Das Deutschlandstipendium im Faktencheck

Zweiter Vorwurf: Es werden ohnehin nur Studierende aus besser gestellten Elternhäusern gefördert.

Das sagt das Ministerium:
Die soziale Zusammensetzung der Stipendiatinnen und Stipendiaten – gemessen am Anteil der BAföG-Empfängerinnen und -empfänger – entspricht der der Studierendenschaft insgesamt. (Das Deutschlandstipendium im zweiten Jahr, Bilanz Dezember 2012)

Der Soziologe Michael Hartmann von der TU Darmstadt kritisiert in der pflichtlektüre: „Das Deutschlandstipendium fördert eine sogenannte Elite, die vor allem aus denen besteht, die es finanziell sowieso schon leichter haben. Was dabei auf der Strecke bleibt, ist die Breitenförderung.“

Ellen Wiese

Elite-Forscher Michael Hartmann kritisiert das Deutschlandstipendium. Foto: Wikimedia Commons/Hannes Röst, Teaserbild: Wikimedia Commons/Krzysztof Szymański

Tatsächlich sind laut Ministerium rund ein Viertel der Stipendiaten BAföG-Empfänger. Das entspricht tatsächlich in etwa dem Anteil der BAföG-Empfänger an allen Studierenden, der derzeit (Stand 2011) bei rund 27 Prozent liegt.

Für die Bewertung dieser Frage ebenfalls wichtig: Der Anteil der ausländischen Stipendiaten (7 Prozent) entspricht fast, aber nicht ganz dem Anteil von ausländischen Studierenden in Deutschland (11 Prozent).

Fazit der Redaktion: Vorwurf unberechtigt.

Weiter zum dritten Vorwurf.

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