DebaDo debattiert mit Piraten

Der Debattierclub der Dortmunder Hochschulen (DebaDo) lud zum dritten Mal zum Wortgefecht ins CDI. Nachdem sich bereits die Landtagskandidaten der SPD und Grünen der Debatte stellten, war diesmal die Piratenpartei an der Reihe. Thema: Keine GEZ-Gebühren für PCs?

Der Raum 022/023 im CDI am Vogelpothsweg war mit gut 40 Besuchern gefüllt. Zum Anfang erklärte Henning Blunck von DebaDo die Regeln für die Debatte. Das Thema wurde von zwei Seiten aus beleuchtet: Der Debattierclub nahm die Rolle der Opposition ein, die Piratenpartei mimte die Landesregierung. Drei Rednerbeider Seiten kamen dabei zu Wort. Dazu stimmten die Zuschauer anfangs ab, wie sie generell zu dem Thema GEZ-Gebühren für Handys und Computer stehen. Das Ergebnis zeigte: lediglich vier der Zuschauer waren für GEZ-Gebühren für Handys und PCs.

Simone Brand von der Piratenpartei begann die Debatte. In ihren fünf Minuten Redezeit machte sie den Standpunkt ihrer Partei deutlich. „Wir sprechen uns klar gegen GEZ-Gebühren für Computer und Handys aus. Der Computer ist zu einem unverzichtbarem Medium geworden. Ohne PC kann man weder arbeiten noch studieren“, sagte Brand. Danach folgte die erste Rede der „DebaDo-Opposition“.

Stieg am Dienstag für DebaDo gegen die Piratenpartei in den Debattierring: Andreas Pappe

Stieg am Dienstag für DebaDo gegen die Piratenpartei in den Debattierring: Andreas Pappe. Foto: Linus Petrusch

„Debattieren ist eine Art Sport. Man trainiert einen bestimmten Standpunkt zu vertreten“, sagte der 24-jährige Informationstechnikstudent Andreas Pappe. Das er diesen Sport beherrscht zeigte Pappe sofort. Mit viel Emotionen plädierte er für die Stärkung der öffentlich-rechtlichen Sender. Schlagfertig und souverän reagierte er auf die Zwischenrufe aus dem Publikum. „Selbst wenn man das Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender nicht nutzt, profitiert man indirekt von den Informationen. Denn diese werden auch von den privaten Sendern genutzt“, sagte Pappe.

Immer Abwechselnd duellierten sich die jeweils drei Kandidaten jeder Seite. Dazwischen warfen Zuschauer Wörter in den Raum, die überhaupt nichts mit dem Thema der Debatte zu tun hatten. Nachdem alle Seiten ihre Standpunkte vorgetragen hatten, kam der so genannte Freie Redner zu Wort. Dieser schlug sich auf die Seite der Opposition und machte sich für die Erhebung der GEZ-Gebühren für Computer und andere Multifunktionsgeräte stark. Anschließend wurde wieder unter den Zuschauern abgestimmt. Das Ergebnis zeigte, dass weder die eine noch die andere Seite das Publikum nachhaltig beeindrucken konnten.

Nach einer guten Stunde war dann die Debatte vorbei. Die Teilnehmer des Debattierclubs haben weiter Erfahrungen gesammelt. Die Piraten rührten die Wahlkampftrommel für die Landtagswahl am neunten Mai. Moritz, 30-jähriger Physikstudent, war bereits zum zweiten mal bei der DebaDo-Debatte. „Ich fand die Piratenpartei ein bisschen schwach. Sie haben nicht alle Argumente durchgebracht. Die Grünen fand ich vor 2 Wochen besser“, sagte Moritz und verließ Raum 022/023 im CDI.