Studie: Stress verringert Studienleistung

Die Hälfte der Bachelor-Studierenden fühlt sich durch das Studium gestresst. Und zwar so sehr, dass sie sich in ihrer Studienleistung beeinträchtigt fühlen. Das hat eine Studie des HIS-Instituts für Hochschulforschung ergeben, die im Auftrag des Deutschen Studentenwerks durchgeführt wurde.

Für die Umfrage wurden 4.000 Bachelor-Studierende unterschiedlicher Hochschulen befragt. Das Studium wurde von den Befragten als der Lebensbereich mit der stärksten Belastung bezeichnet. So empfinden 68 Prozent der Befragten das Studium als den stressigsten Lebenssektor. Nur 12 Prozent hat gar kein Stress im Studium.

Der Anteil der Studierenden, der sich in einem Lebensbereich starken Belastungen ausgesetzt fühlt, steigt nach Ergebnissen der Studie außerdem tendenziell mit der Dauer des Studiums an. Auch Lebensbereiche wie Haushalt und Familie werden in höheren Semestern als belastender wahrgenommen.

Durch den Stress leidet das soziale Umfeld bei vielen Studierenden: Ein Drittel der Befragten, die sowohl im Studium als auch außerhalb des Studiums größeren Belastungen ausgesetzt sind, geht Kontakt mit anderen Menschen aus dem Weg. Professionelle Hilfe, etwa bei psychologischen Beratungsstellen, nehmen dagegen nur 12 Prozent von ihnen in Anspruch.