NRW-Hochschulen starten Cloud-Dienst

22 NRW-Universitäten und Fachhochschulen nehmen am Montag, 2. Februar, den gemeinsamen Cloud-Dienst „Sciebo“ in Betrieb. Damit soll in Zukunft die automatische Synchronisation von Daten mit verschiedenen Endgeräten wie PC und Smartphone ebenso möglich sein wie die gemeinsame Arbeit verschiedener Nutzer am selben Dokument.

„Sciebo“ sei einer der größten Cloud-Dienste seiner Art in Deutschland, erklärt die teilnehmende Universität Duisburg-Essen in einer Pressemitteilung und hebt die große Sicherheit des nichtkommerziellen, kostenlosen Cloud-Speichers hervor. Der Grund dafür: „Die gespeicherten Daten werden ausschließlich an drei Universitäten in NRW verarbeitet: in Duisburg-Essen, Bonn und Münster, wo die Projektleitung liegt“. Dadurch gelte das Deutsche Datenschutzgesetz – eines der strengsten weltweit.

Viele andere, kommerzielle Cloud-Dienste disqualifizierten sich für den Umgang mit sensiblen Daten, da die Inhalte auf Servern im Ausland mit oft „laxen Datenschutzvorschriften und undurchsichtigen Nutzungsbedingungen“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Speicherplatz für eine Million DVDs

Ein Großteil der 22 teilnehmenden Universitäten, unter anderem die Fachhochschule Dortmund und die Hochschule Bochum, ermöglichen sowohl ihren Mitarbeitern als auch den Studierenden die Nutzung. Jeder Teilnehmer hat 30 Gigabyte kostenlosen Speicherplatz zur Verfügung, für Forschungsprojekte auf Anfrage auch mehr. Insgesamt können so potenziell fünf Petabyte Daten gespeichert werden – das entspricht etwa einer Million DVD-Filme. Das Projekt wird vom Land NRW mit rund 2,8 Millionen Euro gefördert.

Die TU Dortmund nimmt an dem Projekt nicht teil. Martin Rothenberg von der Pressestelle erklärt auf Nachfrage der Pflichlektüre : „Es gab im IT und Medien Centrum (ITMC) kein Eindeutiges Votum für die Teilnahme an dem Programm.“ Es gebe schlichtweg zu viele Angebote und „Sciebo“ stehe einfach nicht oben auf der Prioritätenliste der Universität.