Weihnachten liegt in der Luft

Tannenbaum, Lebkuchen, Glühwein, Zimt und Nelken – ganz klar Düfte, die fast jeder Deutsche mit Weihnachten verbindet. Doch wie passiert denn das?

Die Moleküle in welchen die Düfte von bestimmten Stoffen eingeschlossen sind, sind winzig klein. Getragen von dem Druck in der Atmosphäre, schweben sie in der Luft und gelangen durch die Atmung in die Nase des Menschen. Dort befinden sich viele verschiedene Sinneszellen, die jeweils für unterschiedliche Duftmoleküle zuständig sind. Tritt ein Duftmolekül in Kontakt mit einer zu ihm passenden Sinneszelle, so wird ein Reiz ausgelöst. Dieser wird über Nervenbahnen in die jeweils für diesen Duft verantwortlichen Regionen im Gehirn geleitet und der Mensch weiß, um welchen Duft es sich handelt.
Der Geruch von Lebkuchen ist bei den meisten Deutschen wohl mit positiven Gefühlen verknüpft.

Der Geruch von Lebkuchen ist bei den meisten Deutschen wohl mit positiven Gefühlen verknüpft.

Düfte verändern das Wohlbefinden der Menschen

Düfte können im Gehirn auch Emotionen und Erinnerungen hervorrufen, sagt Professor Hanns Hatt, Riechforscher und Lehrstuhlinhaber der Zellphysiologie an der Ruhr-Universität Bochum: „Wenn man einen Duft die ersten Male riecht, wird er durch die jeweilige Situation geprägt, in der man sich befindet. Ist diese überwiegend positiv, so verbindet man mit dem Duft auch immer wieder im Leben positive Erfahrungen.“
Der Weihnachtsduft

In Deutschland versetzen vor allem würzige Geruchsnoten, wie Anis, Vanille und Zimt, die Bevölkerung in weihnachtliche Stimmung. Für Hatt ist klar: „Weihnachtsdüfte sind kulturell abhängig. Die Jamaikaner verbinden mit den Gerüchen Zimt und Anis bestimmt ganz andere Erfahrungen als die Deutschen.“


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