Im Test: Zweiohrküken als Hörbuch

pflichtlektüre Reporterin Brinja Bormann hat das Hörbuch getestet.

pflichtlektüre Reporterin Brinja Bormann hat das Hörbuch getestet.

Alles muss man selber machen – das hat sich Til Schweiger wahrscheinlich gedacht, als er den Film „Keinohrhasen“ gedreht hat. Denn da war er für Drehbuch, Regie und Produktion verantwortlich. Und weil das noch nicht genug war, hat er auch noch eine der Hauptrollen übernommen. Der Fleiß hat sich gelohnt, Keinohrhasen ist einer der erfolgreichsten deutschen Filme. Seit November 2009 gibt es die Fortsetzung der Liebeskomödie: Zweiohrküken – und zwar auch als Hörbuch. Ob das funktioniert, hat pflichtlektüre online getestet.

Irgendwann kehrt in jeder Beziehung der Alltag ein – auch bei Anna Gotzlowski und Ludo Decker. Zwei Jahre lebt und arbeitet das ungleiche Paar zusammen. Und vor allem Ludo hat begonnen, die häusliche Pflichten zu vernachlässigen. Ein dauerndes Streitthema.

Doch als ob die Alltagsprobleme der beiden nicht genug wären, taucht Ludos Ex-Freundin Marie auf. Anna wird eifersüchtig und das mit Recht. Marie scheint noch sehr an Ludo interessiert zu sein. Als der sich dann auch noch mit Marie verabredet, werden die Ängste groß. Doch Ludo versteht Annas Eifersucht nicht.

Ludo ist genervt und fordert mehr Freiraum. Als dann aber Annas Ex-Freund Ralf auftaucht, ist das Gefühlschaos perfekt. Anna und Ludo steigern sich in Eifersucht und Selbstzweifel hinein. So sehr, dass beide einen großen Fehler begehen und fremdgehen. Ob Ludo und Anna sich versöhnen, erfährt man erst in der letzten Minute.

Auch im Doppekpack erhältlich: Keinohrhasen und Zweiohrküken. Foto: www.hoerverlag.de

Auch im Doppekpack erhältlich: Keinohrhasen und Zweiohrküken. Foto: www.hoerverlag.de

Für das Hörbuch wurden die Audiotöne des Films mit der Stimme des Erzähler Gilles Karolyi verflochten. Seine Stimme hat mit Sicherheit jeder schon mal gehört, wenn auch unbewusst. Denn egal, ob Coca Cola, Nestle oder diversen Automarken, Karolyi hat schon einigen Werbespots seine Stimme geliehen. Als Erzähler wirkt er jedoch völlig übertrieben und zu dominant. Manchmal wirkt er gezwungen cool und jugendlich.

Unser Fazit

Die witzige Geschichte funktioniert leider nicht ohne Bilder. Der Hörer möchte lieber sehen, wie Til Schweiger eine Tüte voll Scheiße ins Gesicht fällt, anstatt es nur zu hören. Für ein volles Erlebnis der Sinne ist daher der Film zu empfehlen, das Hörbuch hingegen ist ein hübscher Staubfänger.

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