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	<title>pflichtlektüre &#187; Linda Klimmek</title>
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	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 08:59:18 +0000</pubDate>
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		<title>Buchkritik: Zwischen Minirock und Moschee</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/25/05/2010/buchkritik-zwischen-minirock-und-moschee/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 07:33:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linda Klimmek</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>

		<category><![CDATA[Melda Abkas]]></category>

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		<description><![CDATA[In „So wie ich will. Mein Leben zwischen Minirock und Moschee“ beschreibt Melda Abkaş, wie sie den Spagat zwischen zwei Kulturen schafft. Ein autobiografisches Erstlingswerk.




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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„F&uuml;r Deutsche bin ich eine T&uuml;rkin, f&uuml;r T&uuml;rken eher eine Deutsche. Weder Baum noch Borke. Nichts Richtiges. Ein Zwischending“ –  so beschreibt Melda Abkaş ihr „Dilemma“. Und um das geht es in ihrem ersten Buch „So wie ich will. Mein Leben zwischen Minirock und Moschee“. Auf 237 Seiten erz&auml;hlt die 18-j&auml;hrige Autorin aus ihrem Leben, das gepr&auml;gt ist von t&auml;glichen Konflikten zwischen deutschen und t&uuml;rkischen Denkweisen, den unterschiedlichen Mentalit&auml;ten</strong> <strong>und Sitten.</strong></p>
<div id="attachment_30541" class="wp-caption alignright" style="width: 194px"><img class="size-medium wp-image-30541" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/05/buchcover-184x300.jpg" alt="Das Buchcover. Foto: C. Bertelsmann" width="184" height="300" /><p class="wp-caption-text">Das Buchcover. Foto: C. Bertelsmann</p></div>
<p>Geboren und aufgewachsen in Berlin, lebt Melda ihren Alltag in einer t&uuml;rkischen Familie. Dabei ger&auml;t sie immer wieder in Konflikte: Wegen ihres Kleidungsstils, ihrer Lebensweise und vor allem aufgrund ihrer eigenen Vorstellungen, die sie unbeirrt verfolgt und durchsetzt.</p>
<p>Melda hat ihren eigenen Kopf und will sich nicht f&uuml;r eine der beiden Kulturen entscheiden. Sie will ihren eigenen Weg gehen und der hat nun einmal etwas von beiden Seiten. Sie ist gepr&auml;gt durch ihren t&uuml;rkischen Hintergrund, dadurch, dass sie in einer t&uuml;rkischen Familie aufgewachsen ist und durch die vielen Treffen mit der gro&szlig;en t&uuml;rkischen Sippe, die in Berlin zu ihrem Leben geh&ouml;rt.</p>
<p>Genauso intensiv sp&uuml;rt Melda aber auch eine Verbindung zu Deutschland: Hier spielt sich ihr schulisches Leben ab, hier hat sie Freunde und Bekannte – Umst&auml;nde, die sie tief mit diesem Land verbinden.</p>
<p>Ob sie sich vorstellen kann, sp&auml;ter einmal in der T&uuml;rkei zu leben? Das ist nur eine von vielen Fragen, die sie sich in ihrem Buch stellt und dem Leser ganz pers&ouml;nlich beantwortet: Sie kann sich ein Leben in der T&uuml;rkei nicht wirklich vorstellen. Immer wenn sie da ist, f&uuml;hlt sie sich wie im Urlaub, auch wenn sie die Sprache flie&szlig;end spricht und dort viele Verwandte hat.</p>
<p><strong>Entscheidungen treffen und vertreten</strong></p>
<p>Schon fr&uuml;h sah sich Melda mit Grundsatzfragen konfrontiert, die sich Menschen ohne Migrationshintergrund niemals stellen brauchen: In welchem Land bin ich zuhause? Welcher Nation geh&ouml;re ich an? Welche Lebensweise passt besser zu mir?</p>
<p>Melda musste – wie alle anderen Jugendlichen in ihrer Situation – auf eine ganze Reihe von Fragen Antworten finden. Sie musste dar&uuml;ber nachdenken, wie sie zu bestimmten Fragen steht, musste beispielsweise entscheiden, ob sie jahrelang in die Moschee-Schule gehen will oder nicht und ihren Entschluss dann nach Au&szlig;en hin vertreten.</p>
<p>Ihr Buch zeigt nicht nur, wie angef&uuml;llt ihr jugendliches Leben von solchen Denkprozessen und Entscheidungen ist und was f&uuml;r schwerwiegende innere Konflikte dadurch bei der jungen Autorin entstehen.</p>
<div id="attachment_30542" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/05/melda-abkas.jpg"><img class="size-medium wp-image-30542" title="melda-abkas" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/05/melda-abkas-300x199.jpg" alt="Die Autorin Melda Abkas. Foto: Isabelle Graeff" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Die Autorin Melda Abkas. Foto: Isabelle Graeff</p></div>
<p>Das Buch vermittelt auch sehr eindringlich, dass diese Entscheidungen und eigenen Positionierungen immer nur die erste Ebene sind, auf die meistens noch eine zweite folgt: Das Verteidigen der Entscheidung – entweder gegen&uuml;ber ihrer Familie, also der t&uuml;rkischen Sichtweise, oder gegen&uuml;ber Deutschen, die Manches einfach anders sehen.</p>
<p>Dabei besch&auml;ftigt sich Melda mit der Kopftuchfrage, ob sie Minir&ouml;cken tragen und f&uuml;nf Mal am Tag beten soll, abends nach acht Uhr noch weggehen kann, Jungs treffen oder gar k&uuml;ssen und Alkohol trinken will. Typische Themen, bei denen sie, wie andere Jugendliche mit t&uuml;rkischem Hintergrund in Deutschland, im Spannungsfeld zwischen zwei Kulturen lebt.</p>
<p><strong>Ein vielschichtiges Buch</strong></p>
<p>Melda Abkaş gelingt es auf beeindruckende Art und Weise, dem Leser diese Konfliktbereiche nahezubringen, indem sie ihn an ihrem Leben teilhaben l&auml;sst.</p>
<p>Sehr ausf&uuml;hrlich beschreibt sie allt&auml;gliche Begebenheiten, erz&auml;hlt von Diskussionen mit ihren strengen Eltern und schildert die besondere Stimmung bei riesigen t&uuml;rkischen Familientreffen.</p>
<p>Daneben beleuchtet sie aber auch die „deutsche Seite“: wie sie mit ihren Freunden umgeht, was sie in und neben der Schule macht und welche teils verletzenden, diskriminierenden Erlebnisse sie mit Deutschen schon hatte.</p>
<p>Neben ihren subjektiven Empfindungen und Sichtweisen liefert Melda dem Leser aber auch immer wieder sachliche Erkl&auml;rungen zu t&uuml;rkischen Sitten und Denkweisen. So gelingt ihr eine abwechslungsreiche Balance zwischen der wertenden und der erkl&auml;renden Erz&auml;hlebene.</p>
<p>Dadurch ist dieses Buch vieles zugleich: Portr&auml;t einer Person mit Migrationshintergrund, Beschreibung eines jugendlichen Lebens, Erkl&auml;rung von t&uuml;rkischen Lebensweisen, und eindringlicher Gedankenstrom einer besonderen jungen Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt und dadurch ihren Lesern viele Denkanst&ouml;&szlig;e mit auf den Weg gibt.</p>
<p>Die Erz&auml;hlweise der jungen Autorin ist dabei deshalb so einnehmend, weil sie so sehr darauf bedacht ist, alle Seiten zu erkl&auml;ren, die Dinge in das „richtige“ Licht zu r&uuml;cken. Dadurch will sie dem Leser verdeutlichen, dass nicht alle T&uuml;rken oder alle Deutschen &uuml;ber einen Kamm geschoren werden k&ouml;nnen.</p>
<p>Gerade weil Melda selbst so eine starke, eigenst&auml;ndige Pers&ouml;nlichkeit ist, wirkt ihre k&auml;mpferische, jugendliche Art so authentisch und &uuml;berzeugend. Ein gelungenes Erstlingswerk, das das Thema „Migration“ sehr vielseitig beleuchtet!</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Die Autorin</strong></p>
<p style="color: white;">Melda Akbaş, geboren 1991, lebt in Berlin und macht im Fr&uuml;hjahr 2010 ihr Abitur. In ihrer Freizeit arbeitet f&uuml;r die T&uuml;rkische Gemeinde Deutschland, engagierte sich als stellvertretende Schulsprecherin und im Bezirkssch&uuml;lerausschuss.</p>
</div>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Das Buch</strong></p>
<p style="color: white;">Titel: „So wie ich will. Mein Leben zwischen Minirock und Moschee.“</p>
<p style="color: white;">Erscheinungsdatum: 25. Mai 2010</p>
<p style="color: white;">Verlag: C. Bertelsmann</p>
<p style="color: white;">Preis: 14,95 Euro</p>
<p style="color: white;">ISBN-Nummer: 978-3-570-10043-1</p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Filmkritik: &#8220;Der Vater meiner Kinder“</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/20/05/2010/filmkritik-der-vater-meiner-kinder/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/20/05/2010/filmkritik-der-vater-meiner-kinder/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 May 2010 08:08:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linda Klimmek</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[Der Vater meiner Kinder]]></category>

		<category><![CDATA[Filmfestspiele Cannes]]></category>

		<category><![CDATA[Mia Hansen-Love]]></category>

		<category><![CDATA[Un certain regard]]></category>

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		<description><![CDATA[Der franz&#246;sisch-deutsche Film hat bei den Filmfestspielen in Cannes 2009 den Spezialpreis „Un certain regard“ (dt. „Ein gewisser Blick“) gewonnen. Jetzt ist das Drama &#252;ber den pl&#246;tzlichen Selbstmord eines Familienvaters in den deutschen Kinos. pflichtlektuere.com sagt euch, ob sich der Kinobesuch lohnt.




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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die franz&ouml;sische Regisseurin Mia Hansen-LØve greift in ihrem zweiten Langfilm „Der Vater meiner Kinder“ ein schwieriges Thema auf: Wie geht eine Familie damit um, wenn sich der Vater pl&ouml;tzlich und unerwartet umbringt? Der Film gibt einf&uuml;hlsame Einblicke.</strong></p>
<div id="attachment_24912" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-24912" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/04/eine-gluckliche-familie-300x204.jpg" alt="Grégoire im Kreis seiner Familie. Foto: farbfilm verleih" width="300" height="204" /><p class="wp-caption-text">Grégoire im Kreis seiner Familie. Foto: farbfilm verleih</p></div>
<p>Grégoire Canvel f&uuml;hrt ein perfektes Leben: Er ist Filmproduzent aus Leidenschaft, liebt seine aufregenden Filmprojekte und ist genau der Typ f&uuml;r dieses Business – immer das Telefon am Ohr, kaum Zeit zum Luftholen, schwierige Verhandlungen mit Gesch&auml;ftspartnern f&uuml;hren. Grégoire arbeitet mit viel Hingabe, Engagement und Charisma. Erholung vom erf&uuml;llenden, aber anstrengenden Gesch&auml;ftsalltag findet er im harmonischen Familienleben mit seiner Frau Sylvia und den drei entz&uuml;ckenden T&ouml;chtern. Er ist ein begeisterter Vater und erlebt mit seiner Familie viele Gl&uuml;cksmomente.</p>
<p>Doch der Spagat zwischen Familie und Beruf wird immer schwieriger. Denn Grégoire ist zu viele gesch&auml;ftliche Risiken eingegangen, hat zu viele Produktionen begonnen und zu viele Schulden angeh&auml;uft – seiner Produktionsfirma droht der Untergang. Aber das sieht anfangs keiner und so nimmt Grégoire alleine den Kampf gegen den Bankrott auf, strampelt, versucht die Firma zu retten, steckt aber immer weiter (nicht vorhandenes) Geld in laufende Produktionen. Irgendwann ist er gezwungen, sich sein Scheitern einzugestehen. Sein innerer Druck w&auml;chst von einer l&auml;hmenden M&uuml;digkeit bis hin zu gro&szlig;er Verzweiflung – schlie&szlig;lich jagt er sich eine Kugel in den Kopf. Er hinterl&auml;sst seine verwirrte Familie, konfrontiert mit Wut, Trauer und Verzweiflung, und eine marode Produktionsfirma. Grégoires Witwe Sylvia beschlie&szlig;t den Kampf aufzunehmen und die verschuldete Firma zu retten. Und die T&ouml;chter m&uuml;ssen lernen, ein Leben ohne Vater zu f&uuml;hren – jede auf ihre Weise.</p>
<p><strong>Einf&uuml;hlsame Bilder</strong></p>
<div id="attachment_24903" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-24903" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/04/gregoire-liebt-seine-tochter-300x196.jpg" alt="Grégoire liebt seine T&ouml;chter. Foto: farbfilm verleih" width="300" height="196" /><p class="wp-caption-text">Grégoire liebt seine T&ouml;chter. Foto: farbfilm verleih</p></div>
<p>Mia Hansen-LØve gelingt es in diesem Film, die verschiedenen Arten der Trauerbew&auml;ltigung auf eine sehr einf&uuml;hlsame und stille Art und Weise einzufangen. In sch&ouml;nen Bildern und Einstellungen h&auml;lt sie Gl&uuml;cksmomente ebenso wie Augenblicke voller Trauer fest, in denen der Zuschauer den Personen sehr nahe kommen kann. Es sind vor allem kleine Gesten und Mimiken, die die Gef&uuml;hle der Personen transportieren – nicht alles muss explizit ausgesprochen werden und genau das macht diesen Film so intensiv und besonders.</p>
<p>Speziell ist auch der Aufbau des Dramas. Der Selbstmord bildet weder den Anfang noch steht er als tragischer H&ouml;hepunkt am Ende der Erz&auml;hlung. Er geschieht in der Mitte des Films, ist das Herzst&uuml;ck, um das sich alles aufbaut, der Wendepunkt in der Familiengeschichte. Eine lange Einleitung zeichnet ein deutliches Bild des zerrissenen Grégoires.</p>
<p>Der Film bejaht die Erf&uuml;llung, die er durch seine Familie und eigentlich auch durch seine Arbeit erf&auml;hrt. Nur ganz langsam kommen Gesten des Schwankens und Schwimmens dazu, bis sich die Verzweiflung so sehr gesteigert hat, dass sie im Selbstmord m&uuml;ndet. Danach bekommt der Film eine neue Wende, zeigt Sylvias Kampf um die Firma und den Umgang der Familienmitglieder und Gesch&auml;ftspartner mit Grégoires Tod. Auch hierf&uuml;r nimmt sich die Regisseurin viel Zeit und findet einf&uuml;hlsame, ausdrucksstarke Bilder.</p>
<p><strong>Verdienter Sonderpreis - Trotz vieler Themenbereiche</strong></p>
<div id="attachment_24901" class="wp-caption alignleft" style="width: 188px"><img class="size-medium wp-image-24901    " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/04/filmplakat-der-vater-meiner-kinder-213x300.jpg" alt="Das Plakat zum Film. Foto: farbfilm verleih" width="178" height="255" /><p class="wp-caption-text">Das Plakat zum Film. Foto: farbfilm verleih</p></div>
<p>Einziger Kritikpunkt des sehenswerten Dramas: Nach dem Selbstmord fehlt Grégoire als Person, die alle Handlungsstr&auml;nge zusammenh&auml;lt, und die Gesamthandlung tritt etwas in den Hintergrund.</p>
<p>Daf&uuml;r steigt die Konzentration auf einzelne Personen und Handlungsstr&auml;nge – die sind zwar alle nachvollziehbar und zueinander passend, aber es bleibt das Gef&uuml;hl, dass alle Themenbereiche nur ein St&uuml;ck weit angeschnitten werden. Dadurch wirkt der letzte Teil des Films nicht sehr stringent.</p>
<p>Trotzdem finden sich auch hier wieder sch&ouml;ne Bilder, die viel im Stillen ausdr&uuml;cken. Ein besonderer Film, der trotz oder gerade wegen der speziellen Machart und den intensiven Bildern zu beeindrucken vermag.</p>
<p>Bei den Filmfestspielen in Cannes bekam dieses gelungene Werk den Spezialpreis „Un certain regard“, der haupts&auml;chlich Erstlingswerke und Nachwuchstalente f&ouml;rdern soll.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Hintergrundinformation zum Film</strong></p>
<p style="color: white;">Regisseurin Mia Hansen-LØve setzt mit „Der Vater meiner Kinder“ dem franz&ouml;sischen Filmproduzenten Hubert Balsam, der ihr Mentor war und im Februar 2005 Selbstmord ver&uuml;bte, ein Denkmal. Eigentlich h&auml;tte er ihren ersten Film produzieren sollen. Zu ihrem zweiten Film, „Der Vater meiner Kinder“, sagt sie: „Seine [Balsams] Energie, Passion und Sensibilit&auml;t waren der Antrieb f&uuml;r mich, den Film zu schreiben. Mir war es wichtig, in dem Film das Paradoxe der zwei entgegengesetzten Kr&auml;fte zu zeigen, die in einer Person wirken k&ouml;nnen. Der Konflikt, der sich in einer Person abspielen kann, zwischen Licht und Schatten, St&auml;rke und Verwundbarkeit, Lebenswillen und Todessehnsucht.“</p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Tanzlaien lernen von Pina Bausch</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/18/03/2010/tanzlaien-lernen-von-pina-bausch/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 14:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linda Klimmek</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>

		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>

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		<category><![CDATA[Anne Linsel]]></category>

		<category><![CDATA[Kontakthof]]></category>

		<category><![CDATA[Peter Hoffmann]]></category>

		<category><![CDATA[Pina Bausch]]></category>

		<category><![CDATA[Tanz]]></category>

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		<category><![CDATA[Tanzträume]]></category>

		<category><![CDATA[wuppertal]]></category>

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		<description><![CDATA[Junge Tanzlaien studieren das St&#252;ck "Kontakthof" von Pina Bausch ein – begleitet von einem Kamerateam. Herausgekommen ist eine wunderbare Kino-Doku &#252;ber ein besonderes Projekt. 


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Junge Tanzlaien studieren das St&uuml;ck &#8220;Kontakthof&#8221; von Pina Bausch ein – ein Kamerateam dokumentiert die Arbeit. Dabei herausgekommen ist ein wunderbarer Dokumentarfilm &uuml;ber ein besonderes Projekt, die wachsende Reife von Jugendlichen und &uuml;ber eine verstorbene Tanzlegende. Jetzt gibt’s den Film in den Kinos.</strong></p>
<div id="attachment_23840" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><img class="size-full wp-image-23840    " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/03/tanztraume-filmplakat.jpg" alt="Das Filmplakat zu &quot;Tanztr&auml;ume - Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch&quot;. Foto: realfictionfilme" width="180" height="270" /><p class="wp-caption-text">Das Plakat zum Film. Foto: realfictionfilme</p></div>
<p>&#8220;Boa, die Pina ist voll cool ey!&#8221; – Nicht gerade der &uuml;bliche Kommentar &uuml;ber eine weltber&uuml;hmte T&auml;nzerin und Choreographin, aber genau so empfindet das ein Sch&uuml;ler aus Wuppertal bei Pina Bausch. Er hat bei einem ihrer letzten Projekte mitgemacht: &#8220;Kontakthof mit Teenagern ab 14&#8243;. Rund 40 Jugendliche von verschiedenen Wuppertaler Schulen konnten an dem Tanzprojekt teilnehmen: Das hie&szlig; f&uuml;r die Jugendlichen jeden Samstag &uuml;ben, &uuml;ben, &uuml;ben. Innerhalb eines Jahres haben sie Pina Bauschs St&uuml;ck &#8220;Kontakthof&#8221; aus dem Jahr 1978 einstudiert. Ein Kamerateam durfte die Proben begleiten. Der Film &#8220;Tanztr&auml;ume – Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch&#8221; zeigt die deutsche Tanzlegende letztmalig vor ihrem Tod. Sie starb im Sommer 2009 unerwartet an Krebs.</p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>Pina Bausch im Portr&auml;t</strong></p>
<div id="attachment_23895" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><img class="size-full wp-image-23895 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/03/pina-bausch-atsushi-iijima.jpg" alt="Pina Bausch. Foto: Atsushi Iijima" width="240" height="300" /><p class="wp-caption-text">Pina Bausch. Foto: Atsushi Iijima</p></div>
<p>Die letzten Aufnahmen der zum Drehzeitpunkt 68-j&auml;hrigen Choreographin zeichnen ein authentisches Bild der Person Pina Bausch. Der Film portr&auml;tiert eine konzentrierte, streng wirkende Frau, die mit regungslosem Gesicht, aber mit vollkommen wachen Augen die Proben beobachtet. Eine Frau, die genau wei&szlig;, was sie will und wo es hingehen soll. Umso eindrucksvoller ist es, wenn die Kamera den Hauch eines L&auml;chelns einf&auml;ngt, das Leuchten in den Augen und den weichen Ausdruck im Gesicht, wenn Pina Bausch sich dezent freut. Anne Linsel und Peter Hoffmann sp&uuml;ren in ihrem Dokumentarfilm der Person Pina Bausch nach und finden eindringliche, fast liebevolle Bilder. Der Film l&auml;sst auch Au&szlig;enstehende erahnen, wie sie war, wie sie gearbeitet hat und was f&uuml;r eine besondere Pers&ouml;nlichkeit diese Frau besa&szlig;.</p>
<p>Mittelpunkt der Dokumentation ist aber nicht Pina Bausch. Es sind die Proben zu ihrer Inszenierung &#8220;Kontakthof&#8221;, auf denen das Hauptaugenmerk des Films liegt. 1978 wurde das St&uuml;ck vom Tanztheater Wuppertal uraufgef&uuml;hrt, 1999 dann mit Laien neu inszeniert: &#8220;Kontakthof mit Damen und Herren ab 65&#8243; wird noch heute mit gro&szlig;em internationalen Erfolg gespielt. F&uuml;r eine dritte Version mit Jugendlichen zwischen 14 und 18 startete Pina Bausch das Projekt f&uuml;r Wuppertaler Sch&uuml;ler/innen.</p>
<p><strong>Intensive Probenarbeit</strong></p>
<p>Die 40 Teilnehmer/innen haben v&ouml;llig verschiedene Hintergr&uuml;nde, sind unterschiedlich alt und kennen sich zu Beginn der Probenzeit nicht – sie m&uuml;ssen sich erst zu einer harmonischen Gruppe zusammenfinden. Zu einer Gruppe mit dem gemeinsamen Ziel, das St&uuml;ck zu erarbeiten und einzustudieren. Angeleitet werden sie dabei von den ehemaligen Bausch-T&auml;nzerinnen Jo Ann Endicott und Bénédicte Billiet und von Pina Bausch selbst, die die Probenarbeit begleitet und regelm&auml;&szlig;ig vorbeikommt. Die Probenleiterinnen lernen die Jugendlichen mit der Zeit sehr gut kennen und k&ouml;nnen einsch&auml;tzen, was ihnen zuzutrauen ist und was nicht. Der Film dokumentiert eindrucksvoll, wie sie die Teilnehmer fordern und f&ouml;rdern, wie sie Dinge aus ihnen herauszuholen verstehen, die die Sch&uuml;ler/innen von sich selbst nicht erwartet h&auml;tten. Der Zuschauer kann wunderbar die Entwicklungen verfolgen, die die Jugendlichen durchlaufen, er kann sehen, wie viel selbstsicherer sie werden, wie sie an ihren Aufgaben wachsen und wie sich das St&uuml;ck Probe f&uuml;r Probe weiterentwickelt.</p>
<div id="attachment_23842" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-23842  " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/03/tanztraume-jugendliche.jpg" alt="Die Jugendlichen auf der B&uuml;hne. Foto: Ursula Kaufmann" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Die Jugendlichen bei der Premiere. Foto: Ursula Kaufmann</p></div>
<p>Ganz nah dran am Geschehen f&auml;ngt der Film &#8220;Tanztr&auml;ume – Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch&#8221; kleine Gesten und Blicke ein, Sequenzen, die Fortschritte und Lerneffekte dokumentieren. Genauso zeigt der Film Schwierigkeiten bei den Proben und verdeutlicht, was alles hinter solch einem St&uuml;ck steckt, wie schwierig es zum Beispiel sein kann, sich mit dem Thema der Inszenierung auseinanderzusetzen: Es geht um die Suche nach Liebe und Z&auml;rtlichkeit, aber auch um die damit verbundenen Entt&auml;uschungen und Aggressionen. Schwierige Themen f&uuml;r Jugendliche, die damit gr&ouml;&szlig;tenteils kaum Erfahrung haben. Da gibt es Grenzen und das Gef&uuml;hl, nicht richtig aus sich herausgehen zu k&ouml;nnen. Aber das lernen die Teilnehmer – von der Kamera dezent und zur&uuml;ckhaltend dokumentiert.</p>
<p><strong>Der Film ist ein kleines Kunstwerk</strong></p>
<p>Der Dokumentarfilm ist ein rundes Gesamtkunstwerk: Er gibt tiefe Einblicke in pers&ouml;nliche Hintergr&uuml;nde, kommt sehr nah an die Jugendlichen heran. Zwischendurch konzentriert er sich auf einzelne Situationen oder Personen, um dann wieder die Probenarbeit im Ganzen zu betrachten. Der Film ist ein perfektes Wechselspiel aus N&auml;he und Ferne und zeichnet ein eindrucksvolles Bild dieses Projekts, das in jedem Beteiligten etwas bewegt zu haben scheint.</p>
<p>Und genau das wollte Pina Bausch erreichen. Sie wollte die Jugendlichen vor allem ermuntern, sie selbst zu sein. Sie wollte einen Kontakthof, der die Jungen und M&auml;dchen mit ihren &Auml;ngsten, Gef&uuml;hlen, W&uuml;nschen und Tr&auml;umen widerspiegelt. So einen Kontakthof haben die Jugendlichen geschaffen. Unter der Aufsicht und Anleitung einer ber&uuml;hmten T&auml;nzerin und Choreographin. Unter der Aufsicht von Pina Bausch, die nach Ansicht der Sch&uuml;ler/innen &#8220;nicht ganz ohne, aber sehr cool&#8221; ist. Auch durch den neuen Film bleibt die &#8220;coole&#8221; Pina lebendig.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><a href="http://www.realfictionfilme.de/filme/tanztraeume/index.php" target="_blank">Link zum Trailer des Films und weitere Infos</a></p>
</div>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Zur Person Pina Bausch</strong></p>
<p style="color: white;"><strong>Vita:</strong> Die weltber&uuml;hmte T&auml;nzerin Pina Bausch wurde 1940 in Solingen geboren und galt zuletzt als eine der bedeutendsten Choreographinnen der Gegenwart. In der Fachwelt wird sie als herausragende Figur des modernen Tanztheaters gesehen. F&uuml;r ihre Werke wurde sie weltweit mit den h&ouml;chsten Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. Pina Bausch starb unerwartet am 30. Juni 2009.</p>
<p style="color: white;"><strong>Pina Bausch &uuml;ber ihr St&uuml;ck „Kontakthof“:</strong> „Kontakthof ist ein Ort, an dem man sich trifft, um Kontakt zu suchen. Sich zeigen, sich verwehren. Mit &Auml;ngsten. Mit Sehns&uuml;chten. Entt&auml;uschungen, Verzweiflungen. Erste Erfahrungen. Erste Versuche. Z&auml;rtlichkeiten und was daraus entstehen kann.“</p>
<p><a href="http://www.pina-bausch.de/" target="_blank">Link zum Tanztheater Wuppertal Pina Bausch</a></div>


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		<item>
		<title>„Gedichte sind kein Feind, den man zerlegen muss&#8221;</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/26/01/2010/gedichte-sind-kein-feind-den-man-zerlegen-muss/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 08:52:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linda Klimmek</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>

		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[Duisburg]]></category>

		<category><![CDATA[Essen]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[mitten im leben]]></category>

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		<category><![CDATA[Insomnia]]></category>

		<category><![CDATA[Judith Binias]]></category>

		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>

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		<description><![CDATA[Lyrik klingt f&#252;r viele unspannend. Bei Judith Binias ist das anders: Sie schreibt Gedichtb&#228;nde. "Die entstehen oft aus einem Insomnia-Gef&#252;hl heraus", verr&#228;t sie im pflichtlektuere-Interview. 


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Judith Binias schreibt, seit sie ein kleines Kind ist. Kleine Erz&auml;hlungen, Theaterst&uuml;cke – und Gedichte. Im Februar kommt ihr zweiter Gedichtband „Insomnia – Begegnungen unter der n&auml;chtlichen Sonne“ heraus. Im pflichtlekt&uuml;re-Interview erz&auml;hlt die Kulturwissenschafts-Studentin, was Lyrik f&uuml;r sie so besonders macht.</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<div id="attachment_21497" class="wp-caption alignleft" style="width: 178px"><strong></strong><strong><img class="size-full wp-image-21497" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/judith-binias.jpg" alt="Judith Binias. Foto: Nils Jacobi" width="168" height="252" /></strong><p class="wp-caption-text">Judith Binias. Foto: Nils Jacobi</p></div>
<p><strong>Judith, im Februar kommt dein zweiter Gedichtband heraus. Warum schreibst du ausgerechnet Gedichte?</strong><br />
Gedichte bieten die M&ouml;glichkeit, etwas kurz im Wesentlichen zu beschreiben. Lyrik ist sehr auf den Kern einer Sache reduziert. Man kann Nebens&auml;chlichkeiten Beachtung schenken, also kleine Momente oder Handlungen in den Mittelpunkt stellen, die sonst keiner bemerkt h&auml;tte. Und dann betrachtet man sie n&auml;her. Das ist so, wie wenn man bei einem Film die Stopptaste dr&uuml;ckt und etwas bewegungslos und herangezoomt sieht. Genau das gef&auml;llt mir. Es ist meine Form, mich auszudr&uuml;cken. Andere malen Bilder, formen Skulpturen oder singen Lieder. Ich schreibe einfach gerne, und Gedichte ganz besonders, weil ich es mag, wenn etwas sch&ouml;n klingt.</p>
<p><strong>Wor&uuml;ber schreibst du?</strong><br />
Das ist ganz unterschiedlich. Ich schreibe viel &uuml;ber Momente und Augenblicke. &Uuml;ber winzige Augenblicke zwischen zwei Sekunden, auf die fast keiner achtet. In meinen Gedichten geht es selten um etwas Gegenst&auml;ndliches oder Offensichtliches. Bei Gedichten ist es ja oft so, dass man merkt: Aha, Person A hatte gerade Liebeskummer und will Person B etwas mitteilen. Das ist mir zu einseitig. Ich m&ouml;chte, dass man sich eindenken kann. Das Gedicht soll von verschiedenen Menschen verschieden gelesen werden k&ouml;nnen. Deshalb stelle ich sozusagen Themen in den Raum, die zum Nachdenken anregen. Da ist dann bestimmt auch meine Meinung drin, aber um die geht es nicht.</p>
<p><strong>Dir geht es nicht darum, deine eigenen Einstellungen zu vermitteln? Warum nicht?</strong></p>
<div id="attachment_21494" class="wp-caption alignright" style="width: 195px"><img class="size-medium wp-image-21494" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/cover-insomnia-185x300.jpg" alt="Das Buchcover von &quot;Insomnia - Begegnungen unter der n&auml;chtlichen Sonne&quot;. Gestaltung: André Decker" width="185" height="300" /><p class="wp-caption-text">Das Buchcover von &quot;Insomnia - Begegnungen unter der n&auml;chtlichen Sonne&quot;. Gestaltung: André Decker</p></div>
<p>Weil es die Freiheit der Leser beschr&auml;nken w&uuml;rde. Ein Text an sich bietet so viele M&ouml;glichkeiten der Interpretation – das m&ouml;chte ich nicht einschr&auml;nken. Nat&uuml;rlich ist in meinen Gedichten auch etwas Autobiographisches drin, davon kann sich, glaube ich, kaum Jemand befreien. Deshalb schreibe ich nat&uuml;rlich schon irgendwie aus meiner Perspektive, aber es ist nicht so, dass ich der Welt etwas ach so Wichtiges mitzuteilen h&auml;tte. Ich schreibe ja auch eigentlich f&uuml;r mich selbst – mit der M&ouml;glichkeit, das hinterher zu ver&ouml;ffentlichen. Und dann k&ouml;nnen meine Gedichte vielleicht Denkanst&ouml;&szlig;e geben, aber sie sollen kein erhobener Zeigefinger zu bestimmten Themen sein.</p>
<p><strong>Glaubst du, dass Jeder einen Zugang zu deinen Gedichten finden kann?</strong></p>
<p>Nein, das glaube ich nicht. Aber das hat eher etwas mit Lyrik im Allgemeinen zu tun. Das ist n&auml;mlich zum einen erstmal Geschmacksache. Nicht jeder kann etwas mit Lyrik anfangen. Das ist so, wie wenn man mich umgekehrt in ein Fu&szlig;ballstadion stellen w&uuml;rde. Dazu habe ich keinen Zugang, weil es meinen Geschmack nicht trifft. Und dann hat es zum anderen sehr viel damit zu tun, wie sehr man sich auf Gedichte einlassen kann und wie sehr man sich mitnehmen l&auml;sst. Und das wiederum hat viel damit zu tun, wie man ist und wor&uuml;ber man nachdenkt. Ich glaube, dass der allgemeine Wunsch nach Kommunikation immer mehr zur&uuml;ckgeht und viele Menschen sich nicht mehr bewusst fragen, wie es anderen geht, wie sie handeln und was sie vielleicht aussenden.</p>
<p><strong>Also findest du, dass Gedichte nicht unbedingt das Unterhaltungsmedium der breiten Masse sind. Was glaubst du, woran das liegt?</strong><br />
Wenn man etwas von Lyrik haben will, muss man sich damit auseinander setzen. Gedichte sind meistens sehr kurz und man kann sie in zehn Sekunden durchlesen, aber man muss dar&uuml;ber nachdenken, wenn man etwas davon haben will. Und daf&uuml;r ist die Welt zu schnell geworden. Fr&uuml;her war Lyrik ja sehr popul&auml;r, es war die Ausdrucksform schlechthin. Aber da hatten die Menschen auch vom Inneren her mehr Zeit. Jetzt greift man schnell zur Fernbedienung – und dann muss man sich auf gar nichts mehr einlassen.</p>
<p><strong>Im Deutschunterricht in den Schulen werden Gedichte aber doch meistens besprochen. Warum bekommen dar&uuml;ber nicht mehr Jugendliche einen Zugang zu Lyrik?</strong></p>
<div id="attachment_21495" class="wp-caption alignleft" style="width: 178px"><img class="size-medium wp-image-21495" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/eine-art-der-begegnung-200x300.jpg" alt="Judith Binias schreibt &uuml;ber Begegnungen verschiedener Art. Foto: Nils Jacobi" width="168" height="252" /><p class="wp-caption-text">Judith Binias schreibt &uuml;ber Begegnungen verschiedener Art. Foto: Nils Jacobi</p></div>
<p>Weil man Gedichte in der Schule lesen und stundenlang interpretieren muss – das habe ich auch gehasst. Man hat als Sch&uuml;ler das Gef&uuml;hl, das Gedicht sei ein Feind, der zerlegt werden muss. Ich glaube, dass die Schule da viel vermiest, wenn zum Beispiel nur alte Gedichte mit ganz viel S&uuml;lze in der Feder gelesen werden. Damit kann nat&uuml;rlich kaum Jemand etwas anfangen, das ist ja ganz klar. Und die neueren Gedichte, die gelesen werden, sind teilweise einfach zu extrem und abgefahren, das schreckt dann auch nur ab.</p>
<p><strong>Deine Gedichte sollen sicherlich Niemanden abschrecken. Worum geht es in deinem neuen Gedichtband „Insomnia – Begegnungen unter der n&auml;chtlichen Sonne“?</strong></p>
<p>Die Gedichte handeln ganz allgemein von Begegnungen. Manchmal geht es ganz explizit um eine bestimmte Begegnung, manchmal aber auch nur um Begegnungen im Allgemeinen. Das alles betrachte ich aus dem Blickwinkel der Schlaflosigkeit. Insomnia ist der Zustand, wenn der Wachzustand durch extremen Schlafmangel &uuml;berfordernd ist und man eine gewisse Offenheit f&uuml;r Dinge erreicht, die man sonst nicht hat. Man l&ouml;st sich sozusagen aus den Fesseln der Realit&auml;t. Manche Gedichte sind in diesem Zustand entstanden und das Buch insgesamt dr&uuml;ckt dieses Insomnia-Gef&uuml;hl aus.</p>
<div class="additionallinks"><a rel="attachment wp-att-21527" href="http://www.pflichtlektuere.com/26/01/2010/gedichte-sind-kein-feind-den-man-zerlegen-muss/sternenkarte/">Judith Binias liest ihr Gedicht &#8220;Sternenkarte&#8221; </a></div>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Vita</strong></p>
<p style="color:white;">Judith Binias studiert Kulturwissenschaften an der Fern-Uni Hagen und hat Ende 2009 ihr staatlich anerkanntes Autorenzertifikat abgelegt. Neben dem Studium schreibt die 24-J&auml;hrige aus Unna Gedichte und Theaterst&uuml;cke und arbeitet als Theaterregisseurin und Mitglied des Tanz- und Theaterensembles im Theater Narrenschiff in Unna.<br />
<a href="http://insomnia-writing.npage.de/" target="_blank">http://insomnia-writing.npage.de</a></p>
</div>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Lesung und Buch</strong></p>
<p style="color:white;">Eine Lesung der besonderen Art k&ouml;nnt ihr euch am 30. Januar ab 19.30 Uhr im Theater Narrenschiff in Unna anschauen. Ein Abend mit kurzen Szenen, Musik, Tanz und gelesenen Gedichten aus dem Buch „Insomnia – Begegnungen unter der n&auml;chtlichen Sonne“.<br />
VVK: 9€/erm&auml;&szlig;igt 7€; AK: 12€/erm&auml;&szlig;igt 8€<br />
Infos unter: <a href="http://www.theater-narrenschiff.de/" target="_blank">www.theater-narrenschiff.de</a></p>
</div>
<div class="additionallinks">
<p style="color:white;">„Insomnia – Begegnungen unter der n&auml;chtlichen Sonne“<br />
Ab Ende Februar im Shaker Media-Verlag f&uuml;r 9€</p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Das Unperfekthaus - Ein Werkzeugkasten</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/19/01/2010/das-unperfekthaus-ein-werkzeugkasten/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/19/01/2010/das-unperfekthaus-ein-werkzeugkasten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 05:47:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linda Klimmek</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Essen]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[Ariyadasa Kandege]]></category>

		<category><![CDATA[Künstler]]></category>

		<category><![CDATA[Kreative]]></category>

		<category><![CDATA[Reinhard Wiesemann]]></category>

		<category><![CDATA[Unperfekthaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Essen-Unperfekt steht auf einem gelben Schild vor einem ganz besonderen K&#252;nstlerhaus in Essen. Das Schild ist die Einladung in eine unperfekte Welt. In eine Welt voller Kreativit&#228;t.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von Au&szlig;en sieht das „Unperfekthaus“ in Essen nicht besonders aufregend aus – und vor allem nicht wie ein ehemaliges Franziskanerkloster, das vor gut f&uuml;nf Jahren zu einem riesengro&szlig;en K&uuml;nstlerhaus umgestaltet wurde. Von Innen ist es daf&uuml;r aber umso ungew&ouml;hnlicher. Unter seiner gro&szlig;en Dachterrasse beherbergt das „Unperfekthaus“ n&auml;mlich auf sechs Etagen Ateliers, Seminarr&auml;ume, ein Restaurant, weite Flure, stille Ecken und viele Menschen: K&uuml;nstler, Kaffeetrinker, Restaurantbesucher, Internetjunkies, Bildergucker und durch’s-Haus-L&auml;ufer. Alles ist bunt, zusammengew&uuml;rfelt und k&uuml;nstlerisch.</strong></p>
<p>„In einer unperfekten Umgebung ist mehr Raum f&uuml;r Kreativit&auml;t“ – das ist der Grundgedanke des K&uuml;nstlerhauses. Und deshalb ist dieser rund 4500 Quadratmeter gro&szlig;e Kreativit&auml;ts-Tiegel auch unperfekt. „Unperfekt ist alles, was nicht vordefiniert ist. Ein Einkaufszentrum zum Beispiel ist vordefiniert. Es ist durchgestylt. Von der Musik, &uuml;ber die Wandfarbe bis hin zur Klimaanlage passt alles zusammen. Und das tut es bei uns nicht“, erkl&auml;rt Pressesprecher Markus Urselmann.</p>
<p>Das „Unperfekthaus“ ist offen, vielseitig und anders. Kreativit&auml;t jeder Art hat Platz an diesem Ort, der laut Urselmann ein „&ouml;ffentlicher Werkzeugkasten“ ist. „Du fragst dich: Was brauche ich davon? Und dann nimmst du es dir.“ H&ouml;rt sich einfach an – und das ist es auch. Denn jeder, der in irgendeiner Form kreativ und interessant f&uuml;r die Besucher ist, kann sich hier ausprobieren.</p>
<p><strong>Ein Forum f&uuml;r K&uuml;nstler</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<div id="attachment_20544" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><strong><img class="size-medium wp-image-20544" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/treppenhaus-mit-graffiti-im-unperfekthaus-199x300.jpg" alt="Das Treppenhaus im Unperfekthaus sieht auf jeder Etage anders aus. Foto: Linda Klimmek" width="199" height="300" /></strong><p class="wp-caption-text">Das Treppenhaus im Unperfekthaus sieht auf jeder Etage anders aus. Foto: Linda Klimmek</p></div>
<p>Reinhard Wiesemann, Gr&uuml;nder und Finanzier des Hauses, wollte mit dem „Unperfekthaus“ einen Ort schaffen, der Kreativen ein Forum bietet, vielleicht sogar ein Sprungbrett. Vor allem aber kann man hier Erfahrungswerte sammeln und herausfinden, was bei den Leuten gut ankommt. „Wir wollen Chancen geben, aber wir sind auch ein Ort des Scheiterns – allerdings im positiven Sinne. Stell dir vor, du hast zehn Ideen, sieben scheitern, aber drei klappen – das ist doch toll! Und das kann man hier ohne finanziellen Druck ausprobieren“, so Urselmann.</p>
<p>Kreative k&ouml;nnen f&uuml;r 45 Euro pro Quartal ein Atelier im „Unperfekthaus“ bekommen, kann dort arbeiten und ausstellen, egal, was er macht. Deshalb arbeitet hier die Goldschmiedin nach f&uuml;nf Jahren Berufspause, neben dem selbst&auml;ndigen Berufsmaler und der wiederum neben dem Rentner, der mit Schaffnerm&uuml;tze seine hei&szlig; geliebte Modelleisenbahn ausstellt. Solange das Tun der K&uuml;nstler legal ist und sie sich beim Arbeiten &uuml;ber die Schulter schauen lassen, ist alles erlaubt.</p>
<p><strong>Die T&uuml;ren stehen immer offen</strong></p>
<p>Eben dieses &Uuml;ber-die-Schulter-Schauen ist im „Unperfekthaus“ Gang und G&auml;be. Tagesg&auml;ste, die sich f&uuml;r 5,50 Euro den ganzen Tag im Haus aufhalten d&uuml;rfen, k&ouml;nnen kostenlos trinken, das Internet nutzen, lernen, Unterhaltungen f&uuml;hren, an Veranstaltungen teilnehmen oder einen Seminarraum mieten und einen Vortrag halten. Die Besucher k&ouml;nnen aber eben auch jederzeit durch das ganze Haus laufen, Bilder und Skulpturen betrachten, in Ateliers hineinschauen, mit K&uuml;nstlern sprechen oder auch einfach das bunt gestaltete Treppenhaus bewundern.</p>
<div id="attachment_20548" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><img class="size-thumbnail wp-image-20548" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/eine-sitzecke-der-besonderen-art-250x250.jpg" alt="Eine Sitzecke der besonderen Art. Foto: Linda Klimmek" width="250" height="250" /><p class="wp-caption-text">Eine Sitzecke der besonderen Art. Foto: Linda Klimmek</p></div>
<p>Die Tagesg&auml;ste geh&ouml;ren laut Urselmann sozusagen zur perfekten Seite des „Unperfekthauses“ – sie sind eines der drei Standbeine, durch die sich das Haus finanziert. „Wir sind ein privatwirtschaftliches Unternehmen, das alles wieder erwirtschaften muss, was es an K&uuml;nstler abgibt“, erkl&auml;rt Urselmann. Die beiden anderen Standbeine seien der Restaurantbetrieb und Events wie Seminare, Hochzeiten und &auml;hnliches.</p>
<p>Und was erwartet Besucher des K&uuml;nstlerhauses? Die haben hier viele Freiheiten und k&ouml;nnen sich in einer offenen, kreativen Umgebung aufhalten. „Das Haus ist eine tolle Mischung aus &ouml;ffentlich und privat – man findet schnell jemanden zum Unterhalten, aber man kann auch seine Ruhe haben, wenn man will. Ich bin ja schlie&szlig;lich nicht jeden Tag und jede Minute gleich drauf, da passt das gut“, findet Besucherin Nicole Justen. Auch Mischa Bach ist gerne im „Unperfekthaus“. „Hier ist alles so weit und offen, da kann man einfach durchatmen“, erz&auml;hlt sie begeistert.</p>
<p><strong>K&uuml;nstler m&ouml;gen die Atmosph&auml;re des Hauses</strong></p>
<div id="attachment_20546" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><img class="size-thumbnail wp-image-20546" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/ariyadasa-kandege-250x250.jpg" alt="Ariyadasa Kandege arbeitet gerne in seinem Atelier im Unperfekthaus. Foto: Linda Klimmek" width="250" height="250" /><p class="wp-caption-text">Ariyadasa Kandege arbeitet gerne in seinem Atelier im Unperfekthaus. Foto: Linda Klimmek</p></div>
<p>Aber nicht nur die Besucher, sondern auch die Kreativen und K&uuml;nstler f&uuml;hlen sich wohl in dem vielseitigen Haus. Ariyadasa Kandege aus Sri Lanka ist schon von Anfang an mit dabei. „Das Unperfekthaus ist das Beste, das mir als K&uuml;nstler passieren konnte. Ich bin jetzt bestimmt zehn Mal bekannter als vorher und es ist ein sch&ouml;nes Arbeiten hier. Manchmal ist es ruhig, aber am Wochenende kommen oft viele Leute zum Zugucken und dann hat man Unterhaltung – das macht Spa&szlig;“, erz&auml;hlt der selbst&auml;ndige K&uuml;nstler. Bei Events verkaufe er auch schon mal das ein oder andere Werk – ob nun in Postkartenformat oder als gro&szlig;e Reproduktion. Am sch&ouml;nsten findet Kandege aber die nette und offene Atmosph&auml;re des Hauses.</p>
<p>Diese warme und besondere Ausstrahlung ist f&uuml;r jeden Besucher zu sp&uuml;ren und lockt zur&uuml;ck an diesen Ort. Auch Studenten finden immer wieder den Weg ins „Unperfekthaus“. „Wenn Klausurzeit ist, dann merken wir das richtig. Dann kommen viele Studenten hierhin, suchen sich eine stille Ecke zum Lernen und bleiben oft den ganzen Tag“, erz&auml;hlt Urselmann.</p>
<p>Aber egal ob zum Power-Learning in einer kreativen Umgebung, f&uuml;r einen netten Plausch mit der besten Freundin oder f&uuml;r Kunstbegeisterte, die sich gerne Bilder und Skulpturen anschauen wollen, ist das „Unperfekthaus“ in Essen genau das Richtige.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color:white;"><strong>Das Unperfekthaus</strong></p>
<p style="color:white;">Eintritt: 5,50 € (inkl. alle anti-alkoholischen Getr&auml;nke)<br />
&Ouml;ffnungszeiten: t&auml;glich von 10 bis 23 Uhr<br />
Adresse: Friedrich-Ebert-Stra&szlig;e 18, 45127 Essen<br />
Neuerungen: Das „Unperfekthaus“ bekommt gerade eine Fassadengalerie, d.h. eine Fensterfront &uuml;ber die gesamte Au&szlig;enseite auf allen Etagen, sodass Besucher ab Anfang 2010 von Au&szlig;en in alle Ateliers hineinschauen k&ouml;nnen (das hei&szlig;t aber auch: momentan noch Baustelle bis ca. M&auml;rz).<br />
<a href="http://www.unperfekthaus.de/" target="_blank">Das Unperfekthaus im Internet: http://www.unperfekthaus.de</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Stomp - Trommeln, als g&#228;be es kein Morgen</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/08/01/2010/stomp-trommeln-als-gaebe-es-kein-morgen/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 06:43:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linda Klimmek</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[Alltagsgegenstände]]></category>

		<category><![CDATA[Konzerthaus]]></category>

		<category><![CDATA[Luke Cresswell]]></category>

		<category><![CDATA[Rhythmus]]></category>

		<category><![CDATA[Steve McNicholas]]></category>

		<category><![CDATA[Stomp]]></category>

		<category><![CDATA[Trommeln]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Alltagsgegenst&#228;nden Musik machen – das kommt euch komisch vor? Die Show Stomp zeigt, wie das geht – mit einer einzigartigen Mischung aus Perkussion, Bewegung und szenischer Komik.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>STOMP, das ist Rhythmus, Bewegung, Kreativit&auml;t und pure Kraft. Bei der Premiere im Dortmunder Konzerthaus haben die Darsteller mit unterschiedlichsten Gegenst&auml;nden den ganzen Saal zum Beben gebracht. Immer wieder h&uuml;pfte der B&uuml;hnenboden auf und ab. W&auml;hrend der Nummer „Brooms“ gingen sogar f&uuml;nf massive Holzbesen in die Br&uuml;che, weil sie mit unglaublicher Kraft auf den Boden gedonnert wurden – in Rhythmen, die zum Staunen sind.</strong></p>
<div id="attachment_20483" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-20483" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/stomp-blechtrommeln-300x199.jpg" alt="Akrobatische Showeinlagen zu pulsierenden Rhythmen. Foto: Steve McNicholas" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Akrobatische Showeinlagen zu pulsierenden Rhythmen. Foto: Steve McNicholas</p></div>
<p>Ganz egal, worauf die acht Darsteller trommeln, was sie sch&uuml;tteln, werfen oder schieben – die Rhythmen explodieren! Mit unb&auml;ndiger Kraft spielt jeder Performer seinen eigenen Rhythmus und das ergibt ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk. Die Show lebt von interessanten Ideen und dem puren Rhythmus, gr&ouml;&szlig;tenteils durch einfache Alltagsgegenst&auml;nde erzeugt: Die Darsteller sch&uuml;tteln Streichholzschachteln, r&uuml;hren in Kocht&ouml;pfen, klappen Plastikst&uuml;hle auf und zu, trommeln auf Blechtonnen und hauen Rohre auf den Boden. Aber auch mit H&auml;nden, F&uuml;&szlig;en, Z&auml;hnen und Zunge lassen sich hervorragend Rhythmen kreieren, wie die Stomp-Performer eindrucksvoll unter Beweis stellen. Hauptsache das Ergebnis ist laut und pulsiert. Und das tut jede einzelne Nummer der abwechslungsreichen Show. Flie&szlig;end geht eine Szene in die n&auml;chste &uuml;ber und immer neue Gegenst&auml;nde und Sounds sorgen f&uuml;r Verbl&uuml;ffung.</p>
<p><strong>Das Publikum ist begeistert</strong></p>
<p>Das Premierenpublikum im Konzerthaus reagiert mit tosendem Zwischen-Applaus auf jede einzelne Showeinlage. Denn die Zuschauer sind durchweg begeistert: „Stomp ist einfach absolut genial: Total einfallsreich, technisch perfekt und konditionell hervorragend!“, lobt Zuschauer Michael Sannemann. Auch Martina Wallerat findet die Show sehr gelungen: „Da stimmt einfach alles! Die Darsteller harmonieren toll miteinander und das Zusammenspiel von Rhythmus und Choreografie ist genial – da will man direkt mittrommeln!“</p>
<div id="attachment_20482" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-20482" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/stomp-besenszene-300x199.jpg" alt="Die Stompdarsteller fegen und donnern ihre Holzbesen auf den Boden. Foto: Steve McNicholas" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Die Stompdarsteller fegen und donnern ihre Holzbesen auf den Boden. Foto: Steve McNicholas</p></div>
<p>Und das muss man auch, denn die Darsteller beziehen das Publikum immer wieder mit in die Show ein. Da hei&szlig;t es nachklatschen, -schnippen und -stampfen. Sofort springt der Funke &uuml;ber, als einer der acht Improvisationsk&uuml;nstler den Zuschauern verschiedene Abfolgen vorklatscht. Nur durch Gestik und Mimik kommuniziert er mit dem Publikum. „Ach kommt, probiert’s doch mal – ihr schafft das schon“, scheint sein Blick zu sagen. Und das Publikum folgt seiner Aufforderung bereitwillig. Das sorgt bei dem sympathischen Stomp-Darsteller f&uuml;r gespielte Verzweiflung und beim Publikum f&uuml;r viele Lacher.</p>
<p><strong>Komische Szenen bringen das Publikum zum Lachen</strong></p>
<p>&Uuml;berhaupt ist die Show voll von Komik: Ein „Tollpatsch“ bietet immer wieder lustige Showeinlagen, die sich wie ein roter Faden durch die anderthalb Stunden ziehen. Dabei verstehen es alle Charaktere sehr gut, die Komik einer Situation nur pantomimisch zum Ausdruck und das ganze Konzerthaus ohne ein einziges Wort zum Lachen zu bringen.<br />
„Das Besondere an der Show ist die nonverbale Kommunikation. Stomp spricht eine Sprache, die in der ganzen Welt verstanden wird“, versichert Pressesprecher Dietmar Maier.</p>
<div id="attachment_20492" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-20492" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/stomp-donuts-300x199.jpg" alt="Diese Donuts klingen richtig gut. Foto: Steve McNicholas" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Diese Donuts klingen richtig gut. Foto: Steve McNicholas</p></div>
<p>Das mag vielleicht auch daran liegen, dass die Darsteller sich untereinander blind zu verstehen scheinen. Jeder Performer hat eine ganz eigene Ausstrahlung und einen anderen Hintergrund: Manche sind urspr&uuml;nglich T&auml;nzer, andere Stra&szlig;enmusiker, die n&auml;chsten K&uuml;nstler. Sie alle verbindet der Rhythmus im Blut und zusammen ergibt die Gruppe ein harmonisches Ganzes. Wenn zehn Blechb&uuml;chsen zwischen nur acht H&auml;ndepaaren hoch &uuml;ber dem Boden gleichzeitig hin und her fliegen, dann h&ouml;rt sich das toll an und die B&uuml;chsen kommen garantiert dort an, wo sie sollen – da kann das Publikum wieder nur staunen.</p>
<p><strong>Die Urspr&uuml;nge der Show</strong></p>
<p>Was heute eine weltweit bekannte und gefeierte Show ist, hat als kleines Stra&szlig;entheater-Projekt begonnen. Anfang der Neunziger Jahre feierte Stomp nach zehnj&auml;hriger Zusammenarbeit seiner Erfinder Luke Cresswell und Steve McNicholas in England Premiere. Heute bilden rund 100 Darsteller eine gro&szlig;e Stomp-Familie, die &uuml;berall auf der Welt in verschiedenen Zusammensetzungen auftritt. Deshalb ist auch jede Show anders. „Jeder Performer hat seine Ecken und Kanten, so wie die Show auch – da entsteht bei jeder Auff&uuml;hrung etwas Neues, Unberechenbares“, erkl&auml;rt Pressesprecher Dietmar Maier.</p>
<p>Aber egal wie unberechenbar ein Abend bei Stomp auch ist – etwas Tolles kommt auf jeden Fall dabei heraus. Diese beeindruckende, temporeiche Show voller Rhythmen und Komik ist jeden einzelnen Eintritts-Euro wert!</p>
<div class="additionallinks"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/horbeispiel-aus-der-show.mp3">H&ouml;rbeispiel aus der Show</a></div>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Weitere Termine im Konzerthaus</strong></p>
<p style="color:white;">Freitag, 08.01., 20 Uhr<br />
Samstag, 09.01., 16 Uhr + 20 Uhr<br />
Sonntag, 10.01., 15 Uhr + 19 Uhr</p>
</div>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Karten</strong></p>
<p style="color: white;">Preise: Zwischen 43,25 € und 72€<br />
Ticket-Hotline: 0231/22696200<br />
oder &uuml;ber die Internetseite des Konzerthauses:<br />
<a href="http://www.konzerthaus-dortmund.de" target="_blank">http://www.konzerthaus-dortmund.de</a></p>
</div>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>andere Links</strong></p>
<p><a href="http://www.stomp.de/" target="_blank">Stomp Tour 2010</a><br />
<a href="http://www.stomponline.com/" target="_blank">Englische Website von Stomp</a></div>


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		</item>
		<item>
		<title>Weil wir M&#228;dchen sind&#8230;</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/13/12/2009/weil-wir-maedchen-sind/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/13/12/2009/weil-wir-maedchen-sind/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 17:23:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linda Klimmek</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>

		<category><![CDATA[Benachteiligung]]></category>

		<category><![CDATA[DASA]]></category>

		<category><![CDATA[Kinderhilfswerk Plan]]></category>

		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pflichtlektuere.com/?p=19273</guid>
		<description><![CDATA["Weil wir M&#228;dchen sind... gehen wir immer zu zweit auf's Klo" - So k&#246;nnte der Satz in Deutschland hei&#223;en. "Weil wir M&#228;dchen sind, d&#252;rfen wir nicht zur Schule gehen" - So hei&#223;t er in anderen L&#228;ndern. Eine neue DASA-Ausstellung beleuchtet die Benachteiligung von M&#228;dchen.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Deutschland bekommen M&auml;dchen im Schnitt deutlich weniger Taschengeld als Jungen – in anderen L&auml;ndern d&uuml;rfen sie im Gegensatz zu Jungen nicht zur Schule gehen. Die Erlebnisausstellung „Weil wir M&auml;dchen sind…“ in der Dortmunder DASA beleuchtet die Benachteiligung von jungen Frauen vielf&auml;ltig und interaktiv.</strong></p>
<div id="attachment_19364" class="wp-caption alignright" style="width: 167px"><img class="size-medium wp-image-19364" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/weil-ich-ein-madchen-bin-wascheleine-199x300.jpg" alt="Auf einer W&auml;scheleine h&auml;ngen bedruckte Kleidungsst&uuml;cke" width="157" height="238" /><p class="wp-caption-text">W&auml;scheleine der Gedanken. Foto: Linda Klimmek</p></div>
<p>„Weil ich ein M&auml;dchen bin… darf ich nicht die Tafel in der Schule wischen“; „Weil ich ein M&auml;dchen bin… kann ich im Dunkeln nicht auf die Stra&szlig;e gehen“; „Wenn ich ein M&auml;dchen w&auml;re… m&uuml;sste ich st&auml;ndig aufpassen, dass ich nicht schwanger werde“ – Viele solcher Gedanken sind direkt zu Anfang der Sonderausstellung zu lesen: Auf bunten Kleidungsst&uuml;cken an mehreren W&auml;scheleinen.</p>
<p>Die DASA (Deutsche Arbeitsschutzausstellung) zeigt als erster Standort in Nordrhein-Westfalen die Ausstellung des „Kinderhilfswerks Plan“ &uuml;ber die weltweite Benachteiligung von M&auml;dchen. Drei von ihnen stehen im Mittelpunkt: Asha, 13, aus Indien, die bald heiraten muss, Yoselin, 14, aus Ecuador, betreut eine Freundin, die bald ein Kind bekommt und Djenebou, 13, aus einem Dorf in Mali, Afrika, die nicht zur Schule geht, sondern arbeiten muss.</p>
<p><strong>Drei M&auml;dchen, drei L&auml;nder, drei Ausstellungsr&auml;ume</strong></p>
<div id="attachment_19359" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-19359" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/asha-aus-indien-300x199.jpg" alt="Asha zeigt den Besuchern Indien. Foto: Linda Klimmek" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Asha zeigt den Besuchern Indien. Foto: Linda Klimmek</p></div>
<p>Jede hat in der Ausstellung ihren eigenen Raum. Beim Eintreten wird der Besucher mit einem Foto und einer gesprochenen Begr&uuml;&szlig;ung empfangen. Im Raum der Inderin Asha ist ihre alte Schule nachgebaut – ein paar Kissen liegen auf dem Boden, es gibt eine kleine Tafel und wenige B&uuml;cher. In einem anderen Teil des Raumes zeigen &uuml;bereinanderliegende Schlafmatten mit der Aufschrift „Hier schl&auml;ft Oma/Mama/Papa/mein Bruder…“ den knappen Platz in der Lehmh&uuml;tte der Familie. Auch gibt es eine Ecke mit indischer Kleidung, Stempeltatoos und Infotafeln zum Thema Mitgift.</p>
<p>Yoselins Leben in den Anden dreht sich um das Weben – das zeigen die viele Wolle und mehrere Webrahmen sehr deutlich. Nebenan bei Djenebou aus Afrika ist ein Brunnen aufgebaut und Kr&uuml;ge zum K&ouml;rnermahlen stehen bereit. Besonders ernst ist an dieser Station das Thema Beschneidung. Ein Film informiert &uuml;ber diese erschreckende Praxis.</p>
<p>„Die gro&szlig;e Vielfalt der Ausstellung veranschaulicht die Probleme in den unterschiedlichen L&auml;ndern sehr gut“, findet Lehrerin Elvine Trester, die mit einer achten Klasse die DASA besucht: „Fotos, Filme, Audio-Beitr&auml;ge. Das bringt die Thematik schon ein ganzes St&uuml;ck n&auml;her.“</p>
<p><strong>Auch Erwachsene haben Aha-Erlebnisse</strong></p>
<div id="attachment_19361" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-19361" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/wolle-in-ecuador-raum-300x199.jpg" alt="Wolle und Weben geh&ouml;rt f&uuml;r Yoselin zum t&auml;glichen Leben. Foto: Linda Klimmek" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Wolle und Weben geh&ouml;ren f&uuml;r Yoselin zum t&auml;glichen Leben. Foto: Linda Klimmek</p></div>
<p>Projektleiterin Sabine Kramer ist &uuml;berzeugt, dass die Ausstellung Jugendliche und Erwachsene gleicherma&szlig;en anspricht. „Die Jugendlichen sollen die M&ouml;glichkeit bekommen, Parallelen zu sich selbst zu ziehen, sich vielleicht bewusst dar&uuml;ber zu werden, was es hei&szlig;t, zu Hause einen K&uuml;chentisch mit St&uuml;hlen zu haben und nicht wie Asha auf dem Boden kochen und essen zu m&uuml;ssen.“ F&uuml;r Erwachsene seien vielleicht Themen wie Gesundheitssysteme interessant. „Wenn einem durch die Ausstellung bewusst wird, dass sich in Indien im Schnitt 1.981 Menschen einen Arzt teilen m&uuml;ssen, denkt man vielleicht wieder anders &uuml;ber volle Wartezimmer in Deutschland“, so Kramer.</p>
<p>Und auch Dinge aus dem Alltag der M&auml;dchen k&ouml;nnen „Aha“-Erlebnisse ausl&ouml;sen. „Man wei&szlig; Vieles zwar so grob, aber mir war zum Beispiel gar nicht bewusst, dass sich ein indisches M&auml;dchen ihr Essen wirklich t&auml;glich neu verdienen muss. Oder dass ihr Tag von vier Uhr morgens bis 20.30 Uhr abends keine einzige Pause hat“, erz&auml;hlt Besucherin Angela Lenders.</p>
<p>Solche Gedanken k&ouml;nnen die Ausstellungsbesucher dann mit in den Wunschraum nehmen. Dort h&auml;ngen unz&auml;hlige bunte Stofffetzen an der Wand, auf die W&uuml;nsche geschrieben werden  – entweder f&uuml;r sich selbst oder f&uuml;r alle M&auml;dchen auf dieser Welt.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Ausstellung</strong></p>
<p style="color:white;">Ausstellungsort: DASA, Friedrich-Henkel-Weg 1-25, 44149 Dortmund<br />
Zeitraum: 22.11.2009 – 11.04.2010<br />
&Ouml;ffnungszeiten: Di- Sa 9-17 Uhr, So 10-17 Uhr<br />
Preise: 3,50€, erm&auml;&szlig;igt 2€</p>
</div>
<div style="margin-top:15px"></div>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color:white;"><a href="http://www.dasa-dortmund.de/" target="_blank">Der Ausstellungsort: Die DASA in Dortmund</a><br />
<a href="http://www.weil-wir-maedchen-sind.de/" target="_blank">Details &uuml;ber die Ausstellung des &#8220;Kinderhilfswerks Plan&#8221;<br />
</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Solist und doch nicht allein</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/10/12/2009/solist-und-doch-nicht-allein/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/10/12/2009/solist-und-doch-nicht-allein/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 18:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linda Klimmek</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[Der Solist]]></category>

		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Jamie Foxx]]></category>

		<category><![CDATA[Kino]]></category>

		<category><![CDATA[Männer]]></category>

		<category><![CDATA[Robert Downey Jr.]]></category>

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		<description><![CDATA["Der Solist" ist seit Donnerstag in den Kinos. Der Film erz&#228;hlt die Geschichte von zwei vollkommen unterschiedlichen M&#228;nnern, die sehr verschiedene Leben f&#252;hren. Trotzdem treffen sie sich immer wieder und bauen eine ganz besondere Freundschaft zueinander auf.



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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>An einer Beethoven-Statue in Los Angeles beginnt die wahre Geschichte des wunderbaren Films &#8220;Der Solist&#8221;. Dort begegnen sich zwei Menschen. Der eine Mann rau, allt&auml;glich gekleidet, mit Bart und Verletzungen im Gesicht. Der andere farbig, mit weichen Gesichtsz&uuml;gen und kunterbunter Kleidung.</strong></p>
<div id="attachment_19412" class="wp-caption alignleft" style="width: 167px"><img class="size-medium wp-image-19412" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/an-einer-beethoven-statue-lernen-sich-die-freunde-kennen-200x300.jpg" alt="Nathaniel und Steve Lopez lernen sich an der Beethoven-Statue in Los Angeles kennen. Foto: participant media" width="157" height="235" /><p class="wp-caption-text">Nathaniel und Steve Lopez vor der Beethoven-Statue in L.A. Foto: participant media</p></div>
<p>Steve Lopez, Journalist bei der Los Angeles Times, und Nathaniel Ayers Junior, ein obdachloses Musikgenie, k&ouml;nnten unterschiedlicher nicht sein. Bei ihrem ersten, zuf&auml;lligen Treffen redet Nathaniel ununterbrochen &uuml;ber Beethoven. Lopez kommt kaum zu Wort und &auml;rgert sich &uuml;ber diesen komischen Menschen, dem er da begegnet ist.</p>
<p>Wenig sp&auml;ter, in der Redaktion der L.A. Times, bekommt Lopez Druck von der Chefin. Er braucht ein Thema. Schon l&auml;nger ist er auf der Suche nach einer guten Story und findet einfach keine - bis ihm pl&ouml;tzlich der Beethoven-Mann wieder einf&auml;llt. Sofort macht er sich auf die Suche nach dem Obdachlosen und findet heraus, dass Nathaniel fr&uuml;her an der Julliard-School studiert hat. Dort hei&szlig;t es: &#8220;Nathaniel war der begabteste Junge, den ich je kennengelernt habe!&#8221; Damit steht Lopez Entschluss fest: Er will eine Kolumne &uuml;ber das ehemalige Musikgenie schreiben.</p>
<p>Immer wieder trifft der Journalist den verwirrten Mann und holt sich neue Ideen f&uuml;r seine Kolumne. Zwischen Nathaniel und ihm entsteht eine Freundschaft. Doch mit der Zeit sieht sich Lopez in der Rolle, seinem neuen Freund helfen zu m&uuml;ssen - schlie&szlig;lich ist Nathaniel schizophren und kann nicht wie andere Menschen leben.</p>
<div id="attachment_19411" class="wp-caption alignright" style="width: 285px"><img class="size-medium wp-image-19411" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/nathaniel-und-steve-lopez-horen-bei-einer-orchesterprobe-zu-300x200.jpg" alt="Die beiden Freunde h&ouml;ren sich eine Orchesterprobe an. Foto: participant media" width="275" height="183" /><p class="wp-caption-text">Die beiden Freunde h&ouml;ren sich eine Orchesterprobe an. Foto: participant media</p></div>
<p><strong>Ein Film ohne gro&szlig;e Worte</strong></p>
<p>&#8220;Der Solist&#8221; ist ein Film &uuml;ber zwei vollkommen unterschiedliche Charaktere, die eine ganz besondere, nat&uuml;rliche und kontrastreiche Freundschaft zueinander aufbauen. Der Film erz&auml;hlt vollkommen unaufgeregt von der tiefen Bindung zwischen den beiden M&auml;nnern, ohne jemals gro&szlig;e Worte dar&uuml;ber zu verlieren. Es bleibt dem Zuschauer selbst &uuml;berlassen, die Zuneigung und das wachsende Vertrauen der beiden Freunde zu beobachten.</p>
<p>Auf eine ebenso stille und respektvolle Art thematisiert der Film das Ausgeliefert-Sein Nathaniels gegen&uuml;ber seiner Krankheit. Er zeigt nicht nur die Eingeschr&auml;nktheit im Leben des Kranken, sondern auch die hoffnungsvolle, kindliche und nat&uuml;rliche Art und Weise, auf die Nathaniel sein Leben lebt.</p>
<p><strong>Die Schauspieler Robert Downey Jr. und Jamie Foxx</strong></p>
<div id="attachment_19408" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-19408" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/der-junge-nathaniel-ist-in-seinem-element-300x200.jpg" alt="Der junge Nathaniel ist in seinem Element: Er spielt Beethoven. Foto: participant media" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Der junge Nathaniel ist in seinem Element: Er spielt Beethoven. Foto: participant media</p></div>
<p>Den beiden Schauspielern gelingt es sehr gut, die Unterschiedlichkeit ihrer Charaktere zu transportieren, ohne dass Lopez jemals &uuml;berlegen wirkt und die Figur des Nathaniel in den Schatten stellt. Im Gegenteil: trotz der Unterschiedlichkeit in ihren Rollen wirken die beiden vollkommen gleichwertig. Sehr authentisch verk&ouml;rpern Robert Downey Junior und Jamie Foxx die Charaktere Steve Lopez und Nathaniel Ayers.</p>
<p>&#8220;Der Solist&#8221; ist ein wunderbar stiller und gleichzeitig kraftvoller Film, der den Zuschauer &uuml;ber die ganze L&auml;nge hinweg in seinen Bann zieht. Ein besonderer und absolut sehenswerter Film, der zum Nachdenken anregt und trotzdem Lebensfreude mit auf den Weg gibt.</p>


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		</item>
		<item>
		<title>Die Welt der (8) Frauen</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/10/12/2009/die-welt-der-8-frauen/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/10/12/2009/die-welt-der-8-frauen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 16:13:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linda Klimmek</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[mitten im leben]]></category>

		<category><![CDATA[8 Frauen]]></category>

		<category><![CDATA[Theater Narrenschiff]]></category>

		<category><![CDATA[Unna]]></category>

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		<description><![CDATA[Acht Frauen, acht Charaktere, acht Geheimnisse und viele L&#252;gen und Intrigen - Darum geht’s in dem Theaterst&#252;ck „Die acht Frauen“. Am Sonntag ist Premiere, aber auch die Proben waren schon spannend…


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8220;Oh Gott, mit der Per&uuml;cke sehe ich aus wie ein Beatle!&#8221;; &#8220;Kannst du mir mal das Kleid enger stecken?&#8221;; &#8220;Ich probiere es mal mit ’nem Haarreifen – wie sieht das aus?&#8221;; &#8220;Wo sind meine Schuhe, verdammt?!&#8221;</em></strong></p>
<div id="attachment_19282" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/8-frauen-3.jpg"><img class="size-medium wp-image-19282" title="8-Frauen auf der B&uuml;hne" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/8-frauen-3-300x200.jpg" alt="8-Frauen auf der B&uuml;hne" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Acht Frauen: auf dem Foto, auf der B&uuml;hne, und im bekannten gleichnamigen Film &quot;8 Frauen&quot;, an den die Inszenierung angelehnt ist. Foto: Nils Jacobi</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p>So fangen sie meistens an, die Proben f&uuml;r das Theaterst&uuml;ck &#8220;Die 8 Frauen&#8221; im &#8220;theater narrenschiff&#8221; in Unna. Seit Mitte Oktober laufen die Proben f&uuml;r das St&uuml;ck, das am 13. Dezember Premiere feiert. Mittlerweile – nur noch ein paar Tage vor der Erstauff&uuml;hrung – stehen Kost&uuml;me und Per&uuml;cken gr&ouml;&szlig;tenteils fest und auch der umfangreiche Text sitzt fast fehlerfrei. Hier und da liegen noch Skripte mit gelb markierten Passagen herum, aber die kommen h&ouml;chstens noch in den Pausen f&uuml;r ein schnelles Nachlesen zum Einsatz und finden nur noch selten den Weg mit auf die B&uuml;hne.</p>
<p><strong>Und darum geht es</strong></p>
<p>Die Geschichte des St&uuml;cks: Acht Frauen wachen morgens in einem Landhaus auf, eingeschneit und abgeschnitten von der Welt, und stellen fest, dass der einzige Mann im Haus tot ist – ermordet. Jede der acht Frauen hat ein Geheimnis, das sie verbergen will, deswegen ist es schwer herauszufinden, wer die T&auml;terin ist. Vielleicht war es ja Pierette, eine verrucht-elegante Lebedame und Schwester des Toten. Oder dessen Witwe Gaby, Hausherrin und Diva der Provinz – sie wollte ihren Mann verlassen. Oder vielleicht Louise, das Dienstm&auml;dchen, das ein Verh&auml;ltnis mit dem Ermordeten hatte? Alle Eingeschneiten haben irgendein Motiv, verd&auml;chtigen sich gegenseitig und spinnen Intrigen…<br />
&#8220;Gerade die v&ouml;llig unterschiedlichen Charaktere, die in diesem Haus aufeinandertreffen, machen das St&uuml;ck so lustig und interessant&#8221;, findet Kathrin Bolle. Sie studiert Design Medienkommunikation an der FH Dortmund und schauspielert seit 2005 im &#8220;theater narrenschiff&#8221; in Unna. An den Proben gefallen ihr vor allem &#8220;das Zusammensein mit den Anderen, die lustigen Momente und dass man sich immer wieder neu ausprobieren kann&#8221;. Unter der Woche sind die Proben f&uuml;r sie ein guter Ausgleich zur Uni und bedeuten Entspannung – am Wochenende m&uuml;sse sie sich dagegen eher mal aufraffen, erz&auml;hlt die Darstellerin der verruchten Pierette.</p>
<p>In diesem St&uuml;ck spielen f&uuml;nf Dortmunder Studenten mit. Sie geh&ouml;ren zur kleinen &#8220;8 Frauen-Familie&#8221; des &#8220;theater narrenschiff&#8221; und f&uuml;hlen sich dort sehr wohl. &#8220;Die Proben machen wirklich viel Spa&szlig; in so einer kleinen Gruppe. Bei gro&szlig;en Produktionen mit 25 Leuten wird es schon mal stressig – untereinander und auch was die Terminplanung angeht. Aber in unserer kleinen Gruppe ist die Stimmung immer sehr gut und lustig&#8221;, erz&auml;hlt Kuwi-Studentin Lilja Kopka. Und wirklich, die Truppe wirkt wie eine echte kleine Familie – sogar ein Baby und Theaterh&uuml;ndin Emma sind meistens mit dabei.</p>
<p><strong>Auf der B&uuml;hne</strong></p>
<p>Auf der B&uuml;hne stehen &#8220;Die acht Frauen&#8221; und proben die letzte Szene. &#8220;So, und an der Stelle kommst du dann schon die Treppe herunter, Cara&#8221;, wirft der Regisseur ein. Sehr engagiert dirigiert er seine Schauspieler und gibt mit viel Ruhe seine Anweisungen. &#8220;Danach stellt ihr euch alle in eine Reihe auf und schaut ganz neugierig. Ungef&auml;hr so… .&#8221; Also stehen acht Frauen in acht v&ouml;llig unterschiedlichen, bunten Kost&uuml;men in einer Reihe und schauen neugierig. André ist zufrieden und lobt seine Schauspieler. Die Freude an seiner Arbeit ist offensichtlich und nichts scheint ihn aus der Ruhe bringen zu k&ouml;nnen, auch keine kleinen Textaussetzer. &#8220;Oh nein, was sage ich da noch mal?&#8221; &#8220;Es war ein Versehen&#8221;, hilft Regieassistentin Judith. &#8220;Ach ja, also: Es war ein Versehen&#8221; – Und schon geht es weiter im Text.</p>
<div id="attachment_19281" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/8-frauen-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-19281" title="8-Frauen: Aber wer hat gemordet?" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/8-frauen-2-300x200.jpg" alt="8-Frauen: Aber wer hat gemordet?" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Wer ist die M&ouml;rderin? Auf dem Bild sind f&uuml;nf der acht potentiellen T&auml;terinnen... Foto: Nils  Jacobi</p></div>
<p>Mit Spa&szlig; und vielen Lachern, aber auch mit Ernsthaftigkeit und Ehrgeiz probt die kleine Schauspielertruppe das St&uuml;ck von Robert Thomas, das in seiner Geschichte dem Film &#8220;8 Frauen&#8221; von Francois Ozon entspricht. &#8220;Uns allen gef&auml;llt das St&uuml;ck sehr und jede von uns mag ihre Rolle. Jeder Charakter ist irgendwie einzigartig und besonders&#8221;, findet Lilja, die Darstellerin der Susanne. Da nimmt sie es auch gerne in Kauf, sich mit ihrer schwarzen Kurzhaar-Per&uuml;cke wie ein Beatle zu f&uuml;hlen…</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Termine, Preise, Karten</strong></p>
<p style="color: white;">Termine: 13.12. Premiere um 18 Uhr, 18. und 19.12. um 19.30 Uhr</p>
<p style="color: white;">Preise: VK 9 € / erm. 7 €</p>
<p style="color: white;">AK 12 € / erm. 8 €</p>
<p style="color: white;">Freitags nur 6 € f&uuml;r Sch&uuml;ler + Studenten</p>
<p style="color: white;">Kartenreservierung: 02303/770505</p>
</div>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>&#8220;theater narrenschiff&#8221;</strong></p>
<p style="color: white;">
<p style="color: white;">
<p style="color: white;">
<p style="color: white;">Theater im Kulturzentrum Lindenbrauerei in Unna</p>
<p style="color: white;">Seit 2003 unter der Leitung von André Decker</p>
<p style="color: white;">Ensemble: um die 35 Personen</p>
<p style="color: white;">Alter zwischen 18 und 30 Jahren, viele Studenten</p>
<p style="color: white;">Adresse: Massener Stra&szlig;e 35, 59423 Unna</p>
<p style="color: white;">
</div>


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		</item>
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		<title>Pomp&#246;se Farbpracht bei Holiday on Ice</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 15:22:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linda Klimmek</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

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		<category><![CDATA[Holiday on ice]]></category>

		<category><![CDATA[karten]]></category>

		<category><![CDATA[Premiere]]></category>

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		<description><![CDATA[Unterhaltsam, kitschig und bunt – das ist die neue Holiday on Ice-Show „Tropicana“. Weltpremiere feierte das Spektakel am vierten November in Hamburg. Vom zweiten bis zum sechsten Dezember ist es nun auch in den Dortmunder Westfalenhallen zu sehen.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Lebensfreude – so nennt Holiday on Ice-Darsteller Peter Pfahl das Thema der neuen Eisshow „Tropicana“. Und die wird durch fetzige Sambarhythmen, rasanten Eiskunstlauf und vor allem durch die knallig bunten Kost&uuml;me und B&uuml;hnenbilder zum Ausdruck gebracht. Mal befinden sich die Darsteller in einem amerikanischen Tanzlokal der 50er-Jahre, mal in einer Samba-Bar und dann wiederum schwelgt ein einzelner L&auml;ufer in sentimentalen Erinnerungen an seine gro&szlig;e Liebe.</strong></p>
<div id="attachment_18568" class="wp-caption alignleft" style="width: 201px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/holiday_on_ice_02_-fh_kopie.jpg"><img class="size-medium wp-image-18568" title="holiday_on_ice_02" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/holiday_on_ice_02_-fh_kopie-191x300.jpg" alt="H&uuml;bsche Frauen in tropischen Kost&uuml;men dr&uuml;cken das Motto der Show aus: Lebensfreude. Foto: Florian H&uuml;ckelheim" width="191" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">H&uuml;bsche Frauen in tropischen Kost&uuml;men dr&uuml;cken das Motto der Show aus: Lebensfreude. Foto: Florian H&uuml;ckelheim</p></div>
<p>„Die Show hat keinen roten Faden im Sinne einer Geschichte, die durch das ganze Spektakel begleitet. Vielmehr besteht sie aus vielen kleinen Elementen und kurzen Handlungsabschnitten, die einfach Lebensfreude ausdr&uuml;cken sollen“, erkl&auml;rt der 20-j&auml;hrige Peter Pfahl aus Erfurt. Genau diese Vielseitigkeit der Themen und die Abwechslung von ruhigen und euphorischen Nummern machen die Show seiner Meinung nach aus.</p>
<p>Von eleganter Luftakrobatik hoch &uuml;ber dem Eis, t&auml;nzelnden Teddyb&auml;ren, schwebenden Damen mit schneewei&szlig;en Kleidern und riesigen H&uuml;ten, bis hin zu flippigen M&auml;dels in Petticoats und M&auml;nnern in neon-organgefarbenen Sambakost&uuml;men ist alles dabei in der „Tropicana“-Show. Bei Gruppent&auml;nzen bilden die Eiskunstl&auml;ufer Formationen, bewegen sich synchron und sehen insgesamt sehr einheitlich aus. Bei anderen Nummern zeigt in der Mitte der Eisfl&auml;che ein Paar seine Choreografie, w&auml;hrend um sie herum L&auml;ufer in den verschiedensten Kost&uuml;men und Farben umherwirbeln – in jeder Ecke ist etwas anderes zu sehen und die ganze Eisfl&auml;che ist in Bewegung.</p>
<p><strong>Knallige B&uuml;hnenbilder</strong></p>
<p>Begleitet werden die verschiedenen T&auml;nze von rasanten B&uuml;hnenbildern – die bewegen sich in schneller Abfolge auf einer riesigen LED-Wand im Hintergrund und strahlen den Zuschauern in &auml;hnlich knalligen Farben entgegen wie die Kost&uuml;me. „Der Hintergrund ist wundersch&ouml;n und wirklich sehr passend“, findet Zuschauerin Kerstin Barenbr&uuml;gge. „Aber leider lenkt er auch ein bisschen ab, weil er sich so schnell ver&auml;ndert. Da vergisst man zwischendurch manchmal die L&auml;ufer, das ist ein bisschen schade.“ Auch Irmgard und Wolfgang Kurzbuch finden, dass man sich w&auml;hrend der Show auf sehr viel gleichzeitig konzentrieren muss. „Man muss seinen Kopf schon oft hin und her bewegen – das ist wie bei einem Tennisspiel“, sagt Irmgard Kurzbuch und schmunzelt. „Aber das geh&ouml;rt auch dazu und macht die Show aus. Sie ist daf&uuml;r schlie&szlig;lich sehr abwechslungsreich“, erg&auml;nzt Wolfgang Kurzbuch.</p>
<p>G&uuml;nter Gottschalk hat sich Holiday on Ice schon die ganzen letzten Jahre angeschaut und kann deshalb einen Vergleich zwischen den vergangenen Shows und der neuen Produktion ziehen. Sein Urteil: „Dieses Jahr ist es besonders gut! Zum einen gehen die Macher mit der Zeit und ziehen ihren T&auml;nzern nicht mehr so viele Federn an wie fr&uuml;her, das hat mir nie gefallen. Und zum anderen ist das Eiskunstlauf-Niveau in diesem Jahr viel h&ouml;her als sonst. In den letzten Jahren hat man schon gemerkt, dass da Spr&uuml;nge mal nicht geklappt haben und sich die L&auml;ufer schwerer getan haben – aber dieses Mal ist das wirklich besser“, freut er sich.</p>
<p>„Wir haben sehr gute Leute dabei – Vor allem die Paarl&auml;ufer k&ouml;nnen viel“, findet der einzige deutsche Darsteller Peter Pfahl. Mit f&uuml;nf hat er das Eislaufen begonnen und ist bis vor knapp zwei Jahren auch noch bei Wettk&auml;mpfen angetreten. Mittlerweile hat er den Wettkampfsport an den Nagel geh&auml;ngt und konzentriert sich auf Shows, aber andere Darsteller treten teilweise noch bei Wettk&auml;mpfen an.</p>
<p><strong>Drei Monate in Holland geprobt</strong></p>
<div id="attachment_18567" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/holiday_on_ice_01_-fh_kopie.jpg"><img class="size-medium wp-image-18567" title="holiday_on_ice_01" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/12/holiday_on_ice_01_-fh_kopie-300x203.jpg" alt="Knallig bunte Kost&uuml;me dominieren die Show. Foto: Florian H&uuml;ckelheim " width="300" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Knallig bunte Kost&uuml;me dominieren die Show. Foto: Florian H&uuml;ckelheim </p></div>
<p>Die 34 Holiday on Ice-Darsteller kommen aus 16 verschiedenen L&auml;ndern und haben sich f&uuml;r drei Monate in Holland getroffen, um gemeinsam die neue Show einzustudieren. „Die Proben haben von August bis Oktober gedauert und Anfang November war dann die Tropicana-Premiere in Hamburg. Die Show wird jetzt noch viele Male aufgef&uuml;hrt – bis Mai 2010“, erz&auml;hlt Tourmanager Frank Paquet.</p>
<p>F&uuml;r Peter Pfahl ist es eine tolle Erfahrung mit der Holiday on Ice-Truppe aufzutreten. „Das ist mal etwas ganz neues und nat&uuml;rlich etwas anderes als Wettk&auml;mpfe. Es ist sch&ouml;n, mit der Gruppe so viel erreichen zu k&ouml;nnen und etwas so Gro&szlig;es auf die Beine zu stellen. Au&szlig;erdem sind wir ja sehr international und das ist wirklich spannend!“</p>
<p>Den Zuschauern bieten die Darsteller eine pomp&ouml;se Show mit hohem Tempo und animieren das Publikum immer wieder zum Mitklatschen bei diesem abwechslungsreichen Eislaufspektakel.</p>


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