UDE: Deutschland ein Einwanderungsland?

Duisburg. Ausländer, Migranten, Zuwanderer und Einwanderer bezeichnen oft eine ähnliche Zielgruppe. Aber was unterscheidet diese Begriffe? Und um welche Personengruppe geht es eigentlich? Mit diesen Fragen beschäftigt sich am Dienstag, 5. März, Prof. Dr. Andreas Blätte von der Universität Duisburg-Essen (UDE) in einem Vortrag  rund um das Thema „Integration“.

Der Juniorprofessor für Politikwissenschaft der Stiftung Zukunft NRW hat alle Plenardebatten des Bundestages und der Landtage seit 2000 ausgewertet und stellt diese in seinem Vortrag vor. Mit dem Begriff „Integration“ werde praktisch Politik gemacht. „Dabei ist seine Bedeutung schwammig, und jede Partei definiert Integration anders“, so Blätte. Auch die verschiedenen Worte für die Zielgruppe der Ausländer unterscheide sich von Partei zu Partei. „Der Begriff Ausländer ist eher CSU-Vokabular. Die Grünen reden eher von Menschen mit Migrationshintergrund“, erklärt der Professor. Das sei zwar gut gemeint, aber die, die sie damit ansprechen wollen, fänden sich darin auch nicht immer wieder. „Die Kategorien der Integrationspolitik bleiben umstritten.“

Der Vortrag beginnt um 18.30 Uhr in Raum LS 105 am Campus Duisburg. Anschließend findet eine Diskussion mit den Zuhörern statt.