RUB-Ingenieure erhalten Fördermittel

Ein Team der Fakultät Maschinenbau an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) möchte eine künstliche Luftröhre entwickeln. Die Volkswagenstiftung fördert das Vorhaben im Rahmen der Initiative „Experiment“ mit 76.500 Euro.

Wenn der komplexe Selbstreinigungsmechanismus der menschlichen Lunge nicht funktioniert, kann das lebensbedrohlich werden. Ingenieure um Prof. Dr. Jeanette Hussong vom Lehrstuhl für hydraulische Strömungsmaschinen an der RUB wollen deshalb einen vergleichbaren Mechanismus für künstliche Luftröhren entwickeln. Das teilte die Pressestelle der RUB am Dienstag (29.11.2016) mit. Staubpartikel, Bakterien und ähnliches werden normalerweise von einem dünnen zweischichtigen Film der Luftröhre aus der Lunge transportiert. Diesen Schutzfilm wollen die Wissenschaftler vom Institut für Thermo- und Fluiddynamik künstlich nachbilden.

Die Förderung dauert maximal 18 Monate und erfolgt im Rahmen der Initiative „Experiment“. Sie soll Wissenschaftlern ermöglichen, innovativen Ideen nachzugehen und deren praktische Umsetzbarkeit auszutesten. Im Jahr 2016 fördert die Volkswagenstiftung 18 von 544 beantragten Projekten. Die Entwicklung der künstlichen Luftröhre soll Anfang 2017 beginnen.