage: Marc Patzwald</p></div>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Glaube kann Berge versetzen, sagt man so sch&ouml;n. Aber kann er auch helfen, Krankheiten zu heilen? Glauben als wirksames Medikament, sozusagen. Eine schwierige Frage. Doch ob es jetzt der Glauben an einen helfenden Gott ist, oder eine &Uuml;berzeugung, die so fest und stark ist, dass sie einen positiven Einfluss auf unseren K&ouml;rper hat – der Glaube an sich schafft Willenskraft.</span></strong></p>
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<p class="MsoNormal"><em><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Diagnose: Krebs. Ein Schock. Verwirrung. Pl&ouml;tzlich ist all das, was immer ganz fern schien, so nahe. Und dann geht alles ganz schnell: F&uuml;r Gabi B. beginnt ein langer Aufenthalt in einer Spezialklinik – der Tumor soll entfernt werden.</span></em></p>
<p class="MsoNormal"><span class="MsoCommentReference"><span style="font-size: 8pt; line-height: 115%;"><span> </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Immer wieder ist von wundersamen Heilungen zu h&ouml;ren. In der Bibel oder von omin&ouml;sen selbsternannten Wunderheilern. Alles Schwachsinn, denkt manch einer wohl sofort. Und das ist sicher nicht ganz von der Hand zu weisen. Nur durch den Glauben an Heilung wird man sicherlich nicht gesund. Dennoch entscheidet unser Glaube an die Wirksamkeit einer Therapie oder eines Medikaments ma&szlig;geblich dar&uuml;ber, ob es hilft oder nicht – Stichwort Placebo-Effekt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"><strong>Einziger Wirkstoff: Der Glaube an Heilung</strong> </span></p>
<div id="attachment_82607" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-82607 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/535114_web_r_k_b_by_alexandra-h_pixeliode-300x200.jpg" alt="Echt oder Placebo? Die wirkstofffreien Placebo-Pillen enthalten meist nur Zucker oder St&auml;rke." width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Echt oder Placebo? Die wirkstofffreien Placebo-Pillen enthalten meist nur Zucker oder St&auml;rke. Alexandra H. / pixelio.de</p></div>
<p class="MsoNormal"><!--[if gte mso 9]&gt; Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt; &lt;![endif]--><!--[if gte mso 10]&gt;--> <!--[endif] --></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">So gingen Forscher der Frage nach: Wie viel Schmerz kann ein Mensch aushalten, wenn er glaubt, ein Schmerzmittel zu bekommen? &#8220;Diejenigen Probanden, die dachten sie bek&auml;men ein starkes Schmerzmittel, konnten ihre H&auml;nde wesentlich l&auml;nger in eiskaltem Wasser halten“, erkl&auml;rt der Psychologe R&uuml;diger Zwerenz von der Universit&auml;t Mainz. Doch statt eines Schmerzmittels hatten sie nur eine wirkungslose Substanz geschluckt – der einzige Wirkstoff in einem Placebo: der Glaube an Heilung. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Anders herum kann man durch das Nicht-Glauben an eine Therapie auch die Wirkung eines guten Medikaments zunichtemachen. &#8220;Wenn der Arzt dem Patienten ein Schmerzmedikament verschreibt, und nebenbei anmerkt: &#8220;Ich wei&szlig; aber nicht, ob das bei Ihnen so gut wirkt“, wird der Patient weniger Schmerzen aushalten als ein Patient, der fest an die Wirkung des Medikamentes glaubt“, so Zwerenz.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"><strong>Menschen mit Spiritualit&auml;t sind st&auml;rkere K&auml;mpfer</strong> </span></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Nach der Operation ist Gabi B. zwar schwach, aber guten Mutes. Trotz ihrer Schmerzen sch&auml;kert sie herum, und freut sich, den Tumor endlich los zu sein. Doch dann kommt die Nachricht: Der Krebs ist nicht vollst&auml;ndig entfernt. Und wieder geht es in den OP-Saal.</span></em></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">&#8220;Die Frage, ob der Glaube bei der Heilung von Krankheiten hilft, kann kein Mensch so einfach beantworten“, glaubt Gerhard Strittmatter, Leiter der Abteilung f&uuml;r Psychosoziale Onkologie an der Fachklinik Hornheide in der N&auml;he von M&uuml;nster. Doch w&uuml;rden Studien aus den USA und Israel zeigen, dass Hautkrebs-Patienten mit einem festen Glauben – egal ob religi&ouml;ser Art oder nicht <span> </span>– durchaus st&auml;rkere Bew&auml;ltigungsstrategien haben. &#8220;Der Glaube ist eine starke Kraftquelle“, so Strittmatter, &#8220;Menschen mit einer bestimmten Form von Spiritualit&auml;t k&ouml;nnen besser k&auml;mpfen“. Und werden sie dann selbst aktiv, bek&auml;men sie auch von ihrem Umfeld intensivere Unterst&uuml;tzung.</span></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">W&auml;hrend des Klinikaufenthaltes bekommt Gabi B. immer wieder neue Zimmerpartnerinnen. Die eine ist optimistisch, sieht ihrem Schicksal tapfer entgegen. Frau Fr&ouml;hlich hei&szlig;t sie, sehr passend. Die n&auml;chste ist sehr niedergeschlagen, jammert viel und weint. Trotzdem glaubt Gabi B. auch weiterhin: Alles wird gut.</span></em></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Was z&auml;hlt, ist die Lebensqualit&auml;t</span></strong><em><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></em></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Enorm wichtig zur Bew&auml;ltigung der Krankheit sei es, so glaubt Strittmatter, sich einerseits die Gef&auml;hrlichkeit etwa des Tumors vor Augen zu halten, andererseits aber auch seinen Optimismus nie zu verlieren. Es m&uuml;sse eine Balance gefunden werden zwischen der Auseinandersetzung mit dem Tod und einer optimistischen, hoffnungsvollen Einstellung.</span></p>
<div id="attachment_82608" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-82608" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/550151_web_r_k_b_by_daniel-stricker_pixeliode-300x225.jpg" alt="Nutze deine eigenen Kraftquellen - ob es die Natur ist oder der Glaube. Foto: Daniel Stricker / pixelio.de" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Nutze deine eigenen Kraftquellen - ob es die Natur ist oder der Glaube. Foto: Daniel Stricker / pixelio.de</p></div>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Denn entscheidend sei bei der Bew&auml;ltigung einer Krankheit die Lebensqualit&auml;t. Und ein Mensch voller Optimismus lebt einfach besser. Auch ein Mensch, dem Glaube etwas bedeutet, der betet und Gottesdienste besucht, f&uuml;hlt sich dadurch besser. Und das sei entscheidend: &#8220;Wichtig ist es, seine Kraftquellen zu nutzen, ob es jetzt die Natur ist oder der Glaube“</span></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Die Familie kommt so oft es geht zu Besuch, doch die Klinik ist weit entfernt von zu Hause. In den langen, nicht enden wollenden einsamen Stunden hadert Gabi B. auch mit Gott. Wieso l&auml;sst er mich so allein? Wo ist seine Hilfe, wenn ich sie brauche?</span></em></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Glaube macht den Kranken das Leben leichter, doch Religion hilft nicht immer – ein angstmachendes Gottesbild verschlimmert die Situation sogar. Das zeigen auch die Forschungsergebnisse des Religionspsychologen Sebastian Murken von der Universit&auml;t Trier. Er ging der Frage nach, wie der religi&ouml;se Glauben mit der Bew&auml;ltigung von Lebenskrisen zusammenh&auml;ngt. Anhand von Frageb&ouml;gen und Interviews untersuchte er hierzu 200 Frauen, bei denen kurz zuvor Brustkrebs diagnostiziert wurde. Etwa drei Viertel dieser Frauen versuchten, die Krankheit mithilfe ihres Glaubens zu bew&auml;ltigen – doch nicht alle hatten denselben Erfolg. Betrachteten die Patientinnen ihre Krankheit etwa als Strafe Gottes, hatten sie also ein negativ gepr&auml;gtes Gottesbild, erschwerte das mitunter den Umgang mit der Krankheit.<span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Beten hilft, glaubt auch der Theologe und Psychologe Gerhard Strittmatter– &#8220;bei Menschen, die einen Zugang zu Religion und Spiritualit&auml;t haben“. Die amerikanische Stressforscherin Esther Sternberg f&uuml;hrt eine positive Wirkung des Betens darauf zur&uuml;ck, dass der R&uuml;ckzug in die Kommunikation mit Gott die Aussch&uuml;ttung des Stresshormons Cortisol reduziere – und das st&auml;rke wiederum das Immunsystem.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;"><strong>Wunder gibt es immer wieder</strong> </span></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Die Wunde ist nach den vielen Operationen sehr tief. Die &Auml;rzte glauben nicht, dass sie von alleine heilt. Eine Transplantation soll folgen. Doch Gabi B. str&auml;ubt sich – nach den f&uuml;nf Eingriffen nicht noch eine so komplizierte Operation. Sie will nach Hause, will ihren Geburtstag bei ihrer Familie feiern. Die &Auml;rzte wollen sie nicht gehen lassen. Aber der Chefarzt sagt: &#8220;Wenn die Patientin den Eingriff nicht will, bringt es nichts. Es wird nicht funktionieren.“ Er schickt sie nach Hause.</span></em></p>
<div id="attachment_82599" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-82599" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2012/01/548847_web_r_k_b_by_wilhelmine-wulff_pixeliode-300x205.jpg" alt="Die Unterst&uuml;tzung durch die Familie ist f&uuml;r einen Kranken enorm wichtig. Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de" width="300" height="205" /><p class="wp-caption-text">Die Unterst&uuml;tzung durch die Familie ist f&uuml;r einen Kranken enorm wichtig. Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de</p></div>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Zur&uuml;ck zu den Wunderheilungen.<em> </em>Unter 60 000 Patienten gebe es ein Wunder, erz&auml;hlt Strittmatter. Auch er habe einmal einen Fall von Spontanheilung erlebt, die er nicht erkl&auml;ren konnte. Diese Frau war zutiefst davon &uuml;berzeugt, eine spirituelle Handlung habe sie vom Krebs geheilt. &#8220;Was es wirklich war, das wei&szlig; ich nicht. Aber sie war gesund, und hat vollkommen daran geglaubt.“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Prinzipiell glaubt der Psychologe: Was nicht von der Seele kommt, kann die Seele auch nicht heilen. Und ob der Glaube tats&auml;chlich einen Einfluss auf die &Uuml;berlebenszeit hat, das lasse sich einfach nicht beweisen. So zitiert er einen verstorbenen Kollegen: &#8220;</span><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Das Gebet kann den Zerfall des Fleisches nicht aufhalten.“ </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"><strong>Spontanheilungen durch Lebensver&auml;nderung</strong> </span></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: black;">Die ersten Wochen heilt die Wunde schlecht, wie von den &Auml;rzten prophezeit. Doch Gabi B. ist optimistisch. Ich schaffe das, sagt sie sich immer und immer und immer wieder. Und auch ihre Familie ist voller Hoffnung.</span></em></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Die Psychologin Doris Wolf f&uuml;hrt solcherlei Spontanheilungen bei Krebskranken darauf zur&uuml;ck, dass die Patienten ihr Leben ver&auml;ndert haben, nachdem sie von ihrer Krankheit erfuhren. Sie schreibt auf ihrer Internetseite: &#8220;Sie ver&auml;nderten ihre Ern&auml;hrung, die Lebensgewohnheiten und die Lebensziele. Sie glaubten fest daran, die &#8220;Ausnahme der Regel&#8221; zu sein und beteiligten sich voller Hoffnung an der Therapie. Der Glaube, dass sie Einflussm&ouml;glichkeiten haben und die Bereitschaft, sich voll f&uuml;r ihre Gesundung einzusetzen, hilft ihnen, ihre Selbstheilungskr&auml;fte zu aktivieren.“</span></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Sechs Wochen, nachdem Gabi B. nach Hause kam, strahlt ihre Pflegerin nach dem Verbandswechsel. &#8220;Die Wunde heilt pl&ouml;tzlich in einem Affentempo“, sagt sie, &#8220;ich glaube, wir brauchen hier keinen weiteren Eingriff mehr“.</span></em></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Und was hilft f&uuml;r alle?</span></strong><em><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></em></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Die vermeintlichen Heilerfolge des Glaubens sind schwer nachzuweisen. Denn es sei schwierig, handfeste Kriterien zu entwickeln, an denen man diesen Effekt durch Studien verl&auml;sslich best&auml;tigen kann, so die <span>Psychologin Barbara Imruck. &#8220;Es gibt sicherlich individuelle positive Ph&auml;nomene. Aber die Frage muss ja sein: Was hilft f&uuml;r alle?“</span></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Doch auch sie glaubt, dass eine positive, optimistische </span><span style="font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Lebensanschauung sehr wichtig ist zur Bew&auml;ltigung von Krisen, wie etwa einer Krebserkrankung. &#8220;Und der Patient muss wissen, dass er auf Unterst&uuml;tzung zur&uuml;ckgreifen kann“ – ob es nun die Familie ist, die einem Kraft gibt, der Glaube an Gott oder eine innere feste &Uuml;berzeugung.</span></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin/placeboeffekt-kein-hirngespinst-11027602.html">Placebo-Effekt: Kein Hirngespinst</a></p>
<p style="color: white;">web: <a href="http://www.stern.de/wissen/mensch/studie-glaube-hoffnung-heilung-538101.html">Glaube, Hoffnung, Heilung</a></p>
<p style="color: white;"><strong>Themenwoche Glaube</strong></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="../../02/01/2012/zwischen-wissenschaft-und-glauben/" target="_blank">Zwischen Wissenschaft und Glauben</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="../../03/01/2012/geisterjagd-in-nrw/" target="_blank">Geisterjagd in NRW</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="../../04/01/2012/feiern-ohne-gott/" target="_blank">Feiern ohne Gott</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlektuere: <a href="../../05/01/2012/im-neuen-glauben-angekommen/">Im neuen Glauben angekommen</a></p>
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		<title>Leguan Leo auf M&#228;nnchenfang</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/08/12/2011/leguan-leo-auf-maennchenfang/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/08/12/2011/leguan-leo-auf-maennchenfang/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 08:50:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Weitemeier</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[Bonobo]]></category>

		<category><![CDATA[Gayluan]]></category>

		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>

		<category><![CDATA[Leguan]]></category>

		<category><![CDATA[schwul]]></category>

		<category><![CDATA[Welt der Reptilien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pflichtlektuere.com/?p=78379</guid>
		<description><![CDATA[Schwule Pinguin-V&#228;ter und ein Leguan, der nur auf M&#228;nnchen steht. Homosexualit&#228;t ist nicht nur bei uns Menschen, sondern auch in der Tierwelt keine Seltenheit.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Ob aus Spa&szlig; an der Sache oder zur St&auml;rkung der Gruppe - homosexuelles Verhalten gibt es auch im Tierreich. Die Bonobos schaffen Frieden durch Sex, schwule Pinguin-P&auml;rchen adoptieren Nachwuchs, m&auml;nnliche L&ouml;wen vergn&uuml;gen sich mit ihren Konkurrenten, um sich ihrer Loyalit&auml;t zu versichern. Und dann ist da noch Leguan Leo, auch ‚Gayluan&#8217; genannt, der einfach nur auf M&auml;nnchen steht.</strong></p>
<p>Er ist ein wirklich h&uuml;bsches Kerlchen, eine gr&uuml;nlich schimmernde Augenweide mit nur einer Besonderheit - Leguan Leo ist schwul. Statt die reizenden Leguandamen in seiner Umgebung zu begl&uuml;cken, vergn&uuml;gt er sich lieber mit seinen gleichgeschlechtlichen Artgenossen. Sichtet er ein attraktives M&auml;nnchen, plustert er sich auf, nickt mit dem Kopf und bei&szlig;t seiner Liebschaft z&auml;rtlich in den Nacken - ein Verhalten, das er eigentlich nur bei Weibchen zeigen sollte.</p>
<div id="attachment_79619" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-79619" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/gayluan-bild-300x225.jpg" alt="Leguan Leo ist gerade ganz einsam - sein Partner Jack ist erk&auml;ltet und bleibt daheim. Foto: Lisa Weitemeier " width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Leguan Leo ist gerade etwas einsam - sein Partner Jack ist erk&auml;ltet und bleibt daheim. Foto: Lisa Weitemeier </p></div>
<p>Eine Weile lang hat Adel Hein, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Reptilienausstellung &#8220;Welt der Reptilien&#8221; Leos Treiben etwas verwundert beobachtet. &#8220;Warum macht er das eigentlich nur beim M&auml;nnchen?&#8221;, fragte er sich und schloss daraus, Leo habe wohl eher einen Hang zu m&auml;nnlichen Geschlechtspartnern: &#8220;Und so kam ich dann irgendwann auf die Idee: Leo ist kein Leguan, sondern ein Gayluan.&#8221;</p>
<p><strong>Kein treues Kerlchen</strong></p>
<p>Weibchen gegen&uuml;ber verh&auml;lt sich Leo &auml;u&szlig;erst aggressiv, hin und wieder attackiert er sie gar. F&uuml;r Sex mit seinen weiblichen Artgenossen ist der Leguan ganz und gar nicht zu haben - er straft sie mit purer Gleichg&uuml;ltigkeit und Ignoranz. Ganz anders ist er bei M&auml;nnchen - da wirbt er pl&ouml;tzlich, macht auf sich aufmerksam und versucht, sie zu begatten. Das st&ouml;&szlig;t bei seinen potentiellen Liebhabern allerdings nicht immer auf Wohlwollen.</p>
<p>Abgesehen von seiner homosexuellen Neigung verhalte sich der &#8220;Gayluan&#8221; aber nicht anders als die anderen Leguan-M&auml;nnchen, erkl&auml;rt Hein: &#8220;Er ist sehr lieb und sehr zug&auml;nglich. Manchmal hat er so seine Phasen, da ist er ein bisschen wild und will nur das, was er will.&#8221;</p>
<p>Zurzeit ist Leo &uuml;brigens vergeben an Leguan Jack. Der ist allerdings momentan erk&auml;ltet und wird zu Hause mit warmen B&auml;dern gesund gepflegt, w&auml;hrend Leo mit &#8220;Welt der Reptilien&#8221; durch die Republik reist. Jack sollte nur ein bisschen aufpassen - Leguan Leo widmet seine Liebe grunds&auml;tzlich all seinen m&auml;nnlichen Artgenossen.</p>
<p><strong>Homosexualit&auml;t bei fast allen Arten?</strong></p>
<div id="attachment_79595" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-79595" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/bonobos-300x214.jpg" alt="&quot;Make love, not war&quot; ist das Motto der Bonobos. Foto: Irene2005/flickr.com" width="300" height="214" /><p class="wp-caption-text">&quot;Make love, not war&quot; ist das Motto der Bonobos. Foto: Irene2005/flickr.com</p></div>
<p>Neben dem &#8220;Gayluan&#8221; vergn&uuml;gen sich auch andere Tierarten hin und wieder mit gleichgeschlechtlichen Sexualpartnern. Wie viele Arten das genau sind, ist derzeit nicht genau bekannt. Laut Petter Bøckman, dem wissenschaftlichen Leiter der Ausstellung &#8220;Wider die Natur?&#8221; im Naturkundemuseum von Oslo, die sich im Jahre 2007 der Homosexualit&auml;t bei Tieren widmete, konnten bei 1.500 Tierarten solcherlei Neigungen beobachtet werden. Nur bei 500 Arten seien diese Beobachtungen allerdings gut dokumentiert. Evolutionsbiologen der UC Riverside definieren Homosexualit&auml;t gar als nahezu universelles Ph&auml;nomen, das bei fast allen Spezies &uuml;blich sei.</p>
<p>So hat auch der L&ouml;we, der K&ouml;nig der Tiere, hin und wieder einen Hang zu homosexuellen Kontakten. Vor allem mit seinen Br&uuml;dern vergn&uuml;gt er sich des &Ouml;fteren, um die Bindung zu ihnen zu st&auml;rken und so gemeinsam das Rudel anzuf&uuml;hren.</p>
<p><strong>Frieden durch Sex</strong></p>
<p>Besonders weit verbreitet ist die gleichgeschlechtliche Liebe aber bei den Bonobos, den Zwergschimpansen. Die haben allerdings nicht nur zum Vergn&uuml;gen miteinander Sex, erkl&auml;rt die Biologin Sabine Haas, Sprecherin der Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen:  &#8220;Da dient Sex der sozialen Kontaktpflege oder dem Abbau von Spannungen, die in der Gruppe aufgebaut sind.&#8221; So habe eine Bonobo-Frau etwa mit einer anderen Bonobo-Frau Sex, um gut in der Hierarchie dazustehen, um irgendwelchen Streitereien vorzubeugen oder, wenn es schon zu sp&auml;t ist: als Vers&ouml;hnungssex danach.</p>
<p>Getreu dem Motto &#8220;Make love, not war&#8221; treibt es bei den Bonobos also jeder mit jedem. M&auml;nnchen mit M&auml;nnchen, Weibchen mit Weibchen und M&auml;nnchen mit Weibchen, ja sogar Kinder mischen mit. Regelrechte Sex-Orgien werden gefeiert - und das mitunter mehrmals t&auml;glich. Allerdings unterscheide sich der Sex bei den Bonobos deutlich von dem beim Menschen, erkl&auml;rt Haas: &#8220;Sex ist da eher so wie H&auml;ndesch&uuml;tteln bei uns Menschen. Nach dem Streit sch&uuml;tteln wir uns die Hand, und die machen halt Sex.&#8221;</p>
<div id="attachment_79604" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-medium wp-image-79604 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/12/5344748838_8ea2f8a39d_z-200x300.jpg" alt="&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Traute Zweisamkeit genie&szlig;en auch die schwulen Pinguine und suchen sich einen festen Partner f&uuml;rs Leben. Foto: Danielle Pereira/ flickr.com" width="200" height="300" /><p class="wp-caption-text">Traute Zweisamkeit genie&szlig;en auch die schwulen Pinguine und suchen sich einen festen Partner f&uuml;rs Leben. Foto: Danielle Pereira/ flickr.com</p></div>
<p>Sowohl bei hetero- als auch bei homosexuellen Pinguinen ist das allerdings anders. Die gehen n&auml;mlich Einehen ein und suchen sich einen festen Partner f&uuml;rs Leben. Im Bremerhavener Zoo hat ein schwules Pinguin-P&auml;rchen vor zwei Jahren sogar Nachwuchs bekommen. Die beiden M&auml;nnchen haben ein elternloses Ei &#8220;adoptiert&#8221;, es abwechselnd ausgebr&uuml;tet und das Kleine dann gemeinsam gro&szlig;gezogen.</p>
<p>Auch Delfine wagen hin und wieder homoerotische Abenteuer. Bei Flipper und seinen Freunden gibt es n&auml;mlich das sogenannte &#8220;Tandemschwimmen&#8221;. Da steckt die eine Delfin-Dame ihre R&uuml;ckenflosse in den Genitalschlitz der anderen. Das m&auml;nnliche Pendant: Der eine Delfin penetriert das Atemloch seines Partners mit seinem Geschlechtsteil.</p>
<p><strong>Nur in Zoos?</strong></p>
<p>Bleibt aber noch die Frage, wie weit verbreitet Homosexualit&auml;t in der Tierwelt wirklich ist - ob es tats&auml;chlich ein Ph&auml;nomen ist, das auch in freier Wildbahn auftritt oder ob es sich eher auf die in Zoos lebenden Tiere beschr&auml;nkt. Das Problem: Bei frei lebenden Tieren gibt es hierzu meist nur anekdotische Beobachtungen.</p>
<p>Die Biologin Sabine Haas f&uuml;hrt homosexuelles Verhalten eher auf den Mangel an ad&auml;quaten Geschlechtspartnern zur&uuml;ck: &#8220;Ich denke, dass Homosexualit&auml;t bei Tieren in der Natur eher nicht so h&auml;ufig vorkommt und dass es eher ein Ph&auml;nomen ist, das in zoologischen G&auml;rten, in Menschenhand vorkommt, wenn der &#8220;richtige&#8221; Sexualpartner fehlt.&#8221;</p>
<div class="additionallinks">
<p><span style="color: #ffffff;"><strong>Buchtipp: </strong></span></p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0   21   false false false  DE X-NONE X-NONE                           &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;                                                                                                                                             &lt;![endif]--><!--[if gte mso 10]&gt;--><span style="color: #ffffff;">Wer mehr zu dem Thema lesen m&ouml;chte:<br />
In seinem 750 Seiten starken Buch &#8220;Biological Exuberance&#8221; zeigt der Biologe Bruce Bagemihl die Vielfalt der homosexuellen Kontakte im Tierreich auf. So ist ihm zufolge &#8220;Exuberance&#8221;, also &Uuml;berschwang, die Erkl&auml;rung f&uuml;r Homosexualit&auml;t bei Tieren. Seine nicht ganz unumstrittene These: Tiere haben einfach Spa&szlig; am Sex - egal in welcher Konstellation.  (18,80 Euro)</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">Oder alternativ: &#8220;Die raffiniertesten Sexpraktiken bei Tieren&#8221; von  Olivia Judson. Hier pr&auml;sentiert die  Autorin die neuesten Erkenntnisse  &uuml;ber das Sexualverhalten bei Tieren - und zwar in Form von Leserbriefen,  die informationsbed&uuml;rftige Tiere an sie schreiben. (11,95 Euro)</span></div>
<div>
<p><!--[endif] --></div>


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		</item>
		<item>
		<title>Schlafen zu zweit – ein n&#228;chtlicher Kampf</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/28/11/2011/schlafen-zu-zweit-ein-naechtlicher-kampf/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/28/11/2011/schlafen-zu-zweit-ein-naechtlicher-kampf/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 14:53:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisa Weitemeier</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Themenwoche Schlaf]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[aus dem labor]]></category>

		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>

		<category><![CDATA[nebeneinander einschlafen]]></category>

		<category><![CDATA[Pärchenschlaf]]></category>

		<category><![CDATA[schlafen]]></category>

		<category><![CDATA[schlafen zu zweit]]></category>

		<category><![CDATA[unruhiger Schlaf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pflichtlektuere.com/?p=78488</guid>
		<description><![CDATA[Schlafen k&#246;nnte so sch&#246;n sein. H&#228;tte man gen&#252;gend Platz und w&#252;rde der Partner neben einem nicht st&#228;ndig schnarchen, schmatzen oder treten.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;  Normal 0   21   false false false  DE X-NONE X-NONE                           &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;                                                                                                                                             &lt;![endif]--><!--[if gte mso 10]&gt;--></p>
<div id="attachment_78467" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/banner_themenwoche_schlaf.jpg"><img class="size-full wp-image-78467" title="banner_themenwoche_schlaf" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/banner_themenwoche_schlaf.jpg" alt="Foto: flickr.com/kate hiscock/Timothy/sdminor81/pedrosimoes7; Montage: Marc Patzwald" width="600" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/kate hiscock/Timothy/sdminor81/pedrosimoes7; Montage: Marc Patzwald</p></div>
<p>Ein glossierender Beitrag</p>
<p><strong>Bettdecken-Klauer, Z&auml;hne-Knirscher und notorische Fernseh-Anlasser - gemeinsam mit seinem Partner zu schlafen kann ganz sch&ouml;n nervig sein. Aber warum schlafen wir dann doch so gerne neben unseren Liebsten?</strong></p>
<p>Jede Nacht dieselbe Qual. Von der anderen Seite des Bettes erklingen in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden laute Atemger&auml;usche, Schmatzer oder Schnarcher in einer Lautst&auml;rke von gef&uuml;hlten 1243 Dezibel. Und ist man gerade fast eingeschlafen, ist da pl&ouml;tzlich ein Ellbogen zwischen den Rippen oder ein Knie im Bauch. Es schl&auml;ft sich halt eher schlecht, wenn sich der Partner neben einem maulwurfartig durch die Kissen w&uuml;hlt, und in etwa so ruhig schl&auml;ft wie das Nagetier Sid in Ice Age.</p>
<p>So h&auml;ngt erholsames Schlafen ja auch immer von den Schlafgewohnheiten des Partners ab: W&auml;hrend sich die einen gerne die ganze Nacht in L&ouml;ffelchen-Stellung eng an den Partner kuscheln, wollen die anderen nichts lieber als eins: Platz, ganz viel Platz.</p>
<p><strong>N&auml;chtliche Scharm&uuml;tzel</strong></p>
<p>So ist es auch bei den beiden Studenten Andre und Anne. Die beiden sind schon seit f&uuml;nf Jahren ein Liebespaar, seit Beginn der Beziehung schlafen sie beieinander - sind also schon &#8220;Profis&#8221; im Umgang mit den n&auml;chtlichen Querelen. Anne ist eine von der Sorte, die beim Schlafen eher ihre Freiheiten braucht: &#8220;Es ist ja ganz sch&ouml;n abends in seinem Arm zu liegen, und sich zu entspannen und bei ihm zu sein&#8221;, gibt sie zu. &#8220;Aber wenn ich dann schlafen m&ouml;chte, dreh ich mich weg - und dann schlaf ich.&#8221;</p>
<div id="attachment_79088" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-79088" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/fuse-schlafen2-300x200.jpg" alt="Morgendliche Zweisamkeit unter der Bettdecke - zusammen aufzuwachen ist doch immer wieder wundersch&ouml;n. Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Morgendliche Zweisamkeit unter der Bettdecke - zusammen aufzuwachen ist doch immer wieder wundersch&ouml;n.               Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de</p></div>
<p>Und so nimmt sie, wie es so h&auml;ufig ist, das Bett in seiner vollen Gr&ouml;&szlig;e in Beschlag und klaut nicht nur den Platz, sondern oft auch die Decke - sehr zum Leidwesen ihres Partners. Wenn der n&auml;mlich nachts aufwacht, habe er grunds&auml;tzlich nie eine Bettdecke und sei v&ouml;llig an den Rand des Bettes gedr&auml;ngt, moniert er. Und das, obwohl die beiden ein extra breites Bett angeschafft h&auml;tten. &#8220;Und dann ist es, wie wenn du einen Stein rollen musst&#8221;, erkl&auml;rt Andre die n&auml;chtliche Prozedur. &#8220;Dann rolle ich den Stein, und wenn der Stein wach wird, ist der Stein sauer.&#8221; Und das sei dann eher suboptimal f&uuml;r den n&auml;chtlichen Frieden.</p>
<p>Genauso wie Annes dauer-kalte F&uuml;&szlig;e, die des Nachts treffsicher ihren Weg zwischen die warmen Waden ihres Bettgef&auml;hrten finden. Der n&auml;chtliche K&auml;lteschock ist also vorprogrammiert.<br />
Und auch die Nachttischlampe solle umgestellt werden, schl&auml;gt Andre vor. Denn grunds&auml;tzlich stehe alles immer auf seiner Seite. Und egal, was seine Freundin brauche, immer m&uuml;sse er es ihr geben. „Oder sie dr&uuml;ckt mir eben auf den Bauch, um es zu bekommen - in beiden F&auml;llen werde ich wach.&#8221;</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Buchtipp:</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p style="color: white;">In dem Buch “Two in a bed: the social system of couple bed sharing” von Paul Rosenblatt dreht sich alles um kalte F&uuml;&szlig;e, Schnarchen, Schlafwandeln und Spooning. Der Soziologe hat sich intensiv mit den Vorteilen und Herausforderungen des Schlafens zu zweit besch&auml;ftigt, mehr als vierzig Paare hat er interviewt. Schlussfolgerung: Das gemeinsame Schlafen muss man lernen.</p>
<p style="color: white;"><strong>Studientipp:</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p style="color: white;">Frauen schlafen besser alleine – eine Studie von Verhaltensbiologen der Universit&auml;t Wien aus dem Jahr 2007.</p>
<p style="color: white;">Einsamkeit raubt den Schlaf – eine Studie der American Academy of Sleep Medicine vom November 2011.</p>
</div>
<p><strong>Arme Frauen</strong></p>
<p>Nebeneinander schlafen kann halt ganz sch&ouml;n schwierig sein. Vor allem aber f&uuml;r die Frauen. Denn eigentlich schlafen die wesentlich besser ohne ihren Partner. Bei den M&auml;nnern ist das genau umgekehrt: Die schlafen ruhiger und erholsamer, wenn sie sich des Nachts an ihre Freundin kuscheln k&ouml;nnen. Liegt daran, dass die Menschen fr&uuml;her in Gruppen geschlafen haben - und an der Seite der Frau lag nicht etwa ihr Mann, sondern das eigene Baby, dessen Schlaf sie &uuml;berwachte. Heute liegt auf der anderen Bettseite zwar ein schnarchendes Riesenbaby, trotzdem f&uuml;hlt sich die Frau nachts weiterhin instinktiv in der Mutterrolle. So schl&auml;ft sie seicht und unruhig, der Mann aber schlummert tief und fest. Denn der reagiert auf den Schlaf zu zweit genauso wie auf den Gruppenschlaf - er f&uuml;hlt sich besonders sicher. Und so ist er morgens besonders fit und ausgeschlafen, und die Frau kriegt kaum ein Auge auf.</p>
<div id="attachment_79141" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-79141" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/11/stein-schlafen-300x200.jpg" alt="Das Bett in seiner vollen Gr&ouml;&szlig;e geentert -viel Platz f&uuml;r den Partner bleibt da nicht. Foto:" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Das Bett in seiner vollen Gr&ouml;&szlig;e geentert -viel Platz f&uuml;r den Partner bleibt da nicht. Foto: Phil and Pam/flickr.com.</p></div>
<p>Auch Andre preist die n&auml;chtliche Zweisamkeit, seien Menschen doch daf&uuml;r gemacht, ihre Zeit gemeinsam zu verbringen. &#8220;Genau wie Meerschweinchen&#8221;, erkl&auml;rt der 21-J&auml;hrige und schmunzelt. &#8220;Wenn das eine Meerschweinchen stirbt, stirbt auch das andere - weil die nicht ohneeinander k&ouml;nnen.&#8221; Schlafe der eine Partner woanders, k&ouml;nne eben auch der andere nicht mehr schlafen.<br />
Auch Forscher glauben: Einsamkeit raubt den Schlaf. Denn unsere Vorfahren konnten nur im Schutz der Gruppe schlafen, ohne sich vor wilden Tieren oder anderen Gefahren f&uuml;rchten zu m&uuml;ssen. Und diesen Urinstinkt haben wir geerbt. Fehlt uns dieses Gef&uuml;hl der Sicherheit, ist man wachsamer und schl&auml;ft wesentlich unruhiger. Und das nicht nur bei extremer sozialer Isolation, sondern schon bei einem schwachen Gef&uuml;hl der Einsamkeit.</p>
<p><strong>Tiefer Schlaf - oder lieber kuscheln?</strong></p>
<p>Nun ja, manchmal scheint eher die Zweisamkeit den Schlaf zu rauben. Aber trotz der n&auml;chtlichen Scharm&uuml;tzel um die Bettdecke, l&auml;stigem Schnarchen und schmerzhaften Tritten - die meisten Paare wollen trotzdem nicht auf die Geborgenheit verzichten, die sie nachts in der N&auml;he ihres Partners sp&uuml;ren.</p>
<p>So auch unser Studenten-P&auml;rchen. Anne merke zwar, dass sie nur dann vollkommen in der Tiefschlafphase ist und sich richtig erholen kann, wenn sie mal alleine schl&auml;ft - das morgendliche beieinander Aufwachen und das Kuscheln vor dem Einschlafen w&uuml;rden sie aber f&uuml;r den unruhigen Schlaf entsch&auml;digen. &#8220;Man hat ja mittlerweile auch seine Routine beim Schlafen - und wenn Andre dann nicht da ist, ist es auch schon wieder komisch&#8221;, sagt Anne.<br />
Und ganz ehrlich, wer braucht schon tiefen Schlaf? Nachts ausgiebig zu kuscheln ist doch oft viel sch&ouml;ner als der erholsame Schlaf allein.</p>
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<p style="color: white;"><strong>Themenwoche Schlaf:</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p style="color: white;">F&uuml;nf Tage lang dreht sich bei uns alles ums Thema Schlaf. Zusammen mit eldoradio* pr&auml;sentieren wir euch Interessantes, Kurioses und Unglaubliches. Online gibt es t&auml;glich einen neuen Beitrag.</p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re:<a href="http://www.pflichtlektuere.com/28/11/2011/schlafkulturen/" target="_blank"> Schlafkulturen</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/28/11/2011/wenn-die-nacht-zum-alptraum-wird/">Wenn die Nacht zum Alptraum wird</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/28/11/2011/das-fremde-in-meinem-bett/">Das Fremde in meinem Bett</a></p>
<p style="color: white;">pflichtlekt&uuml;re: <a href="http://www.pflichtlektuere.com/28/11/2011/power-napping-nickerchen-fuers-koepfchen/">Power-Napping - Nickerchen f&uuml;rs K&ouml;pfchen</a></p>
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