Innovativer Soziologiekongress in Dortmund und Bochum

Vom 1. bis 5. Oktober findet in Kooperation der TU Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum der 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) statt. Thema des Kongresses, zu dem etwa 2000 Teilnehmer erwartet werden, ist „Vielfalt und Zusammenhalt“. In mehr als 200 Einzelveranstaltungen wie Vorlesungen, Plenen, Sektionsveranstaltungen oder Ad-hoc-Gruppen werden die Teilnehmer ihre Forschungen und Erfahrungen austauschen.

Der 36. Kongress der DGS widmet sich dem Thema „Vielfalt und Zusammenhalt“ und möchte die Herausforderungen, aber auch die Chancen neuer gesellschaftlicher Komplexität im Licht aktueller Forschungsergebnisse diskutieren. Begriffe wie „Multikulturelle Gesellschaft“, „Wandelnde soziale Milieus“, „Inklusion und Exklusion“ oder „Schere zwischen Arm und Reich“ kursieren in der Soziologie und bezeichnen den Wandel der Gesellschaft. Forscher untersuchen, die Gefahren für den sozialen Zusammenhalt unter dem Aspekt von kreativer Weiterentwicklung und sozialer Innovation. Eine Frage lautet dabei: Wie viel Gegensätze hält unsere Gesellschaft aus?

Zu den Höhepunkten zählen Experten wie Daniel Cohn-Bendit, Richard Sennett, Agnes Heller, Elisabeth Beck-Gernsheim, Renate Mayntz und Baskin Oran. Die Türkei ist in diesem Jahr das Gastland, deshalb widmet sich eine Abendveranstaltung mit Spezialisten aus der Türkei und Deutschland dem Thema „Vielfalt und Zusammenhalt in der Türkei und bei Türkeistämmigen in Deutschland“. Zum ersten Mal wird es beim Soziologiekongress das Format „Soziologie konkret“ geben. Hierbei werden geführte Exkursionen mit wissenschaftlichen Vorträgen kombiniert. Gesellschaftlich relevante Themen sollen so in soziologischer Perspektive ausgeleuchtet und praktisch erfahrbar gemacht werden.

Ob Science Slam, Kongresskonzert, Exkursion oder Ausstellung – der Soziologiekongress bietet ein abwechslungsreiches und interessantes Rahmenprogramm: Neben der Eröffnungsparty wird am Mittwoch, 3. Oktober, ein Orgelkonzert im Audimax der RUB unter der Leitung des Universitätsmusikdirektors Hans Jaskulsky stattfinden. Weitere Höhepunkte sind ein Science Slam, eine Art wissenschaftliches Turnier, und ein anschließendes Konzert der Krefelder Band „The Fog Joggers“.

Bei dem soziologischen Science Slam müssen sich die Slammer nicht nur in ihrem eigenen Fachgebiet beweisen, sondern sollen auch durch Originalität und Unterhaltungswert in der persönlichen Präsentationsart überzeugen. Gewonnen hat der Slammer, der das Publikum mit seiner Präsentation über ein soziologisches Thema auf Basis eines Forschungsprojekts, eines originellen empirischen oder theoretischen Ansatzes, einer Abschlussarbeit oder Promotion am meisten begeistern konnte. Der Science Slam findet im Bahnhof Langendreer statt, der Eintritt zum Slam mit anschließendem Konzert und Disco kostet sieben Euro.

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