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	<title>pflichtlektüre &#187; Dennis Klammer</title>
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	<link>http://www.pflichtlektuere.com</link>
	<description>Studierendenmagazin für Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg</description>
	<pubDate>Wed, 23 May 2012 17:50:58 +0000</pubDate>
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		<title>Bekenntnisse eines Spielers</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/13/06/2011/bekenntnisse-eines-spielers/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/13/06/2011/bekenntnisse-eines-spielers/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 10:56:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Klammer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[auf dem konto]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[anonym]]></category>

		<category><![CDATA[Onlinewetten]]></category>

		<category><![CDATA[Spielsucht]]></category>

		<category><![CDATA[Sportwetten]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Ruf des schnellen Geldes lockt an vielen Stra&#223;enecken: Wettb&#252;ros. Welchen Einfluss Sportwetten auf das Leben haben k&#246;nnen, schildert ein anonymer Spieler.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sportwetten sind f&uuml;r manche Studenten eine nette Bereicherung f&uuml;r den Geldbeutel. F&uuml;r einige Hobbymanager kann das Spiel um das schnelle Geld auch zur Sucht werden. &#8220;pflichtlekt&uuml;re&#8221;-Redakteur Dennis Klammer hat die Bekenntnisse eines Sportwetts&uuml;chtigen protokolliert:</strong></p>
<div id="attachment_64638" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/dsc_0092.jpg"><img class="size-medium wp-image-64638" title="Teaser Sportwetten" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/dsc_0092-300x200.jpg" alt="Onlinewetten vervielf&auml;ltigen das Spiel- und Suchtpotenzial. Foto: Stella Peters" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Onlinewetten vervielf&auml;ltigen das Spiel- und Suchtpotenzial. Foto: Stella Peters</p></div>
<p>Es gibt Spiele, bei denen du wei&szlig;t: Das kann nicht gut gehen – und du tust es trotzdem. Da kommt dann wieder solch ein Blackout. Das kann doch nicht sein? Man spricht sich irgendwie Mut zu: &#8220;Komm, mach einfach! Wenn du das noch zu deiner Kombiwette tust, gewinnst du mehr.“ Unerkl&auml;rlich, diese Bl&ouml;dheit. Man wei&szlig; es eigentlich, macht es aber trotzdem. Das ist einfach diese Sucht. Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch!</p>
<p><strong>Die Anf&auml;nge</strong></p>
<p>Angefangen hat meine Wettsucht 2005, da war ich 26 Jahre alt. Ich habe oft mit Freunden &uuml;ber Fu&szlig;ball diskutiert und dabei gemerkt, dass ich mehr Ahnung hatte als viele andere. Trends, Statistiken, die einzelnen Ligen. Aus diesem Wissen wollte ich Profit schlagen und habe angefangen, Sportwetten abzuschlie&szlig;en.</p>
<p>Die Wettb&uuml;ros schossen zu dieser Zeit wie Pilze aus dem Boden, auch in Siegen. Damals war ich bei der Post als Katalogzusteller und habe von meinem Verdienst 100-150 Euro als Grundlage f&uuml;r zocken eingeplant. Anfangs habe ich nur auf Fu&szlig;ballspiele gesetzt: freitags, samstags, sonntags. Dazu unter der Woche noch Spiele im Uefa-Cup und der Championsleague.</p>
<p>Pro Tipp-Schein habe ich zehn bis 20 Euro gesetzt. In der Woche gingen dabei locker 100 Euro weg. Die Gewinne lagen ca. bei 250 Euro. Sp&auml;ter, als die Sucht gr&ouml;&szlig;er wurde, habe ich mich auch mit kleineren Betr&auml;gen zufrieden gegeben. „Mit Gewalt gewinnen“ stand im Vordergrund, nicht der Gewinn an sich. Anfangs habe ich im Monat etwa 30 dieser Tippscheine ausgef&uuml;llt, sp&auml;ter wurden es mehr.</p>
<p>Meine Lieblingsliga war die spanische Primera Division. Da konnte man mit einem bisschen Know-How am ehesten die Ergebnisse voraussehen. Man tippt immer &#8220;1&#8243;, &#8220;2&#8243; oder &#8220;0“. &#8220;1&#8243; hei&szlig;t, dass das Heimteam gewinnt. Glaubt man an einen Ausw&auml;rtserfolg, tippt man &#8220;2&#8243;. Und &#8220;0&#8243; eben f&uuml;r Unentschieden. Sp&auml;ter habe ich nur noch auf Basketball getippt, da in der NBA jeden Abend Spiele waren. Was f&uuml;r einen Spiels&uuml;chtigen noch schlimmer ist, da es keine Remis und so nur 50/50-Chancen gibt.</p>
<p><strong>Das Leben im Wettb&uuml;ro</strong></p>
<div id="attachment_64639" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/dsc_7247.jpg"><img class="size-medium wp-image-64639" title="Wettb&uuml;ro" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/dsc_7247-300x198.jpg" alt="Eines der vielen Wettb&uuml;ros in Dortmunds Innenstadt. Foto: Sebastian Schaal" width="300" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">Eines der vielen Wettb&uuml;ros in Dortmunds Innenstadt. Foto: Sebastian Schaal</p></div>
<p>Langweilig wurde es in dem Wettb&uuml;ro nie. Mittags um 12 Uhr rein, abends erst gegen 23 Uhr raus. Den ganzen Tag zocken. H&ouml;chstens zum Essen holen habe ich den Laden verlassen. Die anderen Tipper und ich haben immer stundenlang an unseren Tippscheinen herumgedoktort. Eine peinliche Angelegenheit im Nachhinein. Es gab immer viele Diskussionen – die waren ja nicht alle hohl da. Es gab viele dubiose Gestalten, aber einige w&uuml;rde ich sogar als meine Freunde bezeichnen. Mit meinem Tipppartner, mit dem ich &uuml;ber 2 bis 3 Jahre zusammen gezockt habe, traf ich mich beispielsweise auch privat. Wir verstanden uns gut und wollten klar machen, dass Zocken nicht das einzige ist, was unsere Freundschaft verbindet. Wir sind auch mal nach Frankfurt zum Fu&szlig;ball gefahren, obwohl da nat&uuml;rlich auch wieder Fu&szlig;ball im Spiel war.</p>
<p>Meine Eltern und Br&uuml;der sind mir mit Verachtung entgegengetreten, als sie meine Spielsucht gemerkt haben. &#8220;Was soll das? Halt dich da nicht mehr auf!“, habe ich dann zu h&ouml;ren bekommen. Oft war ich dadurch im Zwiespalt: Einerseits wollte ich ja zocken und die Leute sehen. Man kann da ja auch hingehen, nur um einen Plausch zu halten. Aber andererseits habe ich mich auch gefragt, was ich da mache. Eigentlich geh&ouml;rte ich da gar nicht hin. Aber ich habe weitergespielt, sp&auml;ter auch online. Da hatte man noch mehr M&ouml;glichkeiten. Bis zu Dritten Liga konnte ich hier tippen.</p>
<p><strong>Auf der Suche nach Hilfe</strong></p>
<p>Irgendwann habe sogar mal Hilfe aufgesucht und habe meinem Therapeuten, den ich wegen anderer Sachen besuchte von meinem Zock-Pensum erz&auml;hlt. Der meinte, es sei nicht n&ouml;tig, das behandeln zu lassen. Er k&ouml;nne das im Rahmen seiner Therapie mitmachen. Gebracht hat es aber nichts. Also habe ich weiterhin gespielt. Bremsen konnte ich mich selten, vor allen Dingen nicht w&auml;hrend Gro&szlig;turnieren wie der Fu&szlig;ball-WM.</p>
<p>Richtig in Geldnot war ich aufgrund des Zockens zwar nicht oft, aber es kam vor, so dass ich einige Dinge nicht bezahlen konnte. Gro&szlig;e Konsequenzen hatte es aber nicht, das war noch im Rahmen. Andere Spiels&uuml;chtige haben regelm&auml;&szlig;ig um Haus und Hof gespielt. Da wurden auch schon mal 6.000 Euro-Scheine ausgef&uuml;llt.</p>
<p><strong>Der Reiz der Sportwetten</strong></p>
<div id="attachment_64640" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/dsc_7271.jpg"><img src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/dsc_7271-300x198.jpg" alt="Ergebnisse und Tippm&ouml;glichkeiten - auf Papier und Bildschirm. Foto: Sebastian Schaal" title="Wettlisten" width="300" height="198" class="size-medium wp-image-64640" /></a><p class="wp-caption-text">Ergebnisse und Tippm&ouml;glichkeiten - auf Papier und Bildschirm. Foto: Sebastian Schaal</p></div>
<p>In erster Linie ist Wetten f&uuml;r mich der reine Nervenkitzel. Ich war anfangs immer positiv aufgeregt. Es war ein Muss, die Sucht eben. Mein h&ouml;chster Gewinn war einmal 500 Euro. Wenn ich gewonnen habe, war es eine Genugtuung. Aber ich habe einen Teufel getan und die Scheine sofort eingel&ouml;st. Meist erst am n&auml;chsten Tag, ich habe das richtig zelebriert. Man hat sich best&auml;tigt gef&uuml;hlt und sich was geg&ouml;nnt. Eine Reise nach Madrid, zum Fu&szlig;ball gucken beispielsweise. 4 Tage, Flug, Hotel, Eintrittskarte – alles aus Zockgeld.</p>
<p>Wenn ich aber verloren habe und die Scheine kaputt waren, war ich ausgebrannt. So richtig mies gelaunt. Wenn andere Spieler verloren haben, haben sie ihren Frust meistens nach drau&szlig;en gelassen, herumgeschrieen und Sachen zerst&ouml;rt. Das war bei mir nie der Fall. Es gibt zivilisierte und unzivilisierte Zocker. Ich w&uuml;rde mich schon zu den zivilisierten Zockern z&auml;hlen. Da wurde bei anderen Hass auf Mannschaften aufgebaut, die einem den Tipp zerst&ouml;rt haben. Das hatte ich nie. Ich habe die Entt&auml;uschung eher in mich reingefressen.</p>
<p>Manchmal habe ich auch aus &Uuml;bermut eine Quatschwette platziert. Einfach mal auf Philadelphia, obwohl ich wusste, dass Memphis das Spiel gewinnen wird. Als ich dann die Wette gesetzt habe, dachte ich nur: &#8220;Schei&szlig;e, ich Idiot.“ Und so kam es dann auch. Wieder 30 Euro weg.</p>
<p><strong>&#8220;Das ewige Leid eines Tippers&#8221;</strong></p>
<div id="attachment_64643" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/dsc_7303.jpg"><img src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/06/dsc_7303-300x198.jpg" alt="Ein Tipper f&uuml;llt seinen Schein aus. Foto: Sebastian Schaal" title="Tippschein" width="300" height="198" class="size-medium wp-image-64643" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Tipper f&uuml;llt seinen Schein aus. Foto: Sebastian Schaal</p></div>
<p>Mittlerweile spiele ich aber wieder weniger. Haupts&auml;chlich, weil ich kein Geld dazu habe. Ich glaube, dass ich nie ganz mit Wetten aufh&ouml;ren k&ouml;nnte. Wenn ich Geld h&auml;tte und den Verlust verschmerzen k&ouml;nnte, k&ouml;nnte es sein, dass ich auf eine NBA-Partie wette. Aber als Student ohne Arbeit ist das schwierig. Neulich zum Beispiel h&auml;tte ich gern auf ein Basketballspiel zwischen Boston und Miami gewettet, aber ich hatte kein Geld. Boston wurde als Au&szlig;enseiter gegen Miami gehandelt – zu Hause! Das ist eine Frechheit, Boston zu Hause als Au&szlig;enseiter zu sehen. Ein absolutes No-Go! Eigentlich ist das f&uuml;r einen Tipper wie Weihnachten: Boston Celtics zu Hause eine Quote von 2,2. Geht’s noch? Das war eine dieser Buchmacherfallen, um Tipper zu locken. Da kann man doch gar nicht Nein sagen. Ich h&auml;tte mich insgeheim sogar gefreut, wenn Miami gewonnen h&auml;tte. Im Falle eines Sieges brauchst du dich hinterher nicht zu &auml;rgern. Selbst als Boston-Fan geistern einem dann solche Gedanken im Kopf herum. Das ist echt beschissen!</p>
<p>Das ist das ewige Leid eines Tippers: Wenn man nichts setzt, dann laufen die Ergebnisse meist besser, als wenn man setzt. Das ist wie ein Fluch. Aber irgendwann versteht man dann auch, dass es auch doch nicht klappt und man mit Sportsachverstand keinen Blumentopf gewinnt.</p>
<p>Am besten fragst du einfach die Frauen, wie welche Spiele an einem bestimmten Spieltag ausgehen – ich sag dir: vier von f&uuml;nf sind richtig. Ist halt so. Die h&ouml;ren dann die Namen: &#8220;Oh, La Coruňa. H&ouml;rt sich sch&ouml;n an, auf die tipp‘ ich - die gewinnen bestimmt“. Aber eigentlich wei&szlig;t du als erfahrener Tipper: die sind nicht in Form und m&uuml;ssten eigentlich verlieren – und peng, gewinnen sie doch.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;">Web:<a href="http://www.anonyme-spieler.org/sucht.htm" target="_blank"> Homepage der Anonymen Spieler</a></p>
<p style="color: white;">Web: <a href="http://www.selbsthilfenetz.de/content/e2994/e6997/e7447/index_html?stichwort_id=943" target="_blank">Selbsthilfegruppen in NRW</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>Tischtennis in Dortmund mit olympischer Qualit&#228;t</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/25/02/2011/tischtennis-in-dortmund-mit-olympischer-qualitaet/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/25/02/2011/tischtennis-in-dortmund-mit-olympischer-qualitaet/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 12:44:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Klammer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

		<category><![CDATA[Christian Süß]]></category>

		<category><![CDATA[DTTB]]></category>

		<category><![CDATA[German Open]]></category>

		<category><![CDATA[Timo Boll]]></category>

		<category><![CDATA[Tischtennis]]></category>

		<category><![CDATA[Westfalenhalle]]></category>

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		<description><![CDATA[Bill Gates liebt es. Auch Susan Sarandon steht drauf. Modesch&#246;pfer Fred Perry war sogar mal Weltmeister. In Dortmund laufen die German Open - wie steht es um Tischtennis in Deutschland?


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>April 1971: Der US-amerikanische Tischtennisspieler Glenn Cowan reist auf Einladung des chinesischen Tischtennis-Generalsekret&auml;rs </strong><strong>mit seiner Mannschaft </strong><strong>nach Peking. Tischtennis als Mediator zwischen zwei zerstrittenen Nationen w&auml;hrend des Kalten Krieges. Sp&auml;ter werden diese erfolgreichen Ann&auml;herungsma&szlig;nahmen als &#8220;Ping-Pong-Demokratie&#8221; in die Geschichte eingehen.</strong></p>
<div id="attachment_52729" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/dsc_0018.jpg"><img class="size-medium wp-image-52729 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/dsc_0018-300x200.jpg" alt="Qualifikationsspiele des Nachwuchses. Foto: Dennis Klammer" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Vorne Quali-Spiele, hinten (noch) leere R&auml;nge. Foto: Dennis Klammer</p></div>
<p>&#8220;Die Geschwindigkeit und die Athletik - sich am Tisch so bewegen, dass man die B&auml;lle innerhalb von Sekundenbruchteilen noch bekommt - gepaart mit taktischen Finessen, das macht das Spiel besonders&#8221;, sagt Simone Hinz. Sie macht Werbung f&uuml;r ihren Sport - klar, es ist ihr Beruf. Hinz ist Pressesprecherin des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB), der mit Hilfe des Westdeutschen Tischtennis-Bundes noch bis Sonntag die German Open in Dortmund ausrichtet.</p>
<p>Das prestigetr&auml;chtige Turnier soll einen Vorgeschmack auf die Mannschafts-WM 2012 geben, die nach 1959 und 1989 ein drittes Mal in Dortmund stattfinden wird. &#8220;Weltklassespieler beschleunigen den Ball auf bis zu 150 km/h oder schneiden ihn so an, dass er sich bis zu 10.000 Mal in der Minute dreht&#8221;, erkl&auml;rt Hinz die Faszination Tischtennis.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Knapp 40 Jahre nach der &#8220;Ping-Pong-Demokratie&#8221; verfolgen rund 300 Zuschauer in den Westfalenhallen die Qualifikationsspiele der Tischtennis German Open 2011. Tischtennis als schlecht besuchtes Sportevent w&auml;hrend eines kalten Winters. Warum pringt der Funke nicht &uuml;ber?<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&#8220;Ab Freitag geht&#8217;s rund, wenn die Qualifikationsphase vorbei ist&#8221;, sagt Hinz. Der DTTB hofft bis zum 27. Februar auf insgesamt rund 10.000 Besucher. &#8220;Wenn die gro&szlig;en Namen wie Timo Boll fehlen und erst am Freitag antreten, ist der Zuschauerzuspruch meist nicht so gut.&#8221;<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Mehr Zuschauer - in der Halle und vor dem Fernseher<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
</strong></p>
<div id="attachment_52730" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-52730" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/dsc_0084-300x200.jpg" alt="Simone Hinz erwartet gro&szlig;en Ansturm. Foto: Dennis Klammer" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">DTTB-Pressesprecherin Simone Hinz setzt auf Nachwuchsarbeit. Foto: Dennis Klammer</p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Diesen Umstand m&ouml;chte der DTTB naturgem&auml;&szlig; fl&auml;chendeckend verbessern. Doch nicht nur bei Turnierbesuchern soll der Sport Anklang finden, auch bei der Medienpr&auml;senz sieht man Entwicklungspotenzial. &#8220;Wir versuchen m&ouml;glichst viele H&ouml;hepunkte in Deutschland anzubieten, da das Fernsehen lieber Sportarten begleitet, die regelm&auml;&szlig;ig auftauchen und nicht nur alle f&uuml;nf Jahre mal&#8221;. So wie die Europameisterschaft 2009 in Stuttgart oder nun die German Open.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&#8220;Wir hoffen, dass sich die Fernsehmacher und somit die Zuschauer sich nach und nach f&uuml;r die Sportart begeistern&#8221;, sagt Hinz. Die Omnipr&auml;senz des Fu&szlig;balls erkennt sie aber neidlos an. &#8220;Da k&ouml;nnen wir uns nichts vormachen. Au&szlig;er den Wintersportarten haben viele andere Breitensportarten ja auch das Nachsehen.&#8221;<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die German Open m&uuml;ssen sich jedoch nicht verstecken - im Gegenteil. Neben dem Weltranglisten-Ersten Timo Boll laufen auch reihenweise andere Tischtennisstars in Dortmund auf. 304 Spielerinnen und Spieler aus 51 Nationen sind gemeldet, darunter jeweils neun der ersten zehn der Weltrangliste im Damen- und M&auml;nnerbereich. Damit ist das Turnier so gut aufgestellt als die Olympischen Spiele. F&uuml;r London 2012 wollen sich viele der Teilnehmer in Dortmund direkt qualifizieren.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Nachwuchsarbeit als Steckenpferd<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ein entscheidener Punkt ist f&uuml;r den DTTB die Nachwuchsarbeit. &#8220;Bei allen Gro&szlig;veranstaltungen sprechen wir gezielt die Schulen an, um den Kindern Lust auf den Sport zu machen&#8221;, erkl&auml;rt Hinz.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<div class="additionallinks">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong><span style="color: #ffffff;">German Open f&uuml;r Kinder und Jugendliche<br />
<span style="color: #3366ff;">.</span></span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #ffffff;"><strong>Freitag:</strong> &#8220;Tag der Schulen&#8221; - rund 700 Kinder von 14 Dortmunder Schulen k&ouml;nnen kostenlos im &#8220;Funpark&#8221; der Westfalenhallen Tischtennis ausprobieren und sp&auml;ter bei den Profis zusehen.<br />
<span style="color: #3366ff;">.</span></span>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #ffffff;"><strong>Samstag:</strong> Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre erhalten am Samstag freien Eintritt, so dass sie die Achtel-, Viertel- und nachmittags die Halbfinals kostenlos sehen k&ouml;nnen.</span></p>
</div>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span><br />
Derzeit sind knapp 615.000 Tischtennisspieler in Deutschland in Vereinen aktiv; jahrelang sank oder stagnierte diese Zahl. 2010 gab es erstmals wieder einen Zuwachs - von 68 Mitgliedern. &#8220;Wir freuen uns, dass es wieder aufw&auml;rts geht. Da merkt man dann auch, dass die ein oder andere Aktion zur Mitgliedergewinnung gegriffen hat.&#8221; Zu diesen Ma&szlig;nahmen z&auml;hlten neben der Turnierausrichtung die Entwicklungsarbeit im Trainerbereich sowie diverse Kooperationsprojekte von Vereinen, Schulen und Hochschulen.</p>
<div id="attachment_52733" class="wp-caption alignleft" style="width: 197px"><img class="size-full wp-image-52733" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/4.jpg" alt="Klaus Collmann vom Institut f&uuml;r Sport und Sportwissenschaft. Foto: TU Dortmund" width="187" height="250" /> <p class="wp-caption-text">Klaus Collmann vom Institut f&uuml;r Sport und Sportwissenschaft. Foto: TU Dortmund </p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Von diesen Kooperationsbem&uuml;hungen hat Klaus Collmann von der TU Dortmund im Vorfeld der German Open nichts mitbekommen. Er ist Dozent an der sportwissenschaftlichen Fakult&auml;t und bildet zuk&uuml;nftige Sportlehrer aus - eine wichtige Zielgruppe f&uuml;r den DTTB, die unter anderem auch Tischtennis in der Schule vermitteln soll. &#8220;Auf mich ist keiner zugekommen, dabei w&auml;re ein Aushang oder das Auslegen von Handreichungen kein Problem gewesen&#8221;, sagt er.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Hinz r&auml;umt diese Vers&auml;umnisse ein. &#8220;Es gibt fachspezifische Literatur f&uuml;r Lehrer, mit denen sie beispielsweise eine Unterrichtsstunde gestalten k&ouml;nnen. Nur leider sind diese noch nicht zu jedem durchgedrungen. Da haben wir noch Nachholbedarf!&#8221;<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Klaus Collmann lehrt Tischtennisvermittlung und sieht den Sport als praktikables Spiel f&uuml;r Sch&uuml;ler und Lehrer. &#8220;Der Vorteil von Tischtennis ist, dass es von Jungen und M&auml;dchen gleicherma&szlig;en gespielt werden kann. Es ist schnell und leicht zu lernen im Vergleich zu anderen R&uuml;ckschlagspielen wie Tennis&#8221;, sagt er. Doch nicht nur aus dem p&auml;dagogischem Blickwinkel sch&auml;tzt er das Spiel, auch aus sportwissenschaftlicher Perspektive nennt er Vorteile.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&#8220;Der Sch&uuml;ler muss von den koordinativen F&auml;higkeiten in erster Linie die Differenzierungsf&auml;higkeit mitbringen. Zum Beispiel ,Spiele ich den Ball kurz oder lang?&#8217; Im Spiel lernt er anschlie&szlig;end die Auge-Hand-Koordination durch das Zusammenspiel von Hand, Schl&auml;ger und Ball sowie andere F&auml;higkeiten, wie beispielsweise die Reaktionsf&auml;higkeit.&#8221; Zus&auml;tzlich hebt er die geringen Kosten hervor, die den Sport auch vereinsgel&ouml;st in der Freizeit attraktiv machen. &#8220;Man ben&ouml;tigt lediglich einen Schl&auml;ger und ein paar B&auml;lle, da in vielen &ouml;ffentlichen Bereichen wie Schwimmb&auml;dern oder Schulh&ouml;fen bereits Platten stehen.&#8221;<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Revolution aus den eigenen Reihen?<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Eine solide Mitgliederzahl, regelm&auml;&szlig;ige Top-Turniere sowie die Aush&auml;ngeschilder Timo Boll, Christian S&uuml;&szlig; und Dimitrij Ovtcharov im M&auml;nnerbereich und Wu Jiaduo (15. Platz der Weltrangliste) im Damenbereich scheinen ein gutes Fundament f&uuml;r die weitere Entwicklung des Tischtennissports in Deutschland zu sein.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<div id="attachment_52732" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/dsc_0033.jpg"><img class="size-medium wp-image-52732  " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/dsc_0033-300x200.jpg" alt="Das Angabenspiel soll entsch&auml;rft werden. Foto: Dennis Klammer" width="300" height="200" /></a> <p class="wp-caption-text">Das Angabenspiel soll entsch&auml;rft werden. Foto: Dennis Klammer </p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Es gibt jedoch auch kritische Stimmen zur Tischtennislage der Nation - aus dem eigenen Lager. Der Ehrenpr&auml;sident des DTTB, Hans Wilhelm G&auml;b, sieht Handlungsbedarf im Regelwerk, damit Tischtennis langfristig wettbewerbsf&auml;hig bleibt - im Kampf um Mitglieder und Medienpr&auml;senz. In der &#8220;tischtennis&#8221; hat er unl&auml;ngst eine Diskussion angesto&szlig;en, in der er drastisch auf Problemfelder hinweist.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Unter anderem beschreibt er den Aufschlag als &#8220;zerst&ouml;rerisches Element&#8221;, das es zu entsch&auml;rfen gilt. Zudem gebe es bei 45-min&uuml;tiger Spielzeit mitunter nur eine  reine Spielzeit von knapp zehn Minuten, was TV-Redakteure abschrecke. Er m&ouml;chte daher viele Elemente diskutiert wissen, die das Spiel f&uuml;r Zuschauer und Medien attraktiver machen.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span><br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<div class="additionallinks">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong><span style="color: #ffffff;">Die bisher wichtigsten Regel&auml;nderungen der letzten 12 Jahre:<br />
<span style="color: #3366ff;">.</span></span></strong></p>
<p><span style="color: #ffffff;">- 1999: Time-Out</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">- 2000: 40 Millimeter-Ball (vorher 38 mm Durchmesser)</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">- 2001: Z&auml;hlweise von 21 auf 11 gek&uuml;rzt</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">- 2002: Neue Aufschlagregel (Ball darf nicht mehr verdeckt angegeben werden)</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">- 2002-2008: &#8220;Frischkleben&#8221; des Schl&auml;gerbelags in umschlossenen R&auml;umen verboten (mit &Auml;nderungsregeln)</span></p>
<p><span style="color: #ffffff;">- 2008: Noppenbel&auml;ge m&uuml;ssen einen Mindestreibungswiderstand von 25 Mikronewton aufweisen-&gt; Glatte Noppen sind damit verboten</span></p>
</div>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #ffffff;">.</span><br />
&#8220;Es ist wichtig, dass alle Nationen an einem Strang ziehen. Bevor irgendwann ein Mitgliederschwund einsetzt, sollte man die Sportart reformieren und m&ouml;gliche Regel&auml;nderungsvorschl&auml;ge rechtzeitig anbringen&#8221;, sagt Hinz. &#8220;Aber es wird noch lange Zeit dauern, bis Forderungen getestet und &uuml;berhaupt umgesetzt werden k&ouml;nnen.&#8221; Das liege prim&auml;r am Weltverband, der &uuml;ber Regel&auml;nderungen entscheide. &#8220;Die 210 Nationen, die den Weltverband ausmachen, haben jeweils eine Stimme. Und die muss man erst einmal mehrheitlich &uuml;berzeugen.&#8221; Die Nationen m&uuml;ssten die &Auml;nderungsvorschl&auml;ge erst national ausprobieren und aus ihren Erfahrungen zur Diskussion beitragen.<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<p>Generell bef&uuml;rworte sie die Anst&ouml;&szlig;e aber. &#8220;Der DTTB m&ouml;chte die angesto&szlig;enen Regel&auml;nderungen mit Hilfe der Sporthochschule K&ouml;ln wissenschaftlich begleiten und fundieren lassen. Wenn die Stichproben die &Auml;nderungen als sinnvoll pr&auml;sentiere, k&ouml;nne man sie einem gr&ouml;&szlig;eren Gremium vorstellen. &#8220;Erst dann h&auml;tten sie eine Chance.&#8221;<br />
<span style="color: #ffffff;">.</span></p>
<div class="additionallinks"><span style="color: #ffffff;"><strong>German Open in den Dortmunder Westfalenhallen (Halle 2)</strong><br />
<span style="color: #3366ff;">.</span><br />
<strong>Freitag</strong> (10 - ca. 20 Uhr): Herren- und Damen-Einzel mit Timo Boll und Co.<br />
<strong>Samstag</strong> (10 - ca. 21.30 Uhr): Viertelfinals Einzel sowie Halbfinals Doppel<br />
<strong>Sonntag</strong> (10.30 - ca. 18 Uhr): Halbfinals und Finale der Einzel und Doppel<br />
<span style="color: #3366ff;">.</span><br />
</span><span style="color: #ffffff;"><strong>Preisgeld insgesamt:</strong> 172.000 US-Dollar<br />
<span style="color: #3366ff;">.</span><br />
</span><span style="color: #ffffff;"><strong>Ticketpreise:</strong><br />
Erm&auml;&szlig;igte Ticketpreise u.a. f&uuml;r Studenten: 6,60 Euro.<br />
Erwachsene: zwischen 12,10 Euro und 28,60 Euro.</span></div>
<p><span style="color: #ffffff;">.</span></p>


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		<title>Lokf&#252;hrer-Streik! Ein Erlebnis-Protokoll</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/22/02/2011/lokfuehrer-streik-ein-erlebnis-protokoll/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 20:05:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Klammer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bochum]]></category>

		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[mitten im leben]]></category>

		<category><![CDATA[Bahnhof]]></category>

		<category><![CDATA[DB]]></category>

		<category><![CDATA[Deutsche Bahn]]></category>

		<category><![CDATA[GDL]]></category>

		<category><![CDATA[Lokführer]]></category>

		<category><![CDATA[Streik]]></category>

		<category><![CDATA[Züge]]></category>

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		<description><![CDATA[B&#246;se Zungen behaupten, die vier Hauptfeinde der Bahn seien Fr&#252;hling, Sommer, Herbst und Winter. Nun lie&#223;en die Lokf&#252;hrer die Reisenden verzweifeln. Streik! Ein Erlebnis-Protokoll.


Keine ähnlichen Beiträge bisher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Dienstagmorgen hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer  (GDL) ihre Mitglieder und Kollegen zum Warnstreik aufgerufen. Zwischen  6 und 8 Uhr wurde die Arbeit niederlegt, um f&uuml;r einen  fl&auml;chendeckenden Tarifvertrag zu k&auml;mpfen. In vielen Teilen  Nordrhein-Westfalens wurde das Bahnnetz lahm gelegt. So auch in Dortmund  und Bochum. Wir haben uns unter die  Reisenden gemischt.</strong></p>
<div id="attachment_52407" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-52407" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/schockwellenreiter-300x225.jpg" alt="Teaser: Komplette Zugausf&auml;lle waren keine Seltenheit. Foto: flickr.com / User: schockwellenreiter" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Zugausf&auml;lle waren am Dienstag keine Seltenheit. Foto: flickr.com / schockwellenreiter</p></div>
<p><strong>Am Dortmunder Hauptbahnhof</strong></p>
<p><strong>5.42 Uhr:</strong> Drau&szlig;en ist es stockdunkel, das Thermometer zeigt minus sieben Grad Celsius an. Mit Kaffee bewaffnete Menschen patrouillieren durch die Bahnhofshalle. Polizisten und Pendler wirken gleicherma&szlig;en m&uuml;de; das Bahnhofspersonal s&auml;ubert die G&auml;nge. Vereinzelt werfen Bahnfahrer in spe ihre Blicke auf die Anzeigetafel, die auf den vorgesehenen Streik der Bahnf&uuml;hrergewerkschaft GDL hinweist: &#8220;Auf Grund von Streiks der GDL ist der Zugverkehr beeintr&auml;chtigt.&#8221; Von 6 bis 8 Uhr wollen die Lokf&uuml;hrer ihre Arbeit niederlegen, um f&uuml;r einen fl&auml;chendeckenden Tarifvertrag zu k&auml;mpfen. Bisher zeigt die blaue Tafel jedoch keine Auff&auml;lligkeiten, zufrieden nickend machen sich viele auf den Weg zum Gleis.</p>
<p><strong>5.53 Uhr:</strong> Der RE nach Iserlohn ist der erste Zug, der unp&uuml;nktlich abfahren soll -  f&uuml;nf Minuten Versp&auml;tung. &#8220;Alles noch im Rahmen&#8221;, murmeln zwei M&auml;nner in Anz&uuml;gen.</p>
<p><strong>6.05 Uhr:</strong> Mit fortschreitender Zeit werden immer mehr Versp&auml;tungen ausgewiesen. Ungl&auml;ubige Augenpaare springen abwechselnd von der Anzeigetafel auf Fahrkarten und zur&uuml;ck. Ganz gleich, ob Witten oder Leipzig, hinter der Abfahrtszeit beider Z&uuml;ge steht in einem wei&szlig;en Kasten: &#8220;Versp&auml;tung ca. 120 Minuten&#8221;. Erste lange Gesichter machen sich auf den Weg zum DB Service Point, um Alternativrouten zu erfahren.</p>
<div id="attachment_52411" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-52411" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/menschen-473644_r_by_rike_pixeliode-300x220.jpg" alt="Vielerorts in NRW warten Pendler am Bahnsteig auf ihre Z&uuml;ge. Foto: pixelio.de/User: Rike" width="300" height="220" /><p class="wp-caption-text">Vielerorts in NRW warteten Pendler am Bahnsteig auf ihre Z&uuml;ge. Foto: pixelio.de / Rike</p></div>
<p><strong>6.10 Uhr:</strong> &#8220;Das kann doch nicht wahr sein&#8221;, schimpft Angela Segovic. Die 21-J&auml;hrige aus Dortmund versichert sich am Service Point, dass ihr Zug nach Gelsenkirchen nicht wie vorgesehen fahren wird. Sie hat um 8 Uhr eine wichtige Pr&uuml;fung f&uuml;r ihre Ausbildung. &#8220;Nun muss ich mir wohl ein Taxi nehmen&#8221;. Eine teure Alternative. Als Ausweichm&ouml;glichkeit wurde ihr ein Regionalexpress um 7.03 Uhr empfohlen, &#8220;aber darauf kann man sich ja auch nicht verlassen&#8221;. Sagt&#8217;s und zieht genervt in Richtung Taxistand.</p>
<p><strong>Der normale Wahnsinn</strong></p>
<p><strong>6.36 Uhr:</strong> Die S1 nach Solingen ist mit drei Minuten Versp&auml;tung die einzige Linie, die verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig p&uuml;nktlich f&auml;hrt. Erleichterte Reisewillige l&auml;cheln einander an; das gemeinsame Schicksal scheint selbst Unbekannte miteinander zu verbinden. &#8220;F&uuml;r die Lokf&uuml;hrer habe ich das Verst&auml;ndnis, f&uuml;r die Chefs allerdings nicht&#8221;, sagt Doris M&uuml;ller-Althaus. Die Rentnerin aus Dortmund wollte eigentlich mit einem RE nach Essen fahren. &#8220;Nun fahre ich ca. 15 Minuten l&auml;nger&#8221;, sch&auml;tzt sie. Dennoch k&ouml;nne sie den Schritt zum Streik verstehen. &#8220;Durch die Eurogeschichte sind die Ausgaben gestiegen, aber nicht die Geh&auml;lter&#8221;. Grunds&auml;tzlich unterst&uuml;tze sie die Streikenden auch, &#8220;aber das muss nicht unbedingt in der Pendlerzeit sein. Das ist eine empfindliche Zeit, in der manche versp&auml;tete Leute auch ihren Job gef&auml;hrden. Man muss vorher bedenken, was f&uuml;r Wellen das nach sich zieht.&#8221;</p>
<p>Ihr Sitzplatznachbar Markus Thiel sieht den Streik ganz gelassen. &#8220;Man kennt das Spiel ja. Wer mit dem &Ouml;PNV f&auml;hrt, muss auf so etwas gefasst sein&#8221;, gibt er zu bedenken. &#8220;Es gibt immer Gr&uuml;nde, warum die Bahnen ausfallen.&#8221; Trotz seiner Versp&auml;tung zeigt er sich solidarisch mit der GDL. &#8220;Streiks sind legitime Mittel f&uuml;r Tarifverhandlungen. Das kommt immer mal wieder vor, heute die Bahn, morgen die M&uuml;llabfuhr. Ich habe auch schon gestreikt. Das ist v&ouml;llig normal und in Ordnung.&#8221;</p>
<div id="attachment_52410" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-52410" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/leererzug-473579_r_by_siegfried-fries_pixeliode-300x200.jpg" alt="Die Z&uuml;ge blieben zeitweise leer. Foto: pixelio.de / User: Siegfried Fries" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Die Z&uuml;ge blieben zeitweise leer. Foto: pixelio.de / Siegfried Fries</p></div>
<p><strong>6.48 Uhr:</strong> Zw&ouml;lf Minuten sp&auml;ter. Eine freundliche Stimme sagt durch, dass im Bochumer Hauptbahnhof zwei bestreikte Z&uuml;ge die Gleise blockieren. Die Zugfahrt werde voraussichtlich in Dortmund-Kley auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Thiels L&auml;cheln ist einer finsteren Miene gewichen. &#8220;Jetzt sehe ich zu, dass ich schnell zur&uuml;ck zum Dortmunder Hauptbahnhof komme, damit ich mit meinem Wagen fahren kann. Mich &auml;rgert, dass die Information erst so sp&auml;t kommt. H&auml;tte ich das vorher gewusst, h&auml;tte ich gleich das Auto genommen&#8221;, sagt er und verabschiedet sich rennend zum Bus.</p>
<p><strong>6.51 Uhr:</strong> Gut f&uuml;r alle Mitreisenden, schlecht f&uuml;r Herrn Thiel: Die Fahrt geht weiter.</p>
<p><strong>6.55 Uhr:</strong> In Bochum Langendreer-West f&uuml;llt sich die Bahn immens, da sich der Bahnf&uuml;hrer der  vorherigen S-Bahn nach Solingen seiner Passagiere entledigt hat. Eine Mischung aus munterem  Treiben diverser Jugendlicher sowie telefonierenden Pendlern erf&uuml;llt den Zug mit L&auml;rm. Mittendrin sticht ein untersetzter, blonder Mann heraus, der lesend als Ruhepol im direkten Kontrast zu vielen anderen Fahrg&auml;sten steht. In seinen H&auml;nden h&auml;lt er ein Buch: &#8220;Karl Marx und Friedrich Engels – Ausgew&auml;hlte Schriften, Band 1.&#8221; Er l&auml;chelt s&uuml;ffisant und blickt ab und an zu den Menschen in Anz&uuml;gen her&uuml;ber, als wolle er sagen: &#8220;Seht ihr, das Kapital macht euch &uuml;berall zu Sklaven. Selbst in der Bahn.&#8221;</p>
<p><strong>Hauptbahnhof Bochum</strong></p>
<p><strong>7.01 Uhr:</strong> Ankunft am in Bochum. Auch hier ist Verwirrspiel angesagt. Welcher Zug f&auml;hrt wann wohin? Gleis&auml;nderungen und Versp&auml;tungen werden m&uuml;ndlich von Person A &uuml;ber B und C nach D weitergegeben. Bald ist das halbe Alphabet auf dem Weg zu unterschiedlichen Gleisen. &#8220;Nein, der f&auml;hrt nicht weiter nach Solingen&#8221;, versucht ein Mann wild gestikulierend zwei Asiaten zu erkl&auml;ren. Die beiden M&auml;nner beraten sich, bis einer der beiden schlie&szlig;lich seine mobile Allzweckwaffe z&uuml;ckt  und sich h&ouml;flich nickend bei dem vermeintlichen Wegweiser bedankt.</p>
<div id="attachment_52419" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-52419" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/hbfbochum-22869_r_by_richard_pixeliode-300x225.jpg" alt="Unfreiwillig langer Aufenthalt am Bochumer Hauptbahnhof. Foto: pixelio.de / User: Richard" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Unfreiwillig langer Aufenthalt am Bochumer Hauptbahnhof. Foto: pixelio.de /  Richard</p></div>
<p><strong>7.03 Uhr: </strong>Am Ende des Bahnsteigs, am Gleis 6 und 7, schimpft eine Frau wie ein Rohrspatz in ihr Mobiltelefon. Sie schildert ihrem offensichtlich begriffsstutzigen Gespr&auml;chspartner ihr Zeit- und Transportproblem. Die Tatsache, dass er dies nicht zu begreifen oder schlimm zu finden scheint, erregt sie zusehends und -h&ouml;rends mehr. Andere Wartende am&uuml;sieren sich k&ouml;stlich und tauschen verstohlen Blicke aus.</p>
<p><strong>7.08 Uhr:</strong> Bahnhofshalle - das gleiche Bild wie in Dortmund. Eine Schar von 70 Menschen steht ratlos vor der blauen Anzeigetafel, auf der sieben von neun Z&uuml;gen als versp&auml;tet aufgef&uuml;hrt sind. Achselzucken, Augenbrauen-Laola und ein emp&ouml;rter &#8220;20-Minuten-Versp&auml;tung&#8221;-Kanon ist zu vernehmen. Jedoch scheinen nicht alle Bochumer gestresst zu sein. Eine &auml;ltere Dame geht mit einer jungen Frau zum B&auml;cker und g&ouml;nnt sich eine Laugenbrezel, nachdem sie ihre versp&auml;tete Abfahrtszeit gleichm&uuml;tig hingenommen hat.</p>
<p><strong>7.14 Uhr:</strong> Der Ger&auml;uschpegel und die Menschenmasse erinnern in Anbetracht der Anzeigetafel ein wenig an die B&ouml;rse. Ein Wetteifern von Streikopfern um die lauteste Stimme. Antje, Philipp und Torsten werden via Telefon mit Bedauern dar&uuml;ber informiert, dass Termine nicht eingehalten werden k&ouml;nnen. &Uuml;ber Lautsprecher verk&uuml;ndet eine Bahnangestellte Abweichtermine und entschuldigt sich f&uuml;r die entstehenden Unannehmlichkeiten.</p>
<p><strong>7.19 Uhr:</strong> Es wird langsam hell am Bahnsteig. Die S1 Richtung Dortmund f&auml;llt komplett aus, die S1 nach Solingen steht noch immer am Gleis. Ein Mann vom Radio fragt ein junges M&auml;dchen nach ihrer Meinung zum Thema Lokf&uuml;hrerstreik. Nach zwei Minuten bedankt sich er sich l&auml;chelnd und verschwindet in Richtung Treppe. Das M&auml;dchen ruft freudestrahlend ihre Mutter an und erz&auml;hlt stolz von dem Interview – immerhin scheint der Streik f&uuml;r manche auch seine positiven Seiten zu haben.</p>
<p><strong>7.24 Uhr:</strong> Eine Frau mit einer wei&szlig;en Plastikt&uuml;te hetzt die Treppe hoch und dr&uuml;ckt im Stakkato auf den noch gr&uuml;nen T&uuml;r&ouml;ffner der Bahn. Die T&uuml;r &ouml;ffnet sich, erleichtert betritt sie mit Schnapp-Atmung die Bahn.</p>
<p><strong>7.25 Uhr:</strong> Sie setzt sich. Ihr Blickt trifft die Anzeigentafel von Gleis 7.</p>
<p><strong>7.26 Uhr:</strong> Sie verl&auml;sst kopfsch&uuml;ttelnd die Bahn.</p>
<p><strong>7.34 Uhr: </strong>&#8220;Was soll ich machen?&#8221;, fragt Mario Atzene. Der Berufsberater aus Bochum hat um 8 Uhr einen Termin in Essen. Er sitzt bereits seit &uuml;ber 20 Minuten auf seinem Platz. &#8220;Die Leute sollen f&uuml;r ihr Geld k&auml;mpfen, ich verstehe das. Ein bis zwei Tage kann man damit leben&#8221;. Wenn es sich noch l&auml;nger hinziehen w&uuml;rde, &#8220;w&uuml;rde es unangenehm werden&#8221;. Aber eine Taxifahrt sehe er nicht ein. &#8220;Das ist eben H&ouml;here Gewalt&#8221;, sagt er.</p>
<div id="attachment_52409" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-52409 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2011/02/ic-essen481453_r_by_michael-kraemer_pixeliode-300x199.jpg" alt="Stillstand f&uuml;r neue Tarifvertr&auml;ge. Foto: pixelio.de / User: Michael Kraemer" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Stillstand f&uuml;r neue Tarifvertr&auml;ge. Foto: pixelio.de / Michael Kraemer</p></div>
<p><strong>7.44 Uhr:</strong> Schimpfw&ouml;rter haben Hochkonjunktur, &#8220;aber die Z&uuml;ge nach D&uuml;sseldorf sollen laut Anzeige wieder fahren&#8221;. Der RE 6 Richtung Minden h&auml;lt auch in Dortmund. Also R&uuml;ckreise antreten.</p>
<p><strong>Zur&uuml;ck in Dortmund</strong></p>
<p><strong>8.04 Uhr: </strong>Zur&uuml;ck in der Dortmunder Bahnhofshalle. Noch immer haben vor allem Fernverkehrsz&uuml;ge Versp&auml;tung, die aber in den n&auml;chsten Minuten eintreffen. Von den zahlreichen Z&uuml;gen ab 8.19 Uhr liegen lediglich zwei nicht mehr im Zeitplan. Ein Gros der Berufst&auml;tigen kommt jetzt erst in den Bahnhof, nachdem der Gro&szlig;teil der Streikauswirkungen kaum mehr zu sp&uuml;ren ist.</p>
<p><strong>8.11 Uhr:</strong> Drei Frauen in Pelzmode kommen aus Richtung der U-Bahnen und blicken auf die mittlerweile beinahe versp&auml;tungsfreie Anzeigetafel. Nach kritischem, kurzen Blick sagt die Kleinste der Frauen: &#8220;Seht ihr, hab ich&#8217;s doch gesagt. Die bluffen nur!&#8221;</p>


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		<title>Jazz oder nie!</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/26/11/2010/jazz-oder-nie/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 18:35:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Klammer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dortmund]]></category>

		<category><![CDATA[aktuell]]></category>

		<category><![CDATA[im freizeitrausch]]></category>

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		<description><![CDATA[Vier Tage lang Jazzmusik aus ganz Europa: Das sind die 17. Jazztage in Dortmund. Mit dabei sind auch zwei Musiker, die ihr Bundesland Nordrhein Westfalen ganz unterschiedlich vertreten. Pflichtlekt&#252;re hat den beiden Jazzk&#252;nstlern zum Auftakt zugeh&#246;rt.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vier Tage lang Jazzmusik aus ganz Europa: Das sind die 17. Jazztage in Dortmund. Mit dabei sind auch zwei Musiker, die ihr Bundesland Nordrhein-Westfalen ganz unterschiedlich vertreten. Pflichtlekt&uuml;re hat den beiden Jazzk&uuml;nstlern zum Auftakt zugeh&ouml;rt.</strong></p>
<div id="attachment_45058" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/11/_dsc0039.jpg"><img class="size-medium wp-image-45058 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/11/_dsc0039-300x199.jpg" alt="Maas links, Oezsevim rechts. Langj&auml;hrige Weggef&auml;hrten. Foto: Maximilian Koch" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Maas links, Oezsevim rechts. Langj&auml;hrige Weggef&auml;hrten. Foto: Maximilian Koch</p></div>
<p>Schlagzeuger Bernd Oezsevim und Pianist Oliver Maas aus Essen standen bereits am ersten Abend der Jazztage im domicil auf der B&uuml;hne. Die Musiker der Band „Invisible Change“ traten aber nicht, wie sonst, gemeinsam auf. Oezsevim spielte zusammen mit der „1. Bundeswerkstatt Jazz“ und Oliver Maas mit dem „JazzPlaysEurope Laboratory“.</p>
<p><strong>Das musikalische Blind Date</strong></p>
<p>Die 1. Bundeswerkstatt Jazz ist ein Zusammenschlusses von sechs Musikern aus sechs Jazzmetropolen Deutschlands, die sich vor dem melodischen Intermezzo nicht kannten. F&uuml;r Schlagzeuger Oezsevim war das „wie ein musikalisches Blind Date.“</p>
<p>Seit &uuml;ber 20 Jahren spielt der Essener an den Drums. Dann ging er als „Lokalmatador“ f&uuml;r das Ruhrgebiet ins Rennen beim deutschlandweiten Jazzprojekt: Vier Tage lang haben sich die sechs M&auml;nner bei der Bundeswerkstatt in Berlin im Proberaum eingesperrt, bevor sie ihre Deutschlandtour starteten. In jeder der jeweiligen Herkunftsst&auml;dte traten sie auf und pr&auml;sentierten dort St&uuml;cke der teilnehmenden Musiker. Wie mit dem Lied „German State of Mind“ wurden aber auch eigens f&uuml;r die Werkstatt komponierte St&uuml;cke gespielt - auch beim Auftritt in Dortmund. Der 30-j&auml;hrige Oezsevim betonte: „Das ist jetzt die letzte Station unserer Tour. Hier werden wir noch einmal richtig Gas geben!“</p>
<div id="attachment_45057" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/11/_dsc0077.jpg"><img class="size-medium wp-image-45057 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/11/_dsc0077-300x199.jpg" alt="Als 9-J&auml;hriger lernte Oezsevim Schlagzeug spielen. Foto: Maximilian Koch" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Als 9-J&auml;hriger lernte Oezsevim Schlagzeug spielen. Foto: Maximilian Koch</p></div>
<p><strong>Jazz international</strong></p>
<p>Mit sechs K&uuml;nstlern aus sechs europ&auml;ischen L&auml;ndern ging es bei Oliver Maas und dem JazzPlaysEurope Laboratory eine Spur internationaler zu. Der Ablauf war jedoch &auml;hnlich: Anfangs unbekannte Gesichter, eine kurze Einspielphase in Br&uuml;gge (Belgien) und eine anschlie&szlig;ende Tour durch die jeweiligen L&auml;nder. „Nat&uuml;rlich ist es immer eine spannende Sache, wie alles verlaufen wird. Spannend, weil wir uns alle &uuml;berhaupt nicht kannten und nicht wussten, ob wir miteinander harmonieren. Harmonie sowohl menschlich als auch musikalisch gesehen“, erkl&auml;rte Maas. Spannend aber auch, weil die Musiker aus den unterschiedlichen L&auml;ndern zum Teil unterschiedlich spielen. „Wenn du vorher nie mit einem bestimmten Solisten zusammengespielt hast, musst du dich erst einmal darauf einstellen, wie lange er spielt und wie er sein Solo beendet.“</p>
<p>Gro&szlig;e Probleme gab es aber keine. „Unsere Konzerte wurden auf den Festivals &uuml;berall gut angenommen“, versicherte Maas. 250 Besucher kamen durchschnittlich zu den Auftritten der Ensembles. „Unsere Spannung, die wir erzeugt haben, &uuml;bertrug sich auch direkt auf das Publikum. Das hat die Konzerte sehr besonders und ungew&ouml;hnlich gemacht“, meinte der 30-j&auml;hrige Maas stolz.</p>
<p><strong>Das Leben nach der Kulturhauptstadt</strong></p>
<p>Ziel des bunten K&uuml;nstlermixes bei den Konzertreihen: „Die K&uuml;nstler einander n&auml;her zu bringen und die Musik in den Mittelpunkt des k&uuml;nstlerischen Schaffens zu stellen“, sagte Nadine Deventer, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Jazzwerks Ruhr. „Seit 2007 etablieren wir ein Netzwerk f&uuml;r Jazzmusiker - mit stetig wachsendem Erfolg.“</p>
<p>Die Nachhaltigkeit dieser Kontakte ist auch ein Punkt, der f&uuml;r Deventer im Fokus steht. „Es gibt ja auch noch ein kulturelles Leben nach der Kulturhauptstadt 2010.“</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.jazzwerkruhr.de/" target="_blank">Jazzwerk Ruhr</a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.invisiblechange.de/" target="_blank">Homepage von &#8220;Invisible Change&#8221;<br />
</a></p>
</div>


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		<title>Der Weltverbesserer: Patrice</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 10:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Klammer</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Der Musiker Patrice beweist aktuell seine Qualit&#228;ten als Allrounder: Von analoger Aufnahme mit klassischen Orchestern bis hin zur Produktion vielversprechender Kulturprojekte. pflichtlekt&#252;re hat den 31-J&#228;hrigen getroffen.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Musiker Patrice beweist aktuell seine Qualit&auml;ten als Allrounder: von analoger Aufnahme mit klassischen Orchestern bis hin zur Produktion vielversprechender Kulturprojekte. pflichtlekt&uuml;re hat den 31-j&auml;hrigen Kosmopoliten w&auml;hrend seiner „ONE“-Tour in Dortmund getroffen und mit ihm &uuml;ber Publikumsn&auml;he, die Zukunft der Musikindustrie und Integration in Deutschland gesprochen.</strong></p>
<div id="attachment_44767" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/11/dsc_8734.jpg"><img class="size-medium wp-image-44767 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/11/dsc_8734-300x199.jpg" alt="&quot;Ich will mit meiner Musik die Welt ver&auml;ndern!&quot; Foto: Sebastian Schaal" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Ich will mit meiner Musik die Welt ver&auml;ndern!&quot; Foto: Sebastian Schaal</p></div>
<p><em>Patrice l&auml;chelt verschmitzt, als er unseren mitgebrachten Gl&uuml;ckskeks &ouml;ffnet. „Du wirst dieses Jahr mehr reisen als in der Vergangenheit“, liest er vor. Selten lag ein Gl&uuml;ckskeks weiter daneben als in diesem einen Fall. „Ich bin gerade auf Tour, das hei&szlig;t, ich bin schon sehr viel gereist, das stimmt. Aber ich habe auch noch einige Reisen vor mir.“ Streng genommen gleicht Patrice&#8217; gesamtes Leben einer beeindruckenden Expedition. Als Jugendlicher tourt er mit Lauryn Hill und den Black Eyed Peas, sp&auml;ter spielte er sowohl mit Dancehall Soundsystems als auch f&uuml;r diverse Reggae-Legenden. Zudem produzierte er unter anderem f&uuml;r Cee-Lo Green von Gnarls Barkley oder Xavier Naidoo. 2008 w&auml;hlte Barack Obama Patrice als Vorprogramm f&uuml;r seinen Besuch in Berlin aus.</em></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>H&ouml;rt hier selbst:</strong><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/11/koelle.mp3">Patrice zu seiner Geburtsstadt K&ouml;ln.</a>
</p>
<p style="color: white;">
</div>
<p><strong>Patrice, du hast bereits allerhand erlebt und zeigst musikalisch eine gewaltige Vielfalt und Kreativit&auml;t, sowohl als S&auml;nger als auch als Komponist und Produzent. Wohin geht deine Reise noch?</strong></p>
<p><strong>Patrice:</strong> Ich denke, sich auf eine gewisse Art und Weise kreativ auszudr&uuml;cken, ist der Sinn des Lebens. Neben anderen Produktionen w&uuml;rde ich gern nach Kinshasa (Kongo) fahren, um dort mit einem Streichorchester zu arbeiten. Die Leute sagen dann: &#8216;Was? Ein klassisches Streichorchester im Kongo? Killer!&#8217; Ich liebe halt Anti-Klischee-Geschichten. Sachen, die kein Mensch erwartet.<br />
Nebenher drehen meine Crew und ich gerade eine Doku-Reihe, die wir dann im Internet laufen lassen. Viele kleine Filmchen, die uns bei der Arbeit zeigen und eine Geschichte erz&auml;hlen. Daf&uuml;r haben wir gerade in Paris gedreht. Und nat&uuml;rlich werde ich noch weitere Singles von „ONE“ rausbringen. Das Album wird ein langes Leben haben, daran werde ich noch viel arbeiten. Demn&auml;chst erscheint die Platte auch in England und den USA – da bin ich gespannt. Im Sommer stehen dann die Festivals an.</p>
<p><em>Ein straffes Programm steht dem Weltmusiker bevor, der j&uuml;ngst zum zweiten Mal Vater geworden ist. Neben der Betreuung der eigenen Familie steht noch ein weiteres Projekt auf dem Plan: Die musikalische Untermalung einer Dokumentation – live.</em></p>
<p><strong>Was planst du da genau?</strong></p>
<p><strong><em></em></strong></p>
<div id="attachment_44765" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/11/dsc_8686.jpg"><img class="size-medium wp-image-44765 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/11/dsc_8686-300x300.jpg" alt="Patrice" width="240" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Offenheit spricht f&uuml;r Intelligenz&quot;. Foto: Sebastian Schaal</p></div>
<p>Patrice: Wir wollen J.R.s Film &#8216;Women are Heroes&#8217; auf einer Gro&szlig;leinwand zeigen und von einem Orchester begleiten lassen. So wie fr&uuml;her im Stummfilm, als der Pianist auf die Bilder gespielt hat. Dazu sollen weitere Mitwirkende auftreten, wie die Trip Hop-Pioniere Massive Attack. Das wird killer, ist aber auch ein gro&szlig;es Vorhaben.</p>
<p><em>J.R. ist ein franz&ouml;sischer Street Art-K&uuml;nstler, der auch das Cover von Patrice&#8217; neuesten Album „ONE“ gestaltet hat, das er gerade auf Tour vorstellt. Die beiden arbeiteten in Frankreich zusammen, der neuen Wahlheimat des geb&uuml;rtigen K&ouml;lners.</em></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Eckdaten zum Leben von Patrice</strong></p>
<p style="color: white;">Patrice Bart-Williams, geboren am 9. Juli 1979 in Kerpen-Br&uuml;ggen/ K&ouml;ln.</p>
<p style="color: white;">Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater stammt aus Sierra-Leone (Afrika).</p>
<p style="color: white;">Er ist liiert mit der Soul-S&auml;ngerin Ayọ und lebt mit ihr und seinen zwei Kindern in Paris und K&ouml;ln.</p>
<p style="color: white;">Hat bisher acht Alben ver&ouml;ffentlicht, darunter sein aktuelles Album „ONE“.</p>
<p style="color: white;">Bekannteste Singles: „Soulstorm“, „Clouds“ und „Sunshine“.</p>
<p style="color: white;">
</div>
<p><strong>Welche Bedeutung hat der Titel „ONE“ f&uuml;r dich? </strong></p>
<p><strong>Patrice:</strong> &#8216;ONE&#8217; stellt f&uuml;r mich die Einheit dar, das Zusammenkommen aller Kulturen und Stile.</p>
<p><strong>Wie sollte sich deiner Meinung nach die in Deutschland lebende Jugend verhalten, damit die Integration leichter und besser verl&auml;uft?</strong></p>
<p><strong>Patrice:</strong> Sie sollte unbefangener und vor allem offener auf andere Menschen zugehen, jeder Einzelne. Jeder sollte sich seine eigene Meinung bilden und sich die anderen Kulturen genauer anschauen. Deutschland hat ein gro&szlig;es Kulturerbe im Sinne der Dichter und Denker. Es gab hier krasse Geister – nur leider sinkt das Niveau immer mehr in Deutschland. Offenheit spricht f&uuml;r Intelligenz. Du kannst den Leuten nat&uuml;rlich nicht sagen: &#8216;Los, jetzt mag den!&#8217; Das ergibt sich mit der Zeit.  Aber wenn du nicht offen bist, besteht keine M&ouml;glichkeit, dass so etwas entstehen kann.</p>
<div id="attachment_44780" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/11/dsc_8722.jpg"><img class="size-medium wp-image-44780" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/11/dsc_8722-300x199.jpg" alt="&quot;Ich habe viel Basisarbeit in Frankreich geleistet&quot;. Foto: Sebastian Schaal" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Ich habe viel Basisarbeit in Frankreich geleistet&quot;. Foto: Sebastian Schaal</p></div>
<p><strong>Das gilt doch aber nicht nur f&uuml;r Deutsche? </strong></p>
<p><strong>Patrice:</strong> Nein, nat&uuml;rlich nicht. Das sag ich zu Jedem; zu Deutschen und auch den in Deutschland lebenden Ausl&auml;ndern. Alle m&uuml;ssen offen aufeinander zugehen. In Amerika beispielsweise steht selbst der letzte Mexikaner mit gebrochenem Englisch da und f&uuml;hlt sich als US-B&uuml;rger. Die Amerikaner haben es geschafft, dass die Leute stolz sind, an dieser Nation teilzuhaben. Ich glaube, dass das in Deutschland auch mehr passieren muss, egal ob das T&uuml;rken oder Araber sind – so dass die Leute sich das auch mehr auf die Brust schreiben k&ouml;nnen: Ich bin deutsch!<br />
Ich bin kein Fan von Nationalismus, es ist keine Leistung, als Deutscher geboren zu sein -  man sollte sich aber nicht daf&uuml;r sch&auml;men m&uuml;ssen, aus einem bestimmten Land zu kommen. Je mehr Gutes an Kultur - wie Musik beispielsweise - aus Deutschland kommt und auch im Ausland bekannt wird, desto mehr werden sich die Leute auch integrieren wollen und damit br&uuml;sten: &#8216;Ja, ich komme auch aus Deutschland&#8217;.</p>
<p><em>Patrice versucht selbst, mit gutem Beispiel voranzugehen. Dies gelingt ihm vor allem in Frankreich, wo der Wahlpariser wie ein Superstar gefeiert wird. &Uuml;ber 8.000 Besucher kommen dort zu seinen Shows, kreischende M&auml;dchen an vorderster Front. Hierzulande hingegen ist die Zahl kleiner. In Dortmund kamen nur gut 1.000 Fans zu seinem Konzert.</em></p>
<p><strong>Wie kommt es, dass du in Frankreich so einen immensen Status hast, w&auml;hrend es in Deutschland bisher kaum zu kommerziellem Erfolg gereicht hat?</strong></p>
<p><strong>Patrice: </strong>Ich habe viel Basisarbeit in Frankreich geleistet. Ich bin mit einem Sprinter in jedes Dorf gefahren und hab dort gespielt. Meine erste EP „Lions“ (2000) hat dort die Volksseele und den Style angesprochen. Einfache World/Singer-Songwriter-Musik und ihre Botschaft. Das hab ich dann durch weitere Konzerte und Kontakt zu den Menschen immer weiter ausgebaut.</p>
<p><em><strong></strong></em></p>
<p><strong>Ist das in Deutschland nicht der Fall gewesen?</strong></p>
<p><strong>Patrice: </strong>Nicht direkt. In Deutschland bin ich der Prophet im eigenen Land, obwohl viele wohl nicht wissen, dass ich Deutscher bin <em>(lacht)</em>. Eine gesunde Basis, die mich als K&uuml;nstler mag und unterst&uuml;tzt ist zwar da, aber mein Erfolg h&auml;ngt von meiner jeweils letzten Single ab. Was letztlich aber Erfolg ist, auf den man nicht bauen kann, da die Leute nicht immer da sind. Daher arbeite ich lieber auf ein gutes Album hin.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>H&ouml;rt hier selbst:</strong><br />
<a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/11/krone.mp3">Patrice &uuml;ber die Nominierung zur 1live-Krone und das Voting seiner Fans.</a>
</p>
<p style="color: white;">
</div>
<p><strong>Gab es da nicht mal Druck vom Management, nach dem Motto: &#8220;Pass mal deinen Stil an, sonst verdienen wir kein Geld?&#8221;</strong></p>
<div id="attachment_44766" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/11/dsc_8652.jpg"><em><strong><em><strong><img class="size-medium wp-image-44766 " src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/11/dsc_8652-300x199.jpg" alt="Patrice liest die frohe Botschaft. Foto: Sebastian Schaal" width="300" height="199" /></strong></em></strong></em></a><p class="wp-caption-text">Patrice liest die frohe Botschaft. Foto: Sebastian Schaal</p></div>
<p><em><strong></strong></em></p>
<p><strong>Patrice:</strong> Nein, ich mach nur das, was ich will. Das richtet sich nicht nach kommerziellen Ma&szlig;gaben. Nat&uuml;rlich muss man etwas kommerziellen Erfolg haben, damit ich meine Alben produzieren kann, klar – aber auf der anderen Seite, wenn ich ein Album mache, muss es absolut mit dem kompatibel sein, woran ich glaube und was ich machen will. Fr&uuml;her gab&#8217;s auch gro&szlig;e Singles und K&uuml;nstler, die sowohl musikalisch gut waren als auch als K&uuml;nstler erfolgreich. Wenn, dann will ich das so erreichen. Ich mach Musik, um die Welt zu ver&auml;ndern, nicht um f&uuml;r jeden Preis Erfolg zu haben. Man muss f&uuml;r etwas stehen.</p>
<p><em>Diese Bodenst&auml;ndigkeit m&ouml;chte Patrice Bart-Williams, so sein b&uuml;rgerlicher Name, auch in der digitalen Welt zeigen. Mit vielen Live-Gigs vor kleinem Publikum, einem Studio-Blog, einem Tour-Blog und diversen Seiten in der Social Media-Welt bietet er Patrice zum „anfassen“.</em></p>
<p><strong>Du wirkst wie ein sehr greifbarer Star. Ist das die Zukunft f&uuml;r Musiker, sich so seine Fanbasis zu wahren, wenn man mit CDs kein Geld mehr verdienen kann?</strong></p>
<p><strong>Patrice: </strong>Ich denke schon. Ich bin niemand, der viel auf Social Networks abh&auml;ngt, aber ich habe die Wichtigkeit dieser Interaktion erkannt. Wenn man irgendwann gar kein Geld mehr mit Platten verdient, muss man daf&uuml;r gesorgt haben, dass man direkten Zugang zu den Fans erh&auml;lt. So erfahren sie, wo sie gegebenenfalls die Musik beziehen k&ouml;nnen. Das wird dann wohl direkt &uuml;ber die Websites passieren, physisch eher nur noch &uuml;ber Special-Boxen mit Goodies f&uuml;r Liebhaber und Sammler. Die neue Generation funktioniert eben komplett anders. Die digitale Welt wird ein immer gr&ouml;&szlig;erer Teil im Alltag – wir m&uuml;ssen halt mit der Zeit gehen.</p>
<p><em>Zum Abschluss &uuml;berreichen wir ihm einen zweiten Gl&uuml;ckskeks, in der Hoffnung, dass diesmal etwas Brauchbareres dabei rumkommt. „Du bekommst ein gro&szlig;es Haus und viel Liebe“, ruft er feierlich. „Endlich!“ Naja, h&auml;tte ja klappen k&ouml;nnen.</em></p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema:<br />
</strong>
</p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.facebook.com/#!/patriceofficial" target="_blank">Patrice auf Facebook</a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.patrice.net/de/" target="_blank">Homepage von Patrice<br />
</a>
</p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.bunch.tv/video/patrice-2010-interview-14" target="_blank">Web.TV-Interview mit Patrice</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>„Mein Herz schl&#228;gt f&#252;r beide L&#228;nder“</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/23/06/2010/mein-herz-schlaegt-fuer-beide-laender/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 12:36:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Klammer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[wm-special]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r Deutschland geht es heute Abend in Johannesburg um alles: Entweder zieht die junge Mannschaft mit einem Sieg &#252;ber Ghana und einem blauem Auge ins Achtelfinale ein oder sie tritt durch ein blamables Vorrunden-Aus die Heimreise an. Einer wei&#223; schon jetzt wohin die Reise geht: Kwame-Edgar Peters, Deutsch-Ghanaer aus K&#246;ln.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>F&uuml;r Deutschland geht es heute Abend in Johannesburg um alles: Entweder zieht die junge Mannschaft mit einem Sieg &uuml;ber Ghana und einem blauem Auge ins Achtelfinale ein oder sie tritt durch ein blamables Vorrunden-Aus die Heimreise an. Einer wei&szlig; schon jetzt wohin die Reise geht: Kwame-Edgar Peters, Deutsch-Ghanaer aus K&ouml;ln.</strong></p>
<div id="attachment_35157" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/ghana.jpg"><img class="size-medium wp-image-35157" title="ghana" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/ghana-300x262.jpg" alt="Mit einem Sieg gegen Deutschland stehen die &quot;Black Stars&quot; im Achtelfinale. Foto: GFA" width="300" height="262" /></a><p class="wp-caption-text">Nach einem Sieg gegen Deutschland st&uuml;nden die &quot;Black Stars&quot; im Achtelfinale. Foto: GFA</p></div>
<p>Die Bedeutung des letzten Spieltags in Gruppe D wirft einen langen medialen Schatten voraus. Die Gazetten und Rundfunksender berichteten in den vergangenen Tagen pausenlos &uuml;ber das „Schicksalsspiel“ zwischen Deutschland und  Ghana. Dabei wird Prince Boateng der erste Vater sein, der zwei seiner S&ouml;hne bei einer WM in unterschiedlichen Teams anfeuert. Das direkte Bruder-Duell polarisiert: Boateng gegen Boateng, der Gute, Jerome, gegen den B&ouml;sen, Kevin-Prince. Der zweite, der bewusst sein Ghetto-Image pflegt, steht dabei im Mittelpunkt. Nach seinem r&uuml;den Foul an Michael Ballack im FA-Cup Finale wurde in Deutschland Stimmung gegen den „Ballack-Treter“ gemacht: „82 Mio. gegen Boateng“ und „Entzieht ihm den deutschen Pass“ sind nur einige der Forderungen der erz&uuml;rnten Fu&szlig;ballfans.</p>
<p><strong>Keine Absicht von Boateng</strong></p>
<p>Unser Ghana-Fachmann Kwame-Edgar (Kwame ist Twi, die Sprache der Ashanti) sieht die Sache objektiver und nimmt den S&uuml;ndenbock in Schutz. „Ich finde es &uuml;bertrieben, wie auf Kevin-Prince Boateng losgegangen wird. Michael Ballack hat sich damals viel unkorrekter verhalten, als er Martin Demichelis das Knie ins Gesicht rammte. So etwas passiert immer wieder, das ist das Berufsrisiko. Ich unterstelle ihm jedenfalls keine Absicht, es ist halt ungl&uuml;cklich gelaufen.“</p>
<div id="attachment_35158" class="wp-caption alignright" style="width: 251px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/ghana_edgar.jpg"><img class="size-medium wp-image-35158" title="ghana_edgar" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/ghana_edgar-241x300.jpg" alt="&quot;Ghana wird alles geben. Sie machen hinten dicht und versuchen zu kontern.&quot; Dennoch dr&uuml;ckt Kwame-Edgar beiden Mannschaften die Daumen. Foto: Privat" width="241" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Ghana wird alles geben. Sie machen hinten dicht und versuchen zu kontern.&quot; Dennoch dr&uuml;ckt Kwame-Edgar beiden Mannschaften die Daumen. Foto: privat</p></div>
<p>Generell w&uuml;nscht sich der 22-j&auml;hrige Medien- und Kommunikationsmanagementstudent eine ausgeglichene Partie. „Meine Hoffnung ist, dass sich Deutschland und die „Black Stars“ beide mit einem Unentschieden f&uuml;r die n&auml;chste Runde qualifizieren.“ In diesem Fall d&uuml;rfte Serbien nicht mehr als ein Unentschieden gegen Australien erreichen. &#8220;Das ist absolutes Wunschdenken“, gibt er offen zu. „Aber Ghana wird alles geben. Sie machen hinten dicht und versuchen zu kontern.“</p>
<p>Blickt Kwame-Edgar auf die Statistik, weicht seine Hoffnung auf einen Sieg: „Die Realit&auml;t zeigt, dass Deutschland technisch klar die bessere Mannschaft ist. Alle Positionen sind mit Bundesligaprofis besetzt, die auch gen&uuml;gend Spielerfahrung und Routine besitzen. Ghana hingegen verf&uuml;gt nur &uuml;ber einen einzigen hochklassigen St&uuml;rmer, Asamoah Gyan. Michael Essien ist leider verletzt.“ Ein weiteres Problem d&uuml;rfte der Torwart sein. „Die meisten afrikanischen Mannschaften haben schlechte Torh&uuml;ter – so auch Ghana.“</p>
<p><strong>Gute Spieler, schwache Liga</strong></p>
<p>Eigentlich verwunderlich, schlie&szlig;lich ist Fu&szlig;ball in Ghana Nationalsport. Das Land hat schon viele bekannte Spieler hervorgebracht. Neben Essien stammen auch Samuel Kuffuor, Anthony Yeboah und Sulley Muntari aus Ghana.</p>
<p>&#8220;Sie fingen alle in der ghanaischen Liga an und haben den Sprung nach Europa geschafft. Das spornt die Jugendlichen nat&uuml;rlich an. Aber unsere Liga spielt in Afrika keine gro&szlig;e Rolle mehr. Unsere Rekordmeister, Accra Hearts of Oak und Kumasi Asante Kotoko, haben seit den 90er Jahren keinen Champions League-Titel mehr gewonnen. Die &auml;gyptische Liga ist jetzt die st&auml;rkste auf dem afrikanischen Kontinent“, sagtFu&szlig;ballkenner Edgar.</p>
<p><strong>Seit 2006 fiebert er auch f&uuml;r Deutschland mit </strong></p>
<p>F&uuml;r welches Land er jubelt, kann der geb&uuml;rtige Ghanaer aus der Hauptstadt Accra nicht sagen. Seit 1999 lebt er in Deutschland. Er hat seine neue Heimat ins Herz geschlossen. „Ich sitze absolut zwischen den St&uuml;hlen. Ich habe die WM 2006 in Deutschland und bei einem Familienbesuch in Ghana erlebt. Mein Herz schl&auml;gt seit 2006 f&uuml;r Deutschland. Durch den Afrika-Cup und die U-20-Weltmeisterschaft aber eben auch f&uuml;r Ghana. F&uuml;r mein Heimatland w&uuml;rde es mich freuen, weil viele afrikanische Mannschaften bereits in der Vorrunde ausgeschieden sind. Aber letztlich w&uuml;rde ich es beiden g&ouml;nnen“, sagt er.</p>
<div class="additionallinks">
<p style="color: white;"><strong>Mehr zum Thema</strong></p>
<p style="color: white;"><a href="http://mediathek.bpb.de/Gesellschaft/objekt_591.html;jsessionid=C62ACEFA6313B9A5F9A2A7B2EE862228?play=11337.mp4&amp;preview=9175.jpg." target="_blank">Video: Der erste Sekret&auml;r der ghanaischen Botschaft &uuml;ber &#8220;seine&#8221; Mannschaft und Fu&szlig;ball aus Ghana (bpb.de; englisch)</a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://ghanafa.org/" target="_blank">Der Fu&szlig;ballverband von Ghana online (englisch)<br />
</a>
</p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/20/06/2010/sind-rote-karten-spielentscheidend/" target="_blank">Sind rote Karten spielentscheidend? </a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/21/06/2010/hightech-fuszballtrikot-der-zukunft/" target="_blank">Die Fu&szlig;balltrikots der Zukunft sollen kl&uuml;ger sein als jeder Trainer</a></p>
<p style="color: white;"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/category/wm-special/" target="_blank">Unser WM-Special: Hier findet ihr alle Beitr&auml;ge!</a></p>
</div>


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		</item>
		<item>
		<title>„Serbien kann Deutschland schlagen!“</title>
		<link>http://www.pflichtlektuere.com/18/06/2010/serbien-kann-deutschland-schlagen/</link>
		<comments>http://www.pflichtlektuere.com/18/06/2010/serbien-kann-deutschland-schlagen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 06:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dennis Klammer</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[wm-special]]></category>

		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>

		<category><![CDATA[FIFA WM]]></category>

		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit einem Sieg gegen Serbien l&#246;st Deutschland das Ticket f&#252;rs Achtelfinale. Unsere deutsch-serbische Fu&#223;ballexpertin Monja Schulte aber wei&#223;, dass es f&#252;r die junge deutsche Mannschaft nicht einfach wird.


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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit einem Sieg gegen Serbien l&ouml;st Deutschland das Ticket f&uuml;rs Achtelfinale. Unsere deutsch-serbische Fu&szlig;ballexpertin Monja Schulte aber wei&szlig;, dass es f&uuml;r die junge deutsche Mannschaft nicht einfach wird.</strong></p>
<div id="attachment_34307" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/serbien.jpg"><img class="size-medium wp-image-34307" title="Serbien1" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/serbien-300x184.jpg" alt="&quot;Es k&ouml;nnte mit einem Sieg f&uuml;r Serbien klappen.&quot; Foto: Serbischer Fu&szlig;ballverband" width="300" height="184" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Es k&ouml;nnte mit einem Sieg f&uuml;r Serbien klappen.&quot; Foto: Serbischer Fu&szlig;ballverband</p></div>
<p>„Ich sch&auml;tze, dass die Serben stark auftreten werden, schlie&szlig;lich haben sie eine Menge Spieler, die nicht umsonst in gro&szlig;en Vereinen Englands spielen“, sagt Monja. Monja studiert Grundschullehramt an der TU Dortmund, ihre Mutter ist geb&uuml;rtige Serbin. Und auch sie verfolgt flei&szlig;ig die WM in S&uuml;dafrika.</p>
<p>Der ungl&uuml;ckliche Auftritt gegen Ghana hat ihre Erwartungen und Euphorie jedoch sehr getr&uuml;bt. „Das Handspiel (vom Stuttgarter Zdravko Kuzmanovic, d. Red.) war derma&szlig;en d&auml;mlich und der daraus resultierende Elfmeter auch“, poltert Monja noch Tage danach. „Anfangs waren die Serben st&auml;rker, haben aber zum Ende hin immer mehr geschw&auml;chelt und somit leider zurecht verloren.“</p>
<p>Hoffnungen auf Serbiens Einzug in die n&auml;chste Runde hat die geb&uuml;rtige Duisburgerin kaum, dennoch sieht sie in der serbischen Mannschaft eine starke Konkurrenz. „Das deutsche Team ist sehr jung und unerfahren. Es k&ouml;nnte mit einem Sieg f&uuml;r Serbien klappen“, gibt die 22-J&auml;hrige zu bedenken. Bei dem ersten und letzten Aufeinandertreffen beider Mannschaften vor gut zwei Jahren konnten sich die Deutschen nach einem 0:1-R&uuml;ckstand noch zu einem 2:1-Sieg in Gelsenkirchen retten.</p>
<div id="attachment_34310" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/monja.jpg"><img class="size-medium wp-image-34310" title="Serbien_Monja" src="http://www.pflichtlektuere.com/blog/wp-content/uploads/2010/06/monja-300x225.jpg" alt="Unsere deutsch-serbische Fu&szlig;ballexpertin Monja Schulte rechnet den Serben Siegchancen ein. Foto: Privat" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Unsere deutsch-serbische Fu&szlig;ballexpertin Monja Schulte rechnet den Serben Siegchancen zu. Foto: Privat</p></div>
<p><strong>Geteiltes Fu&szlig;ballherz</strong></p>
<p>F&uuml;r wen ihr Fu&szlig;ballherz schl&auml;gt, kann Monja nicht genau sagen. Sie dr&uuml;ckt beiden Teams die Daumen. „In solchen Momenten bin ich nat&uuml;rlich f&uuml;r beide Mannschaften. Da kommt dann der serbische Stolz hoch“, erkl&auml;rt die passionierte Handballerin. „Die Serben sind schlie&szlig;lich schon sehr stolz auf ihr Land und ihre Erfolge.</p>
<p>Viele Erfolge konnten die Serben bisher nicht feiern, ist Serbien doch erst seit wenigen Jahren ein eigenst&auml;ndiger Staat. Zudem ist die sportliche Landschaft bisweilen eher von anderen Ballsportarten wie Wasser- oder Basketball gepr&auml;gt. Doch das wird sich langfristig &auml;ndern, ist Monja sich sicher. „Viele junge Talente sehen in Europa das Fu&szlig;ball-Mekka und versuchen, entdeckt zu werden. Das hat mittelfristig nat&uuml;rlich Auswirkungen auf den Stellenwert des Fu&szlig;balls.“</p>
<p>Sie selber habe fr&uuml;her auch viel Fu&szlig;ball gespielt: „Ich war schon in der Grundschule diejenige, die mit den ganzen Jungs in der Pause Fu&szlig;ball gespielt hat, statt an den Stangen rumzuturnen oder Seilchen zu springen. Da meine Mutter aber dagegen war, habe ich mich dem Handball zugewandt“. Mittlerweile verfolgt die Halb-Serbin Fu&szlig;ball &uuml;berwiegend am Fernseher – gezwungenerma&szlig;en. „Mein Freund sieht sich jedes Spiel an – egal ob Champions League oder Zweite Liga“, rollt sie l&auml;chelnd die Augen. Auch die WM wird &uuml;berwiegend vor dem heimischen TV geschaut. Es sei denn, Deutschland spielt. Dann geht es zum Public Viewing oder zu Freunden.</p>
<p>Bei der Frage nach dem Weltmeister gibt sich Monja bedeckt. „Ich denke, England oder Spanien macht’s“. Vielleicht auch die Deutschen oder die Brasilianer, aber auf keinen Fall die Italiener. „Und das ist auch gut so“, sagt sie.</p>
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