Erneute Kita-Streiks wahrscheinlich

Die Verhandlungen im Kita-Tarifstreit seien nach fünf erfolglosen Verhandlungsrunden erneut gescheitert, erklärte die Gewerkschaft Verdi gestern Abend. Nach den Streiks in den vergangenen Wochen ist es nun wahrscheinlich, dass die Türen der Kindestagesstätten erneut geschlossen bleiben – diesmal unbefristet.

Beschlossene Sache sind die neuen Streiks allerdings noch nicht, gab Verdi-Fachbereichsleiter Volker Euskirchen bekannt: „Wenn mindestens drei Viertel der Mitglieder sich positiv zum Erzwingungsstreik äußern, müssen die Eltern ab Ende nächster Woche wieder mit geschlossenen Kitas rechnen.“ Diese Urabstimmung findet am Mittwoch, 6. Mai, statt.

In dem Tarifstreit wollen die Gewerkschaften Verdi, DBB und GEW höhere Löhne für insgesamt 240.000 Erzieher und Sozialarbeiter erwirken. Die Eingliederung in eine neue Einkommensklasse würde für die Beschäftigten der Einrichtungen einen Einkommenszuwachs von etwa zehn Prozent bedeuten. Die Gewerkschaften begründen ihre Forderungen mit den gestiegenen Ansprüchen an die Beschäftigten. Die Kosten dafür, rund 1,2 Milliarden Euro, halten die Arbeitgeber für nicht bezahlbar. 

Ob sich im Falle eines erneuten Streiks auch die Kitas der Hochschulen beteiligen sei noch unklar, so Michael Bürger, Geschäftsführer vom Verdi-Bezirk Dortmund: „Die Einrichtungen waren bei den letzten Streiks dabei. Ob beispielsweise die Einrichtungen der TU Dortmund und die der AKAFÖ in Bochum an den nächsten Streiks teilnehmen, wird aktuell verhandelt. Wann und wo die Türen geschlossen bleiben entscheidet sich am 6. Mai.“ 

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