Guten Tag, Herr Skelett!

Halloween ist die Zeit, in der Amerika seine Leichen aus dem Keller holt. Die Zeit der glitzernden Vorgärten, der Plastikraben und der Bettlaken-Gespenster. Verrückte Deko überall – Ein Spaziergang durch eine gruselige Nachbarschaft in Washington.

Wer nochmal los muss, wenn’s schon dämmert, der spürt in diesen Tagen ein leichtes Kitzeln in der Magengegend. Amerika steht kurz vor Halloween – das Gruselfieber stiegt. Besonders die gutbürgerlichen Nachbarschaften in der US-Hauptstadt Washington, DC haben ihre Deko für das Fest herausgekramt.
 
Grabsteine aus Styropor, dunkel verfärbte Knochen aus Kunststoff und einsam im Wind flackernde Lichterketten: Abends durch die Straßen radeln bedeutet, auf der Hut zu sein. Ist das wirklich aus Plastik, was da in Ketten aus der Baumkrone baumelt? Oder vielleicht doch eine echte Leiche? 
Ein bisschen wirkt das so, als könnten die Menschen in Washington gar nicht genug vom Gruseln kriegen: Sie übertrumpfen sich gegenseitig in der Ausstellung mysteriöser Monster und ausgehöhlter Kürbisse. Ein Haus wirkt magischer als das andere – und doch ist jedes ganz individuell verändert.
 
Ein Spaziergang durch die Nachbarschaften Washingtons zeigt in diesen Tagen, dass Geld und Einfallsreichtum keine Rolle spielen, um es in der Magengegend ganz leicht kitzeln zu lassen. 

(Fotos: Nike Laurenz)

[nggallery id=105]