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	<title>pflichtlektüre &#187; Florian Hückelheim</title>
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	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 08:59:18 +0000</pubDate>
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		<title>16:08 Uhr: NRW w&#228;hlt - Beteiligung bislang bei 30%</title>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 14:08:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Hückelheim</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[in aller Kürze]]></category>

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		<description><![CDATA[D&#252;sseldorf. Die Wahlbeteiligung bei der 15. Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen liegt bislang noch unter der Vorjahresquote. 13,5 von 17,8 Millionen Menschen im zuletzt Schwarz-Gelb regierten Bundesland k&#246;nnen seit 8.00 Uhr w&#228;hlen.
Landeswahlleiterin Helga Block erkl&#228;rte, dass die Wahlbeteiligung um 12.00 Uhr in acht ausgew&#228;hlten Kreisen und kreisfreien St&#228;dten bei etwa 30% lag (2,15 Prozentpunkte weniger als bei [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>D&uuml;sseldorf. Die Wahlbeteiligung bei der 15. Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen liegt bislang noch unter der Vorjahresquote. 13,5 von 17,8 Millionen Menschen im zuletzt Schwarz-Gelb regierten Bundesland k&ouml;nnen seit 8.00 Uhr w&auml;hlen.</p>
<p>Landeswahlleiterin Helga Block erkl&auml;rte, dass die Wahlbeteiligung um 12.00 Uhr in acht ausgew&auml;hlten Kreisen und kreisfreien St&auml;dten bei etwa 30% lag (2,15 Prozentpunkte weniger als bei der vorigen Landtagswahl).  1174 Kandidaten stellen sich heute zur Wahl, davon 290 Frauen. Ob Piraten-Partei und Co. von den 930.000 Erstw&auml;hlern profitieren werden, zeigt sich um 18.00 Uhr in den ersten Hochrechnungen.</p>
<p>Wer wann vorne liegt, erfahrt ihr hier bei pflichtlektuere.com</p>


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		<title>Kommerz an der Uni: Debatte &#252;ber das Hochschulfreiheitsgesetz</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 07:57:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Hückelheim</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im hörsaal]]></category>

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		<description><![CDATA[Freie Hochschulen? FDP-Landtagskandidaten verteidigen Studienbeitr&#228;ge und Drittmittelfinanzierungen.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;"><strong>In der einst&uuml;ndigen Debatte an der TU Dortmund lautete das Motto wie bei den drei vorangegangenen Wortgefechten auch: DebaDo gegen den Rest der Welt. Zwei Dortmunder Landtagskandidaten der FDP und der Vorsitzende der Dortmunder Jungen Liberalen verteidigten das 2006 beschlossene Gesetz.</strong></p>
<p>„Mehr Freizeit f&uuml;r den Minister – weniger Freiheit f&uuml;r die Hochschulen“ kommentierten die Redner des Debattierclubs der Dortmunder Hochschulen (DebaDo) das Hochschulfreiheitsgesetz (HFG) f&uuml;r das Land NRW. Hochschulfreiheitsgesetz? Das Gesetz, das Studienbeitr&auml;ge erm&ouml;glichte. Das Gesetz, das den Universit&auml;ten mehr Entscheidungsfreiheiten brachte. Das Gesetz, das noch immer umstritten ist, obwohl es seit drei Jahren gilt.</p>
<p><strong>Kommerz und Etikettenschwindel schaden Unis</strong></p>
<p>Verbaler Ansto&szlig; der DebaDo-Opposition: Tobias Raschke stellt fest: „Deutschland ist ein Wissensstandort. Mehr Freiheit f&uuml;r die Hochschulen bedeutet eine Kommerzialisierung der Bildung!“ Dar&uuml;ber hinaus lie&szlig;e sich ein Etikettenschwindel bei der Besetzung des Hochschulrates nicht wegdiskutieren. Intransparenz und das grunds&auml;tzliche Risiko von Inkompetenz machten den Hochschulrat zu einer Gefahr f&uuml;r jede Hochschule in NRW.</p>
<div id="attachment_22444" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-22444" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/02/marc-hovermann-01-fh-300x186.jpg" alt="Marc H&ouml;vermann kurz vor seiner Abschlussrede f&uuml;r die Liberalen." width="300" height="186" /><p class="wp-caption-text">Marc H&ouml;vermann kurz vor seiner Abschlussrede f&uuml;r die Liberalen. Dass ein Zwischenruf ihn aus dem Konzept bringt, wei&szlig; er noch nicht.  Fotos: F. H&uuml;ckelheim</p></div>
<p>Liberaler Konter von Lars Rettstadt: „Durch die Unabh&auml;ngigkeit von der Landespolitik kann die Uni als Arbeitgeber auftreten und selbst entscheiden, wie die praktizierte Lehre aussieht.“ Ein finanzieller Vorteil f&uuml;r Hochschulen sei zudem, dass die Studienbeitr&auml;ge an der jeweiligen Bildungseinrichtung verblieben. „Lieber ein gutes Studium, das etwas kostet, als ein schlechtes Studium, das nichts kostet“, fordert Rettstadt, der im Landesfachausschuss f&uuml;r Schule und Bildung sitzt.<br />
Pauschalisierungen von Studienbeitr&auml;gen sieht Debado-Redner Henning Blunck kritisch. W&uuml;rde die Co-Finanzierung der Hochschulen durch Drittmittel aus Wirtschaftskreisen zuk&uuml;nftig anwachsen, w&auml;re dies der endg&uuml;ltige Ausstieg aus der staatlichen Bildungsf&ouml;rderung. Jede Uni m&uuml;sse so zwangsl&auml;ufig aus Geldnot drittmittelschwache Studieng&auml;nge aus dem Lehrangebot streichen.</p>
<p><strong>„Wir befinden uns im Bildungssektor und nicht auf dem Eiermarkt“</strong></p>
<p>Maximilian Kreipe, Erg&auml;nzungsredner der Liberalen, sieht keinen Grund zur Beunruhigung. „Auch mit mehr Drittmitteln werden nicht sofort ganze Fakult&auml;ten sterben. Die Grundlagenforschung wird es weiterhin geben.“ Grundlagenforschung die ausschlie&szlig;lich kostet statt Gewinne einzufahren?<br />
„Wir befinden uns im Bildungssektor und nicht auf dem Eiermarkt“ res&uuml;miert Markus Kr&uuml;mpel f&uuml;r die Opposition. Der Hochschulrat sei eine „Runde wirtschaftlicher G&uuml;nstlinge der Politik“. Polemik, die Beifall erntet.</p>
<div id="attachment_22445" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-22445" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/02/markus-krumpel-henning-blunck-01-fh-300x224.jpg" alt="Markus Kr&uuml;mpel und Henning Blunck w&auml;hrend der Debatte." width="300" height="224" /><p class="wp-caption-text">Markus Kr&uuml;mpel und Henning Blunck achten nicht nur auf ihr Redekonzept. Auch die Zuschauerreaktionen haben sie im Blick.</p></div>
<p>Neben den Zuschauern k&ouml;nnen sich auch die FDP-Vertreter ein lautes Lachen nicht verkneifen – wenngleich der Hohn darin nicht zu &uuml;berh&ouml;ren ist.<br />
Den humorvollen Vergleich seines Vorredners anscheinend noch im Ohr, ger&auml;t Marc H&ouml;vermann bei seiner Abschlussrede ins Stocken. Quintessenz bis zur abschlie&szlig;enden Redepause: Studierende werden f&uuml;r den Arbeitsmarkt ausgebildet. Deshalb muss eine Uni auch marktorientiert arbeiten. Am Abstimmungsergebnis der Zuschauer &auml;nderte dieser rhetorische Patzer nichts: Zwei Drittel der Anwesenden lehnten das HFG in seiner jetzigen Form vor und nach der Debatte ab.</p>
<p><strong>DebaDo gegen den Rest der Welt - Herausforderungen willkommen</strong></p>
<p>Das Meinungsbild war auf diese Weise f&uuml;r die Redner sp&uuml;rbar. JuLi-Vorsitzender und StuPa-Mitglied Maximilian Kreipe war trotz Antipathien positiv gestimmt: „In der Debatte war kein Zwang sp&uuml;rbar, dass die Diskussion krampfhaft auf einem politischen Niveau gehalten werden muss. Die DebaDo-Redner waren gut vorbereitet, wirkten authentisch und schlagfertig.“</p>
<div id="attachment_22442" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-22442 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/02/debado-02-fh-300x153.jpg" alt="Abstimmung im Publikum: Zwei Drittel sind gegen das HFG" width="300" height="153" /><p class="wp-caption-text">Abstimmung im Publikum: Zwei Drittel sind gegen das HFG.</p></div>
<p>DebaDo-Pr&auml;sident Tobias Raschke zog nicht ganz ohne Stolz ebenso eine positive Bilanz: „In der Debattenreihe hatten wir viele hochkar&auml;tige Redner erlebt. Der Meinungsaustausch und damit das Debattierprinzip wurden erreicht.“ Als einmalige Veranstaltungsreihe m&ouml;chte er „Studierende vs. Politiker“ aber nicht sehen. „Wir w&uuml;nschen uns, dass das Debattieren besonders in der Uni mehr Gewicht erh&auml;lt und sind gerne bereit, gegen eine Meinungsgruppe zu einem beliebigen Thema in den Debattierring zu steigen.“<br />
Was viele bislang nicht wussten: In der fr&uuml;hen Phase der H&ouml;rsaalbesetzung in der Emil-Figge-Stra&szlig;e 50 debattierte DebaDo mit den Studierenden und unterst&uuml;tzte so die Diskussion &uuml;ber Studienbeitr&auml;ge und die Verbesserung der Lehre.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/29/01/2010/debado-debattiert-mit-piraten/">Kielgeholt oder geentert? DebaDo vs. Piratenpartei. Thema: GEZ-Geb&uuml;hren f&uuml;r PCs und Handys</a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/20/01/2010/rededuell-nichts-als-heisze-luft/">Noch mehr Debatten: DebaDo gegen SPD-Landtagsabgeordnete. Thema: Gemeinschaftsschule - Eine gute Sache?</a></p>
</div>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white"><a href="http://debado.mmhkay.de/">Debattierclub der Dortmunder Hochschulen. Hier geht&#8217;s zur Website</a></p>
</div>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Fechten mit Worten</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/20/01/2010/rededuell-nichts-als-heisze-luft/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 10:29:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Hückelheim</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im hörsaal]]></category>

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		<description><![CDATA[Mitglieder des Debattierclubs lieferten sich ein anderthalbst&#252;ndiges Wortgefecht mit Vertretern der SPD. Beim Thema "Eine Schule f&#252;r alle: die Gemeinschaftsschule?" blieben sie nicht immer ganz sachlich.


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Rededuell des Debattierclubs der Dortmunder Hochschulen gegen SPD Landtagsabgeordnete ging es hei&szlig; her. Das Thema: „Eine Schule f&uuml;r alle: die Gemeinschaftsschule?“ Fast 90 Minuten lang argumentierten, aber auch polemisierten die sieben Redner das F&uuml;r und Wieder f&uuml;r eine einheitliche Schulform in Deutschland.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong></strong></p>
<div id="attachment_21185" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><img class="size-medium wp-image-21185" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/henning-blunck-und-jens-schulze-01-fh-online-300x193.jpg" alt="Henning Blunck und Jens Schulze vom Debattierclub der Dortmunder Hochschulen" width="300" height="193" /></strong><p class="wp-caption-text">Henning Blunck und Jens Schulze vom Debattierclub der Dortmunder Hochschulen</p></div>
<p style="color: white;"><strong>Das Debattierprinzip</strong></p>
<p style="color: white;">Das Thema, das diskutiert werden soll, wird von zwei Standpunkten aus beleuchtet. Die Diskussionsparteien (Fraktionen) gliedern sich demnach in Regierung und Opposition. Pro Fraktion gibt es einen Er&ouml;ffner, einen Erg&auml;nzer und einen Schlussredner. Die Er&ouml;ffnungsredner und Erg&auml;nzer reden abwechselnd zwischen Pro und Contra-Position maximal 5 Minuten am St&uuml;ck. W&auml;hrend der ersten und der letzten Redeminute darf der Redner nicht unterbrochen werden. Gleiches gilt f&uuml;r die Schlussredner.</p>
<p style="color: white;">Bevor diese aber ihr argumentatives Pl&auml;doyer halten, kann ein freier Redner sich f&uuml;r eine der beiden Positionen entscheiden und 3,5 Minuten lang reden. W&auml;hrend der ersten Minuten und den letzten 30 Sekunden darf er nicht unterbrochen werden. Das letzte Wort hat die Regierungsseite.</p>
<p style="color: white;">Zwischenfragen sind in der nicht gesch&uuml;tzten Redezeit erlaubt, aber der Redner entscheidet selbst, ob er sie zul&auml;sst. Zwischenrufe d&uuml;rfen nicht l&auml;nger als sieben Worte lang sein und sind jederzeit gestattet.</p>
</div>
<p><strong>Hauptsch&uuml;ler am Gymnasium - Kein Problem!</strong></p>
<p>Es als rein sachlichen Fakten- und Meinungsaustausch zu beschreiben, w&auml;re wohl untertrieben. Die Redner der SPD und des Debattierclubs schenkten sich am Redepult nichts und vertraten ihre Position mit allen (nicht)rhetorischen Mitteln.</p>
<p>Der SPDler Rainer Bovermann er&ouml;ffnete seinen Redebeitrag mit einer harschen Kritik am dreigliedrigen Schulsystem. Mit einem System von Gymnasien, Haupt- und Realschulen w&auml;re es nicht m&ouml;glich, Sch&uuml;ler ad&auml;quat zu f&ouml;rdern; so k&ouml;nne „ein Hauptsch&uuml;ler ohne Weiteres auch gymnasialen Unterricht genie&szlig;en“, wenn er die n&ouml;tige Auffassungsgabe und ein gesundes Interesse am Stoff h&auml;tte.</p>
<div id="attachment_21188" class="wp-caption alignleft" style="width: 148px"><img class="size-medium wp-image-21188" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/rainer-bovermann-01-fh-online-197x300.jpg" alt="Der SPD-Landtagsabgeordnete Bovermann hatte sichtlich Spa&szlig; an der Debatte." width="138" height="210" /><p class="wp-caption-text">Der SPD-Landtagsabgeordnete hatte sichtlich Spa&szlig; an der Debatte.</p></div>
<p>Prinzipiell w&auml;re es f&uuml;r ihn aber denkbar, auch eine Differenzierung nach F&auml;chern zu etablieren, wenn die Eltern dies w&uuml;nschten. Als Ausgangsbasis soll daf&uuml;r der offene Ganztagsschulbetrieb dienen. „Ganztagsschulen sind der Auftakt f&uuml;r eine neue Lehr- und Lernkultur“, so Bovermann. Er fordert: „Schluss mit dem Unsinn! Jeder soll einen Schulabschluss erlangen k&ouml;nnen!“</p>
<p><strong>Von PISA bis Polemik</strong></p>
<p>Diese argumentative Vorlage nutzte Henning Blunck vom Debattierclub und betonte eine emotionale Differenzierung in den Schulen: „Ein Sch&uuml;ler in einer Ganztagsschule wird immer der Ziehende oder der Gezogene sein“. Eine Unterscheidung der Schulformen sei also zwingend n&ouml;tig, wenn man der Frustration bei Sch&uuml;lern vorbeugen wolle. Einen Zwischenruf von der SPD-Bank konterte Blunck: „Mit der PISA-Studie l&auml;sst sich alles belegen.“</p>
<div id="attachment_21187" class="wp-caption alignright" style="width: 156px"><img class="size-medium wp-image-21187" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/nadja-luders-01-fh-online-183x300.jpg" alt="SPD-Ortsvereinsvorsitzende Nadja L&uuml;ders teilte argumentativ aus" width="146" height="240" /><p class="wp-caption-text">SPD-Ortsvereinsvorsitzende Nadja L&uuml;ders teilte argumentativ aus</p></div>
<p>Mit Nadja L&uuml;ders am Redepult gewann die Debatte deutlich an Fahrt. „Privatschulen werden &uuml;berfl&uuml;ssig sein!“ polarisierte die 40-j&auml;hrige. Prompt standen alle drei studentischen Oppositionsredner auf, um eine Zwischenfrage stellen zu k&ouml;nnen. „Sie d&uuml;rfen gleich ihre Argumente vortragen, die f&uuml;r mich keine sind“, kommentierte sie vom Rednerpult. Ein Schmunzeln ging daraufhin durch die gut gef&uuml;llten Zuschauerreihen. Den Nutzwert von Privatschulen in Frankreich oder den USA, den ein Zwischenruf aus dem Publikum aufwarf, beurteilte L&uuml;ders l&auml;chelnd: „Wir wollen hier nicht &Auml;pfel mit Birnen vergleichen.“</p>
<p>F&uuml;r ein erstes Highlight sorgte anschlie&szlig;end Jens Schulze in seinem erg&auml;nzenden Beitrag f&uuml;r die studentische Opposition. Seine Redezeit leitete er mit den Worten „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gesamtsch&uuml;ler“ ein, bevor er seine Position &uuml;ber den Begriff der Gemeinschaftsschule zu Investitionen im finnischen Bildungsbetrieb darlegte.</p>
<p><strong>&#8220;Klein-Kevin&#8221; wird gemobbt</strong></p>
<p>Neben Gerd Bollermann, der sich sachlich um den integrativen Wert von Gemeinschaftsschulen bem&uuml;hte, verlie&szlig; Markus Kr&uuml;mpel gelegentlich diesen n&uuml;chternen Pfad. „Wir wollen doch alle das Gleiche, nur wir haben den besseren Weg zum Ziel,“ w&uuml;rgte er eine Bemerkung aus der SPD-Reihe ab. Reaktionstr&auml;chtig legte nach: „Es muss schwer sein, sich in der Landespolitik zu profilieren bei so viel Wahlkampfgerede, das Sie uns hier bieten.“ Das Gel&auml;chter im Publikum &uuml;berdeckte die Gegenwehr.</p>
<div id="attachment_21184" class="wp-caption alignleft" style="width: 152px"><img class="size-medium wp-image-21184" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/01/gerd-bollermann-01-fh-online-197x300.jpg" alt="SPD Landtagsabgeordneter Gerd Bollermann" width="142" height="216" /><p class="wp-caption-text">SPD Landtagsabgeordneter Gerd Bollermann</p></div>
<p>Um das Mobbingpotential von Gemeinschaftsschulen auszuschm&uuml;cken, griff Kr&uuml;mpel zu einem saloppen Beispiel, das das Publikum erneut laut lachend honorieren sollte: „Stellen Sie sich vor: Der kleine Kevin macht eine Irrfahrt durch die Zahlen 1 bis 10, w&auml;hrend die kleine Anna-Lena Integrale rechnen will.“</p>
<p><strong>&#8220;Nah dran an den Plenardebatten&#8221;</strong></p>
<p>Trotz einer Menge Polemik und teils spitzen, pers&ouml;nlichen Bemerkungen wussten alle Redner die Diskussion einzusch&auml;tzen. „Bei dieser Debatte haben wir alle eine Rolle gespielt. Die Ausgestaltung vieler Argumente war nah dran an den Plenardebatten“ res&uuml;mierte Rainer Bovermann am Ende und lobte die Mitglieder des Debattierclubs: „Kompliment!“ Wie nah der Grad der Polemik am just Dargebotenen war, verriet er nicht. Sein Bank- und Landtagsgenosse Gerd Bollermann erg&auml;nzte: „Es ist wichtig, sich mit politischen Themen &ouml;ffentlich auseinanderzusetzen. Wir h&auml;tten auch gerne &uuml;ber kommunale Finanzen geredet, aber das Thema war ja vorgegeben.“ Beide f&uuml;hlten sich letztlich in keinster Weise gekr&auml;nkt, l&auml;chelten am&uuml;siert &uuml;ber Debatte: „Wir w&uuml;rden jederzeit wiederkommen. Zwischenrufe und eine lebendige Diskussion sind wichtig, schlie&szlig;lich ist das hier keine Vorlesung!“</p>
<p><strong>Auf der n&auml;chsten Seite: </strong>Die Bilanz und mehr Infos zu den Gastrednern und den weiteren Veranstaltungen</p>


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			<wfw:commentRss>http://www.pflichtlektuere.com/20/01/2010/rededuell-nichts-als-heisze-luft/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Wir haben das Geld zum Fenster rausgeworfen&#8221;</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/25/11/2009/wir-haben-das-geld-zum-fenster-rausgeworfen/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/25/11/2009/wir-haben-das-geld-zum-fenster-rausgeworfen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 11:28:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Hückelheim</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>

		<category><![CDATA[Essen]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[ASta]]></category>

		<category><![CDATA[Fabian Ferber]]></category>

		<category><![CDATA[Urteil]]></category>

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		<description><![CDATA[Es sollte eine der gr&#246;&#223;ten Mensa-Partys in Bochum werden. Doch das vom AStA geplante Mega-Event endete in einem finanziellen Desaster. Jetzt spricht Ex-AStA-Vorsitzender Fabian Ferber.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es sollte eine der gr&ouml;&szlig;ten Mensa-Partys werden, die der Bochumer Campus je erlebt hatte. Zum Line-Up geh&ouml;rten 2Raumwohnung, Culcha Candela, Joy Denalane und Juli. Doch was als historisches Mega-Event geplant war, endete in einer mittelgro&szlig;en Dorfparty und einem finanziellen Desaster. 230.000 Euro kostete die Party (siehe Infobox).</strong></p>
<p>Knapp zwei Jahre sp&auml;ter holen den Bochumer Jura-Studenten die schwarzen Stunden aus dem Dezember 2007 wieder ein. Im September dieses Jahres verurteilte das Bochumer Amtsgericht den 23-J&auml;hrigen wegen Untreue zu einem Strafbefehl (wir berichteten). „Bei dem Vorwurf der Untreue handelt es sich um Zahlungsverpflichtungen in betr&auml;chtlicher H&ouml;he, die Herr Ferber eingegangen ist. Er h&auml;tte voraussehen m&uuml;ssen, dass das Risiko eines Misserfolgs der Party hoch ist“, erkl&auml;rt Oberstaatsanwalt Gerrit Gabriel. Insgesamt 80 Sozialstunden muss Ferber nun ableisten. Tut er dies nicht, droht ihm eine Geldstrafe von 1800 Euro. Einen Eintrag ins polizeiliche F&uuml;hrungszeugnis, der ihn als vorbestraft gelten lassen w&uuml;rde, bekommt er nicht.</p>
<p><strong>pflichtlekt&uuml;re: Fandest du das Urteil gerechtfertigt?</strong><br />
Fabian Ferber: Nein. Im Strafrecht geht es immer um Vorsatz. Ich habe nicht vors&auml;tzlich Schaden angerichtet. Viele Menschen denken bei Untreue „Da hat jemand Geld geklaut“. Das habe ich nicht. Mein Fehler war, dass ich zu fr&uuml;h Vertr&auml;ge mit den Bands unterzeichnet habe.</p>
<p><strong></strong></p>
<div id="attachment_16925" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><strong></strong><strong><img class="size-medium wp-image-16925" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/fabian-ferber-02-fh-fur-online-300x199.jpg" alt="Interview-Foto Fabian Ferber" width="300" height="199" /></strong><p class="wp-caption-text">Fabian Ferber ist trotz Strafbefehl nicht vorbestraft. Foto: Florian H&uuml;ckelheim</p></div>
<p><strong>Warum hast du dich dann nicht dagegen gewehrt?</strong><br />
Dann w&auml;re es zu einer Hauptverhandlung gekommen, vielleicht mit f&uuml;nf oder sechs Prozesstagen. Das h&auml;tte f&uuml;r mich bedeutet, dass die Presse jeden Tag &uuml;ber mich berichtet und all das, was ich in den letzten zwei Jahren hier auf dem Campus erlebt habe, noch mal komprimierter stattgefunden h&auml;tte.</p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>Wie war damals die Stimmung im Vorfeld der Party?</strong><br />
Wir haben gegen Ende der vorlesungsfreien Zeit mit dem Kartenvorverkauf begonnen. Prompt tauchte ein Flugblatt von Anh&auml;ngern der Linken Liste auf. Es erinnerte die Studierenden daran, dass sie 28 Euro Eintritt zur Weihnachtszeit auch anders ausgegeben k&ouml;nnten. Zus&auml;tzlich stellte es infrage, ob die Party &uuml;berhaupt stattfindet. Ab da war das Image der Party schon vorbelastet. Deshalb wirft man mir vor, die Realit&auml;t ausgeblendet zu haben.</p>
<p><strong>Mit weniger als 1.000 verkauften Karten waren die Aussichten f&uuml;r eine positive Bilanz alles andere als rosig. 28 Euro f&uuml;r eine Karte ist viel Geld, gerade f&uuml;r Studierende.</strong><br />
Das war von den zust&auml;ndigen Planern schlichtweg zu hoch kalkuliert. Ich h&auml;tte das sehen m&uuml;ssen. Das war ein Fehler von mir. Durch diesen Eintrittspreis erhielt die Party nicht den Charakter eines Studierendenfestivals.<br />
<strong><br />
Wie muss man sich die Zusammenarbeit zwischen dir und dem restlichen Planungsteam denn vorstellen? Es ist ja nicht so, dass du mit den Planungen nichts zu tun gehabt h&auml;ttest. Immerhin warst du doch als Vorsitzender des AStA derjenige, der alle Vertr&auml;ge mit den Bands unterzeichnet hat.</strong><br />
Das Ganze ist irgendwann ein Selbstl&auml;ufer geworden. Durch Zufall habe ich sechs Wochen vor der Party erfahren, dass wir f&uuml;r die Mensa Miete bezahlen m&uuml;ssen. Die Planungsgruppe wollte davon nichts gewusst haben. Ein anderes Beispiel: Viele Referenten wollten Plakate aufh&auml;ngen. Gemacht haben es nur wenige. Es ist damals ein riesiges Chaos entstanden. Das h&auml;tte ich unterbinden m&uuml;ssen. Ich war &uuml;berfordert.</p>
<p><strong>Hei&szlig;t im Klartext: Du h&auml;ttest in der Planungsphase mehr Autorit&auml;t zeigen m&uuml;ssen?</strong><br />
Ich bin zwar ein Gegner von Gerhard Schr&ouml;ders „Basta!“,aber ich h&auml;tte mehr auf den Tisch hauen m&uuml;ssen.</p>
<p><strong>Fortsetzung auf Seite 2</strong></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Hintergrundinformationen</strong></p>
<p style="color: white;">Die H&ouml;he der R&uuml;cklagen muss laut HWVO (Haushalts- und Wirtschaftsf&uuml;hrungs-Verordnung der Studierendenschaften) 5 Prozent der Gesamtbeitragseinnahmen eines Asta betragen. W&uuml;rde man annehmen, dass ausnahmslos alle Studierende der RUB im Studienjahr 2007/2008 (es waren 32.607) den AStA-Beitrag von 12 Euro entrichtet h&auml;tten, w&auml;re eine R&uuml;cklagensumme von 19.564,20 Euro zustande gekommen. Nach eigenen Angaben schrumpfte das verf&uuml;gbare R&uuml;cklagenkapital laut Fabian Ferber von etwa 150.000 Euro auf 40.000 Euro. Die Mindestr&uuml;cklage war also auch nach der Party vorhanden. Somit wurden 110.000 Euro &uuml;ber die R&uuml;cklagen finanziert. Die &uuml;brigen 120.000 Euro wurden aus den Einnahmen des Asta gedeckt. Wirtschaftsbetriebe wie das Kulturcafé, die Copy-Shops und die Druckerei lieferten dieses Geld.</p>
<p style="color: white;"> </p>
<p>Weiter geht&#8217;s auf Seite 2</p>
<p><strong></p>


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		<item>
		<title>H&#246;rsaal in der EF 50 in Dortmund besetzt</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/24/11/2009/hoersaal-in-der-ef-50-in-dortmund-besetzt/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 20:35:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Hückelheim</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

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		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem „lautstarker Spaziergang“ demonstrierten am Dienstag Studenten der TU und der FH Dortmund gemeinsam f&#252;r bessere Bildung. Demo-H&#246;hepunkt: Gegen 13 Uhr st&#252;rmten rund 400 Studenten den gr&#246;&#223;ten H&#246;rsaal im H&#246;rsaalgeb&#228;ude an der Emil-Figge-Stra&#223;e.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als „lautstarker Spaziergang“ angek&uuml;ndigt, demonstrierten am Dienstag Studenten der TU und der FH Dortmund gemeinsam f&uuml;r eine bessere Bildung. Organisiert von den Asten der beiden Hochschulen versammelten sich rund 1000 Menschen in der Dortmunder Innenstadt und zogen zum Rathaus. H&ouml;hepunkt des Streiks: Gegen 13 Uhr st&uuml;rmten rund 400 Studenten den gr&ouml;&szlig;ten H&ouml;rsaal im H&ouml;rsaalgeb&auml;ude an der Emil-Figge-Stra&szlig;e.</strong></p>
<div id="attachment_16952" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-16952" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/bildungsstreik-dortmund-20-kopie-300x183.jpg" alt="Rund 400 Studenten st&uuml;rmen den gr&ouml;&szlig;ten H&ouml;rsaal im H&ouml;rsaalgeb&auml;ude an der Emil-Figge-Stra&szlig;e." width="300" height="183" /><p class="wp-caption-text">Rund 400 Studenten st&uuml;rmten den gr&ouml;&szlig;ten H&ouml;rsaal im H&ouml;rsaalgeb&auml;ude an der Emil-Figge-Stra&szlig;e. Fotos: Florian H&uuml;ckelheim</p></div>
<p>Mitglieder des Komitee f&uuml;r freie Bildung KffB wollten noch vor der Vollversammlung am Mittwoch ihren Protest &auml;u&szlig;ern. &Uuml;ber Megafone forderten sie die Studenten auf: „Lasst uns heute noch an der Uni ein Zeichen setzen!“</p>
<p>Gesagt – getan. Die laufende Vorlesung &uuml;ber Halbleiterbauelemente fand ein abruptes Ende. Kurzerhand wurde der H&ouml;rsaal per Mikrofonansage und Tafelanschrieb f&uuml;r besetzt erkl&auml;rt. Den H&ouml;rsaal verlassende Studenten wurden ausgebuht.</p>
<p>St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck verfassten KffB-Mitglieder eine Art Tagesordnung, berieten mit den Protestlern dar&uuml;ber, wie lange die Besetzung dauern wird. Das Rektorat will die Blockade des H&ouml;rsaals bis Mittwoch Mittag dulden. Ein Gespr&auml;ch mit Uni-Rektorin Ursula Gather soll dann die Lage kl&auml;ren.</p>
<p>Im H&ouml;rsaal war w&auml;hrend der Besetzung auch WiSo-Student Ylber. Zusammen mit einem Freund hat er sich spontan zum Mitstreiken entschlossen. „Ich bleibe hier, solange der H&ouml;rsaal besetzt ist.“ Nur f&uuml;r eine Vorlesung am Mittwoch will er seinen Streik unterbrechen.</p>
<p><strong>Protestmarsch am Vormittag</strong></p>
<p>Noch am Dienstagvormittag schallte es abwechselnd aus Lautsprechern von der fahrenden Protestb&uuml;hne und aus der Menge: „Bildung f&uuml;r alle, und zwar umsonst“. Transparente und Schilder ragten aus der Menschenmasse heraus: „Platzangst im H&ouml;rsaal“ und „Bildungsstreik“.</p>
<p>Die Physikstudenten Stephan und Ramon sind spontan zur Demo gekommen und haben daf&uuml;r eine &Uuml;bungsgruppe  ausfallen lassen. Sie sind gegen die Verschulung des Bachelor- und Master-Systems an den Hochschulen. Besonders die Kostenfreiheit von Bildung liegt Stephan am Herzen: „Was mich dazu gebracht hat, auf die Stra&szlig;e zu gehen, waren die Demonstrationen an den Unis in &Ouml;sterreich.“</p>
<div id="attachment_16965" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-16965" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/bildungsstreik-dortmund-12-fh-kopie-300x158.jpg" alt="Sitzstreik" width="300" height="158" /><p class="wp-caption-text">Mitten auf der Kreuzung Hoher Wall/Rheinische Stra&szlig;e sorgen die Studenten f&uuml;r ein kleines Verkehrschaos durch ihre Sitzblockade.</p></div>
<p>P&uuml;nktlich um 11 Uhr bewegten sich die Streikenden Richtung Rathaus. Die Route f&uuml;hrte jedoch nicht durch die Innenstadt, sondern drum herum. Auf dem Hohen Wall, der Verkehrsader der Dortmunder Innenstadt, marschierten die Studierenden zum Friedensplatz. Dort setzte sich spontan ein Gro&szlig;teil von ihnen f&uuml;r einige Minuten auf die Kreuzung zur Rheinischen Stra&szlig;e. Die Polizei sperrte die Kreuzung f&uuml;r den Verkehr, r&auml;umte den Verkehrsknotenpunkt allerdings nicht. Ein Verkehrschaos entstand.</p>
<p>Auf dem Vorplatz des Rathauses fand anschlie&szlig;end eine kurze Kundgebung statt. Vertreter von AStA und GEW (Gewerkschaft f&uuml;r Erziehung und Wissenschaft) forderten Dortmunds Oberb&uuml;rgermeister Ullrich Sierau (SPD) auf, sich im Landtag f&uuml;r eine „emanzipatorische Bildungspolitik“ zu engagieren. Mit Erinnerung an das Ende der Demos in Bochum und Essen vor einer Woche sicherten Polizeibeamte, ausger&uuml;stet mit Helm, Schlagstock und Oberk&ouml;rper-Protektoren, die Eing&auml;nge von Rathaus und Stadthaus, um etwaige Erst&uuml;rmungsversuche unterbinden zu k&ouml;nnen. Ein Videowagen begleitete den Demonstrationstross. Passiert ist allerdings nichts. „Es ist insgesamt ruhig geblieben.“, sagt Einsatzleiter R&uuml;diger Billeb. „Es gab am Rande ein paar kleine Provokationen, die haben wir aber auch als solche gewertet.“</p>
<p>Wie es nun im Dortmunder Bildungsstreik weitergeht, wird sich auf der Vollversammlung am Mittwoch zeigen. Sie findet um 14 Uhr im H&ouml;rsaalgeb&auml;ude II, HS 1 statt.</p>
<div><object width="560" height="340" data="http://www.youtube.com/v/c6T7srMS7PI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/c6T7srMS7PI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></div>

<a href='http://www.pflichtlektuere.com/24/11/2009/hoersaal-in-der-ef-50-in-dortmund-besetzt/bildungsstreik-dortmund-20-kopie/' title='Bildungsstreik in Dortmund'><img src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/bildungsstreik-dortmund-20-kopie-250x250.jpg" width="250" height="250" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.pflichtlektuere.com/24/11/2009/hoersaal-in-der-ef-50-in-dortmund-besetzt/bildungsstreik-dortmund-01-fh-kopie/' title='Bildungsstreik in Dortmund'><img src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/bildungsstreik-dortmund-01-fh-kopie-250x250.jpg" width="250" height="250" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
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<a href='http://www.pflichtlektuere.com/24/11/2009/hoersaal-in-der-ef-50-in-dortmund-besetzt/bildungsstreik-dortmund-07-fh-kopie/' title='Bildungsstreik in Dortmund'><img src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/bildungsstreik-dortmund-07-fh-kopie-250x250.jpg" width="250" height="250" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
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<a href='http://www.pflichtlektuere.com/24/11/2009/hoersaal-in-der-ef-50-in-dortmund-besetzt/bildungsstreik-dortmund-10-fh-kopie/' title='Bildungsstreik in Dortmund'><img src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/bildungsstreik-dortmund-10-fh-kopie-250x250.jpg" width="250" height="250" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.pflichtlektuere.com/24/11/2009/hoersaal-in-der-ef-50-in-dortmund-besetzt/bildungsstreik-dortmund-11-fh-kopie/' title='Bildungsstreik in Dortmund'><img src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/bildungsstreik-dortmund-11-fh-kopie-250x250.jpg" width="250" height="250" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.pflichtlektuere.com/24/11/2009/hoersaal-in-der-ef-50-in-dortmund-besetzt/bildungsstreik-dortmund-12-fh-kopie/' title='Bildungsstreik in Dortmund'><img src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/bildungsstreik-dortmund-12-fh-kopie-250x250.jpg" width="250" height="250" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
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<a href='http://www.pflichtlektuere.com/24/11/2009/hoersaal-in-der-ef-50-in-dortmund-besetzt/bildungsstreik-dortmund-15-fh-kopie/' title='Bildungsstreik in Dortmund'><img src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/bildungsstreik-dortmund-15-fh-kopie-250x250.jpg" width="250" height="250" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
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<a href='http://www.pflichtlektuere.com/24/11/2009/hoersaal-in-der-ef-50-in-dortmund-besetzt/bildungsstreik-dortmund-18-fh-kopie/' title='Bildungsstreik in Dortmund'><img src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/bildungsstreik-dortmund-18-fh-kopie-250x250.jpg" width="250" height="250" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='http://www.pflichtlektuere.com/24/11/2009/hoersaal-in-der-ef-50-in-dortmund-besetzt/bildungsstreik-dortmund-19-kopie/' title='Bildungsstreik in Dortmund'><img src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/bildungsstreik-dortmund-19-kopie-250x250.jpg" width="250" height="250" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>



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		<title>Bildungsstreik-Hochburg im Ruhrgebiet ist Essen</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/17/11/2009/bildungsstreik-an-den-ruhrgebiets-unis-groszer-zulauf-nur-in-essen/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 20:20:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Hückelheim</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>

		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

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		<category><![CDATA[Studierende]]></category>

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		<description><![CDATA[N&#228;chste Runde im Bildungsstreik 2009: Verkehrschaos in Bochum, Polizeihundertschaft in Essen und mehr Sch&#252;ler als Studenten in Dortmund. Die pflichtlekt&#252;re war vor Ort.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit gestern rollt sie wieder. Die Welle des Protests im Bildungsstreik 2009. Mit Kundgebungen verschafften sich Studenten und Sch&uuml;ler auch an den Ruhrgebiets-Universit&auml;ten Aufmerksamkeit. Richtig viele kamen aber nur in Essen zusammen. Ziel des Protests: erhebliche Nachbesserungen bei den Bedingungen in Bachelor- und Master-Studieng&auml;ngen, die Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren und bessere Berufsperspektiven f&uuml;r Absolventen mit Bachelor-Abschluss. Verkehrschaos in Bochum, eine Polizeihundertschaft in Essen und nur wenige Studenten in Dortmund - die pflichtlekt&uuml;re war vor Ort.<br />
</strong></p>
<p style="text-align: center;"><object width="560" height="340" data="http://www.youtube.com/v/LxNPM0ri3zs&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/LxNPM0ri3zs&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p><strong><span style="font-family: mceinline; font-size: 24px;">E</span></strong><strong>ssen:</strong> Weit &uuml;ber 1000 Sch&uuml;ler und Studierende zogen durch die Innenstadt. Studenten aus Duisburg hatten sich ihnen angeschlossen. Parolen wie „Wir sind hier, wird sind laut, weil man uns die Bildung klaut“ - machten die &Uuml;berzeugung der Demonstranten deutlich: Die Bildungspolitik muss sich &auml;ndern. Unter st&auml;ndiger Polizeibegleitung marschierten die Gegner von Bologna-Prozess und Studiengeb&uuml;hren in Richtung Essener Bahnhof.</p>
<div class="additionallinks"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/studentenprotest-daniel.mp3">zum h&ouml;ren: Daniel vom Kommitee f&uuml;r freie Bildung erkl&auml;rt, wof&uuml;r die Studenten k&auml;mpfen</a></div>
<p>Die Abschaffung des Semesterbeitrags war f&uuml;r Mitdemonstrantin Stefanie das Hauptziel: „Klar muss ich mein Studium bew&auml;ltigen, aber ich mache hier auch aus Solidarit&auml;t mit,“ sagt die Studentin der Sozialen Arbeit. Warum nur relativ wenige Studenten demonstrieren? „Wir sind gerade noch mal durch die H&ouml;rs&auml;le gegangen, aber viele der anderen wollten lieber ihre Bildung wahrnehmen, “ meinte sie leicht entt&auml;uscht.</p>
<p><strong>Der Essener AStA marschierte mit</strong></p>
<div id="attachment_16287" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-16287" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/img_2639bear-225x300.jpg" alt="Beim Protestzug durch die Essener Innenstadt zogen rund 1000 Studenten mit. Foto: Philipp Anft" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Beim Protestzug durch die Essener Innenstadt zogen rund 1000 Studenten mit. Foto: P. Anft</p></div>
<p>Der stellvertretende AStA-Vorsitzende Jan Bauer marschierte mit. Der AStA hatte zwar die Besetzungen der H&ouml;rs&auml;le in der letzten Woche als falsches Mittel kritisiert, nimmt aber am Bildungsstreik teil: „Dies ist eine Form des Protestes, die wir voll unterst&uuml;tzen!“ F&uuml;r den Bildungsstreik hatte das Rektorat der Uni Duisburg-Essen die Studenten sogar von ihrer Anwesenheitspflicht freigesprochen.</p>
<p>Um kurz nach 12 Uhr erkl&auml;rte die Polizei die Demonstration f&uuml;r beendet, doch die Sch&uuml;ler und Studentinnen wollten noch nicht nach Hause. Kurz wurde die Stimmung der sonst friedlichen Protestkundgebung angespannt – die Polizisten setzten ihre Helme auf, einige Sch&uuml;ler fl&uuml;chteten. Dann jedoch zog die Menge weiter vor den Bahnhof, wo sie die sonst stark befahrene Hollestra&szlig;e blockierten. Nach einer erneuten Aufforderung der Polizei, die Versammlung aufzul&ouml;sen, beendeten viele Sch&uuml;ler und Studierenden gegen 13 Uhr die Demonstration. Andere zogen sich wieder in die Innenstadt zur&uuml;ck, wo es noch zu Zusammenst&ouml;&szlig;en mit der Polizei kam.</p>
<p>Wie DerWesten berichtet, <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/essen/2009/11/17/news-141225173/detail.html" target="_blank">droht 154 Studenten eine Anzeige</a>, weil sie sich den Anordnungen der Polizei widersetzt hatten.</p>
<p><strong><span style="font-family: mceinline; font-size: 24px;">B</span></strong><strong>ochum: </strong>Zu Dutzenden lagen sie in auf der Stra&szlig;e. Opfer der Bildungspolitik. Umrandet mit Stra&szlig;enkreide - wie Leichen. Mit einem Flashmob machten Studierende und Sch&uuml;ler heute in Bochum auf sich aufmerksam. Die Demonstration l&ouml;ste sich erst auf, nachdem ein Versuch gescheitert war, das Rathaus in Bochum zu st&uuml;rmen.</p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;"> </span><span style="font-weight: normal;">Der Reihe nach: Mit einer Kundgebung vor dem Bochumer Hauptbahnhof ist heute um 14 Uhr der Bildungsstreik 2009 in eine neue Runde gegangen. Veranstalter war der Bochumer AStA.</span></strong></p>
<p><strong></strong><strong>300 Protestierende in Bochum</strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Ein LKW diente den Veranstaltern als B&uuml;hne. Ein schwarzes Banner mit der Aufschrift „F&uuml;r Solidarit&auml;t. F&uuml;r Freie Bildung.“ an den Spannbrettern im Hintergrund. Ein kleiner Generator stand hinter dem LKW – lieferte Energie f&uuml;r die Lautsprecheranlage. AStA-Vorsitzender Karsten Finke sagte: „Es muss sich wieder lohnen, sich zu solidarisieren!“ Beifall aus der Menge. Jene Menge war laut Polizei nicht gr&ouml;&szlig;er als 300 Menschen. Trotz dieser &uuml;berschaubaren Zahl waren sechs kleine Mannschaftswagen der Bochumer Polizei vor Ort.</span></strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Was die Studierenden dazu bewog, auf der Kundgebung zu erscheinen, formulierte eine Bochumer Wirtschaftspsychologie-Studentin: „Wir wollen, dass der Bachelor berufsqualifizierend wird. Wenn man erst noch einen Master machen muss, um einen Job zu bekommen, dann l&auml;uft hier etwas falsch!“ Es geht nicht mehr allein um die Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren. Ann-Christin Grote ist Mitglied der AG Bildungsstreik. Auf der B&uuml;hne erinnerte sie auch an die Sch&uuml;ler: „Die Situation ist miserabel: Wenn ein Lehrer 70 Sch&uuml;ler pro Woche sieht, kann es keine gerechte Benotung geben.“</span></strong></p>
<p><strong></strong><strong>Die Polizei filmte die Demonstranten</strong></p>
<div id="attachment_16303" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-16303" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/bochumer-bildungsstreik-02-kopie-300x175.jpg" alt="Rund 150 Studierende beteiligten sich am Flashmob direkt nach der Kundgebung." width="300" height="175" /><p class="wp-caption-text">Rund 150 Studierende beteiligten sich am Flashmob direkt nach der Kundgebung. Foto: F. H&uuml;ckelheim</p></div>
<p><span style="font-weight: normal;">Nach 40 Minuten Bekundungen l&ouml;ste Finke die Kundgebung auf. Auf einem Plakat zum Bildungsstreik waren die Studierenden aufgerufen, nach der Kundgebung ihren Protest in kreativer Weise zu &auml;u&szlig;ern. Spontan legten sie sich auf die vierspurige Stra&szlig;e vor dem Hauptbahnhof und sorgten so f&uuml;r ein mittelgro&szlig;es Verkehrschaos. Die Polizei musste die Stra&szlig;e teilweise sperren. Kaum war diese Aktion beendet, stand die Menge auf und rannte auf dem S&uuml;dring Richtung Innenstadt. Dort floss der Verkehr noch. Dennoch blieb die Polizei gelassen: „Wir haben erwartet, dass nach der Kundgebung noch eine derartige Aktion stattfinden wird“, kommentierte Polizeisprecher Frank Plewka. Mit einem Videoteam und einigen Streifenwagen begleiteten sie die Spontan-Demo bis in die Innenstadt, wo sie sich sp&auml;ter aufl&ouml;ste.</span></p>
<p><strong>Dortmunder Protest von Sch&uuml;lern getragen</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<div id="attachment_16332" class="wp-caption alignright" style="width: 370px"><img class="size-large wp-image-16332" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/dortmund-02-th-600x395.jpg" alt="Rote Karte f&uuml;r die Bildungspolitik" width="360" height="237" /><p class="wp-caption-text">Rote Karte f&uuml;r die Bildungspolitik. Foto: T. Terhorst</p></div>
<p><strong><span style="font-family: mceinline; font-size:24px;">D</span></strong><strong>ortmund:</strong> <span style="font-weight: normal;">Knapp 300 Demonstranten gingen f&uuml;r ein besseres Bildungssystem vor dem Hauptbahnhof auf die Stra&szlig;e. Mit roten Karten forderten sie vor allem einen Stopp der K&uuml;rzungen im Sozial- und Bildungsbereich. Auch Aspekte wie zum Beispiel Studiengeb&uuml;hren und die Verschulung durch den Bachelor wurden lautstark kritisiert. „Es kann nicht sein, dass es Leute gibt, die mit 10 000 Euro Schulden aus dem Studium gehen“, sagte Marian, ein Student, der genau deshalb an der Demo teilnimmt.</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Ein &uuml;bergro&szlig;er Ball, der die Demonstranten wie Kegel umwarf, war eine der Aktionen, die dazu diente, die Unzufriedenheit der Sch&uuml;ler und Studenten zu veranschaulichen. Auch eine Leinwand wurde aufgebaut, auf der man alles niederschreiben konnte, was man am Bildungswesen so zu kritisieren hat. „Mit der Aktion wollen wir Pr&auml;senz zeigen“, sagt Michael Jakubowski, einer der Organisatoren. „Unsere Forderungen wurden bisher noch nicht erf&uuml;llt, aus diesem Grund machen wir weiter.“ Mit dem Verlauf der Demo war er ganz zufrieden. Allerdings bedauerte er, dass nur wenige Studenten an der Aktion teilnahmen, denn &uuml;berwiegend waren es in Dortmund doch Sch&uuml;ler, die mit ihren Plakaten protestierten.</span></p>
<div class="additionallinks"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/studentenprotest-michael.mp3"><span style="font-weight: normal;">zum h&ouml;ren: Michael Jakubowski vom Kommitee f&uuml;r freie Bildung zieht ein Fazit</span><br />
</a></div>
<p><span style="font-weight: normal;">Text und Fotos: Philipp Anft (Essen), Florian H&uuml;ckelheim (Bochum) und Thomas Terhorst (Dortmund)</span></p>

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<a href='http://www.pflichtlektuere.com/17/11/2009/bildungsstreik-an-den-ruhrgebiets-unis-groszer-zulauf-nur-in-essen/img_2639bear/' title='Bildungsstreik Essen'><img src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/img_2639bear-250x250.jpg" width="250" height="250" class="attachment-thumbnail" alt="" /></a>
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		<title>35mm adé, 3D olé</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 09:04:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Hückelheim</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>

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		<description><![CDATA[3D-Kinos boomen im Ruhrgebiet. H&#246;chste Zeit, dass sich die pflichtlekt&#252;re das einmal genauer anschaut. Redakteur Florian H&#252;ckelheim ist im Dortmunder Cinestar in die bunte Filmwelt eintaucht.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>3D-Kinos boomen im Ruhrgebiet. H&ouml;chste Zeit, dass sich die pflichtlekt&uuml;re das einmal genauer anschaut. Redakteur Florian H&uuml;ckelheim ist im Dortmunder Cinestar in die bunte Filmwelt eintaucht.</strong></p>
<p><div id="attachment_14984" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/11/3dkino_aufmacher.jpg" alt="Um in den 3D-Genuss zu kommen, tr&auml;gt pflichtlekt&uuml;re-Redakteurin Marylen Reschop eine Polfilter-Brille." title="3dkino_aufmacher" width="300" height="194" class="size-full wp-image-14984" /><p class="wp-caption-text">Um in den 3D-Genuss zu kommen, tr&auml;gt pflichtlekt&uuml;re-Redakteurin Marylen Reschop eine Polfilter-Brille.</p></div>Als ich die Reklame „3D-Kino“ vor dem Dortmunder Cinestar lese, sehe ich mich schon mitten im Film und nicht mehr vor der &ouml;den Leinwand sitzen. Vor meinem geistigen Auge zeichnen sich nicht die rot-gr&uuml;nen Wackelbilder aus den Yps-Heften, sondern eine lebhafte Bilderflut. Realer als alles, was es bislang im Kino zu bewundern gab. Ob man bei den Yps-Dinosauriern von damals und den ausgestorbenen Eiszeitlebewesen aus Ice Age 3 heute von „real“ sprechen kann - sei es drum. Wenn der Effekt stimmt darf die Renaissance der 3D-Technik auf den Leinw&auml;nden gern auch etwas schr&auml;ger und bunter ausfallen. </p>
<p>Die Praxis wirkt dagegen n&uuml;chtern. Wer in die Welt des dreidimensionalen Films abtauchen will, muss sich daf&uuml;r erstmal einer optischen Stilkorrektur unterziehen. Nur mit einer speziellen Polfilterbrille, eine perfekte Kopie der legend&auml;ren Blues-Brothers-Sonnenbrille, kommt der Zuschauer in den Genuss von „RealD“, wie das Techniksystem offiziell hei&szlig;t. In Dortmund gibt es die Technik bislang nur in Kino 4.</p>
<p><strong>Aufwendige Technik</strong></p>
<p>“In der Brille befindet sich auf dem einen Auge ein horizontaler und auf dem anderen ein vertikaler Polarisationsfilter“, erkl&auml;rt Techniker Lars Kr&uuml;ger vom Cinestar Dortmund. „Ein solcher Filter l&auml;sst Licht nur aus einer bestimmten Richtung passieren.“ Solche Polfilter werden auch beim Fotografieren verwand. Sie erm&ouml;glichen es beispielsweise, die Reflexionen der Sonne auf einer Wasseroberfl&auml;che auszublenden. Der Polfilter blockt das Licht ab und schon kann man den Fischen beim Schwimmen zusehen.</p>
<p>Ohne Brille kommt mir die Trailershow in 3D eher so vor, als w&uuml;rde jemand st&auml;ndig am Projektor wackeln. Alle Bilder sind extrem unscharf und &uuml;berschneiden sich teilweise; die Farben wirken blass, daf&uuml;r aber ziemlich hell. Ich denke mir, dass selbst die Brille die erste optische Entt&auml;uschung nicht ausgleichen kann. Die Erinnerungen an die rot-gr&uuml;nen Yps-Dinosaurier gehen mir einfach nicht aus dem Kopf. Schon damals f&uuml;hrte die Pappbrille eher zu m&auml;&szlig;igen Erlebnissen.</p>
<p>„Das Prinzip ist dasselbe“, sagt Lars Kr&uuml;ger. Das eine Auge nimmt ein leicht anderes Bild wahr als das andere. Erst unser Gehirn verarbeitet die beiden Bilder zu einem. „Durch einen speziellen 3D-Vorsatz wird das 2D-Bild aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Leinwand projiziert.“ Der Vorsatz, der eher an einen Schuhkarton erinnert, hat es in sich. Abwechselnd wirft er ein Bild aus der linken und der rechten Linse auf die Leinwand – und das ganze zweiundsiebzigmal pro Sekunde. Genau genommen habe ich also keinen verwaschenen Farben- und Formensalat gesehen – mein Auge war einfach zu langsam. „Damit wir wirklich flimmerfrei projizieren k&ouml;nnen, schafft unser Digitalprojektor 144 Bilder pro Sekunde. Der Vorsatz halbiert die Bildrate durch die abwechselnde Projektion.“ </p>
<p>Nun aber Brille auf und siehe da - die &ouml;den Farben strahlen und das Bild wirkt angenehm hell. Und das Wichtigste: Der Film spielt tats&auml;chlich mehr im Kinosaal als auf der Leinwand. Gut, das „mittendrin statt nur dabei“-Gef&uuml;hl will bei mir trotzdem nicht aufkommen, dennoch &uuml;berbieten die Dinosaurier aus „Ice Age 3“ ihre Verwandten aus dem antiquierten Yps-Heft um L&auml;ngen.<br />
 „Es ist schon irre, wenn man denkt, dass einem in Final Destination 4 wirklich ein Schraubendreher entgegenfliegt und man nach Regentropfen greifen m&ouml;chte“, sagt Kr&uuml;ger. Gestorben wird in Hollywood mittlerweile also auch schon in 3D.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Es ist wohl mehr das Gesamtpaket, das einen Besuch im 3D-Kino verlockend macht. Technik-J&uuml;nger kommen mit einem digitalen HD-Projektor, einer silberbeschichteten Leinwand und einem kristallklaren Raumklang auf ihre Kosten. Wer eine Abwechslung zum normalen Kino sucht, ist in einem der 3D-Kinos im Ruhrgebiet richtig. Nur darf man sich nicht zuviel von der neuen Technik versprechen. Der Gesamteindruck von einem Film wird besser, das Erlebnis der dritten Dimension hat man aber wohl mehr im Unterbewusstsein. Am Ende bleibt dann doch alles fast beim Alten: ich sitze immer noch nicht im Film. Gef&uuml;hlt war ich aber ein St&uuml;ckchen n&auml;her dran.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Zurzeit laufen in den Ruhrgebiets-Kinos folgende 3D-Filme</strong></p>
<p><a href="http://www.cinestar.de/de/kino/dortmund-cinestar/">Cinestar Dortmund</a>, <a href="http://www.uci-bochum.de/">UCI Kinowelt Bochum</a>, <a href="http://uci-kinowelt-duisburg.kino-zeit.de/">UCI Kinowelt Duisburg</a>:</p>
<p style="color: white;">Disneys „G-Force – Agenten mit Biss“<br />
Disneys „Oben“<br />
„Final Destination 4: Death Trip“</p>
<p style="color: white;">ab 5. November: Disneys „Eine Weihnachtsgeschichte“<br />
ab 17. Dezember: „Avatar – Aufbruch nach Pandora“</p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Wenn Musik Br&#252;cken schl&#228;gt - &#8220;Rendezvous des Tambours&#8221;</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/27/10/2009/wenn-musik-bruecken-schlaegt-rendezvous-des-tambours/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 19:54:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Hückelheim</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[mitten im leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit &#252;ber zwei Jahren vereint die Trommelgruppe "Rendezvous des Tambours" behinderte und nicht behinderte Menschen durch Musik. Am Dienstag wurde das Engagement gew&#252;rdigt.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Integration ist wichtig. Integration ist notwendig. Und Integration muss gef&ouml;rdert werden. Das dachten sich 2003 Wilhelm und Christa Sonnemann und gr&uuml;ndeten die „miriam-Stiftung“. Benannt nach ihrer verstorbenen Tochter, die mit Hilfe von musiktherapeutischen Projekten trotz Down-Syndrom einen Hauptschulabschluss erlangte, vergibt das Stifterehepaar inzwischen den sechsten „InTakt“-F&ouml;rderpreis gemeinsam mit der Fakult&auml;t Rehabilitationswissenschaften der TU Dortmund: Diesmal ging der Preis an die Tanzgruppe &#8220;Rendezvous des Tambours&#8221;.</strong></p>
<div id="attachment_14698" class="wp-caption alignright" style="width: 282px"><img class="size-large wp-image-14698" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/rendezvous-01-fh-lowres-453x600.jpg" alt="Integrative Trommelgruppe - Preistr&auml;ger/-Verleiher" width="272" height="360" /><p class="wp-caption-text">Freuen sich &uuml;ber den &quot;InTakt&quot;-F&ouml;rderpreis: Holger Heydt (&quot;Rendezvous des Tambours&quot;, re.) und Oliver Hellmann (Aktion Menschenstadt, vorne li.). Dahinter: Prof. Dr. Irmgard Merkt (Fakult&auml;t Rehabilitationswissenschaften, TU Dortmund) und Stifterehepaar Christa und Wilhelm Sonnemann (miriam-Stiftung) Foto: Florian H&uuml;ckelheim</p></div>
<p>„Der bundesweit ausgeschriebene F&ouml;rderpreis soll ein Anreiz daf&uuml;r sein, mit behinderten Menschen gemeinsam Musik zu machen. Musik ist ein Medium, bei dem jeder Mensch gleich ist“, erkl&auml;rt Wilhelm Sonnemann. Zudem regt die Besch&auml;ftigung mit Musik auch das Sprachzentrum behinderter Menschen an.</p>
<p><strong>Freude &uuml;ber 3.500 Euro Preisgeld</strong></p>
<p>Diesj&auml;hriger Preistr&auml;ger ist das Projekt „Rendezvous des Tambours“, eine integrative Trommelgruppe unter Leitung von Holger Heydt. Inzwischen arbeitet er mit rund 30 behinderten und nicht behinderten Menschen zusammen an einem halbst&uuml;ndigen rhythmusgeladenen Musikprogramm. Vor etwa zwei Jahren entstand das Trommelensemble der besonderen Art:„Rendezvous hei&szlig;t f&uuml;r uns, die Ressourcen jedes Einzelnen so zu nutzen, dass man pers&ouml;nliche Defizite in der Musik nicht mehr wahrnimmt.“ Zun&auml;chst alleine, seit Anfang des Jahres gemeinsam mit Oliver Hellmann von der Aktion Menschenstadt, finanziert sich das Projekt vorwiegend &uuml;ber Spenden. &Uuml;ber das Preisgeld von 3.500 Euro freut sich Holger Heydt umso mehr: „Das Geld ist f&uuml;r uns ein echter Segen. Es schafft f&uuml;r das Projekt eine Basis, die es dringend braucht.“ Besonders f&uuml;r die Organisation eines festen Proberaums m&ouml;chte er das Geld einsetzen. „Gerne w&uuml;rden wir eine gr&ouml;&szlig;ere Studioproduktion mit Rendezvous des Tambours auf CD pressen lassen“, denkt Heydt schon weiter.</p>
<p><strong>Integrative Musikwoche an der TU Dortmund</strong></p>
<p>Das Fach „Musik in P&auml;dagogik und Rehabilitation bei Behinderung“ der Fakult&auml;t Rehabilitationswissenschaften der TU Dortmund pr&auml;sentiert zus&auml;tzlich noch in dieser und in der n&auml;chsten Woche zwei integrative Musikprojekte. Am 29.10. spielt im Raubtierhaus des Dortmunder Zoos die Gruppe „Maxi Music“ der Dortmunder Max-Wittmann-F&ouml;rderschule, begleitet von einem Barbershopquartett und den Dortmunder Rohrbl&auml;sern. Exakt eine Woche sp&auml;ter findet ein weiteres Konzert mit dem Hamburger Integrationsprojekt „Station 17“ und Dortmunder Jazzk&uuml;nstlern in der Gro&szlig;w&auml;scherei der AWO Dortmund statt.</p>
<div id="attachment_14705" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-14705" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/rendezvous-des-tambours1-300x272.jpg" alt="Trommelgruppe Rendezvous des Tambours in Aktion" width="300" height="272" /><p class="wp-caption-text">Trommelgruppe Rendezvous des Tambours in Aktion   Foto: Virtual Nights</p></div>
<p><strong>Treffen von Musikgruppen aus ganz Europa</strong></p>
<p>Aber auch f&uuml;r die Kulturhaupstadt 2010 h&auml;lt die Fakult&auml;t der Rehabilitationswissenschaften laut Professor Irmgard Merkt zwei besondere Projekte bereit: Unter dem Namen „Europa InTakt“ werden sich vom 06. bis 10. Oktober 2010 an der TU viele verschiedene integrative Musikgruppen aus ganz Europa treffen und bis zu 15 Musikworkshops besuchen k&ouml;nnen. Im Rahmen dieser Workshops findet dann ein 3-t&auml;giger Kongress statt, auf dem eine Debatte &uuml;ber die Qualit&auml;t von integrativer Arbeit im musikalischen Bereich gef&uuml;hrt werden soll. Irmgard Merkt: „Wir werden insgesamt neun verschiedene Projekte zeigen, &uuml;ber die wir mit den Teilnehmern intensiv diskutieren m&ouml;chten. Die Frage, wie man am Besten &uuml;ber die Qualit&auml;t von musiktherapeutischen Beitr&auml;gen sprechen kann, liegt uns dabei sehr am Herzen. Zum Abschluss der Workshops sollen die Musikgruppen in einem Konzert eine Kostprobe ihres vielf&auml;ltigen K&ouml;nnens geben.</p>
<p>Mehr zum Thema:</p>
<div class="additionallinks"><a href="http://www.rendez-vous-des-tambours.info"target="_blank">Homepage der Essener Tanzgruppe &#8220;Rendezvous des Tambours&#8221;</a></div>
<div class="additionallinks"><a href="http://www.miriam-stiftung.de/foerderpreis/index.php" target="_blank">&#8220;miriam&#8221;-Stiftung</a></div>
<div class="additionallinks"><a href="http://www.fk-reha.uni-dortmund.de/Musikerziehung/" target="_blank">Fakult&auml;t Rehabilitationswissenschaften TU Dortmund</a></div>


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		</item>
		<item>
		<title>Ab in den Untergrund</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/28/08/2009/ab-in-den-untergrund/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/28/08/2009/ab-in-den-untergrund/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 14:31:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Hückelheim</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im hörsaal]]></category>

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		<description><![CDATA[&#220;berall unter dem Dortmunder Campus verlaufen Tunnel, durch die man alle gro&#223;en Geb&#228;ude erreichen kann. Kaum ein Student war schon einmal dort unten. pflichtlekt&#252;re online warf f&#252;r euch einen Blick in die geheimen G&#228;nge.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Innern drei Meter hoch, zwei bis drei Meter breit und insgesamt viereinhalb Kilometer lang – die Rede ist von einem unterirdischen Tunnelnetz, das sich &uuml;ber den gesamten Campus erstreckt. Herr &uuml;ber den modernen Maulwurfsbau ist Elmar Middeldorf. Er ist Abteilungsleiter des Verwaltungsbereichs f&uuml;r Elektro- und Zentrale Anlagentechnik.</strong></p>
<div id="attachment_8367" class="wp-caption alignleft" style="width: 359px"><img class="size-large wp-image-8367" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/06/elmar-middeldorf-cmyk-03-fh-600x600.jpg" alt="Geradlinige Architektur" width="349" height="322" /><p class="wp-caption-text">An einigen Stellen des Tunnelsystems kann man bequem &uuml;ber 100 Meter weit gucken. Foto: Florian H&uuml;ckelheim</p></div>
<p>In ein bis sieben Metern Tiefe sucht man riesige Maulw&uuml;rfe allerdings vergebens. Hierher verirrt sich h&ouml;chstens mal eine kleine Maus. Der eigentliche Zweck dieses weitl&auml;ufigen R&ouml;hrensystems ist die Verbindung aller gro&szlig;en Geb&auml;ude auf dem Campus mit dem Uni-eigenen Heizkraftwerk an der Emil-Figge-Stra&szlig;e 71. Der Tunnel, in dem man auch bequem Fahrrad fahren k&ouml;nnte, hat ganzj&auml;hrig etwa eine Temperatur von 18 bis 22 Grad. Wiedererwartend riecht es nicht nach einem muffigen Keller, daf&uuml;r ist die Beleuchtung sp&auml;rlich. Ein L&uuml;ftungssystem verhindert, dass sich Schimmel bildet. Zus&auml;tzlich dient es bei einem Brand als Rauchabzug. Die meisten R&ouml;hren existieren bereits seit den</p>
<p>70er Jahren und wurden zeitgleich mit den ersten Geb&auml;uden auf dem Nord-Campus errichtet. Die j&uuml;ngste Erweiterung reicht bis in die Otto-Hahn-Stra&szlig;e, wo der Fachbereich Informatik angesiedelt ist. Neben der Universit&auml;t und der Fachhochschule ist auch das Max-Planck-Institut Teil dieses Maulwurfsbaus.</p>
<p>Der S&uuml;d-Campus, der gegen Ende der 60er als Entwicklungsstandort f&uuml;r die sp&auml;tere Universit&auml;t angelegt wurde, hat auch einen eigenen Versorgungskanal.Er ist aber bedeutend k&uuml;rzer und an einigen Stellen nur kriechend zu durchqueren. Alle R&ouml;hren verbinden die gro&szlig;en Geb&auml;ude auf dem Campus miteinander und in jedem Keller eines Fachbereichs gibt es eine T&uuml;r, die einem den Zutritt zu dieser kleinen unterirdischen Welt verschafft.</p>
<p>„Hier unten trifft man selten jemanden“, sagt Elmar Middeldorf, „denn hier gibt es recht wenig zu tun.“ Die massiven Betonbauteile sind weitestgehend wasserdicht und bekommen nur einige Wochen im Jahr Besuch. N&auml;mlich dann, wenn das gesamte Rohrleitungssystem, das sich dort befindet, gewartet wird. Auch der T&Uuml;V schaut vorbei. Wirklich hohe Kosten werden dadurch aber nicht verursacht.</p>
<p><strong>Damals schon an heute gedacht</strong></p>
<div id="attachment_8378" class="wp-caption alignright" style="width: 265px"><strong><img class="size-large wp-image-8378" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/06/elmar-middeldorf-01-fh-376x600.jpg" alt="Abk&uuml;hlung im Sommer" width="255" height="406" /></strong><p class="wp-caption-text">Beim Gang zur Mensa entlang der Fernk&auml;lteleitungen wirft Elmar Middeldorf auch einen pr&uuml;fenden Blick auf die Rohrleitungen. Foto: Florian H&uuml;ckelheim</p></div>
<p>„Das teuerste an dem Kanal ist seine Anschaffung“, erkl&auml;rt Middeldorf. „Auch wenn sich diese Kosten wegen zahlreicher Erweiterungen im Laufe der Jahrzehnte nur noch schwer beziffern lassen, w&auml;re ein solches Projekt heute wohl schlichtweg zu teuer.“ Dabei biete, so der 43-j&auml;hrige Diplom Ingenieur, ein Tunnel unter der Uni mehrere Vorteile. Neben der M&ouml;glichkeit undichte Rohre einfach zu reparieren, k&ouml;nnen auch neue Leitungen kosteng&uuml;nstiger verlegt werden. F&uuml;r „normale“ Rohrleitungen m&uuml;ssten Bagger anr&uuml;cken, um sie in der Erde zu verlegen. Der Versorgungstunnel m&uuml;sste daf&uuml;r nur an wenigen Stellen von einem steinernen Deckel befreit werden, der rund zw&ouml;lf Meter lang ist.</p>
<p>„Die dicksten Rohre verlaufen im Bereich, der am n&auml;chsten zum Heizkraftwerk liegt“, erkl&auml;rt Middeldorf weiter. Fernw&auml;rme- und Fernk&auml;lterohre haben dort einen Durchmesser von mehr als f&uuml;nfzig Zentimetern. Die Fernw&auml;rme, die in jedem Geb&auml;ude im Winter f&uuml;r angenehme Temperaturen in allen R&auml;umen sorgt, ist in den Rohrleitungen hingegen bis zu 160 Grad hei&szlig;. Erst dort, wo sie wirklich gebraucht wird, k&uuml;hlen so genannte W&auml;rmetauscher das Wasser ab. Von der Fernk&auml;lte profitieren indes weniger Einrichtungen auf dem Campus: „Labore in der Chemie oder Serverr&auml;ume in der Informatik werden im Sommer klimatisiert, sodass dort immer gleich gute Arbeitsbedingungen herrschen.“</p>
<p><strong>Der etwas andere Weg in die Mensa</strong></p>
<p>In Gang gehalten wird das gesamte Leitungssystem von der Leitwarte neben dem Heizkraftwerk aus, wo Techniker per Computer einzelne Rohrpassagen schlie&szlig;en und &ouml;ffnen k&ouml;nnen. Das soll verhindern, dass bei einem Leck der gesamte Tunnel mit Wasser voll l&auml;uft. W&auml;hrend selbst starker Regen dem unterirdischen Bauwerk normalerweise nichts anhaben kann, so war das Hochwasser im Jahre 2008 zu viel f&uuml;r die wenigen Regenwasserpumpen. Nicht nur an der Uni, sondern auch in vielen H&auml;usern Dortmunds standen zahlreiche Keller unter Wasser. „An einigen Stellen stand das Wasser kniehoch“, berichtet Middeldorf, „Da mussten unsere Pumpen mehrere Tage am St&uuml;ck arbeiten, bis man da wieder durchgehen konnte.“<br />
Das Angenehme mit dem N&uuml;tzlichen verbindet Elmar Middeldorf gerne an hei&szlig;en Sommertagen. Von seinem Arbeitsplatz geht er dann gelegentlich entlang der Fernk&auml;lteleitungen bis unter das Mensageb&auml;ude. Dort steigt er dann – p&uuml;nktlich zum Mittagessen – aus einem der vielen Notausg&auml;nge wieder aus dem etwas anderen Maulwurfsbau empor.</p>
<p>Text und Fotos: Florian H&uuml;ckelheim</p>
<div id="attachment_8494" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-large wp-image-8494" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2009/06/versorgunsplan-beschnittengefarbtlegendeskaliert-geheime-gange-kopie-600x430.jpg" alt="Lageplan des Versorgungstunnels auf dem Campus Nord" width="600" height="430" /><p class="wp-caption-text">Lageplan des Versorgungstunnels auf dem Campus Nord</p></div>
<p>Mehr zum Thema:</p>
<div class="additionallinks"><a href="http://www.bunker-dortmund.de/">Studienkreis Bochumer Bunker e.V. Fachgruppe Dortmund</a></div>
<div class="additionallinks"><a href="Spiegel Online">Spiegel.de - Unter der Londoner Innenstadt gibt es auch ein geheimes Tunnelsystem </a></div>
<div class="additionallinks"><a href="http://www.welt.de/politik/article3107642/Das-verrueckte-Tunnelsystem-unter-der-Grenze.html">Welt.de - Der verr&uuml;ckte Gaza-Tunnel </a></div>


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