NRW: Zahl der Habilitationen sinkt

Düsseldorf. Im Jahr 2011 haben 5,2 Prozent weniger Wissenschaftler ein Habilitationsverfahren abgeschlossen als im Vorjahr. Dies geht aus der Untersuchung des Statistischen Landesamtes Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT NRW) hervor.

Gab es im Jahr 2010 291 Habilitationsverfahren an den Hochschulen in NRW, so waren es im letzten Jahr 276 Verfahren. Insgesamt 17 Universitäten in NRW sind dazu berechtigt, ein Habilitationsverfahren durchzuführen.

Laut IT NRW könnte ein Grund für die rückläufigen Werte darin liegen, dass die Einführung der Juniorprofessuren ein attraktiverer Weg in die Hochschullehre geworden ist. Die Juniorprofessur ist vor zehn Jahren eingeführt worden und erfolgt ohne Habilitationsverfahren. Sie wurde hauptsächlich für Wissenschaftler mit herausragender Promotion eingeführt.

An der TU habilitierten sich im Jahr 2011 sieben Wissenschaftler. Davon waren drei männlich und vier weiblich. 2010 waren es noch zehn Habilitationsverfahren. In NRW gab es Habilitationen hauptsächlich in den Fächern Humanmedizin (53,6 Prozent), Sprach- und Kulturwissenschaften (16,3 Prozent) und in der Fächergruppe Mathematik (12,7 Prozent).

Mit einer Habilitation weisen Wissenschaftler nach, dass sie ihr Fach in vollem Umfang, sowohl in Forschung als auch in Lehre, beherrschen und vertreten können. Damit erwerben sie nicht nur einen akademischen Titel, sondern auch eine Lehrbefähigung. An die Erlaubnis zu lehren ist die Pflicht gebunden, regelmäßige Lehrveranstaltungen zu halten.