Horrorclowns an Halloween: Polizei bleibt gelassen

Die Polizei NRW sieht wegen der sogenannten Horrorclowns keinen Anlass, an Halloween besondere Maßnahmen zu ergreifen oder die Einsatzkräfte im Vergleich zu anderen Halloween-Nächten zu verstärken. Einige nützliche Verhaltenstipps gibt sie dennoch.

Auch wenn sich in den vergangenen Wochen die Medienberichte über Angriffe von sogenannten Horrorclowns häufen, sind sich die Pressesprecher der Polizei Dortmund, Köln und Düsseldorf einig: Sehr viele wirklich gefährliche Angriffe durch Gruselclowns gab es in Deutschland bisher nicht. „In Dortmund haben wir kein großes Problem mit Clowns“, sagt Sven Schönberg von der Polizei Dortmund. Es sei deshalb nicht nötig, die Einsatzkräfte im Vergleich zu vergangenen Halloween-Nächten aufzustocken. „Wir haben die Clowns natürlich trotzdem auf dem Schirm“, erklärt Schönberg. „Unsere Einsatzkräfte sind entsprechend sensibilisiert und wissen, was sie zu tun haben.“ Auch in Düsseldorf und Köln werde es keine verstärkten Einsatzkräfte geben. 

Nicht jeder Mensch, der an Halloween als Gruselclown verkleidet ist, dürfe unter Generalverdacht gestellt werden. „Man sollte sich heute trotzdem genau überlegen, was man anzieht“, warnt Nathalie Stach von der Kölner Polizei. Durch die große Medienpräsenz der „Horrorclowns“ reagieren viele Menschen nämlich sehr sensibel auf diese Verkleidung. Trotzdem: Sich als Clown zu verkleiden ist noch keine Straftat. „Trägt der Clown allerdings eine Waffe oder erschreckt einen Passanten so sehr, dass er sich verletzt, wird der Vorfall strafrechtlich verfolgt“, sagt Schönberg.