Wolken im Kopf

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Chaos im Kopf – seine Gedanken zu ordnen ist oft nicht leicht. Die Meditationsapp 7 mind hat die Lösung: Lasse deine Gedanken wie Wolken davonfliegen. Darum ging’s in meiner fünften Meditationswoche. Zeit, um sich auch mal mit den negativen Auswirkungen von Meditation zu beschäftigen.

Angstzustände, kein Zeitgefühl, keine Verbindung zum Hier und Jetzt, keine Verbindung zu dir selbst. Das klingt nach einer Krankheit oder einem Drogentrip. Tatsächlich sind das Nebenwirkungen von Meditation. Diese treten zwar nicht oft auf, aber es gibt sie. In den USA ist das schon vorgekommen.

Depression und Frust

So krasse Auswirkungen hat Meditation im Normalfall aber nicht. Depression und Frust sind dafür gar nicht so unwahrscheinlich. Schließlich ist es völlig normal, dass es einem schwer fällt, Gedanken loszulassen und sich auf sich selbst zu konzentrieren. Wer dabei falschen Ehrgeiz an den Tag legt, ist eben schnell frustriert.

Viele erwarten auch schnelles Glück und ein besseres Leben von der Meditation. Die Enttäuschung ist dann groß, wenn das eben nicht so schnell funktioniert. Deswegen soll man auch in einer großen Gruppe meditieren. Auch ein Meditationstrainer ist wichtig, damit man sich über Erfahrungen austauschen kann. Menschen, die eine psychische Erkrankung haben, sollten sogar generell nicht meditieren.

Wie passt das jetzt mit der App zusammen? Schließlich sitze ich da allein in meinem Zimmer und rede wenn’s hoch kommt ab und zu mit meinen Freunden darüber. Wirklich geführt ist die Meditation auch nicht, wenn man von der aufgenommen Stimme mal absieht.

Kein exzessives Meditieren

Zuerst mal etwas Beruhigendes: Ich habe noch keine Nebenwirkungen gemerkt. Das könnte natürlich auch daran liegen, dass ich nur sieben Minuten täglich meditiere. Die Ärzte warnen nämlich davor, zu exzessiv zu meditieren. Wahrscheinlich muss jeder für sich selbst ausprobieren, ob Meditation und wie viel Meditation richtig für einen ist.

Meine Gedanken bekomme ich jetzt wenigstens besser geordnet. Gerade vor dem Einschlafen hilft es mir, die Tipps der App anzuwenden. Im fünften Schritt soll ich mich wieder auf meine Atmung konzentrieren und still werden. Ich soll mir einen blauen Himmel vorstellen. Immer dann, wenn ich durch einen Gedanken abgelenkt werde, soll ich mir vorstellen, dass er in einer Wolke auf meinem Himmel auftaucht. Diese Wolke soll dann verschwinden, damit mein Himmel wieder blau ist.

 

Ich kann eigentlich wenig mit solchen Traumreisemethoden anfangen. Trotzdem hilft es, sich vorzustellen, dass meine Gedanken – wie auch immer – aus dem Kopf verschwinden.  Insgesamt habe ich aber das Gefühl, dass sich innerhalb der letzten Schritte wenig ändert. Oft mache ich das Gleiche und lerne nur eine Methode oder einen Trick dazu. Am Anfang war der Unterschied zwischen den Schritten viel größer. Im Moment trete ich etwas auf der Stelle. Ich hoffe, dass die letzten beiden Schritte wieder mehr zu bieten haben.

Beitragsbild: Luisa Flicke

Glücksbonus: 6/10          Weirdness: 2/10          Nervfaktor: 6/10

Hier geht’s zur Übersicht meines Selbstversuchs.

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