Jeder Fünfte in NRW hat keine Berufsausbildung

Dortmund. Jeder fünfte der 30- bis 50-Jährigen in Nordrhein-Westfalen hat keine Berufsausbildung. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 15 Prozent; damit weist NRW den zweitschlechtesten Wert aller Bundesländer auf, Schlusslicht ist Bremen. Auch die Zahl der Arbeitslosen nahm saisonbedingt leicht zu.

Der hohe Anteil von Menschen ohne Berufsausbildung habe wohl mit den großstädtischen Strukturen und der hohen Zahl von Migranten zu tun, so NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD); auf diese Weise könnten sich ungünstige soziale Lagen konzentrieren.

Besonders die Arbeitslosen haben häufig keine Berufsausbildung, bei ihnen beträgt diese Quote 54 Prozent. Dabei nahm gerade wegen der vielen Schulabschlüsse im letzten Monat die Zahl der Arbeitslosen im August leicht zu: Für ihr Einzugsgebiet verzeichnete die Agentur für Arbeit Dortmund einen Anstieg von 0,9 Prozent, „der sich aber im üblichen Rahmen bewegt“, erklärte Stefan Kulozik, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dortmund. „Diese ferienbedingte Flaute auf dem Arbeitsmarkt war zu erwarten und ist nicht als Indikator für eine Verschlechterung des Arbeitsmarktes zu sehen.“

„Ferienbedingt“ meint in diesem Fall, dass sich viele junge Menschen zwischen Schulende und Start der neuen Ausbildung arbeitslos meldeten. Dementsprechend stieg auch der Anteil der Arbeitslosen zwischen 15 und 20 Jahren in Dortmund um knapp 35 Prozent, was der Grund für den Anstieg der Arbeitslosenquote insgesamt war.